Deutschlands beste Arbeitgeber 2017
Deutschlands beste Arbeitgeber 2017 stehen fest - und das gleich mehrfach. Die Bewertungsportale Glassdoor und Kununu präsentieren uns ihre Top-Arbeitgeber des Jahres, auch Linkedin, Beratungsunternehmen Trendence und Great Place to Work haben ihre Favoriten gekürt. Die Bestenlisten schmücken große Namen. An Überraschungen aber mangelt es nicht. Karrierebibel hat alle Ergebnisse für Sie.

Die besten Arbeitgeber Deutschlands 2017

Ob ein Arbeitgeber gut, semi-gut oder hundsmiserabel ist - das ist sehr subjektiv. Jeder Mitarbeiter hat andere Präferenzen, lässt sich von persönlichen Befindlichkeiten leiten, kommt zu anderen Schlüssen. Und hat andere Gradmesser: Gehalt, Arbeitszeiten, Atmosphäre zum Beispiel.

All diese Befindlichkeiten werden seit einigen Jahren in diversen Arbeitgeberbewertungsportalen aggregiert. Vor allem zwei Anbieter sind relevant: Kununu, das 2013 von Xing übernommen wurde und US-Rivale Glassdoor, der seit 2015 auf dem deutschen Markt aktiv ist. Beide stellen alljährlich ihre Rankings der besten Arbeitgeber Deutschlands auf.

Dazu kommt mit Great Places to Work ein Beratungsunternehmen, das Firmen schon seit 2002 auf Anfrage zertifiziert - und seitdem ebenfalls Bestenlisten aufstellt. Einen datengetriebenen Ansatz verfolgt die Business-Plattform Linkedin, Trendence wiederum stützt sich auf seine jährliche Studenten-Befragung. Wir haben uns alle Rankings für Sie näher angeschaut...

Arbeitgeber-Rankings: Kritik

Im Gegensatz zu Glassdoor und Kununu basieren die Bewertungen bei Great Place to Work auf einer aktiven Befragung. Die Mitarbeiter füllen Fragebögen aus und schicken sie an den Organisator zurück, der daraufhin auszählt.

Erstes Problem: Es werden nur die Unternehmen bewertet und gegebenenfalls zertifiziert, die aktiv von sich aus am Wettbewerb teilnehmen. Von einem umfassenden Vergleich aller Unternehmen in Deutschland kann man also noch nicht einmal ansatzweise sprechen. Zweites Problem: Die Teilnahme kostet Geld. Ob das der Neutralität zuträglich ist?

Der Fairness halber sei gesagt: Auch die Bewertungsplattformen Glassdoor und Kununu arbeiten grundsätzlich mit Bezahlmodellen. Beispielsweise können Unternehmen bei Kununu gegen ein Entgelt ein werbewirksames Employer Branding-Profil einrichten.

Wer zahlt, darf sich also aufhübschen - auch das fördert nicht zwingend die Objektivität. Auch sind die Plattformen nicht resistent gegen Manipulationen und interne Absprachen - das ist der Prozess bei Great Place to Work natürlich auch nicht. Wahr ist wiederum auch, dass Arbeitgeberattraktivität objektiv schwer messbar und eine Manipulation (zum Beispiel eine Goodwill-Bewertung) nicht immer leicht zu verhindern ist.

Trendence wiederum legt Studenten eine Liste mit 120 Arbeitgebern vor. Daraus können diese bis zu drei Firmen auswählen, die sie für besonders attraktiv halten. Wer die meisten Nennungen auf sich vereint, liegt im Ranking vorne. Auch fragt Trendence die Teilnehmer nach Unternehmen, die sie auf der Liste vermissen würden. Die Top-Nennungen werden dann im kommenden Jahr berücksichtigt. So läuft der Prozess seit nunmehr 19 Jahren.

Problem auch hier: Es handelt sich um eine sehr exklusive Auswahl an Unternehmen. Size matters! Das Gros der Arbeitgeber in Deutschland - darunter viele KMU - ist von vornherein außen vor.

Heißt unterm Strich: Arbeitgeber-Bestenlisten sind mit Vorsicht genießen, aber auch nicht gänzlich überflüssig. Sie bieten eine grobe Orientierungshilfe, zeigen auch Trends auf. Und sie beruhen teilweise auf wertvollen Datensammlungen, die in Zukunft zu noch größeren Datenschätzen anwachsen dürften - und damit (hoffentlich) noch aussagekräftiger werden.

Apropos: Auf den eigenen Datenschatz verlässt sich auch Businessplattform Linkedin, die ihre eigene Bestenliste veröffentlicht hat. Dazu später mehr.

Hier sind die besten Arbeitgeber Deutschlands 2017...

Deutschlands beste Arbeitgeber 2017: Glassdoor

2016 veröffentlichte Glassdoor seine Deutschland-Rangliste zum ersten Mal, ein Jahr später gibt es schon reichlich Bewegung auf den vorderen Plätzen.

Aber auch Konstanz: Immerhin sieben Unternehmen aus den Top Ten 2016 haben es auch 2017 wieder ins Ranking geschafft - wenn auch auf unterschiedlichen Plätzen. Vorjahressieger Infineon ist dagegen komplett aus den Top Ten gefallen, findet sich aber auf einem immer noch respektablen elften Platz wieder.

  1. SAP

    Die Software-Schmiede ist Spitzenreiter - und laut Glassdoor bester Arbeitgeber Deutschlands 2017. Ein Jahr zuvor war sie noch auf Rang sechs gelandet. 4.900 Mitarbeiter (dazu zählen zum Beispiel auch Werkstudenten und Praktikanten) haben bei Glassdoor eine Bewertung abgegeben, zum Zeitpunkt des 2016er-Rankings stand der Zähler noch bei 3.000 Bewertungen.

    Im Schnitt bewerteten die Beschäftigten in Deutschland SAP mit satten 4,4 von 5 Punkten. 88 Prozent der deutschen SAPler würden die Business-Software-Spezialisten als Arbeitgeber weiterempfehlen. Auch die Perspektiven des Unternehmens sind nach interner Einschätzung besser geworden. So stellen 81 Prozent der deutschen Mitarbeiter ihrem Unternehmen eine "positive Geschäftsprognose" aus, im Vorjahr waren es mit 73 Prozent noch deutlich weniger.

  2. Adidas

    Auf dem Sportartikelmarkt wird Adidas von Nike und Under Armour in die Zange genommen. Im Arbeitgeber-Ranking von Glassdoor sind die Franken so sportlich wie noch nie: Silber im aktuellen Ranking nach Platz neun im Vorjahr. 4,3 Punkte gab’s im Schnitt von der deutschen Belegschaft - das ist eine klare Verbesserung zu den 3,9 Punkten von 2016.

    In Deutschland würden 96 Prozent Adidas als Arbeitgeber weiterempfehlen, im Vorjahr waren es 90 Prozent. Auch ist die Vergütung jetzt offenbar - für viele - besser geworden: Die durchschnittliche Bewertung sprang in dieser Kategorie von 3,3 auf 3,7 Punkte. 88 Prozent glauben an eine positive Geschäftsprognose - auch das ein starker Wert.

  3. Robert Bosch

    Robert Bosch bestätigt mit 4,2 Punkten (Vorjahr: 4,3) den Bronzerang von 2016. Die Work-Life-Balance ist im Hause Bosch anscheinend gegeben (4,2), mit ihren Führungskräften sind dagegen nicht alle Mitarbeiter zufrieden (3,6).

    Insgesamt 93 Prozent würden den Arbeitgeber Bosch einem Freund empfehlen. Die Zukunftsaussichten bewerten viele als weniger rosig: Nur 75 Prozent der Glassdoor-User sehen für Bosch eine positive Geschäftsprognose.

  4. Deloitte

    Die Berater sind neu im Ranking - und mit 4,2 Sternen gleich auf Platz vier. 17.000 Bewertungen sind für Deloitte weltweit schon bei Glassdoor aufgelaufen.

    In Deutschland würden 89 Prozent der Mitarbeiter das Unternehmen einem Freund empfehlen, 88 Prozent sind von seinen Perspektiven überzeugt. Vor allem die Karrieremöglichkeiten werden mit einer Durchschnittsbewertung von 4,0 Punkten hoch eingestuft. Weniger Euphorie entfacht (erwartungsgemäß) die Work-Life-Balance: 3,1 Sterne sind ein vergleichsweise (sehr) schwacher Wert.

  5. Accenture

    Von Platz sieben auf fünf hat sich Accenture hochgearbeitet. Der Counter der Berater steht mittlerweile bei 24.000 Bewertungen weltweit. Aus Deutschland stammen bislang rund 240 Mitarbeiter-Bewertungen, damit hat sich die Zahl innerhalb eines Jahres verdoppelt.

    78 Prozent der deutschen Belegschaft würden Accenture weiterempfehlen, weniger als im Vorjahr (83 Prozent). 79 Prozent stellen eine positive Geschäftsprognose aus - auch das ein guter, aber kein Top-Wert. Die Work-Life-Balance war am kritikwürdigsten (3,2), auch für "Vergütung und Zusatzleistungen" gab es nur eine mäßige Punktausbeute (3,3).

  6. Daimler

    Daimler fährt auf Platz sechs ins Ziel. Das ist für die Stuttgarter doppelt erfreulich. Erstens haben sie sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Ränge verbessert. Zweitens sind sie damit beliebtester Automobilkonzern im Glassdoor-Ranking, 2016 hielt diesen Titel noch BMW.

    188 Bewertungen von Mitarbeitern aus Deutschland sind bisher in der Datenbank. 92 Prozent von ihnen würden den Schwaben-Stern als Arbeitgeber weiterempfehlen - das ist stark. Vor allem mit der Vergütung (4,3) und der Work-Life-Balance (3,9) ist man beim Daimler zufrieden, Karrieremöglichkeiten sieht für sich hingegen nicht unbedingt jeder (3,3).

    Dass Daimler in Zukunft durchstartet, davon sind 85 Prozent überzeugt. Im letzten Jahr lag dieser Wert noch bei 67 Prozent. Zum Vergleich: Von den VW-Mitarbeitern sehen nur 61 Prozent für ihren skandalumwitterten Arbeitgeber eine positive Geschäftsprognose.

  7. Kaufland

    Kaufland ist der erste Einzelhändler im Ranking - Gesamtbewertung: 4,1 Punkte. 131 Mitarbeiter-Bewertungen aus Deutschland befinden sich in der Datenbank, darunter viele von Kaufleuten und Verkäufern.

    83 Prozent empfehlen Kaufland weiter, vor allem bei der Vergütung erzielt Kaufland einen erstaunlich hohen Wert (4,4). Aber: Neben vielen Maximal-Bewertungen von fünf Sternen gab es auch eine vergleichsweise hohe Anzahl an Ein-Sterne-Wertungen.

  8. DM Drogeriemarkt

    Die Drogerie-Kette ist bekannt für ihr soziales Engagement. Auch als Arbeitgeber gibt sie eine gute Figur ab: Platz acht. Aber Obacht: Bislang sind bei Glassdoor nur 34 Bewertungen vermerkt, das Sample ist also extrem klein.

    Von diesen wenigen aber würden 91 Prozent den Drogeriemarkt einem Freund empfehlen, in der Rubrik "Kultur und Werte" gibt es starke 4,3 Punkte. Aufhorchen lassen insbesondere die durchschnittlich 4,7 Punkte in der Rubrik "Vergütung" und 4,4 bei den "Karrieremöglichkeiten". Ist das wirklich angemessen?

  9. Allianz

    Die Versicherer haben ein gutes Geschäftsjahr 2016 hinter sich - und auch als Arbeitgeber werden sie weiterhin gemocht: Platz neun. Im Vorjahr landete die Allianz allerdings noch auf Platz fünf.

    81 Prozent empfehlen das Unternehmen weiter, 73 Prozent glauben an eine positive Geschäftsprognose. In allen Unterkategorien schneidet Herr Kaiser solide ab, am besten noch bei der Work-Life-Balance (4,0). Die meisten Mitarbeiter geben der Allianz vier von fünf Sternen.

  10. BMW

    Bei BMW zittert man vor Trumpschen Strafzöllen, aber nicht vor schlechten Bewertungen der eigenen Mitarbeiter. 83 Prozent der Beschäftigten, die bei Glassdoor eine Bewertung abgegeben haben, würden ihren Arbeitgeber einem Freund empfehlen.

    Auch die Zukunftsangst schwindet im Hause BMW. Nachdem im Vorjahr lediglich 60 Prozent an eine gute Geschätsprognose geglaubt hatten, stieg dieser Wert bei Glassdoor auf mittlerweile 69 Prozent. Bezahlung (4,1) und Work-Life-Balance (4,0) stimmen bei BMW, mit den eigenen Karrieremöglichkeiten sind dagegen nicht so viele zufrieden (3,4).


  11. Infineon Technologies
  12. Vodafone
  13. Bayer
  14. Fraunhofer Gesellschaft
  15. Volkswagen
  16. ZF Friedrichshafen
  17. Lidl
  18. KPMG
  19. Ernst & Young
  20. Rewe Markt
  21. Deutsche Bahn
  22. Siemens
  23. Continental
  24. Amazon
  25. Deutsche Telekom


Deutschlands beste Arbeitgeber 2017: Kununu

Auch Konkurrent Kununu hat sein eigenes Ranking. Und es gibt Überschneidungen: Fünf Unternehmen schaffen es sowohl bei Glassdoor als auch bei Kununu in die Top Ten: Adidas, BMW, Daimler, dm und SAP. Sind das die wahren Top 5-Arbeitgeber Deutschlands?

Hier das Kununu-Ranking:

  1. Bayer

    Der Pharmahersteller - bei Glassdoor auf Rang 13 - ist Sieger des Kununu-Rankings. Im Vorjahr belegte er noch Platz neun. 556 Mitarbeiter haben Bayer zum Top-Score verholfen. Besonders zufrieden scheinen die Bayer-Azubis zu sein, sie vergeben im Schnitt 4,31 von möglichen fünf Punkten. 91 Prozent würden Bayer weiterempfehlen. Gute Wertungen bekommt der Konzern unter anderem - und das ist nicht selbstverständlich - in der Kategorie "Umgang mit Kollegen 45+".

  2. Google Germany

    Google ist ein Dauergast in den diversen Popularitätsranglisten - und jetzt auch im Kununu-Ranking auf Platz zwei. Damit hat sich die Suchmaschine in der Trefferliste um sechs Plätze im Vergleich zu 2016 nach oben geschoben. Im Schnitt geben die Google-Mitarbeiter 4,21 Punkte, 88 Prozent würden Google weiterempfehlen. Vor allem die Arbeitsatmosphäre und Arbeitsbedingungen gefallen den Mitarbeitern.

  3. Audi

    Audi fällt vom Silber- auf den Bronzerang, bleibt bei Kununu aber beliebtester Autobauer. 3,82 Punkte sind es momentan im Schnitt, 83 Prozent empfehlen Audi weiter. Gut findet man an Audi etwa die flexiblen Arbeitszeiten, betriebliche Altersvorsorge und den Betriebsarzt. Am meisten Luft nach oben gibt es laut Kununu-Usern bei den Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten.


  4. BMW
  5. Airbus Group
  6. DM Drogeriemarkt
  7. Daimler
  8. Adidas
  9. Techniker Krankenkasse
  10. SAP


Die besten Arbeitgeber Deutschlands 2017 nach Branchen

Auch die Branchensieger 2017 hat Kununu gekürt. Das sind sie:

  • Versicherungen und Krankenkassen: Techniker Krankenkasse
  • Automobil und Zulieferer: Audi
  • Telekommunikation und IT: SAP
  • Schienenfahrzeug-, Schiffs-, Flugzeug- und sonstiger Fahrzeugbau: Airbus Group
  • Bau: Goldbeck
  • Chemie und Pharma: Bayer
  • Maschinen- und Anlagenbau: Bosch
  • Elektronik und Elektrotechnik, Medizinische Geräte: Vector Informatik
  • Rohstoffe, Energie, Ver- und Entsorgung: Stadtwerke Osnabrück
  • Herstellung und Verarbeitung von Werk- und Baustoffen, Metallen und Papier: Uzin Utz
  • Fertig- und Gebrauchsgüter: Robert Bosch
  • Lebens- und Genussmittel, Tierfutter und Drogerieartikel, medizinische Verbrauchsprodukte: Beiersdorf
  • Banken und Finanzdienstleistungen: Sparda-Bank Baden-Württemberg
  • Verkehr und Logistik: Flughafen München
  • Beratung, Agenturen, Kanzleien, Forschung und Technik: Fraunhofer-Gesellschaft
  • Dienstleistungen (Personal, Immobilien, Call-Center): Von Poll Immobilien
  • Gesundheit und Soziales: Domino World
  • Großhandel: Stahlgruber
  • Einzelhandel (ohne Bekleidung) und Handwerk/einzelhandelsnahe Dienstleistungen: dm Drogeriemarkt
  • Bekleidung, Schuhe, Sportausstattung (Herstellung und Handel): Adidas
  • Gastronomie, Beherbergung, Entertainment, Fitness und Tourismus: Radisson
  • Internet (Infrastruktur, Portale, E-Commerce): Google Germany


Deutschlands beste Arbeitgeber 2017: Great Place to Work

Insgesamt 100 Unternehmen hat das Beratungsunternehmen Great Place to Work im Jahr 2017 für ihre Attraktivität ausgezeichnet. Teilgenommen hatten insgesamt 700 Firmen.

Von einem umfassenden Arbeitgeber-Vergleich ist man damit natürlich weit entfernt. Für die Unternehmen ist das Siegel vor allem ein Marketinginstrument. Stichwort: Employer Branding.

Freuen darf sich vor allem Infineon, das als Sieger aus dem Vergleich der Großunternehmen hervorging. Sogar für einzelne Bundesländer wurden Bestenlisten erstellt. So ging etwa der Waldkircher Sensorhersteller Sick AG als Sieger in Baden-Württemberg hervor.

Aber auch hier noch mal der Hinweis auf die begrenzte Aussagekraft: Lediglich 115 Unternehmen aus dem Land der Hidden Champions haben sich dem Prüfverfahren unterzogen - gut möglich also, dass es in Baden-Württemberg noch den einen oder anderen Arbeitgeber gibt, der besser ist...

Großunternehmen mit über 5.000 Beschäftigten

  1. Infineon Technologies
  2. Lidl


Unternehmen mit 2.001 bis 5.000 Mitarbeitern

  1. Sick
  2. Maschinenfabrik Reinhausen
  3. Ing-Diba
  4. Robert Bosch, Werk Blaichach


Unternehmen mit 501 bis 2.000 Mitarbeitern

  1. Adobe Deutschland
  2. DIS (Personaldienstleistungen)
  3. Vector Informatik (Software)
  4. SBK Siemens-Betriebskrankenkasse
  5. Heiligenfeld Kliniken


Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern

  1. Pascoe Naturmedizin
  2. St. Gereon Seniorendienste
  3. MaibornWolff (IT)
  4. QAware (Software)
  5. Perbit Software


Trendence: Deutschlands beste Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler

Die üblichen Verdächtigen liegen in der BWL-Popularitätsrangliste von Trendence vorne: BMW vor Audi, Daimler und Porsche.

Genauso fuhr man auch schon 2016 über die Ziellinie. Am Standing der Automobilindustrie bei den Absolventen hat sich also nichts geändert. Nur Volkswagen scheint die Dieselgate-Affäre (minimal) geschadet zu haben. Die Wolfsburger fallen von Platz 11 auf Rang 14 zurück.

Einen Imageschaden trug auch die Deutsche Bank davon: 2015 lag sie noch auf Platz 21, ein Jahr später auf 27, jetzt nur noch auf Position 43. Neu in den Top Ten ist lediglich McKinsey. Die Unternehmensberater konnten immerhin Apple verdrängen.

Ein weiterer Aufsteiger ist Amazon - von 27 auf 18. Und auch der Kreuzfahrt-Boom spiegelt sich im Ranking wider. Aida Cruises liegt in der Gunst der Wirtschaftswissenschaftler schon auf Platz 29 - nach Platz 42 im 2016er-Ranking.

Neu in den Top 100 sind lediglich Morgan Stanley auf Platz 80 und Autoverleiher Sixt auf 90. Ob’s an der flotten Werbung liegt?

Das sind die Top Ten-Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler:

deutschlands beste arbeitgeber 2017 wirtschaftswissenschaftler

Trendence: Deutschlands beste Arbeitgeber für Ingenieure

Auch Ingenieure fahren auf Autos ab. Nur geht die Pole Position in diesem Jahr nicht wie 2016 an Audi, sondern an BMW. Daimler verdrängt simultan Porsche von Startplatz drei.

In den Top Ten findet man acht heimische Unternehmen, nur Airbus und Google dringen in die deutsche Dominanz ein. Google ist auch der einzige Neuling unter den ersten Zehn, der Fraunhofer-Gesellschaft bleibt in diesem Jahr nur Rang elf.

Die European Space Agency (ESA) stürzte währenddessen von Platz 13 auf 29 ab. Vermutung: Die Popularität der ESA steht und fällt mit ihrer Medienpräsenz und die wiederum ist abhängig von ihren Weltraum-Expeditionen. Sobald Alexander Gerst 2018 wieder abhebt, dürfte auch der ESA-Kurs steigen.

Noch auf Platz 66 im Ranking erscheint Solarworld, mittlerweile insolvent. Im Sinkflug befinden sich auch Größen wie Philips (von 30 auf 51), IBM (56 auf 80) und Beiersdorf (49 auf 80). Allerdings bedürfen die Platzierungen einer Relativierung: Denn Beiersdorf etwa nannten 1,1 Prozent der befragten Studenten als Wunsch-Arbeitgeber, exakt so viele wie im Vorjahr. Manchmal verschiebt sich also eher die Konkurrenz, weniger das eigene Standing.

Der Aufsteiger des Jahres heißt Drees & Sommer. Die Berater aus Stuttgart sind neu in den Top 100 - und landen gleich auf Platz 45 der attraktivsten Arbeitgeber für Ingenieure. Auch neu: Das Göppinger Bauunternehmen Leonhard Weiss auf Rang 91.

Das sind die Top Ten-Arbeitgeber für Ingenieure:

deutschlands-beste-arbeitgeber-2017-ingenieure

Trendence: Deutschlands beste Arbeitgeber für Informatiker

Google wird immer beliebter. Mehr als jeder vierte befragte Informatik-Student in Deutschland (25,5 Prozent) nennt Google als Traum-Arbeitgeber. Das ist sogar noch mehr als im Vorjahr, als Google mit 23,7 Prozent ebenfalls schon auf die Konkurrenz hinabblickte.

Zwar stieg auch die Popularität von BMW (von 9,1 Prozent auf 10 Prozent), aber Micrsosoft konnte die Münchener dennoch von Platz zwei verdrängen. 10,7 Prozent der IT'ler wollen am liebsten bei Microsoft anheuern. Mit Blizzard Entertainment befindet sich zudem eine Spieleschmiede in den Top Ten. Dort taucht mittlerweile auch Amazon auf, Desktop-Dinosaurier IBM musste weichen.

Die neue Cyberarmee soll Deutschland vor digitalen Bedrohungen schützen. Das Trendence-Ranking dürfte Ursula von der Leyen zuversichtlich stimmen: Auf Platz 14 der beliebtesten IT-Arbeitgeber steht der Bundesnachrichtendienst (BND), die Bundeswehr liegt auf Rang 31 - sehr solide Platzierungen. Auch Volkswagen steht im IT-Ranking erstaunlich gut da, stieg sogar von Platz 18 auf 17.

Amazon heizt gerade den Markt um Online-Lebensmittellieferungen an, die deutschen Supermarkt-Platzhirschen geraten in die Defensive. Hoffnung gibt's speziell für die Rewe Group: Sie ist neu im Ranking und taucht schon auf Platz 73 der beliebtesten Arbeitgeber für Informatiker auf. Ein gutes Fundament für die bevorstehende Tortenschlacht mit Amazon und Co. ums Online-Segment, wenngleich die Amerikaner in diesem Ranking weit enteilt sind.

Das sind die Top Ten-Arbeitgeber für Informatiker:

  1. Google
  2. Microsoft
  3. BMW
  4. SAP
  5. Apple
  6. Blizzard Entertainment
  7. Audi
  8. Daimler/Mercedes-Benz
  9. Porsche
  10. Amazon


Linkedin: Deutschlands Top-Companies 2017

Linkedin verfolgt wiederum einen datengetriebenen Ansatz. Ins Ranking der Top-Companies 2017 sind eingeflossen:

  • Bewerbung: Wie oft die Linkedin-Mitglieder sich die Stellenangebote der Unternehmen angeschaut und sich daraufhin beworben haben.
  • Engagement: Wie oft sich die Mitglieder die jeweilige Unternehmens-Seite angeschaut haben, wie häufig sie zu Mitarbeitern Kontakt aufgenommen haben, wie oft sie den Content des Unternehmens aufgerufen haben etc.
  • Mitarbeiterzufriedenheit: Die Treue zum Unternehmen, also wie viele Mitarbeiter für ein Jahr oder länger im Unternehmen bleiben.

Allerdings berücksichtigte Linkedin nur Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Also auch hier wieder: Je größer, desto aussichtsreicher. Immerhin kamen Eigentümer Microsoft und Linkedin selbst nicht in die Wertung.

Nach der Linkedin-Methodik sind das Deutschlands Top-Companies 2017:

  1. Zalando

    Die Modehändler landen etwas überraschend auf Platz eins. Gesucht werden gerade vor allem IT- und E-Commerce-Fachkräfte.

  2. McKinsey

    Die Unternehmensberater sprechen hauptsächlich Wirtschaftswissenschaftler an. Bei Trendence landen sie ebenfalls weit vorne - auf Rang zehn.

  3. Hello Rocket

    Die Copycats wollen alsbald mit Delivery Hero an die Börse. Im Linkedin-Ranking liegen sie auf Platz drei.

  4. Alphabet

    Die Google-Mutter hat in Deutschland Standorte in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt - und braut doft sogar ihr eigenes Bier: gBräu.

  5. Amazon

    Das Arbeitgeber-Image von Amazon wird hierzulande maßgeblich geprägt durch Streiks in den Verteilungszentren. Trotzdem Platz fünf.

  6. KPMG Deutschland
  7. Adidas
  8. Merck
  9. SAP
  10. Boston Consulting Group

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]