Top Arbeitgeber Talente
Das Verhältnis von Arbeitgebern und Arbeitnehmern hat sich grundlegend verändert - zumindest, wenn es um Fachkräfte und Talente geht. Sie stellen heute - abseits jeglicher Generation X, Y, Z Diskussion - weit umfangreichere Anforderungen an Unternehmen und Arbeitgeber als noch vor wenigen Jahren. Mitarbeiter geben sich nicht mehr damit zufrieden, irgendeinen Job zu finden. Sie haben konkrete Vorstellungen, was sie vom Berufsleben und vom Arbeitgeber speziell erwarten. Um Talente in die eigenen Reihen zu holen und auch dort zu halten, ist von Unternehmensseite daher Engagement gefragt - das schlussendlich jedoch allen zugute kommt...

Was Talente bei Top-Arbeitgebern suchen

In vielen Diskussion rund um Talente und die veränderten Anforderungen an Unternehmen fallen Schlagworte wie flexible Arbeitszeitmodelle, Home Office Regelungen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Aus gutem Grund, denn diese Aspekte sind für viele Arbeitnehmer sehr wichtig.

Unternehmen, die Bewerber mit diesen Faktoren anlocken wollen und sich diese groß auf die Fahnen schreiben und in Stellenangebote darauf hinweisen, sollten sich allerdings nicht zu sehr in Sicherheit wiegen. Gerade für hoch qualifizierte Fachkräfte und auf dem Arbeitsmarkt gefragte Talente gehören solche Leistungen eines Arbeitgebers heute oftmals bereits zur Normalität.

Soll heißen: Unternehmen können durch das Fehlen entsprechender Programme und Möglichkeiten zwar ins Hintertreffen geraten und als potenzieller Arbeitgeber ausgeschlossen werden, sich durch sie jedoch nicht positiv von anderen Arbeitgebern abheben.

Wer Talente anziehen und halten will, steht vor anders gelagerten Herausforderungen, die sich auf einen Grundsatz zurückführen lassen:

Hoch qualifizierte Fachkräfte und Talente wollen sich im Unternehmen professionell und persönlich weiterentwickeln und ihre Fähigkeiten voll einbringen können. Gute Arbeitgeber machen deutlich, dass sie auf die Bedürfnisse der Person - und nicht nur des Mitarbeiters - eingehen.

Einige Personaler, HR-Verantwortliche und Geschäftsführer mögen diese Aussage für naiv, romantisch und viel zu hochgegriffen halten. Doch ein Blick auf die konkrete Umsetzung dieses Grundsatzes zeigt, dass Unternehmen davon ebenfalls profitieren und diese Erwartungen durchaus realistisch sind.

Realistische Erwartungen für Arbeitnehmer

Extra-Tipp-IconEin Hinweis ist für diesen Artikel und für die Praxis vieler Bewerber wichtig: Die beschriebenen Erwartungen können sich primär hoch qualifizierte Fachkräfte und Talente leisten. Sie können bei der Jobsuche und Vorstellungsgesprächen auf den genannten Aspekten bestehen, haben eine andere Verhandlungsposition und können dementsprechend auch eigene Forderungen besser durchsetzen.

Wer sich jedoch beispielsweise als Berufsanfänger bewirbt oder noch nicht über viel Erfahrung und Fachwissen verfügt, findet sich in einer anderen Situation wieder. Wer hier zu hoch pokert, verspielt möglicherweise die Chance auf einen Job, den er mit ein wenig mehr Spielraum hätte bekommen können.

Welche Erwartungen und Kriterien Bewerber und Arbeitnehmer realistischerweise im Bewerbungsprozess anlegen können, variiert daher stark und ist von den konkreten Rahmenbedingungen abhängig. Allerdings ist es immer auch eine Frage Ihrer persönlichen Prioritäten. Welche Punkte sind für Sie bei einem Job absolut notwendig und wo sind Sie bereit, Kompromisse einzugehen?

Unternehmen setzen auf Zufriedenheit und ein modernes Image

SFIO CRACHO/shutterstock.comUm als Arbeitgeber für talentierte neue Mitarbeiter attraktiv zu sein, müssen Unternehmen sich heutzutage einiges einfallen lassen. Und das tun sie auch. Und das tun sie auch, indem sie sich ein entsprechendes Image aufbauen, eine Reputation unter Mitarbeitern und Jobsuchenden gleichermaßen, die junge Fachkräfte anlockt.

Ein Trend, der sich dabei immer weiter auch in Deutschland verbreitet: Ein gut gefüllter Mitarbeiter-Kühlschrank. Klingt zunächst nicht sondernlich spektakulär, doch neben Wasser, Soft Drinks und einigen Snacks finden sich dort immer häufiger auch verschiedene Biersorten.

Der sogenannte "Office Beer Fridge" - der Büro-Bier-Kühlschrank mit Gratis-Getränken - avanciert sogar schon in manchen Stellenanzeigen zu einem stolz genannten Argument, um die Arbeitgeber-Attraktivität zu erhöhen. Und genau darum geht es letztlich:

Das Freibier ist keinesfalls dazu gedacht, die Mitarbeiter zum Alkoholkonsum während der Arbeitszeit zu animieren. Oft gibt es hoch offizielle Anweisungen, den Bier-Konsum ausschließlich auf das Dienstende und den Feierabend zu beschränken - und bitte auch nicht exzessiv zu betreiben.

Dann aber ist es den Arbeitgebern ein durchaus probates Mittel, um die gefühlte Work-Life-Balance zu verbessern und gleichzeitig die Grenzen zwischen Arbeitsalltag und Privatleben noch weiter ineinander gleiten zu lassen. Die erste Runde zahlt dann praktisch der Chef...

Ein Konzept, dass sich noch durch viele andere Möglichkeiten umsetzen und etablieren lässt. So passen immer mehr Unternehmen die Gestaltung der Arbeitsplätze nicht nur an die Bedürfnisse für ein produktives und entspanntes Arbeiten, sondern auch an die Erwartungen der Mitarbeiter an. Kicker-Tische, Spielekonsolen oder Räume zur Entspannung waren lange Zeit nur den ganz modernen Startups vorbehalten, finden sich inzwischen aber in immer mehr Büros.

Das Ziel ist ein junges und modernes Auftreten, das nicht nur auf die Fahnen geschrieben, sondern tatsächlich gelebt wird. Und genau das suchen viele Talente bei Top-Arbeitgebern. Die Arbeit ist eben mehr als reiner Broterwerb, sondern soll ins eigene Leben und zu den persönlichen Vorstellungen passen.

Was Außenstehende und Bewerber am liebsten von Unternehmen sehen würden

Fachkräfte und Talente wollen sich immer besser über zukünftige Arbeitgeber informieren. Arbeitgeberbewertungsportale, (Facebook-)Karriereseiten und Blogs bieten dafür reichlich Recherche-Optionen. Umso größer ist aber der Hunger nach authentischen Einblicken - oft sogar durch die Belegschaft selbst.

Und genau an der Stelle spielen Social Media ihre Vorzüge aus: Wer hier authentische Geschichten erzählt, kann sich als Arbeitgeber im Kampf um gute Bewerber ungeahnte Vorteile verschaffen.

Doch welche Informationen über potenzielle Arbeitgeber wünschen sich Bewerber, um sich ein Bild eines Unternehmens machen zu können? An unserer kleinen Umfrage dazu haben rund 90 Leser mitgemacht und ihre Sicht der Dinge geschildert. Der Tenor: Bitte keine geschönten Fotografen-Fotos!

Gefragt ist durchweg der authentische Blick hinter die Kulissen. Hier rangieren jedoch ganz unterschiedliche Erwartungen. Daher hier das Ranking der am meisten gewünschten Einblicke ins Unternehmen (in Klammern die Anzahl der Nennungen):

  1. Alltagsszenen (35): Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen, gemeinsames Mittagessen, Team-Meetings
  2. Arbeitsplätze & Arbeitsbedingungen (29): Büro, Schreibtisch, Konferenzräume (in Benutzung), Bilder an der Wand
  3. Orte, die man sonst nie sieht (16): Pausenräume, WCs, Kaffeeküche, Fitnessräume, Kita, Parkplätze, Anfahrtsmöglichkeiten
  4. Ein Tag im Leben eines Mitarbeiters (13): mit immer wieder wechselnden Kollegen
  5. Doku besonderer Events (12): eine Beförderung, Geburtstagsfeier, erster Arbeitstag, Vorbereitung eines Messeauftritts
  6. Produkte und der Produktionsprozess (11): wie setzen auch Mitarbeiter die Produkte ein
  7. Einblicke in die Unternehmensstruktur (7): Stimmen aus der Personalabteilung oder Unternehmensleitung (zum Thema Recruiting)
  8. Vorstellung besonderer Mitarbeiter (6): Reinigungskräfte, Kantinenmitarbeiter, Wachmann
  9. Vorstellung von Mitarbeitern im Kundenkontakt (5): Und was die sonst so machen
  10. Vorstellung neuer Mitarbeitern/Azubis (4): gerne auch als Video
  11. Kurzinterviews (Video, 2): Wie Mitarbeiter zum Unternehmen stehen und darüber denken

Was sind die wichtigsten Kriterien für einen neuen Job?

In einer Umfrage unter 5000 Arbeitnehmern gaben 79 Prozent an, sich in den nächsten Monaten nach einem neuen Job umsehen zu wollen. Eine fast schon erschreckende Zahl, die zeigt, dass viele Angestellte in ihrer aktuellen Position unzufrieden sind und sich nach Veränderung sehnen.

Gleichzeitig ist auch die gute Arbeitsmarktsituation für die Wechselbereitschaft verantwortlich, so sehen mehr als 85 Prozent der Deutschen die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt positiv und rechnen sich entsprechend gute Chancen auf eine neue Anstellung aus.

Aber welche Kriterien sind bei der Entscheidung für einen neuen Job besonders relevant? Auch mit dieser Frage hat sich die Studie auseinandergesetzt und ist dabei zu einem überraschenden Ergebnis gekommen. Nur knapp 30 Prozent gaben das Gehalt als entscheidenden Faktor an, womit die Bezahlung nur auf Platz 4 landete.

  • Standort/Arbeitsweg 73 Prozent
  • Stellenbeschreibung/Karriereentwicklung 68 Prozent
  • Branche/Industrie 54 Prozent

Viele Deutsche scheinen das Pendeln satt zu haben und wählen den Arbeitgeber anhand des Unternehmensstandorts aus, bevor sie den Arbeitsvertrag unterschreiben. Doch auch die berufliche Perspektive spielt für viele eine wichtige Rolle bei der Suche und Wahl eines neuen Jobs.

Top-Arbeitgeber schaffen Lern- und Wachstumsmöglichkeiten

racorn/shutterstock.comViele Arbeitnehmer sehen ihren Job längst nicht mehr als reinen Broterwerb, sondern nehmen ihn als wichtigen Teil ihres Lebens wahr. Gerade in Deutschland spielt die Arbeitssituation auch für die gesellschaftliche Position eine wichtige Rolle. Es ist daher wenig überraschend, dass viele Fachkräfte ihre Arbeit als Teil der professionellen und persönlichen Entwicklung begreifen.

Die viel beschworenen Weiter- und Fortbildungsangebote dienen daher nicht nur der fachlichen Weiterqualifzierung, sondern können auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter unterstützen. Das ist jedoch nur möglich, wenn...

  • Arbeitgeber ihre Fort- und Weiterbildungsprogramme nicht auf die absolut notwendigen Kursen und Seminare beschränken.
  • auch Themen angeboten werden, die nicht direkt mit dem Arbeitsalltag in Verbindung stehen, für Mitarbeiter jedoch interessant sind.
  • auch Kurse und Seminare zu Soft Skills und persönlichen Kompetenzen angeboten werden.
  • ... Mitarbeiter genug Freiraum erhalten, um Weiter- und Fortbildungen auch selbst zu organisieren und, außerhalb des Unternehmens, frei zu wählen.

Manche Unternehmen stellen diese Aspekte bereits vor große Herausforderungen, erfordern sie doch zusätzlichen Gestaltungsspielraum für Mitarbeiter. Das dafür nötige Vertrauen ist allerdings auch in anderen Bereichen relevant.

Das gilt beispielsweise für die Wachstums- und Veränderungsmöglichkeiten der Mitarbeiter. Talentierte Mitarbeiter erwarten von guten Arbeitgebern, dass sie innerhalb des Unternehmens verschiedene Bereiche kennenlernen, unterschiedliche Aufgaben bearbeiten und vielleicht sogar zwischen mehreren Teams wechseln können, um sich auf diese Weise weiterzuentwickeln.

Es geht wohlgemerkt darum, die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen. Eine Pflicht zur ständigen Veränderung ist in den meisten Fällen kontraproduktiv, da manche Mitarbeiter ihren Bereich gefunden haben und sich lediglich innerhalb ihres Themas weiterentwickeln wollen.

Entscheidend ist, dass die entsprechenden Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden - so kann jeder Mitarbeiter entscheiden, was für die eigene Entwicklung der beste Weg ist.

Top-Arbeitgeber machen Wertschätzung deutlich

Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten sind ein wichtiger, jedoch nicht der einzige Baustein auf dem Weg zu einem guten Arbeitgeber, der Talente finden und binden kann. Mindestens ebenso wichtig ist, dass die Leistung der Mitarbeiter geschätzt wird und sie Anerkennung für ihre Arbeit erhalten.

Diese Anerkennung zu vermitteln ist einerseits Aufgabe der Führungskräfte. Ständiges Lob ist dafür gar nicht nötig, ein respektvoller Umgang und die klare und offene Anerkennung guter Leistungen reicht völlig aus.

Andererseits lassen sich Wertschätzung und das Bewusstsein für den Wert der eigenen Arbeit jedoch auch über die Gestaltung von Projekten und Zielvorgaben vermitteln und realisieren.

Werden Projekte so angelegt - und an entsprechenden Kriterien gemessen - dass Mitarbeiter ihre Fortschritte und Erfolge klar wahrnehmen und erkennen können, ist das eine sehr direkte und wichtige Form des Feedbacks. Mitarbeiter, die die Wirkung ihrer Arbeit und ihre Erfolge unmittelbar erleben und erfassen können, fühlen sich in Unternehmen und mit ihrer Aufgabe wohl und stehen loyal zum Arbeitgeber.

5 Anzeichen, dass Sie Ihrem Arbeitgeber egal sind

Extra-Tipp-IconLeider geht es aber auch anders und viele Arbeitgebern scheinen die Mitarbeiter ziemlich egal zu sein. Ein gutes Betriebsklima? Wertschätzung? Oder auch nur ein professioneller Umgang miteinander? All diese Dinge, die für Top-Arbeitgeber selbstverständlich sein sollten und für Talente wichtige Kriterien sind, sucht man vielerorts vergebens.

An diesen fünf Anzeichen erkennen Sie, dass Sie Ihrem Arbeitgeber egal sind:

  1. Sie werden nicht in Entscheidungen eingebunden

    Natürlich kann der Vorgesetzte nicht jede Entscheidung mit seinem Team absprechen, doch gerade wenn die Belegschaft davon betroffen ist, holen sich viele Chefs Meinungen von wichtigen Mitarbeitern ein. Sollten Sie regelmäßig nicht zu dieser Auswahl gehören, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass Sie und Ihre Ansichten dem Arbeitgeber unwichtig sind.

    Leider ist es nicht ganz leicht, sich diese Position zu erarbeiten. Die besten Chancen, um etwas an der Situation zu ändern, haben Sie, indem Sie immer wieder Anregungen und Ideen einbringen. Allerdings kann es auch sehr frustrierend sein, wenn diese keine Beachtung finden.


  2. Ihre Leistungen werden nicht anerkannt

    Sie haben einen großen Kunden an Land gezogen, den Umsatz um 15 Prozent gesteigert, ein wichtiges Projekt erfolgreich abgeschlossen und die Reaktion Ihres Chefs ist ein: Gut und was steht als nächstes an? Das ist nicht nur frustrierend, weil die eigene Arbeit nicht anerkannt wird, sondern sagt auch eine Menge über Ihren Arbeitgeber aus.

    Fehlende Anerkennung kann ein Zeichen für den falschen Umgang mit Talenten im Unternehmen sein. Überdurchschnittliche Leistungen werden als selbstverständlich erachtet, Fehlern wird hingegen mit wenig Toleranz begegnet. Die Arbeit in solch einer Unternehmenskultur kann gerade langfristig sehr anstrengend sein.


  3. Bei Beförderungen werden Sie übergangen

    Sie sind bereits einige Jahre bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt, haben dadurch die nötige Erfahrung, wissen, worauf es ankommt und bringen bereits seit längerer Zeit konstant gute Leistungen. Doch bei anstehenden Beförderungen trifft es immer jemand anderen, von dem Sie es nie erwartet hätten? Solch eine Auswahl wird nicht nur als unfair empfunden, sondern könnte auch ein Indiz dafür sein, dass Ihr Chef Sie kaum bemerkt.

    Vielleicht spielt bei Ihrem Arbeitgeber auch der Nasenfaktor eine größere Rolle. Der Chef befördert fleißig seine Lieblinge unter den Mitarbeitern und die Leistung ist kaum noch ausschlaggebend.


  4. Es werden Informationen zurückgehalten

    Ob bewusst oder unbewusst: Wenn wichtige Informationen erst gar nicht bei Ihnen ankommen, scheint sich Ihr Arbeitgeber nicht sonderlich für Sie zu interessieren. Hier ist wichtig zu unterscheiden, ob Ihnen bewusst wichtige Dinge nicht mitgeteilt werden oder ob es sich dabei schlicht um ein Versäumnis oder schlechte Kommunikation handelt, die ohne böswilligen Hintergrund geschieht.

    In beiden Fällen sollten Sie jedoch aufmerksam werden und beobachten, ob sich solche Situationen häufen. Ist das der Fall, kann es an der Zeit sein, sich nach einem anderen Arbeitgeber umzusehen, da an Ihrer aktuellen Wirkungsstätte scheinbar niemand mehr an produktiver und professioneller Zusammenarbeit interessiert ist.


  5. Sie erhalten kein Feedback

    Ein Arbeitgeber, der sich um die Entwicklung seiner Mitarbeiter kümmert, legt großen Wert auf regelmäßiges Feedback, um seinen Angestellten zu zeigen, was gut läuft und in welchen Bereichen noch ungenutztes Potenzial liegt. Sollten Sie sich also nicht mehr daran erinnern können, wann Sie das letzte Mal eine Rückmeldung von Ihrem Chef erhalten haben, sollten Sie versuchen, etwas daran zu ändern.

    Gehen Sie auf Ihren Chef zu und bitten Sie um mehr Feedback. Damit zeigen Sie nicht nur Motivation, sondern tauchen auch häufiger auf dem Radar auf, um nicht in der Masse der Kollegen unterzugehen.

Top-Arbeitgeber schaffen Netzwerkchancen

Pressmaster/shutterstock.comDieser Aspekt dürfte für viele Unternehmen schwer zu verdauen sein: Gute Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und ihr berufliches Netzwerk zu erweitern. Mitarbeiter haben den Wert einer guten Reputation erkannt und wissen, dass gute Entwicklungschancen auch vom eigenen Netzwerk und passenden Kontakten abhängen.

Logischerweise wollen sie ihr Netzwerk daher weiterentwickeln und sich besser positionieren. Unternehmen können dieses Bedürfnis unterstützen, indem sie Mitarbeitern den Besuch von Fachmessen, wichtigen Kongressen und anderen Netzwerk- und Fachveranstaltungen ermöglichen.

Arbeitgeber können vom erweiterten Netzwerk ihrer Mitarbeiter zwar profitieren, doch viele Unternehmen bewegt vor allem eine Frage: Was, wenn die Mitarbeiter durch neue Kontakte auch einen neuen Job finden und das Unternehmen wechseln?

Dieses Risiko besteht - vor allem in Kombination mit den bisher genannten Freiheiten und Entwicklungsmöglichkeiten. Unterstützen Unternehmen ihre Mitarbeiter darin, ihr professionelles und persönliches Potenzial weiterzuentwickeln, werden diese das Unternehmen möglicherweise früher oder später verlassen.

Also besser die Unterstützung verwehren? Auf keinen Fall. Das Arbeitgeberimage leidet erheblich unter solch einer Strategie. Das Unternehmen ist dann schlicht nicht attraktiv für Bewerber. Die Mitarbeitersuche gestaltet sich dann umso schwieriger - und wenn die Mitarbeiter unzufrieden sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Fluktuation beginnt.

Außerdem sind Mitarbeiter, die im Guten gehen, hervorragende Unternehmensbotschafter und können neue Mitarbeiter auf das Unternehmen aufmerksam machen.

Hier passt ein Dialog, der gerade im HR-Kontext immer wieder bemüht wird:

Mitarbeiterentwickeln-Zitat

[Bildnachweis: Bogoljubb, SFIO CRACHO, racorn, Pressmaster by Shutterstock.com]