Arbeitszeugnis-Beispiele-FormulierungenSobald das Beschäftigungsverhältnis endet – ob freiwillig oder nicht-, steht Arbeitnehmern laut §109 Absatz 2 der Gewerbeordnung ein schriftliches Arbeitszeugnis zu. Dieses muss unbedingt zwei Bedingungen erfüllen:

  1. Das Arbeitszeugnis muss wahr sein.
  2. Und das Zeugnis muss wohlwollend sein.

Im Wortlaut der Gewerbeordnung heißt es dazu:

Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen.

Der Ex-Chef darf seine ehemaligen Angestellten darin also nicht offen kritisieren. Allerdings führt dieser Anspruch dazu, dass sich die Rüge oft hinter einem schönen Wortkleid versteckt. Ein gutes Einfühlungsvermögen in die Belange der Belegschaft zum Beispiel, bescheinigt dem Arbeitnehmer in Wahrheit nichts Gutes. Es heißt im Klartext, dass er mehr flirtete als arbeitete. Hebt der Arbeitgeber in seinen Formulierungen wiederum dessen Geselligkeit, die zur Verbesserung des Betriebsklimas beitrug, hervor, ist damit gemeint, dass sich der Kollege während der Arbeit gerne mal einen Schnaps genehmigte. Und auch die Grußformel “Wir wünschen ihm alles Gute und Gesundheit” bedeutet im Arbeitszeugnis nichts Nettes. Die Botschaft von Personalchef zu Personalchef: Achtung, der kränkelt!

Wer seinen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis wahrnehmen will, sollte damit jedoch nicht zu lange warten: Drei Jahre nach Ende des Beschäftigungsverhältnisses verfällt dieser wieder.


Die 3 wesentlichen Zeugnisformen

Überdies gibt es drei unterschiedliche Arbeitszeugnisformen:

  1. Das “einfache Arbeitszeugnis” – enthält nicht viel mehr als Art und Dauer der Beschäftigung.
  2. Das “qualifizierte Zeugnis” – enthält neben der der reinen Positions- und Aufgabenbeschreibung zudem eine Bewertung der Leistung und des Sozialverhaltens des Arbeitnehmers.
  3. Das Zwischenzeugnis – kann als einfaches oder qualifiziertes Zeugnis noch während des Beschäftigungsverhältnisses ausgestellt werden. Meist weil der bisherige Vorgesetzte gewechselt hat – oder aus anderem “triftigem Grund”. Etwa weil der Arbeitnehmer trotz langer Betriebszugehörigkeit noch nie beurteilt wurde oder eine Betriebsübernahme ansteht.

Rechtzeitig um ein Zwischenzeugnis zu bitten, ist übrigens ein guter Trick für ein mindestens gutes Endzeugnis. Geht man später im Streit auseinander, fällt es dem Arbeitgeber schwerer, von der einst guten Beurteilung massiv abzuweichen. Aber Vorsicht: Die Bitte muss gut verpackt werden. Sonst wird der Chef misstrauisch, dass man bereits auf dem Sprung ist.

Codes in der Zeugnissprache

Typische Formulierungs-Codes in Zeugnissen mit denen Arbeitgeber die Leistung der ehemaligen Mitarbeiter qualifizieren lauten:

  • … stets zu unserer vollsten/ größten/ äußersten ZufriedenheitNote 1
  • … zu unserer vollsten ZufriedenheitNote 1-2
  • … stets zu unserer vollen ZufriedenheitNote 2
  • … zu unserer vollen Zufriedenheit/ Stets zu unserer ZufriedenheitNote 3
  • … zu unserer ZufriedenheitNote 4
  • … insgesamt/ Im Großen und Ganzen zu unserer ZufriedenheitNote 5

Weil über solche Formulierungen und Codes häufig Rechtsstreitigkeiten entstehen, beschäftigen sich immer wieder Arbeitsgerichte mit diesem Thema. Zu Recht! Denn selber Hand anlegen sollte man hierbei auf keinen Fall. Ein Arbeitszeugnis ist eine Urkunde. Wer sie manipuliert oder frisiert, begeht Urkundenfälschung und die rechtfertigt später nicht nur eine fristlose Kündigung, sondern auch eine Anzeige.

Allerdings gaben Arbeitnehmer inzwischen einige generelle Ansprüche, die die Beurteilungen erfüllen müssen…

Das sagt das Arbeitsrecht über Arbeitszeugnisse:

    Arbeitsrechturteile zum Arbeitszeugnis

  • Arbeitszeugnisse müssen mindestens “gut” sein, schlechtere hat der Arbeitgeber zu begründen, so das Arbeitsgericht Berlin (Az.: 28 Ca 18230/11). Begründung: Mittlerweile seien 86,6 Prozent der erteilten Arbeitszeugnisse “gute” Zeugnisse (PDF). Deshalb könne dem Arbeitnehmer nicht länger der Nachweis dafür auferlegt werden, er sei zu unrecht in der Gruppe der schwächsten 13,4 Prozent aller Beschäftigten.
  • Selbstverständliches gehört nicht ins Arbeitszeugnis. Der Grund: Zeugnisse müssen stets wohlwollend sein. Das bedeutet zugleich: Wer Selbstverständlichkeiten betont – etwa der sichere Umgang mit Word im Sekretariat -, sorgt subtil für einen schlechten Eindruck, Motto: Mehr war eben nicht. Auch andere Formulierung kassierten die Richter des Landesarbeitsgericht Köln (Az.: 9 Ta 325/10): “Die Zusammenarbeit mit Mandanten und Vorgesetzten war einwandfrei”. Die besonders positive Betonung des Umgangs mit Mandanten und Vorgesetzten erwecke daher den Eindruck mangelnder Teamfähigkeit.
  • Versteckte Hinweise sind in Zeugnissen unzulässig. Im konkreten Fall stand im Arbeitszeugnis: “Gerne stehen wir jedem zukünftigen Arbeitgeber von XY hinsichtlich Nachfragen über die Qualität der für uns geleisteten Arbeit zur Verfügung.” Das aber sieht so aus, als sei der Arbeitnehmer tatsächlich schlechter gewesen als im Zeugnis steht. Das Arbeitsgericht Herford ließ die Formulierung streichen (2 Ca 1502/08).
  • Die Elternzeit darf im Arbeitszeugnis erwähnt werden, so das LAG Köln (Az.: 4 Sa 114/12). Darin liege keine Benachteiligung, da erhebliche Ausfallzeiten eines Arbeitnehmers im Zeugnis dokumentiert werden dürfen. Handelt es sich etwa um eine schnelle und dynamische Branche (zum Beispiel die IT-Branche), ist das Interesse eines potenziellen Arbeitgebers von bisherigen Fehlzeiten groß. Er muss wissen, ob die praktische Berufserfahrung und das Wissen des Bewerbers auf dem neuesten Stand sind.
  • Dank muss nicht sein. Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden (Az.: 9 AZR 227/11), dass es auch ohne die Formel “Wir bedanken uns für die langjährige Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine private und berufliche Zukunft alles Gute” geht. Das Arbeitszeugnis müsse nur zu Leistung und Verhalten etwas aussagen.

Zeugnisaufbau: Das muss das Arbeitszeugnis enthalten

Die abschließende Mitarbeiterbeurteilung muss allerdings auch formal einigen Ansprüchen genügen:

  • Ausdruck: Das Arbeitszeugnis muss schriftlich und ausgedruckt auf Papier ausgestellt werden. Es darf also nicht gemailt oder mit Bleistift oder mit der Hand geschrieben werden. Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf einen sauberen Ausdruck auf Firmenpapier. Flecken oder verknittertes Papier muss dabei auch keiner hinnehmen.
  • Individualität: Zudem hat jeder Arbeitnehmer Anspruch darauf, ein individuelles Zeugnis zu erhalten. Kann er nachweisen, dass das Schriftstück nur abgeschrieben wurde, kann er ein neues verlangen.
  • Personalien: Das Arbeitszeugnis muss korrekte Personenangaben (Vorname, Name, Geburtsdatum), den genauen Tätigkeitszeitraum sowie die Art und Dauer aller vom Arbeitnehmer ausgeführten Tätigkeiten enthalten. Urlaub und krankheitsbedingte Fehlzeiten werden nicht erwähnt. Bei Führungskräften kommt hinzu: In der sogenannten Positions- und Aufgabenbeschreibung sollte unbedingt eine Leistungssteigerung des Managers erkennbar sein. Das muss keine Beförderung sein, im Gegenteil: Eine faktisch nachprüfbare Verbesserung des Unternehmenserfolgs ist viel wichtiger.
  • Schlusssatz: Dieser ist wie oben schon beschrieben optional. Der Arbeitgeber kann dem Mitarbeiter zum Abschied danken, dessen Ausscheiden bedauern und ihm Erfolg wünschen – er muss aber nicht.
  • Unterschrift: Das Zeugnis muss vom bisher Personalverantwortlichen unterschrieben werden, bei Vorständen vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates, bei Geschäftsführern vom Gesellschafter oder dessen Vertreter.
  • Kündigungsgrund: Der Grund für das Ausscheiden des Mitarbeiters (also zum Beispiel dessen Kündigung) darf nur mit dessen ausdrücklicher Zustimmung im Arbeitszeugnis genannt werden. Dasselbe gilt für krankheitsbedingte Fehltage – auch die dürfen nicht angegeben werden.

Ansprüche ans ArbeitszeugnisUmgekehrt heißt das: Sie als Arbeitnehmer können Nachbesserung oder Austausch verlangen, wenn wesentliche Ansprüche nicht eingehalten werden oder Ihr Arbeitszeugnis fehlerhaft ist. Konkret: Ist Ihr Zeugnis unvollständig oder unterdurchschnittlich (schlechte als “gut”), können Sie das bisherige zurückweisen und ein neues Exemplar verlangen. Auch missverständliche oder widersprüchliche Formulierungen sowie Rechtschreibfehler müssen Sie in Ihrem Zeugnis nicht hinnehmen.

Nun ist eine objektive Beurteilung in einem Zeugnis – erst recht in einem qualifizierenden Arbeitszeugnis – praktisch unmöglich. Die subjektive Einschätzung des Ex-Chefs ist ja sogar gewollt. Dabei übertreiben es manche dann aber auch mit dem Wohlwollen und erstellen sogenannte Gefälligkeitszeugnisse – etwa, damit der Mitarbeiter schneller geht oder um sich lästige Arbeitsrechtsprozesse zu ersparen.

Auch hier sollten Arbeitnehmer genau hinsehen: Glänzt das Zeugnis durch übertriebenen Gebrauch von Bestnoten und Superlativen wird es unglaubwürdig und damit auch für die Zukunft unbrauchbar. Schließlich müssen Zeugnisse auch der Wahrheit entsprechen. Achten Sie deshalb auch im eigenen Interesse auf eine ausgewogene Zeugnissprache.

Falls Sie Nachbesserung bei den Formulierungen und formalen Standards verlangen, sollten Sie aber auch damit nicht lange warten. Der Anspruch auf Korrekturen beim Arbeitszeugnis verfällt nach fünf bis 15 Monaten.

Beispiel für ein Musterzeugnis

Und so könnte ein perfektes Musterzeugnis (im doppelten Wortsinn) aussehen. Es entspricht durchweg der Note 1, nur bei den Soft Skills gab es eine 2. Aber das macht es vielleicht auch etwas glaubwürdiger…

Arbeitszeugnis

Herr Max Mustermann, geboren am 30.02.2000 in Köln, ist vom 1. April 1998 bis zum 30. Mai 2011 in unserem Unternehmen als Chief Officer of Permanent Income tätig gewesen.

(Hier steht eine Tätigkeitsbeschreibung und ggf. kurze Unternehmensbeschreibung)

Herr Mustermann verfügt über ein äußerst profundes Fachwissen, welches er stets effektiv und erfolgreich in der Praxis einsetzte. Dieses Fachwissen konnte er ohne Einschränkungen an seine Mitarbeiter weitergeben.

Gerne bestätigen wir ihm eine außerordentlich hohe wirtschaftliche Sachkompetenz. Durch sein herausragendes unternehmerisches und strategisches Denken und Handeln erwarb er sich den höchsten Respekt der Geschäftsführung und seiner Mitarbeiter. Zum Nutzen des Unternehmens erweiterte und aktualisierte er immer mit großem Gewinn seine umfassenden Fachkenntnisse durch regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen. Aufgrund seiner präzisen Analysefähigkeiten und seiner sehr schnellen Auffassungsgabe fand er hervorragende Lösungen, die er konsequent und erfolgreich in die Praxis umsetzte.

Hervorzuheben ist seine hoch entwickelte Fähigkeit, stets konzeptionell und konstruktiv zu arbeiten, sowie seine immer präzise Urteilsfähigkeit.

Herr Mustermann ist eine überdurchschnittlich engagierte Führungskraft, die ihre Aufgaben jederzeit mit voller Einsatzbereitschaft erfolgreich erfüllte. Auch in Stresssituationen erzielte er sehr gute Leistungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht und war auch stärkstem Arbeitsanfall immer gewachsen. Stets arbeitete Herr Mustermann äußerst umsichtig, sehr gewissenhaft und genau.

Vertrauenswürdigkeit und absolute Zuverlässigkeit zeichneten seinen Arbeitsstil jederzeit aus. Selbst für schwierigste Problemstellungen fand und realisierte er sehr effektive Lösungen und kam immer zu ausgezeichneten Arbeitsergebnissen. Im Laufe seiner Unternehmenszugehörigkeit hat er unter anderem viele wichtige Projekte mit sehr großem Erfolg geleitet.

Durch sein überaus systematisches Vorgehen und seinen sehr kooperativen Führungsstil konnte er seine Projekte stets mit äußerster Zuverlässigkeit sowie zeitplan- und budgetgerecht abschließen. Seine Mitarbeiter motivierte und überzeugte er durch einen kooperativen Führungsstil.

Herr Mustermann war als Vorgesetzter jederzeit voll anerkannt, wobei sein Team unsere hohen Erwartungen nicht nur erfüllte, sondern oftmals sogar übertraf. Als Führungskraft bewies uns Herr Mustermann stets seine gute Integrationsfähigkeit. Er verstand es jederzeit, alle Mitarbeiter seines Teams entsprechend ihrer Persönlichkeit und Kompetenz bei der Entscheidungsfindung einzubeziehen und konnte so ein sehr gutes Arbeitsklima in seinem Team schaffen.

Herr Mustermann hat die ihm übertragenen Aufgaben stets zur unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt. Mit allen Ansprechpartnern kam Herr Mustermann sehr gut zurecht und begegnete ihnen immer mit seiner freundlichen, offenen und zuvorkommenden Art. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Externen war jederzeit vorbildlich.

Wir bedanken uns für die stets sehr gute langjährige Mitarbeit und bedauern Herrn Mustermann’s Ausscheiden sehr. Wir wünschen diesem vorbildlichen Kollegen beruflich und persönlich alles Gute, viel Erfolg.

PDF-DownloadDas Arbeitszeugnis-Muster können Sie selbstverständlich auch HIER kostenlos als PDF herunterladen und modifizieren…

Zeugnisse für Top-Manager

Zeugnisse für Manager unterscheiden sich von derlei Mustern und Vorlagen jedoch teils enorm. Tatsächlich gelten bei der Besetzung von Vorstands- oder Geschäftsführerposten ganz eigene Regeln. Wenn Aufsichtsräte oder Firmeninhaber ihr Urteil über scheidende Manager in viele Worte, viel Lobhudelei und viele Seiten kleiden, dann soll das nicht selten verschleiern, dass das Arbeitszeugnis, das diesen Sermon enthält, nicht viel mehr wert ist, als das Papier auf dem es gedruckt wurde.

In ein Testat von Geschäftsführern oder hochrangigen Managern gehören daher vor allem drei Komponenten:

  1. Die Einschätzung der strategischen und unternehmerischen Kompetenz. Fehlt sie, legt das den Verdacht nahe, der Manager war weder ein wichtiger Impulsgeber noch sonderlich innovativ.
  2. Die Beschreibung seines Führungsverhaltens, insbesondere substanzielle Aussagen zum Verhältnis zu den Kollegen im Vorstand und den Mitarbeitern sollten darin enthalten sein. Andernfalls kann das auf eingeschränkte Sozialkompetenz hindeuten.
  3. Eine nachvollziehbare Begründung für die berufliche Veränderung. Das kann ein Wechsel der Eigentümerstrukturen sein, ein freiwilliges Ausscheiden wegen neuer Herausforderungen, aber auch geteilte Ansichten über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Alles ohne Begründung klingt nach: Wir mussten die Lusche leider feuern.

Wie solche Formulierungen im konkreten Fall klingen können? Zum Beispiel so:

Es ist mir ein besonderes Anliegen, Ihm für sein umsichtiges und zielorientiertes Handeln Dank und Anerkennung auszusprechen. XYZ verliert mit der Beendigung seiner Tätigkeit eine Persönlichkeit, die sich stets durch Kompetenz, Dynamik und einen sicheren Sinn für das Machbare auszeichnete. Seine fachliche und seine soziale Kompetenz waren bei der Entwicklung des neuen Geschäftsbereichs ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Als Führungskraft war er vorbildlich. Selbst nach den durchgeführten Personalreduzierungen…

…haben seine Leistungen jederzeit und in jeder Hinsicht unsere vollste Anerkennung gefunden. Er förderte aktiv die Zusammarbeit, sein Verhalten gegenüber Kollegen und Mitarbeitern war stets motivieren und vorbildlich. XYZ verstand die Mitarbeiter zu überzeugen, zu motivieren und zu Höchstleistungen zu führen. Er informierte die Mitarbeiter vollständig und zeitgerecht, förderte deren Weiterbildung und delegierte Aufgaben und Verantwortung effektiv und ergebnisorientiert. Er befähigte sein Team, optimale Lösungen selbstständig nach klarer, durchdachter Planung sehr erfolgreich zu erreichen.

XYZ ist eine dynamische Fach- und Führungspersönlichkeit mit Unternehmergeist, die ihre Aufgaben mit großem persönlichem Einsatz ziel- und ergebnisgerecht leitet und durch vielfältige Initiativen weiterentwickelt. XYZ hat die mit ihrer jeweiligen Position verbundenen Gestaltungsräume zu unserem Besten kreativ und verantwortungsbewusst genutzt. Sie versteht es, Impulse zu geben und neue Wege zu gehen. XYZ verfügt über die Fähigkeit, aufgeschlossen, kontaktfreudig und situationsgerecht schnell Zugang zu finden. Besonders zu erwähnen ist, dass XYZ eine vorbildliche Führungskraft mit Verantwortungsbewusstsein und steter Einsatzbereitschaft ist. Sie setzt sich durch, kann die Mitarbeiter für ihre Ziele begeistern und zu stets optimalen Ergebnissen führen.

Verräterisch: Was steht nicht drin?

Allerdings ist bei Top-Managern und Geschäftsführern das, was im Zeugnis fehlt, oft bedeutsamer und im Zweifel schädlicher als das, was drinsteht.

So richten Headhunter ihr Augenmerk gerne auf scheinbare Nebensächlichkeiten wie die Frage, ob das Zeugnis auf dem offiziellem Firmenpapier gedruckt wurde oder etwa auf dem privaten Briefpapier des Aufsichtsratsvorsitzenden. Letzteres ist ein gutes Indiz für ein halbwegs glaubwürdiges Zeugnis.

Dasselbe gilt für die dargestellten Leistungen: Finden sich im Testat ausschließlich nüchterne neutrale Floskeln oder bemüht sich der Aussteller ebenso um ein paar persönliche Worte, in denen er die Zusammenarbeit ausdrücklich wertschätzt, sich für Referenzanfragen zur Verfügung stellt und womöglich betont, den scheidenden Manager jederzeit wieder einzustellen?

In allen Fällen gilt: Je weniger Persönliches im Zeugnis steht, desto schlechter wirkt es.

Negativ kommt auch der Umfang der Urkunde an. Zwar lässt sich unter einer halben Seite kaum eine aussagekräftige Leistungsdiagnose abliefern. Über zwei Seiten sollte die wohlklingende Mitgift aber auch nicht hinausgehen. Sonst entsteht beim Leser das Gefühl, der Manager habe für die Lobhudelei selbst in die Tasten gegriffen und aus lauter Narzissmus kein Ende mehr gefunden.

Derlei ungebremster Schaum ist fast noch verheerender als Weißraum. Übrigens bei allen Arbeitszeugnissen.

Weitere lesenswerte Artikel dazu:

Hier finden Sie noch mehr Bewerbungstipps!

Tipps zum Bewerbungsschreiben

Bewerbung Checkliste
Bewerbung Muster & Vorlagen
Bewerbungsschreiben
Initiativbewerbung
Blindbewerbung
Kurzbewerbung
Motivationsschreiben
Formlose Bewerbung
Bewerbung nach DIN 5008
Bewerbung Überschrift
Einleitungssatz im Anschreiben
Schlusssatz im Anschreiben
Gehaltsvorstellungen formulieren
Eintrittstermin nennen?
Bewerbung Schritt für Schritt

Bewerbungsmappe

Bewerbungsmappe Tipps
Bewerbungsfoto
Deckblatt
Die dritte Seite
Bewerbungsflyer
PS: Ein Bewerbungstrick
Anlagen der Bewerbung
Bewerbung ohne Berufserfahrung
Diskret bewerben

Tipps zum Lebenslauf

Lebenslauf Vorlagen
Tabellarischer Lebenslauf
Handgeschriebener Lebenslauf
Hobbys im Lebenslauf
Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf

Tipps zum Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnis Formulierungen
Arbeitszeugnis Geheimcodes
Zwischenzeugnis
Alternative: Tätigkeitsbeschreibung
Empfehlungsschreiben
Referenzen & Muster
Referenzliste

Bewerbungstipps

Interne Bewerbung
(Be)Werbungskosten absetzen
Bewerben mit Behinderung
Online-Bewerbung
Online Bewerbungsmappe
Bewerbung fürs Praktikum
Bewerbung als Aushilfe
Bewerbung für eine Ausbildung
Bewerbung als Werkstudent
Bewerbung mit Bachelor
Bewerbung nach Kündigung
Strategien für Langzeitarbeitslose
Keine Antwort auf die Bewerbung
Arbeitgeber hinhalten?
Bewerbung Absage
Bewerbung zurückziehen
Dankschreiben

Bewerben im Ausland

Bewerbung auf Englisch
Lebenslauf auf Englisch (Muster)
Vorstellungsgespräch auf Englisch
Bewerbung auf Französisch
Bewerbung auf Spanisch