Jede Bewerbung ist nicht nur eine Art übergroße Visitenkarte - sie ist zugleich Ihre erste Arbeitsprobe. Schon an der Bewerbungsmappe und den Unterlagen lesen Personalchefs ab, ob Sie zum Unternehmen passen, ob Sie sorgfältig und gewissenhaft arbeiten, auf Details achten und insgesamt einen guten Eindruck machen. Und für den ersten gibt es bekanntlich keine zweite Chance...

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Bewerbungsmappe kaufen: Welche ist die Richtige?

Auf einen einzigen attraktiven Job bei den beliebtesten Arbeitgebern bewerben sich heute bis zu 2000 Kandidaten. Entsprechend wichtig ist es, sich schon mit seinen Bewerbungsunterlagen positiv von der Masse abzuheben (Das gilt natürlich auch bei Bewerbungen mit weniger Konkurrenz).

Bewerbungsunterlagen, die unordentlich oder unvollständig sind, werden daher meist sofort aussortiert. Sparen Sie hier also bitte nicht am falschen Ende.

Täuschen Sie sich bitte nicht: Auch wenn die meisten großen Unternehmen und Konzerne mittlerweile eMail-Bewerbungen oder solche per Online-Formular nutzen, bevorzugen beispielsweise Mittelständler und Behörden nach wie vor eine gedruckte Bewerbungsmappe. Gerade der Mittelstand gilt insgesamt als größter Arbeitgeber Deutschlands. Und für kleinere Betriebe lohnt sich der Einsatz komplexer Rekrutierungssoftware oft nicht - schon gar nicht bei ein bis drei Besetzungen pro Jahr.

Informieren Sie sich daher bitte immer vor dem Erstellen der Bewerbungsmappe über die Vorlieben des jeweiligen Unternehmens, bei dem Sie sich bewerben möchten.

Folgende Faktoren spielen beim Kauf der Bewerbungsmappe eine Rolle:

  • Postion

    Auf welche Stelle bewerben Sie sich? Bewerben Sie sich auf eine Lehrstelle? Dann ist ein einfacher Klemmhefter völlig ausreichend. Für Berufe mit akademischer Vorbildung sind meist hochwertige Mappen, etwa eine dreiteilige Bewerbungsmappe (mit und ohne Sichtfenster) aus Karton angebrachter. Sie sind teurer, wirken aber dafür auch hochwertiger. Führungskräfte sollten erst recht auf hochwertiges Papier und Mappen achten.

  • Bewerbungsart

    Auch Ihre Bewerbungsstrategie wird Ihre Entscheidung beeinflussen: Will ich meine Bewerbungen möglichst zahlreich streuen und dabei die Kosten möglichst gering halten, oder möchte ich mich gezielt, individuell und initiativ bewerben? Letzteres ist meist erfolgreicher.

  • Persönlichkeit

    Ihr persönlicher Geschmack spielt natürlich auch eine Rolle, schließlich soll die Bewerbung ebenso Ausdruck Ihrer Persönlichkeit sein. Die Eine findet Mappen aus Pappe schick, andere bevorzugen die robusteren Bewerbungsmappen aus Plastik.

  • Vorlieben

    Überdies sind auch die Wünsche der Personalentscheider zu berücksichtigen: Welche Standards sind diese gewohnt? Was ist für die Branche und Position angemessen oder gar üblich? Wenn Sie vor Ihrer Bewerbung in der Personalabteilung anrufen, sollten Sie am Rande des Gespräches ruhig auch fragen, ob ein bestimmter Stil bevorzugt wird. Es ist tatsächlich so: Manche Personaler mögen Klemmhefter lieber, weil sie so die Unterlagen aus der Mappe herausnehmen können, andere bevorzugen etwas Abgeheftetes mit dem Charakter einer Akte. Und wieder andere schätzen dreiteilige Mappen, weil hier der Lebenslauf und die Arbeitszeugnisse nebeneinander präsentiert und parallel gelesen werden können.

Faustregeln für die Mappenauswahl

Faustregeln für BewerbungsmappenAls Faustregel können Sie sich merken:

  • Je anspruchsvoller der Job und je höher dotiert die Stelle ist, desto hochwertiger sollte die Bewerbungsmappe sein.
  • Karton ist für die meisten Menschen angenehmer anzufassen als Kunststoff.

3 klassische Bewerbungsmappen plus 1 Sonderformat:

Als Entscheidungshilfe stellen wir Ihnen im Folgenden die drei gängigsten Bewerbungsmappen-Formen im Überblick vor:

  1. Bewerbungsmappe: Klemmordner aus Kunststoff oder Karton

    Bewerbungsmappe-Klemmordner

    Das spricht für den Klemmordner (Kunststoff oder Karton):

    • Einfaches Handling, Unterlagen können leicht herausgenommen werden.
    • Ist daher bei Personalentscheidern beliebt.
    • Bei durchsichtigem Kunststoff-Deckel des Klemmordners erhält der Leser einen schnellen ersten Eindruck vom Bewerber.
    • Günstiger Preis.

    Das spricht gegen den Klemmordner:

    • Wirkt leider oft auch billig und nach Massenbewerbung.
    • Schlecht konstruierte Klemmen behindern das Umblättern.
    • Zu breite Klammern verhindern, dass man die Buchstaben links lesen kann.
    • Um die Bewerbungsmappe optimal zu lesen, müssen die Unterlagen herausgenommen werden.

  2. Dreiteilige Bewerbungsmappe aus Karton

    Bewerbungsmappe-Dreiteilig

    Das spricht für dreiteilige Bewerbungsunterlagen:

    • Geben Überblick, Lebenslauf und Zeugnisse lassen sich nebeneinander lesen und vergleichen.
    • Wirken hochwertig und bieten Platz für ein zusätzliches Deckblatt.

    Das spricht gegen dreiteilige Bewerbungsunterlagen:

    • Viele Personaler finden sie unhandlich, weil sie zweimal aufgeklappt werden müssen.
    • Können, je nach angestrebter Position, überdimensioniert wirken. Hoher Preis.
    • Einige Personalentscheider lehnen diese Bewerbungsmappe als "unhandlich" ab.

  3. Zweiteilige Bewerbungsmappe mit Sichtfenster

    Bewerbungsmappe-Sichtfenster

    Das spricht für eine zweiteilige Mappe mit Sichtfenster:

    • Das Sichtfenster bietet einen hohen Wiedererkennungswert.
    • Der Personalentscheider bekommt dank des Sichtfensters einen schnellen ersten Eindruck.
    • Lebenslauf und Zeugnisse lassen sich hier ebenfalls nebeneinander lesen und vergleichen.
    • Die Bewerbungsmappe ist kompakter als die dreiteilige Form.

    Das spricht gegen eine Mappe mit Sichtfenster:

    • Auch diese Bewerbungsmappe gilt vielen Personalern als unhandlich.
    • Für konservative Branchen zu ausgefallen - affektiert.


  • Sonderform: Die quadratische Bewerbungsmappe aus Karton

    Quadratische-Bewerbungsmappe-Sonderformat

    Das spricht für die quadratische Bewerbungsmappe:

    • Die ungewöhnliche Form sorgt für hohe Aufmerksamkeit und Wiedererkennung.
    • Die Form macht neugierig und wird intensiver gelesen, weil Informationen anders als gewohnt angeordnet sind.
    • Eignet sich gut für kreative Berufe und Branchen.

    Das spricht gegen die quadratische Bewerbungsmappe:

    • Die quadratische Form benötigt auch einen Zuschnitt des bedruckten Papiers und Blattformats (Anschreiben, Lebenslauf).
    • Konventionelle Bewerbungsmuster und -vorlagen lassen sich nur schwer für diese Bewerbungsmappe nutzen, Standards, wie Bewerbungsfoto benötigen einen neuen Platz.
    • Zeugnisse passen nicht in die Mappe und müssen skaliert und kopiert werden.

Bewerbungsmappen-Farbe: Welche ist die richtige?

Bewerbungsmappen-Farbe: Welche ist die richtige?Bewerbungsmappen - ob nun Schnellhefter, Klemmhefter oder dreiteilige Kartonmappe - werden im Handel in zahlreichen Farben angeboten. Zum Standard-Sortiment zählen gedeckte Farben, wie: Schwarz, Dunkel- oder Hellgrau, Dunkelblau und Weinrot.

Für welche Farbe Sie sich entscheiden, ist letztlich Geschmackssache. Als Tipp würden wir Ihnen aber empfehlen eine Farbe zu wählen, die der Logo-Farbe des künftigen Arbeitgebers besonders nahe kommt. So deuten Sie suggestiv an, schon dazu zu gehören.

Wahre Profis stimmen auch die restlichen Farben Ihrer Bewerbungsunterlagen (Schriftfarben, Hintergrund des Bewerbungsfotos, etc.) darauf ab. So wirkt das gesamte Design wie aus einem Guss.

Checkliste: Das gehört zu vollständigen Bewerbungsunterlagen

Eine vollständige Bewerbungsmappe - mit Ausnahme einer sogenannten Kurzbewerbung - besteht aus folgenden Unterlagen:

Für die Ausbildungsnachweise gilt: Wer mehr als fünf Jahre Berufserfahrung hat, braucht seiner Bewerbung keine Schulzeugnisse mehr beifügen. Hier ist allenfalls noch das Hochschulzeugnis oder der Ausbildungsabschluss per Kopie nachzuweisen.

Korrekt aufgebaute und sortierte vollständige Bewerbungsunterlagen sehen dann zum Beispiel so aus:

Vollständige-Bewerbungsmappe-Bewerbungsunterlagen-Muster

Das Musterbeispiel für den Aufbau einer vollständigen Bewerbungsmappe können Sie sich als Merkhilfe oder Checkliste gerne auch hier als PDF kostenlos herunterladen.

Bewerbungsmuster: Mehr als 40 kostenlose Word-Vorlagen

Auf der Karrierebibel finden zudem zahlreiche kostenlose Bewerbungsmuster, die Sie sich kostenlos als Word-Vorlage oder PDF-Dokument herunterladen können. Darunter finden Sie zahlreiche Anschreiben und Motivationsschreiben ebenso wie Muster für Lebenslauf, Deckblatt oder Bewerbungsflyer. Exemplarisch haben wir Ihnen hier vier Beispiele herausgesucht. Alle weiteren finden Sie HIER.

Initiativbewerbung: 2 Gratis-Musteranschreiben

Initiativbewerbung-Mustervorlage-Beispiel-02-VorschauInitiativbewerbung-Muster-Beispiel-Vorlage-Design-Vorschau

Moderne Lebenslauf-Designs

Lebenslauf-Muster-Design-01-VorschauLebenslauf-Muster-Design-04-Vorschau

Wie ist die Bewerbungsmappe aufgebaut?

Folgende Reihenfolge ist sinnvoll:

  1. Anschreiben. Das Anschreiben ist das Herzstück Ihrer Bewerbung und sollte deswegen obenauf liegen.

    Anschreiben befestigen?

    Extra-Tipp: Anschreiben befestigenEs ist durchaus zulässig - insbesondere bei einfachen aufklappbaren Bewerbungsmappen aus Karton - das Anschreiben obenauf mit einer Büroklammer zu befestigen. Bei Klarsichthüllen sollten Sie es hingegen lose obenauf und hinein legen - sieht besser aus.

  2. Deckblatt. Dieses ist nicht zwingend erforderlich, kann Ihre Bewerbung jedoch abrunden. Alternativ geht auch eine Dritte Seite. Damit ist eine Art Kurzprofil gemeint, das Ihre Qualifikation und Motivation zusammenfasst. Auch diese Seite ist nicht zwingend erforderlich, kann aber sinnvoll sein.
  3. Lebenslauf. Zwar müssen Sie diesem heute kein Bewerbungsfoto beifügen, jedoch wird es in den meisten Unternehmen immer noch gerne gesehen.
  4. Anlagen. Darunter fallen Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse sowie Zertifikate über Fortbildungen. Diese sollten Sie in der Reihenfolge anheften, in der Sie diese in Ihrem Anlagenverzeichnis am Ende des Anschreibens oder auf Ihrem Deckblatt aufgelistet haben. Ist Ihr Lebenslauf im amerikanischen Stil aufgebaut, empfiehlt es sich auch Ihre Anlagen nicht chronologisch, sondern mit der jüngsten Position zuerst zu sortieren.

Verschicken Sie bitte niemals eine Loseblattsammlung. Alle Bewerbungsunterlagen gehören in eine entsprechende DIN-A4 große Mappe. Auch von allzu auffälligen (bis aufdringlichen) Designs raten wir eher ab. Ebenso von grellen (Neon-)Farben und Klarsichthüllen.

Auch sollten Sie doppelseitig bedruckte Unterlagen vermeiden. Erstens, weil das latent geizig wirkt; zweitens, weil doch immer etwas durchscheint und dann hässlich aussieht. Zudem kopieren manche Personaler die Bewerbungsunterlagen und nutzen dazu den Einzelblatteinzug. Dumm, wenn dadurch Informationen auf der Rückseite verloren gehen.

Bewährt haben sich (in der einfachen Variante) Bewerbungsmappen mit einem transparenten Deckblatt, sodass das Bewerbungsanschreiben sowie Ihr Name und die Kontaktdaten sofort sichtbar sind. Dahinter werden dann die anderen Unterlagen geheftet, geklemmt oder gelocht. Machen Sie es dem Personaler beim Schmökern generell so leicht wie möglich. Auch der hat kaum Lust, Ihr kreatives Gebilde nachher wieder mühsam zusammen zu puzzeln.

Entsprechend wird die Bewerbungsmappe auch nie gefaltet, sondern in einem passenden C4-Umschlag - idealerweise mit verstärktem Papprücken - verschickt.

Schnellcheck-Bewerbungsunterlagen

Online-Bewerbungsmappe: Erstellen, Aufbau, Beispiele

Online-BewerbungsmappeEine Online Bewerbungsmappe - ist das nicht ein Widerspruch in sich? Schließlich ist die Bewerbungsmappe doch vor allem ein Druckerzeugnis... Stimmt.

Richtig ist aber auch, dass zahlreiche Unternehmen eine Online-Bewerbung bevorzugen, was sich auch in unserem Arbeitgebercheck zeigt. Wer dann beispielsweise lediglich seinen alten Bewerbungsmappentext in die Zwischenablage kopiert und auf der Karriereseite des Wunscharbeitgebers einfügt, verspielt wichtige Pluspunkte und damit womöglich seine Jobchancen. Eine Online Bewerbungsmappe zu erstellen, bedeutet also mehr.

In unserem Dossier dazu erfahren Sie, wie Sie eine Online-Bewerbungsmappe erstellen, aufbauen und optimieren. Beispiele finden Sie dort natürlich auch.

Bewerbungsmappe-Sünden: Darauf sollten Sie achten

Bewerbungsmappe FehlerDie Bewerbungsmappe ist Werbung in eigener Sache. Sie gibt einen ersten Eindruck von Ihnen, Ihrer Sorgfalt, Ihrer Persönlichkeit und nicht zuletzt, wie Sie sich selber sehen und darstellen. Wer hier schlampig agiert, schadet sich massiv. Der Gedanke dahinter: Wer sich schon für sich selbst und seine Zukunft keine Mühe gibt, wird für andere kaum besser arbeiten...

Folgende Bewerbungsmappen-Fehler sollten Sie daher unbedingt vermeiden:

  • Achten Sie darauf, dass keine Rechtschreib- und Grammatikfehler enthalten sind.
  • Achten Sie darauf, dass keine Eselsohren, Flecken oder verwischte Tinte auf den Unterlagen sind.
  • Wählen Sie eine klare und gut lesbare Schrift, wie Georgia oder Helvetica.
  • Überprüfen Sie, ob die Bewerbungsmappe alle Unterlagen enthält, die Sie auflisten.
  • Achten Sie darauf, dass der Name und die Adresse des Empfängers stimmen und richtig geschrieben sind (Ihre Kontaktdaten natürlich auch).
  • Schicken Sie Zeugnisse nur in Kopie mit und nicht als Original. Bewerbungsunterlagen können auch schon mal verloren gehen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Unterlagen aktuell sind, auch das Bewerbungsfoto.

Manchem mag diese Liste banal vorkommen. Sie ist es aber leider nicht. Immer wieder bescheinigen Umfragen Bewerbern mangelhafte Bewerbungsunterlagen. Tatsächlich enthält jede fünfte Bewerbung immer noch Rechtschreib- oder Tippfehler. Für Personalchefs sind diese nicht nur ein Ärgernis – oft sind die Schreibfehler auch ein veritables K.O.-Kriterium für die Bewerbung.

Bei einer Karrierebibel-Umfrage kam heraus: Ab zwei Tippfehlern ist bereits bei 46 Prozent der Personaler Schluss mit lustig: durchgefallen. Bei drei Fehlern sortieren schon zwei Drittel der Recruiter die Bewerbung aus.

Gefragt haben wir damals auch, welche die schlimmsten Bewerbungssünden sind, die ein Bewerber begehen kann. Hier landen die Schreibfehler mit 53 Prozent der Nennungen (Mehrfachnennungen waren möglich) jedoch erst auf Platz 3. Deutlich ärgerlicher finden Personalchefs, wenn ihr Name, die Adresse oder gar der Name des Unternehmens falsch geschrieben ist. Mit 69 Prozent der Stimmen landet dieser Fauxpas auf Platz 1, gefolgt von einer unangemessenen, jargonhaften Sprache im Anschreiben (64 Prozent).

Hier die Ergebnisse im Detail:

  • Adresse/Ansprechpartner/Unternehmen falsch geschrieben (69 Prozent)
  • Unangemessene Sprache/Jargon (64 Prozent)
  • Rechtschreibfehler (53 Prozent)
  • Wiederverwendete Bewerbungsunterlagen (44 Prozent)
  • Unpassendes Foto (38 Prozent)
  • Romane statt auf den Punkt zu kommen (33 Prozent)
  • Anhänge vergessen (30 Prozent)
  • Lücken im Lebenslauf (28 Prozent)
  • Uneinheitliches Schriftbild (22 Prozent)
  • Unterschrift und Datum fehlen (21 Prozent)
  • Handgeschriebene Unterlagen (18 Prozent)

Darf man in der Bewerbung lügen?

Info: Darf man in der Bewerbung lügen?Die Antwort gleich am Anfang: Nein! Leider wird es trotzdem gemacht. Als die Personalberatung Robert Half vor einiger Zeit mithilfe eines Meinungsforschungsinstituts rund 1200 Personalmanager befragte, kam heraus:

  • 30 Prozent der Bewerber lügen in Sachen Verantwortung und bisherigen Aufgaben.
  • 22 Prozent übertreiben bei ihren Managementfähigkeiten.
  • 16 Prozent geben bessere Sprachkenntnisse an als sie besitzen.
  • 10 Prozent schrauben das letzte Gehalt höher als es war.
  • 5 Prozent schummeln bei ihren Softwarekenntnissen.
  • 4 Prozent machen bei ihrem Bildungsgrad falsche Angaben.

Und um es deutlich zu sagen: Das ist nicht nur dumm, sondern gefährlich. Weil Personalchefs das wissen, sind sie ohnehin schon misstrauisch. Gegen ein bisschen Beschönigen ist zwar nichts zu sagen:

  • Chronische Krankheiten etwa muss man seinem Wunscharbeitgeber nicht mitteilen, sofern diese keinen Einfluss auf den Job haben.
  • Gleiches gilt für geplante Schwangerschaften oder eine überwundene Sucht.

Jedem Bewerber sollte aber bewusst sein, dass Personaler harte Fakten entweder via Internet oder per Anruf beim ehemaligen Arbeitgeber nachprüfen können. Und gefälschte Zeugnisse, gekaufte akademische Titel und nie absolvierte Arbeitsstationen sind ein triftiger Grund für eine fristlose Kündigung - auch Jahre nach der Einstellung.

Sich selbst in ein besseres Licht zu rücken, ist bei Bewerbungen zwar gang und gäbe. Aber bei der Wahrheit müssen Sie bitte bleiben.

Passive Bewerbung Online: Zeigen Sie Profil

Präsenz im Internet zeigen: Passive Bewerbung online Tipps

Denken Sie bei der Bewerbung nicht nur an die aktive Jobsuche - also beispielsweise durch das Schreiben und Versenden von Bewerbungsunterlagen und -mappen.

Gerade das Internet bietet Bewerbern heute auch optimale Chancen, um sich passiv zu bewerben. Das bedeutet, dass Sie sich als attraktive Fachkraft online sichtbar machen und so von Personaler gefunden werden können. Im Fachjargon heißt diese Form des Recruitings auch Active Sourcing.

Für die passive Bewerbung online stehen Ihnen im Kern drei Optionen zur Verfügung, die Sie in Erwägung ziehen sollten - erst recht, wenn Sie mit ihrer bisherigen Bewerbungsstrategie bisher erfolglos waren:

  1. Bewerbungsseite

    Mit einer eigenen Bewerbungshomepage (auch Bewerberseite genannt) geben Sie Ihrem Profil buchstäblich eine Heimat. Der Vorteil: Durch den geschickten Einsatz von Keywords (unter denen Sie gefunden werden wollen) erhöhen Sie deutlich die Sichtbarkeit Ihrer Bewerbungsunterlagen und potenzielle Reichweite. Und natürlich können auch Freunde diese Seite in Ihren Profilen verlinken und (ver-)teilen.

  2. Social-Media-Profile

    Vor allem Ihre Profile in den Business-Netzwerken Xing und Linkedin sollten Sie in der Bewerbungsphase optimieren und stets aktuell halten. Da aber viele Unternehmen heute auch per Twitter, Facebook oder Instagram rekrutieren, lohnen sich auch hier entsprechend aufgepeppte Profile, die Sie vor allem dann verwenden, wenn Sie mit den Unternehmen via Social Media in Kontakt treten. Auch hierbei gilt es das eigene Kompetenzprofil optimal herauszuarbeiten und eine aktuelle Bewerbungsmappe auf Anfrage anzubieten.

  3. Lebenslauf-Datenbanken

    Einige Jobbörsen und Jobsuchmaschinen bieten inzwischen nicht nur sogenannte Lebenslauf-Editoren an, mit denen Sie online eine Bewerbung erstellen können. Mit einem einfachen Haken, können Sie sich dort oft auch gleich mit dem tabellarischen Lebenslauf oder vollständigen Bewerbungsunterlagen in eine entsprechende Datenbank eintragen lassen. Personalentscheider können Sie dort dann ganz einfach finden und direkt kontaktieren. Wir bieten mit Karrieresprung.de ebenfalls einen solchen kostenlosen Service an.

[Bildnachweis: racorn by Shutterstock.com]

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