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Fernstudium: Alles, was Sie wissen müssen

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Vor wenigen Jahren noch wurden Fernstudiengänge von Unternehmen als Studium zweiter Klasse abgetan. Sie galten als Notlösung, die es mit Blick auf die Qualität nicht mit Präsenzstudiengängen an Hochschulen aufnehmen konnten. Das hat sich deutlich gewandelt. Die im Fernstudium erworbenen Abschlüsse sind heute in vielen Branchen denen eines Präsenzstudiums gleichgestellt und anerkannt.

Kein Wunder. Die meist auf E-Learning basierenden Fernstudiengänge erlauben es zahlreichen Arbeitnehmern, ihren Bachelor oder Master berufsbegleitend zu erwerben. Das hat sogar Vorteile für Unternehmen, denen beispielsweise so eine Fachkraft erhalten bleibt, die sich auch noch weiterqualifiziert und damit Mehrwert schafft.

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Falls Sie sich für ein Fernstudium interessieren, insbesondere als Vollzeitstudium, sollten Sie jedoch einige Punkte vorher beachten…


Fernstudium: Für wen lohnt sich das?

Die Gründe für die Aufnahme eines Fernstudiums sind ganz verschieden. Immer wieder gibt es dazu Umfragen, die Zahlen variieren daher immer etwas, die Reihenfolge der Gründe dagegen kaum:

  • Persönliche Weiterentwicklung (74 Prozent)
  • Vertiefung fachlicher Qualifikationen (70 Prozent)
  • Arbeitsmarktchancen verbessern (63 Prozent)
  • Beruflicher Aufstieg (62 Prozent)
  • Finanzielle Verbesserung nach Abschluss (49 Prozent)
  • Fachlich-berufliche Veränderung (25 Prozent)
  • Überbrückung einer Übergangsphase (7 Prozent)


Das Fernstudium kann, muss aber nicht die beste Option zur Weiterbildung sein. Als berufsbegleitendes Studium bietet es zwar einen hochwertigen Abschluss. Es ist aber auch mit großem zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden. Bevor Sie sich mit der Wahl der Weiterbildung beschäftigen, gilt es zunächst, ein paar grundlegenden Fragen zu beantworten:

  • Welches Ziel verfolge ich mit der Weiterbildung?
  • Wie viel Energie, Zeit und Geld kann und will ich investieren?
  • Sind interne Schulungen und Seminare möglicherweise schon ausreichend?
  • Bevorzugt mein Arbeitgeber eher Seminare statt eines Studiums?
  • Bis wann brauche ich das neue Wissen und den Abschluss?


Beziehen Sie bei diesem Selbstcheck aus mögliche Alternativen zum Fernstudium ein – insbesondere das sogenannte Abendstudium. Beide Studienformen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile:

  • Fernstudium: Flexibel und selbstbestimmt

    Studenten, die ein berufsbegleitendes Fernstudium absolvieren, schätzen an dieser Studienform vor allem deren Freiheit und Flexibilität. E-Learning-Plattformen ermöglichen ein selbstbestimmtes Lernen im eigenen Rhythmus. Dafür ist die Fähigkeit zur Selbstorganisation eine unbedingte Voraussetzung, ebenso eine strukturierte Arbeitsweise. Nur wer klar zwischen Freizeit, Beruf und berufsbegleitendem Studium trennt, kann das Fernstudium erfolgreich abschließen. Sonst wird es schnell zur Be- und Überlastung.

  • Abendstudium: Diszipliniert und strukturiert

    Der Begriff „Abendstudium“ ist leider etwas irreführend. Tatsächlich finden hierbei zahlreiche Vorlesungen und Lerneinheiten auch an den Wochenenden und tagsüber statt. Der entscheidende Unterschied zu einem Fernstudium liegt aber darin, dass es sich um ein Präsenzstudium handelt und E-Learning-Einheiten allenfalls ergänzend eingesetzt werden. Das Abendstudium ist zudem deutlich straffer organisiert als ein Fernstudium: Die Vorlesungszeiten sind vorgegeben, ebenfalls Umfang und Menge des Lernstoffes sowie die dafür zur Verfügung stehende Zeit.



Damit eignet sich das Abendstudium vor allem für (berufsbegleitend) Studierende, die sich mit dem selbstbestimmten Lernen und der selbstständigen Organisation des Studiums schwer tun. Im Gegenzug ist aber auch ein hohes Maß an Disziplin und Stresstoleranz gefragt, da das Abendstudium zu großen Teilen nach einem vielleicht anstrengenden Arbeitstag stattfindet. Belastbarkeit und Selbstdisziplin sind hierbei daher unverzichtbar.

Falls diese erste Analyse dennoch zugunsten eines Fernstudiums ausfällt, gilt es diese Entscheidung zu präzisieren. So bieten Fernstudiengänge in der Regel weitgehende Selbstbestimmung und organisatorische Freiheit, im Gegenzug lassen sie die menschliche Interaktion vermissen – man lernt und studiert eben doch die meiste Zeit für sich und alleine. Das liegt nicht jedem.

Deswegen haben wir zusätzlich einen kurzen Selbsttest mittels einer Fernstudium-Checkliste entwickelt (PDF), der Ihnen bewusst macht, was dabei alles auf Sie zukommt…

Checkliste: Haben Sie das Zeug zum Fernstudium?

  • Ich kann neben dem Beruf mindestens 15 Stunden pro Woche für das Studium aufbringen.
  • Ich möchte in Vollzeit studieren und kann etwa 50 Stunden pro Woche investieren.
  • Ich bin bereit, private Aktivitäten während der Prüfungsphasen drastisch einzuschränken.
  • Ich nehme lange Wegstrecken und frühes Aufstehen für Präsenzprüfungen in Kauf.
  • Ich habe Familie und Freunde über die Zusatzbelastung informiert und ihre Zustimmung.
  • Ich kann jederzeit einen Semesterbeitrag von bis zu 300 Euro aufbringen.
  • Ich verfüge auch in finanziell schwierigen Zeiten über rund 200 Euro monatlich extra.
  • Ich verfüge über einen ungestörten Rückzugsort, an dem ich konzentriert lernen kann.
  • Ich würde im Notfall auch Nachhilfe in Anspruch nehmen.
  • Ich kann gut prüfungsrelevante von unrelevanten Inhalten trennen.
  • Ich kann mich Tag für Tag selbst motivieren und mit dieser Freiheit umgehen.
  • Ich kann mir Lernstoff selbständig durch lesen und aufschreiben aneignen.
  • Ich strebe den Abschluss nicht ausschließlich aus monetären Gründen an.
  • Ich bin der festen Überzeugung, dass ich es schaffen werde.



Haben Sie bei mehr als 50 Prozent der Aussagen einen Haken gemacht? Gut, dann ist ein Fernstudium für Sie eine geeignete Lern- und Weiterbildungsform. Die wichtigsten Voraussetzungen sind auf jeden Fall gegeben.

Fernstudium: Welcher Lerntyp sind Sie?

Studentin-Fernstudium-Laptop-lernenAuch Ihr jeweiliger Lerntyp ist für die Studienwahl entscheidend. In der Wissenschaft finden sich dazu heute zahlreiche Theorien. Die einprägsamste und griffigste ist die der Uni Siegen, die Lernende mittels sichtbarer Merkmale einteilt:

  • Visueller Lerntyp

    Er zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: gerade Sitzhaltung, Distanz zum Vortragenden, Augenbewegungen nach oben in Denkpausen, ergebnisorientiertes Handeln, benötigt Überblick zum Lernen, erinnert sich an Gesehenes, hat eine lebendige Vorstellungskraft, handelt nach langfristigen Plänen.

  • Auditiver Lerntyp

    Typisch für ihn: rhythmische Bewegungen, seitliche Augenbewegungen in Denkpausen, diskutiert gerne alternative Handlungen durch, denkt und speichert in (zeitlichen) Sequenzen, kann Gehörtes leicht wiederholen – oft wörtlich, sozialer Kontakt durch Reden.

  • Kinästhetischer Lerntyp

    Erkennbar daran: viel Gestik und körperliche Nähe, Augenbewegungen nach oben in Denkpausen, lernt durch Ausprobieren und Tun, erinnert sich an Gesamteindrücke und (körperliche) Erinnerungen, vernachlässigt Details, ist intuitiv und kreativ.



Zugegeben, die genannten Lerntypen sind holzschnittartig und abstrakt. Es kann aber hilfreich sein, sich darin zu erkennen und daraus zu schließen, ob und wie sehr das Fernstudium damit korrepondiert. Beim Verfeinern der Typisierung helfen auch die folgenden Fragen:

  • Bin ich in der Lage, ohne mündliche Erklärungen und Beispiele aus schriftlichen Unterlagen zu lernen und den Inhalt auch zu verstehen?
  • Welchen Ort bevorzuge ich zum Lernen und wie sollte die Lernsituation geschaffen sein?
  • Mit welchen Hilfsmitteln und Lerntechniken habe ich bisher Erfolge erzielt?
  • Bevorzuge ich eine systematische Präsentation der Lehrinhalte und möchte ich mich selbstständig mit den Lernproblemen auseinandersetzen?


Fernstudium finanzieren: Hier gibt es Geld

Inzwischen sind Sie sich immer sicherer, dass ein Fernstudium genau das Richtige für Sie ist? Dann geht es jetzt ans Eingemachte – die Finanzierung. Ein Fernstudium kostet Geld – und teilweise nicht zu knapp. Für gut verdienende Singles mag das kein großes Problem darstellen. Sobald Sie aber parallel auch noch eine Familie versorgen müssen oder (noch) nicht allzu gut verdienen, kann die Finanzierung von mehreren hundert Euro im Monat schwierig werden.

Es gibt allerdings ein paar Fördertöpfe und -programme, die Sie zur Finanzierung des Fernstudiums anzapfen können. Hier eine Übersicht:

  1. Unterstützung durch den Arbeitgeber

    Diese Variante wählen die meisten Arbeitnehmer, da auch immer mehr Unternehmen bereit sind, Ihre Mitarbeiter in Sachen Weiterbildung zu unterstützen. Allerdings tun die meisten dar nur gegen Auflagen: Im Gegenzug für die finanzielle Unterstützung müssen sich die Fernstudierenden oft verpflichten, im Anschluss an das Studium einige Jahre bei dem Unternehmen zu bleiben. Wollen Sie früher kündigen und den Job wechseln, müssen Sie damit rechnen, einen Teil oder die gesamte Unterstützung zurückzuzahlen.

  2. Das Deutschland-Stipendium

    Der Begriff „Deutschland Stipendium“ lässt es erahnen: Gefördert werden hierbei vor allem Studenten, die herausragende Leistungen erbracht haben oder bei denen diese zu erwarten sind. Primär ist das Stipendium zwar auf Vollzeitstudenten ausgerichtet, ein berufsbegleitendes Studium kann jedoch – die entsprechenden Leistungen vorausgesetzt – ebenfalls gefördert werden. Der Stipendiat erhält dann monatlich 300 Euro, die von privaten Förderern und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung jeweils zur Hälfte finanziert werden. Das folgende Video veranschaulicht das Prinzip:

  3. Das Aufstiegsstipendium

    Diese Förderung richtet sich an Fachkräfte mit Berufsausbildung und mehrjähriger Praxiserfahrung. Das Programm des Bundesbildungsministeriums unterstützt ein erstes Hochschulstudium – in Vollzeit oder berufsbegleitend. Der erste Schritt zum Stipendium ist die Online-Bewerbung. Details zum Bewerbungsverfahren finden Sie auf der Homepage zum Aufstiegsstipendium.

  4. Ein Studienkredit

    Spezielle Studienkredite gehören inzwischen zum Leistungskatalog vieler Banken. Da diese Kredite in der Regel an Vorgaben gebunden sind, sollten Sie die verschiedenen Angebote natürlich detailliert unter die Lupe nehmen und miteinander vergleichen. Da Banken für Studienkredite meist Sicherheiten verlangen, ist es zum Beispiel bei Studiengängen im sozialen Bereich aufgrund der eher bescheidenen Verdienstaussichten schwerer einen Studienkredit zu bekommen, als bei Studiengängen im Wirtschafts- oder Technikbereich. Einen Überblick über die verschiedenen Kreditangebote bietet Ihnen diese Seite auf der Karrierebibel.

  5. Unterstützung durch Familie oder Freunde

    Ein Darlehen im familiären Umfeld oder im Freundeskreis hat den Vorteil, dass es unkompliziert und ohne viel Bürokratie abzuwickeln ist. Dennoch sollten Sie – auch bei Ihren besten Freunden oder nahen Verwandten – dieses Darlehen schriftlich fixieren und die Rückzahlungsformalitäten genau festlegen. So haben beide Seiten die Garantie, dass es später nicht zum Streit kommt, weil sich niemand an die genaue Vereinbarung erinnert – von der Sicherheit im Blick auf Nachfragen durch das Finanzamt ganz zu schweigen.


Generell können Sie Ihr berufsbegleitendes Studium zusätzlich von der Steuer entweder als Werbungs- oder Sonderkosten abzusetzen. Wie das funktioniert und was Sie dabei beachten müssen, wird in diesem Artikel beschrieben.

Lerntipps fürs Fernstudium

Da ein Fernstudium in erster Linie auf E-Learning und virtuellen Unterrichtseinheiten basiert, sind etwas andere Lernstrategien notwendig, als bei einem Präsenzstudium. Arbeitnehmer, die regelmäßig im Home Office arbeiten, haben hier einen kleinen Vorteil: Sie kennen die freie und flexible Zeiteinteilung schon, aber auch das dafür erforderliche Maß an Selbstdisziplin und Alltagsorganisation.

Wer über solche Erfahrungen bisher noch nicht verfügt, muss sich deshalb aber keine Sorgen machen: alles lernbar.

Zu den Grundregeln gehören etwa:

  • Richten Sie sich einen festen Arbeits- beziehungsweise Studienplatz ein. Er sollte auch nur dem Fernstudium vorbehalten bleiben und störungsfrei gestaltet sein.
  • Planen Sie – soweit familiär möglich – feste Lese- und Lernzeiten ein. Idealerweise stimmen Sie diese auf Ihre mentalen Hochzeiten ab.
  • Und bei aller Begeisterung für Tools und Technik: Manchmal lassen sich ausgedruckte Texte einfach besser lesen und handschriftliche Notizen erleichtern das Lernen.


Darüber hinaus sollten Sie in jedem Fall versuchen, Mitstreiter zu finden und mit Ihren Kommilitonen wenigstens eine Art virtuelle Lerngruppe gründen. Gemeinsam lernt es sich einfach besser und schneller. Und wer einmal nicht weiter weiß oder etwas partout nicht versteht, kann nachfragen, sich den Stoff gemeinsam erarbeiten oder findet wenigstens mentale Unterstützer.

Damit so eine Lerngruppe funktioniert, haben wir noch ein paar Tipps und Erfahrungswerte zusammengetragen:

  • Wellenlänge Die Lerngruppe sollte aus Studenten bestehen, die dasselbe studieren und sich sowohl menschlich sympathisch sind, als auch gerne miteinander arbeiten. Idealerweise wohnen Sie nicht weit entfernt, sodass auch gelegentliche Treffen keinen hohen Aufwand darstellen.
  • Kommunikation Legen Sie gleich mit dem Start der Lerngruppe fest, über welche Kanäle was kommuniziert wird und welche Plattformen sie gemeinsam dazu nutzen. Alle sollten ohne lange Einweisung damit zurecht kommen und sich auskennen. Die Technik soll die Arbeit erleichtern, nicht zusätzliche schaffen.
  • Rollenverteilung Innerhalb der Gruppe müssen die Rollen und Aufgaben klar verteilt sein, um Missverständnisse und Ärger zu vermeiden. So sollte für alle Studenten klar sein, wer eine bestimmte Lerneinheit koordiniert oder welche Informationen bis wann abliefert.
  • Planung Es hat sich bewährt – unabhängig von den verwendeten Netzwerken – einen zentralen Kalender zu nutzen, in dem die Gruppentermine für alle Mitglieder einsehbar und stets aktuell sind. Auf diesen sollten auch alle in der Gruppe zugreifen können.
  • Geduld Auch bei einem Präsenzstudium dauert es eine Weile, bis sich die Studenten untereinander wirklich kennen. Bei einem Fernstudium gilt das – aufgrund der räumlichen Trennung und eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten – noch mehr. Lassen Sie sich daher Zeit, um Ihre Kommilitonen in der Lerngruppe kennenzulernen. Missverständnisse wird es anfangs immer wieder geben – nehmen Sie diese aber einfach als Lernerfahrung hin.

Studieren im Alter: Gratis-eBook zum Fernstudium

Das Studium wird meist mit jüngeren Arbeitnehmern assoziiert. Nicht nur der demografische Wandel, auch der Anspruch des lebenslangen Lernens sorgen dafür, dass zunehmend mehr ältere Arbeitnehmer studieren – auch im Rahmen des Fernstudiums. Das Team von Fernstudieren.de hat zu diesem Thema ein umfassendes eBook erstellt, das Sie bei uns kostenlos als PDF herunterladen können. Darin finden Sie nicht nur Informationen zu Senioren-Studiengängen, sondern auch Lerntipps und eine Übersicht passender Hochschulen für ältere Studierende.

Berufsbegleitendes Fernstudium: Wo es sich besonders lohnt

Fernstudium-Bibliothek-StudentinIm Grunde lohnt sich die Investition in die eigenen Qualifikationen immer – auch finanziell. Laut einer Studie des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bringt ein zusätzliches Jahr Bildung später ein Gehaltsplus von fünf Prozent. Ein Beschäftigter, der beispielsweise 16 Jahre in seine Bildung investiert hat, hat also über das ganze Erwerbsleben hinweg im Durchschnitt ein um 25 Prozent höheres Einkommen zu erwarten als jemand, der das Bildungssystem nach elf Jahren verlassen hat. Fachleute sprechen in dem Zusammenhang vom Mincer-Koeffizient oder von der Bildungsrendite.

Aber auch so gibt es gute Argumente für ein Fernstudium:

  • Sie qualifizieren sich weiter und schaffen die Voraussetzungen für eine spätere Beförderung und den beruflichen Aufstieg.
  • Sie lernen mit Ihren Kommilitonen und Dozenten neue Fachkräfte kennen und erweitern so Ihr Netzwerk.
  • Ihre neuen Kompetenzen und Fähigkeiten können zur Grundlage für einen Jobwechsel werden.
  • Sie zeigen, dass Sie belastbar und leistungsfähig sind.
  • Sie entwickeln und trainieren Selbstmanagement sowie selbstständiges Lernen.


Das sind alles gute Voraussetzungen, um in jenen Branchen und Berufen zu punkten, die aktuell qualifiziertes Personal suchen. Allen voran gilt das besonders für den Gesundheitsmarkt, in dem gerade zahlreiche neue Jobs entstehen und Fachkräfte gesucht werden.

Selbst Kaufleute finden im Gesundheitswesen derzeit eine erhöhte Nachfrage: Kaufleute im Gesundheitswesen sind zwar vorwiegend in der medizinischen Verwaltung tätig. Sie arbeiten aber auch bei Krankenkassen, in Kur- und Pflegeheimen, in Kliniken oder Rehabilitationseinrichtungen.

Neue Jobs gibt es aber auch in anderen Bereichen:

  • im Pflegemanagement
  • in der Gesundheitsökonomie
  • im Präventionsmanagment
  • als Gesundheitsberater
  • als Pflegefachkraft
  • als Ernährungsberater


Charmant daran ist, dass die Aus- und Weiterbildungen dafür (meist handelt es sich um einen Bachelor) inzwischen oft nebenberuflich und über ein Fernstudium absolviert werden können (zum Beispiel an der darauf spezialisierten Apollon Hochschule für Gesundheitswirtschaft). Diese Bachelor-Studiengänge habe eine Regelstudienzeit von drei bis vier Jahren und vermitteln wissenschaftliche Grundlagen ebenso wie Methodenkompetenz und berufsbezogene Qualifikationen.

Der Weg zum Gesundheitsmanager führt aber auch über ein Studium des Gesundheitsmanagements oder der Gesundheitsökonomie an einer klassischen Fachhochschule oder Universität. Der Quereinstieg ist für examinierte Pflegekräfte oder andere Gesundheitsberufe – wie beispielsweise Ergo- oder Physiotherapeuten – relativ einfach.

[Bildnachweis: Dean Drobot, lightpoet, Jasminko Ibrakovic by Shutterstock.com]



  • ute

    In der heutigen Gesellschaft, mit ständiger Existenzangst, finde ich ein nebenberufliches Studium sehr interessant. Wer kann sich denn heutzutage noch ein Studium leisten (ohne finanziell gut aufgestellte Eltern) und trotzdem einen gewissen Lebensstandard halten. Nimmt man staatliche Förderungen in Anspruch, ist man nach dem Studium verdonnert mehrere tausend Euro zurück zu zahlen.

    Antworten

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