Soziale Netzwerke spielen bei der Personal- und Jobsuche eine immer größere Rolle. Einerseits suchen Unternehmen verstärkt ihr Personal in diesem Bereich und verzichten teilweise bereits auf die klassische Stellenausschreibung in Jobbörsen. Andererseits nutzen Bewerber Facebook, Twitter und Google+ ganz gezielt, um die Aufmerksamkeit bestimmter Unternehmen zu erregen und sich eine entsprechende Reputation aufzubauen. Auch das verhältnismäßig neue Netzwerk Pinterest birgt viel Potential für Bewerber – wenn es denn richtig genutzt wird.
Ist da jemand?
Vielleicht fragen Sie sich gerade: “Pinterest? Ernsthaft? Das kennt in Deutschland doch kaum jemand.” Das mag zwar ein, doch deutsche Unternehmen haben das Potential und die Möglichkeiten von Pinterest schnell für sich entdeckt. Die Webathleten listen in einem Artikel beispielsweise über 40 deutsche Unternehmen auf, die auf Pinterest vertreten sind. Vor allem die Buchbranche und Reiseunternehmen sind dort stark vertreten.
Doch auch wenn Ihr Traumberuf nicht in diesen Branchen anzutreffen ist, sollten Sie sich Pinterest anschauen. Denn richtig genutzt kann Pinterest sowohl Ihren Twitter-Stream als auch Ihre Facebook-Chronik bereichern und Sie in der Google-Suche prominenter platzieren.
Wie fange ich an?
Zu Beginn sollten Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Ihrer Zielunternehmen bereits auf Pinterest aktiv sind. Die Beiträge dieser Unternehmen abonnieren Sie dann natürlich, nach und nach sollten Sie hier auch Kommentare hinterlassen und immer wieder Beiträge repinnen. Zusätzlich sollten Sie sich auch mit anderen Pinterest-Nutzern vernetzen, die im gleichen Themengebiet aktiv sind wie Sie. Damit erregen Sie schon mal Aufmerksamkeit und bauen Ihr Netzwerk auf, doch ohne eigene Inhalte hilft Ihnen das herzlich wenig.
Daher sollten Sie Ihr Pinterest-Konto aktiv füllen und qualitativ hochwertige Bilder, Infografiken und andere Inhalte sammeln, die zu Ihrer beruflichen Ausrichtung passen. Pinterest macht es Ihnen leicht, diese Inhalte dann auch bei Facebook und Twitter einzubinden und zu bewerben. Die Urheberrechtsfrage ist hier – nach wie vor – unklar, so lange Sie Ihre Pinterest-Inhalte jedoch nicht kommerzielle nutzen, sind Sie aktuell auf der sicheren Seite.
Wer pinnt hier?
Hochwertige Inhalte, Repins, Kommentare und Netzwerkarbeit sind jedoch nur ein Teil Ihrer Bewerbungsstrategie auf Pinterest. Der andere Teil klingt vielleicht selbstverständlich, wird jedoch viel zu oft vernachlässigt. Dazu gehören zum Beispiel ein vollständig und ansprechend ausgefülltes Profil, ein Link auf Ihr Pinterest-Profil auf Ihrer Homepage, Facebook und Google+ und aussagekräftige Tags für Ihre Pinterest-Einträge. Wenn Sie mit QR-Codes in Ihrer Bewerbung arbeiten, könnte dieser statt auf Facebook auf Ihr Pinterest-Profil verweisen. Warum? Weil – sorgfältig ausgewählte – Bilder und Infografiken aussagekräftig sind und schon beim Überfliegen einen klaren Eindruck vermitteln.
Pinterest alleine reicht natürlich nicht aus, um die Aufmerksamkeit potentieller Arbeitgeber zu erregen. Doch in Kombination mit Twitter, Facebook, Google+ und vielleicht einem eigenem Blog, kann Pinterest das optische i-Tüpfelchen für Ihren Online-Auftritt und Ihre Bewerbung sein. Uns finden Sie natürlich auch auf Pinterest.
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Nicole Haase
Super! Aus diesem Blickwinkel hatte ich Pinterest noch gar nicht betrachtet. Dann findet die Plattform ja doch noch einen Weg (mit Sinn und Zweck) in meine üblichen Surf-Abläufe. Klasse – danke!
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