Rückschritt Downshifting Tipps Beispiel Gründe
Sie fühlen sich in Ihrem Job nicht mehr wohl, und zwar genau seit Ihrer letzten Beförderung? Die neue Aufgabe liegt Ihnen nicht? Sie haben zu viel mit Leiten und Organisieren zu tun, statt mit der Arbeit selbst, die Sie immer so gern gemacht haben? Oder wächst Ihnen die Verantwortung über den Kopf? Kurz gesagt: Am liebsten hätten Sie Ihren alten Job zurück, alles auf Anfang. Dann werden Sie die Erfahrung machen, dass das gar nicht so leicht ist. Ein beruflicher Rückschritt, auch bekannt als Downshifting, ist in unserer Arbeitswelt und Gesellschaft nicht vorgesehen. Die Erwartungen sind anders. Für Bewerber ist es daher ungemein schwierig, einen Rückschritt plausibel zu erklären und deutlich zu machen, dass auch der Schritt zurück in die richtige Richtung gehen kann...

Downshifting: Was der Rückschritt bedeuten kann

Rückschritt Downshifting Definition Tipps Erfahrungen BeispieleOb nun Downshifting oder auch Rückschritt - allein die Begriffe sind bereits negativ behaftet. Es schwingen fast automatisch Gedanken ans Scheitern, an Fehler, schlechte Entscheidungen und ans Versagen mit. Die allgemeine Mentalität ist klar: höher, schneller weiter und natürlich immer geradeaus, den Blick fest auf die hochgesteckten Ziele gerichtet. Wer da nicht mithalten kann, fällt schnell durchs Raster, wird abgestempelt und mit verständnislosen Blicken gestraft.

Diese Einstellung ist nicht nur traurig und zeigt sehr eindimensionales Denken, sie erzeugt auch eine ganze Menge Druck. Das große Problem: Nicht für jeden geht der Weg immer nur weiter nach oben. Nicht jeder ist zur Führungskraft, zum Manager oder zum Geschäftsführer geeignet, manche fühlen sich in diesen Rollen schlicht unwohl, die Erwartungshaltung und der klassische Karriereverlauf führen aber trotzdem dazu, dass auch diese Mitarbeiter früher oder später eine solche Position erreichen.

Oft ist es sogar der eigene Ehrgeiz, der zunächst immer höher auf der Karriereleiter führt. Die Ambitionen sind groß, jeder möchte stolz auf seine Arbeit sein und im besten Fall noch etwas erreichen - ohne vorher zu wissen, ob eine höhere Stelle wirklich das langersehnte Ziel darstellt oder einfach nur unzufrieden macht. Das Downshifting kann in diesem Fall genau die richtige Lösung sein, ganz ohne negative Assoziationen.

Beruflicher Rückschritt kann dabei viele Ausprägungen haben. Klassisch ist der Weg zurück in eine frühere Position, die in der Hierarchie tiefer gestellt ist als die aktuelle. Vom Vorgesetzten zurück zum Mitarbeiter des Teams. Dies kann sowohl intern, als auch bei einem neuen Arbeitgeber umgesetzt werden. Ein möglicher Rückschritt ist aber beispielsweise auch die Reduktion der Arbeitszeit, etwa auf eine Halbtagsstelle oder die Verkleinerung des eigenen Aufgabenbereichs.

Rückschritt: Downshifting findet kaum Verständnis

Wer sich für Karriere interessiert, der findet Hunderte von Büchern darüber und Tausende Tipps von freundlichen Karriereberatern, die ihm dabei helfen wollen. Allerdings geht die Richtung dabei immer nur nach oben. Einen Weg zurück, von oben nach unten, den scheint es jedoch nicht zu geben.

Der Buchautor Laurence J. Peter hat diesen Mechanismus beschrieben und nach sich selbst benannt: Das Peter-Prinzip.

Kurz zusammengefasst, besagt dieses Prinzip, dass Sie in unseren Wirtschaftssystem befördert werden, wenn Sie Ihre Arbeit gut machen. Machen Sie es abermals gut, werden Sie wieder befördert. So geht es immer weiter, und zwar bis zu dem Zeitpunkt, wo der Job die Grenzen Ihres Könnens überschreitet. Und in diesem letzten Job, in dem Sie sich inkompetent zeigen und erfolglos bleiben, verweilen Sie dann ein Leben lang.

Das klingt zunächst nach einem Witz, aber wenn man einmal darüber nachdenkt, steckt doch sehr viel Wahrheit darin.

Was aber können Sie tun, wenn Sie zurück möchten?

Wegen des Peter-Prinzips oder aus anderen guten Gründen? Wenn Sie sich um einen Job bewerben möchten, für den Sie kompetent sind, der Ihnen Freude macht und in dem Sie Erfolge erzielen können, der aber eine Stufe unter dem bisherigen liegt?

Downshifting: Mögliche Gründe für den Rückschritt

Downshifting Rückschritt Gründe Erfahrungen TippsDie fehlende Kompetenz für eine Position ist eine mögliche Erklärung für einen beruflichen Rückschritt, allerdings nicht die einzige. Es wäre falsch zu glauben, dass Downshifting nur dann in Frage käme, wenn fachliche Kompetenz fehlt oder ein weitere Weg nach oben nicht möglich ist. Ganz im Gegenteil. Oft sind es die besonders talentierten und qualifizierten Mitarbeiter und Führungskräfte, die sich gezielt nicht für die nächsthöhere Position, sondern für den Schritt zurück entscheiden.

Aber warum? Mögliche Gründe für den Rückschritt:

  • Weniger Stress. Je höher die Position und je größer die damit verbundene Verantwortung, desto mehr Stress ist mit der täglichen Arbeit verbunden. Zunehmend müssen auch unangenehme Entscheidungen getroffen werden, die Arbeitstage werden immer länger und der Druck steigt mit der Hierarchieebene an. Manch einer blüht darin auf, andere gehen daran kaputt.

  • Neue Prioritäten. Mit den Jahren kann sich die eigene Einstellung stark verändern und vielleicht liegt der Fokus plötzlich nicht mehr nur auf Karriere und Erfolg, sondern auf Familie und Privatleben. Bei einer regelmäßigen 60-Stunden-Woche kaum möglich, der Rückschritt als Karriereoption macht eine solche Veränderung allerdings möglich.

  • Wachsende Unzufriedenheit. Gut in seinem Job zu sein heißt leider noch lange nicht, dass dieser auch glücklich macht. Wer den direkten Kundenkontakt liebt, ist nach einer Beförderung oft immer noch ein guter Mitarbeiter - macht allerdings etwas, das nicht seiner Leidenschaft entspricht.

Rückschritt: Tipps für das Downshifting

Sucht man das Thema Karriererückschritt in gängigen Suchmaschinen, erscheint der Begriff - wenn überhaupt - im Zusammenhang mit Wörtern wie

  • Warnung!
  • Vorsicht!
  • Gefahr!

Und fast immer mit Ausrufezeichen! Bloß nicht! Bloß kein Rückschritt! schreien diese Überschriften. Falls Ihnen dieses große Malheur in der Vergangenheit aber doch einmal passiert sein sollte, dann wird Ihnen vermittelt, dass Sie es unbedingt kaschieren müssen. So findet sich vielfach guter Rat, wie Sie

Rückschritt als Fortschritt verkaufen.

Nach einigem Suchen finden Sie schließlich noch etwas, das auf den ersten Blick tröstlich erscheint:

  • Downshifting

... lesen Sie voller Hoffnung. Die Sub-Headline lautet: Fortschritt durch Rückschritt.

Das macht allerdings schon wieder misstrauisch. Sogar zu Recht: Bei näherer Beschäftigung stellen Sie fest, dass es in dem Beitrag um gut betuchte Top-Manager geht, die den Stress satt hatten und mit einem angenehmen Finanzpolster im Rücken statt dessen lieber eine andere Tätigkeit wählten.

Das hilft Ihnen nicht weiter, denn Sie wollen ja gar nichts komplett anderes machen. Sie wollen einfach nur in den Job zurück, den Sie vor der letzten Beförderung hatten oder ein wenig kürzer treten. Und da ist guter Rat teuer.

Um Ihnen beim Rückschritt zu helfen, haben wir Tipps zusammengestellt, mit denen Sie sich auf das Downshifting vorbereiten und die anstehenden Schwierigkeiten in der Bewerbung überwinden können:

  • Downshifting: Reflektieren Sie Ihre Situation

    Um den Rückschritt von Anfang an richtig anzugehen, sollten Sie sich zunächst die Zeit für eine Selbstreflexion nehmen. Es gilt herauszufinden, ob das Downshifting wirklich die richtige Methode ist oder ob hinter Ihrer aktuellen Unzufriedenheit vielleicht etwas anderes steckt. Dieser Schritt klingt leicht, erfordert aber eine Menge Ehrlichkeit, da es Sie nicht weiterbringt, sich selbst zu belügen.

  • Downshifting: Klären Sie Ihr Ziel

    Der Wunsch, sich auf der Karriereleiter lieber eine Sprosse tiefer einzurichten, wird von vielen als peinlich und beschämend empfunden. Sie fühlen sich als Versager und fürchten einen Gesichtsverlust in ihrem Umfeld. Dabei bedeutet das aus dem Lateinischen stammende Wort Karriere wörtlich nichts anderes als Laufbahn oder Fahrweg und hat mit Nach-oben-Steigen gar nichts zu tun. Ob Ihr geplanter Karriereschritt also für Sie einen Fortschritt oder einen Rückschritt darstellt, hängt von Ihrem Ziel ab. Daher hilft es, wenn Sie sich als Erstes über Ihr Ziel klar werden.

    • Wollen Sie einen Arbeitsplatz, zu dem Sie jeden Tag gern hingehen, mit Aufgaben, die Sie kompetent erledigen können? Und ob Sie dabei anderen vorgesetzt sind, ist Ihnen egal?
    • Oder wünschen Sie sich zwar grundsätzlich den Aufstieg ins Top-Management, brauchen aber im Moment eine Ruhepause? Eine Zeit, um wieder zu sich zu kommen und neue Kräfte zu sammeln?

    Machen Sie sich klar, wohin Ihre Reise gehen soll. Wollen Sie weniger arbeiten oder andere Aufgaben übernehmen? Ihre innere Klarheit lässt Sie auch nach außen überzeugend wirken.


  • Downshifting: Überdenken Sie mögliche Folgen

    Ein beruflicher Rückschritt hat natürlich auch Auswirkungen auf andere Bereiche. Allen voran wird sich voraussichtlich Ihre Bezahlung verringern, wenn Sie in eine frühere Position wechseln oder weniger Stunden arbeiten. Die meisten sind bereit, für Ihre Zufriedenheit ein geringeres Einkommen zu akzeptieren, dennoch sollten Sie sich die Konsequenzen im Vorfeld überlegen.

    Es empfiehlt sich, zu kalkulieren, welche Veränderungen mit dem ungefähren neuen Gehalt einhergehen werden. Können Sie weiterhin alle anfallenden Kosten decken oder müssen an einer oder mehreren Stellen Einsparungen vorgenommen werden? Je früher Sie wissen, worauf genau Sie sich einstellen müssen, desto besser.


  • Downshifting: Stehen Sie zu Ihrer Entscheidung

    Wenn Sie sich auf eine Position unterhalb der bisherigen bewerben, müssen Sie darauf gefasst sein, dass Ihre Entscheidung von anderen angezweifelt und in Frage gestellt wird. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern und aus dem Konzept bringen. Die Frage, warum Sie nicht in der vorigen Position verbleiben wollen oder wollten, sollten Sie kurz und präzise beantworten, eine detaillierte Erörterung hingegen vermeiden.

    Teilt jemand Ihre Ansicht nicht und hat kein Verständnis für beruflichen Rückschritt, ist es schwer, mit Argumenten gegen diese Voreingenommenheit anzukommen. Wichtig ist, dass Sie sich von dieser Kritik keine Selbstzweifel einreden lassen.

    Schließen Sie deshalb mit der Vergangenheit ab und konzentrieren Sie sich darauf, Ihre Argumente für den angepeilten neuen Job zu finden: Was Sie dafür mitbringen, warum er Ihnen Spaß machen würde und wie Sie in dieser Stelle erfolgreich sein können.


  • Downshifting: Passen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen an

    Das Downshifting können Sie sich wesentlich einfacher machen, wenn Sie Ihre Bewerbungsunterlagen auf den neuen Job hin anpassen. Gegenüber einem fremden Unternehmen dürfte das einfacher sein als in einem Umfeld, wo man Sie kennt. Aber auch in der eigenen Firma ist ein Schritt zurück nicht völlig ausgeschlossen. Dabei sollten Sie sich intern mit Ihrer Argumentation und mit Ihren Bewerbungsunterlagen die gleiche Mühe geben wie nach außen.

    Fangen Sie bei Lebenslauf, Know-how-Profil und wenn möglich Arbeitszeugnis mit dem Downshifting an, damit der Empfänger Ihrer Bewerbung Ihre Passung zu Ihrem neuen Wunschjob erkennt. Denken Sie daran, dass für die angestrebte Position andere Qualifikationen gefragt sind, als für Ihre jetzige Stelle. Wenn Sie sich extern bewerben, sollten Sie Ihre Bewerbung zusätzlich an das Unternehmen anpassen, um den geplanten Rückschritt leichter zu machen:

    • Art des Unternehmens: Wenn Sie vorher bei einem Großkonzern waren und in deutlich kleineres Unternehmen wechseln möchten, dann geben Sie nicht die Mitarbeiterzahl des Gesamtkonzerns, sondern die Ihrer unmittelbaren Einheit an. Also nicht "Gross AG, 18.000 Mitarbeiter weltweit", sondern "Gross AG Musterstadt, 150 Mitarbeiter am Standort". In einer solchen Größe findet sich auch der mittelständische Firmeneigner wieder.
    • Funktion: Wenn es unterschiedliche Bezeichnungen für Ihre Aufgabe gibt, dann wählen Sie die bescheidener klingende: also lieber "Auftragssachbearbeiterin" statt "Deal Handler", oder lieber "Kaufmännischer Sachbearbeiter" statt "Kredit- und Leasing-Spezialist".
    • Verantwortung: Wenn Sie einen kleineren Verantwortungsbereich anstreben als Sie vorher hatten, dann lassen Sie bei Ihrer letzten Position die Zahl der Ihnen unterstellten Mitarbeiter und die Höhe des von Ihnen verantworteten Budgets besser weg. Dies sind wichtige Angaben für höhere Positionen, beim Rückschritt wirft es eher die Frage auf, ob Sie nicht komplett überqualifiziert sind.
    • Aufgaben: Konzentrieren Sie sich in Ihrer Darstellung auf diejenigen Aufgaben, die Sie auch in Ihrem neuen Job ausführen werden und wollen. Hier ist es wichtig, eine genaue Vorstellung der Tätigkeit zu haben.

  • Downshifting: Machen Sie keine halben Sachen

    Noch ein wichtiger Tipp: Denken Sie bei der Überarbeitung Ihrer Bewerbungsunterlagen daran, wirklich alle Papiere zu bearbeiten, damit sie wie aus einem Guss wirken. Es nützt nichts, wenn Sie es machen wie der Industriekaufmann, der nach einem Ausflug in die EDV-Programmierung und Beratung wieder in seine vorige Aufgabe als kaufmännischer Sachbearbeiter zurückkehren wollte. Er änderte sein Anschreiben entsprechend und verwies auf seine frühere, langjährige und profunde Erfahrung als Sachbearbeiter.

    Leider vergaß er aber, auch seinen Lebenslauf und sein Kurzprofil entsprechend zu ändern. Das dort dargestellte Profil als EDV-Spezialist passte natürlich nicht zu seinem neuen Ziel, und so war es kein Wunder, dass er auf seine Bewerbungen nur Absagen erhielt.


  • Downshifting: Hinterlassen Sie keine verbrannte Erde

    In Ihrer jetzigen Situation ist der Rückschritt die für Sie passende Option - es lässt sich allerdings nie sagen, was vielleicht in fünf oder zehn Jahren passieren wird. Brennen Sie keine Brücken hinter sich ab, über die Sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal gehen könnten.

    Bleiben Sie in Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten und gehen Sie im Guten. Vielleicht verschieben sich Ihre Prioritäten oder Ihre Ansicht zu einer Führungsposition noch einmal. Wenn diese Tür dann noch offen ist, können Sie einen neuen Start wagen.

Downshifting: Geben Sie bei Schwierigkeiten nicht auf

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Selbst wenn Sie beim Ihren Rückschritt scheinbar alles richtig machen, Ihre Unterlagen optimal aufbereiten und genau wissen, wo es hingehen soll, kann es für Sie schwierig werden, wie die Geschichte dieses Diplom-Ingenieurs zeigt: Nach einer langen Zeit in Führungspositionen, als Produktionsleiter und als Bereichsleiter, bewarb er sich nach einigen beruflich sehr belastenden Jahren um eine Stabsfunktion in einem Unternehmen seiner Branche. Ein Fachkollege hatte ihn gefragt, ob er bereit wäre, diese Aufgabe zu übernehmen, da dringend jemand gebraucht wurde, der Erfahrung mit speziellen Produkten und Werkstoffen mitbrachte.

Der Diplom-Ingenieur fand die Stelle attraktiv und konnte sich auch die Zusammenarbeit mit dem Kollegen, den er schon lange kannte, gut vorstellen. Probleme gab es dann allerdings mit dem kaufmännischen Leiter. Der war nicht bereit zu glauben, dass der Ingenieur sich aus seiner bisherigen Funktion als Bereichsleiter so weit herab begeben wollte. Der Bewerber wurde in einem zweiten Gespräch auf Herz und Nieren geprüft, dann nochmals in einem dritten. Dennoch gelang es ihm nicht, die Zweifel des kaufmännischen Leiters auszuräumen.

Weil aber Not am Mann war, rang sich der Einsteller durch, dem Ingenieur einen zunächst auf ein Jahr befristeten Anstellungsvertrag zu geben. Bereits nach wenigen Monaten kamen von allen Seiten positive Rückmeldungen. Für einige der technischen Probleme hatte der Ingenieur schon gute Lösungen gefunden, die sich in der Praxis bewährten. Sein direkter Vorgesetzter möchte ihn auf jeden Fall im Unternehmen halten.

Dieses Downshifting Beispiel hat recht schnell einen positiven Ausgang gefunden, zeigt jedoch vor allem eins: Lassen Sie sich von Rückschlägen und Problemen nicht abschrecken. Sie gehen einen Weg, der für viele sehr ungewohnt ist. Die Devise lautet deshalb Durchhalten, auch wenn es nicht immer einfach ist. Der Erfolg durch den Rückschritt wird Ihnen am Ende recht geben.

Rückschritt als Fortschritt? Ein Fehler darf sein

Das, was für Sie selbst einen Schritt in Richtung auf Ihr (neues) Ziel darstellt, bleibt für Menschen wie diesen kaufmännischen Leiter dennoch ein Rückschritt und wird von Einstellern häufig sehr kritisch bewertet. Um solche Skeptiker zu überzeugen, müssen Sie vor allem eins: authentisch bleiben.

  • Hat sich Ihr berufliches Ziel aufgrund neuer Lebensumstände verändert? Dann erläutern Sie das kurz in einer Weise, die für Ihren Gesprächspartner nachvollziehbar ist.
  • Hat die vorige Position Ihren Erwartungen nicht entsprochen? Dann geben Sie Ihre Enttäuschung offen zu. Jeder Versuch einer Beschönigung würde bei Ihrem Gegenüber nur Misstrauen erwecken und Nachfragen provozieren; die für Sie unangenehme Gesprächsphase würde dadurch nur unnötig verlängert.

Jeder kann sich einmal irren. Jeder kann beruflich in eine Situation geraten, in der er sich nicht wohl fühlt. Wer etwas riskiert und Neues ausprobiert, kann manchmal auch scheitern. Wichtig ist, dass Sie aus dem Misserfolg lernen und die richtigen Konsequenzen ziehen (siehe auch dieser Downshifting-Leitfaden (PDF).

Und ein Arbeitgeber, der von seinem neuen Mitarbeiter verlangt, dass ihm niemals ein Fehler unterläuft und dass die Karriere immer steil aufwärts geht - Motto: up or out - der ist vielleicht ohnehin nicht der Richtige für Sie. Ob ein beruflicher Rückschritt wirklich ein Rückschritt im Wortsinn ist, ist letztlich eine Frage der Perspektive.

Rückschritt Karriere

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