Selbstwertgefühl stärken
Victor Fleming ist der Regisseur des vielleicht bekanntesten Kinofilms aller Zeiten: Vom Winde verweht mit Clark Gable und Vivien Leigh. Dabei überstrapazierte der kreative Kalifornier, der seine Karriere übrigens als Autorennfahrer begann, nicht nur die Geduld mancher Kollegen am Set, sondern auch das Budget: Eines Tages fragte ihn sein dem Herzinfarkt bereits naher Produzent, David O. Selznick, warum es denn bitteschön nötig sei, dass Scarlett und ihre Schwestern fuderweise Unterröcke aus kostbarer, handgeklöppelter belgischer Spitze tragen müssten. Im Kinosessel und unter den Kleidern sähe das hinterher schließlich niemand. "Aber die Schauspielerinnen wissen es", soll Fleming geantwortet haben. "Und weil sie wissen, dass die Unterröcke sündhaft teuer sind, fühlen sie sich als die, die sie spielen sollen: verwöhnte, reiche Gutsherrentöchter." Alles eine Frage des Selbstwertgefühls...

Wie Selbstwertgefühl funktioniert

Natürlich war es Verschwendung, doch diese Geschichte zeigt, dass es für eine selbstbewusste Ausstrahlung, eine bestimmte Einstellung zu sich selbst braucht.

"Von allen Urteilen, zu denen wir im Leben kommen, ist keines so wichtig, wie das, das wir über uns selbst fällen", schreibt die Autorin Gerlinde Unverzagt. Die Art und Weise, wie wir uns selbst beurteilen, der Bezug zur eigenen Person wirkt sich darauf aus, ob wir im Job erfolgreich sind, ob wir eine glückliche Beziehung führen und wie wir mit Herausforderungen umgehen.

Das Selbstwertgefühl funktioniert dabei wie ein innerer Schutzschild. Es ist untrennbar verbunden mit dem Glauben an die eigenen Möglichkeiten.

Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl sind davon überzeugt, sich selbst und ihre Umwelt beeinflussen zu können. Dieser Glaube versorgt mit Kraft und Energie und er macht es überhaupt erst möglich, Schwierigkeiten und Herausforderungen zu bewältigen.

"Wenn wir nicht an uns selbst glauben, weder daran, dass wir wirksam, noch grundsätzlich gut, noch liebenswert sind, ist die Welt in der wir leben, ein furchterregender und kalter Ort", schreibt der kalifornische Psychotherapeut Nathaniel Branden.

Anerkennung von außen beeinflusst das Selbstwertgefühl, denn für das, was der Mensch gibt und leistet, wünscht er sich Wertschätzung.

Das beginnt bereits in frühster Kindheit.

Oftmals liegen die Gründe für ein schwaches Selbstwertgefühl in der Kindheit, wenn die eigenen Bedürfnisse nicht erfüllt wurden. Den Eltern kommt in der Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls eine besonders wichtige Rolle zu: Sie sind die ersten, die einem vermitteln können, dass man ein wertvoller Mensch ist, der geliebt wird. Das stärkt von innen heraus und verleiht Sicherheit.

Aber auch der Umgang der Eltern mit dem Kind spielt eine Rolle. Fehlte ein respektvoller Umgang und man wurde als Kind verspottet oder bloßgestellt, nimmt das Selbstwertgefühl schaden. Man entwickelt dann die Überzeugung, dass man so wie man ist, nicht richtig ist.

Diese Überzeugung bleibt auch als Erwachsener.

Wer den Beruf zur Selbstverwirklichung nutzt, riskiert eine Sinnkrise

Mein Haus, mein Auto, mein Job – für viele Menschen sind das wichtige Werte, über die sie sich definieren. Daran machen sie ihren Status, ihren Rang in der Gesellschaft fest.

Natürlich steht es jedem frei, worüber er sich definiert. Aber in turbulenten Zeiten, in denen solche Dinge leicht ins Wanken geraten, schwankt bei vielen dann auch das persönliche Selbstwertgefühl erheblich mit.

  • Aus der Jobkrise wird dann schnell eine veritable Persönlichkeitskrise.
  • Der Jobverlust avanciert zum Gesichtsverlust, zur gesellschaftlichen Blamage.

Welche Demütigung, wenn man auf gesellschaftlichen Anlässen auf die Frage "Und was machen Sie so?" plötzlich nur noch mit Achselzucken antworten kann.

Wiederholter Erfolg, jahrelanger Aufschwung, stetiges Wachstum – so glücklich einen Prosperität und Wohlstand machen können: Sie stellen auch eine Gefahr dar. Dann nämlich, wenn daraus übersteigerte Erwartungen erwachsen. Wenn wir annehmen, das alles, das Geld, der Erfolg die Anerkennung, sei selbstverständlich und müsse immer so weitergehen.

Der Denkfehler, den viele dabei begehen: Sie sehen diese Dinge nicht mehr als Resultat, als Kollateralerzeugnis ihrer eigentlichen Bemühungen und Ziele, sondern erheben sie zum selbstverständlichen Niveau, zum Standard, den sie auf keinen Fall wieder unterschreiten wollen.

Je mehr wir unseren Beruf zur Selbstverwirklichung nutzen, desto mehr avanciert er auch zum Gradmesser der Selbstbestätigung. Und das kann in die Irre leiten: Kein Job, keine Selbstverwirklichung, kein Selbstwert. Endstation Sinnkrise.

Selbstzweifel verstehen

ollyy/shutterstock.comMenschen mit geringem Selbstwertgefühl werden von ihren Selbstzweifeln zerfressen. Ihre innere Stimme ist wie ein strenger Elternteil, das das eigene Kind erbarmungslos runtermacht für eine schlechte Leistung.

  • Wer ein geringes Selbstwertgefühl hat, hält sich unentwegt die eigenen Schwächen und Fehler vor. Ihnen fällt es schwer Komplimente anzunehmen und glückliche Momente zu genießen.
  • Oftmals fühlen sie sich auch unwohl dabei im Mittelpunkt zu stehen. Sie erwarten von ihrer Umwelt Ablehnung zu erfahren, beispielsweise beziehen sie einen ausbleibenden Rückruf von Freunden und Bekannten auf sich und denken automatisch etwas falsch gemacht zu haben.
  • Wer ein geringes Selbstwertgefühl hat, der sucht unbewusst nach Beweisen, die das mangelhafte Urteil über die eigene Person stützen.
  • Oftmals fehlen diesen Menschen Erfahrungen, in denen sie sich als erfolgreich erlebt haben; Momente, in denen sie feststellen konnten, dass sie in der Lage sind, Herausforderungen zu meistern.

Die Folgen von geringem Selbstwertgefühl:

  • Man bleibt unter seinen Möglichkeiten.
  • Man befindet sich in einem Teufelskreis, denn man traut sich nicht zu ein Ziel zu erreichen und weil man es sich nicht zutraut, erreicht man es am Ende wirklich nicht.
  • Man vermeidet Situationen, die neu und ungewohnt sind.

Mehr noch: Menschen, die sich nach außen selbstsicherer geben, als sie in Wahrheit sind, machen sich das Leben unnötig schwer, so eine Studie der Universität von Georgia in Athens: "Menschen mit geheuchelter Selbstsicherheit kompensieren ihre Selbstzweifel, indem sie übertriebene Verteidigungsstrategien entwickeln", sagt Forschungsleiter Michael Kernis. Das wiederum wird von anderen als heuchlerisch und unsympathisch wahrgenommen. Eine Abwärtsspirale entsteht.

Viele sind damit Opfer einer Gehirnwäsche, der sie sich selbst unterzogen haben: "Im Zeitalter der Massenmedien vergleichen wir uns ständig mit dem Unvergleichlichen – und das spornt uns nicht an; das macht uns neidisch, träge, böse, missgünstig", sagte zum Beispiel Norbert Bolz, Medienprofessor an der TU Berlin.

Dahinter steckt nicht selten auch die Angst vor Ablehnung. Wir wollen wenigstens mithalten, um nicht hinterher zu hecheln. Aber letztlich tun wir genau das. Denn unser Selbstwert ist dabei maßgeblich abhängig vom Zuspruch anderer. Ein mehr als fragwürdiges Fundament.

Für unser Selbstwertgefühl sind wir – wie der Name schon sagt – selbst verantwortlich. Damit ist Selbstwert eine Frage des (eigenen) Maßstabs. Bis dahin muss man allerdings erst einmal kommen. Geschrieben ist das leichter als gelebt. Aber vielleicht helfen die folgenden Empfehlungen...

Selbstzweifel überwinden: Wie Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken

Wer nicht an sich selbst und seine Fähigkeiten glaubt, nicht überzeugt ist, von dem was er oder sie tun und schaffen kann, was immer er oder sie sich vornimmt, der wird in seinem Leben längst nicht so viel erreichen, wie er könnte.

Erfolg strahlt man zwar auch aus, Glanz und Glorie beginnen aber immer im Inneren. Das klingt zwar entsetzlich nach esoterischem Li-La-Laune-Geschwurbel, ist es aber nicht. Man muss sich nur umsehen: Tatsächlich eint nahezu alle großen Persönlichkeiten der Geschichte, dass sie (uneingeschränkt) an sich glaubten. Und das war nichts, was ihnen in die Wiege gelegt wurde. Sie mussten es lernen. Und das kann jeder andere auch. Die wesentlichen Lektionen dazu:

  1. Nehmen Sie Komplimente mit Freude an.

    Wer ein geringes Selbstwertgefühl hat, dem fällt das besonders schwer. In seiner berühmten Antrittsrede sagte Nelson Mandela 1994: "Es ist nicht unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns am meisten erschreckt. Wir fragen uns: Wer bin ich, um brilliant, großartig, talentiert und kraftvoll zu sein?" Eben diese Zweifel quälen viele Menschen. Erhalten sie ein Kompliment, erfolgt noch im gleichen Moment eine Abwehrreaktion. "Damit kann ich unmöglich gemeint sein". Das vernichtende Urteil, das man sich über die eigene Person gemacht hat, verhindert, das das Kompliment akzeptiert wird. Doch Mandela kannte auch die Lösung für dieses Problem: "Frage lieber: Was machst du eigentlich, um das alles nicht zu sein?" Stellen Sie sich diese Frage immer wieder. Es wird Ihnen dabei helfen, Komplimente zu akzeptieren.

  2. Hören Sie auf, sich mit anderen zu vergleichen.

    Sich kontinuierlich mit anderen zu vergleichen macht auf Dauer unglücklich und fördert Selbstzweifel. "Warum kann ich nicht das haben, was er hat?", "Warum bin ich nicht so erfolgreich?" oder "Warum habe ich nicht so ein schönes Haus?" - letztendlich kommen die meisten zu dem Schluss, dass sie es nicht verdient haben oder irgendetwas falsch machen. Dabei tendieren wir dazu, den anderen zu überhöhen und sehen nicht das Gesamtbild. Ihr Selbstwertgefühl sollte von innen herauskommen und nicht davon abhängig sein, im Vergleich mit anderen besser abzuschneiden.

  3. Schauen Sie auf das, was Sie können – jeder kann etwas.

    Vergegenwärtigen Sie sich Ihre Stärken und Erfolgen. Hier ist nicht die Rede davon, sich plump einzureden "Ich bin toll" oder "Ich bin stark", sondern sich ganz konkret Situationen vor Augen zu führen, in denen man stolz auf sich selbst war. Fällt Ihnen auf Anhieb nichts ein, denn viele Menschen neigen dazu, abzublocken und zu sagen, da gäbe es nichts, fragen Sie Ihre Familie und Freunde danach.

  4. Sorgen Sie für kleine Erfolgserlebnisse.

    Stecken Sie sich realistische, erreichbare Ziele und dokumentieren Sie Ihren Fortschritt. Dadurch dass Sie Verantwortung übernehmen und Erfolge sehen, stärken Sie den Glauben in die eigenen Fähigkeiten. Zum Beispiel sich im Teammeeting zu Wort zu melden oder einen Vorschlag einzubringen. Machen Sie in einem solchen Moment die Erfahrung, vom Chef und von den Kollegen ernst genommen zu werden, motiviert Sie das dazu sich neuen Herausforderungen zu stellen, weil Sie daran glauben, diese auch bewältigen zu können.

  5. Wappnen Sie sich für kritische Situationen.

    Jeder hat schon einmal eine Situation erlebt, die das Selbstwertgefühl ins Wanken gebracht hat, beispielsweise eine Kränkung oder die Ablehnung von einem Mitmenschen. Erinnern Sie sich an solche Situationen. Picken Sie sich jene heraus, die gehäuft aufgetreten sind und spielen Sie diese in Gedanken noch einmal durch. Beispielsweise ein Kunde, der häufig in seiner Kritik unter die Gürtellinie schlägt. Oftmals ist man in solchen Situationen unzufrieden mit der eigenen Reaktion. Wie hätten Sie gerne reagiert? Definieren Sie für sich eine Grenze, die keiner überschreiten kann. Legen Sie sich Worte für eine solche Situation zurecht. Das verleiht Sicherheit.

  6. Besänftigen Sie den inneren Kritiker.

    Jedes Mal, wenn Sie wieder einmal mit sich selbst hart ins Gericht gehen und sich als Versager fühlen, versuchen Sie die Situation von außen zu betrachten. Wie würden Sie reagieren, wenn das Gleiche einem Freund passiert wäre? Bei anderen Menschen reagieren viele empathischer und sind weniger gnadenlos. Versuchen Sie sich so zu behandeln, wie Sie auch einen Freund behandeln würden.

  7. Helfen Sie Ihren Mitmenschen.

    Die Psychologin Jennifer Crocker von der Universität Michigan führte ein Experiment durch, in dem sie Studienanfänger, die sich eine Wohnung teilten, beobachtete. Ein Mitbewohner hatte die Aufgabe den anderen gezielt zu unterstützen, ihn zu ermutigen. Schon bald entwickelte sich daraus eine Wohngemeinschaft, die sich gegenseitig half und unterstützte. Sie fand heraus, dass diese Erfahrung das Selbstwertgefühl enorm steigert. Verantwortlich dafür, sei ihrer Meinung nach das Geben. Denn anderen etwas Gutes zu tun, führt dazu, dass man sich selbst gut fühlt.

  8. Pflegen Sie Kontakte zu Menschen, die mit ihrer positiven Haltung anstecken.

    Wer sich ständig mit Nörglern umgibt, wird selbst zu einem, denn schlechte Laune steckt an. Je mehr gemeckert und genörgelt wird, desto mehr steigern Sie sich in die Situation hinein. Sie konzentrieren sich ganz und gar auf die schlechten Aspekte einer Sache und verlieren dadurch die Fähigkeit, das Ganze zu relativieren und im Kontext zu sehen. Aus einer kleinen nervigen Angelegenheit wird auf diese Weise eine unendliche Qual. Umgeben Sie sich stattdessen mit positiven Menschen.

  9. Belohnen Sie sich und Ihr Tagwerk. Feiern Sie Erfolge.

    Viel zu selten wird das, was man erreicht hat, zelebriert. Insbesondere Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl konzentrieren sich auf die negativen Dinge in Ihrem Leben. Nehmen Sie sich gezielt vor, das zu ändern und feiern Sie die schönen Momente.

  10. Machen Sie möglichst oft das, was Sie lieben.

    Das was Sie lieben und das was Ihnen Spaß macht erfüllt Sie und sorgt für eine innere Zufriedenheit. Vor allem wenn Sie dabei im Einklang mit Ihren eigenen Wertvorstellungen sind. Denn die Kluft zwischen dem, was wir tun und zwischen dem, was wir wollen, ist das, was uns unglücklich macht.

Die emotionale Achterbahnfahrt in Krisen

"Wenn das Selbstwertgefühl angeknackst ist, trauen viele ihren Gefühlen, Gedanken und körperlichen Signalen nicht mehr", sagte der Psychotherapeut und Buchautor Bernd Sprenger. Das Ergebnis ist ein Stress, "der langfristig körperlich krank machen kann, weil er unter anderem die Abwehrkräfte schwächt".

Tatsächlich folgen solche Sinn- oder Lebenskrisen meist einem typischen Muster - es reicht von Paralyse und Trauer bis hin zu Zorn oder Depression. Psychologen kennen diese Phasen auch als sogenannten Roller Coaster Ride - als Achterbahnfahrt der Gefühle, je nachdem wie viele Anstrengungen und Niederlagen folgen. Das macht es für die Betroffenen zwar nicht unbedingt leichter, und ein wirkliches Rezept, Traumata zu vermeiden, ist das auch nicht. Aber Krisen lassen sich so zumindest etwas abmildern: Wer sich bewusst macht, welche Phase er selbst oder ein guter Freund gerade durchleidet, sieht sich selbst in einem anderen Licht und kann (sich) besser helfen (lassen).

Die typischen Krisenphasen (siehe Grafik) sind:

    Gefühlsachterbahn-Roller-Coaster-Ride

  • 1. Vorahnung: Der Betroffene antizipiert eine bevorstehende Kündigung und kalkuliert mögliche Reaktionen, aber auch seine finanzielle Situation durch.
  • 2. Kündigungschock: Die Kündigung wurde ausgesprochen, jetzt ist es amtlich. Unmittelbar danach setzt meist erst einmal ein Schock ein. Der Betroffene braucht Zeit, seine Situation vollständig zu erfassen und zu bewältigen.
  • 3a. Erholungsphase: Es setzt eine leichte Erholung, manchmal auch Erleichterung ein. Der Betroffene nimmt sich die Auszeit, erledigt bislang Liegengebliebenes, kommt zur Ruhe.
  • 3b. Neue Anstrengungen: Jetzt werden neue Pläne gemacht. Wie geht es weiter? Üblicherweise werden jetzt Stellenanzeigen in Jobbörsen durchsucht: Was wird angeboten? Was bin ich auf dem Arbeitsmarkt wert?
  • 4a. Leugnung: Bleiben die ersten spontanen Versuche zurück zur Arbeit zu finden erfolglos oder ist die Marktlage desolat, wird die Situation gerne schön geredet – vor allem im privaten Umfeld.
  • 4b. Wut: Es geht nicht voran. Das frustriert. Noch einmal wird die Kündigung reflektiert. Jetzt kommen ungute Gefühle zum Tragen: Der Chef, die Kollegen – wie unfair haben sie sich verhalten? Die Kündigung wirkt wie gemeiner Verrat – "und das ausgerechnet mir!"
  • 4c. Erneutes Handeln: Geht nicht, gibt’s nicht. Bloß nicht aufgeben! Der Betroffene macht sich Mut, strengt sich erneut an. Passt sich dem Markt an, bildet sich vielleicht weiter. Und bei Erfolg geht es weiter zu Punkt 6.
  • 4d. Akzeptanz: Nichts hilft. Egal, was der Betroffene auch unternimmt, er bleibt arbeitslos. Bewerbungen kommen zurück, Absagen folgen. Irgendwann resigniert er und gibt sich auf.
  • 4e. Depression: Je nachdem welchen Stellenwert die Arbeit und Karriere vorher hatten, ist daran viel Selbstwertgefühl geknüpft. Langfristige Arbeitslosigkeit kann deshalb in die Depression führen.
  • 5. Gedämpfte Hoffnung: Ein Lichtblick – vielleicht macht ein Freund Mut, er könnte einen Job vermitteln oder der Betroffene hat selbst eine Aussicht auf einen Job entdeckt. In diesem Fall werden wieder neue Kräfte mobilisiert und Anstrengungen unternommen.
  • 6. Enthusiasmus: Es sieht gut aus – der neue Job ist zum Greifen nah. Also wird alles auf Vordermann gebracht: Lebenslauf, Outfit, Auftreten, Familienleben.
  • 7a. Neue Beschäftigung: Es ist geschafft, der neue Vertrag ist unterschrieben. Der Job kann losgehen...
  • 7b. neuer 4er-Zyklus: Doch nichts! Im letzten Moment verglimmt der Docht der die zweite Karriere zünden sollte. Umso tiefer ist jetzt der Absturz: Bin ich ein Versager?
  • 8. Depression oder gar Apathie: (wie 4e – oder schlimmer)
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