Sprachenlernen-Tipps-Studentin-Ausland
Wer sich in London, Paris, Shanghai, Rom, Rio de Janeiro und Berlin in der jeweiligen Landessprache unterhalten kann, ist ein wahres Sprachtalent. Für viele, die versuchen, sich auf Reisen mit Schulenglisch durchzuschlagen, scheint das unmöglich. Dabei hegen viele Menschen insgeheim den Wunsch, eine weitere Sprache zu lernen. Doch häufig bleibt es beim Wunsch, denn nur die wenigsten werden aktiv. Dabei sind qualifizierte Arbeitnehmer mit Fremdsprachenkenntnissen gefragter denn je. Wir zeigen Ihnen elf effektive Tipps, wie Sie eine neue Sprache lernen...

Fremdsprachen lernen für die Karriere

In vielen Stellenausschreibungen werden heute Fremdsprachenkenntnisse verlangt. Ob Französisch, Spanisch, Russisch oder Chinesisch - jedes Unternehmen ist auf der Suche nach neuen Arbeitnehmern, die mindestens eine weitere Fremdsprache (neben Englisch) mitbringen. Die Notwendigkeit dieser Qualifikation ergibt sich aus der Globalisierung der Unternehmen. Viele besitzen Zweigstellen oder Tochterunternehmen über alle Kontinente verteilt. Noch mehr Unternehmen verfügen über internationale Zulieferer und Kunden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, steigen auch die Ansprüche an neue Arbeitnehmer. Doch auch für langjährige Mitarbeiter kann sich eine Weiterbildung in verschiedenen Sprachen lohnen, um sich für höhere Positionen oder Geschäftsreisen zu empfehlen.

Sprachen lernen und Berufserfahrung sammeln

Aaron Amat/shutterstock.comGerade für Abiturienten und Absolventen einer Hochschule, die nicht sofort in die Berufswelt einsteigen wollen, gibt es einige Alternativen: Diese verknüpfen Berufserfahrung und das Erlernen einer Fremdsprache. Außerdem beinhalten die Alternativen den Aufenthalt in einem anderen Land, was vielen Personalern positiv auffällt, insbesondere, wenn das Unternehmen selbst in dem Land aktiv ist.

Vier klassische Möglichkeiten stellen wir Ihnen vor und zeigen, was dabei auf Sie zukommt:

  • Au Pair

    Vor allem junge Frauen zieht es immer wieder als Au Pair ins Ausland, wo sie bei einer Gastfamilie wohnen und deren Kinder betreuen. Voraussetzung für einen Au Pair-Aufenthalt ist, dass die jungen Frauen (oder Männer) über Erfahrung im Babysitten verfügen und/oder ein Praktikum im Kindergarten absolviert haben. Von den meisten Organisationen werden mindestens 200 Stunden Erfahrung im Umgang mit Kindern gefordert. Zudem müssen die Au Pairs bei Abflug zwischen 18 und 26 Jahre alt sein. Nicht nur die Erfahrungen im Umgang mit Menschen, der Aufenthalt in einem fremden Land und die Verbesserung der jeweiligen Fremdsprache sind für viele ausschlaggebend bei der Entscheidung, sondern auch die Herausforderung alleine im Ausland zurechtzukommen. In vielen Programmen ist auch ein Sprachkurs vor Ort vorgesehen, um die Sprachkenntnisse weiter zu schulen. Außerdem kann sich die Arbeit als Au Pair positiv auf eine spätere Ausbildung im erzieherischen Bereich auswirken.

  • Auslandspraktikum

    Einen hohen Stellenwert bei Unternehmen genießen auch Praktika im Ausland. Die versprechen neben der Praxiserfahrung eben auch kulturelle Kenntnisse. Bei einem Auslandspraktikum sammelt man nicht nur Arbeitserfahrung, sondern verbessert gleichzeitig seine Sprachkenntnisse, fördert die Eigenständigkeit und sammelt zudem länderspezifische Kenntnisse, die sich als wichtig für den angestrebten Beruf oder das Studium erweisen können. Wer beispielsweise einen Aufenthalt in China nachweisen kann und sich dort nicht nur sprachlich, sondern auch beruflich und kulturell weitergebildet hat, dürfte bei einer Bewerbung etwa in der Textil- oder Eletronikbranche derzeit gute Chancen haben. Der Deutsche Akademische Austauschdienst liefert hierfür übrigens gute Informationen - auch zu finanziellen Hilfen und Stipendien.

  • Work & Travel

    Wer im Ausland vor allem seinen persönlichen Horizont erweitern und möglichst kostengünstig durch die USA, Australien, Neuseeland, Südafrika oder Kanada reisen möchte, für den ist Work & Travel genau das Richtige. Bei Work & Travel arbeitet man praktisch immer dann, wenn es die Reisekasse wieder nötig macht. So kommt man nicht nur an Geld für die Weiterreise, sondern sammelt während der Jobs auf Farmen, als Animateur oder im Callcenter viele praktische Erfahrungen. Die Voraussetzungen für das benötigte Working Holiday Visum müssen Bewerber zwischen 18 und 30 Jahre alt sein, Kenntnisse der Landessprache und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

  • Freiwilligenarbeit

    Seit einigen Jahren zunehmend beliebter sind Volunteer-Programme im Ausland. Die Unterstützung von Umweltschutzprojekten, Entwicklungshilfe oder anderen freiwilligen Tätigkeiten werden vor allem für soziale und ökologische Berufe oder Studiengänge gerne gesehen. Volunteer-Projekte gibt es in den ärmeren Regionen dieser Welt wie Süd- und Lateinamerika sowie Asien und Afrika, aber auch in vielen westlichen Ländern. Interessant an Freiwilligenarbeit ist, dass die Teilnehmer im Gegensatz zu den meisten anderen Wegen ins Ausland auch mit über 30 Jahren problemlos daran teilnehmen können. Weitere Informationen zum Thema bietet das Portal Freiwilligenarbeit.de.

5 Sprachen, die Ihr Bewusstsein erweitern

gpointstudioHaben Sie sich schon mal gefragt, ob Menschen die Welt mit anderen Augen, wenn sie Englisch oder Deutsch sprechen? Arabisch oder Persisch? Wie sehr beeinflusst die Sprache unser Denken?

Schon in den Vierzigerjahren stellte sich der amerikanische Linguist Benjamin Whorf genau diese Frage und kam zu der Erkenntnis: Die Art, wie eine Sprache Zeit, Raum oder auch Geschlecht ausdrückt, beeinflusst, wie der Sprecher über die Welt denkt. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die sogenannte Sapir-Whorf-Hypothese zwar immer wieder kritisch untersucht und auch an einigen Stellen widerlegt. Die grundsätzliche Frage nach dem Einfluss von Sprache auf unser Denken, bleibt aber bestehen.

In den Neunzigerjahren führten beispielsweise Psychologen einen Test mit spanischen und deutschen Probanden durch. Sie wollten wissen, welche Assoziationen diese zu bestimmten Begriffen herstellten. Zum Beispiel beim Wort Brücke. Im Deutschen ist die Brücke feminin, im Spanischen maskulin (el puente). Die Spanier schrieben der Brücke erstaunlicherweise eher männliche Eigenschaften wie Stärke zu, die Deutschen eher weibliche Eigenschaften wie Eleganz oder Schmalheit. Bei anderen Begriffen war etwas ganz Ähnliches zu beobachten, zum Beispiel bei Berg (der Berg - la montana) und Stuhl (der Stuhl - la silla).

Allein schon um Ihre Sinne zu schärfen, stellen wir Ihnen fünf Sprachen vor, die Sie vielleicht noch nicht kannten, und in denen Sie im Büro hilflos verloren wären. Oder in welcher der fünf Sprachen würden Sie am liebsten mit Ihren Kollegen kommunizieren? Spielen Sie die Szenarien doch einfach mal gedanklich durch...

  1. Die Sprache, die keine Farben kennt

    JEDE Sprache hat Begriffe für Schwarz, Weiß, Rot, für kalte und warme Farben. Diese These legten der Anthropologe Brent Berlin und Linguist Paul Kay schon 1969 vor. Die Yeli Dnye aus Papua-Neuguinea aber kennen nur vage farbliche Umschreibungen, den Begriff 'Farbe' selbst gibt es gar nicht. Die Farbe Rot wird mit Hilfe eines roten Papageien umschrieben. Die Farbe Schwarz mit der Nacht. Bei den Inselbewohnern ist Farbe eher ein metaphorisches Konstrukt, das nur im Zusammenhang mit existierenden Dingen Sinn ergibt.

  2. Die Sprache, die Sie nicht zum Mittelpunkt macht

    Wenn Sie jemand nach dem Weg fragt, wie antworten Sie? Wahrscheinlich in etwa so: "Sie gehen da drüben links und an der nächsten Kreuzung wieder rechts." Guugu Ymidhirr würde das ganz anders machen. Die Aborigines aus dem nördlichen Queensland in Australien orientieren sich an ihrem inneren Kompass, der ihnen scheinbar von kleinauf eingeimpft wird. Er würde also auf die Frage nach dem Weg so antworten: "Gehen Sie nach Westen und an der Kreuzung nach Osten." Die Sprache orientiert sich niemals am Sprecher, sondern immer an den Himmelsrichtungen. Es heißt nicht: "Rück mal ein Stück nach rechts". Sondern: "Rück mal ein Stück nach Westen". Der Sprecher stellt nicht sich selbst (den Gesprächspartner) in den Mittelpunkt. Ob die Aborigines dadurch weniger egozentrisch denken und handeln, sei dahingestellt. Aber ihr Navigations- und Orientierungssinn ist erstklassig.

  3. Die Sprache, die Beweise verlangt

    "Wie viele Äpfel haben wir zuhause?" "Fünf Stück." So stellt man sich einen logischen Dialog unter deutschen Dächern vor. Die Matsés aus dem peruanischen Amazonas-Gebiet sind in dieser Hinsicht weniger direkt. Sie versehen nahezu alle Informationen, die Sie kommunizieren, mit einer Art Quellenangabe. Auf das Apfel-Beispiel bezogen würden sie ungefähr so antworten: "Es waren fünf Stück, als ich das letzte Mal nachgesehen habe." Die Verbformen hängen IMMER davon ab, wie man an die Information gelangt ist und wann sie zum letzten Mal überprüft wurde. Diese Verbformen sind es auch, die die Matses-Sprache nach Meinung von Linguist David Fleck so außergewöhnlich machen.

  4. Die Sprache, die Zeit anders misst

    Auch die Pormpuraaw, ebenfalls Aborigines aus Queensland, verfügen über einen ausgeprägten Orientierungssinn. Auch sie nutzen die Himmelsrichtungen, um Angaben über einen Ort zu machen. Aber mehr noch: Für sie ist sogar die Vorstellung von Zeit unmittelbar mit den Himmelsrichtungen verbunden. In einer Reihe von Experimenten wurden ihnen Kartensets vorgelegt, die verschiedene Prozesse zeigen: Einen Mann, der altert. Ein Krokodil, das wächst. Eine Person, die eine Banane isst. Wie würden Sie die einzelnen Karten anordnen? Von links nach rechts wahrscheinlich. Das taten die englischsprachigen Probanden auch. Die Pormpuraaw legten die Karten dagegen immer von Osten nach Westen aus - also stets der Sonne folgend - völlig unabhängig davon, an welchem Tischende sie Platz genommen hatten. Man sagte ihnen auch nicht, ob Sie nach Westen, Norden oder Süden guckten - das wussten sie offensichtlich schon ganz von alleine.

  5. Die Sprache, die keine Zahlen kennt

    "Wie viele Stunden musst du morgen arbeiten?" "Acht." Wären Sie ein Piraha aus dem Amazonas, fiele die Antwort nicht ganz so leicht. Die Piraha haben weder Wörter für Farben noch für Zahlen, nicht einmal Mengenangaben. Es gibt kein 1, 2, 3 und auch kein "viel" und "wenig", auch kein "jeder" und kein "mehr". Ihre einzigen Größeneinheiten sind: "groß" und "klein". Wenn jemand also beschreiben wollte, wie viele Überstunden er gestern gemacht hat, kann er nur auf diese zwei Kategorien zurückgreifen: "groß" oder "klein". Linguist Daniel Everett, der acht Jahre lang bei den Pirahas lebte und ihre Sprache mittlerweile fließend spricht, führte deshalb einige Experimente mit ihnen durch. Er zeigte den Pirahas in Reihen angeordnete Batterien. Bis zu zwei oder drei Reihen konnten sie nachbilden, aber mehr nicht. Ohne numerisches System also kein Zahlenverständnis. Dieses Defizit scheint ihnen aber wenig auszumachen. Ihre allgemeine Zufriedenheit sei so groß, so Everett, wie er es noch bei keiner anderen Gesellschaft erlebt habe.

11 effektive Tipps, um eine neue Sprache zu lernen

g-stockstudio/shutterstock.comViele denken bei Fremdsprachen an endlose Vokabeln, die man sich nicht merken kann und komplizierte Grammatikregeln, die keiner versteht. Diese Vorstellung reicht bei einigen schon aus, um die Motivation in den Keller zu treiben und vorschnell aufzugeben. Doch es ist für jeden möglich, eine Fremdsprache zu erlernen. Es kommt lediglich auf die Motivation und die richtige Herangehensweise an. Wir haben elf effektive Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen werden, erfolgreich eine neue Sprache zu erlernen.

  1. Halten Sie sich Ihre Gründe vor Augen.

    Als erstes ist es für Sie wichtig zu wissen, warum Sie überhaupt eine neue Sprache lernen wollen. Denn eine neue Sprache zu lernen ist keine Aufgabe, die Sie zwischen Tür und Angel meistern werden. Es erfordert Arbeit, Motivation und Durchhaltevermögen. Haben Sie einen guten Grund die Sprache zu lernen, beispielsweise der Besuch eines guten Freundes im Ausland, den Sie überraschen wollen, wird es Ihnen leichter fallen. Halten Sie sich Ihre Beweggründe vor Augen, wenn es mal an Motivation mangelt. So kommen Sie schnell wieder auf den richtigen Weg.

  2. Machen Sie eine Sprachreise.

    Die Sprachreise gilt als eine der besten Möglichkeiten, um schnell eine neue Sprache zu lernen. Dabei wird ein Auslandsaufenthalt mit einem Sprachkurs kombiniert. Sie lernen Neues im Unterricht, können dieses auch außerhalb der Schule direkt anwenden und sind ständig von der Sprache umgeben. Diese Voraussetzungen schaffen eine ausgezeichnete Lernatmosphäre. Der Sprachreisenanbieter EF (Education First) bietet beispielsweise solche Reisen zu weltweit 40 möglichen Destinationen an. Allerdings ist eine Sprachreise nicht ganz billig. Für eine zweiwöchige Reise müssen Sie je nach Land und Kursform (Grund- oder Intensivkurs) zwischen 700 Euro und 1100 Euro einplanen.

  3. Gehen Sie auf Menschen zu.

    Man lernt eine Sprache nicht für sich allein, sondern um mit anderen zu kommunizieren. Das gilt nicht erst, wenn Sie das Gefühl haben, die Sprache bereits perfekt zu sprechen. Mindestens genauso wichtig ist es, die neue Sprache bereits vorher zu benutzen. Während einer Sprachreise beispielsweise sollten Sie sich also nicht davor scheuen, auf Muttersprachler zuzugehen. Fragen Sie nach dem Weg oder bestellen Sie etwas zu Essen. Wenn Sie sich häufiger trauen, werden Sie sicherer im Umgang mit der Sprache und selbstbewusster, diese auch zu benutzen.

  4. Werden Sie kreativ.

    Eine Sprache zu lernen bedeutet nicht, nur stundenlang vor Vokabeln und Grammatikregeln zu sitzen. Dabei geht die Motivation sehr schnell verloren. Wer sich stattdessen den Spaß an der Sache erhalten kann, wird langfristigen Erfolg haben. Werden Sie also beim Lernen kreativ. Nutzen Sie die Fremdsprache um ein Gedicht zu schreiben, singen Sie sich neue Vokabeln vor, kaufen Sie sich Hörbücher oder führen Sie ein inszeniertes Interview mit einem Kollegen. Inzwischen gibt es auch zahlreiche Lernsoftwares, die das spielerische Lernen unterstützen. So können Sie Neues lernen, Ihre Motivation beibehalten und Spaß am Lernen entwickeln.

  5. Bauen Sie die Sprache in den Alltag ein.

    Wer sich den ganzen Tag mit einer Sprache umgibt, lernt und verinnerlicht diese schneller. Versuchen Sie also jeden Tag dafür zu nutzen, sich mit der Sprache zu beschäftigen. Kleben Sie Post-Its an Ihre Möbel, auf denen Sie die passenden Vokabeln notiert haben. Sie können auch versuchen, E-Mails oder kurze Nachrichten in Ihrer Wunschsprache zu verfassen.

  6. Lernen Sie selektiv.

    Machen Sie sich bewusst, was Sie als erstes in der neuen Sprache erreichen wollen. Wollen Sie ein Gespräch führen können oder ein Buch in der Sprache lesen und verstehen? Konzentrieren Sie sich am Anfang auf die für Sie wichtigen Inhalte. Um eine Unterhaltung zu führen, brauchen Sie in der Regel keine Kenntnisse über das Vokabular der Quantenphysik. Selektieren Sie also Ihre Lerninhalte und konzentrieren Sie sich auf die wichtigen Dinge. Wenn Sie merken, dass Sie Fortschritte machen und bereits Gesprächsteile verstehen oder Sie sich beteiligen können, wird das Ihrer Motivation einen Schub verleihen.

  7. Suchen Sie sich einen Lernpartner.

    Es kann sehr motivierend wirken, wenn Sie die neue Sprache zusammen mit einem Freund, Familienmitglied oder Kollegen lernen. Sich selbst kann man belügen und Ausreden finden, warum man heute nicht lernen kann. Mit einem Lernpartner wird Ihnen das nicht mehr passieren und so werden Sie konsequenter arbeiten. Zusätzlich kann sich ein kleiner Wettstreit positiv auf Ihr Lernen auswirken. Es ist nur menschlich, zu versuchen, den anderen zu übertrumpfen. Und natürlich haben Sie so direkt jemanden, mit dem Sie in der neuen Sprache reden können, um das Wissen zu vertiefen.

  8. Beobachten Sie Muttersprachler.

    Nicht nur selbst zu sprechen fördert das Verständnis für eine neue Sprache. Es kann auch helfen, anderen beim Sprechen zuzuschauen. Jede Sprache hat Wörter oder Töne, die auf unterschiedliche Weise gebildet werden und für Nicht-Muttersprachler schnell zu einer Herausforderung werden können. Wer Muttersprachler gezielt bei der Aussprache dieser Töne beobachtet, kann daran seine eigene Aussprache orientieren. Versuchen Sie dabei vor allem auf die Bewegungen von Lippen und Zunge zu achten.

  9. Schauen Sie Filme.

    Serien oder Filme in der Sprache zu schauen, die Sie lernen möchten, kann sehr hilfreich sein. Gerade zu Beginn Ihres Lernprozesses sollten es leichtverständliche Filme oder kurze Serien sein, da die Konzentration schnell nachlässt, wenn Sie das Gefühl haben, kein einziges Wort zu verstehen. Es kann auch helfen, einen Film mehrmals zu schauen, um das Verständnis zu fördern. Am besten funktionieren Filme natürlich im Originalton. Wenn Sie versuchen Spanisch zu lernen, suchen Sie sich einen Spanischen Film. Auf diese Weise können Sie, genau wie bei den Muttersprachlern, die Schauspieler bei der Aussprache beobachten. Ein weiteres gutes Hilfsmittel sind die Untertitel. Natürlich nicht auf Deutsch, sondern ebenfalls in der Fremdsprache, da Sie sonst nur lesen, statt zu lernen.

  10. Führen Sie Selbstgespräche.

    Es mag Ihnen komisch vorkommen, doch Selbstgespräche können dabei helfen, eine Sprache zu lernen. Wenn Sie keinen Partner haben, mit dem Sie in der neuen Sprache reden können, sind Selbstgespräche eine gute Alternative. Sie können Ihr Vokabel- und Grammatikwissen testen, sich Sätze einprägen und dadurch selbstbewusster auftreten, wenn Sie diese Sätze in einem wirklichen Gespräch benutzen.

  11. Lernen Sie wie ein Kind.

    Erwachsene haben den Drang, immer alles perfekt machen zu wollen. Für Kinder ist es hingegen normal, fehlerhafte Sätze zu bauen und auch mal unverständlich zu reden. Der zweite Weg ist besser. Akzeptieren Sie also, immer wieder Fehler zu machen. Nichts daran ist peinlich - es bringt Sie aber dem Ziel näher, Ihr Sprachgefühl zu verbessern.

Heimatgefühle stören beim lernen von Fremdsprachen

Wenn Sie eine Fremdsprache lernen wollen, beseitigen Sie alles in Ihrer Umgebung, was Sie an Ihre Muttersprache erinnern könnte.

Denn wenn Sie beim Lernen an Ihre Muttersprache denken, werden Sie weniger Erfolg mit der neuen Sprache haben. Dies entdeckte der Sozialpsychologe Michael Morris von der Columbia Business School in New York. Und dabei half ihm der Zufall: Eine chinesische Studenten hatte sich in einem Referat verplappert und Chinesisch und Englisch aus Versehen gemixt, obwohl sie eigentlich längst fließend Englisch spricht. Der Auslöser: Sie hatte während des Referats lediglich ihren chinesischen Professor angeschaut. Oder wie Morris inzwischen sagen würde: Sie hatte etwas gesehen, das sie an ihre Heimat erinnerte.

Weitere Tests und Untersuchungen bestätigten die These: Dinge, Gegenstände, Fotos, ja sogar Menschen, die uns an unsere Heimat (und damit unsere Muttersprache) erinnern, können beim Lernen von Fremdsprachen äußerst störend sein.

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