Glück: Was wirklich glücklich macht

Glücklich sein – das wollen alle. Nur die Umsetzung von Glück ist so verdammt schwer. Das fängt schon bei der Frage an, was uns wirklich glücklich macht. Ist es viel Geld? Sind es schöne Dinge? Menschen, die einen umgeben? Die Glücksforschung, ein interdisziplinärer Forschungszweig aus Soziologie, Psychologie und anderen Bereichen, hat sich entwickelt, um das Geheimnis das Glücks zu lüften. Die Ergebnisse liefern viele Tipps und Denkanstöße, wie Sie selbst größeres Glück für sich finden können…

Glück: Was wirklich glücklich macht

Definition: Was ist Glück eigentlich?

Glück Definition Erklärung Begriff Psychologie SynonymWir alle wollen Glück empfinden, doch fällt es schwer, das Konzept genau zu beschreiben. Der Begriff selbst stammt vom Mittelhochdeutschen gelücke ab und bedeutet in etwa, dass etwas leicht gelingt oder gut ausgeht.

Der Soziologe Ruut Veenhoven von der Erasmus-Universität Rotterdam widmet sich seit vielen Jahren der Erforschung des Glücks und gilt als Koryphäe auf dem Gebiet. Er erstellte unter anderem mit der „World Database of Happiness“ die größte Datenbank zum Thema, in der Forschungsergebnisse und Publikationen festgehalten werden und beschreibt Glück folgendermaßen:

Glück ist das Maß oder der Grad, in dem ein Mensch mit der Qualität seines eigenen Lebens insgesamt zufrieden ist. Anders ausgedrückt bezeichnet Glück das Maß, in dem man das eigene Leben mag.

Der Soziologe ist der Meinung, dass sich Glück in zwei Komponenten widerspiegelt:

  • Stimmung

    Wie angenehm empfinden wir die Gefühle, die wir haben und

  • Zufriedenheit

    Jeder Mensch hat eine Vorstellung, wie sein Leben aussehen soll. Zufriedenheit ist die subjektive Einschätzung, inwieweit die aktuelle Situation den eigenen Vorstellungen entspricht.

Beide Komponenten lassen sich messen und auf einer Skala von 0 bis 10 wiedergeben. Die Deutschen liegen bei einem Wert von durchschnittlich 7,2.

Von der Unesco wiederum gibt es eine Art Weltkarte des Glücks, die zeigt, wo die Menschen besonders glücklich sind:

Weltkarte des Glücks glueckliche Menschen

Bemerkenswert daran ist, dass das persönliche Glücksempfinden stark abhängig vom Alter ist, wie etwa die Ökonomen David G. Blanchflower und Andrew Oswald bei einer globalen Megaumfrage (PDF) unter rund einer halben Million Menschen in 72 Staaten herausfanden.

Oder anders formuliert: Glück folgt einer U-Kurve – mit 20 sind Menschen am zufriedensten, Mitte 40 (in Deutschland im Schnitt bei 42,9 Jahren) verdüstert sich die Stimmung, um dann wieder langsam in alte jugendliche Höhen zu steigen.

Glückskurve U Form Grafik Glück

Wer gesundheitlich keine gravierenden Probleme habe, könne sich also mit 70 wieder auf das Glücksniveau eines 20-Jährigen freuen, so die Wissenschaftler.

Spannende Fakten: Was die Wissenschaft über Glück weiß

Glückliche Menschen reden mehr

Ein Team von Wissenschaftlern um Matthias R. Mehl von der Universität von Arizona ließ für eine Studie 79 Freiwillige vier Tage lang ein elektronisches Aufnahmegerät tragen. Alle zwölf Minuten schaltete sich das Gerät für 30 Sekunden lang an und nahm die Gespräche der Probanden auf. Diese wurden dann von dem Forschungsteam ausgewertet und danach unterteilt, ob es sich um Smalltalk oder tiefgründige Konversation handelte. Auch wurden die Probanden danach befragt, wie gut sie sich fühlten. Es kam heraus, dass die glücklichen Teilnehmer 25 Prozent weniger Zeit alleine verbrachten und sie führten doppelt so viele tiefgründige Gespräche.

Glück ist ansteckend

Dass Emotionen beim persönlichen Kontakt ansteckend sind, ist bekannt, doch Nicholas Christakis von der Yale Universität und James Fowler von der Universität von Kalifornien fanden heraus, dass das auch für die Kommunikation im Internet zutrifft. Dafür analysierten sie die Statusmeldungen auf Facebook. Das Ergebnis: Jede positive Statusnachricht zog durchschnittliche zwei positive Statusnachrichten im Freundeskreis nach sich.

Erinnerungen machen glücklich

Das Gedächtnis speichert Erlebnisse, die uns prägen. Und immer sind Gefühle mit im Spiel. Der US-Hirnforscher Antonio Damasio konnte in seinen Studien zeigen: Was mit starken Emotionen verbunden ist, gelangt automatisch in unser Langzeitgedächtnis. Ein Bild, ein Duft, eine Melodie – all das kann die Erinnerungen an schöne Momente wiederbeleben und löst die damit verbundenen Emotionen aus.

Stärken trainieren macht glücklich

Wer seine Charakterstärken trainiert, steigert zugleich sein Wohlbefinden. Das ist das Ergebnis einer breit angelegten Studie eines Psychologenteams um Willibald Ruch, René Proyer und Claudia Buschor von der Universität Zürich. Für die Studie hatte das Forscherteam 178 Erwachsene nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt: Während die eine Gruppe über einen Zeitraum von zehn Wochen die Stärken Neugier, Dankbarkeit, Optimismus, Humor und Enthusiasmus trainierte, konzentrierte sich die andere Gruppe auf Eigenschaften wie Sinn für das Schöne, Kreativität, Freundlichkeit, Liebe zum Lernen und Weitsicht. Die dritte Gruppe fungierte als Kontrollgruppe und hatte keinerlei Übungen zu absolvieren. Wer Neugier, Dankbarkeit, Optimismus, Humor und Enthusiasmus trainiert hatte, zeigte einen bedeutsamen Anstieg der Lebenszufriedenheit.

Anerkennung macht glücklich

Das jedenfalls sagt der Psychologe Cameron Anderson von der Universität von Kalifornien in Berkeley. Für seine Studie befragte der Wissenschaftler zunächst 80 Studenten aus zwölf verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Universitäten. Und siehe da: Es zeichnete sich eine deutliche Verbindung zwischen subjektivem Wohlbefinden und dem Ausmaß an Anerkennung ab. Allerdings: So stark die Anerkennung wirkt, so fragil ist das Glücksempfinden und so lange hallt es auch nach, wenn wir beispielsweise sozial abstürzen.

Jemandem Glück zu wünschen, steigert dessen Leistung

In dem zugrunde liegenden Experiment mussten Probanden Geschicklichkeitstests absolvieren und brauchten dafür im Schnitt fünf Minuten. Nachdem man ihnen Glück gewünscht und sie ermutigt hatte („Ich drück dir die Daumen!“), lag der Durchschnitt jedoch bei nur noch drei Minuten und 11,5 Sekunden, wie Lysann Damisch und ihre Kollegen Barbara Stoberock sowie Thomas Mussweiler von der Universität zu Köln ermitteln konnten. Kosmische Kräfte spielen dabei zwar keine Rolle. Sehr wohl aber die Gewissheit, dass man seine Aufgabe nicht gänzlich allein bewältigen muss, sondern dass da noch jemand ist, der mit einem und für einen ist.




Was macht glücklich?

Auf der Suche nach dem Königsweg zum Glück beschäftigen sich Wissenschaftler bereits seit mehreren Jahrzehnten mit der Frage: Was macht glücklich? In diversen Studien wurden dabei immer wieder verschiedene Glücksfaktoren identifiziert, mal aus der Psychologie, mal aus den Sozialwissenschaften oder der Ökonomie. Einige der Punkte, die Einfluss auf das Glück haben können, sind…

  • Eine ausgeprägte Resilienz, um mit Herausforderungen und Schicksalsschlägen umgehen und diese überwindenzu können.
  • Stabile Beziehungen, die langfristig anhalten und begleiten.
  • Ein Gefühl von Sicherheit.

Im Kern aber eint sie eine simple Erkenntnis über das Glück:

Glück ist kein Glücksfall, sondern eine individuelle Einstellungssache, eine Attitüde.

Am Ende kommt es vor allem darauf an, wie wir selbst die Dinge sehen und beurteilen – und was für uns persönliches Glücks ausmacht. Die einen verbinden damit ein kurzweiliges Gefühl, ein subjektives Wohlbefinden, einen Glücksmoment – etwa während sie mit guten Freunden zusammen sind. Andere assoziieren damit das Gefühl, nachdem sie ein Projekt erfolgreich abgeschlossen haben.

Gleichzeitig weiß man heute: Glück ist keine Folge von Reichtum. Ebenso wenig sind kluge oder attraktive Menschen glücklicher als andere. Und selbst schwere Unfälle mit dramatischen körperlichen Folgen (Amputation, Querschnittslähmung) müssen Menschen nicht unglücklich machen. Was Menschen glücklich macht, ist letztlich so vielschichtig wie Erdsediment.

Oder anders ausgedrückt: Jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich und damit seines Glückes Schmied. Individuelles glück ist das Resultat aus selbstbestimmten Handeln.

Wer glaubt, in seinen Entscheidungen frei zu sein und deshalb sein eigenes Glück in der Hand zu haben, ist in der Regel glücklicher. Solche Menschen schaffen einen Ausgleich zwischen dem, was sie haben und dem, was sie wollen.

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Sprüche und Zitate zum Glück

Glück Zitate Sprüche Erkenntnisse TippsMit dem Glück beschäftigen sich die Menschen seit jeher – auch zahlreiche berühmte Persönlichkeiten haben bereits ihre Meinungen, Ideen, Vorstellungen und Erkenntnisse zum Glück kundgetan. So gibt es viele Zitate und Sprüche rund um das Glück, von denen wir einige für Sie zusammengestellt haben:

  • Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen. Theodor Fontane
  • Glück, das ist einfach eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis. Ernest Hemingway
  • Glücklich ist, wer das, was er liebt, auch wagt, mit Mut zu beschützen. Ovid
  • Treue üben ist Tugend, Treue erfahren ist Glück. Marie von Ebner-Eschenbach
  • Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält. Seneca
  • Glück ist ein Parfüm, das du nicht auf andere sprühen kannst, ohne selbst ein paar Tropfen abzubekommen. Ralph Waldo Emerson
  • Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich. Hermann Hesse
  • Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind. Albert Schweitzer
  • Glück ist Selbstgenügsamkeit. Aristoteles
  • Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden. Nicolas Chamfort
  • Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben. Abraham Lincoln
  • Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. Søren Kierkegaard
  • Das Glück wohnt nicht im Besitze und nicht im Golde, das Glücksgefühl ist in der Seele zu Hause. Demokrit
  • Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern. Konfuzius
  • Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge. Wilhelm Busch

Tipps für mehr Glück im Alltag

Interessant ist, dass sich unser Verständnis von Glück mit den Jahren ändert. Im Laufe des Lebens sind es zunehmend die kleinen, alltägliche Dinge die glücklich machen: ein ausgiebiges Frühstück, ein schöner Sonnenuntergang oder eine heiße Tasse Tee im Winter.

Im Alter wird es zunehmend wichtig, gelassen mit verpassten Chancen umzugehen. Zu viel Reue kann das Glück vermiesen. Erneut ist es eine Frage der Einstellung: Sind Sie glücklich mit dem, was passiert ist oder beschäftigen Sie sich nur mit dem Gedanken Was hätte sein können?

Doch auch im Alltag können Sie eine Menge tun, um Ihrem Glück auf die Sprünge zu helfen:

  • Helfen Sie Ihren Mitmenschen

    Der Mensch ist ein soziales Wesen. Alles, was die zwischenmenschliche Beziehungen stärkt, macht glücklich. Wie heißt es so schön „Geben ist seliger denn nehmen“. Geld, das wir beispielsweise an andere geben, macht uns glücklicher als es für sich selbst auszugeben. Doch auch kleine Gesten der Hilfsbereitschaft sorgen sofort für mehr Glück.

  • Lächeln Sie

    Unserem Gehirn ist es egal, ob wir aus Freude oder grundlos lächeln. Die daran beteiligten Muskeln signalisieren den grauen Zellen so oder so, dass gegrinst wird, woraufhin diese Glückshormone freisetzen. Diese wirken wiederum entzündungshemmend, schmerzstillend sowie Angst lösend und verbessern die Wahrnehmung. Für mehr Glücks reicht es also schon aus, häufiger zu lächeln.

  • Akzeptieren Sie Fehler und Rückschläge

    Das Leben läuft nicht perfekt. Wer sich über jeden Fehler ärgert und sein Glück von Perfektion abhängig macht, kann nicht glücklich werden. Erinnern Sie sich immer wieder daran, dass Fehler und Rückschläge dazu gehören – und dass diese Ihrem Glück nicht im Weg stehen müssen.

  • Planen Sie etwas

    Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Der Verzögerungsgenuss ist oft eine echte Glücksquelle. Beschäftigen Sie sich gedanklich nicht nur mit der Gegenwart und möglichen Problemen, die Sie lösen müssen. Schweifen Sie schon einmal in die Zukunft ab und freuen Sie sich auf das, was bald kommt. Beispielsweise, die Vorfreude auf einen langersehnten Urlaub oder das freie Wochenende mit dem Partner. Die Gedanken an dieses besondere Ereignis steigern automatisch die Laune.

  • Treiben Sie Sport

    Sport, und wenn es nur ein paar Minuten sind, gilt als eines der besten Mittel, um das Wohlbefinden zu steigern. Physische Aktivitäten wie Laufen halten Sie nicht nur körperlich fit. Wer seinen Körper bewegt, setzt Endorphine frei, baut Stresshormone ab und schafft Distanz zu den Problemen des Alltags. Ein wahres Wundermittel für mehr Glück.

  • Entscheiden Sie eigenständig

    Sie tun etwas nur, weil Sie die Erwartungen anderer erfüllen wollen? Hin und wieder mag das notwendig sein, auf lange Sicht macht das jedoch unglücklich. Dieses Gefühl der Eigenständigkeit ist nicht nur befreiend, sondern macht auch glücklich, weil Sie endlich tun, was Sie selbst wollen.

  • Verbringen Sie Zeit an der frischen Luft

    Spazieren, Radfahren, Wandern – Aktivitäten an der frischen Luft heben die Stimmung. Bereits fünf Minuten körperliche Aktivität im Grünen verbessern Stimmung und Selbstwertgefühl deutlich. Die Natur hat eine entspannende Wirkung.

  • Seien Sie spontan

    Überraschungen oder unerwartete Ereignisse, können unsere Stimmung von einem Moment auf den anderen heben. Wenn Sie beispielsweise Ihren Kaffee vom netten Verkäufer geschenkt bekommen, löst das positive Gefühle aus. Dopamin wird ausgeschüttet, wirkt anregend und steigert die Wahrnehmungsfähigkeit. Denselben Effekt können Sie erzielen, wenn Sie spontan sind.

  • Stellen Sie sich einer Herausforderung

    Wem etwas gelingt, was er bisher nicht geschafft hat, oder wer etwas Neues dazulernt, stimuliert damit das Belohnungszentrum in seinem Gehirn. Wir empfinden Freude und Spaß bei einer Tätigkeit, die uns gelingt und leicht fällt. Im Anschluss können Sie stolz auf Ihre Leistungen sein – und das macht ungemein glücklich.

  • Verbringen Sie viel Zeit mit Familie und Freunden

    Wer seine Lieben vernachlässigt, fühlt sich einsam und ausgeschlossen. Erst die Beziehung zu anderen Menschen macht das Leben lebenswert. Denn zwischenmenschliche Beziehungen beeinflussen das Wohlbefinden. Gemeinsam verbrachte Zeit, stärkt das Selbstwertgefühl und verleiht Rückhalt.

Zudem gilt: Sie müssen gar nicht unbedingt mehr machen, um Glück zu empfinden. Vielleicht müssen Sie auch Gewohnheiten und Denkweisen ablegen. Diese zum Beispiel:



Die Vorstellung, es allen recht machen zu wollen

Bereits Platon erkannte, dass diese Einstellung nur einem selbst schadet als er sagte: „Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg – es allen recht machen zu wollen“. Wer immer aalglatt durchs Leben läuft und darauf bedacht ist nirgendwo anzuecken, verbiegt sich letztlich selbst.

Der Versuch, alles zu kontrollieren

Jeder kennt sie, die Kontrollfreaks, die versuchen jede Kleinigkeit Ihres Lebens zu kontrollieren. Oft geht damit eine Angst vor Veränderungen und Fehlern einher. Doch mit dem Zwang alles im Leben zu planen und zu kontrollieren, nehmen Sie sich selbst ein Stück Lebensqualität. Klappt mal etwas nicht so, wie Sie sich das vorgestellt haben, drohen Sie dann daran zu zerbrechen. Wer lernt, sich auf Veränderungen einzulassen, ist glücklicher.

Die Bewertung durch andere

Wer sein Selbstwertgefühl von der Bewertung durch Mitmenschen abhängig macht, ist immer auf der Suche nach neuer Bestätigung. Bleibt diese aus, wird an der eigenen Person gezweifelt. Halten Sie sich selbst jedoch für einen wertvollen Menschen, festigt das Ihr Selbstvertrauen. Es ermöglicht Ihnen Kritik besser anzunehmen.

Die Wut auf Ihre Mitmenschen und Ihr Umfeld

Bei einigen Arbeitnehmern vergeht nicht ein Tag, an dem sie sich nicht über ihrer Kollegen, ihren Chef oder ihre Kunden ärgern. Damit schaden Sie sich aber vor allem selbst, ohne etwas an der Situation zu ändern. Sie stressen sich, der Herzschlag beschleunigt sich und die Spannung der Arterien steigt. Wut und Ärger sind erschöpfend und führen zu einem Tunnelblick. Wer jedoch gelassen mit ärgerlichen Umständen umgeht, sieht alle Optionen, die sich bieten.

Die Frage „Was wäre wenn?“

Sorgen sind Gedanken und Phantasien, die um mögliche Gefahren in der Zukunft kreisen. Unablässig stellt man sich die Frage: Was wäre wenn? Dienen Sorgen zur Vermeidung sind sie nützlich. Sorgt man sich jedoch um Dinge, die man selbst nicht beeinflussen kann, verschwendet man kostbare Energie. Damit vergisst man leicht, sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren.

Der Gedanke, alles drehe sich um die eigene Person

Es gibt Menschen, die jede negative Äußerung des Chef oder der Kollegen auf sich beziehen. Fakt jedoch ist, dass viele so mit Ihrem eigenen Leben beschäftigt sind, dass sie nur ein Ventil brauchen, um Dampf abzulassen. Beziehen Sie den Frust der anderen nicht auf sich selbst.

Die negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit

Jeder Mensch macht Fehler. Sich dauerhaft selbst dafür zu zerfleischen, bremst Sie aus. Sie trauen sich nicht mehr Neues auszuprobieren oder unkonventionell zu denken. Kurz nachdem Sie einen Fehler gemacht haben, sollten Sie die Situation analysieren. Woran hat es gelegen? Was ist schief gelaufen? Wurde der Schaden begrenzt und nach der bestmöglichen Lösung gesucht, ist es Zeit für Sie damit abzuschließen. Sie haben wertvolle Erfahrungen aus diesem Fehler gewonnen und nun sollten Sie sich wieder mit voller Motivation neuen Herausforderungen stellen.




25 weitere Wege, um glücklicher zu werden

Glück Tipps: 25 Wege glücklicher zu werdenEine allgemeingültige Glücksformel gibt es zwar nicht. Aber es gibt ein paar Punkte, die potenziell glücklicher machen können. Einen Katalog mit 25 kleinen Dingen im Leben, die glücklich machen, haben wir für Sie erstellt. Diesen können Sie HIER als PDF herunterladen.

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Wie andere unser Glück beeinflussen

Psychologen wissen heute, dass wir unseren Zufriedenheitsindex daran messen, wie glücklich unser Umfeld, also die Kollegen, die Freunde, die Familienmitglieder sind. Mehr noch: Wir vergleichen unser eigenes Glücksempfinden ständig mit anderen Menschen – selbst wenn wir diese gar nicht kennen. Wenn wir beispielsweise nur von jemandem lesen oder gerade einen neuen Kontakt geknüpft haben.

Eigentlich Unsinn. Und doch haben ist der Einfluss auf unser Wohlbefinden massiv. Damit verbunden ist nämlich ein großes Problem, dass der Stanford-Professor Alexander Jordan in einer Studie beleuchtet hat: Wir neigen dazu, andere viel glücklicher einzuschätzen, als diese tatsächlich sind.

Die Probanden in seiner Studie sollten schätzen, wie glücklich beziehungsweise unglücklich die jeweils anderen Teilnehmer sind. Im Schnitt lagen die Antworten um 20 Prozent daneben und überschätzten das Glück der anderen.

Oder anders formuliert: Sie gingen davon aus, dass alle anderen wesentlich glücklicher waren, als sie selbst. Dabei handelte es sich um eine einander völlig fremde, zufällig ausgewählte Gruppe.

Als das Experiment mit dem Freundeskreis einiger Probanden wiederholt wurde, zeigte sich jedoch das gleiche Ergebnis. Die Teilnehmer unterstellten ihren Freunden durchweg eine höhere Zufriedenheit, als es tatsächlich der Fall war.

Die wichtigste Erkenntnis daraus: Reden Sie sich nicht ein, dass Sie unglücklich sind, weil Sie das Gefühl haben, alle anderen wären zufriedener als Sie selbst. Das führt nur in eine emotionale Negativspirale.

Am Ende ist ohnehin nur Ihr persönliches Glück wichtig, also verzichten Sie besser auf den Vergleich und konzentrieren Sie sich nur auf sich selbst.

Warum Sie Glück und Erfolg nicht verwechseln sollten

Glück Definition Psychologie Tipps glücklich werdenViele Menschen machen den Fehler, Glück und Erfolg gleichzusetzen oder die beiden zu verwechseln. Wenn ich das erreicht habe, werde ich glücklich sein. Haben Sie sich schon einmal bei diesem Gedanken erwischt? Keine Sorge, Sie sind nicht allein. Es ist ein weit verbreiteter Glaube, der leider nicht aufgeht. Ausgelöst wird er durch die Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation. Der Job frustriert, die Wohnung gefällt nicht mehr oder das Auto hat weniger PS als der neue Flitzer vom Kollegen.

Wenn ich eine Beförderung erhalte, in ein großes Haus ziehe oder mir auch einen neuen Sportwagen kaufe, werde ich sofort glücklicher sein. Genau hier liegt der Trugschluss, denn selbst wenn all diese Dinge erreicht sind, sind sie kein Garant für mehr persönliches Glück.

Im Grunde ist Erfolg nichts anderes als ein Maßstab für Leistungen. Er zeigt, wie gut – oder eben schlecht – wir in einer bestimmten Sache sind. Mit dem individuell empfundenen Glück hat das erst einmal gar nichts zu tun. Das gilt ebenso für Geld und Reichtum. Steigendes Einkommen macht nicht automatisch glücklicher.

Erfolg und Glück werden so oft verwechselt, weil wir uns blenden lassen. Von materiellen Dingen oder der Fassade, die andere nach außen präsentieren. Dabei sind die Dinge, die man nicht sehen kann, die wahren Ursachen für Glück – auch im Job. Welche Faktoren im Job einer Studie zufolge wirklich glücklich machen, haben wir in diesem kostenlosen PDF für Sie aufgelistet.

[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]
21. Januar 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.


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