Syda Productions/shutterstock.comGlücklich sein – das ist die Motivation, die uns alle antreibt. Zwei Wörter, das klingt so simpel und doch ist es überaus schwer zu beantworten, was glücklich macht. Ist es viel Geld? Sind es schöne Dinge? Sind es die Menschen, die einen umgeben? Die Glücksforschung, ein interdisziplinärer Forschungszweig aus Sozialwissenschaftlern, Ökonomen und Psychologen, hat sich entwickelt, um das Geheimnis hinter dem abstrakten Begriff “Glück” zu lüften. Der anstehende Jahreswechsel – eine Zeit, in der die Uhren langsamer ticken – bietet die Gelegenheit zu überlegen, wie zufrieden Sie aktuell sind. Anregungen, die Ihnen helfen können, glücklicher durchs Leben zu gehen…

Woher der Begriff Glück stammt

Etymologisch taucht Glück bei uns zuerst um 1160 im Mittelhochdeutschen auf – als g(e)lücke. Es leitet sich vom Verb gelingen ab, das wiederum von leicht abstammt. Glück ist also ursprünglich etwas, das einem leicht gelingt.

Glück - Was ist das eigentlich?

Der Soziologe Ruut Veenhoven von der Erasmus-Universität Rotterdam widmet sich der Untersuchung von Glück. Er erstellte mit der "World Database of Happiness" die größte Datenbank zum Thema, in der Forschungsergebnisse und Publikationen festgehalten werden.

Veenhoven beschreibt Glück folgendermaßen:

Glück ist das Maß oder der Grad, in dem ein Mensch mit der Qualität seines eigenen Lebens insgesamt zufrieden ist. Anders ausgedrückt bezeichnet Glück das Maß, in dem man das eigene Leben mag.

Der Soziologe ist der Meinung, dass sich Glück in zwei Komponenten widerspiegelt:

  1. Der Stimmung: Wie angenehm empfinden wir die Gefühle, die wir haben und
  2. Der Zufriedenheit: Jeder Mensch hat eine Vorstellung, wie sein Leben aussehen soll. Zufriedenheit ist die subjektive Einschätzung, inwieweit die aktuelle Situation den eigenen Vorstellungen entspricht.

Beide Komponenten lassen sich messen und auf einer Skala von 0 (ausgesprochen unzufrieden) bis 10 (ausgesprochen zufrieden) wiedergeben. Die Deutschen liegen bei einem Wert von durchschnittlich 7,2.

Was macht glücklich?

Subbotina Anna/shutterstock.comDie Antwort auf diese Frage ist meistens sehr individuell. Der Wirtschaftswissenschaftler Richard Easterlin verglich 1974 die Ergebnisse aus Umfragen über Zufriedenheit mit dem Einkommen in verschiedenen Ländern. Dabei stellte er fest, dass ein steigendes Einkommen ab einer bestimmten Grenze nicht automatisch einen Anstieg der Zufriedenheit bedeutete. Damit konnte Easterlin zeigen, dass Geld allein nicht glücklich macht.

In dem Dokumentarfilm "Glücksformeln - Vom Suchen und Finden eines Lebensgefühls", an dem Veenhoven mitwirkte, wird erläutert, dass es nicht den Schlüssel zum Glück gibt. Vielmehr sei Glück wie ein Rezept, das aus mehreren Bestandteilen bestehe. Damit ist Geld nur eine von vielen Zutaten.

Für Veenhoven gliedern sich die Glücksbedingungen in:

  • Lebenschancen: Individuelle Fähigkeiten, soziale Stellung, soziale Gleichheit in der Gesellschaft, wirtschaftliches Wohlergehen, politische Freiheit.
  • Erfahrungen: Die Konfrontation mit beispielsweise Mangel und Überfluss, Einsamkeit und Gemeinschaft, Routine und Herausforderung, Schutz und Angriff.

Der Unterschied zwischen glücklichen und unglücklichen Menschen

Es gibt allerdings auch eine Studie, die älter ist als all die anderen Glücksstudien. Sie stammt aus Harvard und ist eine der vielleicht umfangreichsten Langzeitstudien der vergangenen Jahre. George Vaillant, Psychiatrieprofessor in Harvard und selbst 75 Jahre alt, hat sie seit 42 Jahren (!) geleitet.

Als die Studie losging, war er allerdings selbst noch ein Kind: 1937 begann der damalige Leiter der Health Services in Harvard, Arlie Bock, damit zu untersuchen, was Menschen glücklich macht. Dazu verpflichtete er 268 Probanden: junge Studenten, die bereit waren, sich ein Leben lang medizinischen Tests zu unterziehen, Interviews zu geben, Fragebögen auszufüllen. Für die Forscher eine scheinbar endlose Sisyphus-Arbeit.

Das Leben der anderen zu studieren, hat Vaillant dennoch einige Erkenntnisse beschert: Die Wichtigste ist vielleicht die, dass Glück kein Glücksfall ist, sondern machbar. Größtenteils.

Das Rezept dazu: gesund essen, nicht rauchen, Alkohol nur in Maßen trinken, bis zur Lebensmitte in einer stabilen Beziehung leben und auch im Ruhestand noch aktiv bleiben – körperlich wie geistig. Die Erstaunlichste Aussage Vaillants ist deshlab eher die: "Das Einzige, worauf es wirklich ankommt, sind Beziehungen." Und genau das unterscheidet dann die Glücklichen von den Unglücklichen: Wie sie mit den Schicksalsschlägen umgehen, mit denen sie das Leben herausfordert – wie gut, wie leicht und wie schnell sie die Tiefschläge überwinden. Resilienz heißt diese Eigenschaft im Fachjargon.

Was Sie über das Glücklichsein noch nicht wussten

  • Glückliche Menschen reden mehr. Ein Team von Wissenschaftlern um Matthias R. Mehl von der Universität von Arizona ließ für eine Studie 79 Freiwillige vier Tage lang ein elektronisches Aufnahmegerät tragen. Alle zwölf Minuten schaltete sich das Gerät für 30 Sekunden lang an und nahm die Gespräche der Probanden auf. Diese wurden dann von dem Forschungsteam ausgewertet und danach unterteilt, ob es sich um Smalltalk oder tiefgründige Konversation handelte. Auch wurden die Probanden danach befragt, wie gut sie sich fühlten. Es kam heraus, dass die glücklichen Teilnehmer 25 Prozent weniger Zeit alleine verbrachten und sie führten doppelt so viele tiefgründige Gespräche.
  • Glück ist ansteckend. Dass Emotionen beim persönlichen Kontakt ansteckend sind, ist bekannt, doch Nicholas Christakis von der Yale Universität und James Fowler von der Universität von Kalifornien fanden heraus, dass das auch für die Kommunikation im Internet zutrifft. Dafür analysierten sie den Status auf Facebook. Das Ergebnis: Jede positive Statusnachricht zog durchschnittliche etwa zwei positive Statusnachrichten im Freundeskreis nach sich.
  • Erinnerungen machen glücklich. Das Gedächtnis speichert Erlebnisse, die uns prägen. Und immer sind Gefühle mit im Spiel. Der US-Hirnforscher Antonio Damasio konnte in seinen Studien zeigen: Was mit starken Emotionen verbunden ist, gelangt automatisch in unser Langzeitgedächtnis. Ein Bild, ein Duft, eine Melodie - all das kann die Erinnerungen an schöne Momente wiederbeleben und löst die damit verbundenen Emotionen aus.
  • Stärken trainieren macht glücklich. Wer seine Charakterstärken trainiert, steigert zugleich sein Wohlbefinden. Das ist das Ergebnis einer breit angelegten Studie eines Psychologenteams um Willibald Ruch, René Proyer und Claudia Buschor von der Universität Zürich. Für die Studie hatte das Forscherteam 178 Erwachsene nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt: Während die eine Gruppe über einen Zeitraum von zehn Wochen die Stärken Neugier, Dankbarkeit, Optimismus, Humor und Enthusiasmus trainierte, konzentrierte sich die andere Gruppe auf Eigenschaften wie Sinn für das Schöne, Kreativität, Freundlichkeit, Liebe zum Lernen und Weitsicht. Die dritte Gruppe fungierte als Kontrollgruppe und hatte keinerlei Übungen zu absolvieren. Wer Neugier, Dankbarkeit, Optimismus, Humor und Enthusiasmus trainiert hatte, zeigte einen bedeutsamen Anstieg der Lebenszufriedenheit.
  • Anerkennung macht glücklich. Das jedenfalls sagt der Psychologe Cameron Anderson von der Universität von Kalifornien in Berkeley, der dazu geforscht hat. Psychologen um Cameron Anderson stellten nun die Hypothese auf, dass ein hoher soziometrischer Status, den jemand durch Anerkennung von Seiten seiner Mitmenschen erreicht, mehr zum subjektiven Wohlbefinden beiträgt, als ein durch materiellen Reichtum bedingter hoher sozioökonomischer Status. Für seine Studie befragte der Wissenschaftler zunächst 80 Studenten aus zwölf verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Universitäten. Und siehe da: Es zeichnete sich eine deutliche Verbindung zwischen subjektivem Wohlbefinden und dem Ausmaß an Anerkennung ab. Allerdings: So stark die Anerkennung wirkt, so fragil ist das Glücksempfinden auch und so lange hallt es auch nach, wenn wir beispielsweise sozial abstürzen.
  • Geld macht doch glücklich. Glücksforscher beschäftigen sich bereits seit den Sechziger Jahren mit der Frage, was glücklich macht. Die Klassiker sind dabei Gesundheit, gute Beziehungen und Freundschaft. Doch was ist mit Geld? Im Volksmund sagt man, dass es nicht glücklich macht. Stimmt aber nicht - zumindest nicht ganz. Mehr Geld macht sehr wohl glücklich – aber nur bis zu einer Einkommensgrenze von 5000 Euro netto. Nicht gerade wenig – und mehr als genug, um nicht jeden Euro rumdrehen zu müssen und einen hohen Sozialstatus zu besitzen – und der spiele dabei die eigentliche Rolle, sagt zum Beispiel der Glücksforscher Karlheinz Ruckriegel.
  • Glücklichsein ist Einstellungssache. Glück ist eine Attitüde – nichts, das man erkaufen oder kontrollieren könnte. Obwohl es keine allgemeingültige Glücksformel gibt, haben Glücksforscher folgendes herausgefunden: Wer glaubt, in seinen Entscheidungen frei zu sein und deshalb sein eigenes Glück in der Hand zu haben, ist meist glücklicher. Selbstbestimmtes Handeln ist also ein entscheidender Faktor.

Wie andere unser Glück beeinflussen

William Perugini/shutterstock.comPsychologen wissen, dass wir unseren individuellen Zufriedenheitsindex stets daran messen, wie glücklich unser Umfeld, also die Kollegen, die Freunde, die Familienmitglieder sind. Mehr noch: Wir vergleichen unser eigenes Glücksempfinden auch mit reichlich fiktiven Figuren – mit Menschen etwa, die wir nur aus der Zeitung kennen, aus dem Internet oder denen wir auf der Straße begegnen. Also eine mehr als fragwürdige Methode.

Und doch hat sie massiven Einfluss auf unser Wohlbefinden. Ein Phänomen, das auch den Stanford-Professor Alexander Jordan und einige Kollegen zu einer bemerkenswerten Studie animiert hat.

Die Wissenschaftler baten ihre Probanden, aufzuzählen, wie oft sich diese in der jüngeren Vergangenen unglücklich gefühlt hätten. Anschließend sollten die Teilnehmer eine Art Glücksindex für die gesamte Gruppe schätzen. Das Verblüffende daran: Jedes Mal unterschätzten die Probanden den tatsächlichen Frust aller anderen um rund 20 Prozent. Oder anders formuliert: Sie gingen davon aus, dass alle anderen wesentlich glücklicher waren, als sie selbst. Und dabei handelte es sich noch um einander völlig fremde, also zufällig ausgewählte Versuchsteilnehmer.

Deshalb wiederholte Jordan das Experiment – diesmal mit dem Freundeskreis einiger Probanden. Jetzt wurden die Probanden gebeten, über einige Wochen hinweg ein Tagebuch zu führen und dort positive wie negative Gefühlslagen zu notieren. Dies wurde wiederum verglichen mit den Aussagen der Freunde über den Glückszustand der jeweils anderen. Auch hier dasselbe Resultat: Die Teilnehmer unterstellten ihren Freunden durchweg eine höhere Zufriedenheit, als es tatsächlich der Fall war.

In einer dritten Untersuchungsreihe stellten die Forscher zudem fest: Menschen, die ihr Umfeld als besonders glücklich einschätzen, tendieren dazu, sich selbst einsam und unzufrieden zu fühlen. Die Ironie daran: Wer sich ohnehin schon niedergeschlagen und unglücklich fühlt, unterstellt seinem Umfeld erst recht, es viel besser zu haben und zufriedener zu sein. So entsteht ein sich selbst verstärkender Effekte und eine emotionale Negativspirale.

Erstaunlich: Wir Menschen sind offenbar Meister darin, unsere wahren Gefühle – die negativen vor allem – vor anderen zu verbergen. Deshalb denken andere leichtfertig, es würde uns besser gehen als ihnen selbst, was ganz offensichtlich ein Wahrnehmungsfehler ist.

Wer positive Erfahrungen teilt, verdoppelt sein Glück

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Aber ist dann umgekehrt geteiltes Glück gleich doppelte Freude? “Oh ja!”, sagt Nathaniel Lambert von der Brigham Young Universität. Er hat diese Frage wissenschaftlich untersucht und ist exakt zu diesem Ergebnis gelangt: Wer seine positiven Erfahrungen, Erfolgsgeschichten und Glücksmomente teilt, verdoppelt das Glück.

Einen Monat dauerte das Experiment von Lambert und seinen Kollegen. Dabei wurden nicht nur regelmäßig das Glücksempfinden und die Lebenszufriedenheit der Probanden per Fragebogen gemessen. Ein Teil der Teilnehmer wurde ebenso gebeten, mindestens zweimal pro Woche positive Erfahrungen mit Freunden oder Bekannten zu teilen. Wie war egal: mündlich, schriftlich, fernmündlich – alles erlaubt. Die Kontrollgruppen indes notierten solche Glücksmomente lediglich für sich selbst (oder gar nicht).

Erstaunlich: Wer von seiner Lebensfreude weitererzählte, war hinterher nicht nur merklich zufriedener – er war sich der guten Dinge in seinem Leben auch bewusster.

7 Dinge, die Sie aufgeben sollten, um glücklicher zu sein

Morguefile.comDa Glück etwas Individuelles und sehr Persönliches ist, entscheiden in erster Linie Sie selbst darüber, wie glücklich Sie sind. Wie heißt es doch so schön: Jeder ist seines Glückes Schmied. Manchmal führt die Änderung der eigenen Einstellung zu mehr Zufriedenheit.

Deswegen verabschieden Sie sich von folgenden Dingen:

  1. Der Vorstellung, es allen recht machen zu wollen: Bereits Platon erkannte, dass diese Einstellung nur einem selbst schadet als er sagte: "Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg – es allen recht machen zu wollen". Wer immer aalglatt durchs Leben läuft und sehr darauf bedacht ist nicht anzuecken, verbiegt sich letztlich selbst.
  2. Dem Versuch, alles zu kontrollieren: Jeder kennt sie, die Kontrollfreaks, die versuchen jede Kleinigkeit Ihres Lebens zu kontrollieren. Oft geht damit eine Angst vor Veränderungen und Fehlern einher. Doch mit dem Zwang alles im Leben zu planen und zu kontrollieren, nehmen Sie sich selbst ein Stück Lebensqualität. Klappt mal etwas nicht so, wie Sie sich das vorgestellt haben, drohen Sie dann daran zu zerbrechen. Wer lernt, sich auf Veränderungen einzulassen, ist glücklicher.
  3. Der Bewertung durch andere: Wer sein Selbstwertgefühl von der Bewertung durch Mitmenschen abhängig macht, ist immer auf der Suche nach neuer Bestätigung. Bleibt diese aus, wird an der eigenen Person gezweifelt. Halten Sie sich selbst jedoch für einen wertvollen Menschen, festigt das Ihr Selbstvertrauen. Es ermöglicht Ihnen Kritik besser anzunehmen.
  4. Der Wut auf Ihre Mitmenschen und Ihr Umfeld: Bei den meisten Arbeitnehmern vergeht nicht ein Tag, an dem sie sich nicht über ihrer Kollegen, ihren Chef oder ihre Kunden ärgern. Damit schaden Sie sich selbst, ohne etwas an der Situation zu ändern. Sie stressen sich, der Herzschlag beschleunigt sich und die Spannung der Arterien steigt. Wut und Ärger sind erschöpfend und führen zu einem Tunnelblick. Wer jedoch gelassen mit ärgerlichen Umständen umgeht, sieht alle Optionen, die sich bieten.
  5. Der Frage "Was wäre wenn?": Sorgen sind Gedanken und Phantasien, die um mögliche Gefahren in der Zukunft kreisen. Unablässig stellt man sich die Frage: "Was wäre wenn?". Dienen Sorgen zur Vermeidung sind sie nützlich. Sorgt man sich jedoch um Dinge, die man selbst nicht beeinflussen kann, verschwendet man kostbare Energie. Damit vergisst man leicht, sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren.
  6. Dem Gedanken, alles drehe sich um die eigene Person: Es gibt Menschen, die jede negative Äußerung des Chef oder der Kollegen auf sich beziehen. Fakt jedoch ist, dass viele so mit Ihrem eigenen Leben beschäftigt sind, dass sie nur ein Ventil brauchen, um Dampf abzulassen. Beziehen Sie den Frust der anderen nicht auf sich selbst.
  7. Den negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit: Jeder Mensch macht Fehler. Sich dauerhaft selbst dafür zu zerfleischen, bremst Sie aus. Sie trauen sich nicht mehr Neues auszuprobieren oder unkonventionell zu denken. Kurz nachdem Sie einen Fehler gemacht haben, sollten Sie die Situation analysieren. Woran hat es gelegen? Was ist schief gelaufen? Wurde der Schaden begrenzt und nach der bestmöglichen Lösung gesucht, ist es Zeit für Sie damit abzuschließen. Sie haben wertvolle Erfahrungen aus diesem Fehler gewonnen und nun sollten Sie sich wieder mit voller Motivation neuen Herausforderungen stellen.

Was im Alltag glücklich macht

Sunny studio/shutterstock.comInteressant ist, dass sich unser Verständnis von Glück mit den Jahren ändert. Im Laufe des Lebens sind es zunehmend die kleinen, alltägliche Dinge die glücklich machen: ein ausgiebiges Frühstück, ein schöner Sonnenuntergang oder eine heiße Tasse Tee im Winter. Acht Dinge, mit denen Sie täglich für kleine Glücksmomente sorgen können:

  1. Helfen Sie Ihren Mitmenschen. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Alles, was die zwischenmenschliche Beziehungen stärkt, macht glücklich. Wie heißt es so schön "Geben ist seliger denn nehmen". Geld, das wir beispielsweise an andere geben, macht uns glücklicher als es für sich selbst auszugeben.
  2. Lächeln Sie. Unserem Gehirn ist es egal, ob wir aus Freude oder grundlos lächeln. Die daran beteiligten Muskeln (Für ein Lächeln benötigen wir übrigens weit weniger Muskeln als für eine missmutige Miene) signalisieren den grauen Zellen so oder so, dass gegrinst wird, woraufhin diese Glückshormone freisetzen. Diese wirken wiederum entzündungshemmend, schmerzstillend sowie Angst lösend und verbessern die Wahrnehmung.
  3. Planen Sie etwas. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Der Verzögerungsgenuss ist oft eine echte Glücksquelle. Beispielsweise, die Vorfreude auf einen langersehnten Urlaub oder das freie Wochenende mit dem Partner. Die Gedanken an dieses besondere Ereignis steigern automatisch die Laune.
  4. Treiben Sie Sport. Sport, und wenn es nur ein paar Minuten sind, gilt als eines der besten Mittel, um das Wohlbefinden zu steigern. Physische Aktivitäten halten Sie nicht nur körperlich fit. Wer seinen Körper bewegt, setzt Endorphine frei, baut Stresshormone ab und schafft Distanz zu den Problemen des Alltags.
  5. Verbringen Sie Zeit an der frischen Luft. Spazieren, Radfahren, Wandern- Aktivitäten an der frischen Luft heben die Stimmung. Bereits fünf Minuten körperliche Aktivität im Grünen verbessern Stimmung und Selbstwertgefühl deutlich. Die Natur hat eine entspannende Wirkung.
  6. Seien Sie spontan. Überraschungen oder unerwartete Ereignisse, können unsere Stimmung von einem Moment auf den anderen heben. Wenn Sie beispielsweise Ihren Kaffee vom netten Verkäufer geschenkt bekommen, löst das positive Gefühle aus. Dopamin wird ausgeschüttet, wirkt anregend und steigert die Wahrnehmungsfähigkeit.
  7. Stellen Sie sich einer Herausforderung. Wem etwas gelingt, was er bisher nicht geschafft hat, oder wer etwas Neues dazulernt, stimuliert damit das Belohnungszentrum in seinem Gehirn. Wir empfinden Freude und Spaß bei einer Tätigkeit, die uns gelingt und leicht fällt.
  8. Verbringen Sie viel Zeit mit Familie und Freunden. Wer seine Lieben vernachlässigt, bereut das hinterher. Erst die Beziehung zu anderen Menschen macht das Leben lebenswert. Denn zwischenmenschliche Beziehungen beeinflussen das Wohlbefinden. Gemeinsam verbrachte Zeit, stärkt das Selbstwertgefühl und verleiht Rückhalt.

25 Wege glücklicher zu werden

Eine allgemeingültige Glücksformel gibt es also nicht. Aber es gibt ein paar Punkte und Rezepte, die potenziell glücklicher machen können. Einen Katalog mit 25 kleinen Dingen im Leben, die glücklich machen, haben wir für Sie erstellt. Diesen können Sie HIER als PDF downloaden.

[Bildnachweis: Syda Productions, Subbotina Anna, William Perugini, Sunny studio by Shutterstock.com]