Gehören Sie auch zu den Rittern der Schwafelrunde? Meetings sind in der Welt des Managements ein sakrosankter Begriff, dem die Attribute positiv, populär, produktiv anhaften. Manche Menschen verbringen die Hälfe ihrer Arbeitszeit in solchen Teamsitzungen. Was aber kaum einer zugibt: Nicht selten avancieren die Zusammenkünfte zu Marktplätzen der Eitelkeiten. Die Teilnehmer erscheinen unvorbereitet, wissen nicht was auf der Agenda steht oder was genau sie jetzt gleich erarbeiten sollen und driften deshalb ständig ab. Das langweilt, nervt, frustriert. Und ich bin sicher, auch Sie haben solche Erfahrungen schon häufiger gemacht oder werden sie vielleicht heute noch machen. Mein Beileid.
Und zur Aufmunterung hier noch 10 Dinge, die (vermutlich) jeder schon während eines Meetings gedacht hat:
Oder an was denken Sie so?

1. Kommentar
happy-buddha
01.10.08 um 16:58 Uhr
ähm..alte kekse essen ?? schmunzel
2. Kommentar
griesgram999
01.10.08 um 17:13 Uhr
Ich wollte noch nie aus dem Fenster springen, ich will immer die anderen raus werfen.
3. Kommentar
Markus Väth
01.10.08 um 17:52 Uhr
Kommt die Decke nicht immer näher?
Wieviel Uhr mag’s jetzt in Timbuktu sein?
Milch und Brot, Milch und Brot…
Ich wette, die rechte Taube fliegt zuerst weg.
Mist, jetzt habe ich wieder gegen mich selbst verloren.
Ich hätte als Klingelton nicht den Yankee Doodle Dandy einstellen sollen.
4. Kommentar
Martina Bloch
01.10.08 um 19:49 Uhr
- Das hat er beim letztenmal schon gesagt
- wieso ist die Luft immer so schlecht
- das nächstemal bin ich krank
- die Jungs könnten sich alle mal die Schuhe putzen
- und zum Friseur gehen
- wenn da Kuligeknacke nicht aufhört fang ich an zu schreien
- wann ist Feierabend?
Gott sei Dank ist die Zahl meiner Meetings sehr begrenzt, ein Vorteil der Selbständigkeit.
5. Kommentar
Andreas Rodler
01.10.08 um 20:47 Uhr
Ich denk mir meistens sowas in der Art: Sollte ich nicht lieber arbeiten statt hier blöd rumzusitzen?
6. Kommentar
Miriam Semrau
01.10.08 um 22:00 Uhr
Ich kann Martina Bloch nur zustimmen! Ergänzend hätte ich noch:
Wieso himmeln die den alle so an?
Wenn der noch etwas näher rückt, könnte ich meinen Kopf an seine Schulter lehnen und unbemerkt einschlafen.
Immer die gleichen Kekse, ich kann sie nicht mehr sehen.
Warum ist heute keine Feueralarmübung?
Ich hasse Leute, die sich beim Chef einschleimen, indem sie seine Phrasen wiederholen.
7. Kommentar
Karsten
01.10.08 um 22:04 Uhr
Vor ein paar Jahren war ich ein paar Mal in Meetings, in denen mein Haupt-Gedanke war: “Aber der Kaffee und Kuchen ist gut”. In letzter Zeit sind *diese* Meetings aber zum Glück selten.
8. Kommentar
Jochen Mai
02.10.08 um 05:49 Uhr
@Alle: Hahaha… bei vielen Kommentaren musste ich sehr lachen. Danke! Und bitte noch mehr davon… Muss gleich in ein Meeting…
9. Kommentar
Frank Hamm
02.10.08 um 05:50 Uhr
Fragen, die ich mir in Meetings viel zu oft gestellt habe:
- Warum gibt es keine Agenda?
- Was soll am Ende des Meetings eigentlich das Ergebnis sein (was soll ich erarbeiten)?
- Was hätte ich jetzt alles für andere Tätigkeiten vorbereiten können?
- Habe ich denselben Gesichtsausdruck wie meine Nachbarn?
10. Kommentar
Martina Bloch
02.10.08 um 08:18 Uhr
Danke, Frank Hamm, die Frage nach der Agenda, die hat wirklich gefehlt.
11. Kommentar
Tinkerbell
02.10.08 um 08:29 Uhr
-Wie kann ich den zweiten Teller Kekse auch unauffällig zu mir rüberziehen?
-Wie oft kann ich innerhalb eines Meetings das WC aufsuchen ohne das es auffällt?
-Und wie lange kann ich maximal bleiben?
-Wieviele Kekse kann ich essen ohne dass es auffällt?
Sehr schöner Beitrag, der macht das Meeting gleich sehr viel leichter! Danke!
12. Kommentar
Markus Väth
02.10.08 um 10:14 Uhr
Okay, hier mal der Versuch einer Verbesserung. Folgendes sollte für ein gelungenes Meeting gelten:
- Klare TOP / Agenda
- Festlegung von Anfang und Ende, “Kultur der Pünktlichkeit”
- Angenehme Atmosphäre (Raum, Größe, Klima, Material, Getränke)
- Festlegung einer Leitung (das Rotationsprinzip hat sich übrigens nicht bewährt)
- Festhalten an den TOP
- Alle Anwesenden einbeziehen
- Entscheidungen treffen !
- Kreative Ideen fördern
- Über bisherige Meetings reflektieren
Soviel aus Nürnberg, zurück ins Funkhaus!
13. Kommentar
Alexander
02.10.08 um 10:50 Uhr
Das wichtigste Tool für große Besprechungen:
Sudoku auf dem Smartphone.
So wird man wenigstens geistig angeregt.
14. Kommentar
Tobias
02.10.08 um 11:07 Uhr
@Markus Väth
Entscheidungen treffen DIREKT IN MEETINGS?
Welch Utopie *grins
15. Kommentar
frank
02.10.08 um 11:35 Uhr
Spätestens seit gestern sollte klar sein, wie man Meetings extrem erfolgreich gestaltet. Und das ganz ohne eigene Wortmeldung. Das kann man vom Ehrenvorsitzenden der CSU lernen. Es ist dringend erforderlich, zu einem Meeting eine eigene silberne Teekanne und Kekse mitzubringen. Tee trinkend und Kekse tunkend kriegt man den da vorne mit Genuss von der Bildfläche.
16. Kommentar
Matthias Schwenk
02.10.08 um 12:11 Uhr
Wie weiter oben schon erwähnt: Unpünktlichkeit ist der beste Einstieg in ein unproduktives Meeting. Wie oft muss man auf eine “wichtige” Person warten, die leider dringend noch was erledigen muss und dann natürlich nicht nur zu spät, sondern auch noch unvorbereitet erscheint….
17. Kommentar
Frank Hamm
02.10.08 um 12:56 Uhr
Hm, wir arbeiten hier ernsthaft, kommentieren uns die Seele aus dem Leib und Jochen Mai scheint sich immer noch im Meeting zu amüsieren (“Bullshit… Bingo!”) :-D
18. Kommentar
Jochen Mai
02.10.08 um 13:13 Uhr
Nee, nee. Ich arbeite vor allem, sogar in Meetings…
Und Kommentare schreibe ich auch. q.e.d.
19. Kommentar
Ewald Dietrich
06.10.08 um 15:34 Uhr
Ich bin immer voll konzentriert bei der Sache. Ich frage mich nur, bei welcher.
20. Kommentar
meistermochi
01.01.09 um 23:27 Uhr
“warum schokokekse im sommer”
…ist auch nett.
Trackbacks
Sagen Sie ihre Meinung!
Folgendes HTML ist in den Kommentaren verwendbar: <a> <em> <strong>