Meetings sind Brutstätten allerlei denkwürdiger psycho-sozialer Phänomene. Nicht wenige Menschen verbringen die Hälfte ihrer Arbeitszeit in Konferenzräumen, diskutieren Wenns und Abers, malen auf Flipcharts und ziehen sich eine um die andere Powerpointfolie rein – und mögen doch nicht zugeben, was sie längst spüren: Dass solche Zusammenkünfte zuweilen alles andere als effizient sind. Die dort versammelten Mitarbeiter berauschen sich an der fortwährenden Kakophonie der Gedanken, inhalieren sich selbst und mühen sich darum, möglichst viel Redezeit und Aufmerksamkeit für sich zu beanspruchen – sei es durch geschicktes Phrasendreschen, hochspuriges Zahlenzitieren oder schlichtes Namedropping. Als die Kieler Managementberaterin Angelika Behnert die Sinnhaftigkeit solcher Meetings untersuchte, stellte sie ernüchtert fest: Bis zu 30 Prozent davon kann man sich getrost schenken. Kein Wunder, dass selbst 30 Prozent der Manager inzwischen eine Meeting-Intoleranz entwickeln und solche Sitzungen für unproduktiv bis überflüssig halten.

Anwesend sind die Leute natürlich trotzdem. Aber was denken Sie sich dabei? “Ob er in diesem Leben noch zum Punkt kommt?” oder “Die 80er Jahre haben angerufen: Sie wollen ihre Krawatte zurück.” Um es genauer zu wissen, habe ich bei Twitter eine Umfrage zum Stichwort #Meetinggedanken gemacht. Ich habe nicht genau gezählt, wie viele mitgemacht haben – aber es waren viele, sehr viele. Eine Auswahl der Antworten gibt es jetzt. Allen, die teilgenommen haben: Vielen Dank!

armselig
hrmarkus
mfedorec
sunweaving
danyo_
danielrettig
cmdrcool
agreisle
terrorzicke
knueppelklaus
loxsion
fwhamm
lanzenheim
saschagrafie
s_hoenig
ds_macs
blogbeutel
mashupstream
aelmer
flohe
phantomschmerz
derwebworker
joergoyen

Absolut überragend aber die Terrorzicke:

terrorzicken

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