Was erwartet mich im Jobinterview?
Das Jobinterview (synonym: Vorstellungsgespräch) bildet in Deutschland die zweite wichtige Phase in einem ansonsten 3-stufigen Bewerbungsprozess. Vor der Einladung zum Vorstellungsgespräch steht in der Regel die schriftliche Bewerbung – im Erfolgsfall folgt danach die Einstellung mit Probezeit.
Ein typisches Jobinterview dauert zwischen 30 und 45 Minuten. Ein Telefoninterview oder Videointerview kann auch mal kürzer ausfallen und nur 20 Minuten dauern. Assessment Center hingegen können mehrere Stunden oder einen ganzen Tag umfassen.
Wenn das Jobinterview länger dauert, muss das aber kein schlechtes Zeichen sein – im Gegenteil: Eine längere Dauer (als geplant) ist meist ein starkes Indiz dafür, dass man stark an Ihnen interessiert ist, Sie sympathisch sind und die Recruiter jeden Zweifel ausräumen wollen.
Wie läuft ein typisches Jobinterview ab?
Die meisten Bewerbungsgespräche bestehen aus 5 zentralen Gesprächsphasen. Hinzu kommen noch die Vor- bzw. Nachbereitung, sodass zu einem erfolgreichen Interview insgesamt 7 klassische Phasen gehören:
Eine gründliche Vorstellungsgespräch Vorbereitung macht schon 60 % des Joberfolgs aus. Dazu gehört, dass Sie sich nochmal über das Unternehmen, dessen Hintergrund, Markt, Werte und Produkte informieren sowie Hintergründe zu den Anwesenden recherchieren. Bereiten Sie sich ebenfalls auf unterschiedliche Formate vor, und üben Sie Ihre Selbstpräsentation sowie Antworten auf typische Fragen. Trainieren Sie zusätzlich Ihre Körpersprache, wählen Sie am Tag selbst ein angemessenes Outfit und planen Sie eine pünktliche Anreise.
Die Begrüßung prägt den ersten Eindruck nachhaltig. Stellen Sie sich hierzu mit Vor- und Nachnamen vor, lächeln Sie und halten Sie dabei Blickkontakt zu Ihrem Gegenüber. Ein kräftiger Händedruck vermittelt Selbstsicherheit. Danach folgt meist noch kurzer Smalltalk. Wichtig ist, dass Sie dabei nie jammern oder über die Anreise klagen. Immer positiv bleiben – und erst setzen, wenn man Ihnen einen Platz anbietet.
Die kurze Selbstvorstellung sollte nie länger als 3-5 Minuten dauern und ist grundsätzlich ein freier Vortrag – nie ablesen! Sprechen Sie hierbei lebhaft und zeigen Sie Energie und Körperspannung. Bleiben Sie fokussiert und sachlich und betonen Sie zu mehr 60 % wichtige Qualifikationen, Erfahrungen oder Alleinstellungsmerkmale – ohne nur den Lebenslauf zu wiederholen. Aufgebaut wird die Selbstpräsentation idealerweise nach dem Muster: „Ich bin – ich kann – ich will“.
Das Vorstellungsgespräch dient in erster Linie zum gegenseitigen Kennenlernen. Dazu stellen Personaler viele unterschiedliche Fragen. Hören Sie aufmerksam zu und machen Sie sich ruhig Notizen. Bleiben Sie bei Ihren Antworten unbedingt ehrlich und authentisch und erzeugen Sie keine Widersprüche zum Lebenslauf. Erklären Sie eine mögliche Wechselmotivation, ohne sich zur rechtfertigen und schaffen Sie bei den Antworten einen möglichst starken Unternehmensbezug. Genannte Stärken sollten für die angestrebte Stelle relevant sein (Beispiele nennen!); mit Schwächen gehen Sie wiederum stets reflektiert und konstruktiv um. Reagieren Sie auf Stressfragen stets souverän und gelassen. Und wenn Sie nicht sofort eine Antwort wissen, bitten Sie ruhig um Bedenkzeit.
Haben Sie immer 2-3 Rückfragen – oder mehr. Nutzen Sie eigene Fragen, um mehr über die Erwartungen des Unternehmens zu erfahren und überlegen Sie sich Fragen zu Entwicklungsperspektiven, z.B: „Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?“, „Was erwarten Sie von einem idealen Kandidaten?“, „Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?“ Ebenso können Sie bei den Rückfragen auf Ihre Notizen eingehen. Tabu sind jedoch Fragen zu Urlaub, Benefits oder Überstunden – wirkt nicht motiviert. Stellen Sie auch keine „dummen Fragen“, die Sie hätten vorher recherchieren können.
Bedanken Sie sich am Ende für das angenehme Gespräch und sprechen Sie alle Anwesenden nochmal mit Namen an. Verabschieden Sie sich höflich und professionell und werden Sie dabei nicht hektisch – Sie fliehen nicht! Fragen Sie noch nach den weiteren Schritten oder wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können. Danach verlassen Sie das Gebäude und sind nett zu allen (!) Mitarbeitern – auch dem Pförtner!
Reflektieren Sie in der Vorstellungsgespräch Nachbereitung das Jobinterview zeitnah und lernen Sie daraus, was Sie zukünftig besser machen können. Überlegen Sie, ob Sie den Job weiterhin wollen und wenn ja: Schicken Sie ein Dankschreiben nach 24-48 Stunden – oder ziehen Sie Ihre Bewerbung zurück. Falls Sie nichts mehr hören: Frühestens nach 2-3 Wochen dürfen Sie nachfassen. Ansonsten bleiben Sie bitte weiterhin aktiv auf Jobsuche und informieren Sie sich über weitere Stellenangebote!
Was sind die größten Fehler im Jobinterview?
Sie sind schon ein Gewinner! Ernsthaft. Sie dürfen diese Haltung gerne verinnerlichen, denn mit der Einladung zum Jobinterview haben Sie sich gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt und mit Ihren Qualifikationen, Erfahrungen, Kenntnissen und Ihrer Motivation überzeugt.
Trotzdem scheitern dann noch viele im Gespräch – und das fast immer diese Ursachen und Gründe:
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Mangelhafte Vorbereitung
Das A und O für ein erfolgreiches Jobinterview ist die Vorbereitung! Ablauf, Selbstpräsentation, typische Fragen – all das können Sie im Vorfeld wunderbar üben und vorbereiten. Das gibt Ihnen Selbstsicherheit und beweist überdies Ihre a href=“https://karrierebibel.de/professionalitaet/“ rel=“noopener noreferrer“ target=“_blank“>Professionalität. Wer hier am falschen Ende spart, sabotiert seine eigenen Bewerbungsmühen zuvor.
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Übertriebene Schauspielerei
Jeder Bewerber, jede Bewerberin möchte sich im Interview von der Schokoladenseite präsentieren, klar. Schließlich geht es um den Traumjob. Er ist aber ein typischer Vorstellungsgespräch Fehler, wenn Betroffene dabei Ihre Authentizität verraten und eine Rolle spielen, nur um Recruitern zu gefallen. Geübte Personaler erkennen, wer sich verstellt. Effekt: Der Kandidat wirkt aufgesetzt, affektiert, falsch.
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Falsche Bescheidenheit
Insbesondere schüchterne und introvertierte Kandidaten können aber genauso auf der anderen Seite vom Pferd fallen, in dem Sie zu bescheiden auftreten und tiefstapeln. So aber überzeugen Sie weder Personaler, noch heben Sie sich von den Mitbewerbern ab. Die Bewerbung bleibt nunmal ein Verkaufsgespräch in eigener Sache.
Etwas Lampenfieber und Nervosität im Vorstellungsgespräch sind normal. Das wissen auch Personaler. Bleiben Sie im Jobinterview trotzdem immer Sie selbst, und spielen Sie keine (sozial erwünschte) Rolle! Die halten Sie auch später im Job nicht durch. Es muss auf beiden Seiten passen!
Perfekt aufs Vorstellungsgespräch vorbereiten!
Meistern Sie die letzte Hürde vor dem Traumjob: das Vorstellungsgespräch. Unser Interviewtraining (8 Module, 3 Stunden Videos + Zusatzmaterial) hat schon mehr als 1000 Bewerberinnen und Bewerbern geholfen, alle 7 Phasen und Fragen zu knacken:
Jobinterview Vorbereitung: Was muss ich beachten?
Nehmen Sie das Jobinterview nie auf die leichte Schulter. Es ist kein Selbstläufer. An gründlicher Vorbereitung führt deshalb kein Weg vorbei. Zu den wichtigsten Hausaufgaben gehören:
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Stellenanzeige nochmal lesen
Lesen Sie sich das Stellenangebot, auf das Sie sich beworben haben, noch einmal aufmerksam durch, schreiben Sie sich die geforderten Muss- und Kann-Qualifikationen heraus und gleichen Sie diese mit ihrem Berufsprofil ab: Was zeichnet Sie besonders aus? Womit können Sie punkten und sich abheben? Das ist der Stoff, den Sie im Interview ansprechen sollten! Der restliche Lebenslauf ist schließlich schon bekannt.
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Hintergründe recherchieren
Recherchieren Sie zusätzlich Hintergründe zum Unternehmen. Das verhindert nicht nur dumme Fragen, sondern hilft, herauszufinden, worauf Sie im Gespräch später achten oder wozu Sie eigene Fragen stellen sollten. Viele relevante Informationen zur Unternehmensgeschichte, Produkten oder wichtigen Wettbewerbern finden Sie meist schon auf der Firmenhomepage oder in der Presse. Sie können heute aber ebenso KI wie ChatGPT nutzen, um wichtige Hintergründe zu recherchieren. Prompt-Beispiel: „Recherchiere alle Hintergründe zu [Firma] und nenne aktuelle Zahlen, Produkte, Unternehmenswerte, Wettbewerber, Mitarbeiterzahl und Historie der Firma.“
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Selbstpräsentation vorbereiten
Die sogenannte Selbstpräsentation gehört zu jedem Jobinterview. Oft eingeleitet mit der Aufforderung: „Erzählen Sie etwas über sich!“ In 3-5 Minuten sollen Sie dann frei vortragen, wer Sie sind, was Sie können und welchen Mehrwert Sie bieten. Diese Kurzvorstellung sollten Sie unbedingt zuhause vor Spiegel oder Handykamera üben.
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Antworten und Beispiele überlegen
Viele Bewerber behaupten Ihre Kompetenzen bloß. Motto: „Ich bin teamfähig, belastbar, kreativ…“ Das überzeugt nicht. Überlegen Sie sich während Ihrer Vorbereitung nicht nur gute Antworten auf typische Fragen, sondern auch passende Beispiele aus bisherigen Jobs, mit denen Sie diese ganz plastisch belegen. Erzählen Sie kurze und kompakte Geschichten von Ihrer Arbeitsweise und Problemlösungskompetenz. Das anschauliche Storytelling macht Ihre Eigenwerbung wesentlich glaubhafter.
Jobinterview Fragen: Womit muss ich rechnen?
Es steckt schon im Wort „Interview“: Im Vorstellungsgespräch werden Bewerbern zahlreiche Fragen gestellt. Die meisten sind legitim, andere wollen subtil hinter Ihre Fassade blicken. Zu allen Fragen finden Sie bei uns ausführliche Ratgeber, die Sie gerne nutzen können, wenn Sie das Jobinterview vorbereiten. Solche Fragen können Brainteaser, Stressfragen oder Fangfragen sein. Fast immer werden aber diese Fragen gestellt – überzeugende Antworten finden Sie in den verlinkten Artikeln:
- Warum sollten wir Sie einstellen?
- Was ist Ihre größte Schwäche?
- Was sind Ihre Stärken?
- Warum sind Sie besser als andere?
- Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
- Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
- Was ist Ihre Motivation?
- Was treibt Sie an?
- Haben Sie sich woanders beworben?
Eine gute Übung während der Vorbereitung ist, mögliche Antworten und Aussagen möglichst präzise und prägnant auf den Punkt zu bringen. Langes Lamentieren wirkt nie wirklich souverän oder selbstsicher. Üben Sie daher, Ihre Sätze möglichst kurz und konkret zu formulieren. Eine ruhige und deutliche Aussprache sowie seriöse Wortwahl steigern immer Ihre Überzeugungskraft.
Lesetipp: Beste Fragen namhafter CEOs
Wie umgehen mit den Fragen zu Stärken und Schwächen?
Die Fragen nach den Stärken und Schwächen werden im Jobinterview oft gestellt. Hierbei gibt es kein eindeutiges Richtig oder Falsch. Wichtig ist, dass Sie bei solchen Fragen folgende goldene Regeln beachten:
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Fragen zu den Stärken
Bei den Stärken kommt es darauf an, dass Sie nicht übertreiben, dass diese für die angestrebte Stelle relevant sind und Sie passende Beispiele dazu nennen. Erwähnen Sie aber keine Eigenschaften, die für den Job ohne Nutzen sind. Ein gutes Beispiel für eine Formulierung lautet: „Ich kann sehr gut unter Zeitdruck und Stress arbeiten. Als in meinem letzten Beruf die Deadline für ein großes Projekt kurz bevorstand, hat mich das zu noch besseren Leistungen angetrieben.“
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Fragen zu den Schwächen
Bei den Schwächen geht es vor allem um Ihre Fähigkeit zur Selbstreflexion und den konstruktiven Umgang mit einem Defizit. Das ist dann schon wieder eine Stärke. Nennen Sie aber keine Floskeln oder Schwächen, die für die Position von Bedeutung sind. Beispielformulierung: „Gelegentlich fällt es mir schwer, organisiert zu bleiben. Um den Überblick zu behalten, habe ich die ToDo-Liste für mich neu entdeckt: Seit ich diese Listen jeden Morgen anfertige, priorisiere und abarbeite, bin ich strukturierter und produktiver.“
Was sind unerlaubte Fragen?
Manche Personaler stellen auch Fragen, die in die Kategorie „illegal“ fallen. Auch hierauf sollten Sie zumindest vorbereitet sein, um souverän zu bleiben und angemessen reagieren zu können. Grundsätzlich müssen Sie auf solche Fragen nicht antworten und dürfen sogar mit einer Notlüge reagieren – oder das Jobinterview beenden.
Beispiele für unerlaubte Fragen:
- Sind Sie schwanger?
- Planen Sie Kinder?
- Haben Sie Schulden?
- Sind Sie Gewerkschaftsmitglied?
- Welche Partei wählen Sie?
- Welcher Religion gehören Sie an?
Eine mögliche Antwort auf solche Fragen ist: „Ich empfinde diese Frage als unangemessen und nicht relevant für die ausgeschriebene Stelle. Gerne beantworte ich Ihnen eine andere Frage zum meinem fachlichen Hintergrund.“
Ausführliche Tipps zu illegalen Fragen, finden Sie in unserem Fachartikel: Unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch.
Was sind gute Rückfragen im Interview?
Auch Bewerber dürfen und sollten Fragen stellen. Kluge Rückfragen zeigen echtes Interesse und beweisen wieder Ihre gründliche Vorbereitung. Zudem erfahren Sie dadurch mehr über den Job und das Unternehmen: Wer fragt, der führt – das gilt auch für das Jobinterview!
Auswahl der besten Rückfragen:
- Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?
- Was erwarten Sie von dem idealen Kandidaten?
- Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?
- Was könnte mich an diesem Job am meisten frustrieren?
- Wie würden Sie den Führungsstil meines Chefs beschreiben?
- Wie würden Sie Ihre Unternehmenskultur beschreiben?
- Wie wird bei Ihnen Leistung gemessen und bewertet?
- Wie werden bei Ihnen Talente und Stärken gefördert?
- Warum arbeiten Sie gerne für dieses Unternehmen?
- Wann kann ich mit Ihrer Entscheidung rechnen?
Gratis-Download: Liste mit 80 cleveren Rückfragen
Jobinterview Auftreten: Selbstbewusst aber nicht arrogant
Es ist – zugegeben – ein schmaler Grat: Sie müssen im Interview für sich werben, Selbstbewusstsein und Kompetenz ausstrahlen, dürfen aber gleichzeitig nicht arrogant werden. Am besten gelingt das durch eine klare und präzise Sprache sowie eine offene Körpersprache und aufrechte Körperhaltung.
Bedeutet konkret: Lümmeln Sie sich nicht in den Stuhl, verschränken Sie nicht die Arme, sondern legen Sie die Hände im Interview offen auf den Tisch. Ähnliches gilt für den Blickkontakt: Sehen Sie den Leuten in die Augen, wenn Sie mit ihnen sprechen und lassen Sie den Blick immer wieder zu allen wandern. Dadurch erzeugen Sie Präsenz und strahlen Selbstsicherheit aus ohne überheblich zu wirken.
Ein weiterer Tipp ist, nicht nur über sich, sondern gleichfalls über Teamerfolge zu sprechen. Das klingt gleich wieder bescheidener, ohne Ihre Erfolge zu schmälern. Die meisten Arbeitgeber stellen Sie schließlich nicht als Solisten, sondern als Orchesterspieler ein. Selbst die erste Geige braucht ein paar Streicher neben sich!
Passen Sie sich dem Dresscode an
Auch die Kleidung ist im Jobinterview keinesfalls eine Nebensache: Sie signalisiert subtile Zugehörigkeit und Respekt sowie den eigenen Anspruch. Ein wahres Bonmot lautet: „Kleiden Sie sich für den Job, den Sie wollen – nicht für den, den Sie haben!“
Ihr Interview-Outfit sollte deshalb unbedingt zum Dresscode der Branche passen. In den meisten Fällen reicht heute ein Casual-Look. Natürlich sollten Sie sich im Outfit auch wohlfühlen und nicht verkleidet wirken. Aber im Zweifel gilt: „Lieber overdressed als underdressed!“ Hier die Grundregeln:
Outfit |
Frauen |
Männer |
| Jacke | Blaser | Sakko |
| Oberteil | Bluse, Kleid | Hemd |
| Schuhe | Ballerinas, Pumps | Lederschuhe |
| Haare | Zopf | Gepflegt, auch Bart |
| Accessoires | Max. 3 | (Krawatte) |
No-Gos im Bewerbungsgespräch-Outfit gibt es allerdings auch. So sollten Sie auf keinen Fall zum Interview erscheinen:
- Frauen: Minirock, tiefes Dekolleté, durchsichtige oder hautenge Kleidung, High Heels, grelles Make-up, übermäßig viel Schmuck oder eine Parfümwolke.
- Männer: kurze Hosen, weiße Socken, Kurzarmhemd oder T-Shirt, Motivkrawatten, abgelatschte Schuhe, protziger Schmuck, Schweißgeruch oder Alkoholfahne.
Auch plakative Markenklamotten sollten Sie besser im Schrank lassen. Sie sind schließlich keine Werbeikone. Ein guter Tipp ist, dasselbe Outfit wie auf dem Bewerbungsfoto zu tragen. Ansonsten beschränken Sie sich am besten auf maximal drei dezente Farben. Dunkle Töne wie Anthrazit, Blau und Bordeauxrot erzeugen immer einen seriösen Eindruck.
Jobinterview Tipps: So meistern Sie das Gespräch
Wer schon lange auf Jobsuche ist, verbindet mit dem Jobinterview natürlich große Hoffnungen. Das setzt Sie allerdings zugleich unter enormen Druck.
Die Erfahrung lehrt: Wir sind immer dann am besten, wenn es uns eigentlich egal ist. Versuchen Sie also den Stress zu reduzieren und entspannen Sie im Vorfeld. Die folgenden Jobinterview-Tipps tun ihr Übriges dazu:
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Pünktlich erscheinen
Kommen Sie immer pünktlich zum Vorstellungsgespräch. Ideal sind 5-10 Minuten vorher. Planen Sie hierfür genügend Zeitpuffer und Alternative Routen für die Anreise ein. Kalkulieren Sie Staus und Bahnverspätungen stets ein, und fahren Sie die Strecke ruhig einmal zur Probe ab.
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Manieren beweisen
Um von Beginn an einen guten ersten Eindruck zu erzeugen, sollten Sie immer gute Manieren beweisen: Begrüßen Sie die Teilnehmer im Jobinterview mit Handschlag und stellen Sie sich mit Namen vor. Achtung: Im Business gilt: Hierarchie vor Höflichkeit! Begrüßen Sie stets die ranghöchste Person zuerst. Das kann eine Frau sein, muss aber nicht. Und setzen Sie sich erst hin, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
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Unterlagen mitbringen
Erscheinen Sie nicht mit leeren Händen. Auch wenn Sie davon ausgehen, dass alle Ihren Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben gelesen haben: Bringen Sie trotzdem Kopien davon oder eine kleine Präsentation mit. Das beweist Ihre Service-Mentalität und Empathie. Ebenso sollten Sie einen Stift und Notizblock dabei haben, um sich im Vorstellungsgespräch ein paar Notizen zu machen. Wirkt ebenfalls professionell.
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Aktiv zuhören
Stellen Sie nicht nur Rückfragen, wenn Sie dazu aufgefordert werden, sondern auch immer wieder im Gespräch. Das Jobinterview ist eben auch das: ein Dialog auf Augenhöhe. Dazu gehört, dass Sie aufmerksam bleiben und aktiv zuhören. Wenn etwas unklar ist, fragen Sie bitte nach. Wiederholen Sie wichtige Aussagen auch mal mit eigenen Worten. Gute Fragen sind alle, die sich auf den Job beziehen und zugleich Leistungswillen transportieren.
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Richtig verabschieden
Kurz vor Ende passieren die meisten Fehler. Jetzt bloß nicht in der Konzentration nachlassen oder die Haltung und Körperspannung verlieren. Das dürfen Sie erst, wenn Sie außer Sichtweite sind. Bis dahin gilt: Bedanken Sie sich für das angenehme und aufschlussreiche Gespräch. Verabschieden Sie sich von allen Anwesenden – mit Namen! Und fragen Sie nach, wie der Bewerbungsprozess weitergeht bzw. wann Sie mit einer Antwort und Entscheidung rechnen können.
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Dankschreiben verschicken
1-3 Tage nach dem Jobinterview können Sie noch ein sogenanntes Follow-Up bzw. Dankschreiben verschicken. Das kann eine einfache, kurze E-Mail oder Postkarte sein. Darin bedanken Sie sich nochmal für das Interview und bekräftigen Ihren Wunsch, im Unternehmen zu arbeiten. Auch kleine Patzer können Sie darin korrigieren. Hauptsache, der Brief ist persönlich und individuell. So erzeugen Sie auch noch einen bleibenden Eindruck.
Wir wünschen: Viel Erfolg bei Ihrem nächsten Jobinterview!
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