Burnout Symptome: Anzeichen der Erschöpfung

Kaum jemand ist sich der Gefahren eines Burnouts bewusst, bis es irgendwann zu spät ist. Mögliche Warnungen des Körpers werden ignoriert und vor sich hergeschoben. Das ist doch nichts…, Das geht auch wieder vorbei… oder So geht es doch jedem manchmal… sind klassische Ausreden und Verdrängungsmechanismen. Doch Burnout Symptome sollten unbedingt ernst genommen werden, da nur so rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können, um zu verhindern, dass es tatsächlich zu einer voll ausgeprägten Erschöpfung, Kraft- und Antriebslosigkeit kommt. Wir zeigen, auf welche Burnout Symptome Sie achten müssen und haben einen kleinen Selbsttest vorbereitet, mit dem Sie erkennen können, ob Sie einem Burnout gefährlich nahe kommen…

Burnout Symptome: Anzeichen der Erschöpfung

Warum verdrängen wir Burnout Symptome?

Ein Burnout ist längst kein unbekanntes Phänomen mehr. Gerade in den letzten Jahren wurde viel darüber berichtet und auch in den Medien wurden einige bekannte Personen thematisiert, die vollkommen ausgebrannt waren und sich deshalb für einige Zeit aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben.

Dennoch geht kaum jemand mit der nötigen Ernsthaftigkeit mit dem Thema um, wenn es die eigene Person betreffen könnte. Niemand ist mehr überrascht davon, dass ständige Überstunden, anhaltender Stress, fehlende Erholung und Ausgleich, Zukunftsängste und die Überforderung durch viel zu hohe Erwartungen nicht nur unzufrieden, sondern krank und erschöpft machen – doch möglicherweise selbst direkt auf einen Burnout zusteuern? Der Gedanke kommt kaum jemandem, bis es zu spät ist.

Aber warum wird die Gefahr der Erschöpfung verdrängt und das Thema fast schon sorglos behandelt, sobald es um das eigene Wohl geht? Dahinter stehen gleich mehrere Gründe:

  • Burnout Symptome gelten als Zeichen der Schwäche

    Ausgelaugt sein, keine Kraft mehr haben und sich zu nichts mehr motivieren können, weil der Stress und die Erwartungen zu groß werden? Auch wenn es nur absolut menschlich ist, nicht dauerhaft 200 Prozent geben zu können, wird Erschöpfung und ein Burnout oftmals noch als Schwäche betrachtet.

    Bei sich selbst will diese natürlich niemand sehen oder anerkennen. Das eigene Selbstbbild sieht schließlich den starken, unerschöpflichen Charakter, der mit jeder Schwierigkeit umgehen kann und dem nichts etwas anhaben kann. An diesem Bild wird sich festgeklammert, auch wenn das heißt, sich selbst belügen zu müssen – bis irgendwann gar nichts mehr geht.

  • Das Risiko wird nur bei anderen gesehen

    Beim Burnout verhält es sich wie bei vielen Krankheiten: Das kriegen doch immer nur andere… Solange etwas nicht hochgradig ansteckend ist und es direkten Kontakt gab, sind viele Menschen wahre Meister darin, sich selbst als vollkommen ungefährdet zu sehen.

  • Die eigene Angst soll gemindert werden

    Dass Burnout Symptome ignoriert oder unbeachtet beiseite gewischt werden, hat auch einen psychologischen Grund: Es hilft dabei, sich nicht weiter mit der einen Angst und der Möglichkeit eines ernsthaften Problems auseinandersetzen zu müssen.

    Wer sich eingesteht, dass er unter Burnout Symptomen leidet, muss sich auch mit der Sorge beschäftigen, wie es jetzt weitergeht und was vielleicht noch auf ihn zukommt. Motto: Es wird erst wahr, wenn ich es mir eingestehe. Um die Angst zu kontrollieren, wird erst einmal so getan, als wäre alles ganz normal.

Burnout Symptome: Vorsicht bei diesen Anzeichen der Erschöpfung

Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass Burnout Symptome sich ausschließlich auf Erschöpfung und Lustlosigkeit beschränken. Diese sind zwar in jedem Fall begleitende Faktoren und machen sich im Laufe der Zeit deutlich bemerkbar, doch gibt es viele weitere Burnout Symptome, auf die Sie achten sollten, um die Gefahr frühzeitig zu erkennen.

Ein Burnout entsteht nicht von einem Tag auf den anderen, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg. Bevor am Ende die vollständige Erschöpfung steht, zeigen sich im Vorfeld bereits viele Anzeichen, die Sie als dringende Warnung verstehen sollten, kurzfristig etwas an der aktuellen Situation zu ändern.

Damit Sie wissen, welche Burnout Symptome es gibt und welche Warnungen Ihr Körper sendet, haben wir eine umfangreiche Liste mit allen Anzeichen zusammengestellt:

  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Ständige Sorgen
  • Verleugnung eigener Bedürfnisse
  • Selbstzweifel
  • Lustlosigkeit
  • Müdigkeit
  • Angstzustände
  • Hörsturz
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Verzweiflung
  • Misstrauen
  • Innere Leere
  • Vergesslichkeit
  • Panikattacken
  • Hoffnungslosigkeit
  • Kraftlosigkeit
  • Magen-Darm Beschwerden
  • Beziehungsprobleme
  • Isolation
  • Übelkeit
  • Unzufriedenheit
  • Immunschwäche
  • Schwindelgefühle
  • Kopfschmerzen
  • Wut und Aggressionen
  • Schuldgefühle
  • Nervöse Ticks
  • Verbitterung
  • Gleichgültigkeit
  • Depressionen
  • Sinnlosigkeit
  • Alkohol- oder Medikamentenkonsum
  • Frustration
  • Fehlende Empathie

Bei vereinzelten Burnout Symptomen brauchen Sie sich noch nicht gleich Gedanken darüber machen, ob Sie möglicherweise unter zu großer Erschöpfung leiden. Das kann tatsächlich nur eine kurze Phase sein oder auch andere Ursachen haben. Allerdings sollten Sie aufmerksam werden, wenn mehrere der Burnout Symptome zusammen auftreten und sich dazu noch länger halten und mit der Zeit vielleicht sogar stärker werden.

In diesem Fall scheint Ihr Körper eindeutig eine Botschaft und Warnung senden zu wollen – und es liegt an Ihnen, diese richtig zu deuten und darauf zu reagieren, um Schlimmeres zu verhindern.

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Selbsttest zu Burnout Symptomen

Auch wenn Sie die Burnout Symptome nun kennen, sagt das noch nicht, ob Sie auch wirklich erkennen, wenn Sie dem Erschöpfungssyndrom gefährlich nahe kommen. Die oben beschriebenen Verdrängungsmechanismen greifen weiterhin und so rennen Sie möglicherweise trotz besseren Wissens immer weiter in die falsche Richtung.

Um Ihnen bei einer ehrlicheren Selbstbeobachtung zu helfen, haben wir einen kleinen Selbsttest erstellt. Mit diesem können Sie schnell und einfach herausfinden, ob gleich mehrere Burnout Symptome auf Sie zutreffen und es deshalb an der Zeit ist, Gegenmaßnahmen einzuleiten. Alles, was Sie dafür brauchen, sind ein paar Minuten Zeit und vor allem ehrliche Antworten. Merken Sie sich einfach, wie vielen der Aussagen auf Sie zutreffen.

Denken Sie aber bitte daran, dass unser Selbsttest keinerlei wissenschaftlichen Anspruch hat. Er soll lediglich die subjektive Einschätzung der Situation verbessern. Sollten Sie das Gefühl haben, sich einem Burnout zu nähern, sollten Sie unbedingt auch mit einem Arzt darüber sprechen und sich dort die nötige Hilfe suchen. Vielleicht kann der Test der nötige Rück sein, endlich einen Termin zu machen.

  • Ich habe Schlafstörungen und morgens Probleme aufzustehen
  • Die Erwartungen, die andere und auch ich selbst habe, kann ich nicht erfüllen.
  • Ich will immer alles perfekt machen – scheitere daran aber regelmäßig.
  • Seit einiger Zeit nimmt der Stress in meinem Leben zu.
  • Meine Freunde sagen, dass Sie mich nur noch selten sehen.
  • In letzter Zeit bin ich häufig gereizt.
  • Ich kann mich für meine Arbeit kaum noch motivieren.
  • Veränderungen meide ich komplett.
  • Ich bin immer wieder ohne wirklichen Grund traurig.
  • Meine Freizeit bietet mir keinen Ausgleich zur ständigen Überforderung.
  • Ich glaube nicht, dass ich wirklich etwas erreichen kann.
  • Ich leide regelmäßig unter Kopfschmerzen mit gelegentlicher Übelkeit.
  • An manchen Tagen fühle ich mich gut, am nächsten vollkommen niedergeschlagen.
  • Ich bin fast die ganze Zeit müde.
  • Ich habe das Gefühl, alleine zu sein und es nicht schaffen zu können.

Haben Sie bei einigen der Aussagen stumm genickt und sich selbst erkannt? Dann treffen gleich mehrere Burnout Symptome auf Sie zu. Je häufiger Sie zugestimmt haben, desto wichtiger ist es, dass Sie möglichst zeitnah anfangen, etwas gegen die zunehmende Erschöpfung in Ihrem Leben zu unternehmen.

[Bildnachweis: Photographee.eu by Shutterstock.com]
9. Februar 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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