Vorstellungsgespräch zur Ausbildung: Was ist anders?
Das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung unterscheidet sich unwesentlich von anderen Bewerbungsgesprächen. Personaler wissen, dass Bewerber für eine Ausbildung oft nur wenig oder keine Berufserfahrung haben. Daher geht es im Interview weniger um fachliche Qualifikationen, , dafür umso mehr um Ihre Motivation, Persönlichkeit und Passung zum Unternehmen.
Dass Sie nervös sind, ist ebenfalls kein Handicap. Das ist normal. Viel wichtiger ist, dass Ihre Antworten ehrlich und authentisch sind und Ihr gesamtes Auftreten freundlich und aufgeschlossen wirkt.
Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung: Unterschiede
- Fokus auf Motivation: Warum diese Ausbildung? Warum bei diesem Betrieb?
- Mehr Fragen zu schulischem Werdegang: Lieblingsfächer? Noten? Praktika?
- Häufig Fragen zu Soft Skills: Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit?
- Teils Einstellungstest zur Eignung – besonders im Handwerk oder Polizei
Überdies achten Personaler darauf, ob sich die Bewerber mit gründlich mit dem Ausbildungsberuf und dem Unternehmen auseinandergesetzt haben. Das erkennen Sie unter anderem an Ihren Rückfragen.
Wie lange dauert das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung?
Wird kein Eignungstest absolviert, dauert das Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung selten länger als 30-45 Minuten.
Bei umfangreicheren Bewerbungsverfahren (z.B. dualer Studiengang) oder einem integrierten Assessment Center kann das Gespräch jedoch auch mal 2 Stunden oder einen ganzen Tag dauern. In dem Fall erwarten Sie praktische Übungen, Teamaufgaben und Einzelgespräche.
Unser Tipp: Fragen Sie bei der Bestätigung der Einladung direkt nach der voraussichtlichen Dauer. Das lässt bereits Rückschlüsse auf Umfang und Inhalt zu!
Wie läuft ein Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung ab?
Praktisch alle Vorstellungsgespräche folgen einem typischen Ablauf in fünf Phasen. Hinzu kommen Vor- und Nachbereitung. Das ist beim Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung nicht viel anders. Diese fünf Phasen sind:
-
Begrüßung (ca. 5 Minuten)
Namentliche Vorstellung aller Anwesenden, kurzer Smalltalk, Fragen zur Anreise und zum Befinden, Angebot von Getränken
-
Selbstpräsentation (max. 10 Minuten)
Kurzvorstellung des Bewerbers: bisheriger Werdegang, wichtige Schulfächer und Noten, relevante Stärken mit Bezug zur Lehre, evtl. gleich Rückfragen dazu
- Fragen und Interview (ca. 20 Minuten)
Arbeitgeber stellt sich ebenfalls kurz vor, Beschreibung der Ausbildung und Ablauf, erste Fragen zur Motivation für die Ausbildung und den Beruf sowie zu Eignung und Arbeitsweise -
Rückfragen (ca. 10 Minuten)
Eigene Fragen zu Inhalten & Anforderungen der Ausbildung, Fragen zu Erwartungen, Leistungsmessung und Übernahmechancen
-
Abschluss (ca. 5 Minuten)
Dank für das Gespräch, weitere Schritte und Fristen, Verabschiedung
Die Reihenfolge der drei mittleren Gesprächsphasen auch schon mal variieren. Die fünf Blöcke werden Ihnen aber praktisch immer begegnen.
Es kommt heute vor, dass Sie beim ersten Interview nicht gleich in den Betrieb eingeladen werden, sondern zuerst ein Vorstellungsgespräch am Telefon oder per Video führen. Solche Gespräche werden vor allem genutzt, wenn Ihr Wohnort weit vom Unternehmen entfernt ist oder der Personalentscheider an einem anderen Standort arbeitet. Auch hierfür finden Sie bei uns bewährte Ratgeber zur Vorbereitung:
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Wie kann ich mich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten?
Um sich optimal auf das Bewerbungsgespräch zur Ausbildung vorzubereiten, sollten Sie folgende Schritte beachten. Eine gründliche Vorstellungsgespräch Vorbereitung macht bereits 60 Prozent des späteren Erfolgs aus!
1. Hintergründe recherchieren
Informieren Sie sich vorab intensiv über den Ausbildungsbetrieb: Produkte und Dienstleistungen, Tradition und Werte, Ruf und aktuelle wirtschaftliche Lage. Infos dazu finden Sie im Internet oder in der lokalen Presse. Oft werden Azubis danach gefragt, um zu testen, wie gut Sie sich vorbereitet haben.
Gute Fragen zur Vorbereitung sind:
- Welche Firmenstandorte gibt es? Wo sitzt die Zentrale?
- Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen?
- Welche Produkt oder Dienstleistungen bietet die Firma an?
- Wie erfolgreich ist das Unternehmen?
- Wer sind die wichtigsten Wettbewerber?
- Wie viele neue Mitarbeiter werden aktuell gesucht?
- In welchen Bereichen und warum?
- Wohin will sich der Arbeitgeber entwickeln?
- Welche Rolle spielt dabei Ihr Job?
- Was braucht der perfekte Kandidat für diese Position?
- Was davon bringen Sie mit?
Viele der relevanten Informationen finden Sie meist schon auf der Firmenhomepage, in Jobbörsen oder im Internet via Google und in der Presse. Sie können heute ebenso KI wie ChatGPT nutzen, um sich wichtige Hintergründe schnell recherchieren zu lassen. Beispiel für einen Prompt:
- „Recherchiere alle Hintergründe zu [Firma] und nenne aktuelle Zahlen, Produkte, Unternehmenswerte, Wettbewerber, Mitarbeiterzahl und Historie der Firma. Erstelle zusätzlich eine Liste mit möglichen Interviewfragen für die Position als [Stelle] und schlage starke Antworten auf Grundlage meiner Erfahrung im Bereich [relevantes Fachgebiet] vor.“
2. Lebenslauf reflektieren
Reflektieren Sie nochmal Ihren Lebenslauf: Kennen Sie alle Details? Gibt es eventuelle Lücken oder Besonderheiten, die Sie nachvollziehbar erklären können?
Tipp: Bringen Sie stets ein paar Kopien der Bewerbung mit ins Bewerbungsgespräch – als „Handout„. Die Geste demonstriert Professionalität, Einfühlungsvermögen und gute Vorbereitung. Im Zweifel legen Sie die Muster vor sich auf den Tisch – als Gedächtnisstütze.
3. Fragen üben
Üben Sie die typischen Fragen im Vorstellungsgespräch – vor allem die zu Ihrer Motivation für die Ausbildung, zu Stärken und Schwächen oder dem schulischem Werdegang.
Auswahl der häufigsten Fragen von Personalern:
Überzeugende Antworten und Strategien für die Fragen finden Sie in den verlinkten Artikeln dazu:
- Warum sollten wir Sie einstellen?
- Was ist Ihre größte Schwäche?
- Was sind Ihre Stärken?
- Warum sind Sie besser als andere?
- Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
- Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
- Was ist Ihre Motivation?
- Was treibt Sie an?
- Haben Sie sich woanders beworben?
Eine gute Übung während der Vorbereitung ist, mögliche Antworten und Aussagen möglichst präzise und prägnant auf den Punkt zu bringen. Langes Lamentieren wirkt nie wirklich souverän oder selbstsicher. Üben Sie daher, Ihre Sätze möglichst kurz und konkret zu formulieren. Eine ruhige und deutliche Aussprache sowie seriöse Wortwahl steigern immer Ihre Überzeugungskraft.
4. Selbstpräsentation einstudieren
Entwickeln Sie eine kurze Selbstpräsentation über sich (max. 3-5 Minuten), die Ihre Motivation und Eignung für die Ausbildung begründet.
5. Eigene Fragen überlegen
Überlegen Sie sich eigene Fragen an das Unternehmen, um Ihr Interesse und die gründliche Vorbereitung zu beweisen sowie mehr über die Ausbildung zu erfahren. Mehr dazu weiter unten im Artikel.
6. Körpersprache trainieren
Unterschätzen Sie nicht die Macht der Körpersprache! Mimik, Gestik und Körperhaltung zählen zur nonverbalen Kommunikation – und die beeinflusst maßgeblich, wie Ihre Worte wirken. Umfragen unter Personalern zeigen: Fehlender Blickkontakt, fehlendes Lächeln oder ein schlaffer Händedruck sind Bewerbungskiller.
Trainieren Sie daher während der Vorbereitung unbedingt Ihre Körpersprache – vor dem Spiegel oder mithilfe eines Handy-Videos. Mikrogesten wie nervöses Nesteln an Fingern oder Spielen an Ringen senden ungute Signale. Besser: eine aufrechte Körperhaltung, Körperspannung und langsame Bewegungen gepaart mit einer ruhigen Stimme. Alles zusammen strahlt perfektes Selbstbewusstsein aus!
7. Anreise planen
Planen Sie die Anreise so, dass Sie auf jeden Fall pünktlich und ohne Stress zum Interview ankommen. Legen Sie am Tag vor dem Gespräch Ihre Kleidung bereit und packen Sie wichtige Dokumente (Bewerbungsunterlagen, Zeugnisse, Stift und Notizblock) ein.
Im Gespräch selbst sollten Sie auf eine offene und entspannte Körpersprache achten: Halten Sie Augenkontakt! Geben Sie einen festen Händedruck und lächeln Sie möglichst freundlich!
Vorstellungsgespräch Kleidung: Was anziehen?
Für die Vorstellungsgespräch Kleidung gibt es eine Grundregel: Wählen Sie ein sauberes und gepflegtes Outfit, das zur Ausbildung und Branche passt. Für eine handwerkliche Ausbildung müssen Sie nicht im Anzug oder Blaumann erscheinen. In den meisten Fällen reichen eine saubere Jeans oder Chino, Hemd und Bluse sowie Lederschuhe. Ein T-Shirt ist meist zu salopp.
No-Gos im Bewerbungsgespräch-Outfit gibt es allerdings auch. So sollten Sie auf keinen Fall zum Interview erscheinen:
- Frauen: Minirock, tiefes Dekolleté, durchsichtige oder hautenge Kleidung, High Heels, grelles Make-up, übermäßig viel Schmuck oder eine Parfümwolke.
- Männer: kurze Hosen, weiße Socken, Kurzarmhemd oder T-Shirt, Motivkrawatten, abgelatschte Schuhe, protziger Schmuck, Schweißgeruch oder Alkoholfahne.
Auch plakative Markenklamotten sollten Sie besser im Schrank lassen. Sie sind schließlich keine Werbeikone. Ein guter Tipp ist, dasselbe Outfit wie auf dem Bewerbungsfoto zu tragen. Ansonsten beschränken Sie sich am besten auf maximal drei dezente Farben. Dunkle Töne wie Anthrazit, Blau und Bordeauxrot erzeugen immer einen seriösen Eindruck.
Checkliste zur Vorbereitung
- Unternehmensdaten recherchieren
- Lebenslauf checken
- Relevante Stärken & Erfahrungen kennen
- Aussagen zu Motivation und Berufswahl vorbereiten
- Typische Fragen üben
- Eigene Fragen überlegen
- Bewerbungsunterlagen mitnehmen
- Notizblock und Stift einpacken
- Passende Kleidung wählen
- Anfahrt planen & pünktlich sein
- Selbstbewusst & freundlich auftreten
Übrigens: Den Umgang mit Nervosität können Sie vorher gut durch Übungsgespräche mit Freunden oder Familie trainieren, um im Interview umso sicherer und authentischer aufzutreten.
Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung: Fragen und Antworten
Die Vorbereitung ist abgeschlossen. Nun gehen wir die einzelnen Gesprächsphasen Schritt für Schritt durch – mit typischen Fragen und Tipps für gute Antworten, die Sie natürlich immer nochmal individuell auf Ihre Ausbildung und den jeweiligen Betrieb anpassen sollten:
- Merkmal: Die ersten Fragen sind Teil einer Aufwärmphase, ein erstes gegenseitiges Beschnuppern, dass Kandidaten etwas von der Nervosität nehmen soll.
- Typische Frage: „Haben Sie gut hierher gefunden?“
- Antwort: „Ja absolut, dank Ihrer ausführlichen Anfahrtsbeschreibung online war das kein Problem!“
- Merkmal: An dieser Stelle wird von Ihnen erwartet, dass Sie sich kurz selbst vorstellen und dabei etwas von Ihrer Persönlichkeit und Motivation zeigen. Dabei geht es nicht nur um Ihre Berufswahl, sondern ebenso um Interessen und Hobbys oder Zukunftspläne. Idealerweise bauen Sie Ihre Selbstpräsentation nach der Formel „Ich bin, ich kann, ich will“ auf:
- Typische Frage danach: „Was halten Ihre Eltern von Ihrer Berufswahl?“
- Antwort: „Meine Eltern haben mir immer freie Hand bei der Entscheidung gelassen. Sie haben mich von Anfang an unterstützt. Wir haben uns oft über verschiedene Berufe unterhalten und welcher zu mir und meinen Interessen passt.“
- Typische Frage: „Wo haben Sie sich über die Ausbildung informiert?“
- Antwort: „Auf Karrierebibel.de habe ich zahlreiche interessante Jobprofile gefunden. Ich habe mich mit Lehrern unterhalten, was die von meinen Ideen halten. Dazu habe ich beim Berufsinformationszentrum mit einem Berater gesprochen.“
- Typische Frage: „Was machen Sie in Ihrer Freizeit?“
- Antwort „Ich bin gerne unter Menschen. Deshalb spiele ich seit der vierten Klasse Fußball im Verein. Vor 2 Jahren habe ich noch einen Jugendleiterschein gemacht und engagiere mich seitdem in der Jugendgruppe der Kirchengemeinde.“
- Merkmal: In dieser Phase geht es darum, herauszufinden, ob die Chemie zwischen Ausbildungsbetrieb und Ihnen stimmt. Ob Sie als Bewerberin oder Bewerber ins Team passen und der Beruf zu Ihnen passt.
- Typische Frage: „Welche Schulfächer haben Ihnen besonders viel Spaß gemacht, welche weniger?“
- Antwort: „Ich hatte immer gute Zensuren in Mathematik. Mit Englisch kämpfe ich ein bisschen, aber ich habe mir vorgenommen, hierzu nochmal einen Aufbaukurs zu machen.“
- Typische Frage: „Gab es Stress mit Lehrern und Mitschülern?“
- Antwort: „Mit den meisten Lehrern komme ich gut klar. Mit den Mitschülern ist das ähnlich: Bei gleichen Interessen verstehen wir uns natürlich besser, einige davon sind gute Freunde.“
- Typische Frage: „Was wissen Sie über unser Unternehmen?“
- Antwort: „Ihre Firma ist ein familiengeführtes Unternehmen und existiert seit 1957. Sie stellen XY her und haben in zehn europäischen Ländern Niederlassungen. Sie sind mir vor allem bekannt für Ihr großes Engagement im Bereich klimafreundlicher Produkte.“
- Typische Frage: „Warum haben Sie sich um diese Ausbildung beworben?“
- Antwort: „Die Ausbildung entspricht meinen Stärken und Leidenschaft für XY. Ich bin ein pragmatischer Mensch, arbeite gerne mit den Händen und möchte am Ende das Ergebnis meiner Arbeit sehen.“
- „Was sind Ihre Lieblingsfächer?“
- „Mit welchen Fächern haben Sie Probleme?“
- „Macht Ihnen die Schule Spaß?“
- „Wie verstehen Sie sich mit Ihren Lehrern?“
- „Haben Sie neben der Schule noch andere Interessen?“
- „Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?“
- „Was macht den Beruf für Sie so interessant?“
- „Wie stellen Sie sich einen typischen Tag in diesem Beruf vor?“
- „Was denken Sie, muss man tun, um in dem Beruf erfolgreich zu sein?“
- „Was möchten Sie nach der Ausbildung machen?“
- „Welche beruflichen Ziele haben Sie?“
- „Was zeichnet Sie für diese Ausbildung aus?“
- „Was sind Ihre größten Stärken?“
- „Was ist Ihre größte Schwäche?“
- „Wie gehen Sie mit Stress um?“
- „Wie gehen Sie mit Kritik um?“
- „Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?“
- „Sind Sie schwanger?“
- „Planen Sie, Kinder zu bekommen?“
- „Sind Sie häufig krank?“
- „Sind Sie Mitglied einer politischen Partei?“
- „Haben Sie Schulden?“
- Merkmal: Praktisch immer bekommen Sie die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Das sollten Sie unbedingt tun! Anhand der Rückfragen erkennen Personaler, wie gut Ihre Vorbereitung und wie groß Ihr Interesse ist. Deshalb sollten Sie sich im Gespräch auch Notizen machen.
- Typische Frage: „Haben Sie noch Fragen an uns?“
- Antwort: „Ja, mich würde interessieren, in welchen Abteilungen die Ausbildung stattfindet? Gibt es noch weitere Auszubildende, die mit mir anfangen?“
- Was macht für Sie einen idealen Auszubildenden aus?
- Wie sieht ein typischer Tag in der Ausbildung aus?
- Wer ist meine Ansprechpartnerin im Team?
- Wie groß ist das Team, in dem ich arbeite?
- Gibt es noch andere Auszubildenden, die mit mir anfangen?
- Wie beschreiben Sie Ihre Unternehmenskultur?
- Merkmal: Wenn Sie es bis hierhin geschafft haben, ist das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung fast vorbei. Wichtig ist jetzt, die Körperspannung und Professionalität zu halten, bis Sie das Gelände verlassen haben.
- Ihre Fragen: „Wann kann ich mit einer Antwort von Ihnen rechnen? Wie geht es jetzt weiter?“
- Ihre letzte Antwort: „Ich danke Ihnen herzlich für das freundliche Gespräch und freue mich, bald von Ihnen zu hören.“
1. Begrüßung
Tipp
In der ersten Phase sollten Sie unbedingt positiv bleiben und auch so antworten! Für tatsächlichen Ärger über Staus oder Verspätungen ist hier kein Platz, zumal Sie die Stimmung nicht negativ beeinflussen wollen.
2. Selbstpräsentation
Tipp
Vermeiden Sie, die Berufswahl wie einen Zufall oder eine Notlösung aussehen zu lassen. Zeigen Sie, dass Sie eine bewusste Wahl getroffen haben. Pluspunkte sammelt, wer die solche Hobbys nennt, die ebenfalls Skills enthalten, die Sie im Beruf nutzen können – z.B. Teamfähigkeit oder Kommunikation.
3. Fragen und Interview
Häufige Fragen Vorstellungsgespräch zur Ausbildung
Fragen zur Schule
Fragen zur Ausbildung
Fragen zur Persönlichkeit
Verbotene Fragen
4. Rückfragen
Beispiele für gute eigene Fragen:
Tipp
Ein echter Fehler sind Fragen, die Sie mit einer einfachen Online-Recherche hätten beantworten können. Auch sollten Sie keine Fragen zum Urlaub stellen – das wirkt wenig engagiert.
5. Abschied
Nach dem Vorstellungsgespräch: Wie geht es jetzt weiter?
Nach dem Vorstellungsgespräch Ausbildung müssen Sie leider erstmal Geduld haben. Die Wartezeit bis zu einer Zu- oder Absage kann 2-4 Wochen dauern. Frühestens nach 2 Wochen dürfen Sie schon mal nachfassen und fragen, ob Sie noch etwas nachreichen oder klären können. Meist erfahren Sie dann auch, wann Sie eine Rückmeldung bekommen.
Dankschreiben nach dem Vorstellungsgespräch
Wir empfehlen seit Jahren, sich nach dem Vorstellungsgespräch zur Ausbildung nochmal positiv in Erinnerung zu bringen: mit einem Dankschreiben. Das kann eine kurze E-Mail oder Postkarte sein, mit der Sie sich für die angenehme Atmosphäre und das informative Gespräch bedanken und nochmal schreiben, dass es Ihren Wunsch bekräftigt hat, bei diesem Betrieb die Ausbildung zu machen.
Ein gut formuliertes Dankschreiben – obwohl so einfach wie wirkungsvoll – wird in Deutschland noch selten genutzt und hebt Sie daher nochmal deutlich von anderen Mitbewerbern ab. Wir empfehlen das sehr – nur darf es nicht aufdringlich oder verzweifelt wirken.
Beispiel für ein Dankschreiben nach der Bewerbung
Sehr geehrte Frau Personalerin,
vielen Dank für das angenehme und freundliche Gespräch mit Ihnen am TT.MM.JJJJ. Ich habe dadurch viele interessante Einblicke in die Ausbildung bekommen. Ich habe mich sehr gefreut, Ihr Unternehmen und das Team besser kennenzulernen.
Besonders beeindruckt hat mich die kollegiale Atmosphäre in Ihrem Betrieb. Das hat meinen Wunsch nochmal bestärkt, meine Fähigkeiten und Erfahrungen bei Ihnen einzubringen und meine Ausbildung zum XY bei Ihnen zu absolvieren!
Vielleicht können Sie mir noch mitteilen, wann ich mit einer Entscheidung rechnen kann? Falls Sie noch Fragen an mich haben, stehe ich Ihnen dafür gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Signatur
Ansonsten gilt: Bewerben Sie sich immer weiter, um keine Zeit zu verlieren! Mancher Ausbilder macht in letzter Minute vielleicht doch noch einen Rückzieher. Wer sich weiter bewirbt, behält jedoch die Initiative und erhöht seine Bewerbungschancen dauerhaft. Wir wünschen Ihnen dabei: viel Erfolg!
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