Headhunter-Personalberater-AnrufDie Beziehung zu Headhuntern ähnelt zuweilen einer Art Hassliebe: Nach außen fungieren sie wie eine Modelagentur, im Binnenverhältnis beginnt bei ihnen bereits der Bewerbungsprozess, oft mit dem legendären Satz: “Können Sie gerade frei sprechen?” Natürlich ist es ein gutes Gefühl, wenn der Headhunter anruft, um einem eine neue Herausforderung anzubieten. Klasse, Sie sind auf seinem Radar, Sie haben einen Marktwert! Das schmeichelt jedem Ego.

Dennoch kann man sich in diesen ersten kurzen Minuten gleich wieder alles zerstören. Die Kaltakquise und Blitzbewerbung erfordert besondere Aufmerksamkeit und taktisches Geschick – deshalb fragt der umsichtige Personalberater ja auch, ob Sie gerade frei sprechen können. Jetzt kommt es allerdings darauf an, dass Sie richtig reagieren…


Wenn der Headhunter anruft: Erst einmal zuhören!

auremar/ShutterstockZunächst einmal ist natürlich wichtig, dass Sie tatsächlich frei reden können. Bleiben Sie unbedingt immer neutral – und wenn zu viele Kollegen potenziell zuhören könnten, sagen Sie, dass es gerade nicht passt, Sie noch einiges zu tun haben und gerne später zurückrufen. Dann lassen Sie sich die Nummer dafür geben… Es könnte ja auch ein Kunde oder Dienstleister sein, den Sie so charmant auf einen anderen Termin vertrösten.

Danach hören Sie sich erst einmal an, was der Personalberater anzubieten hat. Auch wenn Sie partout kein Interesse haben, sollten Sie sich erst einmal ein Bild vom Angebot machen. Es sagt nämlich auch etwas darüber aus, wie Sie am Markt wahrgenommen werden – und womöglich geht das in eine andere Richtung als Sie das gerne hätten.

So ein Headhunter Anruf ist eben immer auch eine Art Marktwert-Check. Deshalb lauten die wichtigsten Regeln für den Erstkontakt mit einem Personalberater:

  • Cool bleiben. Nur nicht nervös werden und auch nicht prahlen. Wie gesagt: Wenn der Headhunter anruft, ist das zunächst ein Kompliment. Er ist interessiert und hält Sie für potenziell geeignet. Potenziell. Es ist also noch Vieles offen.
  • Zurückhaltend agieren. Egal, wie sehr Sie sich durch den Anruf geschmeichelt fühlen – kommunizieren Sie vorsichtig. Lassen Sie weder einen zu starken Wechselwunsch erkennen (wirkt verzweifelt), noch sollten Sie gleich nach dem Gehalt fragen (wirkt gierig). Ebenso wenig sollten Sie schlecht über Ihren aktuellen Arbeitgeber sprechen (tödlich!). Bekunden Sie lieber grundsätzliches Interesse an neuen Herausforderungen und verabreden Sie sich nach dem Telefonat zu einem ersten physischen Treffen mit dem Executive Search Berater, wie die Leute im Fachjargon auch heißen.
  • Rückfragen stellen. Auch wenn Sie angerufen wurden – bleiben Sie bitte nie passiv. Jetzt schon nach dem suchenden Unternehmen zu fragen, ist zwar aussichtslos. Ein seriöser Personalberater wird diese Frage zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantworten, das kommt erst später. Allerdings dürfen und sollten Sie zugleich nach seinem vollen Namen fragen, seinen Kontaktdaten (notieren!), nach der Personalberatung für die er arbeitet, seiner Expertise in der Branche – und anschließend Ihrerseits diese Referenzen prüfen. Schließlich sollten Sie Ihre Karriere nicht in die Hände von irgendjemandem legen. Was Sie darüber hinaus nachfragen können: Um welche Art Job handelt es sich? Wichtige Eckdaten: Branche, Unternehmensgröße, Region, Position.
  • Diskret bleiben. Versuchen Sie zwischen den Zeilen zu lesen und sich möglichst schnell zu entscheiden, ob Sie interessiert sind. Wenn der Job so gar nicht zu Ihnen passt, sagen Sie das ruhig. Aber nicht beleidigt, weil das Angebot unter Ihrem Niveau sei, sondern mit der Begründung, dass Sie nach einer anderen Herausforderung suchen. Sollte Sie der Headhunter nach Ihrem Lebenslauf fragen, versenden Sie den bitte nie allzu leichtfertig. Es gibt schwarze Schafe in der Branche. Und Sie möchten nicht, dass Ihre Vita in diversen Personalabteilungen kursiert – schlimmstenfalls im eigenen Unternehmen. Deshalb: Den Lebenslauf bringen Sie erst nach dem zweiten Telefonat oder zum persönlichen Gespräch mit. Die wichtigsten Daten Ihres CV’s kann man ja (hoffentlich) auch schon im Netz recherchieren.
  • Viel lächeln. Wenn Sie ein Headhunter anruft, um Ihnen ein Jobangebot zu machen, dann lächeln Sie – auch am Telefon. Das kann man durchaus hören und Sie wirken so sofort aufgeschlossener und sympathischer. Ebenso können Sie beim Telefonat aufstehen und im Raum umher gehen. Klingt komisch, funktioniert aber: Sie klingen dadurch sofort dynamischer und entschlossener. Wer sitzenbleibt und sich in den Stuhl fläzt, wirkt dagegen immer behäbig.

Vorsicht Falle!

selbsttestworkaholic_warnung_transparentMachen Sie bitte nie den Fehler, zu fragen, WIE der Headhunter auf Sie gekommen ist. Schneller kann man sich nicht ins Aus schießen: Sie sind ein Top-Kandidat – er musste auf Sie kommen! Das muss Ihre Attitüde sein. Und selbst wenn der Personalberater nicht anruft, um Ihnen ein Angebot zu unterbreiten, sondern weil er einen Rat, einen Kontakt oder eine Referenz von Ihnen sucht, ist das gut: Er hält Sie für kompetent, ihm in dieser Frage zu helfen. Und das sollten Sie auch tun. Damit positionieren Sie sich gleichfalls als Fachkraft und Marktkenner – und die wenigsten Headhunter vergessen einen solchen Gefallen.

Zweitkontakt: Mit diesen Fragen sollten Sie rechnen

Natürlich sind Fragen zu Ihrem Alter, Ihrer Herkunft oder Religion unzulässig. Einen Personalberater, der Sie danach fragt, dürfen Sie sofort abwürgen – unprofessionell. Kommt aber – zugegebenermaßen – auch selten vor.

Wenn das Gespräch länger dauert und Sie grundsätzliches Interesse signalisieren, sollten Sie dagegen im Zweitkontakt oder bei ersten persönlichen Treffen mit folgenden Fragen rechnen, die Ihre Motivation, Ihre Ziele und Selbstreflexion abklopfen. Diese zehn Fragen sind typisch:

  • Was war Ihr bisher größter Erfolg und wie haben Sie diesen erreicht?
  • Was war Ihre größter Herausforderung und wie haben Sie diese bewältigt?
  • Was bedauern Sie am meisten? Warum?
  • Was treibt Sie an?
  • Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?
  • Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
  • Welche Ziele verfolgen Sie in Ihrer Karriere?
  • Was mögen Sie an Ihrer derzeitigen Position am wenigsten?
  • Warum sind Sie bereit, Ihre aktuelle Position zu verlassen?
  • Wären Sie bereit, umzuziehen?

Die Antworten auf diese Fragen sollten zwar nicht wie aus der Pistole geschossen fallen – das sieht am Ende noch so aus, als hätten Sie darauf gewartet. Aber zu zögerlich sollten sie auch nicht kommen. Schließlich sind das Fragen, die man sich auch selbst immer wieder mal stellen sollte. Sie helfen bei der beruflichen Orientierung ebenso wie bei der Korrektur, falls man vom seinem Karriereweg abgekommen ist.

Fragen, die Sie dem Headhunter stellen sollten

Natürlich gibt es auch Fragen, die SIE dem Headhunter stellen sollten – nicht zuletzt um zu dokumentieren, dass Sie Profi sind und nicht auf der Suche nach einem x-beliebigen Job.

Aus der folgenden Liste müssen Sie natürlich nicht alle Fragen stellen und einzeln abhaken, die generellen Themen allerdings schon behandeln und ansprechen:

    Position und Unternehmen

  • Aus welcher Branche stammt das Zielunternehmen, Größe, Umsatz?
  • Wie ist dessen aktuelle wirtschaftliche Situation?
  • Gibt es akute und laufende Change-Prozesse, von der auch diese Position betroffen ist?
  • Wo in der Hierarchie ist die Position angesiedelt, wer berichtet, an wen muss berichtet werden?
  • Wird die Stelle neu geschaffen oder gibt es einen Vorgänger?
  • Warum ist der ausgeschieden?
  • In welchem Rahmen bewegt sich das Gehalt?
  • Anforderungen

  • Wie sieht die Einarbeitungsphase aus?
  • Wie schnell und welche Ergebnisse werden erwartet?
  • Welche Herausforderungen sind zu erwarten?
  • Auswahlprozess

  • Wie geht es nach dem Gespräch weiter?
  • Wie viele Interviews werden noch geführt und mit wem?
  • In welchem zeitlichen Rahmen wird es zu einer Entscheidung kommen?

Gute Gründe zu wechseln

selbsttestworkaholic_warnung_transparentGute Motive, seinen aktuellen Job zu wecheseln, sind aus Personalberatersicht zum Beispiel eine erfolgreiche Beförderung oder ein ähnlicher Meilenstein. Also etwas, das zeigt, dass man aus einer Position der Stärke und des bisherigen Gelingens heraus wechselt.

Bewerben nach einer Beförderung? Das klingt zunächst einmal kontraintuitiv. Aber wenn man befördert wurde, kommt erstmal nichts mehr. Meist ist die Beförderung ohnehin nur das nachgereichte Label dafür, dass man etwas schon beherrscht. Also geht man damit raus und versucht sich von diesem Level aus anderswo weiterzuentwickeln. Dann sind auch die Verhandlungschancen am besten.

Ein weiterer guter Grund: eine echte Perspektive im neuen Job, die man so vorher nicht hatte. Hier sollte man allerdings aufpassen mit Worthülsen, etwas konkreter sollte die neue Rolle schon umrissen werden.

Vorsicht jedoch immer bei einem Wechsel aus Frust oder unter Druck. Das wirkt schnell wie eine Flucht. Deshalb ist hier eine besonders umfangreiche Recherche erforderlich, ob der neue Job wirklich alles ausräumt, was denjenigen bisher so stört. Sonst könnte sich der Wechsel über kurz gar als Traufe erweisen.

Wie macht man Headhunter auf sich aufmerksam?

Tatsianama/Shutterstock.comWas aber, wenn Personalberater bei allen denkbaren Bekannten und Kollegen anrufen – nur nicht bei einem selbst?

Gewiss, das kratzt gewaltig am Ego und nährt Zweifel, ob man wirklich die Spitzenkraft ist, für die man sich selbst gerne hält. Es kann aber auch sein, dass Sie bisher einfach nicht genug auf sich aufmerksam gemacht haben und daher schlicht nicht auf dem Radar der Headhunter aufzutauchen. Gut ist das zwar auch nicht, lässt sich aber leichter ändern.

Bevor Sie loslegen, sämtliche Headhunter anrufen und Ihren Lebenslauf als Massenmail verteilen – so geht’s nicht!

Erstens ist das peinlich, zweitens deklassiert Sie das zum Bittsteller.

Wer noch am Anfang seiner Karriere steht, sollte sich vielmehr in (Online-)Netzwerken engagieren oder hochkarätige Veranstaltungen besuchen, zu denen auch Personalberater erscheinen, und diese dort eher zufällig (!) am Buffet oder bei einem Glas Sekt kennenlernen.

Wer dann Interesse bekundet, dem können Sie anschließend gerne einen persönlichen Brief (ohne Lebenslauf) schicken, sich für das nette Gespräch bedanken und wünschen, dass man doch in Kontakt bleiben möge.

Professionell wirkt zudem, wenn Sie auch noch ein paar Empfehlungen für kompetente Kollegen übrig haben.

Wie Sie Ihr Xing-Profil nutzen

Recruiting-Xing-150Der einfachste Weg wäre, im Bereich “Ich suche” Ihre Jobsuche explizit zu benennen. Das könnten aber auch Kollegen – oder schlimmer – der Chef lesen. Eleganter ist, das eigene Profil erst einmal vollständig auszufüllen, mit einem ansprechenden Bild zu versehen und potenziellen Headhuntern ein umfassendes Bild der eigenen Kompetenzen zu liefern. Stellen Sie dazu bitte auch sicher, dass diese Informationen für Besucher Ihres Profils sichtbar sind, die über eine Suchmaschine kommen.

Den Beschreibungstext “Ich biete” sollten Sie zudem mit wichtigen Schlüsselbegriffen anreichern unter denen man eine Fachkraft wie Sie suchen könnte beziehungsweise finden sollte. “Offenheit für Neues” klingt hier generell, kann auch auch ein gutes Signal sein. Wer noch mehr Aufmerksamkeit auf sich lenken will, sollte sich in thematisch passenden Gruppen aktiv beteiligen. Womöglich diskutieren da auch schon einige Personalberater mit oder fragen nach Empfehlungen.

Tipps für Manager: Spielen Sie über Bande

 Andrey_Popov/shutterstock.comFür Manager in einer gehobenen Position ist diese Strategie allerdings nur bedingt geeignet. Kaltakquise verbietet sich für sie, Anbiederei erst recht.

Ihnen hilft daher nur über Bande zu spielen: Wer auf sich aufmerksam machen will, muss das über die Empfehlung eines Dritten tun. Das ist ohnehin der eleganteste Weg.

Pflegen Sie also nicht nur Kontakte zu Headhuntern, sondern knüpfen Sie auch rechtzeitig Beziehungen zu Leuten, die ihrerseits mit Personalberatern dicke sind.

Bevor Sie irgendjemand anruft, wird der Headhunter ohnehin zwei Vorarbeiten leisten:

  • Er wird Ihr Profil (online) recherchieren
  • Und er wird sich fragen, wie gut die Referenz ist, die Sie empfohlen hat.

Ihre Reputation wirkt also umso stärker, je mehr hochkarätige Fürsprecher Sie gewinnen.

Der Umkehrschluss daraus: Wenn Sie noch kein solches Netzwerk haben, fangen Sie sofort damit an, eines aufzubauen!

Und ganz wichtig: Tanzen Sie nicht auf allen Hochzeiten!

Ihren Lebenslauf sollten wirklich nur ausgewählte Personalberater erhalten. Wer seine Daten wie Schrot verschießt, schadet sich nachhaltig. So jemandem haftet der Ruch der Prostitution an. Und es kann immer passieren, dass einer davon plaudert, Ihren Lebenslauf diversen Auswahlverfahren beimischt – bis vielleicht auch Ihr aktueller Arbeitgeber dabei ist. Blöd, wenn der Chef so erfährt, dass Sie sich gerade wenig loyal verhalten.

Tipps, wie Sie unseriöse Headhunter erkennen

Headhunter__des_GrauensDie Berufsbezeichnung des Personalberaters ist nicht geschützt. Das heißt: Jeder kann sich Personalberater oder Headhunter nennen – unabhängig davon, ob er oder sie dafür auch qualifiziert ist. Entsprechend undurchsichtig ist der Markt, und halbseidene Beratergestalten darunter sind gar nicht selten. Auch die können mit dem Telefon umgehen (nur nicht mit Menschen) und bei Ihnen plötzlich anrufen. So jemand findet dann Kandidaten, aber eigentlich nur versehentlich.

Wer von einem solchen Kopfjäger kontaktiert wird, sollte – entgegen aller Höflichkeit – nach nur einem Motto handeln: Bei Anruf – sofort auflegen! Alles andere wäre Karriere-Harakiri.

Aberworan erkennt man die schwarzen Schafe der Branche? Sagen wir so: Es gibt ein paar Indizien…

Geheimniskrämerei. Wie war doch gleich Ihr Name? Wo finde ich Sie im Internet? Achso, können Sie nicht verraten… Verständlich, wenn Headhunter beim Erstkontakt Ihren Auftraggeber nicht gleich nennen wollen, aber einem Seriositäts-Check müssen Sie sich unterziehen lassen. Der Anruf könnte schließlich auch vom eigenen Arbeitgeber arrangiert sein, um die Loyalität des Mitarbeiters zu prüfen. Für welche Beratung arbeiten Sie doch gleich? Sagen Sie nicht?
Überfallanruf. Kaltakquise ist eigentlich nicht zulässig. Trotzdem kommt sie regelmäßig vor. Ruf der Kopfjäger auf der Arbeit an, darf der Anruf deshalb nur kurz sein. Headhunter dürfen jetzt maximal testen, ob der Kandidat gesprächsbereit ist, können ihm kurz die offerierte Stelle schildern und nach der Privatnummer fragen. Mehr nicht. Wer gleich mehr wissen will, stört nur und beherrscht nicht mal das kleine Einmaleins seines Jobs.
Ahnungslosigkeit. Was noch mehr nervt, als Überfallinterviews, sind Fragen zum Lebenslauf, die bereits überall öffentlich im Netz zu finden sind. Business-Netzwerke wie Xing oder Linkedin machen es heute jedem Headhunter leicht, seine Hausaufgaben zu machen: Ausbildung, Interessen, bisherige berufliche Stationen und Erfolge – danach muss keiner fragen, wenn es schon dokumentiert ist.
Beschönigung. Irgendwann muss die Katze aus dem Sack: Um welchen Arbeitgeber geht es? Um was geht es bei diesem Job? Wer ist der neue Chef? Headhunter müssen ihre Kandidaten letztlich abwerben, der nächste Job muss also besser sein als der jetzige. Doch wer jetzt falsche Versprechungen macht, die wirtschaftliche Schieflage des suchenden Unternehmens verschweigt oder den problematischen Charakter des Chefs in spe, handelt wie ein Gebrauchtwagenhändler, der einem ein Montagsauto andreht. Kommt erst nach Jobantritt heraus, dass das nicht zusammenpasst, sind beide Seiten angeschmiert.
Minderwertigkeit. Wo sich Beschönigen noch als falsch verstandenes Engagement für den Auftraggeber entschuldigen ließe, wird der Anruf vollends zum Affront, wenn der angebotene Job tatsächlich gar keinen Karriereschritt darstellt, sondern das Gegenteil. Entweder der Headhunter hat seine Hausaufgaben nicht gemacht (siehe Punkt 3) oder er sagt damit indirekt, was er wirklich von dem Angerufenen hält. Schlimmstenfalls trifft beides zu.
Manipulation. Die Berufsbezeichnung Personalberater trifft es schon ganz gut: Es geht darum, (Top-)Personal zu beraten – aber nicht zu belehren oder zu beeinflussen. Ganz schlecht: Den Kandidaten nicht danach fragen, wo er hin will und was seine Berufsziele sind, sondern ihm ein Ziel einreden. Natürlich das, was zufälligerweise auf den offerierten Job passt.
Erklärungsnotstand. Nicht jeder Kandidat kommt am Ende zum Zuge. Das ist okay, es handelt sich nun mal um einen Auswahlprozess. Seriöse Headhunter aber sehen in ihren Kandidaten dauerhafte Partner, deren Karriere sie auch künftig noch voranbringen können. Daraus ergibt sich allerdings auch eine gewisse Erklärungspflicht, warum es mit dem Job nicht geklappt hat. Sich einfach nicht mehr zu melden, offenbart dagegen eine anderes Geschäftsmodell: modernen Menschenhandel.

Namhafte Personalberatungen im Überblick

Headhunter Wer wird gesucht In welchen Branchen
Board Consultants Oberste Führungsebene Auto, Bildung, Chemie, Finanzen, Handel, IT, Konsumgüter, Telekom
Civitas Führungskräfte Beratung, Finanzen, Internet, IT, Medien
Delta Amrop Hever 1. bis 3. Führungsebene Auto, Dienstleistungen, E-Business, Familienunternehmen, Finanzen, Gesundheit, Handel, Industrie, Internet, IT, Konsumgüter, Logistik, Medien, Öffentlicher Sektor, Pharma, Telekom, Tourismus
Egon Zehnder Obere Führungskräfte Finanzen, Gesundheit, Industrie, IT, Konsumgüter, Telekom, Pharma
Gemini Executive Search Fach- und Führungskräfte Alle Branchen
Hanover Matrix Obere Führungskräfte Alle Branchen
Hay Group Obere Führungskräfte Alle Branchen
Heads! 1. bis 3. Führungsebene Auto, Dienstleistungen, Finanzen, Handel, Konsumgüter, Medien, Technologie
Heidrick & Struggles 1. und 2. Führungsebene Alle Branchen
Kienbaum Fach- und Führungskräfte Auto, Chemie, Energie, Finanzen, Gesundheit, Immobilien, IT, Maschinenbau, Öffentlichen Sektor, Pharma, Telekom
Korn/Ferry Obere Führungsebene Alle Branchen
Ray & Berndtson Fach- und Führungskräfte, Spezialisten Auto, Dienstleistungen, E-Commerce, Energie, Finanzen, Gesundheit, Handel, Industrie, IT, Konsumgüter, Öffenentlicher Sektor, Pharma, Telekom
Russell Reynolds Obere Führungskräfte Finanzen, Gesundheit, Industrie, IT, Konsumgüter
Signium 1. und 2. Führungsebene, Spezialisten E-Business, Familienunternehmen, Internet, IT, Konsumgüter, Logistik, Maschinenbau, Medien, Medizintechnik, Pharma, Telekom
SpencerStuart Fach- und Führungskräfte Bildung, Dienstleistungen, Finanzen, Gesundheit, Industrie, IT, Konsumgüter, Medien, Private Equity, Telekom

Apropos: Welche Erfahrungen haben Sie mit Headhuntern gemacht?

[Bildnachweis: Vitchanan Photography, auremar, Ollyy by Shutterstock]

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