Boss-Chef-MannLeider gibt es sie überall: Führungskräfte, die einen Zustand verwalten, statt visionär zu führen; Manager, die Meister darin sind, gegen neue und unkonventionelle Projekte Argumente zu finden; fiese Chefs, die sich nie hinter beziehungsweise vor ihre Mitarbeiter stellen, wenn diese scheitern oder angegriffen werden, die Fehler zu inakzeptablen Vergehen erklären – auch die einmaligen -, gleichzeitig aber den Mangel an Kreativität und Selbstständigkeit ihrer Subordinierten beklagen. Was kann man da tun?

Hilfe, Mein Chef ist ein Mistkerl!

Ich kann täglich nur eine Person zufrieden stellen. Heute ist nicht Ihr Tag. Morgen und den Rest des Monats sieht es auch schlecht aus…

Es gibt viele gute Wege auf den Chefsessel. Der andere ist, ein Ekel zu sein.

Nicht selten werden ausgerechnet die rücksichtslosen Widerlinge befördert, die wie Mähdrescher durch ihre Umwelt pflügen und alles und jeden rasieren, der sich ihnen in den Weg stellt. So unangenehm das auch ist – Fieslinge haben vor allem zwei Talente, die ihnen das Leben erleichtern:

  • Sie sind unabhängig von der Meinung anderer und
  • sie beherrschen die Kunst der Manipulation.

Zwar macht man sich mit Sprüchen wie dem obigen nicht sonderlich beliebt, schon gar nicht, wenn man der Chef ist. Aber es wirkt. Leider.

Im Büro geht es zuweilen zu wie in einem Irrenhaus: Was im Fernsehen und bei Stromberg noch Fremdschämreflexe auslöst, grenzt im wahren Leben an Psychofolter und macht die Arbeit zur Hölle.

Fiese Chefs, die ihre Mitarbeiter einzeln oder vor der Gruppe erniedrigen und so ein Klima der Angst und des Schweigens schaffen, gibt es überall. Aber wer will schon einen Affen im Business-Anzug; einen Teflon-Boss, an denen jede Kritik abprallt oder einen Chefs, der nachts auf seinem Supermannheftchen schläft und morgens eine Spruchsalve nach der anderen raushaut und sich damit bloß selbst feiert? Eben.

Tyrannen-Test

Es gibt zahlreiche Cheftypen… Aber ist Ihr Boss ein Mistkerl? Dann finden Sie es heraus – mit unserem Tyrannen-Schnelltest mit typischen Indizien für einen bösen Boss.

7 Anzeichen für einen fiesen Chef

Immerhin: Es gibt ein paar typische Merkmale und verräterische Indizien, woran Sie schwache und damit tendenziell fiese Chefs frühzeitig erkennen:

  1. Entscheidungsschwäche. Es gibt immer Unsicherheiten, Fürs und Widers. Managen heißt, riskante Entscheidungen trotzdem zu treffen, weil immer Variablen übrig bleiben. Wankelmütige Manager aber suchen ständig nach neuen Optionen. Sie wollen Fehler vermeiden und vermeiden doch nur eins: das Handeln.
  2. Bevormundung. Wer seine Mitarbeiter wie Kinder behandelt, darf sich nicht wundern, wenn diese irgendwann das Denken einstellen. Mehr noch: Solches Verhalten sorgt dafür, dass keiner mehr Verantwortung übernimmt. Es entsteht eine Kultur der Unselbstständigkeit und des Misstrauens.
  3. Kritikunfähigkeit. Ein Klassiker. Auch Manager sind Menschen und damit fehlbar. Wer jedoch übersensibel auf Kritik reagiert und sich nur noch mit Ja-Sagern umgibt, hat einen sicheren Weg gefunden, von Katastrophen erst dann zu hören, wenn sie nicht mehr zu vermeiden sind.
  4. Gesetzestreue. Regeln sind Leitplanken, die auf Erfahrungen beruhen. Die wenigsten davon sind jedoch mit der Hand Gottes geschrieben und in Stein gehauen. Deshalb dürfen Sie gelegentlich auch gebrochen oder angepasst werden. Das nennt man dann Reaktionsvermögen und Anpassungsfähigkeit. Ansonsten bieten Traditionen freilich einen guten Vorwand, nichts mehr hinterfragen zu müssen.
  5. Eitelkeit. Es ist ein ehernes Gesetz des Erfolgs: A-Leute umgeben sich mit A-Leuten, B-Leute mit C-Leuten. Soll heißen: Top-Talente erkennt man daran, dass sie die Nähe zu anderen Top-Talenten suchen. Sie schätzen den Austausch untereinander, fürchten sich nicht vor den eigenen Unzulänglichkeiten und sehen in dem anderen eine Bereicherung, ja vielleicht sogar einen Ausgleich der eigenen Schwächen. Anders die zweitklassigen Manager: Sie sehen vor allem ihre Schwächen und sind ständig in Sorge, ein besserer könnte diese offenbaren oder schlimmer – sie überholen. Deswegen umgeben sich die Zweitklassigen am liebsten mit Drittklassigen und fördern diese auch nicht. So bleibt ihr Sattel sicher. Vorläufig.
  6. Beraterliebe. Das klingt vielleicht ungewöhnlich, beweist sich aber oft in der Praxis: Viele Consultants werden gerufen, um unangenehme Entscheidungen zu rechtfertigen. Sie liefern die Show, damit der Chef sagen kann: “Eine unabhängige Studie hat ergeben, dass wir Kosten sparen und Stellen streichen müssen. Ich wollte das ja nicht, aber jetzt…” Dabei stand das von vorne herein fest. Manager, die zu oft und für jede Kleinigkeit einen Berater einstellen, müssen sich fragen lassen, worin ihre Leistung eigentlich noch besteht. Und vor allem: Warum sie nicht den Schneid haben, für ihre Entscheidungen selber gerade zu stehen?
  7. Überstunden. In vielen Unternehmen gibt es eine objektivierte Messlatte für Einsatz und Leistung: die Zeit. Wer bis spät abends noch im Büro hockt und malocht, gibt alles für die Firma, hat Spaß am Job und diesen im Griff. Wirklich? Nicht selten sind Überstunden nur ein Zeichen für mangelnde Organisation, reine Show oder ein Indiz für private Probleme. Wer abends der letzte im Büro und morgens schon wieder der erste ist, kann sich vielleicht selbst nicht managen. Und wem das schon bei sich selbst nicht gelingt…

10 Dinge, die wirklich nur dumme Chefs sagen

ArtFamily/ShutterstockAber auch was sie sagen, entlarvt die Bad Bosses. In ihren Worten schwingen Geringschätzung, fehlender Respekt und Herzenskälte ebenso mit wie die Gewissheit, dass sie ihrer Basis längst entrückt sind. Das ist ärgerlich, keine Frage. Aber viel betrüblicher ist, dass aus vielen dieser Sätze veritable Dummheit spricht. Zehn der dämlichsten Verbalinjurien finden Sie in der folgenden Liste:

“Wenn Sie den Job nicht wollen, finde ich ganz schnell einen anderen dafür.” Selbst wenn man es mit einem renitenten, faulen Mitarbeiter zu tun hat, ist der Satz dennoch dumm. Denn er ist in Wahrheit eine Kapitulation. Wer ihn ausspricht, gibt zu, seine Mitarbeiter entweder nicht motivieren oder ihnen nicht den Job geben zu können, in dem sie aufblühen und sich engagieren wollen. Und sollte der Mitarbeiter tatsächlich chronisch unfähig und unwillig sein, ist diese Drohgeste überdies feige. Denn sie umgeht den in diesem Fall einzig richtigen Schritt: “Hiermit kündige ich Ihnen zum…”
“Sie werden hier nicht fürs Denken bezahlt.” Bravo! Sie haben Menschen eingestellt, obwohl Sie eigentlich Maschinen wollten. Dumm gelaufen. Denn die werden auch noch krank, machen Vorschläge und haben vielleicht sogar noch bessere Ideen als Sie selbst. Immerhin: Sie bezahlen wenigstens noch was dafür. Das ist zumindest eine Evolutionsstufe weiter als Sklaverei.
“Das war keine Bitte, sondern eine Anweisung.” Diesen Satz hört man an keinem anderen Ort als im Job. Warum eigentlich? Nur dort traut sich jemand, eine solche Respektlosigkeit auszusprechen. Natürlich haben Hierarchien Sinn. Aber ein Chef, der zu diesem Mittel greift, muss sich fragen lassen, warum seine Autorität allein eine geliehene und keine natürliche ist. Smarte Chefs dagegen müssen in der Regel nicht einmal um etwas bitten – ihr Team sieht auch so, was zu tun ist, und löst das Problem. Wortlos.
“Wer hat Ihnen das erlaubt?” Wer seine Mitarbeiter wie Kinder behandelt, darf sich nicht wundern, wenn diese irgendwann das Denken einstellen. Mehr noch: Solches Verhalten sorgt dafür, dass keiner mehr Verantwortung übernimmt. Gegenfrage: Wollen Sie Mitarbeiter, die eigenverantwortlich und unternehmerisch denken und handeln? Oder reine Befehlsempfänger? Ein Manager, der diese Frage stellt, verrät sich als Kontrollfreak, der seinem Team nur wenig bis gar kein Vertrauen schenkt. Da sollte man sich gleich noch eine weitere Frage stellen: Will ich wirklich für ein Unternehmen arbeiten, das eine solche Misstrauenskultur pflegt?
“Lassen Sie alles stehen und liegen und machen Sie das – JETZT!” Gewiss, manche Dinge vertragen keinen Aufschub. Wenn es igrendwo brennt, sollte man sich sofort in Sicherheit bringen. Problematisch wird es aber, wenn Chefs regelmäßig, oder gar täglich solchen Alarm machen. Das ist kein Management mehr, sondern planloser Reaktionismus. Obendrein verrät das einen Boss, der keine Prioritäten setzen kann.
“Ich will von Problemen nichts wissen.” Klasse, der erste Schritt ist gemacht, um eine Katastrophe zu züchten. Klar, manchmal steckt dahinter auch nur Frust, weil die betreffenden Mitarbeiter ihr Problem einfach nur delegieren wollen, statt selbst über eine Lösung nachzudenken. Dann aber wäre klüger, nach einem Lösungsvorschlag zu fragen, statt das Problem auf diese Weise wegzudrücken. Was tatsächlich beim Mitarbeiter ankommt, ist die Aussage: Sag mir nur noch Dinge, die ich hören will – ansonsten: troll dich!
“Das klingt für mich eher nach einem persönlichen Problem…” Kann sogar stimmen. Aber jetzt ist es auch Ihr Problem. Nicht umsonst haben Führungskräfte nicht nur Verfügungsgewalt, sondern auch Personalverantwortung. Das bedeutet, dass sie sich auch um private Probleme kümmern müssen, wenn diese auf das Betriebsklima wirken. Bei Alkoholproblemen etwa. Den Mitarbeiter damit alleine zu lassen, ist nicht nur verantwortungslos – es ist auch kaltherzig und beweist soziale Inkompetenz.
“Sie können froh sein, überhaupt einen Job zu haben.” Davon abgesehen, dass dieser Satz eine bodenlose Frechheit ist und man einem solchen Chef am liebsten zurückspiegeln würde: Und du kannst froh sein, dass du überhaupt noch einen Menschen führen darfst! – Er ist auch die Bankrotterklärung eines Managers, der von Führung so viel Ahnung hat wie Fische vom Meer. Denn Mitarbeiter, die in Angst leben, arbeiten weder produktiver, noch machen sie mutige Vorschläge und bringen Innovationen hervor.
“…und jeder andere hier denkt dasselbe über Sie.” Ein kluger Chef gibt seinen Mitarbeitern konstruktives, nachvollziehbares und individuelles Feedback. Vor allem aber sind seine Rückmeldungen persönlich und in der Ich-Perspektive formuliert. Das ist schließlich auch die Aufgabe eines Managers: Menschen führen – nicht gängeln, sondern anleiten, damit sie sich weiterentwickeln und wachsen können. Dieser Satz aber soll nur verletzen, erniedrigen, degradieren. Und er verrät: Der Chef zweifelt ganz offenbar selbst die Kraft seiner Worte an. Sonst bräuchte er nicht die Rückendeckung durch eine eilig herbeiformulierte Mehrheit.
“Social Media haben im Job nichts verloren.” Willkommen in den Achtzigerjahren! Auch wenn Retro immer noch schick ist – in der Unternehmenskultur ist das einfach nur dumm. Erstens, weil zahlreiche Mitarbeiter ohnehin längst ihre privaten Geräte wie Smartphones einsetzen, um Social Media zu nutzen. Zweitens, weil sich das Unternehmen selbst damit zahlreicher Chancen beraubt, Kunden zufriedener, Mitarbeiter produktiver und die Kommunikation effizienter zu machen. Obendrein lassen sich oft sogar noch Kosten sparen und die Produkte mit Hilfe von außen optimieren (crowd sourcing). Die Entwicklung aufzuhalten ist daher nicht nur töricht – sie isoliert auch zunehmend.

Weitere dumme Chefsprüche

Leider alle schon in Büros gefallen…

  • „Finden Sie sich damit ab. Sie sind die Statue. Ich die Taube.“
  • „Sagen Sie mir zuerst, was Sie an Budget benötigen. Dann sage ich Ihnen, wie sie ohne auskommen.“
  • „Ich habe nie gesagt, dass es Ihre Schuld war. Ich hab gesagt, dass ich Sie dafür verantwortlich machen werde.“
  • „Ich kann wirklich nicht verstehen, wie man Sie bei der letzten Personalrationalisierung übergehen konnte.“
  • „Ich bin sicher, Sie werden weit kommen. Am Besten gehen Sie jetzt schon.“
  • „Wenn Sie noch dümmer wären, müsste man Sie zweimal wöchentlich wässern.“
  • „Schicken Sie ihm direkt alle drei Abmahnungen zusammen in einem Brief. Das spart uns Porto.“
  • „Wenn Ihnen die 24 Stunden am Tag nicht reichen, dann hängen Sie einfach noch zwei dran.“
  • „Machen Sie ein Blamestorming – und kommen Sie erst wieder, wenn Sie einen Schuldigen gefunden haben.“
  • „Wer nicht über meine Witze lacht, ist auch nicht loyal.“

Fieser Chef? 5 Tipps, wie es besser wird

BöserBossSeine Familie kann man sich nicht aussuchen, heißt es. Seine Kollegen in den vielen Fällen aber auch nicht. Jedenfalls nicht, wenn kündigen keine Option ist.

Das Münchener Geva-Institut fand einmal heraus: Angestellte lästern im Schnitt etwa vier Stunden pro Woche über ihren Vorgesetzten. Wohl nicht ohne Grund. Aber wenn wir ehrlich sind, dann gibt es Sinnvolleres, das man in den vier Stunden machen kann, um sich mit seinem Chef zu beschäftigen.

Deshalb, daher und darum: 5 Tipps, wie Sie mit schlimmen Chefs besser umgehen:

1. Fragen Sie sich, ob Sie besser gehen.

Sich mal mit einem miesen Chef rumschlagen? Okay, kommt vor. Wenn das Problem zwischen Ihnen und Ihrem Vorgesetzten größer wird oder gar chronisch, sodass Sie sich nur noch zur Arbeit quälen, sollten Sie sich die Frage ernsthaft stellen, ob Sie dort noch länger arbeiten wollen.

Der erste Schritt besteht also darin, eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen: Will ich gehen oder bleiben? Natürlich spielen hier viele weitere Faktoren eine Rolle: Können Sie sich einen Jobwechsel leisten? Passt der Zeitpunkt? Sind die Alternativen besser?

Dennoch gilt die Faustregel: Wenn die Probleme mit Ihrem Chef so tief sitzen, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, einen guten Job zu machen, ist es Zeit, weiter zu ziehen.

2. Wenn Sie bleiben, bleiben Sie positiv.

Angenommen Ihre Probleme sind belastend aber nicht unüberwindbar, dann ist es zumindest möglich, sich eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der Sie gemeinsam mit Kollegen gut zusammen arbeiten. Allerdings müssen Sie hierfür die richtige Basis schaffen: Ihre persönliche Zufriedenheit.

Wenn Sie jeden Tag frustriert, unglücklich und unzufrieden auf der Arbeit erscheinen, liegen die Chancen für ein positives Umfeld gering. Wenn Sie also die bewusste Entscheidung getroffen haben, zu bleiben, dann bleiben Sie auch bewusst positiv. Das ist tatsächlich eine Entscheidung! Gehen Sie nicht weiter auf das Verhalten Ihres Chefs ein, dass Sie sonst immer so wütend macht und lassen Sie sich von der negativen Stimmung, die dadurch vielleicht im ganzen Büro entsteht, nicht anstecken.

3. Bauen Sie Vertrauen auf.

Es ist sogar möglich, ein positives Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Chef wieder aufzubauen, egal wie inkompetent oder anstrengend der ist. Vorausgesetzt, er ist kein völliger Soziopath.

Zugegeben, das klingt weder besonders attraktiv, noch macht es großen Spaß. Vielleicht müssen Sie dabei sogar zusehen, wie er die Lorbeeren für Ihre Arbeit erntet, vielleicht müssen Sie sich von ihm wie ein Leibeigener behandeln lassen. Oder Sie müssen geduldig seinen selbstverherrlichenden Geschichten zuhören. Was auch immer es ist: So lange es nicht verletzend ist oder Ihnen nachhaltig und körperlich-seelischen Schaden zufügt, können Sie versuchen, das Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Chef wieder herzustellen und das Ruder noch einmal herum zu reißen.

Böse Zungen könnten behaupten, dass es sich hierbei um pure Schleimerei handelt. Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht so. Aber frei nach dem Motto Der Klügere gibt nach ist es in Situationen wie diesen strategisch sinnvoller, sein eigenes Ego zurück zu stellen, um das Beste aus der Situation zu machen.

Ja, das kostet Kraft, sie können dabei aber nur gewinnen: Entweder wird der Job besser – oder Sie wissen mit Gewissheit, dass Sie dringend Ihren Hut nehmen sollten (siehe Punkt 1) und dass Sie sich definitiv nichts vorzuwerfen haben.

4. Erlangen Sie Unabhängigkeit.

Die Punkte, die Sie bisher auf dem Vertrauenskonto angesammelt haben, können Sie jetzt gegen etwas Nützliches eintauschen: Autonomie.

Machen Sie sich zum Verbündeten Ihres Bosses und verwenden Sie dazu kluge Fragen wie zum Beispiel:

“Soll ich in den Sommermonaten an der neuen Produkteinführung arbeiten? Ich weiß, dass Sie in diesem Zeitraum viele familiäre Verpflichtungen haben.”

Fangen Sie klein an. Lösen Sie seine Probleme und zeigen Sie Leistungsbereitschaft, das beruhigt ihn. Nutzen Sie die ersten Erfolgserlebnisse, um das Vertrauen zwischen Ihnen beiden weiter zu stärken. Liefern Sie Ihre Arbeit immer pünktlich ab und vermeiden Sie – wenn möglich – Überraschungen. Mit der Zeit vertraut er Ihnen – und lässt Sie immer mehr in Ruhe.

5. Bleiben Sie dran.

Es läuft. Sie haben das Vertrauen Ihres Chefs und Ihre Unabhängigkeit wächst stetig. Jetzt heißt es, behutsam Grenzen zu setzen, die Ihnen dabei helfen werden, in Ihrem Job glücklicher und zufriedener zu werden und zu bleiben. Das aber ohne eine Gegenreaktion Ihres Chefs zu provozieren.

Egal was für ein Kotzbrocken Ihr Chef ist: Jeder Mensch hat Respekt und Wertschätzung verdient. Jetzt, da er Ihnen vertraut, Sie wieder schätzen gelernt hat, sollten Sie ihm das klarmachen. Wenn Ihr Boss also mal wieder einen cholerischen Anfall hat, ungerecht oder unverschämt wird, sagen Sie ihm das – nicht aggressiv, sondern ruhig und sachlich, aber bestimmt. Er wird Ihnen jetzt deutlich mehr zuhören als vorher.

Und falls nicht und er ein unverbesserlicher Egomane ist – gehen Sie zurück zu Punkt 1.

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