Zeitersparnis: 16 Tipps für mehr Zeit

Tägliche Gewohnheiten machen unsere Routine aus, das Leben wäre ohne sie unvorstellbar. Dabei gibt es gute und schlechte Gewohnheiten, die sich im Laufe der Zeit bilden und Ihr Leben erleichtern oder eben auch erschweren. Kennen Sie alle Ihre Gewohnheiten? Gehen Sie den aktuellen Tag in Gedanken durch und führen Sie sich vor Augen, welche Automatismen Ihren Alltag beherrschen. Schlechte Gewohnheiten können nicht nur Ihrer Gesundheit schaden, sondern auch viel Zeit rauben. Mit folgende 16 Tipps zur Zeitersparnis schaffen Sie es, schlechte Gewohnheiten durch nützliche zu ersetzen…

Zeitersparnis: 16 Tipps für mehr Zeit

Zeitersparnis durch Änderung der Gewohnheiten

Morgens zwei Mal den Wecker auszuschalten, um länger zu schlafen, nur einen Kaffee zu trinken, statt sich ein ausgiebiges Frühstück zu gönnen, das Geschirr in der Spüle zu stapeln, statt es sofort abzuwaschen – schlechte Gewohnheiten sind genauso vielfältig, wie die Menschen selbst. Aber auch gute Gewohnheiten gehören zum Alltag: Jeden Morgen Zähne zu putzen und zu duschen, in Gedanken den Arbeitstag zu planen oder sich abends beim Lesen zu entspannen.

Es sind die Verhaltensweisen, die unbewusst ablaufen. Sie sollen uns das Leben erleichtern, weil wir nicht über Kleinigkeiten nachdenken müssen. Damit belasten wir uns nicht mit Nebensächlichkeiten und können uns auf die wirklich wichtigen Dinge des Alltags konzentrieren.

Leider kann das Gehirn nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten unterscheiden – sobald sich eine Gewohnheit verankert hat, ist es schwierig, sie wieder zu ändern. Die Ursache liegt in der Belohnung – das Gehirn merkt sich das gute Gefühl nach dem Kaffee oder auch nach der Zigarette und möchte es immer wieder erleben.

Gewohnheiten ändern in 4 Schritten

Gewohnheiten ändern in 4 SchrittenGewohnheiten lassen sich tatsächlich ändern, dazu müssen Sie nur verstehen, dass die Änderung wichtig und richtig ist. Eine Gewohnheit können Sie nicht verschwinden lassen, Sie müssen sie durch eine andere bessere ersetzen. Machen Sie aber nicht den Fehler, sofort alle schlechten Gewohnheiten auf einmal zu verändern, das geht schief – damit überlasten Sie Ihren Körper und Ihre Gedanken und es zieht negative Folgen für den Job nach sich. Machen Sie kleine Schritte und fangen Sie mir einer Gewohnheit an – ist der Anfang erst gemacht, wird es mit der Zeit immer leichter. Folgen Sie diesen vier Schritten:

  • Machen Sie keine Ausnahmen

    Ein trockener Alkoholiker muss sich strickt von jedem alkoholischen Getränk fernhalten, ein Drogensüchtiger darf keine Spritze sehen oder anfassen. Das ist zwar ein harter Vergleich, aber diesem Prinzip sollten auch Sie folgen. Lassen Sie keine Ausnahmen zu, sonst steigt die Gefahr eines Rückfalls und die früheren Anstrengungen waren umsonst.

  • Vermeiden Sie Versuchungen

    Wollen Sie sich gesünder ernähren? Kaufen Sie keine Tiefkühlpizza. Wollen Sie mehr Sport treiben? Lassen Sie den Fernseher aus, wenn Sie nach Hause kommen, ziehen Sie sich eine Sporthose an und joggen Sie los. Meiden Sie alle Faktoren, die zur alten Routine führen.

  • Vermeiden Sie Freiräume

    Um lästige Gewohnheiten durch gute und nützliche zu ersetzen, lassen Sie keine Freiräume zu. Wenn nichts zu tun ist, neigen wir dazu, in alte Muster zurückzufallen. Verspüren Sie etwa das Bedürfnis nach einer Zigarette zu greifen? Trinken Sie einen Schluck Wasser oder lenken Sie sich mit etwas anderem ab. Lassen Sie keine Langeweile aufkommen, sie führt in vielen Fällen nur zum Rückfall.

  • Dokumentieren Sie die Erfolge

    Eine Fitness-App oder eine Motivations-App, um mit dem Rauchen aufzuhören, welche die Erfolge automatisch bei Facebook und Twitter posten, sind gute Werkzeuge, alte Gewohnheiten abzulegen und sich neue anzueignen. Verfolgen Freunde und Bekannte Ihre Posts, baut sich durch das Feedback und die Anregungen ein in diesem Fall hilfreicher Druck auf, der Sie vom Rückfall fernhält. Wenn Sie Ihr Vorhaben mit anderen teilen, fühlen Sie sich eher verpflichtet, es auch wirklich durchzuziehen.

Zeitersparnis: 16 Tipps für zeitsparende Gewohnheiten

Folgende Tipps helfen Ihnen nicht nur dabei, Zeit zu sparen, sondern auch lästige Gewohnheiten abzulegen und Ihren Tagesablauf effizienter und organisierter zu gestalten.

  1. Automatisieren Sie tägliche Aufgaben

    Müssen Sie sich nicht mehr mit lästigen alltäglichen Aufgaben beschäftigen, können Sie Ihre Konzentration und Ihre Energie auf wichtigere Dinge richten. Bleibe einfach keine Zeit zum Kochen? Nutzen Sie den Lieferservice – es muss ja kein Fastfood sein, gesundes Essen wird ebenfalls bequem nach Hause gebracht. Vergessen Sie monatliche Rechnungen zu bezahlen? Richten Sie Daueraufträge für regelmäßige Ausgaben ein. Befreien Sie sich von der täglichen belastenden Routine, haben Sie mehr Zeit für Hobbys und für sich selbst.

  2. Treffen Sie morgens wichtige Entscheidungen

    Ihre Willenskraft kann genau in dem Moment versagen, wenn sie am meisten gebraucht wird. Treffen Sie bereits am Morgen alle wichtigen Entscheidungen und befreien Sie den Kopf von überflüssigen Informationen.

  3. Nutzen Sie die 4- Song-Regel jeden Morgen

    Die Idee dabei: Jedem Song wird eine morgendliche Gewohnheit zugeordnet, die Sie beim Fertigmachen haben und die auch im Laufe des Liedes erledigt werden muss. Die ungefähre Dauer eines Liedes beträgt bis zu fünf Minuten – Sie machen sich also innerhalb von 20 Minuten fertig. Und das geht so:

    • Song 1: Sie putzen die Zähne.
    • Song 2: Sie duschen.
    • Song 3: Sie ziehen sich an – sogar tanzend, wenn Sie wollen, das verbessert die Laune.
    • Song 4: Sie legen die Accessoires an, etwas Deo, packen die Tasche und machen die Musik aus. Fertig!

    Haben Sie gelernt, sich in kurzer Zeit fertig zu machen, erlangen Sie einen entscheidenden Vorteil: Sie können länger schlafen.

  4. Hören Sie Podcasts oder Hörbücher

    Zum Beispiel, wenn Sie aufräumen oder kochen. Auch beim Duschen und beim Zähneputzen können Sie so die Zeit sinnvoll nutzen. Fahren Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit? Laden Sie sich Podcasts mit nützlichen Informationen auf Ihr Smartphone runter und machen Sie etwas aus der Zeit, die sonst ungenutzt verstreichen würde.

  5. Machen Sie eine Prioritäten-Liste

    Damit führen Sie wichtige Aufgaben schnell und effektiv durch. Bauen Sie die To-Do-Liste so auf, dass die wichtigste Aufgabe ganz oben steht und noch mit frischem Kopf erledigt wird – meistens ist das auch die umfangreichste. Später können Sie die leichteren Punkte auf der Liste abarbeiten, die weniger Zeit in Anspruch nehmen.

  6. Nutzen Sie die 2-Minuten-Regel

    Nimmt eine Aufgabe nicht viel Zeit – genauer gesagt 2 Minuten oder weniger – in Anspruch, machen Sie sie sofort. Haben Sie gerade Zeit, E-Mails zu verschicken? Schreiben Sie diese jetzt. Verschieben Sie das Abschicken auf später, wird es nicht zwei, sondern fünf Minuten in Anspruch nehmen.

  7. Meiden Sie Ablenkungsfaktoren

    Je weniger Sie sich ablenken, desto produktiver arbeiten Sie. Werden Sie ständig vom Smartphone abgelenkt? Packen Sie es weg. Stören Sie lästige Arbeitskollegen, die plaudern wollen? Schließen Sie die Tür zum Büro und machen Sie ihnen deutlich, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist.

  8. Seien Sie nicht ständig online

    Sollten Sie denken, dass Sie etwas Wichtiges verpassen, wenn Sie nicht in den sozialen Netzwerken sind, dann werden Sie jetzt enttäuscht: Denn das stimmt nicht. Es kommt nicht auf die Minute oder Stunde an, in der Sie das witzige Katzenvideo sehen – bis zur Pause verschwindet es nicht aus dem Netz.

  9. Blockieren Sie bestimmte Webseiten

    Ist Internet für Ihren Job unabkömmlich, stellen Sie Ihren PC im Büro in den Arbeitsmodus ein: Blockieren Sie alle unnötigen und ablenkenden Seiten im Netz – soziale Medien, Nachrichten und geliebte Blogs. So reduzieren Sie das Risiko der Ablenkung auf ein Minimum.

  10. Prüfen Sie Ihre Mails nur 3 Mal am Tag

    Nicht häufiger. Versuchen Sie Ihren Tag nicht mit dem Lesen von E-Mails zu beginnen. Stellen Sie sich einen Plan auf: Der E-Mail Account wird beispielsweise nur um elf, 14 und 16 Uhr überprüft. Sonst machen Sie sich den Morgen und den so dringend benötigten Feierabend zunichte.

  11. Laufen Sie nie mit leeren Händen rum

    Es gibt immer einen Gegenstand, der nicht an seinem Platz liegt. Räumen Sie nach und nach auf: Nehmen Sie das Buch, das nicht im Regal steht, wenn Sie das nächste Mal vom Sofa aufstehen und stellen Sie es im Vorbeigehen auf seinen Platz.

  12. Nutzen Sie die Pomodoro-Technik

    Es wird viel über sie geschrieben – dafür gibt es auch einen Grund: Die Pomodoro-Technik ist eine effiziente Methode beim Selbstmanagement, beim Setzen von Prioritäten und bei Konzentrationsübungen. Dafür brauchen Sie nur eine Stoppuhr und Selbstdisziplin.

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  13. Machen Sie limitierte Pausen

    Sie dürfen sich durchaus eine Pause gönnen und die sozialen Netzwerke überprüfen – setzen Sie sich aber ein Zeitlimit, zum Beispiel zehn Minuten. Wenn die Zeit abgelaufen ist, widmen Sie sich wieder wichtigeren Dingen. Vorsichtig sollten Sie aber sein, eine Pause mitten in der Konzentration zu machen. Gute Ideen oder wichtige Gedanken gehen dabei gerne einmal verloren – und es dauert lange, bis man einen guten Ersatz gefunden hat.

  14. Nutzen Sie die Plus-1-Regel

    Nach dieser Regel sollten Sie schon beim Ausführen einer einfachen Aufgabe darüber nachdenken, was Sie anschließend innerhalb von einer Minute machen können. Waschen Sie gerade das Geschirr ab? Wischen Sie danach noch schnell über die Kochplatte. Schreiben Sie gerade E-Mails? Sortieren Sie danach die neuen Nachrichten. Auf diese Weise arbeiten Sie schneller und optimieren den Arbeitsprozess.

  15. Markieren Sie das Ende des Klebebands

    Klingt banal und unwichtig? Seien Sie ehrlich: Wie oft haben Sie nach dem Ende des Klebebands gesucht und sich geärgert, weil es nicht zu finden war? Stimmt zwar, hier geht es aber auch um die Metapher dahinter: Wenn Sie eine Aufgabe unterbrechen müssen – weil das Telefon klingelt, der Postbote da ist oder der Chef ins Büro platzt – machen Sie sich schnell eine Notiz, um schnell dort weitermachen zu können, wo Sie stehen geblieben sind.

  16. Gehen Sie pünktlich schlafen

    Sind Sie nicht zu einer bestimmten Uhrzeit im Bett, ist Chaos am nächsten Arbeitstag programmiert. Sie sind müde, machen Fehler, sind unkonzentriert und verplempern die Zeit, die Sie eigentlich brauchen. Die Schlafenszeit lässt sich leicht planen, sobald Sie erkennen, welcher Chronotyp Sie sind. Ihre Leistung im Büro hängt maßgeblich davon ab.

    Work Life Balance Tipps Chronophasen Vergleich

[Bildnachweis: FishCoolish by Shutterstock.com]
17. November 2018 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.

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