Schnauze voll vom Job? Keine Lust mehr auf nervige Kollegen oder launenhafte Chefs? Frustriert von sinnlosen Debatten ohne erkennbare Strategie? Offenbar geht das vielen so, wie kürzlich diese Twitter-Umfrage (rechts) gezeigt hat. Aber was dann machen? Den Job wechseln? Die Abteilung? Das Unternehmen? Oder doch lieber ausharren, abwarten und aussitzen, den ganzen Ärger?

Mats Liljegren und Kerstin Ekberg von der Universität Linköping in Schweden sind den Fragen nachgegangen, um herauszufinden, welche der Alternativen die beste ist. 662 Arbeitnehmer haben sich an der Studie beteiligt. 73 Prozent blieben ihrem Job trotz allem treu, 14 hatten sich einen anderen Arbeitgeber gesucht und 13 Prozent zumindest die Abteilung gewechselt.

Um es kurz zu machen: Wer aus lauter Frust den Job gekündigt und sich woanders einen neuen gesucht hatte, war fein raus. Zufriedenheit und Wohlbefinden, ja sogar der Gesundheitszustand hatten sich danach deutlich verbessert. Wer hingegen nur innerhalb des Betriebs den Arbeitsplatz tauschte, war danach kaum besser dran. Am schlimmsten erging es – erwartungsgemäß – jedoch den Ausharrern. Bei ihnen verschlechterten sich Gemütsverfassung und Gesundheit eher noch.

Aus Sicht der schwedischen Forscher ist der Hauptgrund für die Stimmungsaufhellung bei den Jobwechslern aber nicht das Glück der neuen Betätigung, sondern vielmehr ein psychologischer Effekt: Die Betroffenen haben ihr Glück selbst in die Hand genommen – und das vermittelt ihnen Handlungskontrolle und damit Selbstsicherheit. Die Verharrer dagegen spüren nur die Ohnmacht, weiterhin der Willkür der scheinbaren Entscheider ausgeliefert zu sein. Daran, so sieht es aus, kann auch ein interner Jobwechsel wenig ändern.