Studium: 20 Dinge, die Sie vor dem Abschluss machen sollten
Überfüllte Hörsäle, schlechtes Mensaessen und pedantische Professoren - Uni kann manchmal ganz schön nerven. Während des Studiums schimpfen viele Studenten: Die Angst, Klausuren nicht zu bestehen und das Lernpensum nicht zu schaffen, begleiten einen durchs Studium. Hinzu kommen bei den meisten Studenten finanzielle Sorgen, denn das Geld ist knapp und nur mit Nebenjobs kommt man einigermaßen über die Runden. Oft bemerkt man dabei gar nicht, dass man gerade etwas richtig Schönes erlebt. Erst im Rückblick erkennen die meisten, wie unbeschwert die Zeit als Student doch war. Wir haben 20 Dinge aufgelistet, die Sie vor dem Abschluss erlebt haben sollten...

Das Studium: Eine Zeit, an die man sehnsüchtig zurückdenkt

Die Abschlussarbeit ist geschrieben, die letzten mündlichen Prüfungen vorbei und auch die nervenaufreibende Lernerei hat ein Ende. Man trifft sich mit Freunden, feiert die letzten Tage des Studiums und alles, was in den vergangenen Jahren erreicht wurde.

Aus der neuen Perspektive blickt man fast ein wenig wehmütig zurück und erzählt Geschichten über die Statistikvorlesung, in der man zwischen Verzweiflung und Aha-Momenten schwankte, über den Professor, der immer mit einem Glöckchen klingelte, um sich Gehör zu verschaffen oder über Filme im Unikino und über kaputte Fahrstühle, die das Uni-Leben besonders gemacht haben.

20 Dinge, die das Studium unvergesslich machen

CebotariN/shutterstock.comDas Studium ist eine Zeit, an die fast alle ehemaligen Studenten gerne zurückdenken. Als Student genießt man eine Freiheit, die man als Schüler nicht kannte und als berufstätiger Erwachsener wahrscheinlich nie wieder haben wird. Trotz des Leistungsdrucks und aller Sorgen, die man vielleicht hat, sollte man diesen Lebensabschnitt auskosten - und dazu gehören viele lustige, spannende und einfach schöne Erinnerungen. Aus diesem Grund hier eine Liste mit Empfehlungen für unvergessliche Erlebnisse im Studium:

  1. Sich auf dem Campus verlaufen

    Frisch von der Schule betritt man das riesige und unüberschaubare Campusgelände der Universität. Als Erstsemester prägt man sich zuerst den Weg ins Hörsaalgebäude und in die Mensa ein. Doch erst, wenn man eine Fachbereichsbibliothek oder das Büro eines Professors sucht, beginnt man seinen Campus zu erforschen. Da passiert es schon einmal, dass man völlig verloren in irgendeinem Flur gelandet ist. Doch auf diese Weise findet man studentische Cafés oder stille Ecken zum Lernen.

  2. Oma das Studium erklären

    Großeltern sind in der Regel einfach nur stolz darauf, dass ihre Enkel studieren. Noch besser ist es, wenn sie Medizin studieren und die Oma ihren Freundinnen erzählen kann, dass ihr Enkel Arzt wird. Andere, außergewöhnliche Studiengänge sind ein komplexeres Gesprächsthema. Empirische Sprachwissenschaft? Das kann man studieren? Mit der Oma über das Studium zu sprechen, bringt Sie aber auch dazu, über den Nutzen Ihres Studiums nachzudenken.

  3. An einer exotischen Sportart beim Unisport teilnehmen

    Hochschulsport bietet eine riesige Auswahl an Sportmöglichkeiten. Die Teilnahme ist günstig und die Kurszeiten passen sich den Bedürfnissen von Studenten an. Es ist eine gute Möglichkeit neue Leute kennenzulernen, vor allem über den eigenen Fachbereich hinaus, und eine Sportart auszuprobieren, von der man bis dahin noch nichts gehört hat. Zum Beispiel Bokwa eine Mischung aus Boxen und der afrikanischen Musik Kwaito.

  4. Eine Seminararbeit in 24 Stunden schreiben

    Die Semesterferien waren schnell um und die ganze Zeit über konnte man sich nicht motivieren die Seminararbeit zu schreiben. Bis der Abgabetermin bedrohlich nahe kommt. Mit vielen Füllwörtern und der Wiedergabe der Inhalte des Seminars eine Arbeit in nur 24 Stunden schreiben - anstrengend, aber definitiv eine Erinnerung, die Sie nicht vergessen werden.

  5. Als Letzter aus der Bibliothek gehen

    In Klausurphasen leben viele Studenten praktisch in der Bibliothek. Vor allem in denen, wo die meisten Bücher nicht ausgeliehen, sondern nur vor Ort gelesen werden können. Inmitten von meterhohen Stapeln von Fachliteratur vergisst man schnell die Zeit und ist so vertieft in die Arbeit, dass man erst wieder im Hier und Jetzt ankommt, wenn eine Mitarbeiterin einen darauf hinweist, dass die Bibliothek in fünf Minuten schließt.

  6. Die Wohnung putzen, statt zu lernen

    Doch auch das Gegenteil von Punkt 5 kommt häufig vor. Man weiß, dass man eigentlich lernen müsste und kommt nicht zu Potte. Die dicke Staubschicht auf der Fensterbank und das dreckige Geschirr nerven. Und was macht ein guter Student? Greift zu Putzlappen und Eimer und verschiebt das Lernen auf später.

  7. Ein Referat ohne Vorbereitung halten

    Es ist ein unwichtiges Seminar und man möchte nur den Teilnahmeschein. Am Anfang des Kurses hat man sich einen Referatstermin geben lassen und diesen bald darauf wieder vergessen. In so einem Fall ist Improvisationstalent gefragt, doch werden Sie später noch oft davon berichten.

  8. Sich mit einem Professor betrinken

    Der Professor ist eine Respektsperson. Ehrfürchtig und leicht eingeschüchtert begegnet man ihm am Anfang des Studiums. Doch im Laufe der Zeit lernt man einige seiner Professoren und Dozenten auch von einer ganz anderen Seite kennen, besonders wenn man als Hilfskraft für sie arbeitet.

  9. Einem Dozenten während der Vorlesung widersprechen

    In einer Vorlesung mit mehreren hundert Studenten ist der Dozent in der Regel, die einzige Person, die spricht. Es kommt kaum vor, dass sich einer der Studenten zu Wort meldet. Und wenn, stellen die meisten Fragen, auf die ein weiterer Monolog des Dozierenden folgt. Dem Dozenten in dieser Situation zu widersprechen erfordert eine Menge Mut, doch es beeindruckt ihn auch.

  10. Erst aufstehen, wenn es dunkel ist

    Kneipentour, Fachschafts- oder WG-Party. Als Student hat man unglaublich viele Gelegenheiten feiern zu gehen. An jeder Uni gibt es legendäre Partys, wie zum Beispiel die Philosophen- oder Sportlerparty. Gerade am Anfang will man nichts verpassen und tingelt von einer Feier zur nächsten. Völlig fertig wacht man am nächsten Tag auf und stellt fest, dass es draußen schon dunkel geworden ist.

  11. Direkt von einer Party in die Vorlesung gehen

    Als Student geht man auch mal unter der Woche feiern. Das fängt dann mit dem Satz an:Nur ein oder zwei Bier, danach fahre ich nach Hause. Weil die Stimmung so gut war, ist man dann doch geblieben. Wenn man erst um 6 aus dem Club stolpert, lohnt es sich auch nicht mehr ins Bett zu gehen und man schleppt sich direkt in die 8-Uhr-Vorlesung.

  12. An einem sonnigen Tag an den See fahren, statt zur Uni

    Der Luxus des Studentseins besteht auch darin zu entscheiden, ob man zu Uni geht oder nicht - zumindest wenn keine dringende Anwesenheitspflicht besteht. Und manchmal ist das Wetter einfach zu verlockend und die Vorlesung zu langweilig, um hinzugehen.

  13. Sich ehrenamtlich engagieren

    An der Uni gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich umweltpolitisch oder sozial zu engagieren, beispielsweise bei Amnesty International. Viele Studierende gründen auch Vereine und engagieren sich lokal. Man wird mit den unterschiedlichsten Weltanschauungen konfrontiert, beginnt die Gesellschaft vielleicht ein wenig kritischer zu betrachten und lernt Menschen kennen, die sich leidenschaftlich für eine Sache einsetzen.

  14. Ein Semester im Ausland studieren

    Mit Erasmus und diversen Austauschprogrammen hat mittlerweile jeder Student die Möglichkeit eine zeitlang im Ausland zu studieren. Die Kenntnisse in einer Fremdsprache ausbauen, eine neue Art zu studieren und eine fremde Kultur kennenlernen. Mir ist noch kein Student begegnet, der es bereut hätte, diesen Schritt gemacht zu haben.

  15. Mit dem Rucksack die Welt bereisen

    Sich mit Nebenjobs etwas Geld ansparen und dieses für eine Reise in einen weit entfernten Teil der Erde ausgeben. Auch dafür ist ein Studium da. Man muss noch nicht für die eigene Familie aufkommen und die Semesterferien bieten genügend Zeit, ein solches Vorhaben umzusetzen. Besonders beliebt sind Trips nach Chile, Peru und Brasilien oder nach Thailand, Laos und Vietnam. Und weil das Budget knapp ist, wird mit Rucksack gereist und in Hostels übernachtet.

  16. Sich Montag oder Freitag frei halten (am besten beide Tage)

    Die meisten Studenten können sich ihren Stundenplan selbstständig zusammenstellen. Man besitzt die Freiheit sich auszusuchen, zu welchen Veranstaltungen man geht. Manchmal gönnt man sich den Luxus und verlängert sein Wochenende um einen Tag, ein Luxus, den man wohl nie wieder hat.

  17. Für ein studentisches Anliegen demonstrieren

    Festzustellen, dass etwas in der Gesellschaft schief läuft und sich dagegen einzusetzen, wie zum Beispiel Studiengebühren oder das Bachelorstudium. Auch diese Erfahrung sollte man gemacht haben.

  18. Ein Lieblingsfremdwort finden

    Als Erstsemester kommt man an die Uni und versteht erst einmal nur Bahnhof. Professoren drücken sich hochtrabend und unverständlich aus und auch die Wissenschaftler, deren Texte man lesen muss, werfen mit Fachbegriffen um sich. Doch kaum hat man ein paar Semester studiert, eignet man sich auch diesen Stil an und findet Lieblingsfremdworte, die man vorher noch nie gehört hat.

  19. In einer Vorlesung Uni-Bingo spielen

    Irgendwann weiß man, wie der Hase läuft. Man stellt fest, dass es Dozenten gibt, die in jeder Vorlesung das gleiche erzählen und Diskussionen, die sich immer wieder um ein Thema drehen. Höchste Zeit für eine Runde Bullshit-Bingo in der Vorlesung.

  20. An der Studienwahl zweifeln

    Und natürlich gibt es auch den Moment, an dem man sich fragt:Warum studiere ich dieses Fach nochmal? Man ist vielleicht gerade durch eine wichtige Klausur gefallen, es läuft nicht so richtig und was für ein Beruf dabei rauskommen soll, weiß man auch nicht. Doch genau dieses Hadern mit dem Studium und die kontinuierliche Reflektion verhindern, dass man nur studiert, um zu studieren.

Und wie viele Punkte haben Sie schon erlebt?

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