Case Study: Beispiel, Aufbau + 6 Tipps zur Lösung

Ein Case Study (Deutsch: Fallstudie) ist eine Aufgabe im Assessment Center oder Vorstellungsgespräch, bei der Bewerber ein komplexes, realitätsnahes Problem binnen kurzer Zeit systematisch und strukturiert lösen müssen. Dabei geht es sowohl um analytische Fähigkeiten sowie Problemlösungskompetenzen und strategisches Denken unter Zeitdruck. Beispiele zu Aufgaben, Ablauf und Tipps zur Lösung…

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Definition: Was ist eine Case Study?

Eine Case Study“ (auch: Planspiel) ist eine praxisnahe Aufgaben- oder Analyseform, bei der ein reales oder realitätsnahes Problem aus dem Unternehmensalltag systematisch untersucht wird. Ziel einer Case Study ist, komplexe Sachverhalte strukturiert zu erfassen, relevante Informationen zu analysieren und daraus fundierte Entscheidungen oder Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Case Studies werden sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft eingesetzt, besonders häufig jedoch im Bewerbungsprozess und im Assessment-Center. Dabei steht weniger die „richtige“ Lösung im Vordergrund als vielmehr ein logischer, strukturierter und nachvollziehbarer Lösungsweg: Bewertet werden am Ende der Fallstudie analytisches Denken, methodisches Vorgehen, unternehmerisches Verständnis sowie die Fähigkeit, Ergebnisse klar und überzeugend zu präsentieren.

Wie sieht der typische Aufbau einer Case Study aus?

  1. Fragestellung festlegen: Problem erkennen & eingrenzen?
  2. Zeit einteilen: Weiteres Vorgehen planen
  3. Informationen beschaffen: Zahlen, Daten recherchieren
  4. Fall analysieren: Problem strukturieren, Teilschritte definieren
  5. Lösung erarbeiten: Systematisch-logisch Schlüsse ziehen
  6. Lösung präsentieren: Ergebnis begründen, verteidigen

Wie lange dauert eine Case Study?

Eine Case Study dauert in der Regel zwischen 45 und 120 Minuten, wobei die genaue Dauer vom Zweck und der Komplexität der Aufgabe abhängt. Im Assessment-Center ist die Zeit meist begrenzt und zu knapp bemessen, um zusätzlich die Stressresistenz zu testen. Orientieren können Sie sich bei der Zeiteinteilung am Pareto-Prinzip: Identifizieren Sie 20 % der Teilschritte mit den Sie 80 % des Gesamtergebnisses erzielen können. Entscheidend ist, die wichtige Aufgaben zu priorisieren.

Wo werden Case Studies eingesetzt?

Typisch ist das Auswahlinstrument in der strategischen Unternehmensberatung. Weitere Branchen und Berufe, in den Sie mit einer Case Study rechnen sollten sind: Marketing, Wirtschaftsprüfung, Business Development und Projektmanagement. Gerne genutzt wird das Auswahlverfahren zudem für künftige Führungskräfte oder für Trainee-Stellen.

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Welche Case Study Arten gibt es?

Unterschieden werden bei den Case Studies vor allem drei Arten:

1. Business-Cases

Die klassische „Fallstudie“: Bewerber müssen hierbei ein praxisnahes Problem analysieren, lösen und präsentieren. Wirtschaftliches Grundverständnis ist für solche Planspiele unerlässlich. Erfahrungen aus dem Studium oder aus Praktika helfen enorm. Typische Case Study Beispiele sind die Erweiterung des Produktsortiments oder ein schwieriges Mitarbeitergespräch. Weitere Aufgabenstellungen können sein:

  • Markteinführung eines neuen Produkts
    Wie lassen sich neue Märkte finden? Kann das neue Produkt gewinnbringend auf den Markt gebracht werden?
  • Profitabilität im Unternehmen
    Wie lassen sich Gewinne steigern, Verluste eindämmen, wo liegen die Gründe für Verluste?
  • Verhalten gegenüber Konkurrenten (Competetive Response)
    Auswertung der Marktdaten. Wie könnte ein Konzept für das Verhalten gegenüber Konkurrenz aussehen?
  • Veränderung des Marktumfelds
    Welchen Einfluss haben technische Neuerungen, politische Umbrüche?
  • Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions)
    Wie können die Rahmenbedingungen für eine Fusion oder Übernahme aussehen? Welche Auswirkungen auf das eigene Unternehmen sind zu erwarten?

2. Marktgrößenschätzungen

Bei diesen Schätzaufgaben (auch: Abschätzungs-Cases) müssen Sie einen potenziellen Absatzmarkt realistisch einschätzen. Zum Beispiel: „Wie hoch ist das Marktpotential für Carving Skis in Japan?“ Dabei müssen sie nicht nur rechnen und logisch Denken können. Oft geht es um Allgemeinwissen und systematisches Vorgehen, denn ein „richtig“ oder „falsch“ gibt es bei dieser Case Study nicht. Lösungsfragen im obigen Fall könnten sein: Wie groß ist die Bevölkerung Japans? Wie viele davon laufen Ski? Wie viele Skier werden importiert? Wie entwickelt sich die Nachfrage?

3. Brainteaser

Um logisches und analytisches Denken geht es auch bei den Rätselfragen und Brainteasern. Sie testen Auffassungsgabe und Intelligenz ebenso wie abstraktes oder Nicht-lineares-Denken.

Case Study Beispiel: „Wie viele Klavierstimmer gibt es in Chicago?“ (sog. Fermi-Fragen) oder „Eine Frau besitzt zwei Sanduhren. Die eine läuft 5 Minuten, die andere 7. Sie möchte damit aber 13 Minuten stoppen. Was muss sie tun?“ (Lösung).

Mehr Tipps für das Assessment Center

Weitere typische Übungen und Aufgaben im Assessment-Center sind:

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Case Study Beispiel – mit Lösungsweg

Zur Vorbereitung und Übung haben wir für Sie ein echtes Case Study Beispiel aus der Praxis – mit möglicher Lösung:

Aufgabenstellung

Sie arbeiten in einer Marketingagentur. Ihr Kunde ist ein Handwerksbetrieb, der maßgeschneiderte Lösungen für Fenster und Türen anbietet. Leider sind die Aufträge jüngst zurückgegangen, obwohl es in der Vergangenheit nur positive Rückmeldungen gab. Als erste Maßnahme hat Ihr Kunde neue Visitenkarten drucken und Flyer in der Fußgängerzone verteilen lassen. Das liegt einige Monate zurück und hat kaum genutzt. Von Ihnen erhofft er sich neue Ideen. Wie gehen Sie vor?

Möglicher Lösungsweg

Sie besorgen sich zuerst Muster der Flyer und Visitenkarte. Sie fragen nach, ob es eine Internetpräsenz gibt. Sie erhalten die Information, dass es tatsächlich eine Website gibt, diese würde bei der Google-oder KI-Suche nach „Fensterbau“ aber praktisch nicht gefunden. Also entwickeln Sie folgende Ideen:

  • Die meisten Kunden suchen heute lokale Anbieter im Internet.
  • Die Website bzw. SEO- und GEO-Optimierung ist daher ein zentraler Erfolgsschlüssel.
  • Wie ist die Seite aufgebaut – technisch, inhaltlich?
  • Warum rankt Sie bei Google oder ChatGPT nicht?
  • Ist die Seite übersichtlich und nutzerfreundlich?
  • Sind die Kontaktmöglichkeiten klar erkennbar?
  • Sind die Preise transparent und marktfähig?
  • Welche technischen Updates sind erforderlich (z.B. Ladezeiten)?
  • Was sind wichtige Keywords unter denen die Firma zu finden sein sollte?
  • Gibt es dafür schon optimierte Inhalte, Videos, Bilder?
  • Was muss noch produziert werden – und von wem?

Je nachdem, welche Infos Sie erhalten, entwickeln Sie daraus eine Online-Marketing-Strategie, einen Redaktionsplan und weitere Schritte, um die Sichtbarkeit des Handwerksbetriebs zu erhöhen.

Das ist jedoch nur „eine“ mögliche Lösung! Es gibt viele weitere. Egal, für welche Sie sich am Ende entscheiden, prüfen Sie Ihre Vorgehensweise selbstkritisch und argumentieren Sie bei den Case-Study-Alternativen jeweils die wichtigsten Vor- und Nachteile.

Weitere Case Study Beispiele – 3 Aufgaben zum Üben

  1. „Sie leiten eine Filiale eines Finanzdienstleisters. Ihnen unterstehen drei Gruppenleiter, die jeweils fünf Mitarbeiter führen. Durch Krankheit und Urlaub ist der Leiter einer Gruppe im Urlaub, der andere krank. In einem Team fehlen sogar drei Mitarbeiter. Zahlreiche Termine können nicht eingehalten werden, die Aufgaben stapeln sich bereits. Arbeiten Sie eine Strategie aus, um anfallende Arbeiten zu erledigen, ohne dass der Kundenservice leidet. Sie haben 25 Minuten Zeit!“
  2. „Sie sind Führungskraft eines mittelständischen Unternehmens, das Sportartikel herstellt. Die Geschäftsleitung überlegt, ob sich eine Expansion in den US-Markt lohnt. Hochwertige Produkte zu geringen Preisen – das wäre dort ein Novum! In Zeiten einer drohenden Rezession ist der Schritt aber riskant. Wägen Sie Vor- und Nachteile ab und erstellen Sie ein Entscheidungskonzept. Präsentieren Sie das Ergebnis in nicht mehr als 10 Minuten!“
  3. „Sie sind Büroleiter in einer Steuerkanzlei. Als Sie eines Morgens ins Büro kommen, fliegt plötzlich ein Papierflieger von hinten knapp an Ihnen vorbei. Obwohl Sie sich umdrehen, können Sie nicht sehen, wer den Flieger geworfen hat. Alle Kollegen scheinen in Ihre Arbeit vertieft. Wie reagieren Sie? Erläutern Sie Ihre Vorgehensweise und begründen Ihre Reaktion.“
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Was wird in der Case Study getestet?

Eine Case Study können Kandidaten als Einzelassessment oder Gruppenaufgabe bearbeiten. Getestet werden dabei immer für den angestrebten Job relevante Kompetenzen. Dazu gehören zum Beispiel:

Während der Case Study werden die Kandidaten häufig von Personalverantwortlichen beobachtet und bewertet. Zum Test gehört abschließend praktisch immer noch eine Präsentation der Lösung und Lösungswege, die ebenfalls bewertet wird. Danach erhalten die Teilnehmer stets Feedback von den Prüfern oder Personalern.

Besonderheit: Case Study in der Gruppe

Wird von Ihnen erwartet, dass Sie die Case Study gemeinsam mit anderen lösen, kommt es stärker auf Ihre sozialen Kompetenzen an. Gefragt ist dann eine gesunde Mischung aus Teamfähigkeit, Kompromissbereitschaft und Durchsetzungsstärke. Kein Prüfer sieht es gerne, wenn Sie zu dominant werden – auch nicht, wenn Sie so schneller zum Ziel kommen! Im Job müssen Sie immer Kollegen mit ins Boot holen oder überzeugen. Pluspunkte sammelt deshalb, wer andere motiviert und individuelle Stärken der Teilnehmer erkennt und optimal einsetzt.

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Wie kann ich mich auf eine Case Study vorbereiten?

Machen Sie sich bitte immer klar: Es gibt bei einer Case Study selten nur die eine „richtige“ Lösung. Der Weg dorthin ist wichtiger – das eigenständige Denken und die systematische Vorgehensweise. Zur professionellen Vorbereitung gehört, sich möglichst viele verschiedene Case Studies anzusehen und diese für sich oder mit Freunden im Vorfeld durchzuspielen, zu trainieren und zu lösen. Beispiele dazu finden Sie in diesem Artikel oder im Internet – oft mit Musterlösungen.

Entwickeln Sie hierfür Strategien und Methoden, um sich den meist komplexen Problemen zu nähern und diese in lösbare Teilaufgaben zu zerlegen. Strukturieren Sie Schritt für Schritt die Aufgabe (sog. Frameworks), treffen Sie logische Annahmen und bearbeiten Sie diese Einzelfälle danach zügig.

Auch die anschließende Präsentation lässt sich gut vorbereiten. Zum Beispiel nach dem Muster der STAR-Methode. Entscheidend ist, das Prüfer wie Personaler Ihren Lösungsweg und Ihre Gedankengänge nachvollziehen können. Diese werden oft höher bewertet als die Lösung und Antwort selbst!

Hintergründe zum Unternehmen recherchieren!

Es schadet nicht, wenn Sie sich in der Vorbereitung zur Case Study genau über das Unternehmen, die Branche und den Markt informieren. Die besten Erfolgschancen haben Sie, wenn Sie sich mit realen Herausforderungen des Unternehmens beschäftigen, etwa neuen Produkten, Marktbegleitern oder Marketing-Strategien. Zudem sollten Sie das schriftliche Rechnen und Kopfrechnen noch einmal auffrischen beziehungsweise übem. Case Studies enthalten fast immer Rechenaufgaben!

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Wie kann ich eine Case Study lösen? – 6 Tipps

Ob im Assessment-Center oder Bewerbungsgespräch: Wann immer Sie mit einer Case Study konfrontiert werden, bewahren Sie bitte stets Ruhe. Aktionismus wäre ein Fehler. Um das Planspiel und die Case Study lösen zu können, haben sich die folgenden Tipps schon vielfach bewährt:

  1. Aufgabe verstehen

    Klingt banal, ist es aber nicht. Lesen Sie sich die Aufgabe gründlich durch. Gerade Brainteaser wollen Sie oft aufs Glatteis führen. Dabei ist die Lösung ganz einfach. Zum Teil dürfen oder sollen Sie Rückfragen stellen. Das dokumentiert Lernwille und Reflexionsvermögen über die Aufgabenstellung hinaus. Wichtig ist hierbei eine klare Zielorientierung: Was wird von Ihnen verlangt? Welches Ergebnis wird angestrebt?

  2. Problem strukturieren

    Im zweiten Schritt sollten Sie die Fallstudie strukturieren und eingrenzen. Bei Business Cases können Ihnen sogenannte Frameworks wie die BCG-Matrix oder Porters Five Forces sowie Methoden wie die SWOT-Analyse oder Scrum helfen. Wichtig ist, dass Sie sich eine Lösungsskizze oder ein Lösungsschema überlegen und sich daran halten.

  3. Zeit einteilen

    Der Zeitdruck gehört zum Test. Manche Case Studies sind so angelegt, dass Sie diese unmöglich in der vorgegebenen Zeit schaffen können. Sie müssen also auswählen, reduzieren, fokussieren. Dieses ergebnisorientierte Vorgehen ist wichtig, damit Sie sich nicht in Details verlieren. Verschwenden Sie also keine kostbare Minuten und konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Aspekte der Problemstellung. Tipp: Zuerst die groben Schritte, dann die Details!

  4. Informationen beschaffen

    Erstellen Sie eine präzise Liste der vorhandenen Daten und Fakten. Teilweise gibt es kurze Case Studies, teils längere, die über 2-3 Stunden oder gar einen Tag gehen. In die Bearbeitungszeit fällt dann auch, relevante Informationen zu recherchieren, falls diese im Informationsmaterial nicht enthalten oder bewusst lückenhaft sind. Hier können Sie nachfragen, am Smartphone googeln oder – falls die Zeit zu knapp ist – realistische Annahmen treffen, mit denen Sie anschließend weiterrechnen.

  5. Lösungswege dokumentieren

    Machen Sie sich permanent Notizen und dokumentieren Sie alle Lösungsschritte für die Beobachter. Sie werden danach später gefragt und sollten immer erklären können, warum Sie so vorgegangen sind! Gerade das strukturierte und systematische Vorgehen wollen HR-Manager sehen.

  6. Resultat präsentieren

    Am Schluss werden Sie Ihr Ergebnis präsentieren müssen, zum Beispiel am Flipchart. Ausnahme: Case-Interviews. Dabei erklären Sie laut gegenüber den Personalern, wie Sie vorgehen würden und warum Sie sich wofür entscheiden. Gab es für Ihren Case mehrere Lösungswege, sollten Sie für die jeweiligen Alternativen die wichtigsten Vor- und Nachteile nennen. Rechnen Sie während und nach der Präsentation mit kritischen Rüchfragen: Auch das gehört noch zum Test. Hierbei geht es um Ihre Kritikfähigkeit, Lernbereitschaft und Fähigkeit zur Selbstreflexion.

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FAQ – Häufige Fragen zur Case Study

Was ist eine Case Study?

Eine Case Study (Fallstudie) ist eine praxisnahe Aufgabenstellung, mit der Unternehmen realitätsnahe Problemstellungen simulieren. Sie wird häufig im Bewerbungsprozess, insbesondere bei Beratungen, Traineeprogrammen oder im Assessment Center eingesetzt. Ziel einer Case Study ist, die analytischen Fähigkeiten, die strukturierte Denkweise sowie die Lösungs- und Präsentationskompetenz von Kandidaten zu prüfen. Dabei geht es weniger um die eine „richtige“ Lösung, sondern vielmehr um den logischen und nachvollziehbaren Lösungsweg.

Warum setzen Unternehmen Case Studies ein?

Unternehmen nutzen Fallstudien, weil sie deutlich aussagekräftiger sind als klassische Bewerbungsfragen. Eine Case Study zeigt, wie Bewerberinnen und Bewerber in der Praxis denken, argumentieren und handeln würden. Personalverantwortliche erkennen so, ob Ihre Arbeitsweise und Kommunikationsfähigkeit zur Position und zur Unternehmenskultur passen.

Welche Arten von Case Studies gibt es?

Grundsätzlich lassen sich Case Studies in quantitative, qualitative und strategische Planspiele unterteilen. Während quantitative Case Studies stark zahlen- und rechenlastig sind, liegt der Fokus bei qualitativen Aufgaben auf Analyse, Argumentation und Kreativität. Strategische Case Studies kombinieren beide Ansätze und verlangen zusätzlich unternehmerisches Denken.

Wie läuft eine Case Study typischerweise ab?

In der Regel erhalten Sie für die Case Study eine schriftliche Aufgabenstellung mit Hintergrundinformationen, Kennzahlen oder Marktdaten. Anschließend haben Sie eine begrenzte Vorbereitungszeit, um das Problem zu analysieren und eine Lösung zu entwickeln. Oft folgt eine Präsentation vor einer Jury oder ein Fachgespräch, in dem Ihre Vorgehensweise hinterfragt wird.

Wie kann ich mich optimal auf eine Case Study vorbereiten?

Eine gute Vorbereitung auf eine Case Study beginnt mit dem Training analytischer Methoden, wie SWOT-Analyse, Marktanalyse oder Kosten-Nutzen-Rechnungen. Ebenso wichtig ist es, strukturiertes Denken zu üben und Ihre Ergebnisse klar und verständlich zu präsentieren. Übungs-Case-Studies helfen, Sicherheit im Umgang mit Zeitdruck zu gewinnen.

Welche Fehler sollte ich bei einer Case Study vermeiden?

Ein häufiger Fehler bei der Bearbeitung von Case Studies ist, sich vorschnell in eine Lösung zu stürzen, ohne das Problem sauber zu analysieren. Ebenso negativ wirkt es, Annahmen nicht zu begründen oder Zahlen unstrukturiert zu präsentieren. Achten Sie darauf, stets logisch, strukturiert und systematisch vorzugehen, Ihre Gedankenschritte transparent zu machen und Ihre Ergebnisse klar zusammenzufassen.

Wie bewerten Personaler eine Case Study?

Personaler bewerten bei der Case Study nicht nur das Endergebnis, sondern vor allem den Lösungsweg. Entscheidend sind Struktur, Nachvollziehbarkeit, Argumentationsstärke und das Auftreten bei der Präsentation. Auch Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Stressresistenz und Selbstreflexion fließen in die Bewertung mit ein.


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