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Jobmessen Ratgeber: 12 Tipps und Tricks

Jobmesse-Tipps-Ratgeber-Besucherin
Jobmessen und Karrierekongresse bieten nicht nur einen der einfachsten Wege, mit einem Wunschunternehmen in Kontakt zu kommen – Sie sind auch einer der erfolgreichsten. Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 200 Jobmessen veranstaltet. Die Schwerpunkte und Bewerbungsverfahren sind dabei so verschieden wie die Messebesucher:

  • So gibt es zum Beispiel öffentliche Jobmessen, die für alle Interessenten frei zugänglich sind und meist der ersten beruflichen Orientierung dienen. Das heißt, Sie sehen sich in Ruhe auf der Messe um und prüfen welche Unternehmen, Branchen oder Einstiegspositionen für Sie interessant sein könnten.
  • Die Alternative sind nicht frei zugänglichen Branchentreffen. Diese Karrieremessen sind wesentlich kleiner, die Teilnehmer müssen vorab ein Bewerbungsverfahren durchlaufen und erhalten schon vor der Messe eine Einladung zu einem konkreten Vorstellungsgespräch bei einem oder mehreren Unternehmen während der Jobmesse.

Egal, ob Firmenkontaktmesse, Recruiting-Veranstaltung, Praktikumsbörse oder Absolventenkongress – all diese Jobevents sind die Gelegenheit, um sich über Praktika und Berufsangebote zu informieren sowie mit künftigen Chefs locker ins Gespräch zu kommen – vorausgesetzt, Sie beherzigen die wichtigsten Tipps und Kniffe dazu…


Karrierekalender: Die wichtigsten Job- und Karrieremessen des Jahres

Damit Sie Ihren Jobeinstieg oder Jobwechsel besser planen können, haben wir die wichtigsten Job-, Hochschul- und Karrieremessen des Jahres in einer übersichtlichen Liste zusammengestellt – dem Karrierekalender. Dieser gilt für ein Jahr und wird von uns am Ende jedes Jahres regelmäßig aktualisiert.

Jobmessen Tipps: Jobangebote direkt vergleichen

Jobmesse-Besucher-Ratgeber-TippsGerade Berufseinsteiger und Jobwechsler können sich hier binnen kurzer Zeit einen relevanten Überblick über den aktuellen Arbeitsmarkt, über gefragte Kandidatenprofile und Kompetenzen verschaffen. Und nicht zuletzt lassen sich dabei die eigenen Berufswünsche mit den tatsächlichen Anforderungen und den jeweiligen Bewerbungsanforderungen.

Das alles gelingt aber nur bei entsprechender Vorbereitung.

Solche Jobmessen verführen zwar zum Schnuppern und Stöbern, wirklich erfolgreich sind nach Aussagen der Personaler aber nur jene Kandidaten, die wenig dem Zufall überlassen und dafür umso gezielter vorgehen.

Falls auch Sie vorhaben, auf die eine oder andere Jobmesse zu gehen, sollten Sie sich unbedingt an den folgenden Empfehlungen für die Zeit vor, während und nach der Jobmesse orientieren:

Tipps zur Vorbereitung der Jobmesse

  1. Auswählen.

    Der Sinn von Jobmessen besteht nicht darin, von Stand zu Stand zu hetzen und sämtliche Aussteller zu besuchen. Bei mehr als 200 Firmenvertretern wäre das auch reine Zeitverschwendung. Konzentrieren Sie sich also auf jene Unternehmen, die Sie beruflich wie persönlich interessieren. Treffen Sie mithilfe des Messeprogramms (meist steht das schon lange vorher im Internet) eine Vorauswahl und packen Sie sich den Tag nicht zu voll: Pro Unternehmen und Gespräch sollten Sie mit 45 Minuten rechnen. Die Erfahrung lehrt: Nach dem sechsten Arbeitgeber raucht den meisten der Kopf. Den siebten überzeugt kaum noch einer. Weniger ist also mehr.

    Bonus-Tipp:

    Bringen Sie die ausgesuchten Firmen in eine Reihenfolge und legen Sie die Termine so, dass Sie den Traumarbeitgeber in spe etwa an dritter Stelle setzen. So haben Sie Zeit und Gelegenheit, an den anderen Messeständen erst einmal mit den weniger wichtigen Ausstellern und potenziellen Arbeitgebern Ihre Gesprächsführung zu üben und sich warm zu laufen.


  2. Kontaktieren.

    Spontaneität können Sie im Dialog mit dem Personaler gerne beweisen – aber bitte nicht bei Ihrem Besuchsplan. Die begehrtesten Unternehmen sind fast immer völlig überlaufen. Hier kriegen Sie keinen Ad-hoc-Termin. Finden Sie deshalb besser schon frühzeitig heraus, welche Unternehmensvertreter vor Ort sein werden und schreiben Sie denen eine kurze, freundliche Nachricht – beispielsweise per Mail oder via Xing. Das kommt gerade in Zeiten von Social Media gut an und fällt auf. Ansonsten rufen Sie in der Firmenzentrale an und versuchen einen Termin zu bekommen. Wer kann, sollte zudem vormittags Termine machen. Da sind die Personaler noch aufmerksamer und weniger gestresst.

  3. Packen.

    In Ihr Jobmesse-Reisegepäck gehören unbedingt aktuelle Bewerbungsmappen . Plural! Womöglich werden Sie öfter danach gefragt – und es wäre dumm, genau dann keine mehr dabei zu haben. Stecken Sie sich zwei bis drei aktuelle und vollständige Bewerbungsunterlagen mit Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsfoto und Zeugniskopien ein. Die dienen aber vor allem der Reserve. Standardmäßig verteilt wird auf einer Jobmesse eher die sogenannte Kurzbewerbung. Davon sollten sollten Sie – je nach Anzahl der Termine – genug dabei haben. Sie bestehen letztlich nur auch einem Kurzanschreiben und einem einseitigen Lebenslauf:

    Kurzbewerbung-Aufbau-Grafik

    Pluspunkte sammelt, wer das Motivationsschreiben vorher individuell für das jeweilige Unternehmen formuliert, sodass es individuell aussieht (Obacht nur, dass Sie nicht die falsch Kurzbewerbung zücken).

    Es gibt Ratgeber, die zudem das Mitbringen eigener Visitenkarten empfehlen. Lassen Sie das bitte, das ist so sinnvoll wie eine Wärmflasche aus Schokolade! Bei Berufseinsteigern wirkt das affektiert, bei Jobwechslern nicht sonderlich loyal, wenn sie zur Bewerbung mit ihrer alten Visitenkarte herumfuchteln. Die Kontaktdaten stehen außerdem schon in den Bewerbungsunterlagen.

    Bewerbungsflyer statt Bewerbungsmappe

    Gepardu/Shutterstock.com
    In jüngster Zeit kommen sie immer mehr in Mode – die Bewerbungsflyer. Natürlich haben Sie für die Termine mit den wichtigen Unternehmen entsprechende Bewerbungsmappen beziehungsweise Kurzbewerbungen vorbereitet. Doch was ist mit den Personalern, die Sie zufällig treffen und die interessiert sind? Für die schleppen Sie nicht gerade 20 alternative Bewerbungsmappen mit sich herum, sondern – genau – ein paar Bewerbungsflyer.

    Diese sind zwar kein Ersatz für eine klassische Bewerbung, aber sie fassen Ihren Lebenslauf als eine Art Leistungsprofil zusammen und geben dem Empfänger in kompakter Form alle Informationen, die dieser benötigt, um sich ein grobes Bild von Ihnen zu machen und sein Interesse zu wecken.

    Dabei handelt es sich in der Regel um ein klassisches DIN-A4 Blatt, das im Querformat beidseitig bedruckt und im Leporello-Format gefaltet wird, sodass durch die Knicke drei Segmente entstehen. Genau genommen sind es sogar sechs mit Vorder- und Rückseite zusammen. Zugegeben, die Flyer wirken zunächst einmal ungewöhnlich, damit zugleich aber auch auffällig, und sie sind im Vergleich zu Visitenkarten die inhaltlich substanziellere Alternative, um bei Personalern zu punkten.


  4. Anziehen.

    Der erste Eindruck zählt. Wie immer. Werfen Sie sich also auch für die Messe in Schale: ER erscheint am besten im dunklen Anzug; SIE im Kostüm. Gänzlich tabu sind Jeans, Minirock und dergleichen. Das Outfit sollte zur avisierten Branche passen, die Faustregel: Erscheinen Sie zur Messe so, wie Sie auch später auch im Job aufkreuzen würden.

    Bonus-Tipp:

    Profis bringen sich zur Jobmesse immer auch ein paar Kosmetika mit, um sich zwischen den Terminen in den Waschräumen frisch zu machen – auch die Männer: Kamm, Gel, Deo, Eau de Toilette können nie schaden. Eventuell auch ein paar Pflaster, falls Sie sich in den Schuhen Blasen laufen. Auch nicht vergessen: ein paar Pfefferminzbonbons oder Kaugummis für frischen Atem.


  5. Anreisen.

    Zum erfolgreichen Messebesuch gehört eine entspannte Anreise. Also bitte rechtzeitig losfahren. Falls die Veranstaltung schon „Deutschlands größte Jobmesse“ heißt, rechnen Sie auch mit langen Warteschlangen am Eingang (oder seien Sie besonders früh da). Abzuraten ist hingegen von langen Anreisen im Business-Outfit. Nicht nur weil das unbequem ist, die Klamotten sehen danach auch meist aus, als hätten Sie zwei Stunden im Windkanal gesessen. In dem Fall ist es klüger, Kleidung zum Wechseln mitzubringen, sich in der Toilette umzuziehen und in ein Schließfach zu investieren. Die gibt es auf jeder Messe. Die Leserinnen wissen es wahrscheinlich schon: Nehmen Sie immer zwei paar Schuhe auf die Jobmesse mit – eine bequeme Variante für die Anreise und eine schicke, hochhackige für die Bewerbungsgespräche.

Tipps zum Besuch der Jobmesse

  1. Ansprechen.

    Gehen Sie zielstrebig auf die Mitarbeiter am Stand zu. Stellen Sie sich freundlich mit Vor- und Zunamen vor und fragen Sie nach Ihrem Ansprechpartner. Wichtig: Behandeln Sie alle (!) Mitarbeiter am Stand ausgenommen höflich und respektvoll – auch die Hostess, die Ihnen einen Kaffee reicht. Dasselbe gilt für den Abschied hinterher. Ihr Verhalten am Stand wird genau beobachtet und gibt Aufschluss über Ihre Sozialkompetenz und Manieren.

  2. Abwarten.

    Fallen Sie nicht gleich mit der sprichwörtlichen Tür ins Haus. Ja, Sie sind hier, um einen Job oder ein Praktikum zu ergattern. Das wissen auch die Unternehmensvertreter. Aber beginnen Sie nicht gleich damit. Versuchen Sie es erst mit ein bisschen Smalltalk. Falls Sie sich unsicher sind, was Sie sagen sollen: Stellen Sie Fragen. Zum Beispiel: Wie läuft die Messe denn bisher für Sie? Was war bislang Ihr persönliches Hightlight? Na, vielleicht kann ich das toppen…

  3. Interessieren.

    Überlegen Sie sich eine gute Strategie für Ihre Selbstpräsentation: Wie wollen Sie sich darstellen? Was können Sie besonders gut? Was davon passt besonders gut zu dem ausgeschriebenen Job, auf den Sie sich bewerben wollen? All das weckt Interesse. Differenzieren Sie sich aber bitte nicht über die üblichen Floskeln, wie „Ich bin flexibel, motiviert und kreativ“ (Gähnfaktor 10), sondern indem Sie Ihre Stärken auf die anvisierte Stelle zuschneiden.

    Einen besonders guten Eindruck hinterlassen Kandidaten, die sich im Vorfeld ein genaues Bild vom jeweiligen Unternehmen, der Branche, den Produkten und der aktuellen Darstellung in der Presse gemacht haben und darauf im Gespräch eingehen. Klar, dass so jemand keine Rückfragen an den Personaler stellt, die sich leicht mit einem Blick auf die Unternehmens-Website beantworten ließen. Das wäre nämlich ein Fauxpas.

  4. Ausnutzen.

    Wenn Sie schon einmal da sind, nutzen Sie auch die Pausen und das Programm optimal aus: Ein Blick in den Messeprospekt gibt Aufschluss, welche Workshops angeboten werden oder welche renommierten Wirtschaftsvertreter Vorträge halten, die Sie nicht verpassen wollen. Wer weiß, vielleicht kommen Sie so direkt mit dem Chef in Kontakt.

  5. Vermeiden.

    Ein paar typische Jobmessen-Fehler sollten Sie indes vermeiden – etwa zu viel Gepäck mitzuschleppen. Alles was Sie brauchen, sind Ihre Bewerbungunterlagen, Stift und Notizblock (oder Smartphone). Beides hat Platz in einer handliche Aktentasche oder Ledermappe. Also bitte keine Bergsteiger-Rucksäcke schultern. Das ist kein Überlebenstrip.

    Auch sollten Sie sich davor hüten, zu schauspielern. Bitte bleiben Sie stets authentisch. Wenn Sie sonst nicht der aalglatte Typ sind, dann mutieren Sie auch nicht auf der Messe dazu. Sie werden so nicht glücklich, falls Sie den Job bekommen. Dann müssten Sie in einer aalglatten Umgebung jeden Tag den Typ mimen…

Tipps für die Zeit nach der Jobmesse

  1. Erinnern.

    Mit der Messe ist der Bewerbungsprozess keinesfalls beendet. Halten Sie sich auch danach noch im Gespräch. Fragen Sie den Personaler zum Beispiel direkt nach dem Interview nach dessen Visitenkarte (falls er Ihnen diese nicht ohnehin anbietet) und melden Sie sich binnen 48 Stunden nach der Messe bei ihm – aber nur per E-Mail oder Brief (ja, den handgeschriebenen!). Bedanken Sie sich für den aufschlussreichen Dialog und bekräftigen Sie Ihren Wunsch, für das Unternehmen zu arbeiten. Bedanken Sie sich auch, wenn Sie den Job nicht mehr wollen. Man begegnet sich immer zweimal im Leben.

  2. Pflegen.

    Gemeint sind die geknüpften Kontakte – und die via Social Media. Mitarbeiter, mit denen Sie gesprochen haben, sollten Sie versuchen auf Xing oder Linkedin zu finden und ihnen eine Kontaktanfrage stellen – aber bitte immer mit kurzem Begleitschreiben, nicht nur den Button klicken. Ebenso können Sie die neuen Beziehungen – falls vorhanden – auf der Karriereseite des Unternehmens (auch auf Facebook) pflegen. Kommentieren Sie die Posts zur Messe, teilen und liken Sie die Bilder dazu. All das unterstreicht noch einmal Ihr Interesse und wird ganz sicher bemerkt.

Jobmessen Checkliste

[ ] Termine mit Zielunternehmen machen
[ ] Hintergründe recherchieren
[ ] Rückfragen überlegen
[ ] Individuelle Bewerbungsmappen formulieren
[ ] Zusätzliche Bewerbungsflyer mitnehmen
[ ] Stift und Notizblock nicht vergessen
[ ] Ebenso geladenens Smartphone plus Ladegerät
[ ] Angemessene Kleidung anziehen
[ ] Zweites Paar (bequeme) Schuhe mitnehmen
[ ] Pfefferminzbonbons oder Kaugummi einstecken
[ ] Deo und Eau de Toilette einpacken
[ ] Rechtzeitig losfahren
[ ] Pausen machen
[ ] Immer lächeln!

Jobmessen: Diese Fragen sollten Sie nicht stellen

Minerva StudioJobmessen wurden auch erschaffen, um Bewerbern eine Plattform zu bieten, um Fragen zu stellen. Es gibt hierbei allerdings kluge Fragen und weniger kluge bis gefährliche. Wer dann mit den falschen Fragen vorprescht, outet sich als Ahnungsloser – und bleibt im Wettbewerb um den Traumjob eher chancenlos. Wir sagen Ihnen, welche Fragen Sie besser nicht stellen sollten…

  1. Darf ich Ihnen mal meine Visitenkarte in die Hand drücken?

    Erstens wirkt das anbiedernd, gerade für einen Frischling, der vor zwei Tagen noch im Hörsaal saß. Zweitens ist eine Visitenkarte bedeutungslos, wenn sie nicht inhaltlich unterfüttert wird. Besser so vorgehen: Sprechen Sie mit den Firmenvertretern vor Ort, stellen Sie sich kurz vor, holen Sie Informationen ein. Und erst dann, nachdem Sie Ihr Interesse am Unternehmen bekundet haben, hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten. Aber ohne Visitenkarte.

  2. Geben Sie mir gerade mal Ihre Visitenkarte?

    Auch andersherum ist das Vorgehen nicht ratsam. Personaler sind an Bewerbern interessiert, die wissen, warum sie sich bei ihnen bewerben. Und nicht an solchen, die auf Verdacht Kontaktkärtchen sammeln und dann mit der Gießkanne Bewerbungen regnen lassen. Gehen Sie also erst inhaltlich auf Tuchfühlung, bevor Sie um die Herausgabe von E-Mail-Adresse oder Telefonnummer bitten.

  3. Was könnte ich denn in Zukunft bei meinen Bewerbungen besser machen?

    Eigene Schwächen eingestehen und externen Rat einholen – Kompliment, das ist genau die richtige Einstellung. Aber nicht hier und jetzt. Eine Jobmesse ist keine Bewerbungsberatungsseminar. Wenn Sie mit einem guten Gefühl (und besseren Job-Chancen) aus der Halle gehen wollen, müssen Sie Ihre Stärken präsentieren und Selbstbewusstsein ausstrahlen. Das heißt nicht, durch Überheblichkeit unangenehm aufzufallen. Ihre Ängste und Unsicherheiten (die jeder mit sich herumschleppt) sollten Sie den Firmenvertretern aber ebenso wenig aufs Brot schmieren. Dafür gibt es mit Karriere-Coaches, Berufsberatern, Mentoren, Ihrer Familie und der Karrierebibel genügend andere Ansprechpartner.

  4. Haben Sie mal was zu schreiben?

    Logisch: Niemand wird Sie vom Stand jagen, wenn Sie sich mal einen Kugelschreiber borgen wollen. Besser aber, Sie sind vernünftig vorbereitet. Das beinhaltet, in jedem Moment technische (Smartphone, Tablet) oder Retro-Hilfsmittel (Notizblock, Klemmbrett) zücken zu können, um Infos oder Telefonnummern festzuhalten. So vergessen Sie nichts und hinterlassen einen rundum organisierten Eindruck.

  5. Was stellt Ihre Firma eigentlich genau her?

    Gefühlt gibt es in Deutschland an jeder Ecke einen Hidden Champion. Da kann man schon mal durcheinander geraten und den Schraubenfabrikanten mit dem Landmaschinenhersteller verwechseln. Verzeihlich. Besser wäre trotzdem, Sie würden vor Ihrem Messebesuch einen Blick in die Ausstellerliste werfen – und danach die grundlegenden Fakten über die für Sie interessanten Unternehmen einholen. Sie erhöhen Ihre Erfolgsaussichten ungemein, wenn Sie vor Ort den Eindruck vermitteln, nicht aus dem Tal der Ahnungslosen angereist zu sein – sondern echtes Interesse an den Unternehmen und ihren Produkten zeigen. Im besten Fall entwickelt sich so etwas wie ein Fachgespräch zwischen Ihnen und dem Repräsentanten, das dieser in positiver Erinnerung behält.

  6. Haben Sie einen Job für mich?

    Natürlich haben die vertretenen Firmen einen Job. Aber ob der auch für Sie ist, wird sich erst noch herausstellen. Den Vorschlaghammer sollten Sie also steckenlassen und dafür etwas subtiler vorgehen. Stellen Sie sich am Stand erst einmal vor, holen ein paar clevere Fragen aus der Trickkiste und streuen auch ein Kompliment ans Unternehmen ein. Danach erst geht’s ans Eingemachte – an die offenen Stellen der Firma.

  7. Wie viel verdient man denn so bei Ihnen?

    Diese Frage gehört ganz ans Ende des Bewerbungsprozesses. Ganz am Anfang, also auf einer Jobmesse, ist sie deplatziert. Wenn Sie ganz offenkundig nur an die Kohle denken, denken die Personaler ihrerseits nicht an Sie, wenn Sie eine verantwortungsvolle Stelle zu besetzen haben. Selbst wenn das Gehalt für Sie wichtig und auf Ihrer Prioritätenliste weit oben sein sollte: Behalten Sie die Frage danach auf der Jobmesse für sich.

  8. Darf ich Sie auf Facebook adden?

    Eher nicht. Hier übertreten Sie eindeutig die Schwelle zur Privatsphäre – auch wenn Ihre Offerte rein beruflicher Natur ist. Wenn Sie interessante Kontakte geknüpft haben, dann starten Sie hinterher eine höfliche Kontaktanfrage im Netz – aber nicht über Facebook, sondern über Xing oder LinkedIn.

[Bildnachweis: Tyler Olson, Konstantin Chagin, Gepardu, Minerva Studio by Shutterstock.com]



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