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Jobeinstieg ohne Angst: Tipps für Absolventen

Der Jobeinstieg ist eine Zeit des Umbruchs. Viel Neues passiert: Auf die Lernphase folgt die Bewerbungs- und Bewährungsphase. Dann geht es Knall auf Fall: Sie landen mitten im Berufsleben und starten voll durch. Job, Kollegen, Chef, Gehalt, Aufgaben, Herausforderungen – alles ist neu, ungewohnt, aufregend. Vielen fehlt anfangs die Sicherheit und Orientierung. Aber keine Angst! Wir lotsen Sie da durch – Schritt für Schritt, mit allen wichtigen Tipps für den perfekten Jobeinstieg…



Jobeinstieg ohne Angst: Tipps für Absolventen

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Jobeinstieg: Phase der Orientierung

Nach dem Studium und mit dem Abschluss in der Tasche sind Sie bereit für den großen Schritt ins Berufsleben. Schätzungen zufolge starten jedes Jahr rund eine halbe Million Studierende auf dem Arbeitsmarkt. Und für alle Berufseinsteiger gilt: Keine Angst vor dem Jobeinstieg!

Wann diese Phase beginnt, ist nicht eindeutig definiert. Manche verbinden mit dem Jobeinstieg den tatsächlichen ersten Arbeitstag: Die Bewerbung war erfolgreich, der Arbeitsvertrag ist unterschrieben und mit dem neuen Job beginnt die Probezeit

Für die meisten Absolventen startet der „Jobeinstieg“ allerdings früher: Oft schon in den letzten beiden Semestern – und zwar mit der ersten Phase der Orientierung: Sie setzen sich dann das erste Mal so richtig mit ihren beruflichen Zielen, Werten und Wünschen auseinander – mit Berufsbildern und der Frage: Welcher Beruf passt am besten zu mir?

Jobwechsel Fragen Jobswitch Berufliche Neuorientierung

Jobeinstieg Definition

Der Jobeinstieg ist immer eine besondere Phase. Er betrifft aber nicht nur Berufseinsteiger nach der Ausbildung oder dem Studium, sondern ebenso Quereinsteiger nach einer erfolgreichen Umschulung oder Weiterbildung sowie Erwerbstätige mit Berufserfahrung nach längerer Krankheit oder Arbeitslosigkeit.

Kostenlose Checkliste zum Jobeinstieg (PDF)


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Eigene Interessen und Ziele identifizieren

Das Wichtigste für einen erfolgreichen Jobeinstieg ist eine klare Vorstellung von den eigenen Zielen, Interessen und Stärken. Damit der Berufsstart funktioniert, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, wohin die Reise gehen soll. Ausbildung oder Studium geben zwar vielleicht schon eine grobe Richtung vor. Jetzt aber gilt es, sich zu fokussieren und das Wunschprofil vom Traumjob zu schärfen.

Wichtige Orientierungsfragen

Die passenden Antworten kann Ihnen kein anderer geben. Diese müssen Sie selbst herausfinden. Nehmen Sie sich daher unbedingt genug Zeit zur Selbstreflexion. Die folgenden Orientierungsfragen helfen übrigens nicht nur beim Jobeinstieg, sondern auch später bei einem möglichen Jobwechsel:

  • Was sind meine größten Stärken?
  • Wo sehe ich bei mir die größten Potenziale?
  • Wo liegen meine beruflichen Interessen?
  • Welche praktischen Erfahrungen habe ich schon gesammelt?
  • In welchen Berufen kann ich meine Talente optimal einbringen und ausleben?
  • Welche meiner Fähigkeiten werden aktuell besonders gesucht?
  • Wo kann ich damit das meiste Gehalt verdienen?
  • Wie will ich künftig Leben – und welcher Beruf passt dazu?
  • Wie sieht der perfekte Job für mich aus?
  • Was muss mir ein Wunscharbeitgeber bieten?
  • Welchen Wert lege ich auf Status und Hierarchie?
  • Welche Arbeitsumgebung und -bedingungen erwarte ich?
  • Wobei gehe ich auf keinen Fall Kompromisse ein?
  • Was sind meine realistischen (!) Gehaltsvorstellungen?
  • Will ich lieber angestellt sein oder mich selbstständig machen?
  • Gibt es Alternativen für den direkten Jobeinstieg (Auslandsjahr, Praktikum, etc.)?

Je intensiver und ehrlicher Sie sich diesen Fragen stellen, desto klarer werden für Sie auch die Auswahlkriterien für die Berufswahl und Arbeitgeberwahl. Nutzen Sie hierfür auch unsere kostenlose Checkliste (PDF)!

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Jobs für Absolventen ohne Berufserfahrung

Nicht gerade wenigen Absolventen fällt der Jobeinstieg nach dem Studium schwer, weil ihnen etwas wichtiges fehlt: die Berufserfahrung. Die können Sie – außer durch ein paar Praktika – eigentlich noch gar nicht haben. Trotzdem wird sie in manchen Stellenanzeigen vorausgesetzt oder verlangt.

Permission Paradox heißt der Irrsinn in der Fachsprache, dass Sie sich ohne Berufserfahrung bewerben müssen, um diese überhaupt erst zu gewinnen.

Ein unlösbares Catch-22-Problem? Nicht ganz. Zum Einen sollten Sie sich von solchen Stellenangeboten nicht abschrecken lassen und einfach trotzdem eine Bewerbung schreiben. Die Alternative sind Stellen für Trainees oder Volontäre. Oder Sie versuchen es über die klassische Zeitarbeit. Die ist oft besser als ihr Ruf.

Formen des Jobeinstiegs

Im Idealfall ist der Einstieg ins Arbeitsleben ein Direkteinstieg – mit Vollzeitjob und gutem Einstiegsgehalt. Daneben gibt es aber noch weitere Formen für Ihren Jobeinstieg – mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen…

  1. Befristeter Arbeitsvertrag

    Gerade kleine und mittelständische Unternehmen greifen gerne auf diese Variante zurück und verlängern so die Probezeit von maximal 6 Monaten auf 1-2 Jahre. Ein befristeter Arbeitsvertrag darf nicht länger als 2 Jahre dauern. Danach steht das Arbeitsverhältnis erneut auf dem Prüfstein – und es folgt ein unbefristeter Arbeitsvertrag oder ein neuer Job. Prüfen Sie genau, ob Sie sich darauf einlassen wollen. Immerhin: Danach haben Sie definitiv Berufserfahrungen!

  2. Werk- oder Honorarvertrag

    Geschlossen wird ein Werksvertrag meist für ein zeitlich begrenztes Projekt. Arbeiten Sie hingegen auf Honorarbasis, sind Sie selbständig. Um dann der Scheinselbständigkeit zu entgehen, sollten Berufsanfänger sicherstellen, dass sie eigene Arbeitsmaterialien einsetzen und noch weitere Auftraggeber haben. Dieser Jobeinstieg kann ein Fuß in die Tür Ihres künftigen Arbeitgebers bedeuten – oder der Weg in die dauerhafte Selbständigkeit.

  3. Zeitarbeitsvertrag

    Wer bei einer Zeitarbeitsfirma arbeitet, wird an andere Unternehmen entliehen, ist in seinen Rechten den anderen Kollegen aber gleichgestellt. Das gilt für das Gehalt genauso wie für Sozialleistungen oder die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Vorteil: Sie können in verschiedene Jobs hinein schnuppern und Kontakte knüpfen. Nachteil: Ein Zeitarbeitsvertrag ist oft befristet.

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Jobeinstieg Tipps: Was muss ich beachten?

Bisher ist alles perfekt gelaufen und der erste Arbeitstag steht vor der Tür? Klasse! Läuft bei Ihnen… Dann gibt es jetzt noch einige Tipps für einen professionellen Jobstart:

🎯 Vorbereitung

Bereiten Sie sich gründlich vor. Nicht erst am Vorabend, sondern überlegen Sie sich günstige Anfahrtswege und Alternativrouten. Notieren Sie sich wichtige Fragen und recherchieren Sie den passenden Dresscode für Ihre Kleidung. Und nicht vergessen: Nehmen Sie Stift und Notizblock mit – für die Antworten auf Ihre Fragen. Ebenfalls sollten Sie für die Personalabteilung Ihre Steuernummer oder Details zur Krankenversicherung kennen.

🎯 Orientierung

Klären Sie ebenfalls vorab, wann und wo Sie am ersten Tag erscheinen müssen. Bei großen Konzernen: der richtige Gebäudeteil und passende Eingang. Speichern Sie sich sicherheitshalber die Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern Ihrer Ansprechpartner ab, falls etwas schief läuft. Und ganz wichtig: Seien Sie unbedingt pünktlich! Lieber 10 Minuten zu früh als zu spät. Das wirkt bereits wie eine erste Arbeitsprobe.

🎯 Vorstellung

Üben Sie schon ein paar Tage zuvor eine kurze Selbstvorstellung. Sie werden an diesem Tag viele Hände schütteln und neue Kollegen kennenlernen – und können Ihre Sympathiewerte erheblich steigern, wenn Sie sich deren Namen merken. Tipp: Arbeiten Sie mit Eselsbrücken. Ein beliebter Jobeinstieg, der übrigens immer ankommt: Kuchen zum Einstand mitbringen. Natürlich nicht am ersten Tag, aber in den ersten Wochen.

🎯 Zurückhaltung

Der oder die Neue genießt gerade am Anfang „Welpenschutz“ – bedeutet: Sie dürfen und sollten viele Fragen stellen. Auch ein paar dumme sind kein Problem. Ansonsten halten Sie sich aber bitte noch zurück und bleiben diskret. Beobachten Sie genau: Wer kann mit wem? Wer sind die heimlichen Spielführer? Welche Spielregeln gelten in der Abteilung? Erzählen Sie ruhig ein bisschen über sich und gewinnen Sie Vertrauen. Aber lästern Sie keinesfalls über bisherige Jobs oder Arbeitgeber. Auch sonst halten Sie sich mit Kritik zurück, solange Sie den Laden und die Abläufe nicht gut genug kennen.

🎯 Kontakte

Umso wichtiger ist für einen erfolgreichen Jobeinstieg, frühzeitig Kontakte zu knüpfen – intern, extern und über die eigene Abteilung hinaus. Beziehungen schaden nur dem, der keine hat! Erweitern Sie also gleich Ihr Netzwerk und gehen Sie mit Kollegen Mittagessen oder treffen sich auch mal privat. Sie erfahren so mehr und etablieren sich gleichzeitig als Teil des Teams. Der Rest kommt dann von ganz alleine…


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[Bildnachweis: Karrierebibel.de, KI]