Selbstmotivation-Kunst-lernen
Es kann unterschiedliche Gründe haben, warum wir selbst nicht motiviert sind. Meist steckt aber eine Sache dahinter: Wir fokussieren uns zu sehr auf die Belohnung - und verwechseln dabei Ursache mit Wirkung. Tödlich für die Selbstmotivation. Nicht wenige Menschen streben nach Top-Noten, einem Top-Job, einer Beförderung, einer Gehaltserhöhung - und quälen sich dabei durch eine Arbeit, die ihnen nichts bedeutet. Da hilft auch keine Gehaltserhöhung, keine Beförderung in eine neue leidende Position. Motivation kann nicht entstehen, indem wir uns über die Karotte begeistern, die wir uns selbst vor die Nase halten und gleichzeitig unter dem Weg leiden, den wir dabei zurücklegen...

Selbstmotivation: Wenn-Dann-Denken ist falsch

Selbstmotivation-intrinsisch-extrinsischDas Problem an dieser Art der Selbstmotivation ist das Wenn-Dann-Denken dahinter:

  • Wenn ich erst einmal Karriere gemacht habe, dann bin ich zufriedener...
  • Wenn ich erst einmal so und so viel verdiene, dann bin ich motiviert...
  • Wenn ich diesen Job bekomme, dann bin ich glücklich...

Das meiste davon ist glatter Selbstbetrug. Wer seinen Job für 2000 Euro im Monat hasst, wird ihn für 4000 Euro immer noch nicht lieben. Und ein Aufstieg bringt nicht zwangsläufig mehr Freiheiten, mehr Freizeit, mehr Zufriedenheit mit sich. Oft ist das Gegenteil der Fall.

Keine Frage, Belohnungen sind ein mächtiges Motivationsmittel. Und es stimmt auch: Wir sollten uns selbst immer wieder belohnen, beispielsweise wenn wir Teilerfolge (sogenannte Meilensteine) erzielt haben.

Aber solche Karotten wie Geld oder Boni motivieren eben allenfalls nur kurzfristig. Es sind äußere Einflüsse und Anreize (extrinsische Motivatoren), die uns letztlich abhängig machen. Auf lange Sicht wirken sie wie Drogen: Man muss die Dosis immer weiter erhöhen, um überhaupt noch etwas zu spüren.

Der bessere Antrieb kommt immer noch von innen heraus (im Fachjargon spricht auch von intrinsischer Motivation).

Selbstmotivation: 3 Dinge, die uns wirklich anspornen

Glaubt man Motivationsforschern, gibt es vor allem drei wesentliche Antriebe, die uns maximal (im Job) motivieren:

  1. Autonomie

    Solange wir das Gefühl haben, nur zu tun, was andere wollen, fühlen wir uns ohnmächtig und fremdbestimmt. Natürlich gibt es keine absolute Freiheit: Selbst wer selbstständig ist, muss immer noch Kunden umwerben und Nachfrage erfüllen. Auch im Beruf sind Hierarchien durchaus sinnvoll, weil demokratische Entscheidungsprozesse häufig zu lange dauern würden - und selbst dabei kann man überstimmt werden.

    Autonomie bedeutet hierbei, seinem Leben im Großen und Ganzen selbst die Richtung geben zu können, statt gelenkt zu werden. Nur weil man sich einmal beugt, bedeutet das ja nicht gleich die innere Freiheit zu verlieren. Wer aber mehrheitlich souverän seine Arbeitsinhalte und seinen Berufsweg (mit)gestalten kann, der ist auch motiviert.

  2. Meisterschaft

    Seien wir ehrlich: Lernen macht in der Regel wenig Spaß. Nichts frustriert mehr als zu spüren, dass wir etwas (noch) nicht können. Mit der Zeit aber, mit viel Üben, werden wir meist besser - und fühlen uns auch so. Und auf einmal erleben wir einen regelrechten Motivationskick: Fortschritte sind lauter kleine Erfolge, die uns der Meisterschaft näher bringen. Das ist auch der Grund, warum etwa Sportvereine und Videospiele Levels und Ranglisten haben: Sie motivieren, weiterzumachen, mehr zu üben, über sich hinauszuwachsen.

    Auch der Punkt hat allerdings eine Einschränkung: Eine Sache aus dem Effeff zu beherrschen, motiviert uns nur dann, wenn sie uns auch etwas bedeutet. Ein Kind, das von seinen Eltern zum Klavierspielen gezwungen wird, obwohl es lieber Fußball spielen würde, erlebt vielleicht ebenso Fortschritte. Mehr motiviert wird es davon aber nur selten.

  3. Zweck

    Die Dinge, die wir gerne tun, müssen einen Sinn haben. Selbst wer nur ein Getriebe regelmäßig ölt, arbeitet umso lieber, wenn er weiß, dass das Getriebe für die Maschine wichtig ist und diese wiederum einem höheren Ziel dient. Er leistet damit einen wichtigen Beitrag. Pathetisch ausgedrückt, könnte man auch sagen: Wir spüren, dass wir einer Sache dienen, die größer ist als wir selbst. Das ist etwa bei allen so, die sich freiwillig in gemeinnützigen Verbänden oder Hilfsorganisationen engagieren.

    Es geht aber auch eine Nummer kleiner: Es reicht schon, wenn unsere Arbeit einen Unterschied macht. Oder anders gesagt: Wenn wir sie nicht machen würden, hätten Unternehmen und Kunden ein Problem. Wer spürt, dass es auffällt, ob er oder sie da ist oder nicht, der erfüllt offenbar einen wichtigen Zweck - und ist entsprechend motiviert.

Das Geheimnis der Selbstmotivation

Maximal motiviert sind wir dann, wenn möglichst alle drei Antriebe gegeben beziehungsweise uns bewusst sind. Durch all diese Punkte - das haben Sie sicher längst gemerkt - zieht sich aber ein Motivationsfaktor wie ein roter Faden:

Was immer wir machen, es muss eine Bedeutung für uns haben.

Wohlgemerkt: für uns - nicht für andere. Wir müssen in unserer Aufgabe einen Sinn erkennen. Das Ziel zu erreichen, wird erst dann zum Erfolg, wenn es auch für uns erstrebenswert ist.

Das ist das Geheimnis der Selbstmotivation: Fragen Sie sich, was Ihnen wirklich wichtig ist. Erkennen Sie den Sinn in dem, was Sie tun - und Freude und Engagement, Fortschritt und Kreativität kommen von ganz alleine und überdauern auch Krisen und Rückschläge. Es sind aber die Folgen, nicht die Ursachen.

Alleine zu Wissen wofür wir etwas machen, ist ein großer Schritt zur Förderung der eigenen Motivation. Aber reicht das schon aus?

Die Vorstellungskraft lässt meist schon nach kurzer Zeit wieder nach und damit sinkt dann auch wieder die Motivationskraft. Rückschläge unterstützen zusätzlich den Weg zur alten Lethargie.

Um dies zu verhindern, ist ein zweiter Schritt notwendig:

Nutzen Sie Ihre Gefühle, um die Vorstellung nochmals zu verstärken. Stellen Sie sich die Freude und das Glücksgefühl vor, dass Sie durchströmt und machen Sie diese Gefühle für sich spürbar und nachfühlbar. Und falls das noch nicht hilft, haben wir noch 11 Tipps, wie sie künftig wieder mehr Spaß an Ihrer Arbeit bekommen:

  • Ziele setzen.

    Machen Sie sich klar was Sie erreichen wollen, und setzen Sie sich messbare und realistische (!) Ziele.

  • Innere Einstellung.

    Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Aufgabe mit einer positiven Einstellung anpacken. Schaffen Sie negative Gedanken ab und sagen Sie sich stattdessen: "Diese Aufgabe macht Spaß."

  • Demotivation abbauen.

    Werden Sie sich klar darüber, was Sie an Ihrer Arbeit demotiviert. Listen Sie alle Punkte auf und schaffen Sie sie ab, soweit dies in Ihrem Umfeld möglich ist.

  • Motivierende Dinge.

    Wissen Sie, was Sie motiviert? Welche Gründe und Dinge lassen so arbeiten, dass Sie darüber die Zeit vergessen? Listen Sie alles auf, was Ihnen einfällt.

  • Motivation durch Visualisierung.

    Was bekommen Sie nach getaner Arbeit? Stellen Sie sich Ihren Erfolg vor Ihrem inneren Auge vor. Das sollte Ihnen helfen, den inneren Drang zu wecken, diese Vorstellung in die Wirklichkeit umzusetzen.

  • Motivation durch Gefühle.

    Bringen Sie positive Gefühle mit Ihren Zielen und Aufgaben in Verbindung. Gefühle untersteichen diese, geben uns zusätzliche und langfristige Motivation.

  • Motivation durch Belohnung.

    Belohnen Sie sich für Ihre getane Arbeit. Auch kleine Teilerfolge sollten belohnt werden. Als Reaktion darauf verbindet das Gehirn die Arbeit mit etwas Positiven. Mit diesem Trick baut man einige Motivationsprobleme langfristig ab.

  • Motivation durch Erinnerung.

    Notieren Sie sich Ihre Anreize einzeln auf kleinen DIN A7 Kärtchen. Stellen Sie im täglichen Wechsel ein Kärtchen in Ihr Blickfeld, zum Beispiel ans Telefon, wo Sie es immer wieder wahrnehmen.

  • Motivation durch Zeitdruck.

    Viele Menschen lassen sich durch eine Deadline motivieren. Nutzen Sie auch das für sich, indem Sie sich selbst Termine für Ihre Aufgaben setzen.

  • Motivation durch das richtige Maß.

    Wissen Sie, wie viel Sie an einem Tag schaffen können und wann Ihnen die Arbeitsmenge zuviel wird? Nutzen Sie dieses Wissen, um sich an einem Tag nicht zuviel vorzunehmen. Andernfalls schaffen Sie sich Misserfolge, woraus neue Demotivation entsteht.

  • Motivation durch Angst.

    Machen Sie sich deutlich, was passiert, wenn Sie die Aufgabe nicht erfüllen oder die Arbeit liegen bleibt. Welche Konsequenzen hat das für Sie oder andere?

Selbsttest: Können Sie sich motivieren?

Selbsttest-IconNa klar kann ich mich motivieren, sonst würde ich nicht jeden Tag zur Arbeit gehen... Nach wirklicher Motivation klingt das nicht, viel mehr nach Pflichterfüllung. Ein Problem, mit dem sich leider viele Arbeitnehmer herumschlagen müssen: die Zeit absitzen und seinem Job nachgehen. Kennen Sie das Gefühl, die Aufgaben nur anzustarren und zu hoffen, dass sich diese von allein erledigen? Unser Selbsttest kann Ihnen zeigen, ob Sie Probleme haben, sich selbst zu motivieren.

Lesen Sie die folgenden Aussagen bitte in Ruhe durch und entscheiden Sie für jede einzelne, ob diese Aussage auf Sie zutrifft oder nicht. Zählen Sie am Ende bitte zusammen, wie oft Sie zugestimmt haben. Die Auswertung finden Sie ebenfalls am Ende des Kastens.

Bitte denken Sie daran: Der Selbsttest soll Ihnen bei Ihrer persönlichen Einschätzung helfen. Es geht nicht darum, möglichst gut abzuschneiden oder eine bestimmte Punktzahl zu erreichen. Bleiben Sie also ehrlich zu sich selbst:

  1. Facebook, Telefon, E-Mail oder auch Kaffee mit den Kollegen. Ablenkungen stellen für mich ein Problem dar und manchmal fällt es mir schwer, mich aufzuraffen und auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren.
  2. Wenn ich regelmäßig Lob und positives Feedback bekomme, kann ich sofort spüren, wie meine Motivation steigt und mich an den folgenden Tage mehr ins Zeug lege, um meine Arbeit noch besser zu machen. Ohne diesen Zuspruch leidet auch meine Motivation.
  3. Aufgaben, dir mir Spaß machen, erledige ich immer sofort und das auch mit großer Freude. Finde ich eine Aufgabe hingegen langweilig, anstrengend oder einfach blöd, schiebe ich sie so lang wie möglich auf und muss mich dann dazu zwingen, endlich loszulegen.
  4. Bei der Arbeit im Team bin ich froh, wenn jemand anders die Führung übernimmt, Aufgaben verteilt und die Organisation übernimmt. So weiß ich genau, worauf ich mich konzentrieren muss und brauche mir um die anderen Dinge keine Gedanken mehr zu machen.
  5. Ich hasse den Anfang der Woche und jeden Montag komme ich kaum aus dem Bett, weil ich weiß, dass die Woche noch so lang ist. Leider zieht sich dieses Gefühl meist auch noch bis zur Mitte der Woche - oder auch noch länger, wenn es gerade besonders stressig ist.
  6. Manchmal machen mir besonders einfache Aufgaben Probleme, weil ich diese unterschätze und mich nicht rechtzeitig darum kümmere. Wenn ich mich unterfordert fühle, fällt es mir eben schwer, mich wirklich reinzuhängen und mein Bestes zu geben.
  7. Wenn ich etwas erledige, mache ich immer wieder Pausen. Allerdings ziehe ich diese oft in die Länge, weil es mir schwer fällt, mich anschließend wieder meinen Aufgaben zu widmen.
  8. An meinem Job motiviert mich in erster Linie die Bezahlung, schließlich muss ich nicht nur meinen Lebensunterhalt davon bestreiten, sondern möchte auch etwas ansparen können, um mir später einen Traum erfüllen zu können.
  9. Bei neuen Aufgaben brauche ich zunächst einige Zeit, um einen Zugang zu finden. Ich weiß einfach nicht, wie ich anfangen soll und bevor ich es falsch angehe, analysiere ich erst einmal und überlege, wie ich vorgehen möchte.
  10. Ausreden sind eine meiner Spezialitäten. Ich kann mir stundenlang einreden, dass ich etwas nicht schaffen kann, weshalb ich immer länger warten kann, bis ich dann irgendwann doch anfange, weil die Zeit zu knapp wird.
  11. Ich wurde schon öfter von Kollegen darauf angesprochen, dass mir manchmal die nötige Motivation fehlt und dass deswegen Arbeit an ihnen hängen bleibt. Zum Glück scheint der Chef dies noch nicht bemerkt zu haben.

Können Sie sich selbst motivieren: Die Auflösung

  • Wenn Sie bei einigen Punkten zugestimmt und stumm genickt haben, brauchen Sie sich noch nicht gleich Sorgen machen. Jeder motiviert sich selbst auf andere Weise. So ist es nur wahrscheinlich, dass Sie sich selbst in einigen Aussagen wiedererkannt haben.
  • Aufmerksam werden sollten Sie aber, wenn Sie mehr als sechs Mal zugestimmt haben. Hier sollten Sie genauer hinterfragen, was Ihnen die Motivation raubt und wie Sie dagegen vorgehen können, um Ihren Antrieb wiederzufinden.
  • Haben Sie sogar neun Mal oder häufiger zugestimmt, haben Sie ernsthafte Schwierigkeiten, sich zu motivieren und vermutlich leidet nicht nur Ihre Arbeit darunter, sondern auch Ihre Zufriedenheit. Versuchen Sie herauszufinden, was Sie motiviert, was Ihnen Spaß macht und was Ihnen momentan fehlt. Um dies zu erreichen, ist vermutlich eine Veränderung notwendig - wenn Sie aber wirklich Ihre Motivation zurückgewinnen wollen, müssen Sie diesen Mut aufbringen.

Selbst anfeuern: Es funktioniert tatsächlich!

Selbst-motivieren-anspornen-anfeuern"Tschakka - du schaffst es!" Solche Motivationsausrufe klingen eher nach esoterischem Brimborium, nach Quacksalberei und zwielichtigen Motivationstrainern. Doch zu sich selbst gesagt, wirkt die Anfeuerung besser als gedacht: Wer sich selbst verbal anspornt, verbessert die eigene Leistung deutlich.

Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Studie um den Sportpsychologen Andrew M. Lane von der Universität Wolverhampton. An den Experimenten dazu nahmen mehr als 44.000 Testpersonen teil. Die Fragestellung: Welche Motivationstechniken helfen wirklich?

Die Teilnehmer wurden in insgesamt zwölf Gruppen eingeteilt und sollten im BBC Lab UK, einem Online-Portal der BBC, ein Konzentrationsspiel gegen den Computer absolvieren. Um sich zu motiveren, sollten die Probanden...

  • Selbstgespräche führen: Anfeuern, Mut zusprechen, sich lautstark motivieren.
  • ihre Vorstellungskraft nutzen: Sich also bildhaft vorstellen, wie man während des Spiels besser und schneller reagieren könnte.
  • Wenn-dann-Szenarios duchspielen: Also vorab planen, wie man beim Eintreten einer Eventualität reagieren würde.

Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Wer sich selbst mit warmen Worten bestärkt hatte, erzielte im Verlauf des Spiels die meisten Punkte und schnitt durchweg besser ab als alle Vergleichsgruppen. Wer sich selbst anfeuerte, setzte mehr Energie frei. Zudem führten die Selbstgespräche zu positiveren Emotionen während des Spiels. Man fühlt sich - so die Schlussfolgerung der Forscher - einfach besser, wenn man sich anspornt.

Wer sich indes gedanklich vorgestellt hatte, im nächsten Spiel schneller und besser zu reagieren, erzielte ebenfalls Fortschritte, aber nur geringe. Am wenigsten erfolgreich war die Was-wäre-wenn-Technik. Ein positiver Effekt war zwar auch hier feststellbar, aber in kaum messbarem Ausmaß.

Das ABC der Motivation

Angesichts der großen Zahl an Motivationsseminaren, Kursen, Büchern, Filmen und Workshops ist es erstaunlich, wie schwer es vielen noch immer fällt, sich selbst zu motivieren. Vermutlich weil Vieles, zu dem sie sich aufzuraffen versuchen, eben doch keine wirkliche Bedeutung hat - oder nur scheinbar und oberflächlich. So wie das Streben nach Ruhm und Reichtum.

Als Inspiration daher noch ein ABC der Motivation. Jeder der folgenden Tipps kann, muss aber nicht für Sie funktionieren. Weil Motivation etwas völlig Individuelles ist, kann es auch keine universell gültigen Regeln geben - nur Anregungen:

  • Ausblenden

    Eine der wichtigsten Maßnahmen, um sich Ihre Motivation zu erhalten: Blenden Sie Neider und notorische Nörgler aus und konzentrieren Sie sich auf sich und Ihr Umfeld. Das ist keine Vogelstrauß-Taktik, sondern oft reine Notwendigkeit, um sich nicht mit negativen Gedanken und Ansätzen zu belasten.

  • Balance

    Ihre Motivation können Sie nur aufrechterhalten, wenn Sie über die dazu notwendige Energie verfügen. Achten Sie darauf, sich neben der Arbeit auch Zeit für Ihre Gesundheit - physisch und psychisch - zu nehmen.

  • Chancen

    Sie kennen vielleicht den Spruch: "Der eine sieht Probleme, der andere Chancen." Diese Grundhaltung ist für eine konstant hohe Motivation entscheidend. Wer bewusst auf Chancen achtet, diese wahrnimmt und - wenn sie passen - ergreift, wird durch neue Möglichkeiten und Erfolgserlebnisse nicht nur belohnt sondern auch motiviert.

  • Denkmuster

    Mit der Zeit verfestigen sich bei jedem Menschen Denkmuster. Einige davon können Sie in Ihrer Entwicklung bremsen und Ihre Motivation nachhaltig schwächen. Suchen Sie beispielsweise intuitiv bei jedem neuen Projekt nach Schwachstellen und Fehlerquellen? Nehmen Sie diese dann als Verbesserungschance oder als Argument gegen das Projekt wahr? Um solche Denkmuster zu erkennen, benötigen Sie externe Reflexion. Diese kann von Freunden, Kollegen oder Coaches kommen.

  • Empathie

    Wollen Sie andere Menschen motivieren, müssen Sie zuerst deren Bedürfnisse und Situation verstehen. Dabei ist es oft wichtig, die oberflächlichen Aussagen bei Seite zu legen und sich den wahren Bedürfnissen dahinter zu widmen. Das können Sie nur erreichen, wenn Sie sich empathisch auf Ihr Gegenüber einlassen.

  • Fragen

    Fragen sind einer der besten Wege, Motivationstiefs zu überwinden. Einige stellen sich in Tiefphasen ohnehin, beispielsweise die Frage: "Warum tue ich mir das überhaupt an?" Wenn Sie selbst darauf keine positive Antwort finden, stellen Sie diese Fragen Ihren Kollegen und Freunden und nutzen Sie deren Antworten als Treibstoff für Ihre Motivation.

  • Geduld

    Motivation kann ein zweischneidiges Schwert sein. Einerseits ermöglicht sie Ihnen durch Enthusiasmus und Begeisterung erstaunliche Leistungen, andererseits können Sie dadurch auch schnell ausbrennen und in ein Motivationsloch fallen. Kontrollieren Sie Ihre Motivation und Begeisterung daher und setzen Sie diese dosiert und geduldig ein, um langfristig dran zu bleiben.

  • Hartnäckigkeit

    Apropos langfristig: Motivation kann auch von den Ergebnissen Ihrer Arbeit abhängen. Diese erreichen Sie allerdings nur durch Hartnäckigkeit und Ausdauer. Nutzen Sie diese Eigenschaften, um Ihre Motivation hoch zu halten und konzentrieren Sie sich immer wieder auf erreichbare Zwischenziele.

  • Inspiration

    Inspirierende Zitate, Filme, Reden, Bücher oder Momente können Nahrung für Ihre Motivation sein und Sie weiter pushen. Suchen Sie daher immer wieder bewusst nach inspirierenden Inhalten und stärken Sie so Ihre Motivation.

  • Jubel

    Auch wenn es in der deutschen (Arbeits-)Kultur eher unüblich ist: Freuen Sie sich ausgelassen über ein erreichtes Ziel oder einen Erfolg. Ausgelebte Freude fühlt sich nicht nur gut an, sie kann Ihnen auch einen neuen Impuls für Ihre Motivation liefern und Ihre Vorfreude auf den nächsten Erfolg steigern.

  • Konzentration

    Gerade in hektischen und stressigen Zeiten kann die Motivation durch viele alltägliche Aufgaben und Kleinigkeiten sinken. Dieser Entwicklung können Sie entgegenwirken, indem Sie sich immer wieder bewusst - und sei es nur für fünf Minuten - aus dem Tagesgeschäft zurückziehen und sich auf Ihr eigentliches Ziel konzentrieren.

  • Lernen

    Je nach Typ und Veranlagung kann bereits das Lernen und Entdecken neuer Inhalte und Wege einen Motivationsschub auslösen.

  • Meisterschaft

    Zwischenziele sind wichtig, doch manchmal kann ein wertvolles Ziel auch darin bestehen, die eigenen Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich zur Meisterschaft auszubauen. Das konsequente Verfolgen dieses Ziels kann Ihre Motivation auf Monate hinaus garantieren.

  • Neugier

    Ohne Neugier bleiben Menschen und Unternehmen irgendwann stehen. Keine Entwicklung, keine Bewegung findet mehr statt, Motivation und Aktivität erlahmen. Entdecken Sie Ihre Neugier daher jeden Tag aufs Neue, lassen Sie sich auf Experimente ein und lernen Sie aus der Entwicklung. Ihre Motivation wächst dadurch ganz automatisch.

  • Optimismus

    Gut möglich, dass Sie das bekannte Glas-halbvoll-oder-Glas-halbleer-Denken schon nicht mehr hören können. Das ändert jedoch nichts an seiner Gültigkeit: Konzentrieren Sie sich auf die positiven Aspekte von Projekten und Situationen, um Ihre Motivation frisch zu halten.

  • Perspektive

    Erfolge stellen sich manchmal erst nach Wochen und Monaten ein. Der Blick auf die tägliche Arbeit kann daher schnell frustrieren, vor allem wenn Fortschritte nur minimal sind. Treten Sie in solchen Phasen einige Schritte zurück und betrachten Sie die bisherige Entwicklung perspektivisch. Oft fällt Ihnen dann auf, wie weit Sie bereits gekommen sind und wie schnell Sie sich Ihrem Ziel nähern.

  • Qualität

    Viele Erfolge in kurzer Zeit zu feiern, kann Ihre Motivation deutlich steigern. Ist das jedoch nicht möglich, sollten Sie sich auf die Qualität Ihrer Arbeit konzentrieren und daraus Befriedigung und Motivation ziehen.

  • Reflexion

    Die eigenen Fortschritte zu sehen kann im Alltag durchaus schwer fallen. Nehmen Sie sich idealerweise einmal pro Woche Zeit, um den Wochenverlauf und die aktuellen Fortschritte zu reflektieren und sich so neu zu motivieren.

  • Selbstvertrauen

    Manchmal schwindet Motivation auch deshalb, weil Sie oder Ihre Kollegen an den eigenen Fähigkeiten zweifeln. Dann scheint es auf einmal völlig unmöglich, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Besinnen Sie sich in diesen Situation auf Ihre Erfolge und machen Sie sich Ihre Fähigkeiten und Stärken bewusst. Mit Ihrem Selbstbewusstsein kehrt dann auch Ihre Motivation zurück.

  • Träume

    Konkrete Ziele, Analysen und Pläne sind wichtig und sinnvoll. Manchmal ist es jedoch an der Zeit, all das für einige Minuten oder Stunden hinter sich zu lassen und sich den eigenen Träumen hinzugeben. Eine solche Auszeit kann nicht nur Energie und Kreativität, sondern auch Ihre Motivation neu beleben.

  • Unterstützung

    Egal wie gut Sie sind, irgendwann kommt garantiert der Punkt, an dem Sie alleine nicht weiterkommen. Suchen Sie sich daher von Anfang an Unterstützung und Rückhalt und lassen Sie sich in Tiefphasen von Ihren Kollegen und Freunden neu motivieren.

  • Visualisierung

    Ziele zu definieren ist eine Sache, diese wirklich vor sich zu sehen und zu verinnerlichen, eine ganz andere. Nutzen Sie dazu die Technik der Visualisierung und stellen Sie sich Ihre Ziele und künftigen Erfolge möglichst realistisch vor. Lassen Sie dabei auch die passenden Emotionen aufkommen, um die Bilder zu verstärken.

  • Wahrheit

    Lügen haben kurze Beine. Wer Mitarbeiter, Kollegen, Chefs oder sich selbst täuscht, ist ständig damit beschäftigt, die Fassade aufrecht zu erhalten und muss einen großen Teil seiner Energie darauf verwenden. Bleiben Sie jedoch von Anfang an bei der Wahrheit, können Sie diese Energie sinnvoll nutzen und sich auf Ihre Arbeit konzentrieren - mit spürbar positiven Effekten für Ihre Motivation.

  • X-mal

    Manche Aufgaben lassen sich nur durch Versuch und vielfachen Irrtum bewältigen. Lassen Sie sich auch vom x-ten Versuch nicht frustrieren, sondern halten Sie sich an die Einstellung von Thomas Alva Edison: "Sie sehen 100 Fehlschläge. Ich sehe 100 Wege von denen ich weiß, dass sie nicht ans Ziel führen."

  • Ziele

    Wir haben Sie bereits mehrfach in unserem ABC erwähnt: Ohne konkrete Ziele lässt sich Motivation nicht dauerhaft aufrechterhalten. Große Ziele sind dabei wichtig, doch diese sollten Sie in realistische Zwischenziele aufteilen, die Sie in absehbarer Zeit erreichen können. Sonst ist Frustration programmiert.

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