Talentpool: Das beste aus einer Absage machen

In jeder Bewerbung steckt immer auch eine Menge Herzblut. Umso frustrierender ist es, wenn es darauf nur eine lapidare Absage gibt. Wir verstehen das, haben aber auch eine gute Nachricht: Die Absage ist weder das Ende des Bewerbungsprozesses, noch das Ende aller Chancen bei diesem Arbeitgeber. Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, abgelehnte Bewerber in sogenannten Talentpools zu sammeln und bei der Vergabe neuer Stellen wieder in Betracht zu ziehen. Bewerber sollten sich daher auch nach einer Absage darum bemühen, einen positiven Eindruck zu hinterlassen – und vielleicht in den Talentpool aufgenommen zu werden…

Talentpool: Das beste aus einer Absage machen

Talentpool nach Absage: Machen Sie sich Ihre Chancen bewusst

Erst vor einiger Zeit berichtete das Abendblatt über das Unternehmen Younect, das abgelehnten Bewerbern per Talentpool eine zweite Chance offeriert. Solche Recruiting-Modelle sind zwar noch nicht in allen Branchen üblich, nehmen aber zu.

Selbst wenn es noch keinen Talentpool gibt, fragen manche Arbeitgeber danach, ob sie die Bewerbungsunterlagen behalten und bei späteren Vakanzen berücksichtigen können.

So oder so: In beiden Fällen eröffnen sich Bewerbern neue Chancen – wenn Sie sich entsprechend verhalten. Wer also eine solche Nachfrage zusammen mit einer Absage erhält, sollte seinen Ärger runterschlucken, nicht beleidigt reagieren, sondern sein Einverständnis geben. Was haben Sie schon zu verlieren? Umgekehrt: Absagen können SIE später immer noch.

Genauso wichtig ist dabei aber auch Ihre Reaktion und Positionierung. Konkret sollten Sie…

  • ein persönliches Dankschreiben als Reaktion auf die Absage verfassen und versenden.
  • eine möglicherweise folgende Einladung zu einem Talentpool annehmen (oder danach fragen).
  • dem Unternehmen weiter aktiv in den Social Media folgen.
  • sich online weiterhin mit Ihren Themen positionieren.
  • ab und an Beiträge des Unternehmens aufgreifen und auf dessen Online-Präsenzen verlinken.
  • sich weiter aktiv mit für das Unternehmen relevanten Themen befassen.

Die Einladung zu einem Talentpool oder die Bitte, Ihre Bewerbungsunterlagen behalten zu dürfen, werden Sie allerdings nicht immer automatisch bekommen. Manchmal behalten Unternehmen diese auch oft, ohne Sie darüber zu informieren. Deshalb sind ein aktives Personal Branding sowie ein persönliches Dankschreiben und aktive Netzwerkarbeit in jedem Fall sinnvoll.

Koordinieren Sie Bewerbungen und Netzwerkarbeit

Wie viel Zeit und Energie Sie in die Kontaktpflege investieren, hängt natürlich auch davon ab, wie weit fortgeschritten Sie schon im Bewerbungsverfahren waren. Wer auf sein erstes Anschreiben gleich eine Absage kassiert, ist für den Arbeitgeber vielleicht weniger interessant als jemand, der erst nach dem Vorstellungsgespräch ausgeschieden ist. Schaden kann Netzwerken allerdings nie.

Betrachten Sie eine Absage daher bitte nie als das Ende aller Karrierechancen, sondern als Beginn einer neuen Bewerbungsphase. Halten Sie dann aktiv Kontakt zum Unternehmen und bleiben Sie permanent auf dessen Radar. Schon oft haben sich dadurch Jobchancen ergeben, auf die man zuvor unmöglich gekommen wäre…

[Bildnachweis: dotshock by Shutterstock.com]

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7. März 2014 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.

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