Work and Travel: Voraussetzungen, Jobs, Checkliste

Raus in die Welt, bevor der Ernst des Lebens beginnt: Für viele ist Work and Travel der perfekte Mix aus Reisen, Arbeiten und Selbstfindung. Welche Voraussetzungen Sie bei Work and Travel beachten müssen, welche Länder beliebt sind und wie viel Startkapital Sie benötigen: alle Tipps und Checklisten…

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Definition: Wie funktioniert Work and Travel?

Work and Travel ist eine besondere Reiseform im Ausland, bei dem Sie Arbeit (Work) mit Reisen (Travel) verbinden. Statt in einem Land nur Urlaub zu machen, nehmen Sie dort Gelegenheitsjobs an, betreiben also geplantes Jobhopping.

Work und Travel ist eine beliebte Option für Schüler, Studenten und junge Berufstätige, um ein Land intensiver zu erleben sowie gleichzeitig Geld zu verdienen und die Reisekosten zu senken – zum Beispiel als Au-pair oder im Rahmen des Erasmus Programms.

Zu den beliebtesten Reisezielen für Work and Travel gehören Australien, Neuseeland und Kanada. Diese Länder bieten spezielle Working Holiday Visa an. Typischerweise werden dabei Jobs in der Gastronomie, im Tourismus oder in der Landwirtschaft angenommen.

Work and Travel Vorteile

  • Kulturelle Erfahrung

    Wer ins Ausland reist, lernt neue Kulturen sowie Land und Leute intensiver kennen als bei einem Urlaub.

  • Sprachkenntnisse

    Viele, die Work & Travel nutzen, wollen zugleich ihre Sprachkenntnisse verbessern.

  • Geld verdienen

    Doppelter Vorteil: Die Reisekosten können durch die Jobs vor Ort reduziert oder sogar finanziert werden.

  • Entwicklung

    Grundsätzlich sind Sie frei bei der Wahl von Arbeitsort und Reiseroute. Das fördert zugleich die persönliche Entwicklung und Selbstständigkeit.

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Work und Travel Voraussetzungen

Die Work and Travel Voraussetzungen für Länder wie Australien, Neuseeland, Kanada oder die USA sind deutlich umfangreicher als Work and Travel in Europa. Allgemein müssen Sie folgende Bedingungen erfüllen:

Visum

Die meisten Länder bieten spezielle Working-Holiday-Visa an. Diese erlauben es jungen Menschen, für einen längeren Zeitraum zu reisen und gleichzeitig legal zu arbeiten. Je nach Zielland gelten unterschiedliche Altersgrenzen. In Australien und Neuseeland liegt das Limit meist bei 30, in Kanada zum Teil bei 35 Jahren. In den USA ist klassisches Work and Travel nur eingeschränkt möglich, zum Beispiel über Summer-Jobs oder J1-Visa. Weitere Voraussetzungen:

  • Manche Länder verlangen zusätzlich ein polizeiliches Führungszeugnis.
  • Teilweise wird – speziell für Jobs in der Gastronomie – ein Gesundheitszeugnis gefordert.

Wer sich hingegen für Work and Travel in Europa (zum Beispiel: Spanien) entscheidet, kann als EU-Bürger in den Ländern der Europäischen Union auf Visa völlig verzichten.

Alter

Die Altersvorgaben schwanken von Land zu Land. In der Regel müssen Travel and Work Teilnehmer beim Visumantrag mindestens 18 Jahre alt und dürfen höchstens 30 Jahre alt sein. In einigen Ländern wie Kanada, Chile oder England sind auch ältere Teilnehmer zugelassen.

Kosten

Zwar verdienen Sie Geld, um sich vor Ort finanziell über Wasser zu halten. Unbedingt einplanen sollten Sie jedoch Kosten für den Organisationsaufwand – sofern Sie nicht alles selbst übernehmen. Dazu kommen etwa 300 Euro fürs Visum. Einige Länder fordern Rücklagen bei der Einreise von circa 1.700 bis 3.200 Euro, um Zeiten zu überbrücken, in denen Sie vielleicht keinen Job finden. Mit Work and Travel können Sie also keine Reichtümer anhäufen. Die meisten zahlen sogar drauf.

Gesundheit und Versicherungen

Ein gutes Maß an körperlicher und psychischer Belastbarkeit ist wichtig – vor allem bei körperlich fordernden Jobs auf Farmen oder in der Gastronomie. Unverzichtbar ist zudem eine Auslandskrankenversicherung, die auch Arbeitsunfälle abdeckt. Je nach Land kann auch eine ärztliche Bescheinigung erforderlich sein. Einige Arbeitgeber setzen vor Jobantritt eine medizinische Untersuchung oder Impfungen voraus.

Persönliche Eigenschaften

Gute Work-and-Traveller bringen Neugier, Offenheit und Eigeninitiative mit. Sie lassen sich auf neue Kulturen ein, reagieren flexibel auf Veränderungen und scheuen sich nicht, auf Menschen zuzugehen oder nach Arbeit zu fragen. Auch Selbstständigkeit ist wichtig – gerade dann, wenn mal nicht alles nach Plan läuft.

Nützliche Eigenschaften sind:

Work and Travel eignet sich für Sie, wenn Sie…

  • offen für neue Kulturen und Erfahrungen sind.
  • gerne reisen und flexibel arbeiten möchten.
  • selbstständig und abenteuerlustig sind.

Work and Travel eignet sich NICHT, wenn Sie…

  • ungern improvisieren oder spontan Entscheidungen treffen.
  • lieber feste Strukturen und Sicherheit bevorzugen.
  • kein Interesse an anderen Sprachen oder Ländern haben.
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Work and Travel Dauer

Die typische Dauer für einen Work-and-Travel-Aufenthalt hängt vom jeweiligen Zielland und dem dort gültigen Visum ab. In den meisten Ländern wie Australien, Neuseeland und Kanada ist das Working Holiday Visum für maximal 12 Monate, also maximal ein Jahr gültig.

  • In Australien besteht zudem die Möglichkeit, das Visum unter bestimmten Bedingungen um ein weiteres oder sogar ein drittes Jahr zu verlängern, etwa durch spezielle landwirtschaftliche Tätigkeiten.
  • Für andere Länder, wie Singapur oder Mexiko, ist die Aufenthaltsdauer meist auf 6 Monate begrenzt.
  • In den USA ist Work and Travel für Studierende im Rahmen des J1-Visums in der Regel auf bis zu 4-5 Monate beschränkt.
  • England erlaubt Aufenthalte von mindestens 12 Wochen bis zu einem Jahr, abhängig vom genutzten Programm und Visum.

Die Mehrheit der Work and Traveller bleibt 6-12 Monate im Ausland, was auch durch den organisatorischen Aufwand für Flüge, Visa und Eingewöhnung oft sinnvoll ist. In Einzelfällen kann der Aufenthalt durch den Wechsel des Ziellandes oder Verlängerungsmöglichkeiten auch länger dauern.

Bei Work-and-Travel-Programmen beträgt die Mindestdauer oft 10 Wochen bis 3 Monate.

Kann ich auch nur 3 Monate Work and Travel machen?

Für die meisten Reiseziele gibt es keine Mindestaufenthaltsdauer. Sie können also auch nur 3 Monate für Work and Travel machen und im Ausland jobben und reisen. Mit dem Working Holiday Visum können Sie sich aber zum Beispiel bis zu 12 Monate in Australien, Neuseeland oder Kanada aufhalten.

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Planung: Eigenregie oder Work and Travel Programm?

Prinzipiell haben Sie zwei Möglichkeiten, Work and Travel umzusetzen: Sie können das Ganze in Eigenregie selbst organisieren oder an einem Work and Travel Programm teilnehmen.

1. Die kostengünstige Variante: In Eigenregie

Für Sparfüchse kommt nur die eigene Organisation infrage. Sie können dadurch rund 600 Euro sparen, müssen dafür aber Zeit und Mühe aufwenden. Was die Kosten anbelangt: Die Fixkosten sind schwer zu nennen, weil diese von Ihren individuellen Wünschen abhängen: Reicht Ihnen Couchsurfing oder schlafen Sie lieber im Hostel? Was wollen Sie sich an Erlebnissen und Ausflügen gönnen?

Kalkulieren sollten Sie zwischen 800 und 1600 Euro für einen Flug – je nach Zielland, Abflughafen in Deutschland und Saison. Flüge in der Hauptsaison sind teurer als in der Nebensaison. Rechnen Sie lieber großzügiger als zu knapp. Laufende Kosten entstehen Ihnen durch Unterkunft und Verpflegung. Hier sollten Sie mit 10-30 Euro pro Tag rechnen. Planen Sie auch Fortbewegungsmittel ein: Wer einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, sollte etwa 500 Euro ansetzen.

Besonderheiten zu einzelnen Ländern:

2. Die teurere Variante: Work and Travel Programm

Work and Travel Programme haben den Vorteil, dass das Meiste schon organisiert ist. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Flugbuchung (Hinflug/Rückflug)
  • Unterkunftvermittlung
  • Jobvermittlung
  • Ansprechpartner vor Ort
  • Kontakte zu anderen Backpackern
  • Hilfe bei Ärger
  • Work and Travel Organisationen

    Folgende Organisationen haben bereits jahrelange Erfahrung in dem Bereich und sind empfehlenswert:

  • AIFS
  • Auslandsjob
  • Education First (EF)
  • Work and Travel Jobs

    Jobs für Work and Travel finden Sie unter anderem bei:

  • Workwide
  • Travelworks
  • Yobbers
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Checkliste für Work and Travel

Bevor es mit dem Arbeiten und Reisen losgehen kann, sollten Sie ein paar Punkte beachten. Die folgende Checkliste hilft Ihnen bei der Vorbereitung, damit Sie nichts vergessen:

  1. Geld sparen

    Geld brauchen Sie vor Ort vor allem für Souvenirs und Freizeitaktivitäten. Dafür sollten Sie zusätzlich ein finanzielles Polster aufbauen. Wir empfehlen hierfür ein Polster von 2.500 bis 4.000 Euro. Einige Länder verlangen diese Summe auch als nachweisbares Startkapital bei der Einreise.

  2. Reisepass kontrollieren

    Planen Sie eine Reise außerhalb der EU? Dann brauchen Sie unbedingt einen Reisepass! Sollten Sie noch keinen besitzen, müssen Sie unbedingt einen beantragen. Haben Sie bereits einen Reisepass, ist es wichtig zu kontrollieren, dass dieser noch mindestens 2 Jahre gültig ist.

  3. Visum beantragen

    Während Ihres Work and Travel Aufenthalts sind Sie nicht als reiner Tourist unterwegs, sondern wollen bezahlte Arbeiten annehmen. Dafür brauchen Sie ein entsprechendes Visum, das Ihnen das Arbeiten im Ausland gegen Geld erlaubt. Dies ist in Kanada, Neuseeland, Australien oder Japan beispielsweise das „Working-Holiday-Visum“. Informieren Sie sich genau darüber, welches Visum Sie für Ihre Reise benötigen!

  4. Arzt aufsuchen

    Abhängig von Ihren Vorerkrankungen und dem Reiseziel, sollten Sie sich von Ihrem Arzt durchchecken lassen. Dieser kann Ihnen auch sagen, ob für Ihr Reiseziel bestimmte Impfungen empfehlenswert sind. Da Impfungen teilweise bis zum vollkommenen Schutz mehrmals wiederholt werden müssen, sollten Sie sich rechtzeitig darum kümmern. Einige Krankenkassen übernehmen sogar die Impfkosten.

  5. Bankkonto eröffnen

    Für etliche Jobs ist die Grundvoraussetzung, dass Sie ein Konto im jeweiligen Land haben. Eine Kontoeröffnung geht bereits von Zuhause aus für diejenigen, die beispielsweise für Work and Travel Australien gewählt haben. Das erspart Zeit und Mühe vor Ort. Bei der Westpac Bank können Sie mit „Westpac Choice“ ein australisches Bankkonto online eröffnen.

  6. Versicherungen abschließen

    Sie werden eine längere Zeit im Ausland verbringen und sollten auf jeden Fall die nötigen Versicherungen abschließen, um kein unnötiges Risiko einzugehen. An erster Stelle steht die Auslandskrankenversicherung, um im Krankheitsfall abgesichert zu sein. Prüfen Sie auch, ob Ihre Haftpflichtversicherung im Ausland greift.

  7. Reise planen

    Welche Teile Ihres Wunschlandes wollen Sie bereisen? In welchen Städten wollen Sie länger bleiben und wie wollen Sie vor Ort reisen? Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um Ihre Reise zu durchdenken und eine Route festzulegen. So können Sie beispielsweise auch Flüge vorausplanen und Geld sparen. Sollten Sie sich noch unsicher sein, können Sie sich auch in einem Reisebüro informieren oder andere Work & Travel Reisende nach Erfahrungen fragen.

  8. Verträge kündigen

    Wer für eine längere Zeit im Ausland ist, sollte nicht vergessen, sich um die laufenden Verträge in Deutschland zu kümmern: Was passiert z.B. mit Ihrer Wohnung und Ihrem Auto? Können Sie Ihren Handyvertrag kündigen oder pausieren?

  9. SIM-Karte kaufen

    Geht Ihr Auslandsaufenthalt ins außereuropäische Ausland, sichert Ihnen eine SIM-Karte die volle Kontrolle über Ihre Kosten. Wenn Sie ein E-Sim fähiges Handy haben, können Sie ganz einfach über Apps wie MobiMatter eine zweite E-Sim herunterladen.

  10. Führerschein übersetzen

    Wollen Sie im Ausland nicht auf die Mobilität eines Autos verzichten, sollten Sie sich einen internationalen Führerschein zulegen. Diese sind zwar nicht in jedem Land Pflicht, doch viele Autovermietungen verlangen eine englische Fahrerlaubnis. Um sich den Stress vor Ort zu ersparen, sollten Sie deshalb bereits in Deutschland einen internationalen Führerschein beantragen. Der kostet zwischen 15 und 20 Euro.

  11. Unterkunft organisieren

    Haben Sie sich bereits Gedanken darüber gemacht, wo Sie während Ihres Auslandsaufenthalts übernachten? Gerade für die erste Zeit nach Ihrer Ankunft hat es Sinn, ein Zimmer in einem günstigen Hotel oder Hostel zu buchen. Natürlich können Sie auch länger im Hostel bleiben. Andere Möglichkeiten, eine Unterkunft zu finden, sind beispielsweise Couchsurfing oder eine günstige Mietwohnung.

  12. Sprachkurs machen

    Da Sie nicht nur längere Zeit im Ausland verbringen, sondern dort auch arbeiten werden, ist es ratsam, einen Sprachkurs zu besuchen. Das können Sie entweder bereits in Deutschland erledigen oder Sie nutzen die erste Zeit nach der Ankunft, um an Ihrer ersten Station die Sprache zu lernen oder zu verbessern.

  13. Ausstattung besorgen

    Auf einer Work and Travel Reise werden Sie viel unterwegs sein. Sparen Sie also nicht an den falschen Stellen! Investieren sollten Sie unbedingt in einen guten Rucksack sowie robuste Schuhe und Kleidung für alle Wetterbedingungen und Jahreszeiten.

  14. Bewerbung vorbereiten

    Bei Work and Travel werden Sie an verschiedenen Orten arbeiten, um sich Geld dazuzuverdienen. Leider gilt in vielen Ländern genau wie in Deutschland: keine Bewerbung, kein Job! Bereiten Sie deshalb schon zuhause Ihre Bewerbungsunterlagen vor. So können Sie direkt durchstarten, wenn Sie angekommen sind. Tipps für die Bewerbung auf Englisch finden Sie hier. Für Länder wie Kanada, Frankreich oder Belgien haben wir zudem Tipps für die Bewerbung auf Französisch.

  15. Packliste schreiben

    Alles ist geplant, der Reisetermin steht, und Sie müssen nur Koffer packen? Damit Sie nichts vergessen, sollten Sie unbedingt vor dem Packen eine Liste schreiben, auf der Sie alles abhaken können, dass Sie bereits verstaut haben.

Work and Travel Checkliste

Die obige Checkliste können Sie sich zusätzlich und kostenlos hier als Merkhilfe herunterladen:

Work and Travel Checkliste (PDF)

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Work and Travel Länder

Nicht jedes Land eignet sich für Work and Travel – aber es gibt einige, die besonders beliebt sind. Sie bieten ein spezielles Working-Holiday-Visum, viele Jobmöglichkeiten für junge Reisende und eine gute Infrastruktur für Backpacker.

Welche Bedingungen Sie in welchen Ländern erwarten, können Sie den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes entnehmen. Daneben findet von Januar bis Dezember an unterschiedlichen Orten in Deutschland die „JUBI“ statt – die Jugendbildungsmesse. Sie ist eine der größten und beliebtesten Fachmessen und informiert mit Flyern und Broschüren zu Work and Travel. Außerdem können Sie direkt vor Ort mit Ausstellern ins Gespräch kommen. Hier ein Überblick über die bekanntesten Ziele:

Work and Travel: Australien

Australien ist der Klassiker unter den Work-and-Travel-Destinationen. Das Land bietet nicht nur atemberaubende Landschaften, sondern auch eine große Auswahl an Jobs für Reisende – ob in der Gastronomie, auf Farmen, bei Erntehelfer-Einsätzen oder in Hostels. Viele starten in Städten wie Sydney oder Melbourne und arbeiten sich dann durchs Land. Besonders praktisch: In Australien können Sie mit dem passenden Visum sogar mehrmals verlängern, wenn Sie bestimmte Jobs erledigen.

Work and Travel: Neuseeland

Wer es etwas ruhiger und naturnaher mag, wird Neuseeland lieben. Das Land ist ideal für Outdoor-Fans und punktet mit einer sehr offenen Backpacker-Kultur. Auch hier gibt es viele Jobs für Reisende, besonders in der Landwirtschaft, im Tourismus und in saisonalen Bereichen. Die Landschaft ist spektakulär, von Gletschern bis Dschungel ist alles dabei.

Work and Travel: Kanada

In Kanada arbeiten viele Work-and-Travel-Reisende in Ski-Resorts, Sommercamps oder Nationalparks. Das Visum ist etwas schwieriger zu bekommen, aber das Land belohnt mit beeindruckender Natur, spannenden Städten wie Vancouver oder Toronto und fairen Arbeitsbedingungen. Sprachlich ist Englisch (und in Teilen Französisch) Voraussetzung.

Work and Travel: USA

Ein klassisches Working-Holiday-Visum wie in Australien gibt es in den USA nicht. Dennoch gibt es Programme wie Summer Jobs, Camp Counselor oder das J1-Visum, die einen temporären Aufenthalt mit Jobmöglichkeit erlauben. Wer rechtzeitig plant und sich bei anerkannten Organisationen bewirbt, kann auch in den USA Work-and-Travel-Feeling erleben z.B. als Lifeguard oder Betreuer in Feriencamps.

Work and Travel: Europa

Auch wenn Work and Travel vor allem mit Fernreisen verbunden wird, kann es auch in Europa funktionieren: ohne Visum und mit weniger Aufwand. Besonders beliebt: Spanien, Irland, Portugal oder Schweden. Dort arbeiten viele Reisende in der Hotellerie, im Tourismus oder bei der Landwirtschaft. Wer erstmal klein anfangen will oder sein Englisch verbessern möchte, findet auch innerhalb Europas tolle Chancen.

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Work and Travel Jobs

Sie werden überwiegend in sogenannten Anlerntätigkeiten arbeiten. Daher sollten Sie sich auf Jobs einstellen, bei denen Sie in der einen oder anderen Form harte Arbeit erwartet: Schafe scheren in Australien, auf Farmen helfen und die angebauten Produkte auf Märkten verkaufen (siehe: WWOOFing) ist ebenso möglich wie Tätigkeiten als Kellner, Koch oder Rezeptionist. Typische Work-and-Travel-Jobs sind außerdem:

  • Farmarbeit
    Fruit Picking, Viehzucht, Plantagenarbeit – meist körperlich, aber beliebt wegen guter Verfügbarkeit
  • Gastronomie
    Kellnern, Küchenhilfe, Barista – vor allem in Städten oder Touristenzentren
  • Hostel-Jobs
    Rezeption, Housekeeping, Frühstücksservice – oft mit Unterkunft als Bezahlung
  • Promotion & Fundraising
    Flyer verteilen, Spenden sammeln: nicht jedermanns Sache, aber teils gut bezahlt
  • Tourismus & Freizeit
    Surf-Camps, Freizeitparks, Campingplätze – saisonal besonders im Sommer gefragt
  • Saisonarbeit in Resorts
    Zum Beispiel als Skilehrer oder Animateur, häufig in Kanada oder Europa

Welche Jobs verfügbar sind, hängt stark von der Jahreszeit und der Region ab: Während im Sommer vor allem Erntehelfer und Gastronomiemitarbeiter gefragt sind, bieten Wintersaisonorte Jobs in Skigebieten oder Resorts an. Wer frühzeitig plant, kann sich bereits vor der Reise online umschauen, etwa über spezielle Backpacker-Portale, Jobbörsen oder Facebook-Gruppen.

Wichtig: Bezahlung und Arbeitsbedingungen unterscheiden sich teils erheblich. Informieren Sie sich daher im Voraus über Mindestlöhne, Arbeitsrechte und seriöse Anbieter, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Gute Vorbereitung schützt und sorgt dafür, dass Sie das Beste aus Ihrer Work-and-Travel-Zeit herausholen können.

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Häufige Fragen und Antworten

Was sind die Alternativen zu Work and Travel?

Wer kein Work and Travel machen will, kann alternativ Praktika im Ausland absolvieren und darüber Auslandserfahrung sammeln. Weitere Alternativen sind Freiwilligenarbeit im Ausland sowie Au-pair.

Für wen ist Work and Travel geeignet?

Work and Travel eignet sich vor allem für junge Menschen in der Übergangsphase. Bedeutet: Nach dem Abi bzw. nach der Ausbildung oder dem Studium. Wer nach der mittleren Reife im Ausland jobben will, muss jedoch auf Altersvorgaben achten.

Wie funktioniert Work and Travel?

Work und Travel ist kein klassischer Urlaub: Sie finanzieren sich den Auslandsaufenthalt durch Ersparnisse und phasenweises Arbeiten. Die Jobs können einfache Tätigkeiten auf der Farm oder in der Gastronomie und im Hotel sein.


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