Definition: Was ist ein Arbeitswechsel?
Ein Arbeitswechsel bezeichnet die meist interne Veränderung der bisherigen Arbeit und Aufgaben, um Routinen zu durchbrechen und Abwechslung zu schaffen – teilweise verbunden mit einem Abteilungswechsel, neuen Projekten, mehr Verantwortung oder einer Beförderung. Oft markiert der Arbeitswechsel den Start in eine zweiten Karriere.
Arbeitswechsel vs. Arbeitsplatzwechsel: Unterschied?
Die Begriffe „Arbeitswechsel“ und „Arbeitsplatzwechsel“ werden oft synonym verwendet. Es gibt jedoch einen Unterschied: Bei einem Arbeitsplatzwechsel wechseln Sie die komplette Stelle – intern beim aktuellen Arbeitgeber oder extern per Jobwechsel. Der Arbeitswechsel benötigt hingegen keinen neuen Arbeitsvertrag. Sie können dabei auch in Ihrem bisherigen Job bleiben, verändern aber Ihre Arbeitsschwerpunkte und Projekte.
Wann ist ein Arbeitswechsel sinnvoll?
Sinnvoll ist ein Arbeitswechsel immer dann, wenn Langeweile und Frust im Job durch eintönige Aufgaben oder fehlende Herausforderungen zunehmen und Ihre aktuelle Tätigkeit Ihnen dauerhaft keine Entwicklungsperspektiven mehr bietet oder Sie das Gefühl haben, beruflich auf der Stelle zu treten. Ebenso lohnt es sich, über eine berufliche Veränderung nachzudenken, wenn sich Ihre Lebenssituation verändert hat: Vielleicht wünschen Sie sich mehr Flexibilität, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder möchten Aufgaben übernehmen, die besser zu Ihren langfristigen Zielen passen. Ein Arbeitswechsel kann außerdem sinnvoll sein, wenn Sie sich fachlich neu orientieren, mehr Verantwortung übernehmen oder Ihre Karriere gezielt vorantreiben möchten.
Wichtig: Ein Arbeitsplatz sollte nie aus einer kurzfristigen Frustration heraus angestrebt werden. Einzelne Konflikte, stressige Phasen oder vorübergehende Unzufriedenheit gehören zum Berufsalltag und rechtfertigen noch keinen Jobwechsel. Prüfen Sie daher immer, ob sich bestehende Probleme schon durch ein Gespräch mit Ihrer Führungskraft lösen lassen.
Bei welchen Anzeichen sollte man den Job wechseln?
Wenn die Unzufriedenheit im Job über einen längeren Zeitraum wächst, sollten Sie die Ursachen kritisch hinterfragen. Häufen sich die folgenden Warnsignale, kann ein Arbeitswechsel oder sogar Jobwechsel der richtige Schritt für Ihre berufliche und persönliche Entwicklung sein:
Anzeichen für einen Arbeitswechsel
- Sie fühlen sich dauerhaft unzufrieden oder demotiviert.
- Ihre Aufgaben unterfordern oder überfordern Sie dauerhaft.
- Sie sind regelmäßig überlastet oder von Stress betroffen.
- Sie haben keine Entwicklungsperspektiven mehr.
- Sie wünschen sich neue Herausforderungen.
- Sie können Beruf und Privatleben kaum noch miteinander vereinbaren.
- Ihre Vergütung entspricht nicht Ihrer Leistung oder dem Marktwert.
- Ihre Leistungen werden nicht wertgeschätzt.
- Ihre Gesundheit leidet unter der Arbeit.
- Das Abteilungsklima belastet Sie dauerhaft.
Ein Arbeitswechsel ist immer dann eine gute Entscheidung, wenn die Vorteile einer neuen Position die Nachteile eines Wechsels klar überwiegen und Sie dadurch Ihre beruflichen Ziele besser erreichen können. Idealerweise erfolgt dieser Schritt aber gut vorbereitet: Analysieren Sie unbedingt vorab Ihre Motivation, informieren Sie sich über den Arbeitsmarkt und bewerben Sie sich erst dann aktiv, wenn Sie eine realistische Perspektive auf eine Position haben, die Ihren Qualifikationen, Interessen und Erwartungen entspricht. So erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass der Jobwechsel nicht nur eine Veränderung, sondern ein echter Karriereschritt wird.
Wie funktioniert ein Arbeitswechsel? – 3 Optionen
Die Initiative zum Arbeitswechsel geht stets vom Arbeitnehmer, also von Ihnen, aus. Sie müssen das Vorhaben immer gemeinsam mit dem Chef anstoßen, absprechen und planen. Der erste Schritt ist daher das Gespräch mit dem Vorgesetzten: Erläutern Sie Ihr Anliegen und suchen Sie nach Möglichkeiten zur Umsetzung. Als Anregung und Orientierung haben wir drei Optionen und Vorschläge für Sie:
1. Tauschen mit den Kollegen
Die einfachste Form des Arbeitswechsels: Tauschen Sie einige Aufgaben mit Kollegen (siehe: Jobrotation). Übernehmen Sie zum Beispiel die Kunden des jeweils anderen oder geben Sie Zuständigkeiten ab. Dazu brauchen Sie allerdings die Zustimmung des Vorgesetzten und die des Kollegen. Sprechen Sie daher im Vorfeld mit den Büronachbarn, die ebenfalls an einem solchen Tausch interessiert sein könnten und wie Sie nach mehr Abwechslung suchen.
2. Übernehmen Sie zusätzliche Aufgaben
Sie haben wegen Langeweile und fehlender Herausforderungen noch Kapazitäten? Dann melden Sie sich für zusätzliche Aufgaben und Verantwortungen, die nicht direkt Ihrem Arbeitsalltag entsprechen (siehe: Job Enlargement). Eine vielversprechende Möglichkeit für einen Arbeitswechsel sind Projekte, an denen Sie mitwirken können, und bei denen Sie gleichzeitig neue Fähigkeiten erwerben. Mit der Schwerpunktverlagerung fallen oft auch die Standardaufgaben wieder leichter. Vielleicht können Sie im Gegenzug für die Projektarbeit sogar einige eintönige To-dos abgeben?!
3. Investieren Sie in Weiterbildungen
Mehr Abwechslung im Job können Sie ebenfalls durch Weiterbildungen erreichen. Zusätzliche Fähigkeiten und Kompetenzen qualifizieren Sie später für neue Verantwortungsbereiche. Bedenken Sie hierbei aber unbedingt, dass die Fortbildungen oder Umschulung auf Ihre langfristigen beruflichen Ziele einzahlen. Eine hohe fachliche Expertise steigert Ihre Employability nur dann, wenn diese am Arbeitsmarkt auch gefragt ist.
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Was muss ich beim Arbeitswechsel beachten?
Ein Arbeitswechsel sollte immer gut geplant sein, damit der berufliche Neustart erfolgreich verläuft. Bevor Sie sich intern bewerben und umorientieren, sollten Sie sich zuerst über Ihre persönlichen Ziele im Klaren sein und die Perspektiven der neuen Aufgaben und Position im Unternehmen genau checken. Ebenso wichtig ist eine sorgfältige Vorbereitung der Bewerbungsunterlagen und Argumente für Ihren Wechsel beim Chef. Der sollte Sie bei diesem Schritt fördern wollen – er muss also auch Vorteile für ihn haben!
Was sind die Vorteile eines Arbeitswechsels?
Jeder Job hat mal Aufgaben, die weniger Spaß machen, langweilig oder nervig sind. Eine dauerhafte Veränderung im Job hat jedoch oft Vorteile für Mitarbeiter und Arbeitgeber:
Vorteile für Mitarbeiter
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Mehr Spaß
Der Arbeitswechsel bringt den Spaß im Job und die Motivation für die täglichen Aufgaben zurück. Sie arbeiten wieder gerne und überwinden den angestauten Frust.
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Größere Produktivität
Mit der Motivation steigen auch Produktivität und Leistung. Voller Elan geben Sie wieder 100 % und kehren zu alter Leistungsstärke zurück.
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Keine Eintönigkeit
Der Arbeitswechsel verhindert Eintönigkeit. Die Maßnahmen sorgen für mehr Abwechslung im Joballtag. So gleicht nicht mehr jeder Tag dem anderen.
Vorteile für Arbeitgeber
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Zufriedene Mitarbeiter
Gelangweilte Mitarbeiter haben weniger Ideen. Ist das Personal durch den Arbeitswechsel zufriedener, zeigt sich das nicht nur in Innovationen, sondern auch im Betriebsklima.
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Erweiterte Kenntnisse
Die Mitarbeiter blicken über den Tellerrand und erweitern ihre Kenntnisse. Wer andere Aufgaben übernimmt, versteht die Zusammenhänge besser und erlernt neue Fähigkeiten.
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Weniger Kündigungen
Das Gefühl von Stillstand führt häufig zu Kündigungen und weniger Loyalität. Arbeitswechsel verhindern, dass Mitarbeiter zur Konkurrenz abwandern.
Nachteile: Ein Arbeitswechsel löst nicht jedes Problem
Trotz der Vorteile ist ein Arbeitswechsel kein Wundermittel und löst nicht jedes berufliche Problem. Er eignet sich nur, wenn Arbeitgeber und Job grundsätzlich passen, die Aufgaben aber monoton werden. Liegen die Probleme im Jobumfeld selbst – zum Beispiel bei Chef oder Kollegen – helfen neue Aufgaben nicht wirklich. Hier braucht es meist einen Arbeitgeberwechsel.
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