Anschreiben: 72 Muster, Beispiele, Formulierungstipps

Auch wenn das Anschreiben bei Bewerbern nicht sonderlich beliebt ist: Seine Bedeutung ist nicht zu unterschätzen.

Ja, so ein Anschreiben macht Arbeit. Und lange Texte zu schreiben, liegt auch nicht jedem. Aber es ist auch eine enorme Chance, sich von der Masse abzusetzen. Oder seine Motivation zu begründen. Das gilt erst recht für Berufseinsteiger, deren Lebensläufe sich meist kaum unterscheiden.

Wir zeigen Ihnen in diesem Ratgeber, wie Sie auf einer Seite Ihre Soft Skills, Erfahrungen, Qualifikationen und Kompetenzen überzeugend und übersichtlich darstellen. Dazu gibt es kostenlose Vorlagen und Musteranschreiben (als WORD-Datei), die Sie gerne herunterladen, nutzen oder anpassen können…

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Anschreiben: 72 Muster, Beispiele, Formulierungstipps

Anschreiben formulieren: 4 Fragen beantworten

Die wichtigste Voraussetzung für ein professionelles Anschreiben ist, dass Sie die Stellenanzeige gründlich lesen, analysieren und verstehen. Bevor Sie loslegen, sollten Sie die folgenden Fragen beantworten können:

  • Was ist die Zielsetzung der ausgeschriebenen Position?
  • Welche Aufgaben muss der zukünftige Mitarbeiter erfüllen?
  • Welche Voraussetzungen muss er dafür zwingend (Muss-Qualifikationen) mitbringen?
  • Welche Qualifikationen kann er dafür mitbringen, welche sind zusätzlich gewünscht (Kann-Qualifikationen)?
  • Auf was legt das Unternehmen besonderen Wert?



Entscheidend ist, dass alle Muss-Qualifikationen im Lebenslauf enthalten sind sowie alle für den Arbeitgeber und Personaler relevanten Informationen im Anschreiben erwähnt werden.

Orientieren können Sie sich aber auch an den folgenden vier Fragen, die das Video erklärt:

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Anschreiben Beispiel: Tipps zu Form und Aufbau

Klassisch wird das Anschreiben nach diesem Muster aufgebaut:

AufbauInhalte
Persönliche DatenVorname, Name
Anschrift
Telefon
E-Mail-Adresse
(Link zur Homepage)
EmpfängerFirmenname (Rechtsform)
(Ansprechpartner)
Anschrift
DatumTT.MM.JJJJ
(rechtsbündig)
BetreffzeileBewerbung als _____, Kennziffer _____
(nie „Betreff“ schreiben)
AnredeImmer persönlich, Namen nennen
(nie: „Sehr geehrte Damen und Herren“)
Einleitung ➠ Interesse wecken
➠ Motivation für den Job
Hauptteil ➠ Schlüsselkompetenzen
➠ Besondere Erfahrungen
➠ Relevante Soft Skills
Unternehmensbezug ➠ Mehrwert für den Arbeitgeber
➠ Bisherige Erfolge (Zahlen!)
Schluss ➠ Freude auf Vorstellungsgespräch
➠ Kein Konjunktiv!
➠ Offen für Rückfragen
➠ (Gehaltsvorstellungen)
Grußformelz.B. „Mit freundlichen Grüßen“
UNTERSCHRIFT (eigenhändig)
Anlagen– Lebenslauf
– Zeugnisse
– Zertifikate
– Referenzen
– Arbeitsproben



Dabei richten wir unser Augenmerk auf die vier Hauptelemente. Sie stehen im Zentrum beim Aufbau eines Anschreibens, können aber (bis auf Einleitung und Schluss natürlich) in der Reihenfolge verändert werden:

Einleitung

Hier geht es darum, Interesse zu wecken. Idealerweise beginnt Ihr Anschreiben mit einem Knall, Ihrer Motivation (für diesen Job), Ihrem stärksten Argument und einem originellen Satz.

Lassen Sie dabei kurz und subtil einfließen, dass Sie Ihre Hausaufgaben gemacht und sich mit dem Unternehmen, seinen Produkten, seiner Kultur intensiv beschäftigt haben. Zum Beispiel indem Sie ein paar aktuelle Zahlen zitieren oder auf ein kürzlich publiziertes Interview des CEO oder das neuste Produkt eingehen. Aber bitte wirklich nur kurz: Mehr als drei bis vier Zeilen haben Sie dafür nicht.

Auf keinen Fall sollten Sie beginnen mit: „hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stelle als…“ – zu abgenutzt und langweilig. Wesentlich besser wirkt im Einleitungssatz eine Mischung aus Selbstbewusstsein und überzeugenden Argumenten.

Beispiel:


ich möchte Ihr hervorragendes Team verstärken und noch ein bisschen hervorragender machen. Deshalb möchte ich Ihnen gleich zu Beginn drei Gründe nennen, warum Sie von mir als neuem Mitarbeiter profitieren werden: 1. …

Hauptteil

Er dient dem Eigenmarketing und der Darstellung Ihrer sozialen Kompetenzen (den sogenannten Soft Skills).

Hier macht der Bewerber klar, welche Stärken, Erfahrungen er oder sie mitbringt. Wichtig ist, dass Sie nicht alles aufzählen, was Sie können, sondern auswählen, was unbedingt zu dem Job passt, auf den Sie sich bewerben. Fokussieren Sie sich allein auf die Kompetenzen – jene, die Sie zum idealen Kandidaten machen. Nicht Masse, sondern Klasse zählt!

Beispiel:


Nachhaltige Kundenbeziehungen liegen mir von Natur aus am Herzen. Bei meinem aktuellen Arbeitgeber habe ich daher eigenständig ein Projekt initiiert, das Bestandskundenmanagement zu optimieren. Die Kundenzufriedenheit stieg danach um ganze 15 Prozent.

Unternehmensbezug

Hier wird eine Verbindung zum Arbeitgeber in spe hergestellt und der einzigartige Mehrwert begründet, den Ihre Kompetenzen auf der Position schaffen. Es geht darum, einen Bezug zwischen Ihrem Werdegang und dem angepeilten Job herzustellen. Man könnte auch sagen: Sie spinnen hier einen roten Faden, damit Ihr Karriereschritt so wirkt wie eine natürliche Entwicklung, die in diesem Unternehmen münden muss.

Beispiel:


Obendrein fallen bei mir lange Einarbeitungszeiten weg, da ich Ihr Unternehmen schon kenne. Wir sind uns nicht unbekannt! Schon während meines Praktikums bei Ihnen im Haus (Abteilung _____________, vom TT.MM. bis TT.MM.JJJJ) brannte ich für das Projekt _____________, das ich damals mitinitiieren und schließlich verantwortlich leiten durfte. Es war ein voller Erfolg, wie Ihnen Frau _____________, meine damalige Leiterin, sicher gerne bestätigt. Die Erfahrungen von damals sowie mein aktuelles Wissen aus Studium und weiteren Praktika würde ich gerne bei Ihnen mit Mehrwert einsetzen. Vollen Elan gibt’s gratis dazu.

Schlussteil

Am Ende und im sogenannten Schlusssatz können Sie sich für das Interesse bedanken. Nennen Sie – falls verlangt – Gehaltsvorstellungen oder den frühest möglichen Eintrittstermin.

Stellen Sie ebenso heraus, dass Sie sich über einen Vorstellungstermin freuen. Aber bitte NIE im Konjunktiv (wirkt klein), sondern gerne auch wieder selbstbewusst.

Beispiel:


Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch davon, dass Sie mit mir einen ebenso engagierten wie erfahrenen Mitarbeiter gewinnen.



Falls es Lücken in Ihrem Lebenslauf gibt – etwa eine mehrmonatige Auszeit oder eine längere Arbeitslosigkeit -, dann sollten Sie das ebenfalls im Bewerbungsschreiben kurz (!) erwähnen.

Sehr wahrscheinlich wird Sie der Personaler ausführlicher dazu im Vorstellungsgespräch befragen. Im Anschreiben aber gilt es, die Unterbrechungen, Kündigung(en) oder häufigen Jobwechsel der Vergangenheit zu erklären.

Formalia, Vorschriften, Normen für das Anschreiben

So ganz ohne ein paar Formalitäten geht es leider auch beim Anschreiben nicht. An die folgenden Grundregeln sollten sich Bewerber halten.

Auch wenn das nach öder Bürokratie klingt: Betrachten Sie es aus der Perspektive des Personalers. Der muss oft mehrere Bewerbungsschreiben lesen, vergleichen, auswählen. Standards erhöhen die Übersichtlichkeit und helfen ihm, die wichtigsten Informationen schnell zu finden. Je einfacher und übersichtlicher Sie es ihm also machen, desto sympathischer ist ihm Ihre Bewerbung.

Keine Frage, das alles erfordert etwas Aufwand – aber der lohnt sich. Wenn Sie mit derselben Sorgfalt und demselben Engagement Ihr Anschreiben formulieren wie Ihren Lebenslauf, wird sich die Resonanz auf Ihre Bewerbungen verbessern.

Die Erfahrung zeigt: Man kann sich nicht zu viel Mühe mit der Bewerbung geben. Es geht schließlich um Ihre berufliche Zukunft und künftige Einkommen.

Diese Grundregeln können Ihre Bewerbungschancen indirekt steigern:

  • Berufseinsteiger sollten nicht mehr als eine Seite schreiben. Ältere, erfahrene Bewerber dürfen auch ein zweiseitiges Anschreiben verfassen. Trotzdem sollte es kompakt bleiben.
  • Das Papier (Standard: DIN A4) ist idealerweise nicht nur einfaches Kopierpapier, sondern besseres. Die Blätter haben keine Flecken, Knicke, Eselsohren. Der Druck ist scharf und verwischt nicht (Laserdruck ist am besten).
  • Verwenden Sie keine ausgefallenen Schnörkelschriften, um sich abzuheben. Das wirkt affektiert. Was zählt, ist der Inhalt. Also lieber auf Schriftarten wie Helvetica, Verdana, Times oder Georgia zurückgreifen.
  • Die Schriftgröße sollte lesefreundlich sein. Orientieren Sie sich hierbei an der sogenannten 11-13-15-Regel: In 11-Punkt sollte der Fließtext stehen, also alle längeren Textpassagen im Anschreiben. Die 13-Punkt-Schrift sollte Datum, Adressen, Zwischenüberschriften (im Lebenslauf) vorbehalten bleiben. Gerne auch in Fettschrift. Die Schriftgröße von 15-Punkt wiederum verwenden Sie ausschließlich für Ihren Namen im Kopf jeder Seite. Er soll am meisten herausstechen. Und warum diese krummen Größen? Weil die meisten anderen Bewerber 12-14-16-Schriftgrößen verwenden – 12-Punkt ist die Standardeinstellung bei Word.
  • Einzüge, Linien und Abstände sollten auf sämtlichen Seiten einheitlich sein. Die Bewerbung bekommt sonst einen Patchwork-Charakter. Ein eineinhalbzeiliger Zeilenabstand hat sich bewährt – wirkt luftig.
  • Hauptsachen in Hauptsätze lautet eine alte Journalistenregel. Vermeiden Sie deshalb Schachtelsätze und zu viele Relativsätze. Kurze Hauptsätze wirken stärker. Ebenso Verben statt Adjektive. Und vermeiden Sie verquaste Hauptwörter, die auf -ung, -heit oder -keit enden. Die lassen sich immer durch entsprechende Verben ersetzen.
  • Schreiben Sie jede Bewerbung individuell und nie aus Ratgebern einfach ab. Die lesen auch Personaler – und erkennen darin geistige Faulheit. Das Anschreiben ist Ihre erste Arbeitsprobe. So sollte es auch aussehen.

Wer es klassisch mag, kann sich bei der formalen Gestaltung des Anschreibens auch nach der sogenannten DIN 5008 für Geschäftsbriefe richten. Bewerbungsschreiben gelten als Geschäftsbriefe!


Anschreiben Vorlagen: Kostenlose Muster in WORD

Um Ihnen bei der Gestaltung Ihres Anschreibens zu helfen, haben wir für Sie ein paar kostenlose Muster und Design-Vorlagen zum Download vorbereitet. Diese können Sie sich als WORD-Dokument oder PDF-Datei herunterladen, anpassen (überschreiben) und für Ihre Bewerbung nutzen.

(Zum Herunterladen der Vorlagen bitte auf das Vorschau-Bild klicken.)


Anschreiben für authentische Initiativbewerbungen

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Anschreiben für Absolventen & Berufseinsteiger

(v.l.n.r. Anschreiben für eine Ausbildung, für ein Praktikum #1 und #2)
Bewerbungsschreiben Vorlage Ausbildung CoverBewerbungsschreiben Praktikum1 Muster CoverBewerbungsschreiben Praktikum2 Vorlage Cover


(v.l.n.r. Anschreiben für Duale Ausbildung, Werkstudent, Masterarbeit)
Bewerbungsschreiben Duale Ausbildung Vorlage CoverBewerbungsschreiben Vorlage Werkstudent CoverBewerbungsschreiben Vorlage Masterarbeit Cover


(v.l.n.r. Anschreiben auf eine Stellenanzeige, für eine Fortbildung, ein FSJ)
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Anschreiben für Aushilfen & Minijobs

(v.l.n.r. Anschreiben als Aushilfe, Verkäufer, für einen Minijob)
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Anschreiben für Berufe im sozialen Bereich

(v.l.n.r. Anschreiben als Sozialpädagoge, Sozialarbeiter, Pädagogin)
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(v.l.n.r. Anschreiben als Altenpflegerin, Erzieherin, Logopädin)
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Anschreiben für den medizinischen Bereich

(v.l.n.r. Anschreiben als Arzt, Kardiologe, medizinische Fachkraft)
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(v.l.n.r. Anschreiben als Krankenschwester, Heilpraktiker, Gerichtsmediziner)
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(v.l.n.r. Anschreiben als Rettungssanitäter, Psychiater, Physiotherapeut)
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Anschreiben für den öffentlichen Dienst

(v.l.n.r. Anschreiben bei der Bundeswehr, Bundespolizei, beim Zoll)
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(v.l.n.r. Anschreiben als Grundschullehrerin, Politiker, Schulleiter)
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Anschreiben für verschiedene Berufe & Arbeitgeber

(v.l.n.r. Bewerbungsanschreiben für die Deutsche Bahn, als Lokführer, für LIDL)
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(v.l.n.r. Bewerbungsanschreiben als Assistentin, für den Empfang, als Beraterin)
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(v.l.n.r. Bewerbungsanschreiben als Bäcker, Zimmermann, Dachdecker)
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(v.l.n.r. Bewerbungsanschreiben als Industriemechaniker, Mechatroniker, Friseur)
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(v.l.n.r. Bewerbungsanschreiben als Pharmareferent, Elektriker, Informatiker)
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(v.l.n.r. Bewerbungsanschreiben als Ingenieur, Architekt, Prokurist)
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(v.l.n.r. Bewerbungsanschreiben als Ingenieur, Architekt, Prokurist)
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(v.l.n.r. Bewerbungsanschreiben als Immobilienmakler, Coach, Betriebswirt)
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(v.l.n.r. Bewerbungsanschreiben als Logistiker, Fliesenleger, Klempner)
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Anschreiben für Führungskräfte

(v.l.n.r. Anschreiben als Führungskraft, Projektmanager, Senior Consultant)
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(v.l.n.r. Anschreiben als Projektleiter, Ausbildungsleiter, Eventmanager)
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Anschreiben auf Englisch: Resume & Cover Letter

(v.l.n.r. Resume / CV auf Englisch, Cover Letter Vorlage 1 & 2)
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Mehr als 120 weitere kostenlose Bewerbungsvorlagen und Muster zu Lebenslauf oder Deckblatt finden Sie hier:

Zu den Bewerbungsvorlagen


Anschreiben-Editor: Formulieren direkt im Browser

Wenn Sie möchten, können Sie hier im Browser auch gleich etwas üben und Ihr Anschreiben (um-)formulieren – in unserem Anschreiben-Editor. Damit können Sie die Bewerbungsvorlage direkt editieren und für sich persönlich anpassen. Dazu klicken Sie bitte einfach auf den folgenden Kasten.

Sobald Sie mit dem Umschreiben fertig sind, können Sie das fertige Anschreiben markieren, kopieren und in ein Textverarbeitungsprogramm (zum Beispiel Microsoft Word oder Google Docs) einfügen. Probieren Sie es aus – es ist ebenso einfach wie kostenlos.


Max Mustermann
Beispielstr. 123
09876 Musterstadt
Fon 01234-567890
Mail [email protected]


Arbeitgeber GmbH
Personaler-Vorname Nachname
Firmastr. 890
12345 Beispielstadt

TT.MM.JJJJ



Bewerbung als _________________


Sehr geehrte Frau _________________,

was für eine positive Überraschung! Da suche ich auf Karrieresprung.de nach einer beruflichen Herausforderung und lese, dass Sie den Bereich _____________ demnächst ausbauen. Genau darüber habe ich meine Masterarbeit geschrieben! „Das passt perfekt“, dachte ich mir – und bewerbe mich deshalb sofort bei Ihnen auf die am TT.MM.JJJJ ausgeschriebene Stelle als _____________.

Warum sollten Sie ausgerechnet mich einstellen, werden Sie sich fragen. Ich bringe ausgezeichnete Referenzen mit, konnte beispielsweise den Vertrieb bei der _____________ AG optimieren und so den Umsatz um XX Prozent steigern. Meine Stärken sehe ich vor allem in der praktischen Lösung von Problemen im Betriebsablauf, in der Organisation und im Projektmanagement. Durch die gute Zusammenarbeit im damaligen Team und die Bereitschaft zu Blitzeinsätzen (auch nach Feierabend) ist es mir stets gelungen, Deadlines einzuhalten, mehr aber noch nachhaltige und ausgereifte Ergebnisse abzuliefern.

Obendrein fallen bei mir lange Einarbeitungszeiten weg, da ich Ihr Unternehmen schon kenne. Tatsächlich! Schon während meines Praktikums bei Ihnen im Haus (Abteilung _____________, vom TT.MM. bis TT.MM.JJJJ) brannte ich für das Projekt _____________, das ich damals mitinitiieren und schließlich verantwortlich leiten durfte. Es war ein voller Erfolg, wie Ihnen Frau _____________, meine damalige Leiterin, sicher gerne bestätigt. Die Erfahrungen von damals sowie mein aktuelles Wissen aus Studium und weiteren Praktika würde ich gerne bei Ihnen mit Mehrwert einsetzen. Vollen Elan gibt’s gratis dazu.

Da ich zurzeit in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis beschäftigt bin, könnte ich bei Ihnen – unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von ___ Wochen frühestens am TT.MM. anfangen. Meine Gehaltsvorstellung liegt bei einem Bruttojahresgehalt von _______ Euro. Bitte behandeln Sie meine Bewerbung vertraulich.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann überzeuge ich Sie gerne in einem persönlichen Gespräch davon, dass Sie mit mir einen ebenso engagierte wie erfahrene Mitarbeiterin gewinnen.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift Lebenslauf Bewerbung Beispiel

PS: Von meiner Haustür bis zu Ihrer Firmenzentrale sind es mit dem Fahrrad genau 20 Minuten. Das heißt: Während die anderen Mitarbeiter noch im Stau stehen, könnte ich morgens schon die erste im Büro sein…

Anlagen:
– Lebenslauf
– Zeugnisse
– Zertifikate


Anschreiben Alternative: Formulieren Sie eine Dankesrede

Diese Strategie ist kühn, außergewöhnlich und kommt sicher nicht bei jedem Personaler gleich gut an. Weil sie aber völlig aus dem Rahmen fällt, fällt sie auch enorm auf: Formulieren Sie Ihr Anschreiben als Dankesrede – so, als hätten Sie den Job bereits.

Moderne und kreative Branchen und Unternehmen werden die Idee dahinter durchschauen, gleichzeitig aber den Kandidaten kennenlernen wollen, der hinter so einem originellen Anschreiben steckt. Denken Sie nur an dieses Beispiel

Wenn Sie sich also für diese Variante entscheiden, stellen Sie sich vor, Sie arbeiten schon im Unternehmen und Ihr Chef fragt Sie, warum Sie sich damals eigentlich für das Unternehmen entschieden haben. Aus der Antwort auf diese Frage können Sie Ihr Anschreiben (als Dankesrede) formulieren. Der Einstieg könnte beispielsweise so lauten:


… als ich die Stellenanzeige gesehen habe wusste ich sofort: Das ist meine Stelle. Die Ausrichtung, das Unternehmensmotto, die konkreten Aufgaben – all das hat einfach hervorragend zu meiner Erfahrung gepasst. Mir war sofort klar, dass ich meine jahrelange Erfahrung als … perfekt in das Unternehmen einbringen kann. Daher …



Sicher können Sie das Anschreiben auch diplomatischer formulieren. In jedem Fall sollten Sie darauf achten, Ihre Stärken, Kompetenzen und Erfahrungen auch hierbei durch konkrete Beispiele aus Ihrer Laufbahn zu belegen und immer wieder deutlich zu machen, wie diese dem Unternehmen nutzen.

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Profitipps für das Anschreiben: So überzeugen Sie richtig

Jetzt geht es ins Detail. Mit den folgenden Profi-Tipps können Sie Ihr Anschreiben optimieren und perfektionieren.

Das Wichtigste: Gehen Sie noch einmal kritisch über Ihren Text und lassen Sie alles weg, was für die Stelle nicht relevant ist. Das spart Platz und dem Leser Zeit. Oder wie es mal ein Chefredakteur formuliert hat: Jedes gestrichene Wort ist für den Leser eine Erleichterung.

Selbstverständlich ist indes, dass Ihr Anschreiben absolut fehlerfrei ist. Bei mehr als zwei Tippfehlern sortieren manche Personaler die Bewerbung – laut eigenen Aussagen – bereits aus. Lassen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen deshalb unbedingt von jemandem Korrektur lesen!

Doch gehen wir mit der Anleitung Schritt für Schritt vor:

  • Tipps für Betreff im Anschreiben

    Neben dem Briefkopf mit Ihren Kontaktdaten, der Adresse des Arbeitgebers und Datum besitzt jedes Anschreiben unbedingt einen sogenannten Betreff (auch „Betreffzeile“ genannt). Diese Zeile wird jeweils 2-3 Leerabsätze von Anschrift und Anrede abgesetzt und gerne auch fett formatiert.

    Früher schrieb man noch „Betreff:“ davor. Das ist aber heute tabu. Vielmehr kommt in den Betreff die Position, auf die Sie sich bewerben (gegebenenfalls auch eine Referenznummer aus der Stellenanzeige). Sie können zur Betreffzeile auch noch eine sogenannte Bezugzeile hinzufügen, die dann in kleinere Schrift direkt darunter gepackt wird. Also zum Beispiel so:


    Bewerbung als Grafikdesigner Referenznummer 112233
    Ihre Stellenanzeige in der Neuen Ruhr Zeitung am 5. Januar 2019



    Bei einer Initiativbewerbung gibt es logischerweise keine Stellenanzeige, auf die Sie sich beziehen können. In dem Fall fällt die Betreffzeile aber nicht weg. Schreiben Sie stattdessen etwa:


    Initiativbewerbung für eine Position als Sachbearbeiter



    Und vergessen Sie bitte nicht, dass in Briefen und Anschreiben die direkte Ansprache des Lesers („Sie“ und „Ihr“) immer groß geschrieben wird.

  • Tipps für den Einleitungssatz im Anschreiben

    Neben den obigen Beispielen und unserem Dossier zum Einleitungssatz ist noch zu sagen: Die wichtigste Funktion des ersten Satzes ist, Interesse zu wecken und neugierig zu machen. Sie möchten, dass der Personaler weiterliest und Sie kennenlernen möchte.

    Deshalb verbieten sich alle abgedroschenen Zitate von Dichtern sowie Floskeln und 08/15-Formulierungen vom Typ „hiermit bewerbe ich mich…“ oder „mit großer Begeisterung habe ich Ihre Stellenanzeige vom … gelesen…“. Das ist nicht nur langweilig (weil 100-fach genutzt), sondern zeigt dem Personaler auch, dass Sie sich mit dem Anschreiben keinerlei Mühe gegeben haben.

    Auch wenn es Zeit kostet: Versuchen Sie stets einen ganz eigenen Einstiegsatz zu formulieren. Laut Googles Personalchef Laszlo Bock gibt es dafür sogar eine Bewerbungsformel. In einem Interview mit der New York Times verriet er sie.

    Formulieren Sie Ihre Erfolge nach diesem Schema: „Ich habe X erreicht, relativ zu Y, indem ich Z getan habe.“

    Statt zu schreiben: „Ich habe schon Artikel für die New York Times geschrieben.“ beginnen Sie Ihr Anschreiben mit: „Ich habe in der Vergangenheit schon 50 Artikel für die New York Times geschrieben (der Durchschnitt von Freien liegt bei sechs Artikeln), indem ich meine gut 3-jährigen Einblicke im Bereich XY nutzen konnte.“

    Ein anderer persönlicher Einstieg ist, wenn Sie bereits auf ein Vorgespräch mit dem Personaler – etwa am Telefon oder auf einer Jobmesse – verweisen können. Zum Beispiel so:


    es hat mich riesig gefreut, Sie persönlich auf der ABC-Messe vergangene Woche kennenzulernen. Der Auftritt Ihres Unternehmens sowie die Gespräche mit Ihrem Mitarbeiter, Herrn Max Muster, haben mich nachhaltig beeindruckt und den Wunsch verstärkt, meine Ausbildung zum _____________ bei Ihnen absolvieren zu wollen. Daher bewerbe ich mich heute…

  • Tipps für die Qualifikationen im Anschreiben

    Wenn Sie besonders viele passende und für die Stelle relevante Qualifikationen vorzuweisen haben, müssen Sie diese nicht mit mehreren Kommas aneinander reihen. Das macht sie ohnehin zunehmend belanglos. Ein guter Trick ist, die geforderten Kenntnisse verbunden mit Ihren Erfahrungen in Form einer Aufzählung aufzulisten. Das spart noch einmal Platz. Ein Anschreiben muss ohnehin nicht nur aus Fließtext bestehen.

    Zweiter Vorteil: So wiederholen so auffällig Schlüsselbegriffe (sogenannte „Keywords“) aus der Stellenanzeige. Auf diese achten Personaler besonders. Dank der vorangegangenen Analyse der Stellenanzeige fällt Ihnen das auch nicht schwer. Das Ergebnis könnte zum Beispiel so aussehen:


    Langjährige Praxis in der Auftragsabwicklung
    Mitarbeiterführung (Teamgröße: 50 Mitarbeiter)
    Verantwortlich für

    – Annahme von Bestellungen
    – Auftragserfassung
    – Fakturierung
    – Schrift- und Telefonverkehr
    – Beantwortung von Kundenanfragen

  • Tipps für die Soft Skills im Anschreiben

    Soft Skills sind ein wichtiger Bestandteil in jedem Anschreiben. Die fachlichen Qualifikationen stehen schließlich schon im Lebenslauf. Das Problem daran: Viele Bewerber zählen an der Stelle in Form von Adjektiven ihre sozialen Kompetenzen floskelhaft auf, Motto: „Ich bin teamfähig, belastbar, lernwillig und aufgeschlossen für neue Herausforderungen…“ Hand aufs Herz: Würde Sie das überzeugen? Eben.

    Die reine Aufzählung positiver Kompetenzen überzeugt niemanden. Behaupten kann das schließlich jeder von sich. Wesentlich authentischer wirkt es, wenn Sie Ihre Soft Skills durch Beispiele belegen oder umschreiben. Statt also zu schreiben: „Ich verfüge über hohe Teamfähigkeit, organisatorisches Talent und eine schnelle Auffassungsgabe“ könnten Sie auch formulieren:


    …dort habe ich ein 10-köpfiges Team geleitet. In dieser Funktion habe ich mehrere Projekte erfolgreich koordiniert und mit meinem Team in weniger als zwei Wochen eine Lösung für die XY-Aufgabe erarbeitet.



    Sie merken selbst, bei welchem Satz das Kopfkino des Personalers anspringt. Unterschätzen Sie bei solchen Beispielen zudem nie die Macht der Zahlen. Alles, was Sie quantifizieren können, sollten Sie auch erwähnen. Papier ist geduldig, Zahlen aber sind belastbar.

    Nebenbei entstehen so zugleich erstklassige Anknüpfungspunkte für das Vorstellungsgespräch.

  • Tipps für die Gehaltsvorstellung und Eintrittstermin

    In manchen Stellenangeboten wird gefordert, doch bitte Gehaltsvorstellungen und/oder den frühest möglichen Eintrittstermin zu nennen. Einer solchen Bitte MÜSSEN Sie nachkommen. Das zu ignorieren, führt meist zur sofortigen Absage.

    Wenn Sie Ihren Gehaltswunsch im Anschreiben formulieren, sollten Sie immer ein konkretes Jahresbruttogehalt angeben. Je krummer die Zahl, desto selbstbewusster und fundierter wirken Sie dabei übrigens. Als Faustregel können Sie sich zudem merken: Bei einem Jobwechsel können Sie bis zu maximal zehn Prozent zu Ihrem bisherigen Gehalt aufschlagen. Mehr aber bitte nicht – es sei denn, Sie steigen in Hierarchie und Verantwortung deutlich auf. Wer überreizt, ist meist raus.

    Gute Formulierungen für die Gehaltsvorstellung sind zum Beispiel:


    Aufgrund meiner Qualifikationen halte ich ein Bruttojahresgehalt von 56.780 Euro für angemessen.



    Entsprechend meiner beruflichen Kenntnisse liegen meine Gehaltsvorstellungen bei 42.880 Euro brutto im Jahr.



    Was den Eintrittstermin betrifft, sollten Sie hier die Kündigungsfristen in Ihrem Arbeitsvertrag beachten. Auch hier gilt die Faustregel: Länger als drei Monate mag kein neuer Arbeitgeber auf eine neue Besetzung warten.

  • Tipps für den Schlussteil im Anschreiben

    Am Schluss des Anschreibens sollten Sie freundlich und motiviert klingen. Mehr aber noch Selbstbewusstsein erkennen lassen. Schließlich haben Sie gerade erklärt, warum Sie die Idealbesetzung sind. Damit verbietet sich einer der häufigsten Bewerbungsfehler (siehe Kasten weiter unten): der Konjunktiv (würde, könnte, wäre, …): „Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.“ – Klar würden Sie das. Aber glauben Sie auch daran, dass es passiert?

    Der Konjunktiv schwächt jeden Satz ab. Zwar klingen solche Sätze sympathisch bescheiden. Im Schlusssatz aber macht er aus dem bestimmten Wunsch eine vage Möglichkeit und zieht das bisher Gesagte in Zweifel. So jemand wirkt unsicher und macht sich kleiner als er oder sie ist. Also bitte nie Konjunktiv am Schluss!

    Nutzen Sie lieber den Trick mit dem sogenannten „Call-to-action“. Es gibt inzwischen zahlreiche Studien, die zeigen: Wenn man Leser dazu auffordert, einen Artikel weiterzuleiten, zu empfehlen oder zu kommentieren, dann steigt eben diese Empfehlungs- oder Kommentarrate um ein Vielfaches. Nutzen Sie den Trick also ruhig auch im Anschreiben. Zum Beispiel so:


    Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch. Oder rufen Sie mich gleich an, unter: 0123 – 45 67 89.



    Oder Sie nennen (unaufgefordert) den Eintrittstermin:


    Ich kann Ihnen schon einmal zusagen, bei Ihnen am XX. Oktober die Stelle anzutreten.



    Auch das ist letztlich ein Psychotrick, weil Sie damit subtil unterstellen, DASS Sie den Job bekommen und wenig Fläche für Spekulationen lassen.

    PS: Dieser Trick funktioniert immer

    Es sind nur zwei unscheinbare Buchstaben, aber mit einer großen Wirkung: Egal, was und wie viel Sie im Anschreiben bisher geschrieben haben – ein „PS:“ (steht für Postskriptum) wird immer gelesen.

    Das Anhängsel stammt noch aus der Zeit der handgeschriebenen Briefe und ermöglichte dem Autor damals die Nachschrift eines wichtigen Teils, ohne dass dieser den ganzen Brief noch einmal abschreiben musste. In Zeiten von Textverarbeitungsprogrammen hat das PS: allerdings ausgedient. Sollte man meinen. Stimmt aber nicht! Gerade weil es so selten ist, erzeugt es enorme Aufmerksamkeit und bleibt im Gedächtnis haften – vorausgesetzt, Sie nutzen es, um etwas Originelles hinzuzufügen. Zum Beispiel:


    PS: Versuchen Sie bitte die Krawatte auf meinem Bewerbungsfoto zu ignorieren. Normalerweise trage ich auch keine.



    Oder:


    PS: Schön, dass Sie meine Bewerbung bis hierhin aufmerksam gelesen haben. Nun freue ich mich, wenn wir uns persönlich kennenlernen. Rufen Sie mich gerne an, unter: 01 23 – 45 67 89 0.



    Das sind zwar nur Beispiele, die Sie inspirieren sollen. Doch auch wenn Sie diesen Artikel nur überflogen haben: Dieses PS haben Sie gelesen. Sehen Sie!

  • Tipps für die Unterschrift im Anschreiben

    Formal endet jedes Anschreiben mit einer klassischen Grußformel („mit freundlichen Grüßen“ oder „mit herzlichen Grüßen“) und Ihrer handschriftlichen Unterschrift. Selbst bei einer E-Mail-Bewerbung oder Online-Bewerbung sollten Sie diese einscannen und in Ihre elektronisches Dokument einfügen. Es wirkt einfach professioneller, persönlicher und unterstreicht die Richtigkeit der gemachten Angaben.

    Bei einer Bewerbung auf Papier sollten Sie dagegen niemals mit Filzstiften oder Bleistiften unterschreiben. Selbst der Kugelschreiber ist eigentlich nur zweite Wahl. Perfekt ist eine Unterschrift mit Füller – in blauer oder schwarzer Tinte.

Fehler im Anschreiben: Diese unbedingt vermeiden!

Im Anschreiben können Sie alles richtig machen – und doch an ein paar (gar nicht so seltenen) Fehlern scheitern. Glücklicherweise lassen sich diese Bewerbungsfehler frühzeitig vermeiden, wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen. Hier eine Liste der häufigsten (und vermeidbaren) Fehler im Anschreiben:

Schnellcheck zum Bewerbungsanschreiben

Rechtschreibfehler
Anrede ohne Ansprechpartner
Namen falsch geschrieben
Erkennbares Massenschreiben
Lebenslauf wiederholen

Nur eine DIN-A4 Seite
Übersichtlicher Aufbau
Motivation & Persönlichkeit
Klarer Bezug zur Stelle
Passt zum Rest der Unterlagen



Hier nochmal im Detail:

  • Falsche Namen schreiben
    Sie lachen vielleicht – aber es kommt öfter vor, als man glauben mag, gerade bei Massenschreiben: Bewerber schreiben den Firmennamen, die Adresse des Arbeitgebers oder den Namen des Ansprechpartners falsch. Darauf reagiert jeder Empfänger enorm sensibel. Wenn der/die noch nicht mal den Namen des Ladens, für den er/sie arbeiten will, richtig schreiben kann, wie soll dann erst die Qualität der Arbeit aussehen? Solche Rechtschreibfehler, ebenso wie unangemessene Sprache oder Straßenjargon sind absolute No-Gos in jeder Bewerbung.
  • Keinen Ansprechpartner nennen
    Noch immer beginnen viele Anschreiben mit Sehr geehrte Damen und Herren… Grundsätzlich ist daran nichts falsch. Falls aber in der Stellenanzeige ein Ansprechpartner genannt wurde, sollten Sie diesen auch unbedingt adressieren. Also zum Beispiel: „Sehr geehrte Frau Personalerin…“. Namen haben Macht. Wer namentlich angesprochen wird, liest aufmerksamer und mit mehr Wohlwollen. Versuchen Sie daher – auch wenn der Name nicht in der Stellenanzeige steht – immer einen Ansprechpartner zu recherchieren. Etwa telefonisch oder über die Karriereseite des Unternehmens.
  • Nur ein Anschreiben verwenden
    Sie bewerben sich auf fünf, zehn oder vielleicht 20 Stellen und nutzen dabei jedes Mal dasselbe Anschreiben? Das ist vielleicht bequem, aber ein schwerer Fehler. Jede Stelle, jede Firmenkultur ist anders. Und Personaler, die jeden Tag zig Anschreiben lesen, haben ein geübtes Auge dafür, ob es sich um eine Massenbewerbung handelt oder um ein individuell formuliertes Anschreiben. Machen Sie sich also bitte IMMER die Mühe, Ihr Anschreiben auf den jeweiligen Arbeitgeber zuzuschneiden. Massenschreiben landen dagegen meist sofort im Aus.
  • Den Werdegang wiederholen
    Ein knackiges Anschreiben ist in der Regel nur eine DIN-A4-Seite lang. Nicht viel Platz. Erst recht für Berufserfahrene. Umso wichtiger ist, dass Sie auf den Punkt formulieren und nicht unnötig abschweifen. Deshalb zählt es auch als Fehler, im Anschreiben den Lebenslauf praktisch noch einmal zu wiederholen. Den hat der Personaler vermutlich sogar zuerst gelesen. Jetzt will er keine Fakten mehr wissen, sondern etwas Neues erfahren: Ihre Persönlichkeit und Motivation kennenlernen. Trauen Sie sich also ruhig, zu zeigen wer und wie Sie sind. Glauben Sie uns: Hier gibt es kein falsch. Wenn der Funke nicht überspringt, wären Sie vermutlich auch in dem Job und Unternehmen nicht glücklich geworden – auch wenn Sie sich die Stelle gerade wünschen.

Wir wünschen Ihnen beim Anschreiben und bei der Bewerbung viel Erfolg!

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

19. Mai 2020 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt mehr als 20 Jahre als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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