Jobinterview-Fragen-Antworten-Tipps
Das Jobinterview - die letzte Hürde vor dem ersehnten Arbeitsvertrag. Den ersten Schritt in Richtung Ihres Traumberufs haben Sie bereits hinter sich gelassen: Ihr Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben fanden beim zuständigen Personaler soviel Anklang, dass dieser Sie zum persönlichen Jobinterview eingeladen hat. Im ersten Moment wird dieser Triumph - aus gutem Grund - gefeiert. Danach folgt jedoch in vielen Fällen die große Unsicherheit. Was kommt auf mich zu? Wie bereite ich mich vor? Selbstverständlich ist ein Jobinterview eine individuelle Situation, die von Bewerber zu Bewerber unterschiedlich ablaufen kann. Dennoch gibt es einige Grundsätze, die sich positiv auf ein erfolgreiches Gespräch auswirken. Die wichtigsten dieser Punkte haben wir zusammengefasst. Eine Anleitung, wie Sie jedes Jobinterview meistern...

Jobinterview: Warum gehen Jobinterviews schief?

Wenn Sie es bis in ein Jobinterview geschafft haben, ist die neue Anstellung tatsächlich zum Greifen nah. Die Bewerbungsunterlagen haben bereits überzeugt und einen guten Eindruck hinterlassen, der im persönlichen Gespräch noch einmal bestätigt werden sollte. Doch dann kommt plötzlich alles anders, als Sie es sich vorgestellt hatten.

Der Personaler scheint Sie auf Anhieb nicht zu mögen, auf scheinbar einfache Fragen fällt Ihnen keine Antwort ein und auch die Schilderung Ihres bisherigen Werdegangs kommt Ihnen irgendwie nicht so flüssig über die Lippen, wie Sie es sich vorgestellt haben.

Kurz gesagt: Es ist einfach alles schief gelaufen. In diesem Fall treten viele Bewerber frustriert und mit dem Gefühl einer sicheren Absage die Heimreise an. Es bleibt aber die Frage, wie es soweit kommen konnte. Wo auf dem Weg zwischen gelungener Bewerbung und misslungenem Vorstellungsgespräch ist etwas schief gelaufen? Entscheidend sind dabei zwei Faktoren.

  • Vorbereitung. Das A und O für ein erfolgreiches Jobinterview ist die richtige Vorbereitung. Je besser Sie vorbereitet sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie von unerwarteten Fragen aus der Bahn geworfen werden. Stattdessen überzeugen Sie durch Sicherheit und Professionalität.
  • Aufregung. Ja, in einem Jobinterview geht es um sehr viel und die Aufregung ist ein Zeichen, dass es Ihnen wichtig ist. Übermäßige Nervosität macht Ihnen aber das Leben schwer. Sie setzen sich selbst unter Druck, werden unsicher und tragen so möglicherweise selbst zu einem Black-Out bei.

Besonders die Aufregung kann sicherlich jeder nachvollziehen, der schon einmal vor dem Büro des Personalers saß und die letzten Minuten vor dem Jobinterview mit verschwitzen Händen gewartet hat. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Vorbereitung und Aufregung zusammenspielen. Soll heißen: Je besser Sie sich vorbereiten, desto weniger aufgeregt starten Sie in das Gespräch.

Aus diesem Grund haben wir die wichtigsten Punkte und häufigsten Fragen zusammengestellt, um Sie optimal auf Ihr Jobinterview vorzubereiten:

Jobinterview Vorbereitung in 30 Minuten

Jobinterview Vorbereitung Fragen Antworten TippsKeine Sorge, in der Regel haben Sie mehr Vorlauf für ein Jobinterview. Allerdings kann es in einigen Situationen durchaus vorkommen, dass Sie kurzfristig zu einem Gespräch eingeladen werden:

  • Die Stelle muss schnell neu besetzt werden. Wird eine Stelle unerwartet frei, kann es für ein Unternehmen notwendig sein, die offene Position schnell wieder zu besetzen. Konnte Sie mit Ihrer Bewerbung überzeugen, kann es sein, dass Sie kurzfristig eingeladen werden, um den Bewerbungsprozess zu beschleunigen.
  • Es ist kurzfristig ein Termin frei geworden. Manchmal haben Sie auch einfach nur Glück und es ist ein Termin frei geworden. Vielleicht hat ein anderer Bewerber abgesagt und der Personaler möchte den Termin nicht ungenutzt verstreichen lassen.
  • Der Bewerbungsprozess ist nicht streng geregelt. Große Konzerne oder Behörden haben einen sehr genauen Ablaufplan für den Bewerbungsprozess. Kleine oder Familienbetriebe sind hingegen freier in der Gestaltung.

Wer einmal in die Situation kommt, kurzfristig die Einladung zu einem Jobinterview zu erhalten, wird zunächst mit zwei wichtigen Fragen konfrontiert. Die erste lautet: Soll ich zusagen? Die Antwort hierauf lautet in den meisten Fällen: Ja, auf jeden Fall! Sie haben sich schließlich beworben, weil der Job genau Ihren Vorstellungen entspricht und Sie den Arbeitgeber unbedingt kennenlernen wollten. Bitteschön, hier ist Ihre Chance dazu.

Die Knappe Zeit muss dabei nicht bedeuten, dass Sie in jedem Fall unvorbereitet sein müssen. Wir zeigen, wie Sie sich für ein Jobinterview vorbereiten, selbst wenn Ihnen nur noch 30 Minuten bleiben.

  1. Sammeln Sie Informationen

    In der kurzen Zeit können Sie natürlich keine ausgiebigen Recherchen anstellen, weshalb Sie sich auf die wichtigsten Informationen konzentrieren sollten. Die Stellenanzeige kann dafür ein wichtiger Ansatz sein. Nach welchen Eigenschaften sucht der Arbeitgeber, welche Aufgabenbereiche gilt es zu erfüllen? Als nächsten Schritt können Sie sich das Unternehmen ansehen. In welchen Märkten ist es aktiv? Agiert es auch im Ausland? Zu sehr sollten Sie sich darauf aber nicht versteifen. Wichtiger ist es, verdeutlichen zu können, warum ausgerechnet Sie der beste Kandidat sind.


  2. Bereiten Sie Ihre Selbstpräsentation vor

    Da Sie sich im Bewerbungsprozess befinden, haben Sie sich wahrscheinlich schon einmal Gedanken über Ihre Selbstpräsentation gemacht und diese vielleicht sogar geübt. Nun ist der perfekte Zeitpunkt, dies noch einmal zu tun. Sie können nicht genau wissen, was Sie im Gespräch erwartet, doch die Frage Erzählen Sie doch ein wenig über sich zählt aller Wahrscheinlich nach dazu. Nutzen Sie dieses Wissen, um eine gelungene Selbstpräsentation aufzubauen, die auf das Unternehmen und die gefragten Qualifikationen abzielt.


  3. Suchen Sie nach passenden Beispielen

    Die letzte Zeit, die Ihnen bei der Vorbereitung noch bleibt, sollten Sie nutzen, um passende Beispiele aus Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn auszuwählen. Konzentrieren Sie sich auch hier auf die Qualifikationen, die beim Arbeitgeber besonders gefragt sind. Haben Sie beispielsweise ein Projekt unterstützt, bei dem Sie Ihre Führungsqualitäten unter Beweis stellen konnten? Oder haben Sie eine eigenständige Lösung für ein Problem erarbeitet? Die eigenen Fähigkeiten aufzuzählen, reicht oft nicht aus. Erst durch anschauliche Beispiele werden sie glaubhaft und erzielen den gewünschten Effekt.

Welche Erfolge gehören ins Jobinterview?

Es ist ein Klassiker des Vorstellungsgespräch, der regelmäßig von Personalern der verschiedensten Unternehmen und Branchen genutzt wird: Was sind Ihre Stärken? Doch die Frage nach den beruflichen Erfolgen geht sogar noch einen Schritt weiter.

Hier geht es darum zu zeigen, dass Sie die eigenen Stärken kennen und diese auch schon zu Ihrem Vorteil genutzt haben. Doch das ist kein Grund, schon vor dem Jobinterview schweißnasse Hände zu bekommen.

Zunächst ist eine Unterscheidung der Bewerber sinnvoll. Denn nicht von jedem Bewerber erwartet ein Personaler die gleichen Erfolgsgeschichten. Daher sollte man besonders in zwei Arten von Bewerbern unterscheiden:

  • Auszubildende und Studenten. Aufgrund der geringen oder fehlenden Berufserfahrung erwartet ein Personaler natürlich keine ausschweifenden Erfolgsgeschichten Ihrer bisherigen Karriere. Doch es ist trotzdem vorteilhaft, wenn Sie Ihre Stärken an Beispielen belegen können. Hierfür eignen sich Praktika, aber auch ehrenamtliches Engagement.
  • Bewerber mit Berufserfahrung. Wer sich auf eine Stelle in einer Branche bewirbt, in der er bereits mehrere Jahre tätig ist, sollte sich darauf einstellen, seine beruflichen Erfolge zu beschreiben. Der Personaler versucht sich so ein Bild von Ihren bisherigen Leistungen zu machen. Wer hier die passenden Erfolge vorzeigen kann, erhöht seine Chance auf den neuen Job.

Nicht jeder Erfolg ist aber gleichermaßen gut als Antwort im Jobinterview geeignet. Anstatt voreilig jeden Erfolg zu erwähnen, den Sie im Berufsleben schon verzeichnen konnten, sollten Sie lieber eine genaue Auswahl treffen. Dafür sollten Sie sichergehen, dass Ihr Erfolg Ihnen auch wirklich als Pluspunkt dient und nicht nach hinten los geht. Ein Erfolg eignet sich, wenn er...

  • ...beruflich ist. Wenn der Personaler nicht explizit nach privaten Erfolgen fragt, sollten Sie darauf achten, Beispiele aus Ihrem beruflichen Werdegang zu wählen. Ihre privaten Erfolge spiegeln Ihre Persönlichkeit wider. Mit beruflichen Erfolgen unterstreichen Sie Ihre fachlichen Qualifikationen.

  • ...relevant ist. Suchen Sie Leistungen, die auch zu der Stelle passen, auf die Sie sich bewerben. Sie wollen durch Ihren beruflichen Erfolg zeigen, dass Sie für die neue Stelle geeignet sind. Dies wird Ihnen nicht gelingen, wenn Sie von Erfolgen berichten, die Sie in einem vollkommen anderen Bereich erzielt haben.

  • ...nachvollziehbar ist. Konkrete Zahlen sind die beste Form, um von Ihren Erfolgen zu berichten. Ein Beispiel: Während meiner Leitung konnte ich den Output der Abteilung um 25 Prozent steigern. Doch auch ohne genaue Daten sollten Sie in der Lage sein, Ihren Erfolg für den Personaler nachvollziehbar zu machen.

  • ...aktuell ist. Auch Erfolge aus der Vergangenheit können für ein Jobinterview geeignet sein, wenn Sie die anderen Kriterien erfüllen. Doch grundsätzlich gilt: Je aktueller Ihre Leistung ist, desto besser wirkt diese auf den Personaler.

Jobinterview: So stellen Sie Ihre Erfolge richtig dar

Die Auswahl der beruflichen Erfolge und Leistungen, die im Jobinterview angesprochen werden sollten, ist nur der erste Teil - denn diese müssen im Gespräch auch noch richtig präsentiert werden.

Klingt simpel, doch ist es gar nicht so leicht, das richtige Maß zwischen Selbstdarstellung und Übertreibung zu finden. Die folgenden Tipps können dabei helfen:

  1. Bleiben Sie bei der Wahrheit.

    Die wichtigste Regel vorneweg: Auch wenn Sie sich im Vorstellungsgespräch zu Ihrem Traumjob befinden, müssen Sie bei den Tatsachen bleiben. Egal, wie sehr Sie sich eine Anstellung wünschen, ist es ein absolutes Tabu, Ihre beruflichen Erfolge durch Lügen zu verschönern oder sogar gänzlich erfundene Geschichten zu erzählen. Ihr schlechtes Gewissen allein sollte Grund genug sein, die Wahrheit zu sagen. Aber es drohen auch ernsthafte Konsequenzen. Wenn Sie den Job erhalten und Ihre Aussagen werden später als Lüge enttarnt, droht Ihnen die fristlose Kündigung.


  2. Stellen Sie Bezug zum neuen Unternehmen her.

    Wenn Sie sich entschieden haben, mit welchen beruflichen Erfolgen Sie in Ihrem Bewerbungsgespräch punkten wollen, sollten Sie sich bereits vorher überlegen, wie Sie einen Bezug zum neuen Unternehmen herstellen. Nur zu erwähnen, dass Sie bereits vier Großprojekte erfolgreich geleitet haben, qualifiziert Sie noch nicht für die neue Stelle. Fügen Sie jedoch hinzu, dass Sie diese Erfahrung und Ihre Führungsqualitäten gerne nutzen wollen, um gemeinsam mit Ihrem neuen Arbeitgeber die geplante Expansion des Unternehmens zu einem neuen Standort durchzuführen, zeigen Sie dem Personaler, welchen Nutzen Sie bringen werden.


  3. Bereiten Sie mehrere Erfolgsgeschichten vor.

    Trotz intensiver Vorbereitung können Sie nie genau wissen, welche Fragen im Vorstellungsgespräch auf Sie zukommen. Es ist daher ratsam, mehrere Erfolgsgeschichten parat zu haben, die zu unterschiedlichen Qualifikationen passen. Ein Erfolg könnte beispielsweise Ihre Problemlösungskompetenz aufzeigen, während ein anderer sich auf Ihre Teamfähigkeit bezieht. Kommt der Personaler dann während des Vorstellungsgespräch auf eines dieser Themen zu sprechen, können Sie gleich an mehreren Stellen durch belegte Erfolge punkten.


  4. Zeigen Sie Anerkennung.

    Die eigenen Erfolge darzustellen und sich selbst zu vermarkten, gehört in einem Vorstellungsgespräch dazu. Dabei sollten Sie aber nicht vergessen, auch diejenigen zu erwähnen, die Sie auf Ihrem Weg begleitet und unterstützt haben. Natürlich sollten Sie herausstellen, dass es Ihre Erfolge sind, doch wer in seinem eigenen Erfolg trotzdem Lob und Anerkennung für andere Personen zeigt, demonstriert Teamfähigkeit und Wertschätzung für andere.


  5. Beschreiben Sie den Aufwand.

    Ihr Erfolg wirkt noch größer, wenn Sie beschreiben, welchen Aufwand Sie dafür betrieben haben. So können Sie verdeutlichen, dass der Erfolg Ihnen nicht einfach zugeflogen ist, sondern dass Sie hart dafür gearbeitet haben. Sie können beispielsweise die Hindernisse beschreiben, die Sie überwinden mussten, oder die Ausdauer, die Sie gebraucht haben, um Ihr Ziel zu erreichen. Erzählen Sie auch davon, wie wichtig die Leistung für Sie selbst, aber vor allem für Ihren alten Arbeitgeber war. Je deutlicher Sie dem Personaler machen, dass Sie einen unverzichtbaren Nutzen für sein Unternehmen mitbringen, desto größer werden Ihre Chancen.


  6. Strukturieren Sie Ihre Antwort.

    Um bestmöglich zu beschreiben, was Sie geleistet haben, sollten Sie Ihre Antwort strukturieren. Am besten funktioniert eine Gliederung in drei Abschnitte: Problem, Methode und Ergebnis. Beschreiben Sie zunächst, vor welchem Problem oder welcher Aufgabe Sie oder Ihr Team standen. Anschließend erklären Sie, wie Sie vorgegangen sind, um das Problem zu lösen und welches Ergebnis Sie am Ende erreicht haben. Eine solche Gliederung deckt alle wichtigen Punkte ab, die für den Personaler relevant sind und macht Ihren Erfolg für einen Außenstehenden nachvollziehbarer.

Blickkontakt im Jobinterview: Weder Starren noch Wegschauen

Jobinterview Blickkontakt Körpersprache Fragen Antworten TippsDer Blickkontakt ist ein wichtiger Teil der Körpersprache und somit auch ein Faktor, auf den Sie im Jobinterview achten sollten. Trotz Nervosität sollten Sie unbedingt versuchen, Ihrem Gesprächspartner in die Augen zu sehen. Wer den Blick konsequent gesenkt hält oder verschämt am Personaler vorbeischaut, wirkt alles andere als kompetent und selbstbewusst.

Das andere Extrem ist allerdings nicht besser. Manche Bewerber verfallen in ein regelrechtes Starren, um den Blickkontakt zu halten. Das ist spätestens nach einigen Sekunden nicht mehr sympathisch und aufmerksam, sondern macht eher Angst oder wirkt unnatürlich. Experten sprechen davon, dem Blick des Gesprächspartners bis zu drei Sekunden lang zu halten.

Auch sollten Sie daran denken, Ihre Aufmerksamkeit bei mehreren Anwesenden nicht nur einer einzigen Person zukommen zu lassen. Zwar werden Jobinterviews meist hauptsächlich von einer Person geführt, doch sollten Sie beim Sprechen auch Blickkontakt mit den anderen suchen.

Einige Grundregeln für den Blickkontakt im Jobinterview:

  • Weichen Sie dem Blick des Personalers nicht aus.
  • Verfallen Sie nicht in ein Starren.
  • Vermeiden Sie hektisches und viel zu häufiges hin- und herschauen.
  • Schauen Sie alle Anwesenden an.
  • Drehen Sie Ihren Kopf mit, wenn Sie den Blick auf jemanden richten, um sich dem Gesprächspartner zuzuwenden.

Jobinterview: Selbstbewusst, aber bitte nicht arrogant

Es ist ein wahrlich schmaler Grat: Das Jobinterview ist Teil der BeWERBUNG, sie müssen also für sich dabei kräftig trommeln. Das wird auch erwartet und akzeptiert. Tiefstapeln wäre fatal, dann könnten Sie genauso gut zuhause bleiben.

Gleichzeitig sollen Sie aber auch nicht zu forsch wirken. Denn das könnte Ihnen als überheblich und arrogant ausgelegt werden. Und es wäre schon ärgerlich, erst so weit zu kommen, um dann an der eigenen Chuzpe zu scheitern.

Was also tun?

An sein Können und Wert zu glauben, ist essenziell in jedem Bewerbungsprozess. Wir raten dringend davon ab, hier die Attitüde eines Bittstellers zu etablieren - auch wenn einer schon 100 Absagen kassiert hat. So kann das auch beim 101. Mal nichts werden. Sie müssen Ihren Arbeitgeber in spe schon davon überzeugen, dass Sie die beste Fachkraft sind, die er für diese Stelle bekommen kann.

Oder anders gefragt: Mit Ihrem Wissen über sich selbst - würden Sie sich für den Job einstellen? Lautet die Antwort "Ja", dann sollten Sie das auch ausstrahlen und vermitteln. Nicht nur Sie sollten sich vertrauen, der Personaler muss es Ihnen auch zutrauen und vertrauen können. Also sprechen Sie ruhig über Ihre Fähigkeiten und Talente.

In Arroganz schlägt das erst um, wenn Sie den Eindruck erwecken, Sie seien der einzige, der diesen Erfolg hinterher bewerkstelligt hat. Ja, Sie sind der oder die Richtige - aber der anschließende Mehrwert ist ein Teamerfolg.

Man stellt Sie schließlich nicht als Solist ein, sondern als Orchesterspieler. Und selbst die erste Geige braucht ein paar Streicher neben sich, um sich überhaupt als erste Geige definieren zu können.

Streichen Sie Ihre Stärken und bisherigen Erfolge also ruhig ungeniert heraus, vergessen Sie aber nicht dabei gleichzeitig die Rolle der künftigen Kollegen zu wertschätzen - und wie Sie mit Ihren Talenten die Leistung ihres Teams gemeinsam weiter steigern können.

Jobinterview Anleitung: Die wichtigsten Tipps

Im Jobinterview steht einiges auf dem Spiel. Endlich die Chance nutzen und einen neuen Job an Land ziehen oder vielleicht weitere quälende Wochen oder gar Monate mit der Jobsuche verbringen. Entsprechend groß sind die Hoffnungen, die in diesen Termin gesteckt werden - aber ebenso groß ist der Druck, den sich viele Bewerber machen, dass Sie den großen Anforderungen und Erwartungen nicht gerecht werden.

Auch wenn Jobinterviews sich unterscheiden, gilt doch für alle eine Regel: Glauben Sie an sich selbst. Wie soll es Ihnen gelingen, Ihren zukünftigen Chef und den Personaler zu überzeugen, wenn Sie nicht einmal selbst sicher sind, dass Sie die bestmögliche Besetzung für die freie Stelle sind. Haben Sie diese Einstellung verinnerlicht, können Sie motiviert ins Jobinterview starten. Unsere Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie jedes Vorstellungsgespräch meistern:

1. Machen Sie die nötigen Hausaufgaben

Jobinterview typische Fragen Arbeitgeber UnternehmenWie bereits erwähnt: Es ist unerlässlich, Ihr Jobinterview vorzubereiten. Und zwar gründlich. Dadurch garantieren Sie, auch bei schwierigen Fragen nicht ins Stocken zu geraten. Gute Vorbereitung beweist nicht nur Professionalität, sondern unterstreicht auch Ihren Wunsch, für das Unternehmen tätig zu sein. Wichtige Punkte Ihrer Vorbereitung sind unter anderen Informationen zum Unternehmen, zu Ihrer angestrebten Position und Ihren Gehaltsvorstellungen. Aber auch auf typische Fragen wie Warum wollen Sie ausgerechnet für uns arbeiten? sollten Sie eine Antwort parat haben.

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2. Ziehen Sie sich entsprechend an

Die richtige Kleidung lässt Sie nicht nur professioneller aussehen, Sie werden sich auch gleichzeitig besser fühlen. Oft wird aber die Frage gestellt, welches Outfit für ein Vorstellungsgespräch am besten geeignet ist. Grundsätzlich gilt, dass Sie nicht zu leger gekleidet erscheinen sollten. Schließlich vermittelt Ihre Kleidung ein klares Bild von Ihnen. Sollten Sie unsicher sein, können Sie auch zu einem früheren Zeitpunkt beim Personaler den Dresscode erfragen.

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3. Erscheinen Sie auf jeden Fall pünktlich

Jobinterview Bewerbungsgespräch PDF Typische FragenEs ist selbstverständlich, doch der Vollständigkeit halber sei es an dieser Stelle noch einmal erwähnt: Bitte kommen Sie zu einem Vorstellungsgespräch immer pünktlich. Planen Sie genügend Zeit für Ihre Anreise ein und fahren Sie die Strecke beispielsweise einmal zur Probe. Es ist unfreundlich und unprofessionell, den Personaler warten zu lassen. Auch wollen Sie nicht abgehetzt auf den letzten Drücker angerannt kommen. Am besten kommen Sie 10 bis 15 Minuten vor dem Termin. So sind Sie pünktlich und auch Ihr Gesprächspartner hat nicht das Gefühl, er hätte Sie lange warten lassen.

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4. Hinterlassen Sie sofort einen guten Eindruck

Es kann die Atmosphäre für das ganze weitere Gespräch prägen, wenn es Ihnen bereits gelingt, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Suchen Sie Blickkontakt, achten Sie auf Ihren Handschlag und zeigen Sie sich vor allem freundlich. Denken Sie auch daran, alle Beteiligten persönlich zu begrüßen und sich im Gespräch der Person zuzuwenden, die Ihnen eine Frage gestellt hat oder an die Sie sich richten. Achten Sie auch während des gesamten Interviews darauf, Ihre Worte mit Ihrer Körpersprache zu untermauern.

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5. Bleiben Sie im Gespräch authentisch

Jobinterview Personaler Vorstellungsgespräch Arbeitgeber FragebogenBewerber haben leider oft das Gefühl, sie müssten sich in einem Vorstellungsgespräch verstellen, um den Erwartungen des Personalers gerecht zu werden. Oftmals ist das aber genau die falsche Taktik. Zunächst erkennen die Verantwortlichen meist schnell, wenn Sie sich verstellen. Der Kern des Interviews ist außerdem, herauszufinden, ob Sie für die Stelle geeignet sind und ins Unternehmen passen. Diese Entscheidung kann nur getroffen werden, wenn Sie authentisch sind. Ansonsten sind Sie oder der Arbeitgeber nach kurzer Zeit von der Zusammenarbeit enttäuscht.

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6. Halten Sie wichtige Unterlagen bereit

Sie sollten nicht mit völlig leeren Händen in das Büro des Personalers gehen. Einen besseren Eindruck machen Sie, wenn Sie sich im Vorfeld wichtige Unterlagen kopiert haben und diese mit in das Gespräch bringen. Das kann zum Beispiel Ihr Lebenslauf sein, der im Verlauf des Interviews vermutlich ohnehin zur Sprache kommen wird. Aber auch Nachweise über Projekte, die Sie erfolgreich abgeschlossen haben, sollten Sie dabei haben. Auch Stift und Notizblock sollte zu Ihrer Ausrüstung für ein Vorstellungsgespräch gehören. Auf diese Weise können Sie wichtige Informationen gleich schriftlich festhalten oder sich eine Anmerkung machen, wenn Ihnen eine Frage einfällt.

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7. Zeigen Sie Ihre Stärken und Selbstvertrauen

Jobinterview Fragen Antworten PDF InterviewIhre Aussagen im Bewerbungsgespräch sollten sich immer um Ihre Stärken und Erfolge drehen. Sie wollen immerhin einen Job ergattern und nicht selbst Gründe vorbringen, warum andere Kandidaten möglicherweise die bessere Wahl wären. Verzichten Sie daher auf Formulierungen wie Leider konnte ich nicht... oder Ich hätte gerne, aber... - zeigen Sie stattdessen Selbstvertrauen. Personaler sind nicht von einem Fehler beeindruckt, sondern von Ihrer Qualität, aus einer schwierigen Situation das bestmögliche Ergebnis zu machen. Berichten Sie nicht von Problemen, sondern von Ihren hervorragenden Lösungen.

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8. Stellen Sie unbedingt Rückfragen

Kurz vor Ende des Jobinterviews wird Ihr Gegenüber Sie unweigerlich darauf ansprechen, ob Sie auch noch Fragen haben. Ihre Antwort hierauf ist in jedem Fall ein klares Ja! Keine Rückfragen zu stellen, wird meist als klares Zeichen gedeutet, dass Sie am Unternehmen und damit auch am Job nur wenig Interesse haben. Achten Sie jedoch darauf, keine Fragen zu stellen, die im Gespräch bereits beantwortet wurden. Auch Tabu sind Fragen zu Themen, die Sie selbst durch kurze Recherche in Erfahrung bringen könnten. Bekannte Beispiele für Rückfragen sind zum Beispiel: Können Sie mir einen typischen Arbeitstag in dieser Position beschreiben? oder Welche Möglichkeiten zur Weiterbildung gibt es in Ihrem Unternehmen?

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9. Planen Sie das weitere Vorgehen

Jobinterview Fragen Antworten Tipps Personaler GesprächSie haben es fast geschafft und das Gespräch befindet sich kurz vor dem Ende. Genau der richtige Zeitpunkt, um sich Gedanken über den weiteren Verlauf des Auswahlprozesses zu machen. Fragen hierzu können Sie beispielsweise stellen, während Sie sich von den Anwesenden verabschieden. Informieren Sie sich darüber, in welchem zeitlichen Rahmen die endgültige Entscheidung getroffen wird und wann Sie mit einer Rückmeldung rechnen dürfen. An dieser Stelle können Sie auch noch einmal nachfragen, ob der Personaler noch weitere Unterlagen von Ihnen benötigt.

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10. Verschicken Sie ein Dankschreiben

Natürlich beenden Sie das Gespräch mit einem großen Dankeschön für die Chance, die Ihnen gegeben wird und die Zeit, die Ihre Gesprächspartner Ihnen gewidmet haben. Doch auch im Anschluss können Sie Ihrer Dankbarkeit noch einmal Ausdruck verleihen - und sich gleichzeitig noch einmal ins Gedächtnis des Personalers rufen. Das Dankschreiben sollte vor allem persönlich und individuell sein. Niemand freut sich über eine E-Mail, die scheinbar schon dutzende Personaler vorher erhalten haben. Bedanken Sie sich darin erneut für das freundliche Gespräch und gehen noch einmal auf die Punkte ein, die Sie in Ihrer Entscheidung, für das Unternehmen zu arbeiten, bekräftigt haben.

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Typische Fragen im Jobinterview

Vorstellungsgespräch-Fragen-PDF-CoverSo schön es für Bewerber auch wäre: Sie können nie vollkommen sicher sein, mit welchen Fragen Sie im Jobinterview konfrontiert werden. Das mag Ihrer Unsicherheit nicht unbedingt zuträglich sein, gleichzeitig ist es aber auch positiv, denn Personaler sind nicht erpicht darauf, nur noch auswendig gelernte Standardantworten aufgesagt zu bekommen.

Dennoch fürchten viele Bewerber die typischen Fragen im Jobinterview und wollen sich darauf so gut es geht vorbereiten. Wir haben deshalb ein kostenloses PDF zum Download bereitgestellt, in dem Sie 100 klassische Fragen aus Jobinterviews finden.

Bei allem Verständnis: Verfallen Sie aber bitte nicht in ausgelutschte und runtergeleierte Antworten während des Jobinterviews. Personaler erkennen sofort, wenn Sie bei einer Frage ein Standardprogramm abspulen. Manchmal kann es daher sinnvoll sein, einige originellere Alternativen in Betracht zu ziehen, anstatt nur auf altbekannte Floskeln zurückzugreifen. Wie diese aussehen können, finden Sie in folgendem PDF mit sieben frischen Antifloskeln.


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