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Voreingenommen: Definition, Nachteile, Test

Wir alle wollen fair behandelt werden – im Job und privat gleichermaßen. Doch allzu oft sind andere (aber auch wir selbst) voreingenommen. Das macht wütend und versetzt jede Zelle des Körpers sofort in den Trotzzustand. Sie werden ohne erkennbaren Grund kritisiert, ignoriert oder schlecht behandelt. Und Sie bekommen erst gar keine gerechte Chance. Dahinter können Vorurteile stehen oder jemand hat etwas gegen Sie persönlich. Was es heißt, voreingenommen zu sein – und ein Selbsttest: Sind auch Sie voreingenommen?

Voreingenommen: Definition, Nachteile, Test

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Definition: Was heißt voreingenommen sein?

Voreingenommen heißt, dass jemand zu anderen Personen, Sachverhalten oder Situationen ein Vorurteil und damit eine bereits vorgefertigte Meinung hat. Statt sich selbst ein Bild zu machen oder objektiv die Fakten zu betrachten, werden Klischees, Gerüchte, aufgeschnappte Berichte oder Halbwissen und unvollständige Informationen genutzt, um die eigene Auffassung und Einstellung zu formen.

Ein typisches Beispiel aus dem Job: Die Abteilung bekommt einen neuen Vorgesetzten, doch schon vor dem ersten Tag hören Sie, dass es ein absoluter Narzisst und ein schlechter Chef sein soll, der seine Mitarbeiter ausnutzt. Wenn Sie darauf hören, sind Sie voreingenommen. Sie selbst kennen die neue Führungskraft noch gar nicht, Ihre Meinung ist aber bereits jetzt geprägt.

Voreingenommenheit Synonym

Die häufigsten Synonyme sind befangen, vorbelastet, parteiisch, vorurteilsvoll, vorurteilsbeladen, einseitig, nicht neutral oder nicht objektiv. Oft werden andere auch bei kleinen Meinungsverschiedenheiten beschuldigt, voreingenommen zu sein. Allerdings sollten Sturheit und Dickköpfigkeit nicht mit Voreingenommenheit verwechselt oder gleichgesetzt werden.

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3 Nachteile, wenn Sie voreingenommen sind

Wer auf das hört, was die anderen sagen, ist sofort voreingenommen. Das heißt nicht, dass Sie Ratschläge oder Informationen komplett ignorieren sollten. Sie dürfen andere nur nicht gleich in eine Schublade stecken und auf eine eigene Meinungsbildung verzichten. Vielleicht stellen Sie fest, dass die anfänglichen Gerüchte komplett falsch sind und Sie eigentlich sehr gut mit dem neuen Chef klar kommen.

Das merken Sie aber nur, wenn Sie anderen eine echte Chance geben und ihre persönlichen Erfahrungen machen. Tun Sie das nicht und bleiben Sie voreingenommen, drohen gleich mehrere Nachteile der Voreingenommenheit:

  • Sie verlassen sich nur auf andere
    Natürlich können andere mit ihren Berichten und Informationen richtig liegen, doch wollen Sie sich wirklich nur darauf verlassen? Wenn es stimmt, finden Sie das schließlich auch selbst spätestens nach ein paar Treffen heraus. Stimmt es nicht, geben Sie der Wahrheit erst gar keine Chance, sondern sind festgefahren in einer falschen Meinung. Vielleicht gab es einen Streit, von dem Sie nichts wissen – der aber die Aussagen anderer negativ beeinflusst. Außerdem gilt: Menschen sind sehr verschieden und vielleicht stimmen Sie nicht mit dem überein, was andere denken.
  • Sie sind manipulierbar
    Eine große Gefahr der Voreingenommenheit: Sie können leicht und gezielt von anderen manipuliert werden. Ihr Umfeld merkt sehr schnell, wie sehr Sie sich von solchen Informationen beeinflussen lassen. So können absichtlich ein paar Kommentare platziert werden, um Ihnen die gewünschte Meinung einzupflanzen. Sie werden gegen andere ausgespielt und lassen sich von anderen etwas einreden.
  • Sie lernen nicht, sich eine eigene Meinung zu bilden
    Es ist nicht leicht, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auch verteidigen zu können. Vor allem erfordert es Selbstbewusstsein und Übung. Sind Sie voreingenommen, erlernen Sie auch nie die Fähigkeit, sich eine eigenständige Meinung zu einem Thema zu bilden. Stattdessen übernehmen Sie nur, was andere Ihnen vorsetzen.

Voreingenommenheit ist weit verbreitet

Trotz dieser Nachteile sind viele Menschen voreingenommen – selbst wenn man selbst dies nicht wahrhaben möchte. Wir sehen uns selbst gerne als aufgeschlossen, objektiv und vorurteilsfrei. Doch das sind wir nur selten. Wir verallgemeinern ständig, weil es die Wahrnehmung erleichtert. Es gibt unzählige Stereotype, die wir mit bestimmten Eigenschaften oder Verhaltensweisen in Verbindung bringen. Das ist nicht grundsätzlich schlecht, da solche Stereotype auch positiv oder zumindest neutral sein können. Erst wenn daraus negative Vorurteile entstehen, wird es zum ernsthaften Problem.

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Und selbst wenn wir wirklich unvoreingenommen sein wollen, ist es nicht leicht. Informationen, Gerüchte und Aussagen von anderen schwirren im Hinterkopf herum und können die eigene Wahrnehmung und Beurteilung beeinflussen. Solche Dinge lassen sich nicht ungehört machen und wollen erst einmal widerlegt werden. Das gilt auch dann, wenn Sie ansonsten wenig voreingenommen sind. So kann jeder in Vorurteile gegen andere Personen hereinrutschen.

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Voreingenommenheit stört die Gemeinschaft

Wir alle haben unsere Schubladen im Kopf, die das Denken erleichtern sollen. Alles wird in Kategorien wahrgenommen und zum bestehenden Bild hinzugefügt, dass wir unbewusst bereits vorgefertigt haben. Klingt nützlich, hat jedoch das große Problem: Nicht jeder Mensch passt in eine Schublade und schon gar nicht möchte man sich in eine solche hereinstopfen lassen.

Voreingenommenheit basiert aber nicht nur auf Vorurteilen und Klischees. Es kann ein direktes Resultat des Verhalten anderer Menschen sein. Ein einfaches Beispiel: Der Kollege hat im gemeinsamen Projekt nicht mit Kompetenz und Engagement überzeugt, sondern fiel nur durch Faulheit und mangelnde Kenntnisse auf. In Zukunft werden Sie diesem Kollegen gleich anders begegnen. Von nun an sind Sie voreingenommen, weil Sie schlechte Erfahrungen gemacht haben. Dabei ist es egal, ob der- oder diejenige sich inzwischen gebessert hat, es ein einmaliger Ausrutscher war oder sich nie wieder etwas zuschulden kommen lässt.

Ihr Gegenüber fühlt sich von nun an – ob berechtigt oder nicht – unfair behandelt und vielleicht sogar ausgeschlossen. Er versteht nicht, warum Sie ihm abweisend gegenübertreten, besonders dann, wenn Sie allen anderen gegenüber offen und freundlich sind. An einem solchen Szenario kann die gesamte Gruppe zerbrechen, wenn sich unterschiedliche Lager bilden.

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Selbsttest: Sind Sie voreingenommen?

Voreingenommen? Das sind immer nur die anderen… Wirklich? Die meisten Menschen sprechen sich von vorgefertigten Meinungen und einer voreingenommenen Einstellung frei. In vielen Fällen stimmt das aber nicht. Und bei Ihnen? In unserem Selbsttest können Sie es herausfinden. Der Test besteht aus insgesamt fünf Fragen, für die Antworten erhalten Sie eine unterschiedliche Punktzahl. Bitte addieren Sie die Werte der Antworten zusammen, für die Sie sich entscheiden. Am Ende gelangen Sie anhand Ihrer Punktzahl zur Auswertung.

Beim Selbsttest gilt: Antworten Sie möglichst ehrlich und wählen Sie die Alternativen aus, die Sie wirklich beschreiben. Das Ziel ist eine möglichst realistische Selbsteinschätzung – und nicht, ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen.

1. Sind Sie in der Lage, anderen Fehler und Fehltritte zu verzeihen?

  • Das kommt auf die Situation an. Hat sich jemand wirklich daneben benommen, fällt es mir recht schwer, anderen zu verzeihen. (2 P.)
  • Ehrlicherweise würde ich mich selbst eher als nachtragend bezeichnen. Ich halte es nicht jedem offen vor, doch ich weiß noch sehr genau, was passiert ist. (3 P.)
  • Ich hasse es, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Jeder hat mal einen schlechten Tag oder vergreift sich im Ton. Vergeben und vergessen… (1 P.)

2. Haben Sie Vorurteile gegenüber bestimmten Menschen? Beispielsweise Blondinen oder besonders junge Kollegen?

  • Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich zu Vorurteilen greife und Menschen vielleicht etwas vorschnell beurteile. (3 P.)
  • Ich bin stolz darauf sagen zu können, dass ich versuche, wirklich jedem Menschen völlig offen entgegenzutreten. Jeder bekommt von mir die gleiche Chance. (1 P.)
  • Ich glaube man kann sich nicht gänzlich dagegen wehren, aber ich versuche mich nicht von Vorurteilen beeinflussen zu lassen. (2 P.)

3. Haben Sie ein starkes Gefühl, was richtig und was falsch ist?

  • Ja, aber ich möchte meine Vorstellungen anderen nicht aufzwingen. (1 P.)
  • Ja, bei einigen Dingen bin ich aber durchaus zu Kompromissen bereit und kann andere Meinungen akzeptieren. (2 P.)
  • Ja, ich habe eine klare Vorstellung davon, was mir wichtig ist und welche Werte und Eigenschaften ich von mir und anderen erwarte. (3 P.)

4. Sehen Sie sich selbst häufig in Konkurrenz zu anderen und stellen Vergleiche auf?

  • Ich kann nur schlecht verlieren und sehe in allem einen direkten oder indirekten Wettbewerb. Wo es möglich ist, möchte ich besser sein als andere. (3 P.)
  • Mit meinen Kollegen sehe ich mich schon in Konkurrenz, aber im privaten Umfeld vergleiche ich mich nicht mit Freunden oder Familienmitgliedern. (2 P.)
  • Ich kann zwar Vorbilder als Inspiration nutzen, glaube aber nicht, dass es etwas bringt, sich selbst ständig nur mit anderen zu vergleichen. (1 P.)

5. Lernen Sie schnell neue Leute kennen?

  • Neue Kontakte machen mir großen Spaß, ich mag unterschiedliche Menschen, gehe gerne auf andere zu und baue so recht schnell neue Bekanntschaften auf. (1 P.)
  • Ich habe mein persönlichen Freundeskreis und ein berufliches Netzwerk. Allerdings tue ich mich schwer damit, diese zu erweitern. (3 P.)
  • Schnell würde ich nicht unbedingt sagen, aber Probleme mit neuen Kontakten habe ich eigentlich auch nicht. (2 P.)

Sind Sie voreingenommen? Auswertung des Selbsttests

Wie viele Punkte haben Sie durch Ihre Antworten gesammelt? Hier finden Sie die entsprechenden Auflösungen!

5 bis 8 Punkte

Voreingenommen? Für Sie höchstens ein Thema am Rande. Sie behandeln wirklich jeden gleich und geben jedem eine faire Chance. Sie lassen sich nicht von anderen in Ihrem Urteil beeinflussen, sondern machen sich selbst ein Bild. Dabei ist es auch egal, ob sich jemand mal einen Fehler Ihnen gegenüber erlaubt.

Mit Ihrer Art machen Sie es anderen leicht, gut mit Ihnen zurecht zu kommen und Sie tragen zu einer positiven Atmosphäre bei. Achten Sie aber darauf, sich nicht zu oft auf die Füße treten oder gar ausnutzen zu lassen. Sonst versuchen andere aus Ihrer offenen Art einen Vorteil zu gewinnen.

9 bis 12 Punkte

Sie landen im gesunden Mittelfeld. Sie sind nicht grundsätzlich voreingenommen, können sich aber durchaus schnell eine Meinung über Personen bilden, wenn diese Ihnen dafür einen Anlass geben oder Sie im Vorfeld stichhaltige Informationen und Hinweise von anderen bekommen.

Wichtig ist, dass Sie unterscheiden, wann ein schnelles Urteil sinnvoll und angebracht ist und wann Sie sich besser selbst ein Bild machen sollten. Sonst begegnen Sie anderen mit Skepsis oder gar Ablehnung, obwohl diese es überhaupt nicht verdienen. Gelingt Ihnen das, sind Sie auf einem guten Weg.

13 bis 15 Punkte

Ihre Antworten sagen deutlich: Sie sind voreingenommen! Den Menschen in Ihrem Umfeld machen Sie es damit sehr schwer, weil Ihre Meinung längst feststeht, bevor der erste Kontakt stattfindet. Sie haben Vorurteile, vorgefertigte Ansichten und Denkschubladen, von denen Sie nicht abweichen können.

Ihre Lieblingskollegen und Freunde behandeln Sie besonders gut, mögen Sie jemanden nicht, lassen Sie ihn das aber auch spüren. Versuchen Sie anderen offener zu begegnen und machen Sie sich erst selbst ein Bild, bevor Sie ein Urteil fällen. Auch müssen Sie lernen, anderen zu verzeihen und Ihre eigenen Meinungen kritisch zu hinterfragen.



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[Bildnachweis: Doppelganger4 by Shutterstock.com]

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