Jobabsage: 9,5 Tipps für bessere Chancen
Sie haben dutzende von Bewerbungen geschrieben. Täglich sind Sie erwartungsvoll zum Briefkasten gelaufen und haben hundert Mal Ihre E-Mails gecheckt. Am Ende ist es doch nur ein dicker Briefumschlag mit Ihren Unterlagen geworden und einem Schreiben auf dem steht: Wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen... Eine Bewerbungsabsage, mal wieder! Die Enttäuschung ist groß, besonders wenn es sich um den Traumjob handelte. Sie sind frustriert und fühlen sich zurückgewiesen. Kopf hoch! Die folgenden 9,5 Tipps helfen Ihnen, mit der Enttäuschung umzugehen und mit mehr Chancen in die nächste Bewerbungsrunde zu starten...

Absagen: Das Gefühl versagt zu haben

Eine Absage schmerzt immer. Wir müssen ohnmächtig zusehen, wie sich unsere Wünsche und Träume mit diesem Job in Luft auflösen. Obendrein steckte viel Mühe im wohl formulierten Anschreiben. Und dann kommt als Retour nur so ein herzloser Standardbrief...

Als besonders frustrierend empfinden es die meisten Bewerber, dass die Absage ohne Angabe von Gründen ausgesprochen wird. Damit bleiben sie im Ungewissen, woran die Bewerbung letztendlich gescheitert ist. So wird einem auch noch die Chance genommen, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Eigentlich...

Der Umgang mit einer Niederlage

ollyy/shutterstock.comNiemand gibt gerne zu, gescheitert zu sein. Dennoch ist es wichtig, sich mit der Niederlage bewusst auseinander zu setzen. Nur so kann sie lehrreich sein für die Zukunft. Wobei jeder mit derlei Absagen anders umgeht.

Grob gesagt gibt es zwei Arten, mit einer Niederlage umzugehen:

  1. Das Stehaufmännchen

    Diese Menschen kann nichts erschüttern. Obwohl sie unter einer Absage leiden, lassen sie sich nicht entmutigen. Sie bleiben optimistisch und haben genug Selbstbewusstsein, auch weiterhin ihre Ziele in Angriff zu nehmen. Wenn man dem Stehaufmännchen Steine in den Weg legt, baut es ein Haus daraus. Dieser Typ hat das, was die Wissenschaft Resilienz nennt.

  2. Der Schwarzseher

    Diese Menschen können schlecht mit Niederlagen umgehen und nehmen diese immer persönlich. Bereits eine Absage genügt, damit der Schwarzseher seine komplette berufliche Zukunft infrage stellt. Er zerfließt in Selbstmitleid und grübelt Wochen und Monate über die Gründe. Ihm fällt es besonders schwer weiterzumachen.

Falls Sie der zweite Typ sind (oder irgendwo zwischen den beiden Polen), sollten Sie weiterlesen.

Tipps für bessere Chancen in der Zukunft

Im Folgenden finden Sie Tipps, die Ihnen helfen sollen, den Kopf nicht hängen zu lassen und Ihre Bewerbungschancen künftig zu verbessern:

  1. Erlauben Sie sich zu trauern

    Nehmen sie sich ruhig die Zeit, traurig zu sein und Trübsal zu blasen. Wenn es hilft, können Sie schreien, heulen oder fluchen - aber nicht länger als 24 Stunden. Doch machen Sie nicht den Fehler und nehmen die Absage persönlich. Kein Personalchef versucht Ihnen persönlich zu schaden. Wenn Sie eine Absage erhalten, passen Sie einfach nicht in das Auswahlraster des Unternehmens.

  2. Prüfen Sie, wo Ihre Fehler lagen

    Ihr Ziel ist es, aus dieser Erfahrung zu lernen. Auch wenn es kein Feedback gibt: Gehen Sie noch einmal Ihre Bewerbungsunterlagen durch und überlegen Sie, was Sie hätten besser machen können. Gibt das Anschreiben Ihre Motivation überzeugend wieder? Ist Ihr Lebenslauf lückenlos und entspricht er den formalen Kriterien? Sehen Sie die Absage als Möglichkeit, Ihre Schwächen zu erkennen und Ihre Selbstwahrnehmung zu reflektieren.

  3. Suchen Sie Inspirationsquellen

    Viele Menschen waren bereits an dem Punkt, an dem Sie jetzt stehen. Schöpfen Sie aus den Erfahrungen und Lebensläufen erfolgreicher Menschen Inspiration. Wie sind diese mit Rückschlägen umgegangen? Was waren ihre nächsten Schritte?

  4. Schließen Sie damit ab

    Wenn Sie sich konstruktiv mit der Absage auseinandergesetzt haben, sollten Sie diese auf sich beruhen lassen. Es wird Ihnen nicht helfen und auch nicht zu neuen Erkenntnissen führen, wenn Sie wochenlang über die Gründe nachdenken.

  5. Verfeinern Sie die Arbeitgebersuche

    Vielleicht haben Sie sich beim letzten Mal zu sehr auf einen (Traum-)Arbeitgeber fokussiert. Es gibt aber weitaus mehr mit ebenfalls interessanten Stellenprofilen. Nutzen Sie die Gelegenheit, den Suchradius zu erweitern. Womöglich entdecken Sie so einen noch viel besseren Job.

  6. Arbeiten Sie der latenten Prägung entgegen

    Oft sind wir bei der Berufswahl festgelegt, ohne es zu ahnen. Fachleute sprechen dabei von der latenten Prägung. Hinterfragen Sie also Ihre Suchtechnik und Suchbegriffe für Jobbörsen. Probieren Sie hierbei neue und synonyme Begriffe aus, um so Jobs zu finden, die ebenfalls passen, an die Sie aber nie gedacht hätten.

  7. Suchen Sie nach alternativen Einstiegen

    Gerade wenn Sie noch am Anfang Ihrer Karriere stehen, kann es schwierig sein, den Einstieg sofort über eine feste Stelle zu finden, weil Ihnen noch die Berufserfahrungen fehlen. Ein Teufelskreis: Ohne Erfahrungen kein Job; ohne Job keine Erfahrungen... Überlegen Sie sich in dem Fall Alternativeinstiege: ein Praktikum zum Beispiel.

  8. Ziehen Sie Profis zu Rate

    Man kann nicht alles können. Und wenn Sie mit Ihrer Bewerbung partout nich ankommen, aber auch nicht weiter wissen, sollten Sie sich einen Profi zur Unterstützung suchen. Zugegeben, die Auswahl ist schwer, weil es auf dem Markt auch viele Quacksalber gibt. Entscheidend ist hier die Erfahrung und Reputation - schöne Webseiten sind nur das: schöne Webseiten. Standardpreise liegen bei rund 150 Euro pro Stunde. Sparen Sie hierbei nicht am falschen Ende. Auch ein spezielles Bewerbungstraining kann eventuell helfen. Aber das zahlt sich aus, sobald Sie den Job haben.

  9. Fragen Sie nach Feedback

    Der Versuch ist nicht verboten. Finden Sie selbst keinen Grund für die Absage, ist es durchaus legitim, beim Unternehmen nachzuhaken. Das machen Sie am besten telefonisch, so steigen die Chancen, wenigstens etwas zu erfahren. Dafür brauchen Sie allerdings Mut - und müssen damit rechnen, keine ehrliche Antwort zu bekommen. Trotzdem lassen sich manchmal zwischen den Zeilen eine Antwort oder ein paar Hinweise finden.

    Extra-Tipp: Kontakt pflegen

    Extra-Tipp-IconLäuft das Feedbackgespräch gut und der Personalchef ist nicht generell abgeneigt, Sie (irgendwann mal) einzustellen, sollten Sie den Kontakt zum Unternehmen aufrechterhalten. Signalisieren Sie, ohne aufdringlich zu sein, dass Sie immer noch Interesse an einer Beschäftigung im Unternehmen haben. Verfolgen Sie kontinuierlich die Social-Media-Kanäle, damit zeigen Sie, dass Sie sich auch weiterhin mit dem Unternehmen auseinandersetzen. Bieten Sie dem Personalchef an, die Unterlagen zu behalten. Handelt es sich um ein Traineeprogramm, könnten sie erfragen, ob eine Bewerbung im nächsten Jahr Chancen hat.


Jobabsage: Es geht weiter...

So oder so: Machen Sie Ihr Selbstwertgefühl nicht von irgendwelchen Bewerbungsabsagen abhängig. Sie sind nicht der Job! Beweisen Sie jetzt erst recht Kampfgeist und machen Sie weiter - Biss und Disziplin zahlen sich schließlich auch später im Beruf aus.

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