Bewerbungskiller-Fehler-Frust-Facepalm
Viele Bewerber empfinden bereits die Suche nach einer passenden Stelle als große Herausforderung. In vielen Fällen trifft das auch zu und so benötigt es eine Menge Durchhaltevermögen, um nicht frustriert aufzugeben, wenn auch nach mehreren Wochen nur eine handvoll passender Stellenangebote gefunden wurden. Hat Ihre Suche dann endlich Früchte getragen, erhoffen Sie sich natürlich möglichst viele positive Rückmeldungen auf Ihre Bewerbung. Doch gerade hier lauern viele Fallstricke, mit denen Sie sich selbst aus dem Rennen werfen können. Um Sie vor diesem Schicksal zu bewahren und Ihrer Bewerbung zum Erfolg zu verhelfen, haben wir die häufigsten und gefährlichsten Bewerbungskiller für Sie zusammengefasst, damit Sie diese bitte auf jeden Fall vermeiden...

Bewerbungskiller: Beachten Sie die Grundlagen

Als Bewerber wünschen Sie sich eine perfekte Bewerbung, die einem Personaler keine andere Wahl lässt, als Sie zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen. Das ist ein hohes Ziel, doch damit Sie überhaupt in die Nähe davon kommen können, müssen Sie bereits bei den einfachen Grundlagen große Sorgfalt an den Tag legen.

Diese Basics gehören zwar zum kleinen Einmaleins jedes Bewerbers, aber dennoch passieren hier immer wieder Fehler, die leicht vermieden werden könnten. Und genau deshalb sind es Bewerbungskiller, da beim Unternehmen der Eindruck entsteht, Sie hätten sich entweder keine Mühe gegeben, oder würden nicht einmal über die einfachsten Grundlagen verfügen. Aus diesem Grund haben wir noch einmal eine Übersicht mit den wichtigsten Dingen für Sie erstellt:

  • Das Bewerbungsschreiben. Das Anschreiben ist ein wichtiger Teil Ihrer Bewerbung. Daher sollten Sie genau wissen, wie es aufgebaut ist und welche Inhalte hineingehören und worauf Sie besser verzichten. In unserem Dossier zum Thema Bewerbungsschreiben finden Sie alle wichtigen Informationen.
  • Der Lebenslauf. Hier müssen Sie Personaler von Ihren Qualifikationen überzeugen und beweisen, dass Sie die erforderten Fähigkeiten mitbringen, daher werfen Fehler im Lebenslauf ein schlechtes Licht auf den Bewerber. Bei der Erstellung sollte unbedingt auch auf Details geachtet werden, um das Interesse des Personalers nicht zu verlieren. Hier finden Sie Tipps zum tabellarischen Lebenslauf.
  • Die Vollständigkeit. Es ist zwar nur ein Flüchtigkeitsfehler, doch es ist ein absoluter Bewerbungskiller. Versenden Sie eine unvollständige Bewerbung, landet diese umgehend auf dem Stapel der Absagen. Unsere Checkliste für die Bewerbung hilft Ihnen dabei, an alles zu denken.

Das ist der größte Fehler in der Bewerbung

Extra-Tipp-IconAmy Adler hat in Ihrem Leben schon mehr als 4000 Bewerbungen gelesen. Ihr Fazit: Der größte Fehler, den vor allem (bislang) Erfolgreiche in Ihrem Anschreiben machen, ist eine ego-zentrierte Perspektive einzunehmen: "Die Leute haben tolle Karrieren und schreiben darüber, was sie schon alles erreicht haben", sagt Amy Adler. "Aber kaum einer macht sich Gedanken darüber, was seine künftige Rolle sein wird und wie seine Fähigkeiten darauf einzahlen." Das aber sei für die Leser und Personaler allein relevant und entscheidend.

Zum Beispiel würden die meisten etwas in der Art schreiben, wie...

Ich habe schon dies und das gemacht und dabei 16 Prozent und 150.000 Euro eingespart.

Das sei eine tolle Leistung, keine Frage. Wichtiger aber sei es eben diese Berufserfahrung auf die künftige Position anzuwenden, "zu übersetzen" und zu zeigen, wie dieses Wissen dem Arbeitgeber in spe nutzt.

Das schreiben wir übrigens auch schon seit Jahren: Bewerber sollten stets den Mehrwert, den Sie für das Unternehmen mitbringen, in den Vordergrund stellen - nicht die bisherigen Leistungen.

Bewerbungskiller: 7 Fehler, die Ihre Chancen verringern

Bewerbungskiller-Verzweiflung-FrustLeider hört die Liste der Bewerbungskiller an dieser Stelle noch lange nicht auf. Es gibt eine ganze Reihe an Fehlern, mit denen Sie Ihre Chancen auf einen neuen Job schneller zunichte machen, als Ihnen lieb sein dürfte. Die größte Fehlerquelle: Das Anschreiben. Es ist das A und O Ihrer Bewerbung, doch gerade deshalb bietet es eine ganze Reihe an Fettnäpfchen und ernsthaften Bewerbungskillern. Damit Ihre Bewerbung zu einem Erfolg wird, haben wir sieben Fehler aufgelistet, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

  1. Übertriebene Anbiederei

    In Ihrer Bewerbung wollen Sie hervorheben, wie gerne Sie für genau diesen Arbeitgeber tätig sein wollen. Grundsätzlich eine gute Idee, doch sollten Sie dabei nicht zu dick auftragen. Ihre Motivation sollten Sie darstellen, doch es wird Ihnen nicht viel bringen, wenn Sie in jedem zweiten Satz erwähnen, dass es schon immer Ihr Wunsch war, für das Unternehmen zu arbeiten. Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre eigenen Qualifikationen. Damit gelingt es Ihnen, Personaler von sich zu überzeugen.

  2. Ideenloser Einheitsbrei

    Heutzutage kommt niemand mehr damit aus, nur eine oder zwei Bewerbungen zu verschicken. Bis der passende Job gefunden ist und auch die Zusage kommt, versenden die meisten Bewerber so viele Unterlagen, dass Sie irgendwann aufhören zu zählen. Oft gehen diese Massenbewerbungen aber zu Lasten der Qualität. Es reicht eben nicht, an jeden Arbeitgeber die gleiche Bewerbung zu verschicken, und nur das Datum und den Namen des Unternehmens zu ändern. Personaler merken dies ohnehin sofort und strafen die fehlende Mühe mit einer Absage.

  3. Fehlende Aussagekraft

    Ja, es gibt Formulierungen, die sich in vielen Bewerbungen finden. Das bedeutet aber nicht, dass Sie gut sind. Sehr geehrte Damen und Herren, mit großem Interesse habe ich ... Damit sagen Sie nur, dass Sie sich selbst wenig Gedanken gemacht haben und Ihnen auch nichts besseres eingefallen ist. Gleiches gilt für Floskeln wie belastbar, flexibel und zuverlässig, die je nach Stellenausschreibung gerne ohne weiteren Kommentar in die eigene Bewerbung aufgenommen werden.

  4. Unehrliches Eigenlob

    Die Konkurrenz und die Erwartungen vieler Arbeitnehmer sind groß. Da kann es verlockend sein, den eigenen Lebenslauf und das Anschreiben ein wenig zu pimpen und zusätzliche Qualifikationen zu erfinden. Dass dies eine dumme Idee ist, sollte jedem klar sein. Spätestens wenn Sie im Vorstellungsgespräch darauf angesprochen werden oder im Arbeitsalltag eben diese Qualifikation verlangt wird, fliegt Ihre Lüge auf - und Sie in hohem Bogen aus dem Unternehmen.

  5. Arrogantes Auftreten

    Der Grat zwischen Selbstbewusstsein und Arroganz ist schnell überschritten. Zwar sollen Sie Ihre Stärken in den Vordergrund stellen, sie sollten aber darauf verzichten, sich über andere zu erheben oder gar anzudeuten, dass Sie für die Stelle überqualifiziert seien. Formulierungen im Stil von Meine Qualifikationen heben mich deutlich von anderen Bewerbern ab wirken meist nur arrogant. Stellen Sie stattdessen Ihre Leistungen und Erfolge mit den passenden Belegen dar. So kann der Personaler selbst zu dem Schluss kommen, dass Sie die beste Wahl sind.

  6. Unnötiges Tiefstapeln

    Auf der anderen Seite ist es aber ebenso wenig angebracht, dass Sie Ihr eigenes Licht unter den Scheffel zu stellen. Gerade Frauen neigen häufiger dazu, die eigenen Talente und Fähigkeiten schlechter darzustellen, als sie in Wahrheit sind. Hier gilt: Setzen Sie auf Ehrlichkeit. Eine Bewerbung ist - wie der Name schon sagt - immer auch Werbung für sich selbst. Wenn Sie etwas besonders gut können oder ein großes Projekt erfolgreich geleitet haben, dürfen Sie dies gerne auch erwähnen.

  7. Frustrierte Bewerbung

    Leider waren meine bisherigen Bemühungen, einen neuen Job zu finden, erfolglos.. Auf diese Weise wird gerne die bisherige Jobsuche in einer Bewerbung erwähnt. Aber im Grunde sendet dieser Satz die vollkommen falschen Botschaften. Sie haben sich bereits bei vielen anderen Unternehmen beworben, die Sie dem aktuellen Empfänger vorgezogen haben. So entsteht der Eindruck, der Arbeitgeber sei nur eine Art Notlösung für Sie. Außerdem steht sofort die Frage im Raum: Wenn die Konkurrenz Sie nicht haben wollte, warum sollte dieser Arbeitgeber Sie dann nehmen?

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[Bildnachweis: Pretty Vectors, HomeArt by Shutterstock.com]

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