E-Learning: Definition, Vorteile, Tipps + starke Tools

Die Digitalisierung durchzieht alle Lebensbereiche. E-Learning ist längst fester Bestandteil in Studiengängen, Kursen und Weiterbildungen. Zunehmend kommt es im Job zum Einsatz, um Wissen zu vermitteln. Zudem nutzen wir alle verschiedensten Arten des digitalen Lernens. Jeden Tag, oftmals unbewusst und in Gewohnheiten etabliert. Umso wichtiger ist es, sich damit zu beschäftigen, die Vorteile zu verstehen und das Konzept richtig einzusetzen. Was Sie zu E-Learning wissen sollten und wie das elektronische Lernen zum Erfolg wird…

E-Learning: Definition, Vorteile, Tipps + starke Tools

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Definition: Was fällt alles unter E-Learning?

Der Begriff E-Learning (abgekürzt von Electronic Learning) bezeichnet die Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen durch unterschiedliche elektronische, technische und digitale Hilfsmittel. Gemeint sind sowohl die Präsentation und Aufbereitung der Inhalte als auch die Verbreitung zur Zielgruppe. Andere Begriffe synonym zu E-Learning sind:

  • Computerbasiertes Lernen
  • Online-Lernen
  • E-Didaktik
  • Multimediales Lernen

Eine weit gefasste Definition sieht in E-Learning alle Formen elektronischen Lernens. Dazu zählt auch, wenn Sie sich ein Online-Video mit Erklärungen anschauen, online einen Artikel zu einem Thema lesen oder einen unbekannten Begriff googeln. Hochschulen wie die Universität Bayreuth oder die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) und andere Bildungsstätten legen den Begriff enger aus.

Demnach bezeichnet E-Learning einen elektronisch unterstützten Lernprozess. Der beinhaltet E-Learning-Methoden, die in didaktische und pädagogische Konzepte eingebunden sind. Beispielsweise bei klassischen Kursen oder Seminaren, die auf digitale Medien zurückgreifen.

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Welche E-Learning Plattformen gibt es?

Mittlerweile gibt es zahlreiche E-Learning Plattformen. Vielen Eltern und Schülern dürfte seit Corona der Fernunterricht mittels Iserv ein Begriff sein. E-Learning Plattformen ermöglichen aber auch bequem das Selbststudium vom heimischen Sofa oder im Café um die Ecke. Je nach Bedarf können sich Bildungshungrige einen gewünschten Kurs herunterladen und bequem über Handy oder Laptop lernen. Nachfolgend stellen wir die fünf bekanntesten E-Learning Plattformen vor:

1. Udemy

Die amerikanische E-Learning Plattform Udemy (aus „you“ und „academy“ gebildet) zählt zur weltweit größten. Über 50 Millionen Lernwillige aus über 190 Ländern greifen darauf zurück. Inhaltlicher Schwerpunkt sind berufsnahe Themen zu Programmierung, IT, Marketing und Design. Die Online-Kurse sind häufig als Video verfügbar, aber auch Powerpoint-Präsentationen und diverse andere Dateien lassen sich hochladen. Nutzer haben die Wahl zwischen zahlreichen Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Polnisch und Türkisch. Preislich ist für jeden etwas drin: Manche Kurse sind kostenlos, andere kosten zwischen 10 und 180 Euro.

2. Blinkist

Zu den deutschen E-Learning Plattformen zählt Blinkist. Hier können Sie aus zahlreichen Sachbüchern und Bildungs-Podcasts auf Deutsch und Englisch wählen. Aus unterschiedlichsten Themen bietet Blinklist die Werke in konzentrierter Form als Zusammenfassung, wahlweise als Audio- oder Textdatei. Nutzer haben die Möglichkeit zu einem siebentägigen Probeabo. Wenn Sie sich für ein Jahr festlegen, zahlen Sie sieben Euro pro Monat. Dreizehn Euro fallen an, wenn Sie monatlich zahlen.

3. Studysmarter

Speziell an Schüler und Studierende richtet sich die deutsche E-Learning Plattform Studysmarter. Sie hilft dabei, aus Texten relevante Passagen zu filtern und in Karteikarten umzuwandeln. Aber sie ermöglicht nicht nur, eigene Lernunterlagen zu erstellen. Die Nutzer können ebenso ihre Unterlagen und ihr Wissen anderen zur Verfügung stellen. Das Praktische: Mit Studysmarter können Sie auch einen individuellen Lernplan für die Prüfungsvorbereitung erstellen. Für den Einstieg und zur Selbstorganisation ist diese Lernapp ideal, denn sie ist völlig kostenlos, lediglich ein Nutzerkonto müssen Sie erstellen.

4. Duolingo

Wer eine Fremdsprache lernen möchte, hat vielleicht ebenfalls schon mit E-Learning geliebäugelt. Der amerikanische Anbieter Duolingo bietet eine kostenlose Basisversion, die sich mit kostenpflichtigen Kursen aufstocken lässt. Das hierzulande bekannte deutsche Pendant, Babbel, bietet E-Learning in derzeit 14 Sprachen an. Darunter zahlreiche europäische, aber auch Indonesisch und Türkisch. Je nach Abonnement zahlen Nutzer zwischen zehn und dreizehn Euro monatlich.

5. Linkedin Learning (Lynda)

Auch die E-Learning Plattform Linkedin Learning nutzt sogenannte MOCCs, Massive Open Online Courses (etwa: riesige offene Onlinekurse). Hervorgegangen aus der amerikanischen Plattform Lynda, richtet sich Linkedin Learning gezielt an Nutzer, die ihren nächsten Karriereschritt planen. Die Kurse umfassen Businessthemen wie Selbstorganisation im Homeoffice, Projektmanagement oder agile Methoden. Die Kosten richten sich je nach Nutzerkonto: Privatpersonen können bereits ab zehn Euro pro Monat auf Inhalte zugreifen, Studentenrabatte sind ebenso möglich. Teurer wird es für Unternehmen ab knapp 50 Euro monatlich bei einem Jahresabo.

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E-Learning Formen

E-Learning sollte auf die Zielgruppe sowie die zu vermittelnden Inhalte zugeschnitten sein. Es existieren verschiedene Formen des E-Learnings, die sich teilweise überschneiden:

Digitale Lerninhalte

Die einfachste und wohl bekannteste Form des E-Learnings sind Lerninhalte, die in digitaler Form angeboten werden. Die Teilnehmer bekommen Informationen und Erklärungen in einer Art Präsentation zur Verfügung gestellt. Jeder klickt sich Seite für Seite durch die Inhalte. Am Ende einer solchen Einheit wartet meist ein kleiner Test, der das Gelernte abfragt und zur Kontrolle dient. Diese Form des E-Learnings nennt sich auch Web Based Training.

Content Sharing

Gerade für Schüler und Studenten ist das Prinzip des Content Sharing interessant. Es geht im Kern darum, eigene Lernunterlagen mit anderen zu teilen. So können etwa Zusammenfassungen und Mitschriften aus Vorlesungen zu bestimmten Themen weitergegeben, geteilt oder gemeinsam genutzt und bearbeitet werden. Diese Form des E-Learning kann sich auch für Unternehmen eignen, um Informationen zu teilen.

Web Based Collaboration

Eng damit verbunden ist das sogenannte Web Based Collaboration, also die webbasierte Zusammenarbeit. Hier können Sie gezielt Lernaufgaben und Übungen digital gemeinsam mit anderen bearbeiten. Statt gemeinsam am Tisch zu sitzen, nutzen die Teilnehmer das Internet, um zu lernen, Problemlösungen zu erarbeiten und am Ende ein Ergebnis zu präsentieren.

Video-Kurse

Videoinhalte gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dies gilt auch für das E-Learning. Statt die Inhalte in Textform anzubieten, setzen viele Kurse auf Videos. Diese können animierte Text- oder Grafikelemente enthalten. Eine beliebte Variante sind Expertenvideos. Hier widmet sich ein Experte aus dem Bereich seinem Fachgebiet und erklärt, was Teilnehmer des Kurses zu diesem Thema wissen sollten.

Online-Vorlesungen

E-Learning bedeutet nicht zwangsläufig, dass keine Interaktion mit anderen Lernenden oder einem Dozenten stattfindet. Einige Plattformen und Software-Lösungen bieten die Möglichkeit, eine digitale Vorlesung zu halten. Statt in einem Hörsaal oder Kurszimmer sitzen die Teilnehmer dabei an Ihren Laptops oder Computern und schalten sich von dort aus in das digitale Klassenzimmer zu.

Blended Learning

Hierbei handelt es sich um eine Mischform des E-Learning: Einen Teil bilden klassische Präsenzveranstaltungen, die mit multimedialen Lehrmethoden kombiniert werden. Heraus kommt die Mischung, das sogenannte Blended Learning.

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Vorteile von E-Learning

Wieso setzen immer mehr auf elektronisches Lernen? Die Antwort: Weil es viele Vorteile mitbringt und in einigen Bereichen deutlich besser ist als andere, klassische Formen der Wissensvermittlung. Von diesen Pluspunkten können Sie profitieren:

  • Völlige Ortsunabhängigkeit

    Niemand ist an einen bestimmten Ort gebunden. Ob vom heimischen Schreibtisch, unterwegs am Laptop oder im Büro. E-Learning ist überall möglich, solange eine Internetverbindung besteht.

  • Zeitliche Unabhängigkeit

    Viele Formen des E-Learnings sind zudem zeitlich unabhängig. Ausnahme: Online-Vorlesungen oder andere Kurse, bei denen sich die Teilnehmer in einer Art digitalen Klassenzimmer treffen und zeitgleich Inhalte besprechen.

  • Eigener Rhythmus

    Beim E-Learning kann jeder im eigenen Tempo lernen. Wer Schwierigkeiten hat und etwas fünf Mal lesen muss, um es zu verstehen, kann sich diese Zeit nehmen. Es muss nicht eine Geschwindigkeit für alle Beteiligten eingehalten werden.

  • Gleichbleibende Qualität

    Ein E-Learning Angebot liefert jedes Mal aufs Neue dieselbe Qualität in der Wissensvermittlung. Wenn Dozenten wechseln, Kurse ausfallen oder Störungen auftreten, kann die Qualität in anderen Lehrformen durchaus variieren.

  • Leichte Aktualisierungen

    Das Material im E-Learning kann ohne großen Aufwand und jederzeit aktualisiert werden. So ist es kein Problem, fortlaufend neue Inhalte bereitzustellen oder vorhandene Angebote zu überarbeiten.

  • Deutliche Kostenersparnisse

    Ein Kurs, zu dem alle Teilnehmer anreisen müssen und möglicherweise ein Hotel benötigen, ist mit großen Kosten verbunden. E-Learning lässt sich in den meisten Fällen günstiger realisieren.

  • Mehrsprachiges Material

    Mit der nötigen Vorbereitung lassen sich die Inhalte ohne Probleme in mehreren Sprachen anbieten. In Zeiten der Globalisierung kann dies das E-Learning besonders attraktiv machen.

  • Ständige Kontrolle

    Dozenten können beim E-Learning nach jedem Kapitel Fragen und kurze Aufgaben einbauen. Diese Kontrolle stellt sicher, dass die Teilnehmer die vorangegangenen Inhalte verstanden haben und anwenden können, bevor sie darauf aufbauendes Wissen konsumieren.

  • Verschiedene Lerntypen

    Die Kombination verschiedener E-Learning-Mittel – beispielsweise Videos, interaktive Grafiken, Texte, Aufgaben – spricht mehrere Lerntypen an. Das verbessert das Lernergebnis.

  • Größere Selbstständigkeit

    E-Learning erzieht die Teilnehmer zu mehr Selbstständigkeit. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, die Inhalte in der vorgegebenen Zeit zu erarbeiten. Das erhöht Selbstorganisation und Disziplin.

Tipps für erfolgreiches E-Learning

Ein E-Learning Angebot eignet sich für die unterschiedlichsten Bereiche. Im Studium an Hochschulen ist es bereits selbstverständlich. In Fortbildungen und Kursen kommt es häufig zum Einsatz und Unternehmen erkennen zunehmend das Potenzial, um Mitarbeiter zu schulen. Damit eine E-Learning Plattform zum Erfolg wird, sollten Dozenten und Nutzer ein paar Aspekte beachten. Mit diesem Tipps wird E-Learning zum Erfolg:

  1. Achten Sie auf Benutzerfreundlichkeit

    Eine E-Learning Plattform sollte leicht zu bedienen, übersichtlich und insgesamt benutzerfreundlich sein. Finden sich die Teilnehmer in der Software nicht zurecht, leidet das Lernergebnis. Eine möglichst intuitive Bedienung und Navigation sollte deshalb Priorität haben. Es empfiehlt sich, allen Teilnehmern anfangs die E-Learning Plattform zu erklären. So beugt man Missverständnissen und Frust vor und vereinfacht den weiteren Ablauf.

  2. Kennen Sie die Zielgruppe

    Erfolgreiches E-Learning sollte immer auf die Zielgruppe abgestimmt sein, um passende Inhalte zu liefern. Handelt es sich bei den Teilnehmern um Anfänger oder bereits Fortgeschrittene auf dem Gebiet? Erwarten diese eher theoretische Grundlagen oder möglichst praxisnahe Aufgaben? Wenn Sie Ihre Zielgruppe kennen und die Plattform danach ausrichten, steigt die Zufriedenheit. Auch dürfen die Inhalte weder zu leicht noch zu schwierig sein. Anderenfalls bleibt der erwünschte Lerneffekt aus. Die Themen und Aufgaben sollten fordern – nicht überfordern.

  3. Legen Sie Wert auf das Design

    Das Design der E-Learning Plattform ist nicht nur der erste Eindruck, sondern kreiert gleichzeitig die Lernatmosphäre für Teilnehmer. Ein altmodisches Design ist für E-Learning eher unpassend. Wirkt die Plattform hingegen modern, entsteht gleich ein positiver Eindruck.

  4. Setzen Sie auf Interaktivität

    Nutzen Sie die Chancen, die das E-Learning bietet. Bieten Sie die Inhalte nicht nur als Text und Folien an, durch die Teilnehmer sich klicken können. Gestalten Sie das E-Learning spannender und interaktiv. Beliebt sind auch spielerische Elemente. Das steigert den Spaß am Lernen und somit den Lernerfolg. Werden Sie beim Entwurf Ihrer E-Learning Inhalte deshalb ruhig kreativ und probieren Sie aus.

  5. Bleiben Sie in Kontakt

    Größtenteils findet E-Learning selbstständig statt – allerdings sollten Sie die Teilnehmer nicht einfach allein lassen. Bieten Sie einen Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen an. Bitten Sie um Feedback, um die Plattform weiterhin zu verbessern und auf Wünsche sowie Erwartungen eingehen zu können. Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie darauf legen, ob Teilnehmer mit den Inhalten, der Art der Wissensvermittlung sowie der Handhabung zufrieden waren.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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