Berufseinstieg Jobs nach Studium Berufseinsteiger
Nach Ausbildung oder Studium folgt der Schritt, auf den Sie sich jahrelang vorbereitet haben: der Berufseinstieg. Berufseinsteigern offenbart sich der Arbeitsmarkt dabei aktuell in einer schizophrenen Rolle: Sie haben es heute einfacher und schwieriger zugleich. Einerseits bieten sich ihnen aktuell mehr Einstiegschancen und Optionen als jemals zuvor; andererseits sind auch die Ansprüche und der Konkurrenzkampf enorm gewachsen. Entsprechend schwer ist es, sich beim Berufseinstieg aus der Masse abzuheben, zu positionieren und eine der Jobs zu ergattern. Hinzu kommt, dass von Berufseinsteigern heute oft einschlägige Erfahrungen (durch Praktika, Jobs und Abschlussarbeiten) erwartet werden. Gleichzeitig sind sie nun mal Einsteiger auf ihrem Gebiet und müssen sich in der betrieblichen Praxis und dem Branchenumfeld erst einmal orientieren. Ein enormer Spagat, der aber zu meistern ist. Zum Karrierestart und Berufseinstieg haben wir daher alle wichtigen Tipps und Strategien zusammengefasst, die Sie beachten müssen...

Berufseinsteiger Definition: Wer gehört dazu?

Berufseinsteiger DefinitionStarten wir zu Beginn mit einer kurzen Berufseinsteiger Definition: Was sind überhaupt Berufseinsteiger?

Als Berufseinsteiger werden heute in der Regel zwei Gruppen von Arbeitnehmern bezeichnet:

  1. Absolventen

    Wer seine Ausbildung an einer Schule, einem Berufskolleg oder an einer Hochschule beendet hat und nur mit dem ersten Arbeitsvertrag ins Berufsleben startet, ist laut Definition ein Berufseinsteiger. Mit dem Berufseinstieg nach dem Studium gehört man derzeit zur größten Gruppe der Berufseinsteiger.

  2. Umsteiger

    Die zweite Gruppe haben deutlich weniger auf dem Radar. Sie fällt aber ebenfalls unter diese Definition: Quereinsteiger, die eine Umschulung und Weiterbildung erfolgreich absolviert haben und nun bei Null in einem ganz neuen Beruf anfangen. Auch sie sind Berufseinsteiger. Sie haben allerdings insgesamt mehr Erfahrungen im Berufsleben als die erste Gruppe - nur nicht in dem Beruf, in dem sie ihre zweite oder gar dritte Karriere starten.

Gerade als Berufseinsteiger muss man sich oft gegen eine große Konkurrenz durchsetzen, die teilweise mehr Erfahrungen mitbringt. Davon sollten Sie sich aber nicht abschrecken lassen, sondern stets auf die eigenen Qualifikationen konzentrieren.

Um in dem (neuen) Beruf Fuß zu fassen, gibt es wiederum zahlreiche Optionen:

  • Direkteinstieg

    Dieser Einstieg entspricht dem klassischen Weg: Man sucht sich eine passende Stelle, bewirbt sich, bekommt den Job und übersteht hoffentlich die Probezeit.

  • Traineestelle

    Trainees steigen zwar auch direkt ein, jedoch nach einem genau vorgezeichneten Plan und mit dem Ziel, später eine Führungspositionen übernehmen zu können. Dazu werden sie im Unternehmen mittels professioneller Hilfe eingearbeitet und durchlaufen alle wichtigen Abteilungen, um einen möglichst umfassenden Rundumblick zu erhalten. Dafür verdienen sie allerdings in der Regel auch weniger als Direkteinsteiger. Einen umfassenden Ratgeber für Trainees finden Sie HIER.

  • Befristet Beschäftigte

    Diese Variante ist derzeit bei Arbeitgebern besonders beliebt: Die Berufseinsteiger erhalten zunächst nur einen befristeten Arbeitsvertrag - meist für ein oder zwei Jahre. Auf diese Weise wird die Probezeit verlängert und die Belegschaft flexibilisiert. Heißt: Ob man den Job am Ende der Befristung bekommt, ist alles andere als sicher. Immerhin: Die dabei gewonnenen Erfahrungen kann einem keiner nehmen.

  • Werk- und Honorarverträge

    Beide Vertragsverhältnisse sind Formen der freien Mitarbeit: Während ein Werksvertrag für ein klar umrissenes Projekt geschlossen wird und mit dessen Umsetzung endet, bieten Honorarverträge die Basis für regelmäßige Einsätze, ohne dass ein Anstellungsverhältnis zustande kommt. Diese Beschäftigungsverhältnisse dienen nicht nur zur Überbrückung von Arbeitslosigkeit, sondern sind manchmal auch ein Einstieg in eine spätere Festanstellung oder in die Selbständigkeit.

  • Zeitarbeit

    Weil Zeitarbeit die Gelegenheit bietet, in verschiedene Bereiche zu schnuppern, können hier gerade angehende Allrounder die eigenen Fähigkeiten trainieren. Wer noch nicht weiß, welchen Weg er einschlagen soll, kann so in verschiedene Bereiche hineinschnuppern und wertvolle Orientierungshilfen gewinnen. Im Unterschied zu verschiedenen Praktika bleibt hier aber der Arbeitgeber - die Zeitarbeitsfirma - gleich.

  • Praktika

    In gut begründeten Ausnahmefällen ist ein Praktikum nach dem Abschluss durchaus hilfreich: Etwa, wenn während des Studiums grundlegende Fähigkeiten nicht erworben wurden und daran der Berufseinstieg scheitert. Oder wenn ein Absolvent noch absolut keine Ahnung hat, was er eigentlich werden will und nach Orientierung sucht. Für Menschen, die ein Studium zwar beenden, weil sie merken, nicht in diesem Bereich arbeiten zu wollen, bietet ein Praktikum zudem die Chance einer Neuausrichtung.

Die Entscheidung, welchen Weg Sie wählen, kann Ihnen natürlich niemand abnehmen. Manchmal gibt es - mangels Alternativen oder langer Wartezeiten - auch keine große Wahl. Das sollte Sie aber weder frustrieren, noch verunsichern.

Berufseinstieg Jobs: Aktuelle Angebote auf Karrieresprung

Wenn Sie sich gerade vor dem Berufseinstieg befinden, schadet eine kurze Arbeitsmarktrecherche sicher nicht. Schauen Sie sich doch mal in unserer Jobbörse Karrieresprung.de völlig kostenlos und unverbindlich um, was gerade so angeboten wird... Wer weiß, vielleicht ist Ihr Traumjob schon dabei:

Stellenanzeigen finden Sie auf www.karrieresprung.de.


Berufseinstieg: Was muss ich beachten?

Dem Berufseinstieg hängt psychologisch oft ein dramatisiertes Fanal an, Motto: Wenn ich mich dabei falsch entscheide, ist meine ganze Karriere verpfuscht... Zu viel Zickzack, zu wenig Zielstrebigkeit...

Blödsinn! In den meisten Lebensläufen finden sich heute Brüche, Lücken und Ungereimtheiten. Die lineare Kaminkarriere ist ein Auslaufmodell - und das ist auch gut so.

Karriereverlauf - Berufseinstieg nach Studium schwer

Schon umgangssprachlich wird Karriere gemacht und nicht von langer Hand geplant.

Neben Talent, Leistung, Entschlossenheit und Know-how gehört oft auch eine gute Portion Glück zu einer positiven Laufbahn. Und Glück lässt sich ebenso wenig planen wie ein Sechser mit Zusatzzahl.

Überdies machen linear geplante Karrieren blind. Es spricht natürlich nichts dagegen, sich grundsätzlich zu überlegen, wo man in den kommenden drei bis fünf Jahren beruflich stehen will, wie man dorthin kommt und vor allem, was man dort für sich und das Unternehmen erreichen möchte. So ein Karriereplan ist eine gute Sache, eine sehr gute sogar. Denn er verschafft einem Klarheit.

Das Problem daran ist nur: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Ständig neue Berufsbilder und Themengebiete erleichtern den Wechsel zwischen verschiedenen Bereichen und Unternehmen oft nur für hochqualifizierte Arbeitnehmer. Viele Aufgaben lassen sich zudem nicht in die traditionellen Berufs- und Arbeitsfelder einordnen - und damit auch nur schwer im Lebenslauf abbilden.

Tatsächlich sind Karrierepfade weit verzweigt, sie haben Ecken, Macken, verlaufen auf Irr- und Umwegen. Sich frühzeitig festzulegen, hieße mit Scheuklappen durchs Leben zu rennen.

Machen Sie daher bitte aus dem Berufseinstieg keinen Krampf. Es stehen ihnen auch danach noch zahlreiche Wege offen.

Entscheidend ist lediglich, wie offen, flexibel und anpassungsfähig Sie dabei bleiben, und was Sie letztlich aus Ihren Chancen machen.

Berufseinsteiger Fragen: Tipps zur Orientierung

Berufseinsteiger FragenVor dem Berufseinstieg steht immer die Frage nach den eigenen Prioritäten. Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern, können Sie sich vorab diese Fragen stellen:

  • Habe ich bereits eine grobe Vorstellung von meinem Wunschberuf?
  • Welche Themen, Aufgaben und Fachbereiche interessieren mich?
  • Wie kann ich in diesen Bereichen praktische Erfahrungen sammeln?
  • Wie können mich diese Erfahrungen später voranbringen?
  • Will ich direkt nach dem Studium in den Beruf einsteigen?
  • Gibt es Alternativen zu einem direkten Berufseinstieg, die mich persönlich und fachlich weiterbringen?

Berufseinstieg nach Studium: Zwischen Abschluss und Beruf

Sollten Sie Ihr Studium (oder Ihre Ausbildung) demnächst beenden, legen wir Ihnen drei Empfehlungen ans Herz, die Sie in der Zeit zwischen Abschluss und Berufseinstieg machen sollten.

Der Nachweis dieser Erfahrungen erleichtert und beschleunigt so manche Stellensuche:

  1. Ausland

    Ob in Form eines (oder mehrerer) Auslandssemester oder einer Weltreise nach Abschluss des Studiums: Nutzen Sie die Gelegenheit, einige Zeit im Ausland zu leben und zu arbeiten. Nie wieder tut sich ein so freies und kostengünstiges Zeitfenster auf als zwischen Studium und Berufseinstieg - und kaum etwas hinterlässt bei Arbeitgebern einen solch positiven und nachhaltigen Eindruck.

  2. Praktika

    Nutzen Sie gezielt Praktika während der Ausbildung, um Kontakte in verschiedene Unternehmen ihrer Zielbranche zu knüpfen. Auch zu deren Tochterunternehmen im Ausland (siehe Punkt 1). Je eher Sie die Branche kennen und je besser man Sie dort kennt, desto besser ist das für den Berufseinstieg. Versuchen Sie mit den Praktika aber bitte nicht nur freie (Übergangs-)Zeit zu füllen, sondern möglichst Verantwortung zu übernehmen und gezielt zu netzwerken.

  3. Projekte

    Initiieren, organisieren und verantworten Sie möglichst ein eigenes Projekt. Egal, ob im sozialen Bereich oder in Form eines eigenen Blogs - Hauptsache, Sie managen etwas und erreichen ein Ziel. Es gibt keinen besseren Lehrmeister - sei es für soziale Kompetenz, Organisation oder Frustrationstoleranz. Und es schmückt den Lebenslauf enorm.

Berufseinstieg Jobs: Indirekte Wege in den Beruf

Gerade Studenten beziehungsweise Absolventen bieten sich noch zwei indirekte Wege, elegant den Berufseinstieg zu realisieren - vorausgesetzt, sie gehen dabei strategisch vor...

  1. Die Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben

    Schreiben Sie Ihre Abschlussarbeit in dem Unternehmen, dass Sie als potenziellen Wunscharbeitgeber identifiziert haben. Sie können durch diese Option nicht nur Ihre theoretisch erworbenen Kenntnisse mit der Praxis verknüpfen, Sie erhalten auch Einblick in die Struktur und die Abläufe des Unternehmens und können erste Kontakte knüpfen.

    Umgekehrt erhält das Unternehmen einen - hoffentlich positiven - Einblick in Ihre Arbeitsweise und Ihr Engagement. Damit die Chance auf die erste Stelle durch eine solche Abschlussarbeit im Unternehmen aber signifikant steigt, sollten Studenten im Vorfeld einige Punkte beachten:

    • Wählen Sie ein Thema, das praxisnah, aber auch nicht zu spezifisch auf ein bestimmtes Unternehmen zugeschnitten ist. Vielleicht klappt es bei diesem Arbeitgeber ja doch nicht, dann muss die Arbeit immer noch interessant für ein anderes Unternehmen sein.
    • Wenn Sie sich zwischen vorgegebenen Themen entscheiden müssen, wählen Sie ein Thema, das Sie wirklich anspricht und interessiert.
    • Klären Sie die Chancen auf einen späteren Job vor Beginn der Abschlussarbeit mit dem Unternehmen ab.

    Wer bereits bei der Auswahl des Unternehmens auf einen möglichen Berufseinstieg Wert legt, erhöht seine Chancen beträchtlich. Eine Garantie ist das natürlich trotzdem nicht. Daher bewerben Sie sich später bitte auch parallel bei anderen Unternehmen, um keine Zeit zu verlieren und sich weitere Optionen offen zu halten.

  2. Alumni-Netzwerke als Jobbörse nutzen

    Zugegeben, eine dezidierte Jobbörse können Alumni-Programme nicht ersetzen. Aber sie bieten als Plattformen für Ehemalige eine hervorragende Möglichkeit, um Kontakt zu Ex-Kommilitonen und heutigen Mitarbeitern zu knüpfen. Die liefern womöglich nicht nur Erfahrungsberichte, sondern helfen auch bei der Jobsuche und wissen von aktuellen Vakanzen.

    Um in einem solche Forum auf sich aufmerksam zu machen, benötigen Sie jedoch Geduld, Engagement und Fingerspitzengefühl. Plumpe Eigenwerbung und Job-Bettelei wird in vielen Alumni-Foren entweder direkt gelöscht oder in ein eigenes - wenig frequentiertes - Unterforum verschoben.

    Wesentlich klüger und subtiler ist der Weg, etwa von einem eigenen Projekt oder einem geplanten Artikel für sein Blog zu erzählen und nach Interview-Partnern oder einem Rat zu fragen. Viele Alumni geben gerne Ratschläge weiter - und andere um einen Gefallen zu bitten, macht sofort sympathisch. In der Psychologie ist dieses Phänomen auch als Benjamin-Franklin-Effekt bekannt.

Berufseinstieg versus Masterstudium: Eine Entscheidungshilfe

Berufseinstieg versus MasterstudiumIst nach dem Bachelorstudium der Berufseinstieg wirklich die richtige Wahl für Sie? Oder wären Sie in einem Masterstudium besser aufgehoben? Wir haben beide Optionen einander gegenüber gestellt:

Aspekt Berufseinstieg Master
Berufserfahrung Können Sie keinen Hörsaal mehr sehen und wollen Sie Ihr Wissen endlich praktisch anwenden, ist der direkte Berufseinstieg natürlich Ihre erste und beste Wahl. Ein Masterstudium beinhaltet zwar in vielen Fällen auch praktische Elemente, doch wenn Berufserfahrung Ihr primärer Fokus ist, kann ein konsekutiver Master nicht Ihre erste Wahl sein.
Bewerbungschancen Hier kommt es stark auf Ihre Branche und auf Ihre Erwartungen an. Sind Sie bereit, in einem primär operativ ausgerichteten Job zu beginnen und wollen Sie sich Ihre Sporen in der Praxis verdienen, ist der direkte Berufseinstieg Ihre beste Option. Dann sind Ihre Bewerbungschancen mit einem guten Bacherlor hervorragend. Streben Sie dagegen eher einen Job mit konzeptioneller und/oder strategischer Ausrichtung an, kann ein Masterabschluss in manchen Branchen fast schon notwendig sein. Das gilt vor allem, wenn Sie sich primär im wissenschaftlichen Bereich oder in der Lehre einen Job sichern wollen.
Karrierechancen Auch hier spielen die Gegebenheiten Ihrer Branche eine entscheidende Rolle. Wird hier vor allem auf Berufserfahrung und praktische Fähigkeiten Wert gelegt, stehen Ihre Karrierechancen mit einem Bachelor und einem später ergänzten, berufsbegleitenden Master am besten. Es ist durchaus möglich, dass Sie in solchen Branchen auch völlig auf den Master verzichten können. In akademisch geprägten Branchen mit Fokus auf Fachwissen und theoretische Kenntnisse sieht es jedoch anders aus. Hier spielt der Masterabschluss schon beim Berufseinstieg eine wichtige Rolle und kann Ihre Karrierechancen nachhaltig beeinflussen. Ein berufsbegleitender Master bietet hier oft nicht die gleichen Möglichkeiten.

Perspektiven Wir haben es bereits erwähnt: Durch den direkten Berufseinstieg und die damit verbundene praktische Erfahrung können sich Ihnen Karriere- und Berufsoptionen erschließen, die Sie heute noch gar nicht auf dem Schirm haben. Außerdem lernen Sie im Job Ihre Stärken und Schwächen ganz neu kennen und können nach den ersten Monaten oder dem ersten Jahr vermutlich deutlich besser beurteilen, welche Wege und Perspektiven für Sie realistisch sind und von welchen Sie besser die Finger lassen. Legen Sie allerdings Wert auf Planungssicherheit und wollen Sie Ihre Karriere bereits heute so gut wie möglich vorbereiten, stellt ein konsekutiver Master vermutlich den bestmöglichen Weg dar. Zwar überlebt kein (Karriere)Plan den Kontakt mit der Realität, doch ein Masterstudium bietet Ihnen einen klaren zeitlichen Rahmen und rein formal auch deutlich mehr Perspektiven und Möglichkeiten. Ob sich diese dann jedoch realistisch umsetzen lassen, steht auf einem anderen Blatt.

Berufseinsteiger Tipps: So gelingt der Karrierestart

Berufseinsteiger Jobs Tipps ChecklisteEndlich - Sie sind drin, haben den Job bekommen und den Arbeitsvertrag unterschrieben. Und jetzt?

Jetzt gilt es die Grundlagen für eine Karriere zu schaffen und den richtigen Eindruck zu vermitteln.

Der wichtigste Grundsatz dabei: Qualität geht vor Quantität.

Überstürzen Sie nichts, beweisen Sie stets Sorgfalt, Interesse und hohe Motivation. Dann sprechen nicht nur Ihre Arbeitsergebnisse für Sie, sondern bald auch die Kollegen.

Darüber hinaus haben sich folgende Tipps und Strategien bei unseren Lesern bewährt:

  1. Üben Sie sich in Geduld.

    Jeder versucht seine Ziele möglichst schnell zu erreichen: Studium fertig und gleich rein in den Job - das erhoffen sich alle. Doch der Berufseinstieg kann mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen. Lassen Sie sich also von Absagen und nicht beantworteten Bewerbungen nicht verunsichern. Bleiben Sie geduldig und verfolgen Sie Ihr Ziel weiterhin.

    Im Zweifel müssen Sie eben Ihre Bewerbungsstrategie etwas ändern und modifizieren.

  2. Werden Sie sichtbar.

    Wer nicht wirbt, stirbt. Was für Produkte gilt, trifft auch auf Karrieren zu: Schlechtes Selbstmarketing sorgt nicht nur für weniger Einkommen, es spielt auch eine zentrale Rolle für Berufseinsteiger. In einer Umfrage des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater hielten 28 Prozent falsche Bescheidenheit für einen der Top-10-Karrierekiller.

    So eitel und unangenehm einem die Selbstdarstellung auch vorkommt: Wer sich nicht in Szene setzt, nicht auffällt, fällt durchs Raster. Selbst die großartigste Leistung verpufft, wenn sie keiner mitbekommt. Wie das geht, erfahren Sie HIER.

  3. Legen Sie Auswahlkriterien fest.

    Natürlich spielt die Bezahlung eine große Rolle im Beruf. Sie sollten das Einstiegsgehalt jedoch nicht als einziges Kriterium für die Wahl Ihres ersten Arbeitgebers nutzen.

    Überlegen Sie sich im Vorfeld, welche realistischen Erwartungen Sie an den ersten Job haben können - mehr aber noch, ob der Sie Ihrem beruflichen und langfristigen Ziel näher bringt. Es ist vielleicht nur ein Einstieg, ein Fuß in der Tür - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  4. Bilden Sie sich weiter.

    Der Berufseinstieg ist ein Doppelpunkt: danach geht es weiter - auch mit dem Lernen.

    Zwar denken viele Berufseinsteiger: Ich komme gerade aus der Uni, mir reicht es erst einmal mit pauken, ich will jetzt machen...! Doch das führt in eine Sackgasse: In den kommenden zwei bis drei Jahren haben Sie noch einmal die Chance, sich zu spezialisieren und möglichst schnell gefragter Experte auf einem Gebiet zu werden. Mit dem Wissen aus der alma mater gelingt das nicht. Tipps zur beruflichen Weiterbildung finden Sie HIER

Berufseinstieg Checkliste: Daran bitte denken!

Berufseinstieg ChecklisteZum Abschluss haben wir für Sie noch eine ausführliche Checkliste für den Berufseinstieg zusammengestellt. Die Checkliste können Berufseinsteiger gerne kostenlos als PDF herunterladen. Sie besteht aus zahlreichen Fragen, die vor allem der Selbstreflexion und Gedächtnisstütze dienen sollen:

Berufliche Orientierung

  • Welche Fachrichtungen und Aufgaben interessieren mich?
  • Welche Berufe faszinieren mich bereits seit längerer Zeit?
  • Welche Berufe kommen für mich nicht in Betracht?
  • Wo kann ich meine Stärken optimal nutzen?
  • Ist eine Laufbahn im wissenschaftlichen oder akademischen Bereich für mich interessant?
  • Welche Praktika haben mich während des Studiums angesprochen und begeistert?
  • Welche Berufe fühlen sich für mich intuitiv richtig oder falsch an?
  • Welche Chancen rechne ich mir in den verschiedenen Berufen aus?
  • Welche Berufe passen zu meinen Zukunftsplänen?
  • Wo sehe ich mich in vier oder fünf Jahren?
  • Mögliche Arbeitgeber

  • Welche Unternehmen kenne ich bereits?
  • Gibt es Unternehmen, die ich seit längerer Zeit attraktiv finde?
  • Welche Kriterien sollte mein Wunscharbeitgeber erfüllen?
  • Was sind für mich klare Ausschlusskriterien für Unternehmen?
  • Welche Kriterien sind für mich bei der Arbeitgeberwahl am wichtigsten?
  • Welche Kompromisse kann und will ich bei einem Unternehmen eingehen?
  • Bewerbungsstrategie

  • Will ich für meine Bewerbung auch Social Media nutzen?
  • Wenn ja, welche Netzwerke kommen in Frage?
  • Ist ein eigenes Blog, ein eigener Podcast oder ein aktiv genutzter Youtube-Kanal für mich eine Option?
  • Welche Netzwerke werden von potentiellen Arbeitgebern genutzt?
  • Kenne ich meine Stärken und kann ich diese in wenigen Sätzen prägnant zusammenfassen?
  • Welche Reputation und welches Image will ich aufbauen?
  • Welche Formulierungen, Themen und welches Design nutze ich dafür?
  • Ist dieses Image mit meiner Zielbranche kompatibel?
  • Welche Rolle spielen klassische Bewerbungen für mich?
  • Wie viel Zeit kann und will ich dafür einsetzen?
  • Netzwerk und Kontakte

  • Kenne ich bereits Mitarbeiter von Wunschunternehmen?
  • Welche Foren, Gruppen und Netzwerke eignen sich für meine Jobsuche am besten?
  • Kann ich meine Dozenten als Kontakte nutzen?
  • Kann ich meine Abschlussarbeit bei einem meiner Wunscharbeitgeber schreiben?
  • Welche Messen und Kongresse sind für mich unter Netzwerkaspekten interessant?
  • Mit welchen Themen kann ich Beziehungen aufbauen und Kontakte knüpfen?
  • Nach welchen Kriterien stufe ich meine Kontakte ein?
  • Wie und wo dokumentiere ich mein wachsendes Netzwerk?
  • Wie und wie oft pflege ich meine bestehenden Kontakte?
  • Kann mein Freundes- und Familienkreis mir wichtige Kontakte ermöglichen?
  • Konkrete Bewerbung

  • Über welchen Kanal nehme ich am besten Kontakt auf?
  • Kenne ich das Unternehmen gut genug?
  • Gibt es konkret ausgeschriebene - und passende - Stellen?
  • Ist mein Lebenslauf sowohl für postalischen als auch elektronischen Versand vorbereitet?
  • Kommen meine Stärken und Kompetenzen im Anschreiben klar zur Geltung?
  • Passen Layout und Design zum Inhalt und meinem Online-Auftritt?
  • Verknüpfe ich on- und offline Bewerbung? Ist das in meiner Zielbranche sinnvoll?
  • Spreche ich meine Wunscharbeitgeber eher offen und direkt oder zurückhaltend und vorsichtig an?
  • Erkenne ich mich im Anschreiben und der gesamten Bewerbung wieder?
  • Ist mir klar, welche Fragen meine Bewerbung für ein Vorstellungsgespräch aufwerfen kann?

Weiterführende Dossiers für Berufseinsteiger

Da wir nicht alle wichtigen Tipps zum Berufseinstieg in einen (dann viel zu langen) Artikel packen können, haben wir hier noch eine Liste mit weiterführenden und vertiefenden Artikeln. Mit dem geballten Wissen, kann kaum noch etwas schief gehen:

[Bildnachweis: Marta Design, jamesteohart by Shutterstock.com]