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Berufseinstieg: So gelingt der Karrierestart

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Nach Ausbildung oder Studium folgt der Schritt, auf den Sie sich jahrelang vorbereitet haben: der Berufseinstieg. Berufseinsteigern offenbart sich der Arbeitsmarkt dabei aktuell in einer schizphrene Rolle: Sie haben es heute einfacher und schwieriger zugleich. Einerseits bieten sich ihnen aktuell mehr Einstiegschancen und Optionen als jemals zuvor; andererseits sind auch die Ansprüche und der Konkurrenzkampf enorm gewachsen. Entsprechend schwer ist es, sich aus der Masse abzuheben, zu positionieren und eine der Traumstellen zu ergattern. Hinzu kommt, dass von Jobeinsteigern heute oft schon einschlägige Erfahrungen (durch Praktika, Jobs und Abschlussarbeiten) erwartet werden. Gleichzeitig sind sie Frischlinge auf ihrem Gebiet, die sich in der betrieblichen Praxis und dem Branchenumfeld erst einmal orientieren müssen. Ein enormer Spagat – der allerdings mit ein paar Grundkenntnissen zu meistern ist.

Deshalb, daher und darum haben wir Ihnen zum Karrierestart alle wichtigen Tipps und Strategien zusammengefasst…


Berufseinstieg: Ein großer, aber auch schwerer Schritt

Starten wir zu Beginn mit einer kurzen Definition: Was ist überhaupt ein Berufseinsteiger?

Bezeichnet werden so meist zwei Gruppen von Arbeitnehmern:

  1. Absolventen

    Wer seine Ausbildung an einer Schule, einem Berufskolleg oder an einer Hochschule beendet hat und nur mit dem ersten Arbeitsvertrag ins Berufseleben startet, ist laut Definition ein Berufseinsteiger. Die ist zugleich die größte Gruppe.

  2. Umsteiger

    Die zweite Gruppe hat man dabei seltener auf dem Radar. Sie fällt aber ebenfalls unter die Definition: Quereinsteiger, die eine Umschulungen und Weiterbildung erfolgreich absolviert haben und nun bei Null in einem ganz neuen Beruf anfangen, sind ebenfalls Berufseinsteiger. Sie haben allerdings mehr Erfahrungen im Berufsleben als die erste Gruppe – nur nicht in dem Beruf, in dem sie ihre zweite oder gar dritte Karriere starten.

Um dann in dem (neuen) Beruf Fuß zu fassen, gibt es wiederum zahlreiche Optionen:

  • Direkteinstieg

    Dieser Einstieg entspricht dem klassischen Weg: Man sucht sich eine passende Stelle, bewirbt sich – und bekommt den Job und übersteht hoffentlich die Probezeit.

  • Traineestelle

    Trainees steigen zwar auch direkt ein, jedoch nach einem genau vorgezeichneten Plan und mit dem Ziel, später eine Führungspositionen übernehmen zu können. Dazu werden sie im Unternehmen mittels professioneller Hilfe eingearbeitet und durchlaufen alle wichtigen Abteilungen, um einen möglichst umfassenden Rundumblick zu erhalten. Dafür verdienen sie allerdings in der Regel auch weniger als Direkteinsteiger. Einen umfassenden Ratgeber für Trainees finden Sie HIER.

  • Befristet Beschäftigte

    Diese Variante ist derzeit bei Arbeitgebern besonders beliebt: Die Berufseinsteiger erhalten zunächst nur einen befristeten Arbeitsvertrag – meist für ein oder zwei Jahre. Auf diese Weise wird die Probezeit verlängert und die Belegschaft flexibilisiert. Heißt: Ob man den Job am Ende der Befristung bekommt, ist alles andere als sicher. Immerhin: Die dabei gewonnenen Erfahrungen kann einem keiner nehmen.

  • Werk- und Honorarverträge

    Beide Vertragsverhältnisse sind Formen der freien Mitarbeit: Während ein Werksvertrag für ein klar umrissenes Projekt geschlossen wird und mit dessen Umsetzung endet, bieten Honorarverträge die Basis für regelmäßige Einsätze, ohne dass ein Anstellungsverhältnis zustande kommt. Diese Beschäftigungsverhältnisse dienen nicht nur zur Überbrückung von Arbeitslosigkeit, sondern sind manchmal auch ein Einstieg in eine spätere Festanstellung oder in die Selbständigkeit.

  • Zeitarbeit

    Weil Zeitarbeit die Gelegenheit bietet, in verschiedene Bereiche zu schnuppern, können hier gerade angehende Allrounder die eigenen Fähigkeiten trainieren. Wer noch nicht weiß, welchen Weg er einschlagen soll, kann so in verschiedene Bereiche hineinschnuppern und wertvolle Orientierungshilfen gewinnen. Im Unterschied zu verschiedenen Praktika bleibt hier aber der Arbeitgeber – die Zeitarbeitsfirma – gleich.

  • Praktika

    In gut begründeten Ausnahmefällen ist ein Praktikum nach dem Abschluss durchaus hilfreich: Etwa, wenn während des Studiums grundlegende Fähigkeiten nicht erworben wurden und daran der Berufseinstieg scheitert. Oder wenn ein Absolvent noch absolut keine Ahnung hat, was er eigentlich werden will und nach Orientierung sucht. Für Menschen, die ein Studium zwar beenden, weil sie merken, nicht in diesem Bereich arbeiten zu wollen, bietet ein Praktikum zudem die Chance einer Neuausrichtung.

Die Entscheidung, welchen Weg Sie wählen, kann Ihnen natürlich niemand abnehmen. Manchmal gibt es – mangels Alternativen oder langer Wartezeiten – auch keine große Wahl. Das sollte Sie aber weder frustrieren, noch verunsichern.

Dem Berufseinstieg hängt psychologisch oft ein dramatisiertes Fanal an, Motto: Wenn ich mich dabei falsch entscheide, ist meine ganze Karriere verpfuscht… Zu viel Zickzack, zu wenig Zielstrebigkeit… Blödsinn! In den meisten Lebensläufen finden sich heute Brüche, Lücken und Ungereimtheiten. Die lineare Kaminkarriere ist längst ein Auslaufmodell – und das ist auch gut so.

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Schon umgangssprachlich wird Karriere gemacht und nicht von langer Hand geplant. Neben Talent, Leistung, Entschlossenheit und Know-how gehört oft auch eine gute Portion Glück zu einer positiven Laufbahn. Und Glück lässt sich ebenso wenig planen wie ein Sechser mit Zusatzzahl.

Überdies machen linear geplante Karrieren blind. Es spricht natürlich nichts dagegen, sich grundsätzlich zu überlegen, wo man in den kommenden drei bis fünf Jahren beruflich stehen will, wie man dorthin kommt und vor allem, was man dort für sich und das Unternehmen erreichen möchte. Das ist eine gute Sache, eine sehr gute sogar. Denn sie verschafft einem Klarheit.

Das Problem daran ist nur: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Ständig neue Berufsbilder und Themengebiete erleichtern den Wechsel zwischen verschiedenen Bereichen und Unternehmen für hochqualifizierte Arbeitnehmer. Viele Aufgaben lassen sich nicht in die traditionellen Berufs- und Arbeitsfelder einordnen – und damit auch nur schwer im Lebenslauf abbilden. Tatsächlich sind Karrierepfade weit verzweigt, sie haben Ecken, Macken, verlaufen auf Irr- und Umwegen. Sich frühzeitig festzulegen, hieße mit Scheuklappen durchs Leben zu rennen.

Machen Sie sich also aus dem Berufseinstieg keinen Krampf. Es stehen ihnen auch danach noch zahlreiche Wege offen. Entscheidend ist lediglich, wie offen Sie dabei bleiben, wie anpassungsfähig und was Sie letztlich daraus machen.

Drei Empfehlungen für die Zeit zwischen Abschluss und Beruf

Lediglich drei Dinge legen wir Ihnen ans Herz, die Sie in Ihrer Zeit zwischen Abschluss und Berufseinstieg unbedingt machen sollten. Der Nachweis dieser Erfahrungen erleichtert und beschleunigt so manche Stellensuche:

  1. Ausland

    Ob in Form eines (oder mehrerer) Auslandssemester oder einer Weltreise nach Abschluss des Studiums: Nutzen Sie die Gelegenheit, längere Zeit im Ausland zu leben und zu arbeiten. Nie wieder tut sich ein so freies und kostengünstiges Zeitfenster auf – und kaum etwas hinterlässt bei Arbeitgebern einen solch positiven und nachhaltigen Eindruck.

  2. Praktika

    Nutzen Sie Praktika während der Ausbildung gezielt, um Kontakte in verschiedene Unternehmen ihrer Zielbranche zu knüpfen. Auch zu den Töchtern im Ausland (siehe Punkt 1). Je eher Sie die Branche kennen und je besser man Sie dort kennt, desto besser für den Berufseinstieg. Versuchen Sie damit aber nicht nur freie Zeit zu füllen, sondern möglichst Verantwortung zu übernehmen.

  3. Projekte

    Initiieren, organisieren und verantworten Sie selbst ein Projekt. Egal, ob im sozialen Bereich oder in Form eines eigenen Blogs – Hauptsache, Sie managen etwas und erreichen ein Ziel. Es gibt keinen besseren Lehrmeister – sei es für soziale Kompetenz, Organisation oder Frustrationstoleranz. Und es schmückt den Lebenslauf enorm.

Berufseinsteiger-Fragen, die Sie sich stellen sollten

Vor dem Berufseinstieg steht immer die Frage nach den eigenen Prioritäten. Um die Orientierung zu erleichtern, sollten Sie sich diese Fragen stellen:

  • Habe ich bereits eine grobe Vorstellung von meinem Wunschberuf?
  • Welche Themen, Aufgaben und Fachbereiche interessieren mich?
  • Wie kann ich in diesen Bereichen praktische Erfahrungen sammeln?
  • Wie können diese Erfahrungen mich im Studium voranbringen?
  • Will ich direkt nach dem Studium in den Beruf einsteigen?
  • Gibt es realistische Alternativen zu einem direkten Berufseinstieg, die mich persönlich und fachlich weiterbringen?
  • Welchen Sinn sehe ich in meinem Studium?

Berufseinstieg: Indirekte Wege zum Job

Gerade Studenten bieten sich zudem noch zwei indirekte Wege, elegant den Berufseinstieg zu realisieren – vorausgesetzt, sie gehen dabei strategisch vor…

  1. Die Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben

    StudentinSchreibenTippenArbeitStudium-300x200Schreiben Sie Ihre Abschlussarbeit in dem Unternehmen, dass Sie als potenziellen Wunscharbeitgeber identifiziert haben. Sie können durch diese Option nicht nur Ihre theoretisch erworbenen Kenntnisse mit der Praxis verknüpfen, Sie erhalten auch Einblick in die Struktur und die Abläufe des Unternehmens und können erste Kontakte knüpfen. Umgekehrt erhält das Unternehmen einen – hoffentlich positiven – Einblick zu Ihrer Arbeitsweise und Ihrem Engagement. Damit die Chance auf die erste Stelle durch eine solche Abschlussarbeit im Unternehmen aber signifikant steigt, sollten Studenten im Vorfeld einige Punkte beachten:

    • Wählen Sie ein Thema, das praxisnah, aber auch nicht zu spezifisch auf ein bestimmtes Unternehmen zugeschnitten ist. Vielleicht klappt es ja bei dem Arbeitgeber doch nicht, dann muss die Arbeit immer noch interessant sein.
    • Wenn Sie sich zwischen vorgegebenen Themen entscheiden müssen, wählen Sie ein Thema, das Sie wirklich anspricht und interessiert.
    • Klären Sie die Chancen auf einen späteren Job vor Beginn der Abschlussarbeit mit dem Unternehmen ab.

    Wer bereits bei der Auswahl des Unternehmens auf einen möglichen Berufseinstieg Wert legt, erhöht seine Chancen beträchtlich. Eine Garantie ist aber auch das nicht. Daher bewerben Sie sich später bitte auch parallel bei anderen Unternehmen, um keine Zeit zu verlieren und sich weitere Optionen offen zu halten.

  2. Alumni-Netzwerke als Jobbörse nutzen

    Berufseinsteiger-Jobeinstieg-FrauenZugegeben, eine dezidierte Jobbörse können Alumni-Netzwerke nicht ersetzen. Aber sie bieten als Plattformen für Studenten und Ehemalige eine hervorragende Möglichkeit, um Kontakt zu Ex-Kommilitonen und heutigen Mitarbeitern zu knüpfen. Die liefern womöglich nicht nur Erfahrungsberichte, sondern helfen auch bei der Jobsuche und wissen von aktuellen Vakanzen.

    Um in einem solche Forum auf sich aufmerksam zu machen, benötigen Sie jedoch Geduld, Engagement und Fingerspitzengefühl. Plumpe Eigenwerbung und Job-Bettelei wird in vielen Alumni-Foren entweder direkt gelöscht oder in ein eigenes – wenig frequentiertes – Unterforum verschoben.

    Wesentlich klüger und subtiler ist der Weg, etwa von einem eigenen Projekt oder einem geplanten Artikel für sein Blog zu erzählen und nach Interview-Partnern oder einem Rat zu fragen. Viele Alumni geben gerne Ratschläge weiter – und andere um einen Gefallen zu bitten, macht sofort sympathisch. In der Psychologie ist dieses Phänomen auch als Benjamin-Franklin-Effekt bekannt.

Berufseinstieg versus Masterstudium: Eine Entscheidungshilfe

Ist nach dem Bachelorstudium der Berufseinstieg wirklich die richtige Wahl für Sie? Oder wären Sie in einem Masterstudium besser aufgehoben? Wir haben beide Optionen einander gegenüber gestellt:

Aspekt Berufseinstieg Master
Berufserfahrung Können Sie keinen Hörsaal mehr sehen und wollen Sie Ihr Wissen endlich praktisch anwenden, ist der direkte Berufseinstieg natürlich Ihre erste und beste Wahl. Ein Masterstudium beinhaltet zwar in vielen Fällen auch praktische Elemente, doch wenn Berufserfahrung Ihr primärer Fokus ist, kann ein konsekutiver Master nicht Ihre erste Wahl sein.
Bewerbungschancen Hier kommt es stark auf Ihre Branche und auf Ihre Erwartungen an. Sind Sie bereit, in einem primär operativ ausgerichteten Job zu beginnen und wollen Sie sich Ihre Sporen in der Praxis verdienen, ist der direkte Berufseinstieg Ihre beste Option. Dann sind Ihre Bewerbungschancen mit einem guten Bacherlor hervorragend. Streben Sie dagegen eher einen Job mit konzeptioneller und/oder strategischer Ausrichtung an, kann ein Masterabschluss in manchen Branchen fast schon notwendig sein. Das gilt vor allem, wenn Sie sich primär im wissenschaftlichen Bereich oder in der Lehre einen Job sichern wollen.
Karrierechancen Auch hier spielen die Gegebenheiten Ihrer Branche eine entscheidende Rolle. Wird hier vor allem auf Berufserfahrung und praktische Fähigkeiten Wert gelegt, stehen Ihre Karrierechancen mit einem Bachelor und einem später ergänzten, berufsbegleitenden Master am besten. Es ist durchaus möglich, dass Sie in solchen Branchen auch völlig auf den Master verzichten können. In akademisch geprägten Branchen mit Fokus auf Fachwissen und theoretische Kenntnisse sieht es jedoch anders aus. Hier spielt der Masterabschluss schon beim Berufseinstieg eine wichtige Rolle und kann Ihre Karrierechancen nachhaltig beeinflussen. Ein berufsbegleitender Master bietet hier oft nicht die gleichen Möglichkeiten.
Perspektiven Wir haben es bereits erwähnt: Durch den direkten Berufseinstieg und die damit verbundene praktische Erfahrung können sich Ihnen Karriere- und Berufsoptionen erschließen, die Sie heute noch gar nicht auf dem Schirm haben. Außerdem lernen Sie im Job Ihre Stärken und Schwächen ganz neu kennen und können nach den ersten Monaten oder dem ersten Jahr vermutlich deutlich besser beurteilen, welche Wege und Perspektiven für Sie realistisch sind und von welchen Sie besser die Finger lassen. Legen Sie allerdings Wert auf Planungssicherheit und wollen Sie Ihre Karriere bereits heute so gut wie möglich vorbereiten, stellt ein konsekutiver Master vermutlich den bestmöglichen Weg dar. Zwar überlebt kein (Karriere)Plan den Kontakt mit der Realität, doch ein Masterstudium bietet Ihnen einen klaren zeitlichen Rahmen und rein formal auch deutlich mehr Perspektiven und Möglichkeiten. Ob sich diese dann jedoch realistisch umsetzen lassen, steht auf einem anderen Blatt.

Berufseinsteiger Tipps: So klappt’s mit dem Einstieg

Endlich – Sie sind drin, haben den Job bekommen und den Arbeitsvertrag unterschrieben. Und jetzt? Jetzt gilt es die Grundlagen für eine Karriere zu schaffen und den richtigen Eindruck zu vermitteln. Der wichtigste Grundsatz dabei: Qualität geht vor Quantität. Überstürzen Sie nichts, beweisen Sie stets Sorgfalt, Interesse und hohe Motivation. Dann sprechen nicht nur Ihre Arbeitsergebnisse für Sie, sondern bald auch die Kollegen.

Darüber hinaus haben sich folgende Tipps und Strategien bei unseren Lesern bewährt:

  1. Üben Sie sich in Geduld.

    Jeder versucht seine Ziele möglichst schnell zu erreichen, doch der Berufseinstieg kann mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen. Lassen Sie sich von Absagen und nicht beantworteten Bewerbungen nicht verunsichern. Bleiben Sie geduldig und verfolgen Sie Ihr Ziel.

  2. Werden Sie sichtbar.

    Wer nicht wirbt, stirbt. Was für Produkte gilt, trifft auch auf Karrieren zu. Schlechtes Selbstmarketing sorgt nicht nur für weniger Einkommen, es spielt auch eine Rolle beim Scheitern. In einer Umfrage des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater hielten 28 Prozent falsche Bescheidenheit für einen der Top-10-Karrierekiller. So eitel und unangenehm einem die Selbstdarstellung auch vorkommt: Wer sich nicht in Szene setzt, nicht auffällt, fällt durchs Raster. Selbst die großartigste Leistung verpufft, wenn sie keiner mitbekommt. Wie das geht, erfahren Sie HIER.

  3. Legen Sie Kriterien fest.

    Natürlich spielt die Bezahlung eine große Rolle im Beruf. Sie sollten das Gehalt jedoch nicht als einziges Kriterium für die Wahl Ihres ersten Arbeitgebers nutzen. Überlegen Sie sich im Vorfeld, welche realistischen Erwartungen Sie an den ersten Job haben können – mehr aber noch, ob der Sie Ihrem beruflichen und langfristigen Ziel näher bringt. Es ist vielleicht nur ein Einstieg, ein Fuß in der Tür – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  4. Bilden Sie sich weiter.

    Der Berufseinstieg ist ein Doppelpunkt: danach geht es weiter – auch mit dem Lernen. Zwar denken viele Jobeinsteiger: Ich komme gerade aus der Uni, mir reicht es erst einmal mit pauken, ich will jetzt machen…! Doch das führt in eine Sackgasse: In den kommenden zwei bis drei Jahren haben Sie noch einmal die Chance, sich zu spezialisieren und möglichst schnell gefragter Experte auf einem Gebiet zu werden. Mit dem Wissen aus der alma mater gelingt das nicht.

Weiterführende Dossiers für Berufseinsteiger

Da wir nicht alle wichtigen Tipps zum Jobeinstieg in einen (dann viel zu langen) Artikel packen können, haben wir hier noch eine Liste mit weiterführenden und vertiefenden Artikeln. Mit dem geballten Wissen, kann kaum noch etwas schief gehen:

Berufseinstieg: Die Checkliste

Und zum Abschluss die Checkliste für den Berufseinstieg. Die Checkliste können Sie – wie gewohnt – kostenlos als PDF herunterladen.

Berufliche Orientierung

  • Welche Fachrichtungen und Aufgaben interessieren mich?
  • Welche Berufe faszinieren mich bereits seit längerer Zeit?
  • Welche Berufe kommen für mich nicht in Betracht?
  • Wo kann ich meine Stärken optimal nutzen?
  • Ist eine Laufbahn im wissenschaftlichen oder akademischen Bereich für mich interessant?
  • Welche Praktika haben mich während des Studiums angesprochen und begeistert?
  • Welche Berufe fühlen sich für mich intuitiv richtig oder falsch an?
  • Welche Chancen rechne ich mir in den verschiedenen Berufen aus?
  • Welche Berufe passen zu meinen Zukunftsplänen?
  • Wo sehe ich mich in vier oder fünf Jahren?
  • Mögliche Arbeitgeber

  • Welche Unternehmen kenne ich bereits?
  • Gibt es Unternehmen, die ich seit längerer Zeit attraktiv finde?
  • Welche Kriterien sollte mein Wunscharbeitgeber erfüllen?
  • Was sind für mich klare Ausschlusskriterien für Unternehmen?
  • Welche Kriterien sind für mich bei der Arbeitgeberwahl am wichtigsten?
  • Welche Kompromisse kann und will ich bei einem Unternehmen eingehen?
  • Bewerbungsstrategie

  • Will ich für meine Bewerbung auch Social Media nutzen?
  • Wenn ja, welche Netzwerke kommen in Frage?
  • Ist ein eigenes Blog, ein eigener Podcast oder ein aktiv genutzter Youtube-Kanal für mich eine Option?
  • Welche Netzwerke werden von potentiellen Arbeitgebern genutzt?
  • Kenne ich meine Stärken und kann ich diese in wenigen Sätzen prägnant zusammenfassen?
  • Welche Reputation und welches Image will ich aufbauen?
  • Welche Formulierungen, Themen und welches Design nutze ich dafür?
  • Ist dieses Image mit meiner Zielbranche kompatibel?
  • Welche Rolle spielen klassische Bewerbungen für mich?
  • Wie viel Zeit kann und will ich dafür einsetzen?
  • Netzwerk und Kontakte

  • Kenne ich bereits Mitarbeiter von Wunschunternehmen?
  • Welche Foren, Gruppen und Netzwerke eignen sich für meine Jobsuche am besten?
  • Kann ich meine Dozenten als Kontakte nutzen?
  • Kann ich meine Abschlussarbeit bei einem meiner Wunscharbeitgeber schreiben?
  • Welche Messen und Kongresse sind für mich unter Netzwerkaspekten interessant?
  • Mit welchen Themen kann ich Beziehungen aufbauen und Kontakte knüpfen?
  • Nach welchen Kriterien stufe ich meine Kontakte ein?
  • Wie und wo dokumentiere ich mein wachsendes Netzwerk?
  • Wie und wie oft pflege ich meine bestehenden Kontakte?
  • Kann mein Freundes- und Familienkreis mir wichtige Kontakte ermöglichen?
  • Konkrete Bewerbung

  • Über welchen Kanal nehme ich am besten Kontakt auf?
  • Kenne ich das Unternehmen gut genug?
  • Gibt es konkret ausgeschriebene – und passende – Stellen?
  • Ist mein Lebenslauf sowohl für postalischen als auch elektronischen Versand vorbereitet?
  • Kommen meine Stärken und Kompetenzen im Anschreiben klar zur Geltung?
  • Passen Layout und Design zum Inhalt und meinem Online-Auftritt?
  • Verknüpfe ich on- und offline Bewerbung? Ist das in meiner Zielbranche sinnvoll?
  • Spreche ich meine Wunscharbeitgeber eher offen und direkt oder zurückhaltend und vorsichtig an?
  • Erkenne ich mich im Anschreiben und der gesamten Bewerbung wieder?
  • Ist mir klar, welche Fragen meine Bewerbung für ein Vorstellungsgespräch aufwerfen kann?
[Bildnachweis: Ollyy, Lightpoet, Goodluz by Shutterstock.com]



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