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Um Gefallen bitten: 5 Grundsätze + 3 Fehler


Es gibt viele Gründe, warum Sie andere um Gefallen bitten müssen – beruflich wie privat: Sie müssen früher nach Hause, aber eine Aufgabe ist noch nicht fertig; Sie müssen eine Präsentation erstellen, sind aber kein Powerpoint-Akrobat oder Sie wollen, dass ein Freund Sie jemandem vorstellt. Solch kleine Hilfestellungen brauchen Sie immer wieder und es ist völlig legitim, danach zu fragen. Aber wie können Sie jemanden am besten um einen Gefallen bitten? Sie wollen weder dreist erscheinen noch um die Gefälligkeit betten. Das müssen Sie zum Glück auch nicht. Wir zeigen, wie Sie richtig um Gefallen bitten…


Um Gefallen bitten: 5 Grundsätze + 3 Fehler

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Um Gefallen bitten: Ein zwischenmenschlicher Faktor

Ein Gefallen ist eine schnelle Hilfe, eine kleine Geste der Unterstützung oder eine einfache Nettigkeit einer anderen Person gegenüber. Anders als im Job, wo oft bürokratische Abläufe anstehen, ist ein Gefallen der kurze Dienstweg und persönliche Kontakt. Sie stellen keinen Antrag beim Chef, ob ein Kollege für Sie eine Aufgabe übernehmen kann, sondern regeln es durch eine kleine Gefälligkeit. Eine Hand wäscht die andere – beim nächsten Mal erwidern Sie die Hilfe gerne.

Für die zwischenmenschliche Beziehung sind solche Gefallen ein zentraler Faktor. Sie sind Ausdruck des gegenseitigen Respekts, stärken und verbessern die Verbindung. Wer anderen einen Gefallen tut, zeigt dass er vollkommen uneigennützig unter die Arme greifen möchte. Ohne eine eigene Agenda oder Pläne im Hinterkopf, wie er selbst von der Situation profitieren kann.

Gefallen machen sympathischer

Tatsächlich macht es Sie sogar sympathischer, andere um Gefallen zu bitten. Das besagt der sogenannte Benjamin-Franklin-Effekt, der auf einen psychologischen Effekt beruht: Der andere handelt freiwillig – könnte also auch Nein sagen. Er tut es trotzdem, wodurch eine kognitive Dissonanz entsteht. Die Spannung löst sich durch die Rechtfertigung: „Ich tue es, weil der andere mir sympathisch ist.“ Das gilt sogar dann, wenn vorher kaum Sympathie vorhanden war.

Benjamin Franklin Effekt Kognitive Dissonanz Psychologie

Wenn Sie einen Kollegen also um einen Gefallen bitten, verbessern Sie die Beziehung untereinander und stärken das Betriebsklima. Und Sie steigern die Chance, dass dieser Ihnen auch eine weitere Gefälligkeit nicht abschlagen kann. Allerdings kommt es immer auch auf das „Wie?“ an, denn einen Gefallen zu benötigen, bedeutet noch lange nicht, dass man diesen auch bekommt.

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Um Gefallen bitten: 5 grundsätzliche Tipps

„Könntest du bitte für mich…“ Es scheint nicht schwer zu sein, um einen Gefallen zu bitten. Gerade deshalb werden dabei immer wieder Fehler gemacht. So hinterlässt Ihr Anliegen vielleicht einen negativen Eindruck. Etwa dann, wenn andere das Gefühl haben, ausnutzt zu werden. Im schlimmsten Fall kommt es sogar zur direkten Ablehnung Ihrer Bitte, weil Sie falsch danach gefragt haben. Das kann bei Kollegen, aber auch im Freundeskreis passieren.

Bevor Sie um Gefallen bitten, sollten Sie sich deshalb genau überlegen, wie Sie vorgehen und was Sie sagen. Das verhindert, dass andere bereits genervt mit den Augen rollen, bevor Sie überhaupt zu Ende gesprochen haben. Diese fünf grundsätzlichen Tipps sollten Sie beachten:

1. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran

Es ist leicht, zu jeder Gelegenheit einen Gefallen einzufordern und davon zu profitieren. Die meisten Menschen schlagen einen Gefallen nur ungern aus. Machen Sie es sich aber zur Gewohnheit und ist die Hilfe nicht gegenseitig, sondern eine Einbahnstraße, nutzen Sie andere nur noch aus. Achten Sie auf das Verhältnis zwischen Geben und Nehmen. Wenn auch Sie regelmäßig anderen helfen und bereitwillig einem Gefallen zustimmen, wird man auch Ihren Anliegen gegenüber offener sein.

2. Nehmen Sie es nicht als selbstverständlich hin

Egal ob großer oder kleiner Gefallen: Es ist nie selbstverständlich und Sie sollten es auch nicht so behandeln. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ein Freund sein Wochenende opfert, um Ihnen zu helfen und auch nicht, dass ein Kollege die Schicht mit Ihnen tauscht. Auch ein Nein ist eine akzeptable Antwort, wegen derer Sie nicht gleich wütend oder beschuldigend werden sollten. Auf der anderen Seite bedeutet es, dass Sie sich aufrichtig bedanken sollten, wenn jemand Ihnen einen Gefallen tut.

3. Übertreiben Sie es nicht

Es gibt keine konkreten Zahlen, doch erkennen Sie vermutlich selbst am besten, wann Sie ein gesundes Maß überschreiten. Sparen Sie sich die Gefälligkeiten von Kollegen und Freunden für Situationen auf, in denen Sie diese wirklich benötigen. Bitten Sie bei jeder Kleinigkeit um einen Gefallen, haben die anderen vielleicht die Nase voll, wenn es gerade einmal wirklich wichtig wäre.

4. Achten Sie darauf, worum Sie bitten

Ein Gefallen sollte immer etwas sein, was man mit gutem Gewissen erledigen kann. Anders ausgedrückt: Bringen Sie Ihren Gegenüber nicht in eine unangenehme Lage und bitten Sie nicht um etwas, dass den anderen in Schwierigkeiten bringen könnte.

5. Versprechen Sie keine guten Gegenleistungen

Sie fühlen sich vielleicht verpflichtet, Ihre Schuld auszugleichen und versprechen direkt große Gegenleistungen. „Wenn du das für mich machst, dann mache ich beim nächsten Mal auch…“ Dies ist aber das genaue falsche Vorgehen, denn kaum jemand erwartet etwas im Gegenzug für einen Gefallen. Tatsächlich widerspricht eine vereinbarte Gegenleistung sogar den Charakter eines Gefallens.

Es ist ein gutes Gefühl, jemandem zu helfen und ihm in einer misslichen Lage unter die Arme zu greifen. Verbinden Sie die Frage nach einem Gefallen gleich mit einer geschuldeten Leistung Ihrerseits, nehmen Sie diese positiven Emotionen. Es ist keine nette Geste aus Hilfsbereitschaft mehr, sondern ein Tauschgeschäft.

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3 Fehler, die Sie vermeiden sollten

Bei der Bitte um einen Gefallen kann man nichts verkehrt machen? Doch, gleich mehrere Punkte sogar. Diese Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden, um keine negativen Reaktionen auszulösen:

  • Betteln Sie nicht um einen Gefallen
    Die Frage nach einem Gefallen ist legitim. Betteln oder auf die Tränendrüse drücken und Mitleid erregen, sind hingegen Tabu. Je mehr Sie betteln und die Opferrolle spielen, desto unangenehmer wird die Situation für Ihr Gegenüber. Andere fühlen sich nicht nach Hilfe gefragt, sondern genötigt.
  • Erzeugen Sie keinen Druck
    Formulierungen wie „Das bist du mir schuldig“ oder „Weißt du noch, als ich letztes Mal für dich…“ haben bei der Bitte um einen Gefallen keinen Platz. Selbst wenn es stimmt, sollten Sie nicht darauf herumreiten. Sollte ein Freund oder Kollege wirklich gerne Hilfe einfordern, aber nie selbst leisten, behalten Sie es für sich und ziehen Sie Ihre Schlüsse für seine nächste Anfrage daraus.
  • Reden Sie nicht um den heißen Brei herum
    Wenn Sie einen Gefallen brauchen, dann sprechen Sie es an. Reden Sie nicht erst 30 Minuten um den heißen Brei herum, sondern kommen Sie schnell zum Punkt.

Um Gefallen bitten: Das rechte Ohr hört besser

Mit dem rechten Ohr hören wir besser – vor allem auf das, worum uns ein anderer bittet. Kurios, aber experimentell belegt: Falls Sie jemanden um einen Gefallen bitten möchten, sprechen Sie der Person unbedingt ins rechte Ohr. Das verbessert Ihre Chancen enorm. Diese eigentümliche Empfehlung geht auf eine Studie Luca Tommasi und Daniele Marzoli von der Universität in Chieti zurück.

Die Erklärung der Wissenschaftler: Rein medizinisch betrachtet hören wir im Normalfall natürlich auf beiden Ohren gleich gut. Das rechte Ohr habe aber einen direkteren Draht zur linken Gehirnhälfte und die verarbeitet verbale Informationen und Aufforderungen besser. Zudem reagiert diese Gehirnhälfte vor allem auf positiv besetzte Emotionen. Diese wirken also weniger bedrohlich – und so wir sagen eher: „Ja“.



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[Bildnachweis: miniwide by Shutterstock.com]

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