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Ich trau mich nicht zu fragen! 3 Gründe dafür

Wie oft trauen wir uns nicht zu fragen? Statt Kollegen um Hilfe zu bitten oder den Chef um eine Gehaltserhöhung, bremsen uns Angst und Stolz. Warum sich so viele Menschen nicht trauen zu fragen – und warum Sie es trotzdem wagen sollten…



Ich trau mich nicht zu fragen! 3 Gründe dafür

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Darum trauen wir uns nicht zu fragen

Hinter der Furcht vor einer Frage steckt manchmal schlicht Schüchternheit. Dazu gibt es eine schöne Parabel, die das Wesen der Schüchternheit illustriert. Es ist die Geschichte einer schüchternen Frau, die einen Fahrstuhl mit einem Liftboy betritt. Der Liftboy fragt pflichtgemäß: „Welches Stockwerkt?“ Darauf die Frau leise: „Siebter Stock – aber nur, wenn es für Sie kein Umweg ist.“

Manchmal steckt aber auch mehr dahinter. Ursache für den fehlenden Mut zur Frage können auch verschiedene Ängste sein:

  • Die Angst vor Zurückweisung.
  • Die Angst, uns dabei offenbaren zu müssen. („Ich brauche Hilfe“)
  • Die Angst, den anderen in Verlegenheit zu bringen. (wenn er eigentlich Nein sagen möchte)
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3 gute Gründe trotzdem zu fragen

Was viele dabei übersehen: Es gibt ebenso gute Gründe, trotzdem zu fragen. Mindestens drei sogar, die zudem wissenschaftlich verbürgt sind.

1. Es sagen mehr „Ja“, als wir denken

Die Psychologen Frank Flynn und Vanessa Bohns konnten schon vor einiger Zeit und in einer langen Reihe von Versuchen zeigen, dass wir uns regelmäßig verschätzen, wenn es darum geht, andere um einen Gefallen zu bitten oder einfach freundlich anzusprechen. Und zwar unterschätzen wir die Wahrscheinlichkeit für ein „Ja“ um gut 50 Prozent!

2. Fragen macht Sie stärker

Es ist so typisches Männerding: Im Auto unterwegs – und prompt verfahren. Aber jemanden nach dem Weg fragen? Niemals! Echte Männer finden den Weg! Dahinter stecken oft Stolz und die oben schon erwähnte Furcht, Schwäche zu zeigen. Im Job läuft das nicht anders: Zum Beispiel wenn wir in einem Projekt partout nicht weiter wissen und uns nicht trauen, andere um Rat oder Unterstützung zu bitten. Dabei würde uns diese Hilfe in eine stärkere und erfolgreichere Position bringen.

3. Sie fühlen sich danach besser

Thomas Gilovich und Victoria Medvec von der Cornell Universität untersuchten 1995 wie sich Zurückweisungen psychisch, aber auch physisch auswirken. Tatsächlich wird dabei unser Schmerzzentrum aktiviert. Oder anders formuliert: Es tut körperlich weh, wenn wir abgewiesen werden. Allerdings nur kurz, wie bei einem Bienenstich. Nach ein paar Minuten juckt es uns kaum noch. Gleichzeitig stellten die Forscher fest: Die Gram darüber, eine mögliche Chance verpasst zu haben, löst ebenfalls Schmerzen aus – nur diese dauern wesentlich länger! Noch Wochen danach ärgern wir uns, nicht gefragt zu haben. Schlimmstenfalls ein ganzes Leben lang…

Wer nie fragt, kann auch nie etwas bekommen. Wer aber wagt, gewinnt gleich dreifach. Mindestens an Erfahrung. Also denken Sie daran: Fragen kostet nichts – außer Überwindung!


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