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Brutto-Netto-Rechner: Gratis Gehaltsrechner

Brutto-Netto-Rechner
Erst ab einer Gehaltserhöhung von sieben bis acht Prozent fühlen sich Mitarbeiter ausreichend gewürdigt und bleiben motiviert. Das ist das Ergebnis einer Studie von Atul Mitra, einem Management-Professor an der Universität von Northern Iowa. Doch was bringt die schönste Erhöhung des Brutto-Gehalts, wenn am Ende kaum eine Erhöhung des Netto-Einkommens dabei rauskommt. Mit unserem kostenlosen Brutto-Netto-Rechner können Sie vor einem neuen Job oder einer Gehaltsverhandlung feststellen, wie viel Gehalt tatsächlich auf Ihrem Konto ankommt…


Brutto-Netto-Gehaltsrechner – kostenlos

Mit dem folgenden Brutto Netto Rechner können Sie Ihren Nettolohn einfach und kostenlos berechnen, inklusive Berechnung der Steuern und Abgaben. Der Service-Rechner ermittelt die Einkommenssteuer beziehungsweise Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag, die Kirchensteuer, Beiträge zur Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und den Geldwerten Vorteil falls Sie einen Firmenwagen nutzen.

Sie müssen dazu nur – anonym – die erforderlichen Angaben eintragen und schon wird berechnet, wie viel am Monatsende auf Ihrem Konto ankommt. Ein zusätzlicher Bonus des Gehaltsrechners ist sein integrierter Gehaltsvergleich. Der bietet Ihnen – optional – einen Vergleich der Verdienstmöglichkeiten in rund 6000 Berufen und ebenso vielen Städten.



Bitte beachten Sie, dass wir für die Richtigkeit der berechneten Werte des Gehaltsrechners keine Gewähr übernehmen können. Für genaue Berechnungen fragen Sie direkt Ihren Steuerberater.

Warum wird das Gehalt immer in Brutto angegeben?

Viele Arbeitnehmer fragen sich, wieso ihr Gehalt immer als Brutto-Wert angegeben wird, obwohl das Netto-Gehalt für sie entscheidend ist.

Die simple Antwort: Außer im Fall einer Gehaltsverhandlung bleibt das Brutto-Gehalt konstant. Der Netto-Wert hingegen hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann sich auch ändern.

Gratis-Gehaltscheck: Verdienen Sie, was Sie verdienen?

Check-Icon-TransparentProfitieren Sie außerdem noch von unserem neuen kostenlosen Service: Ihrem persönlichen Gehaltsreport. Die Karrierebibel liefert Ihnen in einer individuell für Sie erstellten Studie alle wichtigen Fakten zu Ihrem aktuellen Gehalt. Geordnet nach Branchen, Regionen und Berufserfahrungen erfahren Sie so in Ihrem persönlichen Gehaltsreport wo die Durchschnittsgehälter Ihrer Branche, in Ihrem Bundesland oder Ihrer Region liegen und was Sie verdienen sollten – alles auf Sie und Ihre Angaben zugeschnitten und trotzdem anonym und absolut kostenlos.

Einfach das folgende Formular ausfüllen, E-Mail-Adresse angeben, fertig:

Da der Gehaltsreport basierend auf Ihren Angaben persönlich für Sie angefertigt wird, kann die Bearbeitung werktags bis zu 24 Stunden dauern. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Gehaltsreport Beispiel

Gehaltscheck-Beispiel-CoverFalls Sie sich noch unsicher sind, was Sie bei dem Gehaltsreport erwartet: kein Problem. Hier finden Sie ein Beispiel-Report als PDF, den Sie sich vorab gerne herunterladen können, um sich ein Bild zu machen. Es ist aber wirklich nur ein Beispiel mit fiktiven Zahlen. Und wie schon gesagt: Der Gehaltscheck beziehungsweise Gehaltsreport kostet Sie gar nichts und ist völlig unverbindlich. Wir bieten diesen vor allem als Leser-Service an – einfach, weil wir die beste Seite für Ihren beruflichen (und finanziellen) Erfolg sein wollen. In dem Fall dürfen Sie uns natürlich gerne weiterempfehlen…

Netto-Gehalt: Die wichtigsten Faktoren

GehaltsrechnerJeder der sich seine monatliche Gehaltsabrechnung anschaut, hat sich wohl schon einmal darüber geärgert, wie wenig Netto am Ende vom Brutto übrig bleibt. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, das volle Brutto-Gehalt ohne Abzüge zu erhalten? Doch leider sieht die Realität anders aus und ein leider nicht zu verachtender Teil des Brutto-Gehalts findet nicht den Weg auf das eigene Konto. Die folgenden Faktoren machen den Unterschied zwischen Ihrem Brutto- und Netto-Gehalt aus.

  1. Die Einkommenssteuer

    Für viele Arbeitnehmer ist die Einkommenssteuer eher als Lohnsteuer bekannt. Diese ist ein Teil der Einkommenssteuer und wird für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit entrichtet. Doch auch für andere Einkünfte, beispielsweise aus selbstständiger Arbeit oder Vermietung und Verpachtung, muss Einkommenssteuer gezahlt werden. Die Höhe des Steuersatzes ist dabei abhängig von der Höhe des Einkommens. Der Einstiegssteuersatz beträgt 14 Prozent, der Spitzensteuersatz 45 Prozent.

  2. Die Steuerklassen

    Die Steuerklasse beeinflusst die Höhe der Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer. Dabei unterscheidet man in Deutschland zwischen sechs unterschiedlichen Steuerklassen.

    • Steuerklasse 1: Ledige, geschiedene oder allein lebende Arbeitnehmer ohne Kinder.
    • Steuerklasse 2: Ledige, geschiedene oder allein lebende Arbeitnehmer mit Kindern.
    • Steuerklasse 3: Verheiratete Alleinverdiener oder auch Doppelverdiener, wenn der Ehepartner die Steuerklasse 5 hat. In dieser Kombination sollte der Vielverdiener die Steuerklasse 3 erhalten.
    • Steuerklasse 4: Verheiratete Doppelverdiener, die ein ähnlich hohes Gehalt beziehen.
    • Steuerklasse 5: Wie Steuerklasse 3. Bei verheirateten Doppelverdienern sollte derjenige mit geringerem Gehalt die Steuerklasse 5 wählen.
    • Steuerklasse 6: Arbeitnehmer, die von mehreren Arbeitgebern nebeneinander Lohn beziehen

    Für Verheiratete ist es im Zweifelsfall ratsam, sich von einem Steuerberater informieren zu lassen, welche Steuerklassenkombination die größten Vorteile bringt.

  3. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag

    Nicht nur die Lohnsteuer hat Auswirkungen auf die Höhe des Netto-Gehalts. Arbeitnehmer müssen auch Kirchensteuer (bei Zugehörigkeit zu einer Kirche) und Solidaritätszuschlag zahlen. Je nach Bundesland liegt die Kirchensteuer bei 8 beziehungsweise 9 Prozent. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent. Bemessungsgrundlage ist in beiden Fällen die Lohnsteuer.

  4. Die Sozialversicherungen

    Neben den Steuern werden für Arbeitnehmer auch Beiträge zur Sozialversicherung fällig. Diese unterteilen sich in vier Bereiche:

    • Krankenversicherung. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse betragen im Jahr 2015 14,6 Prozent, wobei der Arbeitnehmernehmeranteil 7,3 Prozent beträgt. . Die Krankenkassen können allerdings Zusatzbeiträge erheben, die komplett vom Arbeitnehmer bezahlt werden müssen.
    • Rentenversicherung. Der aktuelle Beitrag zur Rentenversicherung beträgt 18,7 Prozent und wird jeweils zur Hälfte auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt.
    • Pflegeversicherung. Die Pflegeversicherung fällt mit 2,35 Prozent ins Gewicht, die zu gleichen Teilen auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber verteilt werden. Kinderlose Arbeitnehmer ab einem Alter von 23 Jahren zahlen einen Zuschlag in Höhe von 0,25 Prozent.
    • Arbeitslosenversicherung. Für die Arbeitslosenversicherung werden 3 Prozent fällig, die gleichmäßig auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer verteilt werden.
  5. Steuerfreibeträge

    Der Grundfreibetrag in Deutschland beträgt aktuell 8472 Euro für Alleinstehende Arbeitnehmer. Für gemeinsam veranlagte Ehepaare liegt dieser bei 16.944. Liegt das Gehalt unter dieser Grenze, sind Arbeitnehmer von der Zahlung der Lohnsteuer befreit. Doch es gibt noch weitere Freibeträge, die die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer reduzieren. Dazu zählt beispielsweise der Kinderfreibetrag, der aktuell bei 2184 Euro pro Elternteil liegt.

  6. Geldwerter Vorteil

    Hierbei handelt es sich um eine Sachleistung des Arbeitgebers, beispielsweise in Form eines Firmenwagens. Der daraus resultierende geldwerte Vorteil wird auf das Bruttogehalt angerechnet und reduziert somit das Nettogehalt, da sich die Steuerbelastung erhöht.

Mehr Netto vom Brutto

Extra-Tipp-IconZuviel gezahlte Lohnsteuer wird normalerweise erst im Rahmen der Steuererklärung bemerkt und dementsprechend im Folgejahr zurückerstattet. Wer jedoch nicht so lange auf sein Geld warten möchte und stattdessen jeden Monat mehr Netto erhalten will, kann einen Freibetrag beantragen.

Gerade für Arbeitnehmer mit hohen Werbekosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen kann so monatlich mehr Geld übrig bleiben. Worauf Sie beim Antrag auf Lohnsteuerermäßigung achten müssen, erfahren Sie hier.

Bewährte Tipps für die Gehaltsverhandlung

Brutto-Netto-GehaltUnd wo wir gerade schon beim Thema Gehalt sind: Sind Sie mit Ihrem Gehalt zufrieden? Oder wünschen Sie sich eine Neuverhandlung Ihrer Bezahlung? Gerade wenn die letzte Gehaltserhöhung schon einige Zeit zurückliegt, sollten Sie sich nicht unbedingt mit der jetzigen Situation zufrieden geben. Falls Ihnen jedoch der Mut oder das Wissen über die Herangehensweise fehlt: Mit diesen Tipps holen Sie in einer Gehaltsverhandlung das beste Ergebnis heraus:

  1. Machen Sie den ersten Verhandlungszug.

    Egal, um was Sie mit jemandem verhandeln – eine Gehaltserhöhung, den Preis für einen Gebrauchtwagen, einen Rabatt auf ein Kleid -, irgendjemand muss das erste Gebot machen. Und derjenige sollten Sie sein: Nicht nur, weil ein guter Verhandler seine Hausaufgaben gemacht hat und weiß, was seine Leistung auf dem Arbeitsmarkt wert ist – das Eröffnungsgebot hat einen enormen psychologischen Effekt, der sich sogar nachweisen lässt. Denn wer anfängt, endet signifikant häufiger mit einem Verhandlungsergebnis, das seinen Zielen entspricht. Was dabei psychologisch wirkt, ist der sogenannte Anker-Effekt. Um den Wert einer Sache bemessen zu können, sucht unser Gehirn nach Vergleichswerten. Findet es diese nicht, reicht ihm zur Not auch eine völlig aus der Luft gegriffene Zahl als Bezugspunkt. Oder eben das Eröffnungsgebot. Seien Sie beim Gehaltsgespräch also bloß nicht zu schüchtern, sondern nennen Sie Ihren Preis.

  2. Nie das erste Angebot akzeptieren.

    Umgekehrt: Akzeptieren Sie NIEMALS das erste (Gegen-)Angebot des Chefs. Es ist – logischerweise – nie sein bestes bei einer Gehaltsverhandlung. Indem er ein Angebot macht, verrät er sich aber und signalisiert Ihnen deutlich: Es besteht grundsätzlich Verhandlungsbereitschaft und -spielraum für eine Gehaltserhöhung. Diesen Spielraum gilt es jetzt auszuloten und zu nutzen. Am besten, indem Sie seine Zahl wiederholen, geschockt schauen und dann lange schweigen.

  3. Verhandeln Sie möglichst lange per E-Mail

    Wenn Sie mit jemandem verhandeln, gehen Sie auf Distanz. Kein Witz! Wie die Psychologin Marlone Henderson von der Universität von Texas in Austin in drei Studien feststellen musste, hat die räumliche Entfernung einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Verhandlungsergebnis. Oder anders ausgedrückt: Es macht einen Unterschied, ob unser Verhandlungspartner aus einem Meter oder eintausend Meter mit uns feilscht. „Die Leute neigen dazu, sich auf wichtigere Dinge zu konzentrieren, wenn der Abstand zwischen ihnen größer wird. Und sie diskutieren Probleme auf einer abstrakteren Ebene“, fasst Henderson das Ergebnis ihrer Forschung zusammen. „Die Leute sind auf Distanz weniger auf ihren eigenen Vorteil bedacht, sondern prüfen auch die Motive, die hinter Forderungen stehen und setzen entsprechend andere Prioritäten.“ In einer ersten Studie an der Universität von Chicago sollten 52 Studenten über den Kauf eines Motorrads verhandeln. Dabei konnten sie maximal 1000 Punkte erzielen – je nachdem wie gut das Ergebnis und die Kompromisse ausfielen, die sie dabei eingingen. Es zeigt sich: Wer weit von einander entfernt war (und beispielsweise per E-Mail verhandeln musste) erreichte im Schnitt 955 Punkte, wer dagegen mit Kommilitonen in der Nähe feilschte, schaffte nur 825 Punkte.

  4. Nennen Sie eine krumme Zahl.

    Wenn Sie Ihr Chef nach Ihren Gehaltsvorstellung fragt, sagen Sie lieber 4350 Euro als 4000 Euro. Denn wer in Verhandlungen eine präzise Zahl nennt, ist im Vorteil. Das haben Wissenschaftler um Malia Mason und Daniel Ames von der Columbia Business School herausgefunden. Grund: Wer einen präzisen Preisvorschlag macht, wirkt überzeugter und auch besser vorbereitet. Je krummer die Zahl, desto besser, sagt wiederum der Sozialpsychologe David Loschelder von der Universität des Saarlandes. Seine Studie hatte zwar wenig mit Gehaltsverhandlungen zu tun, ließe sich aber problemlos darauf übertragen. Laut Loschelder funktionieren die krummen Beträge vor allem, weil sie dem Käufer oder Verkäufer signalisieren: Ich weiß, was ich wert bin – und zwar auf den Euro genau. Das schmälert automatisch den psychologischen Verhandlungsspielraum. Zweiter Effekt: Wer sein Jahresgehalt in glatten Tausenderzahlen angibt (40.000, 50.000, 60.000, …) wird beim anschließenden Feilschen auch in Tausender- oder gar Fünftausenderschritten gedrückt. Wer dagegen eine krumme Zahl nennt (zum Beispiel 48.850 Euro), macht es dem Verhandlungspartner schwerer, den Preis zu drücken. Er wird jetzt tendenziell in Hunderterschritten denken und verhandeln.

Hier finden Sie 9 weitere Tipps zur Gehaltsverhandlung

In vier Schritten zum Bonus…

Extra-Tipp-IconSind Sie mit dem Gehalt zufrieden, würden aber gerne noch ein paar Boni herausschlagen? Mit diesen vier Schritten gelingt’s:

  1. Formulieren Sie klare Ziele

    Da die Höhe Ihrer Prämie später davon abhängt, ob Sie ein oder mehere Ziele erreichen, müssen diese eindeutig, konkret und vor allem messbar sein. „Mehr Zufriedenheit und bessere Stimmung im Team“ ist kein Ziel. Wie will man das objektiv messen? Mit solchen Zielen machen Sie sich nur abhängig von der Willkür Ihres Chefs und riskieren Ärger und Frust.

  2. Formulieren Sie realistische Ziele

    Schön, wenn Ihr Chef gerne hätte, dass Sie den Ertrag Ihrer Abteilung im kommenden Jahr um 20 Prozent steigern. Aber ist das auch zu schaffen? Insbesondere mit Bordmitteln? Achten Sie darauf, dass Ihre Ziele realisierbar bleiben – und zwar von Ihnen persönlich. Je mehr Variablen Sie in Ihrem Kalkül akzeptieren, desto vager wird die Rechnung. Falls der Boss auf seinen Vorgaben beharrt, versuchen Sie diese wenigstens in kleinere Meilensteine zu zerlegen. So können Sie eventuell immer noch ein paar Euro extra einstreichen, auch wenn Sie das Gesamtziel nicht geschafft haben.

  3. Ermitteln Sie Alternativen

    In manchen Unternehmen sind die Bonus-Regelungen exakt festgeschrieben. Hier ist es sinnvoll, die entsprechenden Passagen im Arbeitsvertrag vor der Unterschrift auszuhandeln. Andererseits bleibt hier und da vielleicht noch unerwähnter Spielraum – prüfen! Was ist mit dem Dienstwagen? Tankkostenzuschüssen, privater Nutzung? Was mit Aktienoptionen, Vorsorgezuschüssen oder anderen sozialen Leistungen?

  4. Machen Sie ein Protokoll

    Verhandeln ist gut, fixieren besser. An mündliche Absprachen erinnert sich mancher Chef vielleicht später nicht mehr. Das muss noch nicht einmal böser Wille sein (auch wenn es achtlos ist). Zudem könnte der Chef wechseln – und Sie stehen mit leeren Händen da.

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