Das Wichtigste in Kürze
- Wohlwollens- und Wahrheitspflicht: Das Arbeitszeugnis muss gemäß § 109 GewO und § 630 BGB stets wahr, wohlwollend und sachlich korrekt sein. Offene Kritik oder eine direkte, negative Bewertung sind darin verboten.
- Geheimcodes: Aus dem Grund haben sich in der Zeugnissprache indirekte Formulierungen (sog. Zeugniscodes) etabliert, um die wahre Bewertung zu verschlüsseln. Das ist erlaubt, solange die Formulierungen branchenüblich sind.
- Noten: Die Formulierungen entsprechen oft Schulnoten (1-6), müssen jedoch der tatsächlichen Leistung gerecht werden.
- Berichtigung: Arbeitnehmer können ein fehlerhaftes oder schlechtes Arbeitszeugnis (schlechter als Note 3) rechtlich anfechten oder eine Korrektur verlangen.
Grundsätzlich haben Arbeitnehmer in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis, sobald das Arbeitsverhältnis endet. Die Pflicht zur Ausstellung besteht für Arbeitgeber unabhängig von der Art des Beschäftigungsverhältnisses und der Arbeitszeit.
Arbeitszeugnis entschlüsseln – Tabelle
Was bedeuten die Sätze im Arbeitszeugnis wirklich? Zwischen den hübschen Zeugniszeilen steckt nicht selten knallharte Kritik. Ein vermeintliches Lob kann in Wahrheit eine glatte Note 4 oder 5 bedeuten. Vielen Laien und Arbeitnehmern fällt das Entschlüsseln der Geheimsprache in Arbeitszeugnissen jedoch schwer. Die folgenden Tabellen helfen Ihnen, die typischen Arbeitszeugnis-Formulierungen zu entschlüsseln. Das bedeuten sie im Klartext:
Gesamtbewertung
„Er/Sie erfüllte seine/ihre Aufgaben…“
Note |
Formulierung |
| 1 (sehr gut) | „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.“ |
| 2 (gut) | „stets zu unserer vollen Zufriedenheit.“ |
| 3 (befriedigend) | „zur vollen Zufriedenheit.“ |
| 4 (ausreichend) | „zur Zufriedenheit.“ |
| 5 (mangelhaft) | „im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit.“ |
| 6 (ungenügend) | „hat sich bemüht.“ |
Fachwissen
„Er/Sie verfügte über…“
Note |
Formulierung |
| 1 | „hervorragendes Fachwissen, das er/sie jederzeit äußerst sicher und erfolgreich in der Praxis einsetzte.“ |
| 2 | „sehr gutes Fachwissen, das er/sie sicher und zielführend in seinen/ihren Aufgaben einsetzte.“ |
| 3 | „gutes Fachwissen, das er/sie sicher in der Praxis einsetzte.“ |
| 4 | „Fachwissen, das er/sie für die Erledigung seiner Aufgaben einsetzte.“ |
| 5 | „den Anforderungen entsprechendes Fachwissen, das er/sie im Allgemeinen korrekt einsetzte.“ |
Arbeitsbereitschaft
„Er/Sie zeigte…“
Note |
Formulierung |
| 1 | „stets eine außergewöhnlich hohe Eigenmotivation und besondere Leistungsbereitschaft.“ |
| 2 | „stets hohe Eigenmotivation und Leistungsbereitschaft.“ |
| 3 | „Eigenmotivation.“ |
| 4 | „Interesse an den Aufgaben und war motiviert.“ |
| 5 | „zeigte Interesse und erledigte übertragene Aufgaben.“ |
Arbeitsweise
„Er/Sie arbeitete…“
Note |
Formulierung |
| 1 | „stets äußerst effizient und sehr sorgfältig.“ |
| 2 | „stets ordentlich und sorgfältig.“ |
| 3 | „ordentlich und sorgfältig.“ |
| 4 | „mit Sorgfalt.“ |
| 5 | „im Allgemeinen sorgfältig.“ |
Arbeitsbefähigung
„Er/Sie…“
Note |
Formulierung |
| 1 | „verfügte über eine sehr schnelle Auffassungsgabe und herausragendes Urteilsvermögen.“ |
| 2 | „verfügte eine sehr gute Auffassungsgabe und Urteilsvermögen.“ |
| 3 | „verfügte über eine gute Auffassungsgabe.“ |
| 4 | „erfasste neue Aufgaben in angemessener Zeit.“ |
| 5 | „konnte neue Aufgaben im Allgemeinen erfassen und umsetzen.“ |
Zuverlässigkeit
„Er/Sie…“
Note |
Formulierung |
| 1 | „war stets äußerst zuverlässig und erledigte alle ihm/ihr übertragenen Aufgaben sehr gewissenhaft.“ |
| 2 | „war immer zuverlässig und kümmerte sich gewissenhaft um alle übertragenen Aufgaben.“ |
| 3 | „war zuverlässig und erledigte übertragene Aufgaben gewissenhaft.“ |
| 4 | „bearbeitete wichtige Aufgaben zuverlässig.“ |
| 5 | „arbeitete im Allgemeinen zuverlässig.“ |
Weiterbildung
„Er/Sie zeigte…“
Note |
Formulierung |
| 1 | „stets sehr großes Engagement in Weiterbildungen und eignete sich in kurzer Zeit umfassend neues Wissen an.“ |
| 2 | „stets hohe Bereitschaft zur Weiterbildung und setzte das erworbene Wissen gut in der täglichen Arbeit ein.“ |
| 3 | „zeigte Interesse an Weiterbildungen und nutzte die angebotenen Möglichkeiten.“ |
| 4 | „nahm an erforderlichen Weiterbildungsmöglichkeiten teil.“ |
| 5 | „war im Allgemeinen bereit zur Teilnahme an erforderlichen Weiterbildungsmaßnahmen.“ |
Führungsqualität
„Sein/Ihr Führungsverhalten…“
Note |
Formulierung |
| 1 | „war jederzeit vorbildlich und von hoher sozialer Kompetenz geprägt.“ |
| 2 | „war stets einwandfrei und von Teamorientierung geprägt.“ |
| 3 | „war immer einwandfrei“ |
| 4 | „war einwandfrei.“ |
| 5 | „entsprach im Allgemeinen den Anforderungen der Position.“ |
Sozialverhalten
„Sein/Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden…“
Note |
Formulierung |
| 1 | „war stets vorbildlich und von größter Wertschätzung und Zuverlässigkeit geprägt.“ |
| 2 | „war vorbildlich und stets einwandfrei.“ |
| 3 | „war einwandfrei.“ |
| 4 | „war korrekt.“ |
| 5 | „war im Allgemeinen angemessen.“ |
Schlussformel
„Herr/Frau Muster verlässt zum TT.MM.JJJJ…“
Note |
Formulierung |
| 1 | „auf eigenen Wunsch unser Unternehmen. Wir bedauern das Ausscheiden sehr und bedanken uns herzlichst für die stets herausragenden und engagierten Leistungen.“ |
| 2 | „auf eigenen Wunsch unser Unternehmen. Wir bedauern diesen Schritt und danken für stets gute Leistungen und angenehme Zusammenarbeit.“ |
| 3 | „in gegenseitigem Einverständnis unser Unternehmen. Das bedauern wir und danken für die gute und angenehme Zusammenarbeit.“ |
| 4 | „in gegenseitigem Einverständnis unser Unternehmen. Wir bedauern das und danken für die Mitarbeit.“ |
| 5 | „unser Unternehmen.“ |
Zukunftswünsche
„Wir wünschen Herr/Frau Muster…“
Note |
Formulierung |
| 1 | „für seinen/ihren beruflichen und privaten Weg von Herzen weiterhin viel Erfolg und alles Gute.“ |
| 2 | „beruflich und privat weiterhin viel Erfolg und alles Gute.“ |
| 3 | „für seinen/ihren weiteren Berufsweg alles Gute.“ |
| 4 | „auf seinem/ihrem weiteren Weg Erfolg und alles Gute.“ |
| 5 | „für den weiteren Berufsweg viel Glück.“ |
Hinweis: Hinter der Abschlussformulierung steckt mehr als eine reine Höflichkeitsformel. Sie drückt (bei vollständiger und richtiger Formulierung) die persönliche Wertschätzung des Arbeitgebers aus und rundet den Gesamteindruck des Zeugnisses positiv ab. Die Schlussformel besteht immer aus vier Teilen:
- Trennungsgrund
Aus welchem Grund endet die Zusammenarbeit, wer hat gekündigt? - Bedauern
Unternehmen bedauert den Verlust eines guten Mitarbeiters. - Dank
Arbeitgeber bedankt sich für die Zusammenarbeit und gute Leistungen. - Zukunftswünsche
Dem Mitarbeiter wird für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg gewünscht.
Weil die Schlussformulierung aber freiwillig ist und es keinen Anspruch darauf gibt, hat sie für Personalverantwortliche eine hohe Bedeutung: Fehlen etwa Dank oder Zukünftswünsche, gilt das als verstecktes Indiz für eine schlechte Note im Arbeitszeugnis.
Wie schlecht darf ein Arbeitszeugnis sein?
Das Arbeitszeugnis muss mindestens die Note 3 („befriedigend“) haben. Schlechtere Zeugnisnoten muss der Arbeitgeber begründen und beweisen. Die Beweislast für ein „gutes“ oder „sehr gutes“ Zeugnis liegt hingegen beim Arbeitnehmer (BAG-Urteil, 9 AZR 584/13).
Bedeutung häufiger Arbeitszeugnis-Codes
Ob es sich um ein „sehr gutes“ oder schlechtes Zeugnis handelt, zeigt sich nicht nur an den Noten im qualifizierten Arbeitszeugnis. Achten Sie ebenfalls auf die Geheimcodes und versteckte Bedeutungen. Hinter verschiedenen Formulierungen steckt kein nettes Urteil, sondern versteckte Kritik. Wir erklären die Bedeutung der einzelnen Zeugnisformulierungen:
Leistungsbeurteilungen – wahre Bedeutung
Zeugnistext |
Bedeutung |
| „Er/Sie war bei Kunden schnell beliebt.“ | „Er/Sie machte zu viele und zu schnelle Zugeständnisse.“ |
| „Er/Sie bemühte sich, den Anforderungen gerecht zu werden.“ | „Er/Sie war ständig überfordert.“ |
| „Er/Sie machte sich mit großem Elan an die übertragenen Aufgaben.“ | „Er/Sie arbeitete chaotisch und ohne System.“ |
| „Er/Sie setzte sich im Rahmen seiner/ihrer Fähigkeiten ein.“ | „Er/Sie war leider komplett unfähig.“ |
| „Durch seine/ihre Pünktlichkeit war er/sie ein gutes Beispiel.“ | „Leider leistete er/sie nicht viel mehr als Pünktlichkeit.“ |
| „Er/Sie verstand es, alle Aufgaben erfolgreich zu delegieren.“ | „Er/Sie war faul und wälzte Arbeit gekonnt auf die Kollegen ab.“ |
| „Er/Sie zeigte für seine/ihre Arbeit Verständnis und Interesse.“ | „Er/Sie hat wenig geschafft und war kaum zu motivieren.“ |
| „Er/Sie war seinen/ihren Mitarbeitern ein verständnisvoller Vorgesetzte/r.“ | „Er/Sie konnte sich nicht durchsetzen.“ |
| „Er/Sie verfügte über Fachwissen und gesundes Selbstvertrauen.“ | „Er/Sie glich fehlendes Wissen mit forschem Auftreten aus.“ |
| „Er/Sie hat Aufgaben zu seinem und im Interesse der Firma gelöst.“ | „Er/Sie beging Diebstahl oder andere schwere Vergehen.“ |
| „Er/Sie engagierte sich für die Interessen der Kollegen.“ | „Er/Sie war im Betriebsrat tätig.“ |
Verhaltensbeurteilung – wahre Bedeutung
Zeugnistext |
Bedeutung |
| „Er/Sie zeigte Einfühlungsvermögen in die Belange der Belegschaft.“ | „Er/Sie flirtete auf der Arbeit.“ |
| „Er/Sie hatte umfassendes Verständnis für die Belange der Mitarbeiter.“ | „Er/Sie ist homosexuell.“ |
| „Er/Sie trug mit Geselligkeit zum Betriebsklima bei.“ | „Er/Sie trank Alkohol auf der Arbeit.“ |
| „Er/Sie war tüchtig in der Lage, seine/ihre Meinung zu vertreten.“ | „Er/Sie konnte keinerlei Kritik vertragen.“ |
| „Er/Sie zeigte eine erfrischende Art im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten“ | „Er/Sie war sehr frech und hatte keine Manieren.“ |
| „Er/Sie wusste sich gut zu verkaufen.“ | „Er/Sie stand gerne im Mittelpunkt.“ |
| „Er/Sie war umgänglich und kontaktbereit.“ | „Er/Sie war bei anderen nicht sehr beliebt.“ |
| „Sein/Ihr Verhalten gegenüber Kollegen, Kunden und Vorgesetzten…“ | „Er/Sie hatte Probleme mit dem Chef (der wird zuletzt genannt).“ |
Trennungsgrund – wahre Bedeutung
Zeugnistext |
Bedeutung |
| „Herr/Frau Muster verlässt uns auf eigenen Wunsch.“ | „Herr/Frau Muster hat selbst gekündigt.“ |
| „Herr/Frau Muster verlässt uns im gegenseitigen Einvernehmen.“ | „Herr/Frau Muster wurde gekündigt.“ |
| „Wir trennten uns von Herrn/Frau Muster.“ | „Es gab eine fristlose Kündigung.“ |
| „Das Arbeitsverhältnis wird zum TT.MM.JJJJ aufgelöst.“ | „Es wurde ein Aufhebungsvertrag unterzeichnet.“ |
200 Arbeitszeugnis-Geheimcodes – und was sie bedeuten
Negative Botschaften und Geheimcodes im Arbeitszeugnis können Sie jetzt ganz einfach entschlüsseln. Nutzen Sie dazu unsere kostenlose Tabelle mit 200 Arbeitszeugnis-Formulierungen – und was sie wirklich bedeuten. Gleich die Arbeitszeugnis-Geheimcode-Tabelle herunterladen:
Neue fiese Tricks und Formulierungen im Zeugnis
Immer wieder nutzen Personaler neue Verschlüsselungen, um wahre Bewertungen zu verschleiern. In den vergangenen Jahren haben sich hierbei neue Codes entwickelt, die negative Botschaften enthalten. Auf diese Tricks müssen Sie achten:
-
Betonung von Unwichtigem
Unternehmen entscheiden selbst, welche Leistungen und Fähigkeiten im Zeugnis beurteilt werden. Je mehr unwichtige Dinge dort stehen, desto schlechter ist das Zeugnis. Selbstverständlichkeiten wie „Er/Sie war pünktlich“ oder „Er/Sie zeigte sich höflich“ sind negative Botschaften.
-
Auslassen von Aufgaben und Fähigkeiten
Je nach Job gibt es typische Aufgaben und Fähigkeiten, die zum Berufsprofil gehören und erwartet werden (siehe: Zeugnisbrauch). Diese wichtigen Punkte dürfen nicht einfach ausgelassen werden. Fehlt eine notwendige Qualifikation, fällt das jedem anderen Personaler sofort auf.
-
Reihenfolge von Auszählungen
Werden die wichtigsten Aufgaben oder Qualifikationen nicht zuerst, sondern erst am Schluss genannt, gilt das als versteckte Kritik. Das gilt auch bei anderen Beispielen: „Sein/Ihr Verhalten gegenüber Kunden, Kollegen und Vorgesetzten“ Hier sollte der Chef zuerst genannt werden – die falsche Reihenfolge deutet auf Konflikte hin.
-
Übertreibungen von Formulierungen
„Er/Sie verfügte jederzeit über eine außergewöhnlich brillante Art, sein herausragendes Wissen mit allen Kollegen zu teilen“ Übersteigen die Formulierungen sogar eine sehr gute Note deutlich, steckt hinter der Übertreibung das genaue Gegenteil.
-
Verneinung von Inhalten
„Seine/Ihre Pünktlichkeit gab keinen Anlass zu Beanstandungen“ – Würde das stimmen, wäre es nicht erwähnenswert. So aber weckt es bewusst Zweifel. Achten Sie auf Formulierungen, die durch ein „nicht“, „kein“ oder „nie“ positiv klingen.
-
Passivität von Mitarbeitern
„Ihm/Ihr wurden Aufgaben übertragen.“ – Das klingt nicht nach Eigeninitiative und Engagement. Zu viele passive Formulierungen im Arbeitszeugnis machen ebenfalls einen negativen Eindruck.
Prüfen Sie Arbeitszeugnis-Formulierungen stets genau und hinterfragen Sie, was wirklich gemeint ist. Bei schlechter Beurteilung können Sie das Arbeitszeugnis anfechten.
Arbeitszeugnis: Unzulässige Formulierungen
Bei allen Arbeitszeugnis-Formulierungen und Noten gilt: Es gibt Grenzen! Folgende Hinweise und Formulierungen sind auch in versteckter oder indirekter Form verboten:
- Hinweise auf Zugehörigkeit zu einer Ethnie oder Religion
- Sexuelle Orientierung
- Mitgliedschaft in Gewerkschaft, Betriebsrat oder Partei
- Gesundheitliche Probleme und Behinderung
- Schwangerschaft, Mutterschutz und Erziehungsurlaub
- Fehlzeiten (Ausnahme: negativer Einfluss auf Arbeitsverhältnis)
- Nebentätigkeiten (Ausnahme: Verstoß gegen Arbeitsvertrag)
- Straftaten (Ausnahme: Zusammenhang mit Job)
- Kündigungsgründe
- Genaue Gehaltsangaben
- Informationen zu Familie oder Freizeitverhalten
Arbeitsgerichte achten hierbei genau auf Doppeldeutigkeiten. Der Satz „Gerne stehen wir jedem zukünftigen Arbeitgeber hinsichtlich Nachfragen über die Qualität der geleisteten Arbeit zur Verfügung“ war unzulässig und musste laut Arbeitsgericht Herford (2 Ca 1502/08) gestrichen werden. Die Formulierung klingt zu sehr nach versteckter Kritik.
FAQ – Die häufigsten Fragen zum Arbeitszeugnis
In Deutschland hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis, wenn ein Beschäftigungsverhältnis endet (§ 109 Gewerbeordnung, § 630 BGB). Bei einer Kündigung muss der Arbeitgeber ein entsprechendes Zeugnis ausstellen.
Unterschieden werden zwei Arten: Das einfache Arbeitszeugnis gibt nur Auskunft über Art und Dauer der Beschäftigung. Hier geht es um Fakten der Anstellung. Das qualifizierte Arbeitszeugnis beinhaltet zusätzlich eine Bewertung der Leistung und des Sozialverhaltens. Es ist länger und aussagekräftiger – und für Bewerbungen wichtig.
Das Arbeitszeugnis muss wahr und wohlwollend formuliert sein. Offene Kritik und direkte negative Aussagen zum Arbeitnehmer sind verboten. Das soll sicherstellen, dass ein Zeugnis die weitere Jobsuche und damit die Karriere nicht beeinträchtigt.
Das Arbeitszeugnis darf keine Angaben zu Krankheit, Schwangerschaft, Elternzeit, Mutterschutz, Religion, sexueller Orientierung oder einer Aktivität in Betriebsrat oder Gewerkschaft machen.
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