Das Bewerbungsanschreiben nimmt in der Regel die meiste Zeit bei der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen in Anspruch. Nicht nur die eigenen Erwartungen wollen erfüllt werden, sondern natürlich geht es in erster Linie darum, Personaler und Unternehmen zu überzeugen. Und so wird endlos am Bewerbungsanschreiben gefeilt, formuliert, verbessert, noch einmal umgeschrieben und alles wieder komplett verworfen, bis endlich alles so perfekt wie möglich ist. Ein Aufwand, der sich lohnt, denn das Bewerbungsanschreiben kann Ihre Eintrittskarte zum Vorstellungsgespräch sein, in dem Sie den Job endgültig an Land ziehen können. Um Ihnen zu helfen, alle Fragen zu klären und Zweifel zu beseitigen, haben wir viele kostenlose Muster, Vorlagen und Beispiele so wie alle Tipps für das Bewerbungsanschreiben in einem umfassenden Dossier zusammengetragen...

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Bewerbungsanschreiben: Muster, Vorlagen, Beispiele

Das Wichtigste gleich zu Beginn: Wir haben 20 kostenlose Muster, Vorlagen und Beispiele von Bewerbungsansschreiben für Sie erstellt, die Sie sich ganz einfach durch einen Klick auf das entsprechende Bild herunterladen können. Diese können Sie im Anschluss frei umgestalten, so erhalten Sie unzählige Möglichkeiten, um Ihr Bewerbungsanschreiben genau nach Ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Und das sollten Sie auch tun! Ein Bewerbungsanschreiben sollte Ihrer Persönlichkeit entsprechen - nicht nur inhaltlich, sondern auch im Design. Zusätzlich sollte der Gesamteindruck Ihrer Bewerbungsunterlagen stimmen, die Gestaltung sollte möglichst einheitlich sein und individuell angepasst werden.

Gleiches gilt natürlich auch für den Inhalt und die Formulierungen. Sie dürfen sich gerne an unseren Beispielen und Vorlagen orientieren und von ihnen inspirieren lassen, am Ende ist Ihr Bewerbungsanschreiben aber nur dann überzeugend und erfolgreich, wenn es genau auf die jeweilige Stelle und Sie persönlich zugeschnitten wird.

Ein zusätzlicher Tipp: Wenn Ihnen die Hintergrundbilder nicht gefallen, reicht es meist, das sogenannte Wasserzeichen im Dokument zu entfernen oder auszutauschen...

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Weitere kostenlose Design-Vorlagen - etwa für den Lebenslauf - finden Sie HIER.

Bewerbungsanschreiben: Der richtige Aufbau

Im Bewerbungsanschreiben soll alles stimmen, um den bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen und dem Personaler gar keine andere Wahl zu geben, als eine Einladung zum persönlichen Kennenlernen auszusprechen. Damit dies gelingt, kommt es bereits auf den richtigen Aufbau an.

Dieser lässt sich in einige klassische Punkte unterteilen, die in der folgenden Muster-Grafik dargestellt sind.

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Wenn Sie sich an diesem Aufbau orientieren, haben Sie alle wichtigen Punkte abgedeckt. Um vollkommen sicher zu gehen, können Sie sich auch noch einmal an dieser Checkliste für das Bewerbungsanschreiben absichern, ob Sie wirklich an alles gedacht haben.

Aufbau des Bewerbungsanschreibens von oben nach unten:

  • Absenderadresse (Name, Adresse, Telefonnummer (auch mobil), E-Mail-Adresse)
  • Datum (steht rechts; Tag der Fertigstellung)
  • Empfängeradresse (Firma, Vor- und Zuname des Adressaten, Adresse)
  • Kein Bewerbungsfoto (gehört in den Lebenslauf!)
  • Betreff (Bei Blindbewerbungen reicht "Bewerbung", ansonsten ist hier der konkrete Bezug zur Stellenanzeige Pflicht: "Bewerbung als ..., Ihre Stellenanzeige vom 24. Juli 2015 in der Lokalzeitung XY")
  • Anrede (Immer persönlich, nie: "Sehr geehrte Damen und Herren" - Ansprechpartner recherchieren!)
  • Einstieg & Einleitungssatz
  • Kurzdarstellung des Profils (Stärken und Soft Skills - mit Beispiel)
  • Bezug zum Unternehmen
  • Eventuell Hinweis auf sonstige Kenntnisse (etwa Fremdsprachen)
  • Eventuell Hinweis auf Referenzen (Ansprechpartner von früheren Jobs)
  • Eventuell Hinweis auf Kündigungsfristen und möglichen Eintrittstermin
  • Falls verlangt: Gehaltsvorstellungen (Spanne ist besser als exakter Betrag)
  • Abschlusssatz & Grußformel
  • Unterschrift (folgt direkt nach der Grußformel am Ende des Schreibens)
  • Anlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate)

Wo hat das Bewerbungsanschreiben seinen Platz?

Das Bewerbungsanschreiben ist neben dem Lebenslauf das wichtigste Dokument Ihrer Unterlagen. Dies zeigt sich auch in der Positionierung des Bewerbungsanschreibens: Klassischerweise liegt es bei in einer Bewerbungsmappe oben auf und ist somit der erste Teil Ihrer Bewerbung, den ein Personaler zu Gesicht bekommt.

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Ob das Bewerbungsanschreiben wirklich zuerst gelesen wird, ist jedoch noch einmal eine andere Frage. Viele Personalverantwortliche bevorzugen für einen ersten und vor allem schnellen Überblick über einen Kandidaten den Lebenslauf, um auf einen Blick alle wichtigen Informationen einsehen zu können.

Ein wenig anders sieht es bei einer E-Mail Bewerbung aus. Hier haben Sie bei der Positionierung Ihres Bewerbungsanschreibens ein wenig mehr Spielraum und können selbst entscheiden. In der Regel wird in diesem Fall das Bewerbungsanschreiben in PDF-Form als Anhang der E-Mail beigefügt und gemeinsam mit den anderen Dokumenten zum Download für den Personaler bereit gestellt.

Denkbar ist aber auch, dass Sie Ihr Bewerbungsanschreiben direkt als Text in die E-Mail einfügen. Falls vom Unternehmen keine genaueren Vorgaben für die Unterlagen gemacht werden, sind beide Varianten möglich und es gibt kein richtig oder falsch.

Viele Unternehmen geben für den Bewerbungsprozess aber an, dass Sie die Bewerbungsunterlagen beispielsweise als PDF im Anhang der E-Mail wünschen.

Bewerbungsanschreiben: Wichtige Formalitäten und Vorschriften

Bewerbungsanschreiben Normen Formalitäten Vorschriften Muster TippsNiemand beschäftigt sich gerne damit, doch ein paar Formalitäten gehören beim Bewerbungsanschreiben einfach dazu. Trotz Kreativität sollten Sie sich an einige Regeln halten, wenn Sie Ihr Schreiben erstellen.

Auf der sicheren Seite sind Bewerber grundsätzlich, wenn sie eine Bewerbung nach DIN 5008 verfassen. Betrachten Sie es aus der Perspektive des Personalers: Der muss meist mehrere Bewerbungen sichten und vergleichen. Je einfacher und übersichtlicher Sie ihm das machen, desto sympathischer ist ihm Ihre Bewerbung.

Das sind die Grundregeln, die Ihre Bewerbungschancen indirekt steigern:

  • Die Länge des Bewerbungsanschreibens

    Grundsätzlich gilt: Berufseinsteiger sollten nie mehr als eine Seite schreiben. Ältere, die schon mehr Erfahrung gesammelt haben, dürfen auch ein zweiseitiges Anschreiben verfassen. Trotzdem sollte es kompakt bleiben.


  • Die Wahl des Papiers

    Das Papie (Standard: DIN A4) ist idealerweise nicht nur einfaches Kopierpapier, sondern hat eine hochwertige Qualität. Das kann man vor allem fühlen, wenn das Bewerbungsanschreiben in die Hand genommen wird. Die Blätter haben natürlich keine Flecken, Knicke, Eselsohren. Der Druck ist scharf und verwischt nicht (Laserdruck ist am besten).


  • Die Schriftart

    Verwenden Sie keine ausgefallenen Schnörkelschriften, um sich abzuheben oder um jeden Preis aufzufallen. Das wirkt affektiert, wenig professionell und ist teilweise auch einfach nicht leserlich. Was zählt, ist der Inhalt. Also lieber auf Schriftarten wie Helvetica, Verdana, Times oder Georgia zurückgreifen.


  • Die Schriftgröße

    . Hierbei kommt es darauf an, dass die Schrift möglichst lesefreundlich sein sollte. Orientieren Sie sich hierbei an der sogenannten 11-13-15-Regel: In 11-Punkt sollte der gesamte Fließtext stehen, also alle längeren Textpassagen des Lebenslaufs oder Anschreibens. Verwenden Sie dafür möglichst eine Schrift mit Serifen – wie die Times oder Georgia. Die sind besonders gut bei längeren Texten lesbar.

    Die 13-Punkt-Schrift sollte Datum, Adressen, Zwischenüberschriften (gilt eher für den Lebenslauf) vorbehalten bleiben. Gerne auch gefettet. Hierfür eignen sich eher groteske Schrifttypen ohne Serifen – wie die Arial oder Helvetica.

    Die Schriftgröße von 15-Punkt wiederum verwenden Sie bitte ausschließlich für Ihren Namen im Kopf jeder Seite. Er soll am meisten herausstechen. Auch hierfür eignet sich eine serifenlose Schrift am besten. Und warum die krummen Größen? Weil die meisten anderen Bewerber 12-14-16-Schriftgrößen verwenden - 12-Punkt ist die Standardeinstellung bei Word.


  • Die Seitengestaltung

    Einzüge, Linien und der Zeilenabstand sollten auf sämtlichen Seiten einheitlich sein, ebenso der Seitenrand. Die Bewerbung bekommt sonst leicht einen Patchwork-Charakter. Ein eineinhalbzeiliger Zeilenabstand hat sich bewährt - wirkt luftig. Ebenso 2 Zentimeter Seitenabstand links und rechts.


  • Die Formulierungen

    Hauptsachen in Hauptsätze lautet eine alte Journalistenregel. Vermeiden Sie deshalb Schachtel- oder zu viele Relativsätze, die über mehrere Zeilen gehen. Kurze Hauptsätze wirken stärker. Ebenso Verben statt Adjektive. Und vermeiden Sie verquaste Hauptwörter, die auf -ung, -heit oder -keit enden. Die lassen sich immer durch entsprechende Verben ersetzen. Liest sich auch viel flüssiger.


  • Die Individualität

    Auch wenn wir Ihnen oben schon einige Bewerbungsmuster und Vorlagen zur Verfügung gestellt haben: Schreiben Sie jede Bewerbung trotzdem individuell und nie aus Ratgebern einfach ab. Die lesen auch Personalverantwortliche - und erkennen darin geistige Faulheit und eben die Massenbewerbung. Und das bei Ihrer ersten Arbeitsprobe!

Wenn Sie sich ganz formal an alle Vorschriften der DIN Bewerbung halten wollen, können Sie sich an der folgenden Grafik orientieren:

Bewerbungsanschreiben DIN Norm Beispiel Vorlage Muster Tipps Grafik

Bewerbungsanschreiben: Der optimale Inhalt

Der Aufbau des Bewerbungsschreibens ist natürlich wichtig, doch den größten Einfluss auf den Erfolg hat natürlich der Inhalt. Wer hier seine Motivation, die eigene Eignung und den Nutzen für den Arbeitgeber auf den Punkt bringt, hat den zahlreichen Mitbewerbern bereits einen großen Schritt voraus.

Genau hier liegt aber auch das Problem und der Inhalt ist der Grund, weshalb Bewerber stundenlang über ihrem Bewerbungsanschreiben brüten und einfach nicht wissen, was sie schreiben sollen. Wir wollen hier auch keine Lügen erzählen und behaupten, es wäre leicht, ein gutes Bewerbungsanschreiben zu verfassen. Es erfordert Recherche, Selbstreflexion und auch die nötige Zeit, um alles in die richtigen Worte zu fassen.

Allerdings kann jeder lernen, ein erfolgreiches Bewerbungsanschreiben zu verfassen. Wir zeigen, worauf es beim Inhalt in den einzelnen Abschnitten ankommt, um Personaler zu überzeugen.

  • Bewerbungsanschreiben: Die Einleitung

    Die Einleitung macht zwar nur den ersten und einen vergleichsweise kleinen Teil Ihres Bewerbungsanschreibens aus, trotzdem sollten Sie nicht den Fehler machen und dieses Element vernachlässigen oder als selbstverständlich betrachten. Das beginnt schon beim Einleitungssatz. Mit einem hiermit bewerbe ich mich... zeigen Sie weder Motivation noch Kreativität, sondern greifen nur ganz tief in die Kiste mit den bekannten Floskeln.

    Besser ist es, gleich persönlich zum Punkt zu kommen. Viele Bewerbungsanschreiben lassen sich schon dadurch verbessern, dass unnötiges Geschwafel gekürzt wird. Das gilt auch für die Einleitung, die oft dramatisch in die Länge gezogen wird, ohne wirklich etwas zu sagen. Bringen Sie stattdessen das Wesentliche kurz und knapp rüber.

    Ein guter Einstieg ist etwa der Bezug zu einem vorherigen Telefonat mit dem Personaler. So erinnert dieser sich gleich an Sie und Sie haben einen ganz persönlichen Einstieg ins Bewerbungsanschreiben. Doch auch ohne kann ein guter erster Satz gefunden werden. Es geht um Originalität und um Ihre Motivation für Job und Arbeitgeber - verpackt in einem Satz.

    Zum Beispiel so:

    Sehr geehrter Herr XX,

    schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit _____________. Als ich dann Ihre Stellenanzeige vom _____________ las, wusste ich sofort: Das passt! Die Herausforderungen sowie die Perspektiven, die diese Position bieten, haben mich sofort begeistert...



    Oder so:

    Sehr geehrte Frau YY,

    ich bedanke mich noch einmal herzlich für das Telefonat, das mich noch weiter in dem Wunsch, für Ihr Unternehmen zu arbeiten, bekräftigt hat. Wie Sie hoffentlich bereits merken konnten, lege ich großen Wert auf Eigeninitiative und Motivation - zwei Eigenschaften, die mich zusammen mit meiner Professionalität und dem Wunsch nach persönlicher und beruflicher Entwicklung zum perfekten Kandidaten für Sie machen.

    Dabei darf es ruhig auch konkreter werden, indem Sie beispielsweise auf aktuelle Produkte oder Entwicklungen des Unternehmens eingehen. Das zeigt zudem, dass Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben und wissen, was auf der aktuellen Agenda steht. Aber bitte immer kurz und knapp.


  • Bewerbungsanschreiben: Der Hauptteil

    Der Hauptteil beschäftigt sich mit Eigenmarketing und Selbstpräsentation. Das fällt nicht jedem leicht, doch gehört zu jedem Bewerbungsanschreiben dazu. Hier ist Ihre Chance, Ihre Fähigkeiten, Soft Skills, Stärken und Qualifikationen einzugehen.

    Die Gefahr besteht darin, dass Sie einfach nur positive Beschreibungen von sich selbst aneinanderreihen. Ich bin..., Ich kann..., Ich habe... Das mag alles seine Richtigkeit haben, wirkt im Bewerbungsanschreiben aber langweilig und dazu egozentrisch.

    Um den Hauptteil richtig zu gestalten und trotzdem den gewünschten Inhalt zu vermitteln, sollten Sie auf konkrete Beispiele setzen, in denen Sie Ihre Fähigkeiten bereits unter Beweis gestellt haben - und in denen Ihr Ex-Arbeitgeber von Ihren Kenntnissen und Qualifikationen profitieren konnte. Nicht Ich bin teamfähig und kann Verantwortung übernehmen, sondern eine Erfolgsgeschichte, bei der Sie im Team die Verantwortung übernommen und damit einen Erfolg erzielt haben.

    Wichtig ist auch: Klasse statt Masse. Es ist falsch, jede einzelne Fähigkeit und positive Eigenschaft aufzuzählen, die Sie besitzen. Konzentrieren Sie sich lieber auf wenige, die dafür aber wirklich zum Unternehmen und zum Job passen. Drei mit Beispielen untermauerte Punkte wirken bei Personalern stärker als sieben Fähigkeiten oder Eigenschaften, die keinerlei Beleg oder Bezug zum Unternehmen haben.


  • Bewerbungsanschreiben: Der Bezug

    Nach der Darstellung Ihres Könnens geht es nun darum, einen Bezug zum Unternehmen herzustellen, einen Mehrwert zu schaffen und zu begründen, warum genau Sie eingestellt werden sollten. Ein wenig direkter formuliert: Personaler müssen entscheiden, ob Sie das Gehalt auch wirklich wert sind.

    Hier hilft es zu wissen, mit welchen Aufgaben und Herausforderungen der Arbeitgeber momentan zu tun hat und wie Ihre Aufgabenfelder aussehen werden. Anschließend können Sie Ihren bisherigen Werdegang auswerten und passende Erfolge wählen, die zeigen, was genau Sie mitbringen und wie das Unternehmen davon profitieren wird.

    Vielleicht haben Sie im Studium eine Arbeit über das Thema verfasst, vielleicht konnten Sie in einem Praktikum Erfahrungen in genau diesem Bereich sammeln oder beim letzten Arbeitgeber haben Sie ein Projekt betreut und erfolgreich geleitet. Sie haben zwar nicht viel Platz, doch sollten Sie ruhig etwas ins Detail gehen. Besonders konkrete Zahlen wirken gut, um einen Mehrwert zu verdeutlichen.

    Geben Sie in Ihrem Bewerbungsanschreiben an, dass Sie den Umsatz um 12 Prozent steigern konnten, die Kundenzufriedenheit um 33 Prozent gestiegen ist oder die Reichweite einer Kampagne um 50 Prozent gewachsen ist. Denken Sie aber immer daran: Es muss ein klarer Bezug zum Unternehmen erkennbar sein.


  • Bewerbungsanschreiben: Der Schluss

    Der Schluss des Bewerbungsanschreibens findet leider häufig nur wenig Beachtung. Ein Fehler, denn es ist der letzte Eindruck, den Sie dem Personaler mit auf den Weg geben. Dieser sollte freundlich und motiviert, vor allem aber auch selbstbewusst sein. Verzichten Sie deshalb unbedingt auf den Konjunktiv. Das macht Sie zum Bittsteller und wirkt, als wären Sie selbst nicht von sich und Ihrer Eignung für die Stelle überzeugt.

    Sie sind die beste Besetzung und präsentieren sich auch als solche. Ich würde mich freuen... strahlt das nicht aus, da können Sie auch gleich schreiben Vielleicht, wenn Sie Zeit haben und es nicht so viele Umstände macht, falls neben anderen Kandidaten noch zwei Minuten übrig sind...

    Besser ist ein sogenannter Call-to-action am Schluss des Bewerbungsanschreibens - ohne Konjunktiv. Dieser kann verschiedene Formen annehmen. Hier nur ein paar Beispiele:

    • Ihrer Antwort und die Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch sehe ich mit Freude entgegen.
    • Gerne nutze ich ein persönliches Vorstellungsgespräch, um Sie noch weiter von meiner Motivation und Qualifikation zu überzeugen.
    • Ist Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen.

Den richtigen Ansprechpartner fürs Bewerbungsanschreiben finden

Ein Tipp fürs Bewerbungsanschreiben, den Sie vielleicht schon einmal gehört haben, lautet: Adressieren Sie das Dokument falls irgend möglich nicht an Sehr geehrte Damen und Herren, sondern an den konkreten Ansprechpartner beim Unternehmen.

Das hat gleich mehrere Vorteile:

  • Sie zeigen, dass Ihr Bewerbungsanschreiben wirklich auf diese Stelle zugeschnitten ist.
  • Ihr Bewerbungsanschreiben wirkt professioneller.
  • Sie zeigen, dass Sie sich mit dem Unternehmen beschäftigt haben.

Den Ansprechpartner zu nennen ist daher in jedem Fall besser als eine allgemeine Anrede. Nur wie finden Sie den Namen, den Sie in der Anrede verwenden können? Dabei stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Im besten Fall ist der Ansprechpartner für das Bewerbungsanschreiben direkt in der Stellenanzeige zu finden. So brauchen Sie nicht viel zu suchen und haben gleich die Information, die Sie benötigen. Auch wenn diese Variante recht häufig vorkommt, ist es nicht immer ganz so leicht. Eine etwas größere Herausforderung ist es, wenn kein Name oder Ansprechpartner genannt wird.

Sie können dazu im Internet recherchieren und die Unternehmenshomepage durchstöbern, um herauszufinden, wer für die Personalabteilung im Unternehmen verantwortlich ist. Auch auf sozialen Netzwerken wie Xing oder Linkedin können Sie fündig werden, wenn die Mitarbeiter dort Profile angelegt und Ihre Tätigkeit angegeben haben.

Die oftmals bessere Variante ist es jedoch, direkt beim Arbeitgeber telefonisch nachzufragen. Auf diese Weise erhalten Sie in jedem Fall eine verlässliche Antwort und können sogar bereits ein erstes Gespräch mit der verantwortlichen Person führen, um Ihren Namen schon einmal im Gedächtnis zu verankern. Die Wirkung eines solch kurzes Gespräches wird von vielen Bewerbern unterschätzt.

Tatsächlich kann es ein Vorteil sein, schon einmal kurz persönlich mit dem Personalverantwortlichen gesprochen zu haben - und warum nicht jede Chance nutzen, um die Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche Bewerbung zu erhöhen?

Die Formel für das perfekte Bewerbungsanschreiben

Ein Bewerbungsanschreiben kann nur funktionieren, wenn es individuell angefertigt wird. Massenanschreiben, bei denen Sie nur den Namen des Unternehmens und des Ansprechpartners ändern, werden meist sofort erkannt und aussortiert. Wer sich nicht einmal die Mühe macht, ein richtiges Bewerbungsanschreiben zu verfassen, scheint kein geeigneter Mitarbeiter zu sein. Schließlich sehen viele Personaler die Bewerbung als erste Arbeitsprobe.

Trotz dieser Individualität lässt sich allerdings ein Muster erkennen, woraus sich die Formel für ein perfektes Bewerbungsanschreiben ableiten lässt. Bekannt ist dafür das sogenannte AIDA-Modell.

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Es zeigt, worauf es im Bewerbungsanschreiben wirklich ankommt und wie Sie die begehrte Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Es geht darum, nicht nur die eigenen Stärken anzupreisen (was natürlich auch dazu gehört), sondern leidenschaftlich die eigenen Leistungen, Erfahrungen und Erfolge zu verschmelzen, die Sie an diese Stelle geführt haben und die Sie zum besten Kandidaten machen, den sich kein Arbeitgeber entgehen lassen will.

Leicht abgewandelt lässt sich das Ganze dann als Erfolgsformel fürs Bewerbungsanschreiben zusammenfassen - was in der Theorie recht leicht aussieht, sich in der Praxis aber immer wieder als große Herausforderung entpuppt.

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Die häufigsten Fragen zum Bewerbungsschreiben

FAQ zum BewerbungsanschreibenDas waren nun eine ganze Menge Wissen und viele Tipps zum Bewerbungsanschreiben. Damit Sie dabei den Überblick nicht verlieren, haben wir als exklusiven Service für Karrierebibel-Leser die wichtigsten und häufigsten Fragen zum Bewerbungsanschreiben in einem mehrseitigen PDF zusammengefasst. Unsere FAQ zum Bewerbungsanschreiben können Sie wie gewohnt kostenlos herunterladen, ausdrucken und in Ihrer Bewerbungsphase einsetzen.

In unserem FAQ finden Sie unter anderem die Antworten auf die Fragen Warum ist ein Bewerbungsanschreiben so wichtig?, Welche Fehler werden dabei besonders häufig gemacht?, Wie begründe ich, dass ich mich genau bei diesem Unternehmen bewerbe? oder Wie behandle ich Gehaltsvorstellungen im Bewerbungsanschreiben?

Wir wünschen viel Spaß und vor allem Erfolg beim Erstellen Ihres Bewerbungsanschreibens und sollten doch noch Fragen offen sein, können Sie diese in unserer Ratgeber-Community Karrierefragen.de stellen. Dort erhalten Sie nicht nur Antworten von unserer Redaktion und anderen Experten, sondern auch anderen Mitgliedern des Forums, die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind wie Sie selbst.

PS: Zum Schluss noch ein besonderer Tipp für das Bewerbungsanschreiben

PS: Zum Schluss noch ein besonderer TippEs sind nur zwei unscheinbare Buchstaben, jedoch mit einer großen Wirkung: Egal, was und wie viel Sie in Ihrer Bewerbung geschrieben haben – ein PS: (steht für Postskriptum) wird immer gelesen. Das Anhängsel stammt noch aus der Zeit der handgeschriebenen Briefe und ermöglichte dem Autor die Nachschrift eines wichtigen Teils, ohne dass dieser den ganzen Brief noch einmal abschreiben musste.

In Zeiten von Textverarbeitungsprogrammen, Copy & Paste und E-Mails hat es jedoch ausgedient. Sollte man meinen. Stimmt aber nicht! Denn gerade deshalb erzeugt es enorme Aufmerksamkeit und bleibt im Gedächtnis haften – vorausgesetzt, Sie nutzen es, um etwas Originelles hinzuzufügen. Etwa:

PS: Ich werde mich am 1. September kurz bei Ihnen telefonisch erkundigen, ob meine Bewerbung angekommen ist. Falls Sie umgekehrt noch Fragen haben, können Sie mich jederzeit erreichen, unter: 0123-4567890.

Oder:

PS: Danke, dass Sie meiner Bewerbung bis hierher Ihre Aufmerksamkeit gewidmet haben. Nun würde ich mich freuen, wenn wir uns persönlich kennenlernen könnten. Rufen Sie mich doch gleich an, unter: 0123-4567890.

Das sind natürlich nur Beispiele, die Sie inspirieren sollen. Dennoch: Auch wenn Sie den Text nur überflogen haben – dieses PS haben Sie sicher gelesen.

[Bildnachweis: ESB Professional by Shutterstock.com]

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