Bewerbung-schreiben-Tipps
Willkommen auf Karrierebibel.de. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Ihnen die besten Tipps rund um die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch kostenfrei und von erfahrenen Profis aufbereitet hier zur Verfügung zu stellen (Gratis-Downloads inklusive), damit Sie sich praxisnah und kompetent auf den bevorstehenden Bewerbungsprozess vorbereiten können.

Der folgende Artikel enthält ein umfassendes Kompendium zum Bewerbungsanschreiben, zum Lebenslauf, den Anlagen und Zeugnissen sowie dem Aufbau der Bewerbungsmappe und zahlreichen Mustern und Vorlagen. Trotz all dieser Hilfestellungen ist es uns wichtig zu erwähnen, dass jede Bewerbung immer auch Ihre ganz persönliche Visitenkarte ist. Betrachten Sie unsere Tipps daher bitte in erster Linie als Anregungen. Egal, wie groß die Versuchung auch ist: Schreiben Sie bitte keine der Musterbewerbungen ab. Das erkennen Personaler. So geht es richtig...

Ihre berufliche Zukunft beginnt mit dem Bewerben

Bewerbung-Student-schreibenEin neuer Traumjob, eine neue Profession, das erste Gehalt nach dem Studium, mehr Gehalt: Die Jobsuche endet und berufliche Zukunft beginnt fast immer mit Ihrer Bewerbung. Sie ist im Bewerbungsprozess zugleich Ihre erste Arbeitsprobe, die erste (wenn auch schriftliche) Selbstpräsentation, den Ihr Wunschunternehmen und möglicher Arbeitgeber in spe von Ihnen bekommt. Die erfolgreiche Bewerbung ist der wichtigste Schritt vor dem Vorstellungsgespräch (und natürlich der späteren Karriere).

Eine erfolgreiche Bewerbung ist jedoch ein komplexes Gebilde, das aus mehreren Puzzlesteinen besteht, die es gilt richtig zusammen zu setzen und zu kombinieren. Folgende drei Bausteine sind dabei essenziell:

  1. Das Anschreiben oder auch Bewerbungsschreiben genannt.
  2. Der Lebenslauf.
  3. Die Anlagen (Zeugnisse, Zertifikate, Referenzen).

Das zusammengefügte Ergebnis nennt sich dann Bewerbungsmappe beziehungsweise vollständige Bewerbungsunterlagen.

Wenn Sie sich bewerben, sind diese drei Unterlagenarten bei einer klassischen Bewerbung (Ausnahme: Kurzbewerbung und Online Bewerbungsmappe) ein absolutes MUSS. Weglassen dürfen Sie nichts davon.

Zu den KANN-Beilagen hingegen gehören:

  • Deckblatt (als Übersicht)
  • Bewerbungsfoto (im Lebenslauf)
  • Nachweise über Fortbildungen (nur falls für den Job relevant)
  • Kopie des Führerscheins (falls verlangt)
  • Kopie des Führungszeugnisses (falls verlangt)

Was gehört alles in die Bewerbung?

PDF-DownloadEine vollständige Checkliste, was alles in die Bewerbung gehört, können sie sich auch hier gleich als PDF kostenlos herunterladen, ausdrucken und dann der Reihe nach abhaken, damit Sie nichts vergessen.

Aber gut, Sie möchten sich bewerben? Hier sind die Tipps und Empfehlungen im Detail...

Bewerbung-Anschreiben-formulieren

Bewerbung: Das Anschreiben

Papier ist geduldig, Personaler sind es nicht. Viele der Entscheider überfliegen erst einmal den Lebenslauf, um zu sehen, ob der Bewerber überhaupt die erforderlichen Muss-Qualifikationen mitbringt, also etwa den geforderten Hochschulabschluss oder spezielle Berufserfahrungen. Das dient meist einer ersten großen Vorauswahl.

Dann aber widmen Sie sich dem Bewerbungsanschreiben. Darum ranken sich inzwischen zahlreiche Mythen: Angefangen bei ausgefeilten Deckblättern über dritte Seiten bis hin zu gestalterischen Do’s und Don’ts. Vergessen Sie das. Ihr Anschreiben steht und fällt mit dem Text darin.

Im Gegensatz zum Lebenslauf, der das Profil des Bewerbers schärft, spiegelt das Bewerbungsanschreiben seine Motivation. Deshalb wird es manchmal auch mit dem Motivationsschreiben verwechselt, das allerdings etwas anders und weniger formal aufgebaut ist.

Die wichtigste Regel für das Anschreiben lautet: Wiederholen Sie hier nie nur die Höhepunkte Ihrer Biografie oder das, was schon im Lebenslauf steht. Das wäre redundant und verschwendet die Zeit des Personalers. Zeigen Sie dem Adressaten vielmehr, warum Sie sich auf die Stelle bewerben und warum Sie der beste Kandidat sind, den er dafür bekommen kann. Kondensieren Sie Ihre Leistungen, Erfahrungen und Erfolge zu einem flammenden Plädoyer für sich selbst.

Das geht schon beim ersten Satz los. Hier bitte nur kein Standardsatz à la Hiermit bewerbe ich mich... Der versetzt Personaler sofort ins Koma und belegt, dass Sie keine Phantasie haben. Stattdessen könnte der Einleitungssatz etwa so lauten:

Sehr geehrter Herr XX,

schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit _____________. Als ich dann Ihre Stellenanzeige vom _____________ las, wusste ich sofort: Das passt! Die Herausforderungen sowie die Perspektiven, die diese Position bieten, haben mich sofort begeistert...

So wecken Sie bereits im Auftakt Interesse und heben Sie sich von anderen Bewerbern positiv ab. Entsprechend übersichtlich und prägnant muss das Anschreiben sein – und natürlich frei von Grammatik- und Rechtschreibfehlern.

Auf keinen Fall sollten Sie das Anschreiben übrigens damit beginnen, warum Sie den alten Job nicht mehr wollen. Mag sein, dass Sie so ein subtiles Kompliment an den neuen Arbeitgeber senden wollen, aber das ist es nicht. Tatsächlich fokussieren Sie Ihre Aussagen so nur darauf, was Sie wollen - wecken damit aber kein Interesse an den Vorzügen für Ihren Arbeitgeber in spe.

Deshalb, daher und darum:

  • Absolventen sollten bei ihrer Argumentation vor allem auf Studienschwerpunkte abzielen. Wenn man aus der Uni kommt, ist man Generalist. Eingestellt (und befördert) werden aber meist Spezialisten. Fokussieren Sie Ihre Bewerbung daher auf die gefragten Anforderungen des Jobs, auf den Sie sich bewerben. Und legen Sie dazu unbedingt die Ich-bin-doch-nur-ein-Student-Attitüde ab. Wer sich nach einem Jobangebot umsieht, sollte nie wie ein Bittsteller wirken. Sie sind gut ausgebildet, haben Talent und bringen Ihre Stärken mit. Das hat Wert!
  • Berufserfahrene hingegen konzentrieren sich auf die aktuelle Position und erfolgreich absolvierte Projekte.

Lassen Sie dabei subtil einfließen, dass Sie sich mit dem Unternehmen, seinen Produkten, seiner Kultur beschäftigt haben, indem Sie etwa ein paar aktuelle Zahlen zitieren oder auf ein kürzlich publiziertes Interview des CEO oder das Produkt eingehen. Die Betonung hierbei liegt auf subtil: Es muss klarwerden, warum Sie sich für die ausgeschriebene Stelle interessieren, warum für dieses Unternehmen und warum Sie den Anforderungen des Jobs gewachsen sind.

Lassen Sie sich zum Formulieren ruhig ein paar Tage Zeit. Schnellschüsse gelingen selten. Ihr Anschreiben muss aber beim Leser Interesse wecken. Da sollte jeder Satz sitzen.

Die Faustregeln beim Bewerben:

  • Das Anschreiben sollte nie länger als maximal 2 Seiten sein.
  • Das Bewerbungsschreiben muss jedes Mal individuell formuliert und auf den jeweiligen Arbeitgeber zugeschnitten werden. Keine Massensendungen!
  • Schreiben Sie möglichst aktiv, also wenige Substantive. Kleiden Sie Ihre Motivation stattdessen in Verben, kreieren Sie etwas Kurzprosa, Fakten finden sich genug im Lebenslauf.
  • Beschreiben Sie was Sie an diesem Job fasziniert - aber nehmen Sie dazu die Perspektive des Einstellers ein: Was hat der davon, wenn er oder sie Sie einstellt? Je eher dieser das Gefühl hat, es lohnt sich für ihn und Sie sind Ihr Geld mehr als wert, desto höher Ihre Einstellungschancen.

Weitere konkrete Tipps zu Formen, Formaten und Formulierungen finden Sie im folgenden Kasten:

Kostenlose Musterbewerbungen und Bewerbungsvorlagen

Falls Sie noch weitere praktische Anregungen fürs Bewerben suchen, haben wir hier noch einige Gratis-Downloads für Sie zu diversen Anschreiben. Achtung: Die Anschrift des Empfängers haben wir bewusst weggelassen, um Copy&Paste-Versuchungen gleich zu neutralisieren...

PDF Word
Initiativbewerbung eines Redakteurs für den Aufbau eines Kundenmagazins PDF-Download Word-Download
Bewerbung einer BWL-Studentin für ein Praktikum im Rechnungswesen PDF-Download Word-Download
Bewerbung eines Informatikers für eine Masterarbeit bei einer IT-Firma PDF-Download Word-Download
Bewerbung einer Abiturienten für eine duale Ausbildung PDF-Download Word-Download
Eine Chefsekretärin bewirbt sich PDF-Download Word-Download
Bewerbung einer Mutter als Empfangskraft PDF-Download Word-Download
Ein Ingenieur bewirbt sich als Führungskraft PDF-Download Word-Download
Bewerbung eines Berufserfahrenen als Senior Consultant Customer Care PDF-Download Word-Download
Ein Installateur bewirbt sich nach der Umschulung zum Verkäufer PDF-Download Word-Download
Ein Meister bewirbt sich für die Leitung einer Ausbildungswerkstatt PDF-Download Word-Download

joingate/shutterstock.com

Bewerbung: Der Lebenslauf

Ob der Lebenslauf am Ende amerikanisch – also mit der aktuellen Position zuerst – oder chronologisch verfasst wird, ist letztlich eine Geschmacksfrage. Wichtiger ist, dass das Profil und die Eignung des Bewerbers darin schnell erfasst werden können – was ein bisschen mehr für die amerikanische Variante spricht, die sich auch in jüngster Zeit immer mehr zum Standard entwickelt.

Bedenken Sie beim Verfassen des Lebenslaufs aber immer: Personaler müssen teilweise hunderte solcher Bewerbungsunterlagen lesen und passende Bewerber aussortieren. Die wenigsten investieren dafür laut Umfragen mehr als vier Minuten pro Bewerbung. Das ist erschreckend wenig.

Ob man das nun gut findet oder nicht - für Sie bedeutet das: Das Wesentliche muss im Lebenslauf sofort ins Auge springen. Dabei helfen vor allem graphische Tricks, wie etwa ein Lebenslauf in tabellarischer Form. Er ist besonders übersichtlich. Wie in einer Liste können hier sofort die entscheidenden Daten des Kandidaten erfasst werden.

Die wichtigsten Lebenslauf Formalia

  • Aufbau.

    Standard beim tabellarischen Lebenslauf ist: links Zeitangaben, rechts Fakten. Bitte keinen optischen Firlefanz. Ein Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung, keine Prosa.

  • Inhalt.

    Was in die Vita unbedingt muss, sind:

    • Persönliche Daten: Name, Geburtstag und -ort, Anschrift, Familienstand, Staatsangehörigkeit
    • Berufsserfahrung:
    • Besondere Qualifikationen: Weiterbildung, Kenntnisse, Fähigkeiten, Sprachen
    • Ausbildung: dazu gehört auch evtl. geleisteter Wehr- oder Ersatzdienst

    Um sich richtig zu bewerben, muss alles zeitlich exakt eingeordnet und vor allem lückenlos aneinander gereiht werden. Sonst wecken Sie den Verdacht, Sie wollten peinliche Stationen vertuschen. Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt das zur Sprache.

  • Zeitangaben.

    Monatsangaben reichen in der Regel, also zum Beispiel:
    06/2003 – 06/2006 Ausbildung zum Bankkaufmann in der Kreissparkasse Köln.

  • Tabus.

    Die folgenden Punkte gehören dagegen keinesfalls in einen Lebenslauf: Informationen, die für den angestrebten Job nicht relevant sind (unnötiger Leseballast!), Familieninformationen (Mutter: Hausfrau, Vater: Studienrat), Gehaltsvorstellungen (gehören - falls sie gefordert waren - ins Anschreiben oder sind Thema im Vorstellungsgespräch) sowie religiöse und politische Ansichten.

  • Schluss.

    Formal sollte der Lebenslauf mit Ort, Datum und einer Unterschrift abgeschlossen werden. Das unterstreicht, dass die gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen. Obacht: Falsche Angaben können auch nach der Probezeit zur fristlosen Kündigung führen. Seien Sie dabei also besonders sorgfältig - auch für den Fall, dass man später nach einem billigen Kündigungsgrund sucht, falls Sie in Ungnade gefallen sind.

Extra-Tipp: Berufliche Stationen formulieren Sie am besten mit der sogenannten AHA-Methode. Das ist ein Akronym und setzt sich zusammen aus:

  • Aufgabe. Beschreiben Sie knapp (!), mit welcher Herausforderung Sie im Job konfrotiert wurden, ein Projekt, eine Personalie.
  • Handlung. Fassen Sie im Lebenslauf zusammen, wie Sie vorgegangen sind, um das Problem zu lösen: Was waren Ihre konkreten Maßnahmen?
  • Abschluss. Versuchen Sie das Resultat zu quantifizieren: Um wie viel Prozent stieg der Umsatz, verbesserte sich die Produktivität?

Ein Beispiel:

In meiner aktuellen Position setze ich verantwortlich Verbesserungsprozesse in der Fertigung um. Durch deren kontinuierliche Fortschreibung konnten die Produktivität um 30 Prozent gesteigert und die Kosten um 20 Millionen Euro gesenkt werden.

Die Sprache dabei verrät allerdings nicht nur Bewusstsein, sie prägt es auch. Und wer allzu passiv formuliert, könnte schnell genauso wirken. Machen Sie den Test einfach mal selbst:

Wie wirkt der folgende Absatz auf Sie?

Erarbeiten der Fortbildungspläne anhand der Entwicklungsziele der Firma und der Mitarbeiter

Vermutlich mussten Sie diesen Lebenslauf-Auszug zwei Mal lesen, um zu verstehen, was der Autor Ihnen damit sagen will. Nominalstil eben. Schlimmer noch: Das Wort "Erarbeiten" suggeriert unterschwellig - hier hat jemand nach Dienstanweisung gehandelt und etwas sich exakt nach dem Auftrag des Chefs erarbeitet. Es ist eine typische Passiv-Formulierung.

Jetzt das Gegenbeispiel:

Weiterbildungskonzept der AG umstrukturiert
Fortbildungspläne für die Belegschaft entwickelt

Allein das Umstellen des Verbs und das Verwenden von zwei aktiven Verben macht den Abschnitt sofort interessanter. Er klingt nun mehr danach, als habe der Kandidat selbst die Initiative ergriffen. Und genau das ist der Trick.

Tatsächlich beschreiben viele Bewerber in ihren Lebensläufen nur berufliche Stationen, vielleicht auch noch das, wofür sie verantwortlich oder "zuständig" waren, aber nicht, was sie aktiv gemacht und bewirkt haben. Das aber klingt eben nicht nach jemanden, der sein Arbeitsumfeld aktiv geprägt hat, der sich engagiert und Projekte selbstständig initiiert und realisiert hat. Kurz: Es klingt nicht nach einem Macher, sondern nach einem Mitarbeiter im Wortsinn.

Verben dagegen heißen nicht umsonst auch Tätigkeitswörter. Sie beschreiben aktives Handeln. Und je stärker und weniger abgegriffen diese sind, desto eher begleitet Ihre Bewerbung die Attitüde eines Unternehmers (auch im Wortsinn). Zu solchen Verben gehören zum Beispiel:

  • managen
  • führen
  • initiieren
  • koordinieren
  • moderieren
  • integrieren
  • konzertieren
  • entwickeln
  • organisieren
  • optimieren
  • beschleunigen
  • verbessern
  • modifizieren
  • realisieren
  • umsetzen

Mit etwas Nachdenken fallen Ihnen sicher noch mehr und stärkere Verben ein. Gut so: Wenden Sie sie auch an! Der Unterschied ist enorm. Denn sie sind jemand, der nicht nur seine Karriere aktiv vorantreibt, sondern auch im Beruf die Initiative ergreift. Also zeigen Sie das ruhig schon im Lebenslauf und durch eine aktive Sprache!

Bewerbung-Anlagen-sortieren

Bewerbung: Die Anlagen

Zu einer vollständigen Bewerbung gehören immer auch relevante Anlagen. Sie sind keinesfalls nur eine formale Dreingabe. Vielmehr runden diese das Profil des Bewerbers ab und ergänzen es um eine wichtige Zutat: die Beurteilung neutraler Dritter.

  • Arbeitszeugnisse
  • Zertifikate und Bescheinigungen
  • Referenzen und Empfehlungsschreiben

Sie alle werden in der Regel nicht von Ihnen selbst verfasst, sondern von jemandem, der Sie in Ihrer bisherigen Laufbahn begleitet hat (und sei es nur das Prüfungsamt). Die dort gemachten Aussagen bestätigen also wenigstens indirekt Ihre Selbstbeschreibung in Anschreiben und Lebenslauf. Kurz: Sie sind ein Authentizitätsindikator.

Damit diese Bewerbungsanlagen jedoch nicht wie eine Loseblattsammlung wirken (insbesondere bei mehreren Unterlagen), ist ein sogenanntes Anlagenverzeichnis empfehlenswert.

Wenn Sie sich nach DIN 5008 bewerben, gehört dieser Verweis ans Ende des Anschreibens, nicht in den Lebenslauf. Sollte der Platz hierfür fehlen, können Bewerber auch ein sogenanntes Deckblatt ihrer Bewerbung beifügen und die Anlagen dort auflisten.

Idealerweise werden die Anlagen chronologisch erfasst. Das heißt, Sie sortieren Zeugnisse, Zertifikate und Referenzen in der Reihenfolge, wie Sie diese zeitlich erworben haben.

60 typische Bewerbungsfehler

Bewerbungssünden-PDFNatürlich können Sie bei der Bewerbung auch einiges falsch machen und sich damit schnell wieder ins Aus katapultieren. Damit Ihnen das bei der Jobsuche nicht passiert, haben wir in einem eigenen Artikel, die 60 schlimmsten Bewerbungssünden zusammengestellt. Sie können diese zusätzlich als Gratis-Dokument und PDF hier herunterladen.

Welche und wie viele Zeugnisse/Anlagen gehören in die Bewerbung?

Merken Sie sich bitte: Anlagen dienen dem Personaler in erster Linie als objektiver Beleg für die Angaben im Lebenslauf. Zudem können sie die dort beschriebenen Tätigkeiten um einige Details erweitern und sogar qualifizieren. Das hilft besonders Absolventen nach dem Studium, die ja noch nicht so viele Praxiserfahrungen vorweisen können.

Relevant sind damit alle Unterlagen, die unterstreichen, dass Sie die erforderlichen Qualifikationen für die angestrebte Position mitbringen - und diesbezüglich auch einschlägige Erfahrungen und Erfolge nachweisen.

Je näher sich die Auswahl am künftigen Traumjob orientiert, desto besser.

Wer also beispielsweise 30 Jahre alt ist und schon einige Berufserfahrung vorzuweisen hat, braucht sein Abiturzeugnis nicht mehr beifügen, wenn in den Anlagen schon das Hochschulzeugnis zu finden ist. Dass so jemand Abitur hat, ergibt sich daraus. Genauso wenig sollten Sie Nachweise branchenfremder Weiterbildungen oder Praktika beifügen. Wenn Sie sich nicht gerade als Fahrer bewerben, wen interessiert dann schon Ihr Führerschein?

Sollten Personaler derlei Nachweise dennoch interessieren, können Sie diese immer noch auf Wunsch nachreichen oder zum Vorstellungsgespräch mitbringen.

Ganz allgemein gilt, dass Zeugnisse vollständig eingereicht werden sollten. Dazu gehören:

  • alle Arbeitszeugnisse
  • das Hochschulabschlusszeugnis
  • das Berufsausbildungszeugnis
  • das Zeugnis über den letzten Schulabschluss

Einzig das Letztere kann natürlich entfallen, wenn Sie die 40 überschritten haben. Je nachdem, wie lange man schon berufstätig ist und wie abwechslungsreich das Berufsleben war, können das aber schnell eine Menge Anlagen werden. Um dies zumindest etwas zu reduzieren und auf das Wesentliche zu beschränken, können Sie sich auch hierbei die Faustregeln merken:

  • Fügen Sie der Bewerbung nicht mehr als drei qualifizierende Arbeitszeugnisse bei.
  • Wählen Sie die jeweils aktuellsten Zeugnisse aus.
  • Entscheiden Sie sich für den Nachweis der höchsten (Hoch)Schulausbildung.
  • Geben Sie nicht mehr als zwei (möglichst aktuelle) Referenzen an.

Bewerbung-Werkstudent

Bewerbung: Bewerbungstipps für Sonderfälle

Die obigen Tipps und Beispiele sind natürlich sehr allgemein gehalten. Ihre konkrete Situation kennen wir ja auch gar nicht. Allerdings wissen wir aus den Zuschriften und Fragen unserer Leser, dass einige beim Verfassen und Formulieren der Bewerbung noch Probleme und Sonderfragen haben. Zum Beispiel:

  • Was kann ich tun, wenn ich noch gar keine Berufserfahrung besitze, diese aber verlangt wird?
  • Wie kann ich mir diskret aus einem aktuellen Arbeitsverhältnis heraus bewerben?
  • Wie sieht eine Bewerbung für ein Praktikum, für eine Ausbildung, für einen Minijob aus?
  • Wie sieht eine Bewerbung nach langer Arbeitslosigkeit aus?
  • Kann ich meine Bewerbung auch wieder zurückziehen?
  • Was ist, wenn ich vom Unternehmen nichts mehr höre?
  • Und kann ich meine Bewerbungskosten von der Steuer absetzen?

All diese Fragen hier und jetzt zu beantworten, würde den Rahmen dieses Dossiers sprengen. Die gute Nachricht ist aber: Wir haben diese Fragen bereits ausführlich bearbeitet und detailliert beantwortet. Sie können diese also bequem in der folgenden Artikelliste nachschlagen, anklicken, lesen und gerne auch kommentieren und durch Ihre Erfahrungen und Ihr Wissen bereichern:

Bonus: Sollte man seine Bewerbung durch Videos ergänzen?

[Bildnachweis: Syda Productions, wavebreakmedia, michaeljung,
joingate, Goodluz, bikeriderlondon by Shutterstock.com]