Um es kurz zu machen: Weil Sie nicht danach fragen!

Zahlreiche Bewerber formulieren erstklassige Anschreiben, schreiben flammende Plädoyers für ihre Talente und Fertigkeiten, designen fehlerfreie Lebensläufe und fügen Spitzenzeugnisse bei. Doch in der Masse gehen Sie trotzdem unter – weil das andere eben auch so machen. Wenn Sie schon dabei sind, Ihre persönlichen Stärken und Erfolge, die Kompetenzen und Erfahrungen im Anschreiben aufzuzählen, sollten Sie die größte Chance zum Dialog nicht auslassen oder gar vergessen, den vielleicht wichtigsten Satz am Ende:

Das alles würde ich Ihnen gerne auch bei einem persönlichen Gespräch erzählen. Wollen wir uns vielleicht schon nächste Woche dazu treffen?

Oder, noch direkter:

Gerne würde dazu mit Ihnen einen Termin für ein persönliches Vorstellungsgespräch vereinbaren und werde Sie dazu nächste Woche anrufen.

Ja, das ist ein bisschen dreist. Andererseits beweisen Sie damit Elan, Engagement und Durchsetzungswillen. Nichts also, was einen Personaler abschrecken sollte. Und wenn Sie nicht ganz so aufdrehen möchten, dann fragen Sie wenigstens danach, ob der Personaler Sie anruft, um einen Termin zu vereinbaren. So oder so: Ansprechen sollten Sie das Bewerbungsgespräch auf jeden Fall – und zwar, indem Sie direkt nach einem Treffen fragen!