Fernstudium E-LearningFernstudiengänge haben in den letzten Jahren einen enormen Zulauf erlebt. Ein Blick auf die Zusammensetzung der Studenten liefert zumindest einen Teil der Erklärung: Immer mehr Arbeitnehmer beginnen ein berufsbegleitendes Studium. Diese Studienform basiert naturgemäß auf E-Learning-Kursen, die durch Präsenzphasen ergänzt werden. Doch nicht nur im Fernstudium, auch bei Präsenzstudiengängen spielt E-Learning eine immer größere Rolle. Und für das autodidaktische Lernen neuer Inhalte und Themen sind Online-Kurse inzwischen unverzichtbar geworden. Daher haben wir heute 60 Tipps fürs E-Learning zusammengestellt.

Unser Tipps und Strategie haben wir in zwei Bereiche aufgeteilt: Lernumgebung und Lernstrategien. Der Grund für diese Aufteilung: Die meisten E-Learner – sofern es dieses Wort gibt – lernen und studieren von zu Hause aus oder in Bibliotheken und Cafés. Viele kümmern sich allerdings erstaunlich wenig um die Gestaltung ihrer Lernumgebung. Da diese jedoch spürbaren Einfluss auf die Lernleistung hat, ist uns dieser Punkt besonders wichtig.

Unter Lernstrategien fassen wir nicht nur Lerntechniken, sondern auch organisatorische Tipps und Prinzipien für Studenten und Lernende zusammen. Viele davon gelten nicht nur fürs E-Learning. Natürlich freuen wir uns über Ihre Tipps, Strategien und Erfahrungen in den Kommentaren.

    Lernumgebung

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie über eine ausreichend schnelle Internetverbindung und Strom verfügen.
  2. Schließen Sie Ablenkungen möglichst aus, räumen Sie den Lernplatz beispielsweise im Vorfeld auf.
  3. Akustische Ablenkungen lassen sich durch gute Kopfhörer reduzieren.
  4. Klären Sie – wenn Sie nicht zu Hause sind – wie lange Sie den Ort fürs Lernen nutzen können.
  5. Achten Sie auf eine weitgehend ruhige Umgebung.
  6. Sorgen Sie für ausreichend gute Beleuchtung. Ist der Helligkeitsunterschied zwischen Bildschirm und Umgebung zu groß, ermüden Sie schneller.
  7. Stellen Sie eine angenehme Raumtemperatur sicher.
  8. Etablieren Sie feste Lernplätze.
  9. Idealerweise haben Sie mehrere Lernplätze, die Sie regelmäßig wechseln können.
  10. Sonnenschein tut zwar Stimmung und Körper gut, macht das Ablesen von Bildschirmen jedoch schwierig. Suchen Sie sich daher eine gut abgeschattete Position.
  11. Eine freundliche und helle Umgebung eignet sich zum Lernen oft am besten.
  12. Wenn Sie mit Musik lernen, achten Sie auf gute Kopfhörer oder Lautsprecher.
  13. Cafés können sich für manche Lernthemen zwar anbieten, dort sind die Ablenkungen durch andere Gäste, Geräusche und vor allem auch Gerüche jedoch zahlreich.
  14. Achten Sie auf ausreichenden Arbeitsplatz. Oft arbeiten Sie parallel mit Computer und Papier, daher sollten Sie sich entsprechend ausbreiten können.
  15. Idealerweise können Sie an Ihrem Lernplatz sowohl sitzend als auch stehend arbeiten.
  16. Schaffen Sie eine klare räumliche Trennung zwischen Lernen und Freizeit.
  17. Eine feste Anordnung von Laptop, Schreibblock und anderen Lernmaterialien kann Ihnen dabei helfen, schneller in den Lernmodus umzuschalten.
  18. Passen Sie Ihren Lernort bei Bedarf dem jeweiligen Lernthema an.
  19. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Lernplatz problemlos einige Minuten verlassen können, um sich beispielsweise eine kurze Pause zu gönnen.
  20. Für manche Themen sind Orte ohne Internetverbindung vielleicht die beste Lernumgebung.
  21. Wählen Sie Orte, an denen Sie wenig Alternativen zu Lernen haben. So fällt Ihnen der Einstieg meist leichter.
  22. Setzen Sie sich, wenn möglich, mit dem Gesicht zum Fenster. So sind kurze Unterbrechungen einfacher und Sie können den Blick vom Bildschirm nach draußen schweifen lassen.
  23. Vermeiden Sie Lernorte mit ständigem Durchgangsverkehr oder kontinuierlichem Luftzug.
  24. Lernstrategien

  25. Setzen Sie sich klare Lernziele für die jeweilige Einheit.
  26. Nutzen Sie die in vielen E-Learning-Systemen integrierten Zwischentests.
  27. Bleiben Sie bei Ihren bewährten Programmen und Tools, erliegen Sie nicht dem Spieltrieb. Dieser lenkt Sie nur vom Lernen ab.
  28. Testen Sie doch neue Tools, gehen Sie das Vorhaben bitte systematisch an und tun Sie es nicht gerade in einer wichtigen Lernphase.
  29. Suchen Sie sich möglichst schnell feste Lernpartner.
  30. Dokumentieren Sie für sich in einer Art Lerntagebuch Ihren Lernfortschritt.
  31. Reflektieren Sie regelmäßig Ihren Lernprozess und Ihre Methoden.
  32. Arbeiten Sie die verschiedenen Module oder deren Abschnitte möglichst zusammenhängend durch.
  33. Bereiten Sie jedes Modul und jede Vorlesung nach.
  34. Machen Sie sich während eines Moduls Notizen und überarbeiten Sie diese später.
  35. Wenn Sie nur wenig Zeit haben, sollten Sie mit Zeitblöcken arbeiten. Die Pomodoro-Technik kann dabei hilfreich sein.
  36. Machen Sie sich unbedingt im Vorfeld mit Ihren Tools und Programmen vertraut.
  37. Bereiten Sie den Lernstoff auf verschiedene Arten – sowohl optisch als auch schriftlich – auf.
  38. Die gute alten Mind Map ist dafür eine gute Methode.
  39. Suchen Sie sich selbstständig zusätzliche Quellen zu den Studienthemen.
  40. Nutzen Sie – ergänzend zum E-Learning-System – auch Podcasts zum jeweiligen Thema.
  41. Etablieren Sie virtuelle Lerngruppen.
  42. Für deren Koordination bieten sich Facebook-Gruppen oder Google+ Communitys an.
  43. Google+-Hangouts können als Videokonferenz für Lerngruppen zum Einsatz kommen.
  44. Arbeiten Sie mit einer Mischung aus digitalen Inhalten und handschriftlichen Notizen.
  45. Oft kann es sinnvoll sein, die erste Version oder zumindest die erste Gliederung eines Textes analog zu erstellen.
  46. Das Übertragen handschriftlicher Notizen in digitale Form ist eine hervorragende Gelegenheit, die Inhalte zu vertiefen und aktiv zusammenzufassen.
  47. Bei größeren Projekten sollten Sie kollaborativ – beispielsweise mit Google Drive – an Dokumenten arbeiten.
  48. Auch Videos und Screencasts lassen sich für das persönliche E-Learning und in Lerngruppen nutzen.
  49. Suchen Sie sich Blogs zu Ihrem Studienthema, auf denen Sie regelmäßig mitlesen.
  50. Nutzen Sie auch die Chat- und Kommentarfunktion des E-Learning-Systems für Diskussionen und Fragen.
  51. Klären Sie mit den Dozenten, wann und wie diese virtuell erreichbar sind.
  52. Webinare bieten sich als Ergänzung zu E-Learning-Modulen oft an.
  53. Nehmen Sie sich die Zeit, um Ihren individuellen Lerntyp zu ermitteln.
  54. Nutzen Sie Ihre Hochphasen des Tages für anspruchsvolle Lernthemen.
  55. Erklären Sie die bisher gelernten Inhalte Ihren Kommilitonen. So können Sie überprüfen, was Sie bisher gelernt haben und vertiefen gleichzeitig ihr Wissen.
  56. Legen Sie Zeiten fest, an denen Sie für Kommilitonen oder Dozenten nicht erreichbar sind. Nur so können Sie abschalten.
  57. Schließen Sie bewusst alle Lern-Programme, wenn Sie mit der Einheit fertig sind.
  58. Längere Texte lassen sich oft am besten ausgedruckt auf Papier lesen und bearbeiten.
  59. Tauschen Sie Zusammenfassungen mit Ihren Kommilitonen aus und ergänzen Sie diese gegenseitig.
  60. Machen Sie beim Lernen regelmäßige (Bildschirm)Pausen.
  61. Sorgen Sie regelmäßig für Bewegung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr.