8 Eigenschaften, die Sie im Jahr 2020 brauchen
Willkommen in der Zukunft: Dass wir heute mit Smartphones an nahezu jedem Ort der Welt aktuelle Börsenkurse und Sportergebnisse checken können - vor einigen Jahren noch unvorstellbar. Aber die Erde dreht sich weiter, schneller und schneller - mit Auswirkungen auf Produkte, Wirtschaft, Arbeitsplätze. Welche Eigenschaften werden in Zukunft wichtig sein, um einen guten Job machen zu können? Wir stellen Ihnen acht Eigenschaften vor, die Sie im Jahr 2020 (und darüber hinaus) brauchen werden.

Eigenschaften mit Zukunft

Haben Sie sich einmal gefragt, was Ihre Qualifikationen und Fähigkeiten in fünf Jahren wert sein werden? In 15? 25? Was Sie in die Waagschale werfen können, wenn immer mehr Jobs an Maschinen outgesourced, ins Ausland verlagert oder schlicht abgebaut werden?

Das haben Sie bestimmt. Das haben wir alle. Zeit, um einmal strategisch zu denken. Langfristig. Obwohl kein Mensch weiß, wie die Arbeitswelt der Zukunft aussieht, auch nicht der renommierteste Arbeitsmarktforscher. Aber wer die Augen offen hält und sich die großen Entwicklungen der Gegenwart vor Augen führt, sieht die Zukunft klarer. Und kann durchaus zu der einen oder anderen stimmigen Schlussfolgerung kommen.

Diese Mega-Trends sind derzeit in vollem Gange:

  • Globalisierung
  • Automatisierung
  • Längere Lebenserwartung
  • Neue Medien
  • Big Data

Diese und noch weitere Entwicklungen vollziehen sich graduell, Schritt für Schritt. Und sie schaffen neue Rahmenbedingungen für unsere zukünftigen Jobs. Einige Vorhersagen darüber, was im Berufsleben wichtig wird, lassen sich also durchaus wagen.

Zum Teil beruhen unsere Prognosen übrigens auf denen des 'Institute for the Future for the University of Phoenix Research Institute', das bereits ganz ähnliche Fähigkeiten für das Jahr 2020 voraussagte. Und unglaublich, aber wahr: Von 2020 sind wir mittlerweile nur noch fünf Jahre entfernt ...

8 Fähigkeiten, die Sie im Jahr 2020 brauchen

  1. Analysefähigkeit

    Imilian
















    Die Automatisierung marschiert voran, immer mehr Aufgaben werden von Maschinen und Rechnern übernommen. Was sie (noch) nicht können: Daten und Zahlen in einen größeren Kontext bringen, daraus auf konkrete Handlungsanweisungen schließen. Die Entscheidungsfindung wird dem Menschen überlassen bleiben. Daher eine Kernkompetenz: Auf Basis verfügbarer Informationen komplexe Zusammenhänge verstehen und die richtigen Schlüsse ziehen.

  2. Empathie

    Konstantin Chagin
















    Sich in andere Menschen hineinversetzen können - ob das Computer je lernen werden? Wer über soziale Intelligenz verfügt, wird weiterhin Vorteile haben, weil er im Austausch mit anderen nach Lösungen suchen, Teams aus verschiedenen Charakteren führen oder Kunden von seinem Produkt überzeugen kann. Ehrlich gesagt ist das natürlich schon heute so. An Maschinen ausgelagert werden diese sehr menschlichen Fähigkeiten jedenfalls vorerst nicht.

  3. Flexibilität

    Edyta Pawlowska
















    Dass die sagenumwobene Mittelschicht wegbricht, ist ein ganz aktuelles Phänomen. Speziell in den USA zu beobachten: Neue Jobs entstehen meist ganz oben in der Wertschöpfungskette (Management, Technologie) oder weit unten (Gastronomie, Pflege). Was alle Beschäftigten in diesen Bereichen vereint, ist die Anforderung, auf neue Gegebenheiten blitzschnell reagieren, sich zügig anpassen zu müssen. Ein Computer kann das noch nicht. Um welchen Patienten muss ich mich als Erstes kümmern? Welche Aufgabe hat jetzt gerade Priorität? Wer geistig flexibel ist und situationsbezogene Entscheidungen richtig trifft, ist gut gerüstet. (Wie flexibel sind Sie?)

  4. Verständnis

    Monkey Business Images
















    In Deutschland und nahezu allen anderen Industrieländern werden wir es in Zukunft mit weitaus gemischteren Teams zu tun haben - in Bezug auf Geschlecht, Alter, Religion, Hautfarbe und Herkunft. ‚Diversity' haben viele Unternehmen schon jetzt zum Leitbild erkoren. Die Arbeit im Mixed-Team verheißt bessere Resultate, ist aber nicht ohne Schwierigkeiten. Gerade Führungskräfte stehen vor der Herausforderung, heterogene Gruppen auf gemeinsame Ziele und Werte einzuschwören, alle Eigenarten unter einen Hut zu bekommen und nicht zuletzt auch die persönlichen Beziehungen untereinander zu stärken.

  5. Computeraffinität

    lassedesignen

















    Weil immer größere Datenmengen auf uns einströmen, braucht es Lösungen, diese in geordnete Bahnen zu lenken. Die Beherrschung des MS Office-Pakets könnte in Zukunft dafür nicht mehr ausreichen. Programmiersprachen sind schon jetzt ein Pfund, mit dem man auf dem Arbeitsmarkt wuchern kann. Diese und grundlegende IT-Kenntnisse werden an Relevanz noch zunehmen.

  6. Vernetzung

    ra2studio
















    Geben Sie’s zu, Sie haben heute im Büro schon in Ihre Facebook-Timeline reingeschaut! Umso besser, die Durchdringung sozialer Medien wird eher zu- als abnehmen und auch für die Kommunikation am Arbeitsplatz an Bedeutung gewinnen. Vor wenigen Tagen erst stellte Facebook sein neues Kollaborations-Tool 'Facebook at work' der Öffentlichkeit vor. Wer im Umgang mit neuen, sozialen Medien sicher ist und deren Vorteile proaktiv für sich nutzt, punktet in der Arbeitswelt der Zukunft.

  7. Lernwille

    Matej Kastelic
















    Die Welt wird immer komplexer, vernetzter, welchselseitiger. In Einzelkämpfer-Manier werden die Probleme der Zukunft kaum noch gelöst werden können. Fachwissen wird gefragt bleiben - aber in Verbindung mit breitem Wissen aus anderen Disziplinen noch wertvoller. In der Nanotechnologie, die viele Einzelbereiche wie Molekularbiologie und Biochemie miteinander vereint, ist diese Entwicklung schon zu sehen. Angesichts längerer Lebensarbeitszeiten werden Fortbildung und lebenslanges Lernen unentbehrlich.

  8. Konzeptionsstärke

    Rawpixel















    Wie komme ich an die besten Resultate? Wie werde ich produktiver, effizienter? Schon heute zerbrechen wir uns den Kopf über Selbstorganisation, über die richtige Gestaltung des Arbeitsplatzes und die Selbstdisziplin im Home Office. In Zukunft müssen wir Lösungen finden, um Prozesse eigenständig zu entwickeln und durchdenken - gerade, weil vermutlich mehr Menschen selbstständig oder projektbasiert arbeiten werden. Das können zum Beispiel Technologien zur virtuellen Kollaboration sein.

[Bildnachweis: Sergey Nivens, Imilian, Konstantin Chagin, Edyta Pawlowska, Monkey Business Images, lassedesignen, ra2studio, Matej Kastelic, Rawpixel by Shutterstock.com]