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Mansplaining: Definition, Beispiel – Tipps: Wie kontern?


Mansplaining ist eine Unsitte. Es bedeutet, andere ungefragt zu belehren, überhebliche Vorträge zu halten oder Kollegen in deren Fachwissen zu degradieren. Viele Männer verhalten sich so gegenüber Frauen. Teils unbewusst, häufiger jedoch um mit dem Alphamännchen-Gehabe die eigene Überlegenheit zur Schau zu stellen. Peinlich. Doch wie auf den männlichen Erklärungsdrang im Berufsalltag reagieren und kontern? Mansplaining einfach erklärt: Was ist das? Woran lassen sich Mansplainer erkennen? Tipps für schlagfertige Antworten…


Mansplaining: Definition, Beispiel - Tipps: Wie kontern?

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Definition: Was ist Mansplaining – einfach erklärt?

Mansplaining (deutsch: „Herrklärung“) beschreibt ungebetenes, herablassendes Besserwissen von Männern gegenüber Frauen. Der Begriff selbst ist ein englisches Kofferwort aus „man“ (für „Mann“) und „explaining“ (für „erklären“). Beim Mansplaining erklärt ein Mann einer Frau – meist auf herablassende oder bevormundende Art – einen Sachverhalt, obwohl diese mitunter mehr davon versteht.

Von Mansplaining spricht man aber auch, wenn der (meist männliche) Gesprachspartner generell als unbestreitbar allwissend oder arrogant auftritt und sich auf einem Themengebiet überlegen fühlt. Also auch gegenüber anderen Männern. Diese Rechthaberei und Überheblichkeit findet sich nicht nur im Job, sondern ebenso häufig im Sport, vor allem beim Fußball finden sich zahlreiche Wannabe-Experten und Bundestrainer in spe.

Mansplaining Ursprung

Die Erfindung des Begriffs „Mansplaining“ wird der Amerikanerin Rebecca Solnit und ihrem Essay „Men Explain Things to Me“ zugeschrieben. Auf einer Party begegnete sie einem Mann, der ihr von einem unglaublich wichtigen Buch über Fotografie erzählte und ihr immer wieder erklärte, was sie darin über Fotografie lernen könne. Mehrfach versuchte Solnit den Mann zu unterbrechen – ohne Erfolg. Erst als der mit seinen Belehrungen fertig war, konnte sie ihm offenbaren, dass SIE die Autorin von eben jenem Buch ist. Ihre Anekdote wurde zum Parade-Beispiel für das Männererklären.


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Mansplaining Beispiele + Memes

  • Männer erklären den Feminismus.
  • Ein Mann erklärt einer Frau, wie sie sich gerade fühlt.
  • Ein Kollege erklärt einem anderen wie der Job „wirklich“ funktioniert.
  • Laie erklärt Profi wie der seinen Job zu machen hat.
  • „Influencer“ mit 1000 Followern erklären wie das Internet funktioniert.
  • 20-jähriger Life-Coach will Unternehmer beraten.

Mansplaining Beispiel Meme Flussdiagramm

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Mansplaining erkennen

Allerdings ist nicht jeder Mann, der etwas erklärt, automatisch ein Besserwisser oder schuldig im Sinne des Mansplainings. Damit daraus echtes Mansplaining wird, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Erklärer nimmt eine autoritäre Haltung ein.
  • Er spricht seinem Gegenüber die eigene Expertise ab.
  • Er macht die Deutungshoheit am eigenen Geschlecht fest.
  • Es folgt ein langer Monolog und ausschweifende Erklärung.
  • Widerspruch wird nicht geduldet.

Manspreading im ÖPNV

Ähnlich populär wie der Begriff Mansplaining ist das sogenannte Manspreading. Gemeint ist damit das Spreizen der Beine, um mehr Platz einzunehmen. Ein solches, typisch männliches Territorialverhalten lässt sich oft im öffentlichen Verkehr – in Bussen und Bahnen – beobachten. Steigern lässt sich der Affront nur noch durch einen Griff an die Genitalen.


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Mansplaining kontern: Tipps wie Frauen reagieren

Nicht nur für Frauen ist Mainsplaining extrem nervig und zeitraubend. Nicht selten ist es eine (wenig) subtile Form der Machtdemonstration oder Diskriminierung. Obwohl Sie sich bestens auskennen oder Ihren Job längst beherrschen, müssen Sie sich dazu Erklärungen, Belehrungen oder schlaue Sprüche anhören…

Sicher, man kann Mansplaining einfach überhören. In manchen Fällen ist Ignoranz und punktuelle Taubheit beziehungsweise Gelassenheit die beste Reaktion. „Don’t feed the Trolls!“ – Füttere keinen Troll, heißt es nicht nur im Internet dazu. Oft reicht das aber nicht. Insbesondere im Job, wenn das Mainsplaining der systematischen Einschüchterung oder Abwertung dient. In dem Fall MÜSSEN Sie aktiv etwas dagegen unternehmen und den Mansplainer in seine Schranken weisen.

Mansplaining kontern: So geht’s!

  • Ansprechen
    Der Begriff Mansplaining ist längst so bekannt, dass Sie den Mansplainer direkt damit konfrontieren und auf sein Verhalten ansprechen können. Haken Sie nach und fragen Sie, warum er Ihnen Dinge erklärt, die Sie längst wissen. Um den Konflikt aber nicht zu eskalieren, sollten Sie es zunächst mit Ich-Botschaften versuchen: „Ich habe das Gefühl, Sie glauben, ich hätte davon keine Ahnung…“
  • Unterbrechen
    Lassen Sie die ellenlangen Erklärungen nicht gefallen, sondern unterbrechen Sie Ihr Gegenüber und stellen Sie Rückfragen: Wie kommen Sie darauf? Warum ist das so? Was macht Sie da so sicher? Wieso soll das funktionieren? Dadurch zwingen Sie den Mansplainer in Rechtfertigungs- und Erklärungsnot. Und meist entlarvt er sich durch das Kontern als Luftpumpe und Lautsprecher mit ungesundem Halbwissen.
  • Einfordern
    Beanspruchen Sie für Ihre Konter ebenfalls Redezeit. Und zwar bestimmt: „Darf ich bitte ausreden? Danke!“ Würzen Sie das Ganze mit Fachbegriffen und zeigen Sie dem Mainsplainer so, dass Sie sich auf Ihrem Gebiet bestens auskennen. Viele Besserwisser schüchtert das sofort ein.
  • Belächeln
    Mutigere können ihr schlagfertigen Antworten auch mit etwas Sarkasmus würzen, Motto: „Das ist ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung.“ Oder: „Schreiben Sie das bitte auf, ich beschäftige mich später damit.“ Oder: „Kennen Sie den Begriff Mansplaining? Dann bitte jetzt mal googeln…“
  • Abwürgen
    Wenn nichts davon hilft und Sie keine Zeit für den Quatsch haben, beenden Sie das Gespräch, bevor Ihr Gegenüber zu seinem endlosen Vortrag überhaupt ausholen kann: „Sorry, aber dafür habe ich gerade keine Zeit.“ Niemand muss einem Mansplainer dauerhaft zuhören!

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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