Querdenker: Definition, Vorteile, Tipps

Querdenker haben es leider oftmals schwer. Sie gelten als Unruhestifter, Außenseiter, Abweichler. Wer nicht auf den selben gedanklichen Pfaden schreitet, wie alle anderen, stößt oft auf Unverständnis oder Ablehnung. Nicht umsonst ist wohl die sprachliche Verwandtschaft von Querdenker und Querulant so nah. Wer anders denkt als die Masse, gehört folglich einer Minderheit an. Querdenkern mangelt es daher leider oftmals an Zustimmung und Konformität – schade, denn es handelt sich dabei um außergewöhnliche und besonders wichtige Denkertypen. Ohne Querdenker gäbe es keinen Fortschritt. Sie bringen frischen Wind, sorgen für Neuerungen und Veränderungen auf Wegen, die andere nicht sehen. Damit sind Querdenker für Unternehmen ein wertvolles Gut, wenn diese sie zu schätzen wissen. Diese Vorteile bringen Querdenker und mit diesen Tipps können Sie selbst zu einem werden…

Querdenker: Definition, Vorteile, Tipps

Definition: Was macht einen Querdenker aus?

Querdenker Definition Erklärung positiv Tipps VorteileDer Begriff Querdenker wird oftmals abwertend oder fast schon beleidigend verwendet. Das ist so ein typischer Querdenker… Allerdings hat Querdenken an sich überhaupt nichts Negatives und ist auch nicht wertend. Vielmehr steht ein anderer Denkansatz im Vordergrund, den Querdenker verfolgen – und der von klassischen, konventionellen Wegen abweicht.

Soll heißen: Querdenker gehen nicht den bekannten, geraden Weg, der für die anderen logisch und vorhersehbar ist. Sie denken um die Ecke, gehen unkonventionell vor, betreten gedankliche Pfade, die völliges Neuland sind und sehen Probleme oder Fragen aus einer gänzlich neuen Perspektive.

Von außen wird das dann herabgewürdigt, weil es nicht dem mehrheitlichen Denken entspricht. Querdenkerische Ideen werden als Unfug abgetan und nicht weiter beachtet. Großer Fehler! Jedes Team braucht Querdenker, da diese einige Vorteile mitbringen.

Darum ist es gut, ein Querdenker zu sein

Ja, Querdenker sehen die Dinge anders als der Durchschnitt. Wer das jedoch als Problem betrachtet oder sogar gezielt verhindern will, dass Querdenker ihre Ideen vorbringen, lässt sich einige Vorteile entgehen. Aus diesen guten Gründen braucht es Querdenker:

  • Querdenker liefern völlig neue Ansätze

    Wenn alle gleich denken und auf die immer gleichen Lösungen kommen, fehlt es an wirklich kreativen und innovativen Ideen. Querdenker zeigen Perspektiven und Möglichkeiten auf, die all den Gleichdenkern nie in den Sinn kommen würden. Somit liefern Sie wertvolle Alternativen und Möglichkeiten, mit denen wichtige Entwicklungen vorangetrieben werden.

  • Querdenker hinterfragen alles

    Da Querdenker vieles anders betrachten, reflektieren und hinterfragen Sie bestehende Strukturen, andere Ideen oder Vorgehensweisen. Damit sind sie der Kontrast zur ansonsten einheitlichen Zustimmung. Vielleicht nicht immer angenehm, aber ungemein wichtig, da eine Gruppe voller Ja-Sager und Gleichgesinnter einiges einfach durchwinkt, obwohl es kritisch hinterfragt werden sollte.

  • Querdenker inspirieren ihr Umfeld

    Ein weiterer positiver Effekt: Querdenker können eine Vorbildfunktion haben, wenn richtig mit ihrem Input umgegangen wird. Zeigt ein Chef am Arbeitsplatz, dass er die Einwände und Vorschläge eines Querdenkers ernst nimmt, trauen sich auch andere Kollegen, mutige und ungewöhnliche Ideen vorzubringen. So kann ein Umfeld mit einer größeren Freiheit im Denken geschaffen werden.

Die Macht der Querdenker

Wie Querdenker die Masse beeinflussenLange Zeit gingen Wissenschaftler davon aus, dass der Gruppendruck und Konformität Abweichler eher früher als später zum Einlenken und anpassen bewegt. Ein Irrtum. Und ein schönes Beispiel für die typische Ignoranz der Masse, die gar nicht merkt wie selbst Minderheiten sie beeinflussen können – vorausgesetzt, sie erfüllen zwei Voraussetzungen: Sie müssen besonders geschlossen und vehement auftreten.

Bereits Anfang der 1950er Jahre machte der Psychologe Solomon Asch ein interessantes Experiment: Es ließ sieben Probanden den längsten von drei Stäben benennen. Eine einfache Sache: Der längste Stab war mit bloßem Auge zu identifizieren. Die Gruppe war allerdings manipuliert: Bis auf einen Teilnehmer waren alle eingeweiht und benannten geschlossen das falsche, kurze Stöckchen. Kaum überraschend entschieden sich die meisten echten Probanden ebenfalls für den Mehrheitsbeschluss – obwohl sie wussten, dass der falsch war.

Ohnmächtig sind Minderheiten deshalb aber nicht. Bei einer Fortsetzung des Experiments, schlossen sich nur zwei eingeweihte Probanden besonders stark zusammen und behaupteten nun, dass der kurze Stab der längste sei, während die Mehrheit der Wahrheit folgte. Die besondere Geschlossenheit des Duos konnte aber in einigen Fällen die nicht eingeweihten Probanden auf ihre Seite ziehen. Entscheidend für die Macht der Minderheiten war, dass sie durchweg wie mit einer Stimme sprach. So können selbst wenige Querdenker ihre Unterzahl kompensieren.

Die eine Stimme muss allerdings besonders kräftig sein. Oder anders formuliert: Die Mehrheit muss den Eindruck haben, dass sich der Querdenker seiner Sache äußerst sicher ist. Dann ist sie durchaus bereit, sich selbst zu hinterfragen.

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Die unterschiedlichen Denkertypen

Es gibt die unterschiedlichsten Denkertypen:

Der letzte Typus – der Status-Quo-Denker – ist vielleicht erklärungsbedürftig. Diese Typen sind unter dem Namen vielleicht weniger bekannt, eher als Schubladendenker. Und sie bilden eine erstaunlich große Gruppe. Oft sind das sehr gründliche und gewissenhafte Kollegen. Gute Beobachter. Meinungsstarke Analytiker. Erfahrene Logikliebhaber. Das macht sie sehr einflussreich, aber auch gefährlich.

Denn Status-Quo-Denker pflegen ebenso gründlich wie gewissenhaft ihre eigenen Vorurteile, Klischees und Denkschubladen, in die sie andere zwängen oder diese solange bequatschen, bis sie dort hineinpassen. Darin stehen dem Denkfaulen in nichts nach.

Dahinter steckt der Versuch, Neues – Ideen, Abläufe, Strategien – vorgefertigten Meinungen anzugleichen. Doch die Sache hat einen Haken: Wer so denkt, tritt dabei meist nur auf der Stelle, weil er meint, die Welt müsste sich ihm anpassen und nicht umgekehrt. Dabei verpassen die meisten eine ziemlich gute Gelegenheit, die Welt in anderen Dimensionen zu sehen.

Status-Quo-Denker lassen sich auch an anderen Indizien gut erkennen. Ihr Motto ist häufig: Wer sich bewegt, kann stolpern; ihre Attitüde: Ich weiß es besser; die Haltung dazu: Kommt gar nicht erst in die Tüte! Zugegeben: Wer so sehr im Echo seiner tradierten Gedanken verwurzelt ist, macht keine großen Sprünge mehr. Alte Bäume lassen sich nun mal nicht versetzen, dann gehen sie ein.

Denken Sie konvergent oder divergent?

Querdenker Konvergent Divergent querdenken Vorteile DefinitionNeben den verschiedenen Denkertypen lässt sich die Art und Weise, wie Menschen denken, aber auch in andere Kategorien unterteilen: Eine Unterscheidung sind dabei die sogenannten konvergenten Denker im Gegensatz zu den divergenten Denkern.

  1. Konvergente Denker

    Das sind die meisten Menschen. Typisch für dieser Denkertypen ist, dass sie für ihre Entscheidungen nur eine begrenzte Anzahl an Optionen sehen. Oft sind es sogar nur zwei: Entweder – oder. Entweder wir machen es so – oder wir machen es gar nicht. Entweder ich bekomme den Job – oder ich bin ein Loser. Entweder Sieg – oder Niederlage.

  2. Divergente Denker

    Nicht, dass divergent Denkende immer mehr Optionen hätten, aber sie suchen stets danach und meist finden sie diese dann auch. Für sie gibt es immer Alternativen. Das kann sogar bedeuten, dass für sie die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten die Krumme ist.

Schon in der Definition zeigt sich, dass es nicht allzu schmeichelhaft klingt, ein konvergent Denkender zu sein. Eher klingt es nach beschränkter Engstirne mit Hang zur Schwarz-Weiß-Malerei.

Allerdings ist die Mehrheit der Menschen genau das. Ständig Ja-Nein, Entweder-Oder, Gut-Böse. Aber wenn wir ehrlich sind: Werden wir tagein, tagaus nicht genau darauf konditioniert, so zu denken?

  • In der Schule und in manchen Prüfungen gibt es Multiple-Choice-Fragebögen und -Tests – also eine vorher begrenzte Anzahl an Wahloptionen. Es geht dabei um „richtig“ oder „falsch“. Typisch Konvergenzler.
  • Wie in der Liebe, wo die meisten auch nur den perfekten Partner suchen, Motto: die/den eine(n) – oder keine(n).
  • Im Job sieht das auch nicht anders aus. Entweder Work oder Life, und beides gilt es, ständig in Balance zu bringen. So mancher Chef hält es gar mit dem diktatorischen Absolutheitsprinzip: Wer nicht für mich ist, ist automatisch gegen mich. Gefährlich!

Querdenker und divergente Denker schaffen es, über scheinbar begrenzte Alternativen herauszuschauen und weitere Alternativen auszumachen. Plötzlich ergeben sich dabei völlig neue Möglichkeiten. Wo andere eingeengt sind, können Querdenker frei wählen.

Divergentes Denken dagegen öffnet den Geist in alle Richtungen, sucht nach Übersehenem und übergeht Limits, die uns von außen auferlegt worden sind. Es findet neue, unbekannte Wege, es macht die Welt wieder etwas bunter.

Ein spannender Gedanken. Oder wie Rainer Maria Rilke sagen würde: Du musst dein Ändern leben!

Tipps, wie Sie zum Querdenker werden

Vor etwas über 400 Jahren sorgte Galileo Galilei dafür, dass die Sonne nicht mehr um die Erde kreist. Mit der Entdeckung der Jupitermonde veränderte er das bestehende Weltbild. Bis dahin glaubte man, dass die Erde im Mittelpunkte stehe und alle Himmelskörper darum kreisen. Doch als Galilei 1610 sein Fernrohr gen Himmel richtete, sieht er zunächst drei Sterne (Jupitermonde), in der darauffolgenden Nacht haben diese ihre Position geändert, zwei Nächte später sind es nur noch zwei Sterne und fünf Nächte später sind es vier Sterne. Daraus schließt Galilei, dass die Planeten nicht um die Erde kreisen, sondern wie es Kopernikus beschreibt, um die Sonne.

Doch damit stieß er auf gewaltigen Widerstand der Kirche. Die Inquisition verbot seine Schriften und zwang ihn dazu, seinen Theorien abzuschwören. Galilei blieb jedoch ein Querdenker – und heute wissen wir zum Glück: Er hatte Recht.

Querdenker lassen sich nicht in Schubladen stecken. Ein Querdenker beherrscht das um die Ecke denken. Damit hebt er sich von der breiten Masse ab und schwimmt in seiner Herangehensweise und in seinen Erkenntnissen gegen den Strom. Wie das Beispiel von Galilei zeigt, ist das nicht immer einfach. Weder für Sie als Querdenker, noch für das Umfeld, das zu neuen Erkenntnissen und Veränderungen gedrängt wird.

Von vertrauten Wegen abweichen, seine Komfortzone verlassen – das tut der Mensch nicht gerne. Wer möchte schon, dass an seinem Weltbild gerüttelt wird?

Trotzdem tut uns das allen ab und an gut – persönlich genauso wie Teams, Abteilungen und Unternehmen. Sollten Sie sich mit dem Querdenken noch schwer tun, haben wir hier ein paar Tipps, die Sie genau dazu anstiften sollen:

  • Umgeben Sie sich mit anderen Menschen

    „Zeig mir wer deine Freunde sind, und ich sag dir wer du bist.“ In dem Bonmot steckt viel Wahres, denn die Menschen, mit denen wir uns umgeben, beeinflussen unser Verhalten und unsere Persönlichkeit. Indem Sie den Kontakt zu Personen suchen, die anders sind als Sie selbst, fordern Sie sich selbst heraus und entdecken neue Denkweisen. Gerade im Job sind die Möglichkeiten hier sehr groß, da im Team die unterschiedlichsten Charaktere, Arbeits- und Denkweisen zusammenkommen.

  • Erweitern Sie Ihre Horizont

    Erweitern Sie Ihren Blickwinkel mit Wissen aus anderen Bereichen. Das fördert Ihr Verständnis für Zusammenhänge und liefert oftmals Ideen, auf die Sie vorher nie gekommen wären. Je größer Ihr Horizont, desto leichter wird es Ihnen fallen, Verbindungen herzustellen, zwischen den einzelnen Bereichen querzudenken und so kreative Lösungsansätze zu finden.

  • Lassen Sie Reibungen zu

    Querdenker haben Spaß an Widersprüchen. Widersprüche sehen sie nicht als Angriff auf ihr Weltbild, sondern als intellektuelle Herausforderung. Wer sich eine solche Mentalität aneignet, bleibt offen für Neues. Soll heißen: Knicken Sie bei einer sachlichen Diskussion nicht gleich ein und stimmen allem zu. Gehen Sie manchmal bewusst in die Gegenposition, um unterschiedliche Ideen gegeneinander zu testen.

  • Stellen Sie sich gegen Konventionen

    Wieso soll immer alles nach Schema-F ablaufen? Querdenker sind Meister des klugen Regelbruchs. Sie stellen Altbewährtes auf den Prüfstand und schrecken nicht davor zurück, neue Methoden auszuprobieren. Wenn jemand sagt Das haben wir schon immer so gemacht…, sollten Sie das als Anlass nehmen und als Querdenker antworten Und genau deshalb sollten wir überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist.

  • Nutzen Sie Frust als Ansporn

    Unzufriedenheit kann zur Triebfeder von Veränderungen werden. Dazu reicht es allerdings nicht, einfach nur zu nörgeln, sondern die Unzufriedenheit sollte dazu genutzt werden, selbst aktiv zu werden und an Lösungen zu arbeiten. Sie sind frustriert mit einer Situation, einer Entscheidung oder einer Lösung und es scheint keine Alternative zu geben? Dann denken Sie quer und nehmen Sie den Frust als Energie.

  • Eigenen Sie sich einen Blick fürs Detail an

    Chancen und Lösungen befinden sich manchmal direkt vor der eigenen Nase. Es kommt darauf an, diese zu erkennen und weiterzuentwickeln. Beachten Sie auch Details, nehmen Sie scheinbare Kleinigkeiten nicht einfach hin, sondern beziehen Sie diese in Ihre Überlegungen mit ein.

  • Bewahren Sie sich die Distanz

    Betriebsblindheit verhindert, dass Chancen und Potenzial erkannt werden. Nur wer sich eine gewisse Distanz beibehalten kann, schafft es, eine andere Perspektive einzunehmen. Versuchen Sie, Situationen mit ein wenig Abstand zu betrachten, als würden Sie ein außenstehender Beobachter sein. Diese Technik kann das Querdenken gerade am Anfang erleichtern.

Neben diesen Tipps gibt es einige Grundvoraussetzungen, die Sie mitbringen sollten, wenn Sie sich als Querdenker versuchen sollten. Gegen den Strom zu schwimmen ist schließlich anstrengend, Sie werden es nicht leicht haben und sicherlich auf Widerstand stoßen.

Die folgenden Eigenschaften dienen daher als eine Art Survivalkit, um sich nicht unterkriegen zu lassen und als Querdenker seinen Weg zu gehen:

  • Mut

    Es gehört schon eine gehörige Portion Mut dazu, unbequem zu sein und der allgemeinen Meinung zu widersprechen. Diesen werden Sie nur aufbringen können, wenn Sie selbst von Ihren Ideen überzeugt sind und an die Umsetzung glauben.

  • Sturheit

    Widerstand ist für Querdenker eine Gewissheit, doch das sollte Sie nicht dazu bringen aufzugeben. Beharren Sie auf Ihren Ansätzen, auch wenn Sie Gegenwind bekommen, andere Ihre Meinung nicht teilen und es den Eindruck macht, als würden Ihre besten Ideen im Sande verlaufen. Es ist ein hartes und langes Stück Arbeit, andere von neuartigen Vorschlägen zu überzeugen.

  • Ein dickes Fell

    Leider müssen Querdenker auch damit zurecht kommen, dass sie für realitätsferne Spinner gehalten werden. Wer braucht das schon? Oder: Das klappt doch eh nicht! Und manchmal auch: Was für ein riesiger Schwachsinn! All das sind Reaktionen, die Querdenker öfter hören. Dabei sollten Sie nicht vergessen, dass Sie selbst entscheiden können, wessen Meinung wirklich zählt und welchen Ihnen egal ist.

  • Sozialen Kredit

    Querdenker müssen sich allerdings vorab eine gewisse Glaubwürdigkeit aufgebaut haben. Wer immer nur am Rand einer Gruppe steht und stets auf seine Meinung pocht, wird weder ernst genommen noch respektiert. Er bleibt ohnmächtig. Anders aber, wer vorher sowohl seine Teamfähigkeit als auch soziale Verlässlichkeit unter Beweis gestellt hat.

Eine Parabel über das Querdenken

Querdenken Um die Ecke denkenEine Frau geht in eine New Yorker Bank. Sie sagt, sie möchte morgen für eine Woche nach Europa reisen und brauche dafür dringend einen Kredit von 5000 Dollar. „Nun“, sagt der Bankmanager, „das machen wir gerne, aber welche Sicherheiten bieten Sie uns dafür?“ Darauf zeigt die Blondine auf einen nagelneuen Rolls-Royce, der draußen auf der Straße steht und dessen Papiere und Schlüssel sie dabei hat. „Das geht natürlich in Ordnung“, sagt der Bankmanager. Der Wert des Rolls-Royce übersteigt schließlich den Kreditrahmen bei weitem. Ein Bankangestellter nimmt die Wagenschlüssel an sich und parkt den Rolls-Royce in der Tiefgarage der Bank. Danach bekommt die Frau das Geld und verreist.

Nach einer Woche kehrt sie gutgelaunt und sichtlich erholt zurück. Sie überreicht dem Bankmanager zuerst die 5000 Dollar in cash und schließlich noch die Zinsen von rund 15 Dollar.

„Wissen Sie“, sagt der Manager, „es freut uns wirklich, dass dieses Geschäft so wunderbar über die Bühne gegangen ist. Aber was uns die vergangene Woche wirklich sehr beschäftigt hat: Wozu brauchten Sie 5000 Dollar? Wir haben uns nämlich ein bisschen über Sie erkundigt und dabei herausgefunden, dass Sie eine Multimillionärin sind und sich das Geld überhaupt nicht leihen müssten.“

„Das ist richtig“, sagt die Frau. „Aber wissen Sie, auch ich habe etwas recherchiert. Und es gibt in ganz New York keinen anderen Ort, an dem man sein Auto für 15 Dollar eine Woche lang sicher parken kann.“

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[Bildnachweis: Nattapol Sritongcom by Shutterstock.com]
19. April 2015 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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