September: Ist er der produktivste Monat?

Der Sommer macht gute Laune, der Herbst melancholisch. In den Januar starten wir mit guten Vorsätzen, in den Dezember mit weihnachtlicher Vorfreude. Aber welcher Monat ist der perfekte Arbeitsmonat; der Monat, in dem wir am produktivsten sind? Wir haben dazu einige Thesen und Anhaltspunkte gesammelt…

September: Ist er der produktivste Monat?

September: Ein Premium-Monat?

Der Dienstag ist der produktivste Wochentag. Über 30 Prozent unserer Leser kürten ihn vor Kurzem zum effektivsten Arbeitstag. Hoch im Kurs standen auch der Donnerstag und der Mittwoch. Weniger beliebt waren – kaum verwunderlich – Montag und Freitag, an den Wochenenden schalten die meisten ohnehin auf Standby.

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Nun würden wir dieses Thema gerne ein wenig weiterspinnen und stellen daher die Frage in den virtuellen Raum:

Welcher MONAT ist der produktivste?

In welchem Monat strotzen Sie vor Energie, sind voller Tatendrang und motiviert bis in die Haarspitzen?

Die besten Monate, um produktiv zu sein

Die allgemeinen Favoriten sind:

  • Januar

    Neues Jahr, neues Spiel, neues Glück – der Januar verspricht immer einen Neustart.

  • März

    Frühlingsanfang, die ersten Sonnenstrahlen, gute Laune, frischer Energieschub.

  • November

    Grau, trist, schmuddelig – und damit die perfekten Rahmenbedingungen zum Schaffen. Auch gibt es noch keine Weihnachtsmärkte oder sonstige Ablenkungen.

September: Der heimliche Champion

Es gibt aber noch einen weiteren, unbekannten Monat. Einen, den man leicht übersieht: den September. Aus den folgenden Gründen…

  • Wetter

    Zu viel Hitze macht uns träge, Kälte dagegen schlägt aufs Gemüt. Im September hingegen ist es nicht zu heiß und nicht zu kalt. Laut Klimatabelle sind es bei uns dann 18 Grad im Durchschnitt – ideal.

  • Urlaub

    Der Sommerurlaub ist – im Regelfall – Geschichte. Jetzt gilt es wieder: Ärmel hochkrempeln, arbeiten, Geld verdienen. Mental schalten wir im September wieder in den Betriebsmodus.

  • Aufbruch

    Im September herrscht generell – ähnlich wie im Januar – Aufbruchstimmung. Das neue Schuljahr beginnt (oder hat gerade begonnen), ebenso das Ausbildungsjahr für Azubis.

Laut einer Studie der Wharton School in Pennsylvania gehen wir neue Herausforderungen bevorzugt dann an, wenn wir einen (zeitlichen) Meilenstein hinter uns gebracht haben. Darauf begründet sich zum Beispiel auch die Beliebtheit von Neujahrsvorsätzen: ein altes Jahr endet, das neue beginnt – ein guter Zeitpunkt, um sich einer neuen Aufgabe zu stellen.

Die Forscher zeigten aber, dass dieses Phänomen nicht alleine auf Neujahr beschränkt ist. So steigen auch nach anderen Stichtagen – dem Ende des Studiensemesters, einem Geburtstag, einer Hochzeit oder dem Jahresurlaub – die Google-Suchanfragen zu Begriffen wie „Diät“ oder „Fitnessstudio“ spürbar an.

Kurz: Die Menschen nehmen sich dann wieder etwas vor. Und so auch im September…

Google-Suche: September vorne

So stützt denn auch eine andere Stichprobe diese Theorie. Vergleicht man zum Beispiel Suchbegriffe wie „Jobsuche“ und „Bewerbung“ – dann schnellen diese Suchanfragen auf Google erwartungsgemäß im Januar in die Höhe. Neues Jahr, neues Spiel… Sie erinnern sich.

Dasselbe passiert aber auch im September. Das Niveau der Suchanfragen ist in diesem Monat auf ähnlich hohem Niveau:



Oder anders formuliert: Im September (und nach dem Urlaub) entwickeln viele Menschen wieder neue Ambitionen. Gut so: Das ist eine Vorstufe der Produktivität!

Apropos Jobsuche

Jobtest Selbsttest Gehen Oder Bleiben

1. Wie gut verstehen Sie sich mit Ihren Kollegen?

  • Das sind alles Idioten. Wir arbeiten zwar zusammen, doch ansonsten sehen wir uns nicht häufig. Das ist auch gut so. (3 P.)
  • Im Grunde mag ich meine Kollegen. Wir gehen auch mal zusammen in die Mittagspause. Nur dieser eine Kollege aus der Buchhaltung geht mir manchmal tierisch auf den Wecker. (2 P.)
  • Wir verstehen uns eigentlich alle sehr gut. Nach Feierabend gehen wir ab und an etwas trinken und die Kollegen schicken Postkarten aus dem Urlaub ins Büro. (1 P.)

2. Wie werden Sie von Ihren Kollegen behandelt?

  • Wenn etwas schief läuft, bekomme ich einen auf den Deckel. In Meetings traue ich mich gar nicht mehr etwas zu sagen, weil meine Ideen grundsätzlich nicht gut ankommen. (3 P.)
  • Die anderen Kollegen bitten mich regelmäßig um Rat und vertrauen meinem Urteil. (1 P.)
  • Ich versuche mich zwar einzubringen, habe aber das Gefühl, dass meine Vorschläge belächelt werden. (2 P.)

3. Wie ist Ihr Verhältnis zum Chef?

  • Er überträgt mir anspruchsvolle Aufgaben und bezieht mich bei Entscheidungen mit ein. Nur im Moment ist er mit meiner Arbeit nicht ganz zufrieden. (1 P.)
  • Ich habe das Gefühl, dass meine Arbeit nur kritisiert wird und ich es ihm, egal was ich tue, nicht recht machen kann. (3 P.)
  • Ich habe das Gefühl, dass mein Chef mich nicht richtig wahrnimmt. Mit anspruchsvollen Aufgaben werden meine Kollegen betraut. (2 P.)

4. Was denken Sie über Ihren Chef?

  • Wir sind zwar nicht immer einer Meinung, aber ich schätze seinen Einsatz für die Firma. (2 P.)
  • Der Kerl ist mir zutiefst unsympathisch. Er verhält sich, als wäre er der König und wir seine Untertanen. Von Kompetenz keine Spur. (3 P.)
  • Mein Chef ist mein Mentor und eine echte Führungspersönlichkeit. Ich habe sehr viel von ihm gelernt. Doch manchmal fühle ich mich von ihm ausgebremst. (1 P.)

5. Würden Sie mit Ihrem Chef sprechen, falls es Probleme gibt?

  • Um Gottes Willen. Nur im äußersten Notfall, wenn es gar nicht anders geht. Mein Chef tendiert dazu bei dem kleinsten Fehler auszurasten. (3 P.)
  • Es wäre mir zwar unangenehm, doch in der Regel kann ich ihm die Situation erklären und wir suchen gemeinsam eine nach einer Lösung. (2 P.)
  • Mein Chef ist der Meinung, dass Fehler jedem passieren. Hauptsache ich stehe dazu und bemühe mich, es das nächste Mal besser zu machen. (1 P.)

6. Haben Sie das Gefühl, dass man Ihre Arbeit wertschätzt?

  • Ich weiß nicht. Meistens bekomme ich gar kein Feedback. (2 P.)
  • Ich denke schon. Von meinen Kollegen hat sich noch keiner beschwert und mein Chef hat mich auch schon für meine Leistungen gelobt. Nur in letzter Zeit hat das Lob abgenommen. (1 P.)
  • Ich gebe mir alle Mühe, doch das scheint keinem aufzufallen. (3 P.)

7. Wie viel Freizeit haben Sie?

  • Mein Job gibt mir die Möglichkeit meine Arbeitszeit so zu gestalten, dass ich Zeit habe nach der Arbeit Sport zu treiben oder Freunde und Bekannte zu treffen. Allerdings muss ich in letzter Zeit einige Überstunden machen. (1 P.)
  • Man könnte sagen ich lebe im Büro. Überstunden sind an der Tagesordnung. Ich bin aus dem Handballverein ausgetreten, weil das wöchentliche Training einfach nicht mehr machbar war. (3 P.)
  • Ich arbeite zwar sehr viel, doch keiner würde etwas sagen, wenn ich mir für besondere Anlässe den Nachmittag frei nehme. (2 P.)

8. Wie schnell vergehen Ihre Arbeitstage?

  • Mal schneller und mal langsamer. Das kommt ganz auf die Aufgaben an, aber ich langweile mich eigentlich nie. (2 P.)
  • Im Handumdrehen. Ehe ich mich versehe, ist der Arbeitstag vorüber. (1 P.)
  • Die Arbeitstage ziehen sich unglaublich in die Länge. Ich schaue ständig auf die Uhr und warte, dass meine Arbeitszeit vorüber ist. (3 P.)

9. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie nach Hause kommen?

  • Geschafft, aber stolz auf das, was ich alles geleistet habe. Doch in letzter Zeit ist es sehr stressig geworden. (1 P.)
  • Erschöpft und müde. Ich habe das Gefühl in Arbeit zu versinken. (3 P.)
  • Häufig genervt, weil noch Arbeit liegen geblieben ist und die Kunden mal wieder Sonderwünsche hatten. (2 P.)

10. Wie sehr machen Ihnen die übertragenen Aufgaben Spaß?

  • Die Aufgaben sind nicht im mindesten anspruchsvoll. Ich frage mich regelmäßig, warum ich studiert habe. (3 P.)
  • Es hält sich die Waage. Mir werden sowohl Aufgaben übertragen, die anspruchsvoll sind, als auch simple Tätigkeiten. Doch die erledigt jeder im Team. (2 P.)
  • Ich habe das Gefühl etwas Sinnvolles zu leisten und meine Stärken einbringen zu können. (1 P.)

11. Sehen Sie Chancen sich weiterzuentwickeln?

  • Ich hatte mit meinem Chef bereits über eine Beförderung gesprochen, doch er denkt, ich bin noch nicht soweit. (2 P.)
  • Ich wünschte zwar, das Angebot wäre größer, doch jeder Mitarbeiter darf einmal im Jahr eine Fortbildung seiner Wahl besuchen. (1 P.)
  • Ich habe mich um eine Beförderung bemüht, doch mein Chef wollte mich für diese Position nicht weiterempfehlen. (3 P.)

12. Haben Sie sich bereits nach anderen Stellen umgesehen?

  • Wenn ich von der Arbeit erzähle, raten meine Freunde mir das dringend zu tun. Doch ich konnte mich nicht aufraffen. (3 P.)
  • Ich träume manchmal von einem anderen Job, doch umgeschaut habe ich mich noch nicht. (1 P.)
  • Manchmal bin ich kurz davor alles hinzuschmeißen, doch wenn ich mir die Geschichten von anderen anhöre, geht es mir doch recht gut. (2 P.)

Auswertung zum Selbsttest

Zählen Sie nun alle Punkte (in Klammern zur jeweiligen Frage) zusammen. Hier finden Sie die Auflösung des Selbsttests:

Alternativ können Sie natürlich auch überlegen, ob statt der Kündigung nicht auch der Wechsel in die Selbstständigkeit eine Option ist. Auch hierzu haben wir einige Orientierungsfragen, die Sie HIER kostenlos als PDF herunterladen können. Wir wünschen viel Erfolg!




[Bildnachweis: xtock by shutterstock.com]
31. August 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.



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