Eigene Homepage: Tools für die Bewerbung

Es war nie einfacher, eine eigene Homepage zu erstellen. Niemand benötigt dafür besondere Kenntnisse oder ein tiefes Verständnis, zahlreiche Anbieter machen den Weg zur eigenen Website mit wenigen Einstellungen und Auswahlmöglichkeiten besonders einfach. So sind auch immer mehr Bewerber dazu übergegangen, eine eigene Homepage für die Jobsuche zu nutzen und sich im Internet professionell zu präsentieren. Aber muss jetzt gleich jeder eine Bewerbungshomepage erstellen, sobald er auf der Suche nach einen neuen Arbeitsplatz ist? Motto: Das mit der eigenen Homepage gehört irgendwie dazu, also machen alle mit…?

Eigene Homepage: Tools für die Bewerbung

Eigene Homepage erstellen: Kostenlos und ohne Anmeldung

Viele Bewerber, die eine eigene Homepage als zusätzliches Bewerbungsinstrument erstellen wollen, suchen in der Regel nach einem kostenlosen Angebot, bei dem sie ohne Registrierung auskommen. Das ist auch verständlich, schließlich sollte die Homepage nur ein Teil der Bewerbungsunterlagen sein und nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

Trotzdem sollten Bewerber darauf achten, bei der Homepage die größtmögliche Sorgfalt an den Tag zu legen. Der Personaler sieht sie sich im besten Fall an und sollte dann nicht auf den ersten Blick von Fehlern erschlagen werden.

Eine eigene Homepage ohne Anmeldung zu erstellen, wird schwierig. Die meisten Anbieter verlangen, dass sich der Benutzer wenigstens mit seiner Email-Adresse registriert. Das hat aber weniger etwas mit einer Anmeldung im klassischen Sinne zu tun. Der Anbieter muss wissen, wohin er die Informationen zum Setup der Homepage schicken soll – und meist geht das an eine Email-Adresse.

Zusammen mit der kostenlosen Homepage gibt es bei den meisten Anbietern eine Domain. Allerdings ist das häufig eine sogenannte Subdomain. Das bedeutet, dass die URL nicht nur den selbst gewählten Namen, sondern zusätzlich den Namen des Anbieters beinhaltet, also beispielsweise so aussieht: www.Max-Mustermann.1&1.de. Das macht einen nicht ganz so professionellen Eindruck. Bewerber sollten an dieser Stelle abwägen, ob sie nicht lieber ein paar Euro pro Monat investieren wollen, dafür aber eine Adresse ohne Subdomain bekommen.

Mit der Subdomain hört es bei den kostenlosen Angeboten noch nicht auf. Damit die Anbieter etwas an der Homepage verdienen, werden Werbeanzeigen eingeblendet. Ist es nur ein kleiner Hinweis im Footer oder im Header, ist das nicht weiter schlimm. Wenn die Seite aber von Werbeeinblendungen überquillt, kann das einige Personaler stören. Vor lauter Werbung kommen Sie gar nicht mehr dazu, etwas über den Bewerber zu erfahren. Auch hier gilt, dass Sie diese Entscheidung sorgfältig abwägen sollten.

Informieren Sie sich über den Umfang der Werbeeinblendungen bei beispielsweise diesen kostenlosen Anbietern:

  • Wix
  • Jimdo
  • Weebly

Homepage erstellen: Welches Programm verwenden?

Wer eine eigene Homepage erstellen möchte, dem stehen im Prinzip drei verschiedene Wege offen, die sich im Schwierigkeitsgrad, aber auch in dem verwendeten Programm unterscheiden:

  • Homepage-Baukasten

    Die einfachste Alternative, um schnell an eine eigene Homepage zu gelangen. Hier ist alles mit dabei: Domain, Hosting und verschiedene Designs, aus denen Sie wählen können. Gerade für Einsteiger, denen eine Basisvariante genügt, ist der Homepage-Baukasten eine gute Alternative.

    Sobald die Homepage steht, müssen Sie sich um nicht mehr viel kümmern. Den Support übernimmt der Anbieter. Allerdings können Sie nachträglich nur selten bestimmte Features nachrüsten. Dafür ist der Baukasten nicht gedacht. Er ist jedoch eine tolle Variante für Bewerber, die schnell und einfach eine eigene Homepage erstellen möchten, um diese in der Online-Bewerbung zu nutzen.

    Einen Baukasten haben viele verschiedene Anbieter im Angebot, unter anderem Strato, Jimdo und 1&1.

  • Content Management System (CMS)

    Das wohl bekannteste CMS um eine Webseite zu erstellen, ist WordPress. Obwohl die eigentliche Handhabung, also dann, wenn die eigene Homepage bereits steht, recht einfach und übersichtlich ist, kann das Setup Schwierigkeiten bereiten.

    Unter WordPress sucht man sich vorab ein Theme aus und passt die Webseite seinen eigenen Vorstellungen an. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das CMS nicht sehr von dem Baukasten-Prinzip.

    Etwas anderes ist es allerdings, wenn Sie Dinge ändern möchten, die im Theme nicht oder nicht in der Weise vorgegeben sind. Sofern Sie sich nicht selbst mit Programmiersprachen und Webdesign auskennen, müssen Sie diesen Schritt einem Profi überlassen. Das kostet Zeit und ist meist nicht ganz günstig.

    Neben WordPress gibt noch weitere Content Management Systeme:

    • Drupla
    • ExpressionEngine
    • TextPattern
    • Joomla

    Um nur einige zu nennen.

  • Programmieren (lassen)

    Das ist ohne Frage die aufwändigste und kostspieligste Variante, wenn Sie sich eine eigene Webseite zulegen möchten (sofern Sie nicht regelmäßig Webseiten programmieren). Außerdem ist es fraglich, ob Sie einen derartigen Aufwand betreiben möchten, wenn die Webseite lediglich dazu dienen soll, Ihre Bewerbung etwas aufzumotzen. Vermutlich lohnt es sich nicht.

    Eine selbst programmierte Homepage ist etwas für sehr komplexe und individuelle Projekte. Soll die eigene Homepage lediglich dazu dienen, die Bewerbung beim Personaler hervorzuheben, muss es nicht so komplex sein. Kosten und Nutzen stehen dabei in keinem sinnvollen Verhältnis zueinander.

Die Vorteile einer eigenen Homepage bei der Bewerbung

Die Vorteile einer eigenen Homepage bei der BewerbungEine eigene Homepage bei der Bewerbung erfreut sich unter Jobsuchenden zunehmender Beliebtheit. Das liegt zum einen an der bereits angesprochenen Einfachheit in der Erstellung, besonders aber auch daran, dass diese einige Vorteile bietet und im besten Fall tatsächlich die Chancen auf eine erfolgreiche Jobsuche verbessern kann.

Aber was macht die eigene Homepage als Bewerbungswerkzeug eigentlich so attraktiv?

  • Die Individualität

    Zwar haben inzwischen einige Bewerber die Möglichkeiten der eigenen Homepage in der Bewerbungsphase erkannt, doch können Sie sich damit immer noch von der großen Masse abheben und sich auf diesem Weg möglicherweise gegen Konkurrenten durchsetzen.

    Außerdem können Sie die eigene Homepage genauso gestalten, wie Sie es für richtig halten. Eine solche Individualität und Präsentation der eigenen Persönlichkeit oder auch Arbeitsweise ist in klassischen Bewerbungsunterlagen nur begrenzt möglich, selbst wenn Sie alle Gestaltungsmöglichkeiten nutzen.

  • Die Informationsmöglichkeit

    In Anschreiben und Lebenslauf ist nicht sonderlich viel Platz vorhanden, um wirklich ausführlich zu werden. Hier kommt es eher darauf an, sehr genau auf den Punkt zu formulieren und auszuwählen, welche Aspekte wirklich erwähnt werden. Anders sieht es bei der eigenen Homepage aus. Diese können Sie nach belieben mit Informationen füllen und so ein detaillierteres Bild von sich selbst zeigen.

    Dabei empfiehlt sich eine klare Struktur und Unterkategorien, um die Hauptseite Ihrer Homepage nicht zu überladen. So kann der Leser sich genau die Informationen ansehen und heraussuchen, die Ihn interessieren und zu denen er mehr erfahren möchte.

  • Der Zusatznutzen

    Ein unbestreitbarer Vorteil der eigenen Homepage für die Bewerbung liegt in dem zusätzlichen Nutzen. Sie profitieren dabei gleich mehrfach, vor allem dadurch, dass Sie Ihrer Bewerbungsstrategie einen zusätzlichen Kanal hinzufügen. Personaler können direkt auf Sie aufmerksam werden und Sie verbessern Ihr Online-Profil durch die gezielte Gestaltung der Seite.

    Eine weitere Möglichkeit, die auch Personalern einen zusätzlich Nutzen bietet, sind Arbeitsproben, die Sie auf Ihrer eigenen Homepage zur Verfügung stellen können oder auch weitere Qualifikationen sowie Fort- und Weiterbildungen, die Ihre Kompetenzen verstärken.

Doch gibt es bei all der Euphorie um das Thema ein großes Aber: Eine Homepage kann sinnvoll sein, aber selbst im besten Fall ist sie lediglich eine Ergänzung, ein nettes Extra, das einige Vorteile mitbringen kann. Mehr aber auch nicht.

Das ist wichtig, um die Rolle der Bewerbungshomepage richtig einschätzen zu können. Sie kann den Unterschied zwischen Zu- und Absage machen – allerdings nur dann, wenn die restliche Bewerbung bereits überzeugen konnte und den Personaler dazu gebracht hat, sich weiter für Sie zu interessieren.

Eigene Homepage für die Bewerbung: Darauf sollten Sie achten

Die eigene Homepage ist zwar recht einfach zu erstellen, aber deshalb noch lange kein Selbstläufer. Es erfordert einige Arbeit und Zeit, wenn Sie eine wirklich gute Bewerbungshomepage aufbauen und vor allem pflegen wollen. Diese soll Ihre Bewerbung schließlich ergänzen, abrunden und vervollständigen – nicht einen falschen Eindruck vermitteln und all Ihre restlichen Mühen der Jobsuche sabotieren.

Um mit Ihrer eigenen Homepage zu punkten, sollten Sie deshalb einige Regeln beachten.

  • Achten Sie auf ein passendes Design

    Das Design Ihrer eigenen Homepage ist das erste, was einem Betrachter sofort ins Auge fällt, wenn dieser die Seite aufruft und prägt somit den Eindruck neben dem Inhalt am meisten. Es sollte unbedingt professionell sein, zu Ihnen und auch dem Beruf und der Branche, auf die Sie sich bewerben, passen.

    Grundsätzlich gilt, dass es nicht zu viele Farben und Formen sein sollten. Das wirkt schnell überladen und kitschig, statt seriös und kompetent. Denken Sie immer daran: Das Design soll lediglich ein Nebeneffekt sein. Im Vordergrund stehen Sie und Ihre Qualifikationen in der Bewerbung.

  • Halten Sie die Homepage aktuell

    Sie haben eine Weiterbildung oder ein Praktikum gemacht? Vielleicht sogar weitere Berufserfahrung gesammelt? Dann sollten diese Informationen unbedingt auch auf Ihrer eigenen Homepage auftauchen. Dies gilt umso mehr, wenn Sie auch in Ihrer Bewerbung darauf eingehen.

    Es reicht nicht aus, die Website nur einmal zu erstellen und in Zukunft immer wieder in Bewerbungsunterlagen darauf zu verweisen. Es gehört schon regelmäßige Arbeit dazu, um den Inhalt der Seite zu pflegen und aktuell zu halten.

  • Geben Sie alle wichtigen Informationen an

    Ein wichtiger Punkt für Ihre eigene Homepage ist die Vollständigkeit. Dies geht Hand in Hand mit der oben genannten Aktualisierung der Seite. Die Informationen zu Ihrer Person, Ihrem Werdegang und natürlich Ihre Kontaktdaten müssen unbedingt vollständig (und natürlich korrekt) sein.

    So können Sie auch verhindern, dass beim Personaler Verwirrung entsteht, wenn dieser zuerst Ihre Bewerbungsunterlagen durchschaut, nur am anschließend auf der Homepage festzustellen, dass einige Punkte hier nicht angegeben sind.

  • Bieten Sie einen zusätzlichen Nutzen

    Mit Ihrer eigenen Homepage wollen Sie Ihre Bewerbung ergänzen – das sollten Sie dann aber auch in jedem Fall tun. Einfach nur Ihren auf eine Website zu stellen und dies als zusätzlichen Nutzen zu verkaufen, wird Sie nicht weiterbringen und Personaler eher verärgern als überzeugen.

    Ihre eigene Homepage sollte immer einen Mehrwert bieten. Das können Arbeitsproben, detailliertere Beschreibungen und Informationen oder zusätzliche Skills und Qualifikationen sein. Nur so können Sie die Frage beantworten: Warum soll sich ein Personaler Ihre Homepage überhaupt ansehen?

[Bildnachweis: WAYHOME studio by Shutterstock.com]

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5. Februar 2019 Julia Sima Autorin Autor: Julia Sima

Julia-Eva Sima arbeitet als freie Journalistin und war mehrere Semester Dozentin an der Universität des Saarlandes. Danach wechselte sie in die Personalbranche und arbeitete unter anderem als Headhunter.

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