Bewerbungstrends: Aktuelle Trends zur Bewerbung 2026

Wer sich 2026 bewirbt, sollte die wichtigsten Bewerbungstrends kennen. Auch im aktuellen Jahr gibt es neue Entwicklungen und Trends auf dem Arbeitsmarkt sowie im Recruiting. In diesem Artikel erfahren Sie, womit Sie Ihre Bewerbungschancen im Jahr 2026 deutlich steigern und worauf Kandidaten bei der Bewerbung unbedingt achten sollten…

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Bewerbung 2026: Aktuelle Bewerbungstrends

Für eine erfolgreiche Bewerbung 2026 müssen Sie die Schwerpunkte in den Bewerbungsunterlagen etwas anders setzen als in den vergangenen Jahren. Hinzu kommen technische Trends (z.B. KI, ChatGPT oder ATS), die ebenfalls massiven Einfluss auf die Bewerbungsunterlagen und Bewerbungschancen haben.

Auch bei den Bewerbungstrends gilt: Es sind Trends – moderne Tendenzen, aber keine Erfolgsgarantien! Die Bewerbung bleibt auch im Jahr persönlich und individuell. Bedeutet: Spätestens im Vorstellungsgespräch entscheiden Personaler UND Bewerber darüber, ob es passt oder nicht.

Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Trends für Lebenslauf und Bewerbungsschreiben vor. Zusätzlich zu den Bewerbungstrends erhalten Sie zahlreiche Tipps und Empfehlungen für einen modernen Lebenslauf und eine Bewerbung mit Wow-Effekt!

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1. Trend: Massenbewerbungen haben keine Chance

Das Jahr 2005 war geprägt von einer anhaltenden Wirtschaftskrise in Deutschland, zahlreiche Entlassungen und Insolvenzen waren die Folge. Allein auf dem Arbeitsmarkt gab es einen Rückgang der Stellenangebote um 50-60 Prozent. Das hat zur Folge, dass die Konkurrenz um die wenigen verbleibenden Stellen steigt. Es herrscht tendenziell wieder ein Arbeitgebermarkt.

Für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet das: Erkennbare Massenware hat kaum noch eine Chance. Einmal einen Lebenslauf und Anschreiben formulieren und dann an zig Unternehmen verschicken, funktioniert nicht. Überzeugen können nur noch individuell zugeschnittene Bewerbungsunterlagen mit einem deutlichen Unternehmensbezug. Das gilt für einen maßgeschneiderten Lebenslauf ebenso wie für ein persönlich formuliertes Anschreiben.

KI prägt den Recruiting-Prozess

KI-Tools übernehmen immer größere Teile des Recruiting-Prozesses – von der Erstellung von Stellenanzeigen über Bewerber-Screenings bis hin zu Terminplanung und erster Kommunikation. Zwar nutzen inzwischen auch viele Kandidaten KI-Tools wie ChatGPT oder Perplexity, um sich eine Bewerbung schreiben zu lassen. Das hat aber zunehmend mehr Nachteile als Vorteile, weil auf der anderen Seite ebenfalls KI eingesetzt wird, um genau solche kopierten Massenschreiben aus Internet-Vorlagen zu erkennen.

Wie kann ich KI in der Bewerbung nutzen?

Künstliche Intelligenz ist kein Ersatz für eigene Intelligenz! Nutzen können Sie KI, ChatGPT und andere Tools gerne, um sie erste Entwürfe oder Textgerüste erstellen zu lassen. Ebenso kann Ihnen KI bei der Recherche helfen – etwa, um wichtige Informationen zum Unternehmen, zur Position und Stelle oder zu den Erfahrungen mit diesem Arbeitgeber zu sammeln. Das spart Zeit.

Eine Bewerbung mit ChatGPT sollten Sie aber unbedingt jedesmal anpassen und zum Beispiel relevante Schlüsselqualifikationen für die jeweilige Position auswählen.

10 Prompts, die helfen, den Traumjob zu finden

  1. Lebenslauf-Optimierung
    „Hilf mir, einen positionsspezifischen Lebenslauf für die Stelle als [Position] zu erstellen, indem du meine Fähigkeiten im Bereich [Branche/Fähigkeiten] hervorhebst.“
  2. Anschreiben verfassen
    „Schreibe ein überzeugendes Anschreiben für die Position [Position] bei [Unternehmen], das meinen Erfahrungshintergrund in [relevante Erfahrung] betont.“
  3. Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche
    „Erstelle eine Liste typischer Interviewfragen für die Position [Position] bei [Unternehmen] und schlage starke Antworten auf Grundlage meiner Erfahrung im Bereich [relevantes Fachgebiet] vor.“
  4. Netzwerk-Kontaktaufnahme
    „Formuliere eine Nachricht, die ich Fachleuten aus der [Branche] auf Linkedin senden kann, um mich nach Möglichkeiten im Bereich [gewünschte Position] zu erkundigen.“
  5. Analyse von Stellenanzeigen
    „Analysiere diese Stellenanzeige [Stellenanzeige einfügen] und schlage wichtige Fähigkeiten vor, die ich in meiner Bewerbung für die Position [Position] hervorheben sollte.“
  6. Optimierung des Linkedin-Profils
    „Schlage Verbesserungen für mein LinkedIn-Profil vor, um es für Recruiter, die nach [Position] in [Branche] suchen, attraktiver zu machen.“
  7. Strategie zur Gehaltsverhandlung
    „Wie kann ich ein höheres Gehalt für die Position [Position] bei [Unternehmen] verhandeln, unter Berücksichtigung meiner Erfahrung im Bereich [relevantes Fachgebiet]?“
  8. Personal Branding
    „Hilf mir, ein Personal-Branding-Statement zu erstellen, das bei Recruitern für die Position [Position] in [Branche] Anklang findet.“
  9. Strategie zur Jobsuche
    „Welche Strategien zur Jobsuche sollte ich anwenden, um eine Position als [Position] in [Ort] innerhalb von [gewünschtem Zeitraum] zu finden?“
  10. Kompetenzentwicklung
    „Welche wesentlichen Fähigkeiten benötige ich für die Position [Position] in [Branche] und wie kann ich sie schnell erlernen?“

Die Prompt-Beispiele sind noch recht kompakt und dienen in erster Linie zur Inspiration. Für bessere Ergebnisse sollten Sie die Prompts ausführlicher formulieren. Ein solcher – unterstützender – Einsatz von KI in der Bewerbung ist sinnvoll und legitim.

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2. Trend: Der Lebenslauf wird einspaltig

Zwar bleibt der tabellarische Lebenslauf das Herzstück der Bewerbung und die tabellarische Form auch weiterhin Standard. Ein moderner Lebenslauf aber wird zunehmend schlichter und einspaltig. Dahinter steckt vor allem der zunehmende Einsatz von computergestützten Auswahlverfahren in den Unternehmen – insbesondere durch Applicant Tracking Systeme (ATS) und KI. Die ATS-Freundlichkeit wird damit zur entscheidenden Bewerberhürde.

Verzichtet wird im Lebenslauf heute vor allem auf grafische Elemente wie Icons, Diagramme oder Symbole, die noch vor einiger Zeit modern waren. Diese können von den wenigsten KI-Tools richtig verstanden oder interpretiert werden. Im schlimmsten Fall werden so wichtige Kompetenzen nicht erkannt und das Risiko einer Absage steigt.

Ein einspaltiges Layout wiederum bedeutet, dass Sie möglichst keine linke oder rechte Extra-Spalte einziehen, in der Sie beispielsweise Kontaktdaten, relevante Interessen und Hobbys oder ein Stärken-Profil unterbringen. Schreiben Sie einen einfachen Lebenslauf in antichronologischer Form und nutzen Sie für Zeitangaben und Stationen lediglich den Tabulator (TAB-Taste). Das reicht, um den CV zu gestalten.

Was bedeutet das für den Lebenslauf?

  • Standardüberschriften nutzen

    Klingt langweilig und unkreativ, hilft aber ATS und Personalern die wichtigsten Informationen im Lebenslauf auf einen Blick zu finden. Werden Sie bei den Überschriften und typischen Abschnitten im Lebenslauf nicht kreativ, sondern nutzen Sie die Standardtitel: „Persönliche Daten“, „Berufserfahrung“, „Bildungsweg“, „Besondere Kenntnisse“, „Interessen und Hobbys“ – da weiß jeder sofort, was gemeint ist.

  • Hierarchische Typografie

    Halten Sie sich an eine klare Struktur und Hierarchie beim Design: größere Schrift für Überschriften, kleinere für Inhalte. Eine eindeutige Typografie verbessert die Lesbarkeit für Mensch und Maschine.

  • Schlüsselwörter einbauen

    Profis unterscheiden in Stellenanzeigen sogenannte Muss- und Kann-Qualifikationen: Erstere sollten Sie zu 70 % und mehr erfüllen; zweite bringen Pluspunkte. Analysieren Sie die Stellenausschreibung genau und integrieren Sie unbedingt wichtige und genannte Schlüsselbegriffe in Ihrer Vita.

  • Einheitliche Abstände

    Gleiches gilt für ausreichende und einheitliche Zeilenabstände. Sie helfen, Bereiche optisch voneinander zu trennen und erleichtern ebenso das CV-Parsing.

  • Keine Sonderzeichen

    Verzichten Sie auf Sonderzeichen wie Pfeile (➠) oder Haken (✓) und vermeiden Sie ebenfalls mehrdeutige Abkürzungen – etwa B2 für das Sprachlevel. Das könnte ebenso eine Führerscheinklasse sein. ATS können diese Symbole nicht immer richtig interpretieren. Das gilt auch für das Euro-Zeichen (€) – besser „Euro“ ausschreiben.

  • Hintergrundfarben weglassen

    Hintergrundfarben können die Texterkennung erschweren. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie bei einem ATS-freundlichen Lebenslauf auf farbige Hintergründe oder invertierten Text verzichten. Bei unseren kostenlosen Vorlagen müssen Sie dazu übrigens nur das „Wasserzeichen“ in Word entfernen.

  • PDF nutzen

    In 99 Prozent der Fälle ist heute ein PDF das beste Format für Ihre digitale Bewerbung. Es stellt sicher, dass Lebenslauf und Anschreiben immer gleich aussehen. Prüfen Sie aber dennoch die Unternehmensvorgaben: Manche Firmen verlangen bei der Online-Bewerbung eher .docx oder .txt-Dateien.

Ein bewährter Tipp aber bleibt auch im Jahr 2026: Auch wenn der Lebenslauf überwiegend in Schwarz auf Weiß gehalten ist, können (und sollten) Sie zusätzlich eine Schmuckfarbe einsetzen – z.B. für Überschriften. Wir empfehlen, diese strategisch auswählen und dafür eine der Logo-Farben des Zielunternehmens zu nutzen. Das signalisiert subtil eine hohe Identifikation mit dem Arbeitgeber.

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3. Trend: Das Anschreiben gewinnt an Bedeutung

In den Jahren 2023 und 2024 gab es einen Trend zur Bewerbung ohne Anschreiben. Wegen des Fachkräftemangels mussten zahlreiche Unternehmen die Bewerbungshürden senken oder wollten sich so einen modernen Anstrich verleihen – auch, weil das Bewerbungsanschreiben bei vielen Bewerbern unbeliebt ist.

Umfragen zeigen aber deutlich: Noch immer nutzen rund 60 Prozent der Bewerber das Bewerbungsschreiben und seine Bedeutung steigt wieder. Schon allein dadurch, dass die Zahl der Quereinsteiger Bewerbungen wächst und sich viele aus der Selbstständigkeit zurück in ein festes Arbeitsverhältnis bewerben. Die Wirtschaftskrise hat auch hier einige Träume vom eigenen Business begraben.

Welche Vorteile hat das Bewerbungsschreiben?

  • Differenzierung

    Der Lebenslauf blickt nach hinten (was ich kann und bisher gemacht habe) – das Anschreiben aber schaut nach vorne: Was ist Ihre Motivation? Welchen Mehrwert bieten Sie? Wie wollen Sie Ihre Stärken einsetzen? Diese Informationen heben Sie deutlich von der Masse ab und schärfen Ihr Profil – erst recht, wenn der Lebenslauf noch dünn ist oder – wie beim Quereinstieg – per Definition nicht zur angestrebten Stelle passt.

  • Erklärung

    Fehlende Berufserfahrung, Jobhopping, Arbeitslosigkeit, Lücken im Lebenslauf – all diese Faktoren sind mindestens erklärungsbedürftig und machen sich nicht gut im Lebenslauf. In dem Fall kann aber das Anschreiben wichtige Hinter- und Beweggründe nennen und einen sonst fehlenden Bezug zum Unternehmen und Arbeitgeber in spe herstellen.

  • Profilierung

    Idealerweise blitzt zwischen den Zeilen im Anschreiben durch, was heute bei vielen Bewerbungen den Ausschlag gibt: die Persönlichkeit und Motivation. Das kann der Lebenslauf nicht. Dort ist kein Platz für Prosa oder lange Texte. Je weniger Floskeln Sie dabei nutzen und je authentischer Sie schreiben, desto Job!

Bewerbungstrend Bewerbungsvideo

Das Anschreiben ist aber nur ein mögliches Medium. Gerade Berufseinsteigern mit Migrationshintergrund, Quereinsteigern und Bewerbern mit 50plus empfehlen wir zusätzlich, ein Bewerbungsvideo zu nutzen. Inhaltlich entspricht es einer kompakten Selbstpräsentation in 2-3 Minuten. In der schriftlichen Bewerbung lässt sich viel behaupten. Sieht der Personaler aber Ihr Engagement, Ihre Fitness oder perfekten Deutschkenntnisse, ist das deutlich überzeugender und aussagekräftiger als ein Anschreiben.

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4. Trend: Passive Bewerbung und Initiativbewerbung werden wichtiger

Der Arbeitsmarkt bietet 2026 weniger Perspektiven, was sich im Laufe des Jahres hoffentlich ändert. Bis dahin aber senken Sie Ihre Jobchancen, wenn Sie sich bei der Jobsuche ausschließlich auf offiziell ausgeschriebene Stellenangebote beschränken. Haben Sie ein Wunschunternehmen ins Auge gefasst, sollten Sie sich dort „auf gut Glück“ bewerben. Die Initiativbewerbung verschafft Ihnen Zugang zum sogenannten „verdeckten Arbeitsmarkt“ – und der ist auch weiterhin rund doppelt so groß wie der offizielle, wird aber nur von rund 5 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber aktiv genutzt!

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Initiativbewerbung Vorlage Word, kostenlos

Zur ersten Orientierung können Sie sich hier gleich drei kostenlose Initiativbewerbung Anschreiben in Word herunterladen. Die Vorlagen und Musterschreiben enthalten bewährte Formulierungen, die Sie aber bitte nie 1:1 übernehmen, sondern stets individuell für Ihren Zweck umformulieren sollten (siehe Trend 1):

Initiativbewerbung Muster Anschreiben Word Vorlagen Kostenlos

Muster 1 Muster 2 Muster 3

Wie kann ich die passive Bewerbung nutzen?

Die passive Bewerbung (auch: „passive Jobsuche“) ist zwar kein neuer Bewerbungstrend, aber ihre Bedeutung steigt 2026 nochmal deutlich: Dabei nutzen Kandidaten vor allem Profile auf Linkedin oder Xing und erhöhen ihre Sichtbarkeit durch Beiträge, Kommentare oder Gastbeiträge.

Auch wenn es weniger offizielle Stellenangebote gibt, herrscht in manchen Branchen und Unternehmen auch weiterhin Fachkräftemangel. Das zwingt Personaler zum Active Sourcing – der gezielten Suche nach Mitarbeitern im Internet. Um dann gefunden zu werden, ist es wichtig, dass Sie dort frühzeitig Ihre Expertise deutlich und auffindbar machen. Ergänzend z.B. mit einer eigenen Bewerbungshomepage oder einem eigenen Blog. Denken Sie langfristig! Bauen Sie schon heute an Ihrer Online-Reputation – diese kann Sie ein Berufsleben lang begleiten und noch manchen Jobwechsel erleichtern.

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5. Trend: Spezialisten haben bessere Chancen

Auch dieser Bewerbungstrend ergibt sich aus dem engeren Arbeitsmarkt in Deutschland: Wenn Unternehmen Fach- und Führungskräfte suchen und einstellen, dann meist für spezifische Aufgaben und Herausforderungen. Alleskönner werden dabei jedoch kaum nachgefragt. Ihre Bewerbungschancen steigen deutlich mit einem spezifischen Profil und einer tiefen Expertise in einem gefragten Bereich. Profis sprechen in dem Zusammenhang auch von einem T-Shaped-Profil.

Besonders nachgefragt werden aktuell natürlich Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und Digitalisierung sowie agile Projektmanagementerfahrungen oder in Sachen Elektromobilität. Bedeutet für Bewerber: Analysieren Sie Ihre Stärken und konkreten Berufsziele in den kommenden 5-10 Jahren und eigenen Sie sich dazu passende und gesuchte Fähigkeiten an. Versuchen Sie Ihre Arbeitnehmer-Profil dahingehend zu fokussieren und eine tiefere Spezialisierung zu gewinnen.

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6. Trend: Betonen Sie unbedingt wichtige Soft Skills

„Hire for attitude, train for skills!“ – Das Sprichwort wird zunehmend zum Credo vieler Personaler. Gemeint ist damit, dass die Persönlichkeit und Arbeitsweise vielen Recruitern heute wichtiger ist als die harten Qualifikationen, Zeugnisse, Zertifikate oder Abschlüsse – sogenanntes „Skills-based Hiring“. Bei der Bewerbung achten die Personalverantwortlichen insbesondere auf den sogenannten Cultural Fit, also ob jemand wirklich zum Unternehmen und dessen Kultur passt und die richtige Arbeitseinstellung mitbringt.

Es könnte die größte Revolution auf dem Bewerbungsmarkt und damit ein disruptiver Bewerbungstrend werden: Soft Skills werden wichtiger als Hard Skills. Auch das spricht für die wachsende Bedeutung des Anschreibens, denn relevante Soft Skills und Transferkompetenzen erwähnen Sie vor allem darin.

Zusätzlicher Vorteil: Damit haben auch Bewerber mit Mikro-Qualifikationen oder relevanten Projekten Chancen, wenn formale Abschlüsse fehlen.

Soziale Kompetenzen belegen

Am Ende arbeiten Menschen mit Menschen zusammen. Das muss passen. Mehr Diversität ist wichtig, richtig und erhöht die Innovationskraft. Aber Neuzugänge müssen mit der Andersartigkeit der Kollegen auch umgehen können, ebenso mit ständig wechselnden Projektteams und Aufgaben. Dazu benötigen sie Empathie, Einfühlungsvermögen und zahlreiche andere soziale Kompetenzen – Soft Skills eben.

Wer 2026 seine Bewerbungschancen erhöhen will, sollte vor allem diese Sozialkompetenzen trainieren und durch einschlägige Beispiele in der Bewerbung (z.B. soziales Engagement, Ehrenamt, Teamplay im Sportverein, etc.) belegen und betonen. Schaden können diese nie – auch nicht im Privatleben. Aber zukunftsorientierte Personaler werden darauf zukünftig noch mehr achten.

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7. Trend: Online-Profile pflegen und aktualisieren

Bevor Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail-Bewerbung (meistgenutzter Standard) sollten Sie Ihre Online-Profile auf Linkedin und Xing abgleichen, aktualisieren und optimieren – Sie werden zunehmend auch von Personalern überprüft! Natürlich nicht bei allen Bewerbern, aber zumindest doch bei den vielversprechendsten, die eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten.

Recruiter vergleichen hierbei häufig die Angaben im Lebenslauf, besondere Kenntnisse oder öffentlich sichtbare Projekte ab. Widersprüche und Störgefühle sollte es dabei nicht geben. Insbesondere für ein potenzielles KI-Matching sollten Sie 5–10 relevante Skills hinzufügen sowie Ihr Profilbild und Headerbild aktualisieren. Älter als ein Jahr sollte auch das Bewerbungsfoto nicht sein.

8. Trend: Auf KI-gestützte Interviews vorbereiten

Es sind noch wenige Ausnahmen und erste Gehversuche. Nach unserer Einschätzung werden im Jahr 2026 KI-gestützte Interviews kräftig zulegen. Das können zeitversetzte Vorstellungsgespräche mit asynchronen Fragen sein oder Video-Interviews mit automatischer Auswertung durch eine KI. In jedem Fall sollten Sie sich darauf vorbereiten, wenn Sie nach einem neuen Job suchen.

Zentrale Tipps für Videointerviews sind:

  • Prüfen Sie vorab Technik und eine stabile Internet-Verbindung
  • Achten Sie auf einen neutralen Hintergrund und gute Beleuchtung
  • Bemühen Sie sich um eine klare, ruhige Aussprache
  • Bereiten Sie typische Vorstellungsgespräch-Fragen vor
  • Sammeln Sie wichtige Informationen über die Stelle
  • Üben Sie eine kurze Selbstpräsentation
  • Überlegen Sie sich passende Beispiele, die Ihr Können belegen

Im Videointerview haben Sie dafür den Vorteil, dass Sie Ihre Unterlagen und wichtige Informationen rund um den Bildschirm oder auf dem Schreibtisch bereitstellen können. So können Sie mit einem schnellen Blick (auf die Spickzettel) bessere Antworten geben und überzeugen.

9. Trend: Top-Talente werden wählerischer

Bereits mehr als 500 Leserinnen und Leser haben bei unsere Umfrage mitgemacht, worauf Sie bei einem künftigen Job und Arbeitgeber achten. Dabei zeichnen sich drei klare Präferenzen ab:

  1. Faire Bezahlung
  2. Angenehmes Arbeitsklima
  3. Örtliche Nähe, gute Anbindung

Die drei Top-Auswahlkriterien sind sicher auch ein Spiegel der anhaltenden Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt sowie der hohen Inflation. Sie zeigen aber auch, worauf Top-Talente heute wert legen und wie Unternehmen diese gewinnen und an sich binden können. Gute Aufstiegs- und Entwicklungschancen, Homeoffice-Arbeit und bezahlte Weiterbildungsangebote treten dagegen zunehmend in den Hintergrund. Auch das ist ein Trend: die klassische Kaminkarriere spielt für Nachwuchskräfte kaum noch eine Rolle – siehe: Quiet Ambition.

Machen auch Sie mit bei unserer Karrierebibel-Umfrage: Auch Ihre Stimme zählt!

Nach welchen Kriterien bewerten Sie einen neuen Job? (max. 3 Stimmen)

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