Ruhiger Arbeitstag? So nutzen Sie ihn

Haben Sie heute wenig zu tun? Dann freuen Sie sich sicherlich schon darauf, schließlich besitzen ruhige Arbeitstage in vielen Berufen fast schon Seltenheitswert. Der Alltag wird von Stress, Deadlines und immer neuen Aufgaben geprägt. Umso schöner, wenn auch einmal mehr Zeit bleibt, in der man nicht von einem ToDo zum nächsten springen muss. Aber was macht man an einem ruhigen Arbeitstag, um nicht einfach nur die Zeit abzusitzen? Wir haben einige Vorschläge für Sie gesammelt…

Ruhiger Arbeitstag? So nutzen Sie ihn

Ruhige Arbeitstage können selbst geschaffen werden

Ja, es gibt sie: Arbeitstage, an denen besonders wenig zu tun ist. Es liegen deutlich weniger Akten auf dem Schreibtisch, das E-Mail Postfach klingelt nur gelegentlich, kein Kunde ruft an, um die neuesten Änderungswünsche durchzugeben und auch der Chef hat keine zusätzlichen Aufgaben, um die man sich kümmern müsste. Für viele Arbeitnehmer eine verlockende Vorstellung, die eine willkommene Abwechslung zum sonst stressigen Arbeitsalltag bietet.

Leider sind ruhige Arbeitstage aber eher die Ausnahme, der glückliche Einzelfall, der nach dem Geschmack der Mitarbeiter viel zu selten eintritt. Im Normalfall überwiegen die Tage, an denen die Aufgaben immer mehr werden und man kaum noch hinterher kommt, egal wie sehr man sich anstrengt. Solch stressige Tage mit hohem Arbeitsvolumen lassen sich nicht verhindern und gerade wenn wichtige Kunden betreut werden oder ein großes Projekt vor dem Abschluss steht, treten sie gehäuft auch. Die gute Nachricht ist jedoch, dass man sich selbst ab und zu einen ruhigen Arbeitstag schaffen kann.

  • Arbeiten Sie vor. Ruhige Arbeitstage lassen sich besonders einfach schaffen, indem Sie bereits im Vorfeld einige Aufgaben erledigen und so die ToDo Liste für den kommenden Tag schmälern. So haben Sie an einem Tag vielleicht etwas mehr zu tun, doch lohnt es sich, wenn am darauffolgende Tag deutlich weniger zu tun ist.
  • Bitten Sie Kollegen um Hilfe. Hier geht es nicht darum, einfach nur Aufgaben auszulagern, um selbst einen entspannten Tag genießen zu können. Wenn Sie merken, dass Ihnen die Arbeit über den Kopf wächst, kann es helfen, frühzeitig um Hilfe zu bitten, um einen am nächsten Tag einmal weniger zu tun zu haben.

So nutzen Sie einen ruhigen Arbeitstag

An einem ruhigen Arbeitstag gibt es nichts zu tun, also sitze ich rum, warte die Zeit ab und schaue, ob sich noch etwas ergibt… Kann man natürlich machen, bringt – außer Langeweile – jedoch herzlich wenig. Im schlimmsten Fall wird aus einem ruhigen Arbeitstag so ein endloses auf die Uhr schauen, was noch nervenaufreibender sein kann als ein normaler Arbeitstag mit vielen Aufgaben. Es geht aber auch anders, denn ruhige Arbeitstage bieten viele Möglichkeiten, die Sie nutzen können. Wir zeigen, was Sie an einem ruhigen Arbeitstag machen sollten:

  1. Genießen Sie es

    Entspannung darf an einem ruhigen Arbeitstag nicht fehlen. Mit Stress und Zeitdruck haben Sie schon oft genug zu kämpfen, genießen Sie also die Möglichkeit, sich den wenigen Aufgaben ganz in Ruhe zu widmen, die Kaffeepause ein wenig länger ausfallen zu lassen oder gönnen Sie sich den Luxus und geben Sie sich ein wenig der Prokrastination hin.

  2. Räumen Sie auf

    Hand aufs Herz: Ist Ihr Arbeitsplatz immer so aufgeräumt, wie Sie es gerne hätten? Vermutlich nicht, denn oft bleibt einfach nicht genügend Zeit, um mal gründlich Ordnung zu schaffen. Nutzen Sie den ruhigen Tag, um Unterlagen zu sortieren und einzuordnen, nicht mehr benötigte Dinge wegzuwerfen und auch auf Ihrem Computer aufzuräumen. Hunderte E-Mails, veraltete Dateien, und Chaos auf dem Desktop – bringen Sie Ordnung in das Chaos, hilft es Ihnen auch dabei, klarer zu denken.

  3. Knüpfen Sie Kontakte

    An einem ruhigen Arbeitstag stehen die Chancen gut, dass es Kollegen ähnlich geht wie Ihnen und Zeit für ein Gespräch bleibt. So können Sie neue Kontakte knüpfen, sich über Entwicklungen austauschen oder vielleicht sogar wichtige Informationen über die Branche in Erfahrung bringen. Eventuell ergibt sich sogar die Gelegenheit, den Chef besser kennenzulernen und so einen wichtigen Kontakt ins eigene Netzwerk aufnehmen zu können.

  4. Halten Sie Ihre Leistungen fest

    Sie erinnern sich vermutlich noch sehr genau daran, welche Ergebnisse sie in der letzten Zeit geliefert haben, auf welche Leistungen Sie besonders stolz sind und welche Erfolge Sie feiern konnten. Leider wissen andere dies oft nicht mehr so genau und gerade bei Gehaltsverhandlungen, möglichen Beförderungen oder auch Bewerbungen kann es hilfreich sein, die eigenen Leistungen noch einmal präsentieren zu können. Fassen Sie Ihre Leistungen schriftlich zusammen, um Sie immer parat zu haben, wenn sie benötigt werden.

  5. Bieten Sie Ihre Hilfe an

    Sie haben wenig zu tun und bemerken, dass ein Kollege bis zum Hals in Arbeit steckt? Dann bieten Sie Ihre Hilfe an und übernehmen einige Aufgaben. Der Kollege wird Ihnen dankbar sein, Sie tun etwas für eine gute Arbeitsatmosphäre und auch der Chef wird Ihren Teamgeist zu schätzen wissen. Und außerdem würden auch Sie hoffen, dass ein Kollege Hilfsbereitschaft zeigt, wenn er freie Zeit hat und Sie vor Arbeit nicht mehr wissen, wo Ihnen der Kopf steht.

[Bildnachweis: Robert Kneschke by Shutterstock.com]
7. Juli 2016 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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